d.» imlui
d" ia«d.
au
Witt, '<i6 nei »nha» Nenth, rufen.- t welch«
MÄ de» 1 :tagS Di reau ® en hin ?enfa[, 16
er m Lage ti en. (11 :rator.
m
rer Sch rfo.,. b
md das m Vor- samkeif itz dem- tionbere läterhin i seiner chen zu hert.J ranz I. ^andez- zahllose Karosse anhielt, ssteigen en, der ter als rächten, aven!" ’n halt er sich Kaiser
->•]
ie Pest n schon erlichen nd ans n wie- flenelte, Krankern gelt ner- nvtung spilale, n Gent die ich mit e That, s Des- erzeugt )e Pest en Er- e glück»
«.] le, baue und n Tra- moircn wischte io, wo ei den legeben seinem Schanin das wurde
hatte e, von in seihen zu n, die ebritt" zusam- mußte, .«LJ
I, das! inc be= 5) eine °9t]
li da?
Wöchentliche BeUagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg unb Kirchhain.
Druck und Verlag: Jvh. Aug. Kock. Universtärs Buchdruckerei in Marburg fA’ti' Verantwortlicher Redakteur: Christovh RauterihauS in Marburg.
Redaktion und Expedition: Markt 21. J-IV VvVM^/9 WV UU*’ IWl» Redaktion und Expedition: Markr 21.
8
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. exkl. Bestellgeld). Jnscrtionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Sonntag, 10. Januar 1892.
Anzeigen nimmt entgegen die Erpeditioir dieses Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M„ Berlin, Hannover, Paris.
XXVII. Jahrgang.
Wochenschau.
Nicht mit dröhnenden Schritten, sondern zierlich Md leise hat das Neue Jahr seinen Eintritt gehalten. Offizielle Neujahrsreden über Krieg und Frieden, wie sie der dritte Napoleon bekanntlich so sehr liebte, find abgekommen; Kaiser Wilhelm I., dem nach 1870 71 wohl die Aufgabe zugefallen wäre, zu Europa zu sprechen, war kein Freund von solchen Kundgebungen und ließ es bei einigen gelegentlichen Bemerkungen bewenden, wie sie bei Neujahrsgratulationen allgemein üblich sind. Und so ist es denn auch in der Hauptsache geblieben. Beim letzten Neujahrsempfange haben König Humbert von Italien, König Leopold von Belgien und der ungarische Ministerpräsident Graf Szapary das Wort genommen. Was sie besprachen, waren indessen ausschließlich innere Angelegenheiten der betreffenden Staaten und erst ganz zum Schluß erfolgte die kurze Bemerkung, man werde sich eigenen Aufgaben um so eher und besser widmen können, als kein Gmnd vorhanden sei, eine Störung des Friedens im Neuen Jahre zu befiirchten. Kräftiger ist daun dies betont in der Thronrede, mit welcher in Pest Kaiser Franz Joseph soeben die Legislaturperiode des ungarischen Reichstages geschlossen hat, für welchen Neuwahlen ausgeschrieben sind. Der Monarch hat in sehr bestimmten Worten erklärt, daß die Beziehungen der Staaten unter einander sich ganz wesentlich gebessert und recht günstig gestaltet haben und daß es gestattet ist, mit aller Zuversicht dem Verlaus des neuen Jahres cntgegenzusehen. Zu wünschen wäre nur, daß diese Versicherungen dazu beittagen möchten, dem so lange schon darniederliegenden Handel und Wandel endlich einmal wieder einen Aufschwung zu geben.
Bei uns in Deutschland war es recht still. Die Berliner Neujahrsgratulatton ist, wie weiter oben schon hervorgehoben, ohne alle Zwischenfälle verlaufen. Ein ernstes Neujahrsfest hatte die sächsische Königs- samilie, da der Bruder des Königs Albert, der Feldmarschall Prinz Georg, plötzlich auf den Tod crftankte. Ist das Leiden noch nicht gehoben, so darf doch als erwiesen erachtet werden, daß die Lebensgefahr beseitigt ist. Die öffentliche Meinung beschäfttgte sich meist mit dem in der kommenden Woche erfolgenden Zusammentritt des deutschen Reichstages und des preußischen Landtages. Man will möglichst versuchen, die Reichstagssession vor dem Osterfest, das in diesem Jahre sehr spät fällt, zum Abschluß zu bringen. Der preußische Landtag wftd, da es um das neue Volksschulgesetz sicherlich
(Nachdruck verboten.!
Die Erbin.
Nach dem Amerikanischen von I. von Böttchen (Fortsetzung).
Sie verwahrte sich zwar dagegen, daß sie nur an das ihr entgehende reiche Erbe denke, aber sie sah wohl ein, daß er ihren Versicherungen keinen Glauben schenke. In stummer Wut mußte sie es geschehen laflen, daß er nach Italien abreiste, um Nachforschungen nach Hazel anzustellen.
„Hast Du wirklich nie dergleichen vermutet, Eveline?" ftagte ihr Gatte, als der Onkel sie verlaffen, „oder war Dir die Sache ebenso neu und Überraschend wie uns?"
„Natürlich habe ich es nie vermutet und glaube auch noch jetzt nicht daran," erwiderte sie kurz.
Dann wendete sie ihm stolz den Rücken und ging hinauf in ihr Zimmer, um ihrem geheimen Jngrimme Luft zu machen und ihre Eitelkeit zu verwünschen, welche diese Katastrophe herbeigefuhrt hat.
„Die Hälfte, ja vielleicht mehr als die Hälfte von dem zu verlieren, was ich mein ganzes Leben hindurch als mein Eigentum betrachtet habe," tobte sie „Und ihr, die ich hasie und beneide, hier in diesem Hause den ersten Platz einräumen zu müssen, während — sie über meinen Sturz frohlocken wird — ach, der Gedanke könnte mich rasend machen! Wenn sie mit meinem Onkel hierher zurückgekehrt, glaube ich, daß ich mich wie wahnsinnig auf sie stürzen und sie mit meinen Händen erwürgen werde!"
Wenige Tage vorher hatte sie einen Brief ans Europa erhalten, derselbe war von' ihrem alten Helfershelfer John Stubbs, welcher Geld von ihr verlangte. Damals war sie sehr aufgebracht darüber gewesen.
lebhafte Auseinandersetzungen geben wird, kaum vor dem Pfiugstseste seine Arbeiten zu beenden im Stande ein. Bessere Nachrichten kommen aus Afrika über den Gesundheitszustand Major von Wißmanns. In Kamenm sind bis auf Weiteres alle Märsche ins Innere eingestellt worden. Es soll zunächst eine tüchtige Trägertruppe angeworben werden, da die jetzt im Dienst befindlichen, noch von dem inzwischen gefallenen Hauptmann von Gravenreuth angeworbenen Leute bedenklich viel zu wünschen übrig lassen. Recht gute Erfolge haben dagegen die deutschen Kolonnen m Hinterlande von Togo aufzuweisen, die ohne wesentliche Schwierigkeiten bis zur Grenze der ftanzösischen Nigerbesitzungen vorgedrungen sind.
In Oesterreich-Ungarn beschäftigte man sich mit dem Schluß des ungarischen Reichstages, sodann aber auch mit einem Millionenbetrug, welchen der Kassierer der ungarischen Landessparkasse infolge der Sorglosigkeit der Bank - Direktion verübte. Der Spitzbube hat hinterher sich erschossen, die verttauens- seligen Direktoren werden das Vergnügen haben, aus ihrer Tasche die Veruntreuungen zu decken. Im österreichischen Abgeordnetenhause wird in kommender Woche der neue Handelsvertrag mit Deutschland beraten werden, dem die radikalen Czechen den heftigsten Widerstand bereiten wollen, so daß man sich auf einige recht nette Skandale gefaßt machen kann. Diese Fanatiker haben weniger am Vertrage selbst auszusetzen, als vielmehr daran, daß er zwischen Oesterreich-Ungarn und dem deutschen Reiche engere Beziehungen herstellt. So werden sie denn ihrem Deutschenhasse bei dieser Gelegenheit im weitesten Umfange die Zügel schießen lassen. Eine Erhöhung der aktiven Armee hat zu Neujahr stattgefunden. Dieselbe beträgt 67 Offiziere, 3193 Mann und 1065 Pferde. Die Verstärkung entfällt in der Hauptsache auf die Arttllerie und dann auf die Traintruppe.
In Italien, wie in England herrschte beim Jahresbeginn völlige politische Stille.
Präsident Carnot in Paris hat ebenfalls das neue Jahr als ein friedliches gefeiert, die Zeitungen sind im Allgemeinen damit einverstanden. Gründlich verrannt hat sich der ftauzösische Minister des Auswärtigen, Ribot, der, Rußland zu Liebe, ans der bekannten Ausweisung eines Pariser Schwindel- Agenten aus Bulgarien eine große Staatsaffaire gemacht hat. Wenn man seine Zeitungen vor zwei Wochen Über diese Sache schreiben hörte, so klang es gerade, als sollten Fürst Ferdinand und sein Premierminister Stambulow zum Lohne für die Ausweisung an den Ohren aufgehängt werden. Nun
„Wie kann der Mensch die Frechheit haben, von mir Geld zu verlangen, wo ihm der Auftrag, welchen ich ihm gegeben, nicht allein mißlungen, sondern er mich nachher noch dazu 'verraten hat, um seinem Vorteile zu dienen!" hatte sie gesagt.
Aber jetzt erinnerte sie sich plötzlich dieses Briefes und der bedeutsamen Thatsache, daß derselbe eine italienische Postmarke trug. Italien, wo Hazel Dale sich jetzt aufhielt und wohin Mr. Grant am heutigen Tage abgereist war.
„Hätte ich nur eher gewußt, wo sie war, dann hätte ich an Stubbs geschrieben und ihm aufgetragen, einen neuen Versuch auf ihr Leben zu wagen!" rief sie voll bitteren Bedauerns aus, indem sie Thränen ohnmächtiger Wut vergoß.
Allein plötzlich trocknete sie ihre Thränen, richtete sich in ihrem Stuhle auf, und ihre Augen funkelten boshaft.
„Wäre es wirklich zu spät?' fragte sie sich. „Wenn ich ihm jetzt noch den Auftrag gebe, wer weiß, was geschehen könnte? Mein Brief erreicht ihn vielleicht noch, bevor Onkel Arnold sie gefunden Mut! Alles ist noch nicht verloren. Ich will noch einen letzten verzweifelten Versuch machen, meine Nebenbuhlerin zu vernichten, die ich ebenso hasse, wie meine Mutter die ihre gehaßt hat!"
Es war ein kühler Septembertag und ein Helles Holzfeuer brannte auf den glänzenden Stangen des niedrigen Kaminrostes. Eveline zog einen kleinen Tisch an das Feuer und stellte ihr zierliches, mit Gold eingelegtes Schreibpult daraus, nahm Feder und Papier und begann einen teuflischen Brief zu schreiben, wahrend sie unter einem seltsamen Gefühle vor Kälte und Angst zusammenschauerte.
Ueberfam ihre Seele in diesem Augenblick vielleicht eine Vorahnung des Verhängnisses, welchem
tft es aber völlig anders gekommen. Die Türkei will nicht das Geringste von einem offenen Auftreten gegen Bulgarien wissen, sondern sagt, Frankreich möchte diesen lokalen Streit in Sofia auf eigene Faust abmachen, und auch die Russen sind von dem übermäßigen Eifer ihres Pariser Freundes nicht erbaut, weil dadurch für die bulgarische Regierung, die alle Forderungen Frankreichs aus Rücknahme der Ausweisung abgelehnt hat, nur neue Reklame gemacht wird. Die Session der ftanzösischen Kammern geht zu Ende, die neue Session wird Mitte Januar eröffnet. Man intriguiert jetzt im Süllen wegen der Neuwahl des Präsidenten, da auch ein Theil der Republikaner von dem gar zu selbstgefälligen ersten Präsidenten Floguet nichts mehr wissen will. Der schöne Traum der Pariser von einem Besuch der Kaiserin von Rußland an der Seine in der zweiten Hälfte dieses Monats ist wieder einmal in nichts zerronnen.
Der Hunger nimnit in Rußland, da heftige Schneewehen große Verkehrsstockungen hervorgerufen haben, zu. Das Elend ist ganz entsetzlich und überschreitet alles Maaß. Die Geldnot ist nicht viel geringer. Der Finanzminister Wyschenprodski sucht jetzt Leute, welche ihm eine Milliarde borgen. Zunächst unterhandelt er mit Paris, aber die französische Kapitalisten sind auch im höchsten Grade stutzig und mißtrauisch geworden. Allen Gmnd dazu haben sie auch. — Arge Geldnot herrscht auch im kleinen Portugal. Es wird gewaltige Mühe kosten, einem totalen Staatsbankerott vorzubeugen.
Der Vizekönig oder Khediwe, wie sein offizieller Titel lautet, Tawfik von Aegypten, ist an den Folgen der Influenza gestorben. Mehmed Tawfik wurde 1852 als Sohn des heute noch lebenden Khediwe Ismail geboren. Als der Letztere verschwenderische und despotische Fürst am 26. Juni 1879 durch eine Militärverschwörung gezwungen wurde, auf den Thron zu verzichten, wurde sein ältester Sohn Tawfik sein Nachfolger. Er hatte eine schwere Position, besonders als unter Arabi Pascha ein Militäraufstand losbrach, der die Einmischung der Engländer, welche sich unter allen Umständen den für die freie Passage nach Indien wichtigen Suezkanal sichem wollten, und die Beschießung der von dm ägyptischen Truppen besetzten Stadt Alexandrien durch die britische Panzerflotte herbeiführte. Der englische General Wolseley schlug Arabi Pascha und seine Tmppen ohne große Mühe und entscheidend in der Schlacht von Tel-el- Kebir, worauf die Hauptstadt Kairo ohne Schwertstreich fiel. Seitdem sind die Engländer die eigent-
sie verfallen sollte? Ließ sie die Furcht vor dem Unbekannten durch und durch erbeben? Ihre Hände waren eisig kalt, als sie jenen grausamen Auftrag niedergeschrieben. Ein fröstelndes Gefühl durchrieselte ihre Nerven.
Sie legte die Feder bei Seite und schürte das Feuer zu einer helleren Flamme an, munter flackerte dieselbe empor und sie hielt ihre Hände darüber, um sie zu erwärmen. Das Licht blitzte auf ihren funkelnden Ringen, ihren reichen Kleidern, ihrem goldenen Haare, und ihrem so schönen Gesichte, hinter dessen Liebreiz sich ein so grausames, selbstsüchtiges und falsches Herz verbarg. Bald kehrte sie wieder zu ihrer Aufgabe zurück, und der Brief an John Stubbs wurde beendet, gesiegelt und mit seiner Adresse versehen. Welch ein Jammer, daß die letzte Handlung ihres Lebens ein Akt so teuflischer Rache und Bosheit sein mußte; denn der Schatten des Todes schwebte in demselben Momente über ihr.
Ohne daß sie es gehört oder bemerkt hätte, war ein Feuerbrand über die Stange des Rostes auf den Boden herabgerollt, gerade auf den Saum ihres, mit zarten Spitzen besetzten Kleides, im nächsten Augenblicke hatten die Flammen die leichten Stoffe ergriffen und züngelten und leckten wie in grauenvoller Freude gleich Schlangen an ihrer Gestalt empor und erfaßten ihren Aermel, als sie, über den Brief gebeugt, das letzte Wort niederschrieb. Einen Schrei des Entsetzens und der Todesangst ausstoßend, sprang sie auf, aber die Flammen schlugen über ihrem Haupte zusammen, das zarte Gewand verzehrend, das schöne Gesicht und die schönen Hände versengend und das goldene Haar ergreifend
„Feuer! Feuer! Hilfe! Hilfe!" kreischte sie in gräßlicher Todesqual nach der Thür rennend
lichen Herren von Aegypten, unter deren Verwaltung sich ja der Wohlstand des Landes erheblich gehoben hat, während der Khediwe nur dm reinen Strohmann spielte. Versuche, sich gegen die englische Vormundschaft aufzulehnen, hat er nie gemacht. Tawfik hatte gute europäische Bildung und besaß eine für einen Orientalen ungemein große Herzensgüte. Energie und staatsmännische Gaben gingen ihm gänzlich ab. Daß er sich als Europäer fühlte, ging auch daraus hervor, daß er sich keinen Harem hielt. Seit 1873 lebte er mit der hochgebildeten Prinzessin Eminah Hanum in glücklichster Ehe, aus welcher zwei Söhne und zwei Töchter hervorgingen. Thronfolger ist der vom Sultan noch zu bestätigende Prinz Abbas, geboren 1874.
Deutsches Reich.
W. Werkin, 9. Jan. Der Kaiser verbrachte den Freitag, von einer kurzen Morgenpromenade abgesehen, im Berliner Schlosse, mit der Erledigung von zahlreichen Regierungssachen. — Heute Sonnabend soll im Grünewald eine Damwildjagd abgehalten werden. — Auf die Glückwünsche der Berliner städtischen Behörden haben der Kaiser und die Kaiserin mit warmem Dank erwidert. — Der König und die Königin von Württemberg werden, so viel bekannt, am 24. oder 25. Januar zum Besuche am kaiserlichen Hofe in Berlin eintreffen und sich an der Feier des Geburtstages des Kaisers beteiligen. Das Königspaar kommt mit großem Gefolge, zu dem auch der Minister Frhr. v. Mittnacht gehört, der beim württembergischm Gesandten sein Absteigequartier nehmen wird. — Der Generalfeldmarschall Blumenthal, welcher an einer schweren Lungenentzündung erkrankt war, befindet sich auf dem Wege der Genesung. — Der deutsche „Reichsanzeiger" bringt folgende Erklärung: Die „Nationalzeitung" hält an der Behauptung fest, daß die Regierung Sr. Majestät des Kaisers und Königs wegen Besetzung der IV. Armee-Inspektion mit der königlich bayerischen unb wegen anderer militärischer Fragen mit der Großherzoglich mecklenburg- schwerinschen Regierung sich neuerdings in Differenzen befinde oder befunden habe. Was die IV. Armee- Inspektion angeht, so haben Weber vor noch nach ben letzten Manövern irgettb welche Verhandlungen zwischen ben beteiligten Regierungen ftattgefunben. Ein Grunb dazu lag um so weniger vor, als jene Inspektion gar nicht vakant ist. Was die angeblichen Differenzen mit der Großherzoglich mecklenburg- unb bieselbe aufreizend, stürzte sie wie eine lebendige Feuersäule die Treppe hinab.
Richard Randolph sprang aus der Bibliothek, wo er gesessen, in das Vorhaus Er ergriff einen großen Teppich vom Boden und hüllte darein die grauenhafte Gestalt, welche sich jammernd zu seinen Füßen wand.
VierundsünszigsteS Kapitel.
Eine Scene der wildesten Bestürzung und Verwirrung folgte. Die Dienerschaft stürzte herbei und fand Mr Randolph, im Kampfe mit dem vernichtenden Element vergeblich bemüht, die Flammen zu ersticken, welche die Gestalt seiner Gattin umzüngelten.
Ihr Schreckensschrei trug noch dazu bei, bas Grauenvolle der Scene zu erhöhen, bis einer von ihnen, der mehr Besonnenheit wie seine Kameraden besaß, Wasser herbeibrachte und das Feuer löschte. RandolphS Haar war versengt unb seine Hände mit Brandblasen bedeckt, aber er dachte nicht an sich, denn Eveline lag röchelnd am Boden, ein entsetzlicher Anblick. Die Kleider waren ihr vorn Leibe gebrannt, das Fleisch stellenweise wie geröstet, ihr goldenes Haar von den Flammen verzehrt und ihr Gesicht bis zur Unkenntlichkeit entstellt.
Es war schrecklich, schrecklich! Sofort wurde ein Arzt herbeigeholt und die Verunglückte vorsichtig in ihr Zimmer getragen und auf das Bett gelegt, während ihr verzweifeltes Geschrei durch das ganze Haus wiederschallte.
Als der Arzt gekommen und ihre gräßlichen Verletzungen untersucht hatte, schüttelte er den Kopf. Hier war Hilfe nicht möglich, er konnte nur darnach trachten, die Leiden zu lindem, bis der Tod eintreten