f« der allgemeinen Politik sprechen kann, so ist ti diesem Jahre der Fall. Und auch da noch kann
25.
(Nachdruck verboten.)
**ch dem Amerikanischen von I. von Böttcher.
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hatte redes wertere Gefühl aus ihrem Herzen
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»Auch er wünscht es/' sagte sie sich voll Bitterkeit. „Sie Alle haben sich verbündet, mich zu dieser Heirat : zu bereden. Und warum? Einfach weil dieses Amt des Vormundes ihm lästig ist. Seine Frau haßt mich und wird ihn dasselbe gelehrt haben. Bin ich nicht thöricht, zu bleiben, wo ich nicht gern gesehen bin? Warum also nicht lieber Forrest Latimer heiratenarnd sie dadurch Alle zufrieden stellen ?"
Sechsundvierzigstes Kapitel.
Die ältere Mrs. Randolph erschien am folgenden Tage ganz unerwartet zum zweiten Frühstück in Frsth Avenue. Sie hatte Neuigkeiten für Dick, wie sie mit wichtiger Miene sagte
Er kam erst im letzten Augenblicke und schien ermüdet und angegriffen. Nachdem er seine Mutter kurz begrüßt hatte, begab man sich in das Frühstücks- zimmer.
„Du kamst gestern spät zum Diner und heute ebenso spät zum Frühstück. Du tteibst es wirklich zu arg, Dick," sagte Eveline, die Brauen leicht zusammenziehend, und er antwortete mit seiner stereotypen Entschuldigung:
„Es thut mir sehr leid, aber auf der Redaktion war sehr viel zu thun."
,Lch werde noch eifersüchtig auf die Redaktion werden," schmollte die Schönheft, und ihr Onkel fad re mit einem Blicke versteckter Verachtung an demr Obgleich er über das gefährliche Geheimnis Schweigen -ernährt hatte, in dessen Besitz er durch sein unabsichtliches Lauschen geraten war, verließ ihn ber Gedanke daran keinen Augenblick und er beoärchtele ie sorgfältig, damit sie keine fernere Gelegenheit >abe, den Versuch zu einem neuen Verbrechen zu machen.
(Fortsetzung folgt)
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em oft, ;ert h hen
(+ 1083 000 Mary. — Im Reich,tage hat sich, nach der „Saoleztg.", ei« nationalt, parlamentarisches Frieden,- Komitee gebildet, dem etwa
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - _____________Illustriertes SonutagMatt. Expeditton: Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.
w „ I h? nnn m.2r ^ ’-r ^"^nglich bekannt Latimer . Ich liebe Sie, Hazel Dale, obgleich ich der
Die Erbt«. nLZlÄi a £mmmt eine her- Gatte einer Anderen bin, und schon der Gedanke,
liach dem Amerikanischen von I. von Böttcher. vorragende Stellung mder Gesellschaft em. Außerdem daß Sie einen Anderen heiraten könnten, macht I (Fortsetzung.) I Sor^ in mich unglücklich. Ich möchte Sie unvermählt und
-Ja» er hat meine Zeit mehr in Anspruch genommen literarischen Rui wl s Ä bSl ? eim9en ”or jeder Liebe bewahrt sehen, blos um mir diesen ^die Andern", begann sie heftig aber äck lnd f ®e"n «s.meine Schwester wäre, urchtbaren Schmerz zu ersparen"
Ebrach er sie. - yestrg, aber lachilnd er he mls-M-: L-sfich , Nein, das konnte er nicht sagen. Hatte er nicht bemühen Sie sich nicht, es zu leugnen Harel I trefffiXr f l(^e§ ^etb' eE roi.rb • ein DOrs I ihrer sterbenden Mutter versprochen, daß er für ihr >chbin davon überzeugt, daß Forrest Latimer Vorzügel kleinen Mündel kann Kur ®er(affen,eö Kind sorgen wolle wie für seine Schwester,
besitzt, um eine prosaischere Freundschaft ® n wrederho en. und daß sein eifrigstes Bestreben sein solle, sie
feilen zu machen. Ich bin weit entfeTnl, S? ®eL? hebtn' fonnttn @ie feine bessere glücklich zu machen.
?u tobeIn Ju der Thal, es geschieht Er wartete »i», „„„ « . . Er hatte fünf, zehn Minuten schweigend gewartet,
sachlich seinetwegen, daß ich heute hierher qe- Livven des S hÄm t « , trockenen Er fühlte, daß schon der Form wegen etwas mehr tomven bin." 9 9 tot ii?8 kam fern Laut. gesagt werden müsse. Darum erhob er sich, und
1anfte Ausdruck ihrer Züge, die Farbe, die fragte er teaÄ gesprochen, Hazel?" zu ihr tretend, legte er sanft seine Hand auf ihr
A waren plötzlich geschwunden? sie saß aufrecht Sick aSL c lockiges Haupt Aber sie erschrak vor seiner Be-
NLrem Stuhle und sah ihn mit kalten, harten I Anstrenauna ^ auftastend, erwiderte sie m t rührung, und er zog die Hand hastig fort, indem ,an' ein bitterer Unwille gegen ihren Vor-1 Reute »rhutt , ., | ?r kalt und gezwungen sagte, obgleich er versuchte,
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^®l'i>ie Andern", dachte sie grollend. wie ein tiüdtoe? V E aussah leften Lachen, welches ungezwungen und fröhlich
‘ Latimer war geftern bei mir auf der -9XÄ ' »ebendes Mädchen, bereit, den klang, antwortete sie:
BOSS» S?tion"' fuhr Randolph in ernstem, gelassenem X Xblt ^n, ihr iun9eS »Das kann wohl möglich fein "
DV^ "Als Ihr Vormund, hielt er es für verborg StibbenS/ fem b'S-nes „Dann will ich Sie nicht länger aufhalten, da
t- w^Pfllcht, mich von feiner Absicht, sich um Sie Stark wie er ^r' wt < , . M memen Auftrag bei Ihnen ausgerichtet habe."
^k-^^rben, in Kenntnis zu setzen und mich zu vermocht ibr b n Vla?1n L. dennoch nie Mit kurzem Gruße verließ er hastig das Zimmer, meinen Einfluß zu seinen Gunsten bei! den fi? L. ? -PM m seinem Herzen zu entziehen, I wahrend er sich mit bitterem Hohne sagte:
g-lt-nd zu machen" ' ' darin' ina nomm u ff Ä Ä" Steb?L "®ie "ird?hn anhören, und dann sind meine
das ernste, ruhige Mädcheü ihm gegenüber Ande?er to bellto» il^«^ ^^nken daß Pflichten als Vormund zu Ende. Nun, es ist am nicht. Er wartete einen Augenblick, I Mann gehören soll? ermn'ff ito einem anderen besten so. Sie wird eine glänzende Partte machen "^uhr er fort: |@s .r»0 namenloses Weh.Iund damit ist der Traum meines Herzens für alle
^»Natürlich erklärte ich mich beuit, Alles zu chun Aber Men- Seiten zu Ende.
H könne, allein was ich Ihnen über ihn Aen'hatte ftrn Reckt ru sK -^^ unterdrückm. er] ^zel saß noch eine Weile, nachdem er sie ,n W r« sagen. * verlassen hatte, blaß vor Zorn und verwundetem Stolz.
Erscheint täglich außer au Werktagen nach Souu» u»d^—~i.^—
; m 307. &KÄ5S2» Marburg,
|__________VttÄ ffÄ »"• Douuerstag, 31. Dezember 1891. »ÄXÄÄSVSiÄ M Jahrgang
I __Daube u. «ko. m Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Pari».
ar°st°llu>.g°n ,uf bie .Ob-rh-ssisch- 3*12? “°7sS"' ■»> ~ -m ~~~ ss tung mit ihren Gratisbeilagen" für!mittel zur Erreichung dieses Zieles IrgetDenbUm ^anz Europa bescheert worden^.??^^8?I?ur, Abst°ttung persönlicher Meldungen. Heute das 1. Quartal 1892 werden
Postanstalten, von der Expedition Marburg, Alexander m Rußland nicht gern mit d-m Säbel sehen ließ, wurde gefeiert, al» ob er ein HimlneÄ Umaeblina?r ss 8 k *
TOSTa-r <»«ben *. ‘XS’tÄräÄ’
E 1892 "E liefern, fc »X’Xt S, «
Am -ie Jahreswende. ffstt £ L 7hr 5 SuiS Ä Lsawmelkfich
Wenn Europa nach einem meist ruhigen Jahre dahinter befindet sich nicht?,wa ein?lübeu?eS Lan? vläne rur tmalen "’n ^^üllung ihrer Revanche-1 schäften in der schwarzen Adlerkammer, ^die v^rge- W geradezu lougwettte, soweit man von Langeweile da inter wütet in seiner und Gefolge reten in der Roten
der allgemeinen Politik sprechen kann, so ist e, Huna r £r mofl« f ,®etfu6“n9 Und was stellte der Selbst- Sammetkammer zusammen G a n g'/. Uhr vn"
ü diesem Jahre der Fall. Und auch da'n?ch kann L? ünteMätzkn es akL t b?cunbeten ** S»r sammeln sich die obersten Hos?°d7e Ober-Hof-, die
°°° v°» den Ereignissen der Jahres sagen: „Biel T,uppenmass2,?die'Mittel Äs aanien weiten ReiÄ. ewl! «,?? tt°bI °bei l0I?.e,tLer' »nd Mze-Ober-Hof- und die Hofchargen, der Minister «.schrei und wenig Wolle." Da» Jahr Hub ruhig tob S bfcISEr » Reiche» zwar Geld! Run können aber auch die Franzosen! des königlichen Hauses und der Geh. Kabinet»rat
-»nach einer ganzen Reihe von unruhigen und B. wahner der Kleinstädte tot Hunger ©uT.ton fie?efiTn ««•.»* I ta»ö|>itelfäale, die General-Adjutanten, die Generäle
durch allerlei Kriegsgeschrei heftig bewegten Jahren, schadet nicht», wenn nur neue Kano?en und j L u ÄaÄpEsch'n Begeisterung für Ruß- L la suite und die Flügeladjutanten in der Bilder- ck war fast zu still und den Nalionen fehlte v.el-1 Gewehre besorgt werde» m I ? i * Verbündeten Staat doch mit ganz außer- gallerie, sowie ferner der Hof der Kaiserin in der
H der Glaube an eine dauernde AufrechthaltungIRußland'» Macht an feiner ffieftarenie nenenI« .""dtramschen Augen an. Schon müssenIRoten Sammetkammer. — Der preußische Staats- diese» Zustande« Aber sie müssen nun drch daran Deutschland und gegen Oesterreich-Ung arr^abe?wtt ^rlnheto'«06^5* C? ^""?°^ndenanzeiger veröffentlicht folgende königliche Verordnung: glauben daß wir heute vomKrieg eigentlich soweit stehen die Dinge in»abS^Sie^SrnTn L?-®1' Wilhelm, von Gottes Gnaden König von mtsernt find, wie nur möglich. Nicht dtthalb, weil wenn heute ein Kri^ ausbräche? Eine ar°ß7 ver-' dorownü w 2d ^ d^ußen rc. verordnen in Gemäßheit de» Artikels
^ ewzelneu Staaten und Regierungen an Lust zumIlorene Schlacht sür die Russen f r de» Monat JanuarI§ 1 der Berfaffungßurkunde vom 31. Januar 1850
ftiege fehlte; die Neigung ist wohl reichlich vor- zusammlnb echen ßeute toan T^9 ? 9 ’ t \ 8“c .md,t baran ^kt, auf den Antrag des Staat-ministeriums waS folgt:
Men, mag auch noch so sehr betont werden, daß Züg"mttB»t7°'rn wfolae d» uneÄ^t»^1°?!U,Ufc \° $ ba?eim te^ reichliche D.e beiden Häuser deS Landtage, der eine glühende Friedensliebe vorhanden ist. AufiBabnverwaltm,» r^oet nachlässigenISorgen hat. Rußland ist heute matt, total matt,!Monarchie, da» Herrenhaus und das Haus der.
W Sieben,alten ist mitunter blutwenig zu geben, Luf^ dem Rückzüge^ beorifflne ^«rrnee"'in"bi!' 5ranl^’^ mit' unb Unheil. welches bieses I Abgeordneten, werden auf den 14. Januar 189?"
sie werden alle so lange in Anwendung gebrachtlleidenben binHnn,mnrf?„ ^9 n x T '« Czareureiche geschaffen, läßt sich in ver- in Unsere Haupt- unb Resibenzstabt Berlin zu- wtk eS möglich ist und sie Nutzen haben, in Ruß «groß ist daS Notstand,aediet mRuülanb? «ntI!*teben,n foj8eni,en nicht wieder gut machen. DasIsammenberufen. Da, StaaUmImsterium wird mit knb beispielsweise zu dem Zweck, um flüssiges Geld!ist ziemlich überall ei/sri!» toI ? ^e beschönigte, eine bomtetttfreie Anschauung! der Ausführung dieser Verordnung beauftragt.
die Bedürfnisse de, Reiches zu schaffen Aber ann Rußland nichrs nü^ weN ^ glück 'cher, der Savage wie sie von selbst sich ergiebt, bei U.kundlich unter Unserer Höchsteigeuhändig n Unter h-utt ist in Europa eine Zwangslage emgetreten, würde^^^°I- es"ch?kist utoe^ die mit ihm eng verbün- schrist und bei abgedruckttrn"
^lch. unerbittlich zum Frieden nötigt; man mag würde die wilden rein ntoiilS 1» Z* no$ ßQn3 unb 8« außer Betracht!Gegeben Neue, PalaiS, den 28. Dezember 1891
ben Frieden nicht wollen, aber man hat nicht da»Er »emotoer^ 6ie -ur°P-ii,che Wilhelm R. v. Caprlvi. v. Böttiche?Herrsurth'
«ermogen, die Kraft und die Fähigkeit, den Frieden! Sagen wtt Alle, in Nll"rn- ff™ I Fl1 ^"al nicht von Monarchen und Ministern, v. Schelling. Freiherr v. Berlepsch. Miquel, v.
?Bb ?“ $^en' von welchen Iden Krieg zu fürchten^ ha"' bS ist Rußland und! ^" ^b'"n Kraft gemacht worden ist. Haltenborn. v. Heyden. Gras Zedlitz. Thielen." —
k°"«d-nläßt. Die Dinge liegen mögen auch die PauslawLn^^fich^über d7e Die ReichS-Post- und Telegraphen-Ber-
h r. ■J8etlr 9enau ie^’ nachdem! weile ihrer Pläne und Gedanken keinen Beforanissen I DttttschrS UtiA» I» al tung hat für die Zeit vom Beginn de, Etat,-
®.”ate si°d, überlegt, was tm Sommer!hingeben, einer weiß, daß Alles auf dem Sviele! W »Mi« in n r » ■< , |lQN8 bis zum Schluß de, Monat« November vermischen Rußland und Frankreich vorging, so kannlsteht und dieser Eine ift her derlm, 30. Dez. Unser Kaiser hatte! einnahmt: 152594 029 Mark (gegen denselben
«an eigentlich sagen, daß Beide den frischen und! Reußen/ E ne ist der Selbstherrscher aller am Dienstag Bormittag zunächst eine Konferenz mitlZeitraum de, Vorjahres -ft 6 528 849 Mark), die F*?e”rPin^ latteU/ ouf ben Platz zu setzen,! So steht eS im Osten Im Wellen ift ,a im|?T königlichen Hauses von Wed-ll I Reich» - Eisenbahn - Verwaltung 39122 000 Mark
«s welchem die Staaten des großen mitteleuropäischen! Mrunh, Westen ist es im I und daran anschließend mit dem Kultusminiqei1' ' --------- ~
— E varen Rot nn russischen Reiche keine Rede fern kann. > der Kaiser mit dem Ches des Militärkabinet, längere