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an nichts fehlen und miferm ganzen Volke wird nichts mangeln, wenn es in solchem Sinne sich schaart um den lichtuwflossenen Tannevbanm, in solchem Sinne feiert da» liebliche, schöne Weib nachtsfest.
Es sind wohl manche, die mit banger Sorge in die Zukunft schonen: solche, denen es dunkel geworden ist ans ihrem Lebenswege durch die Finsternis der Trübsal, und gerade in letzter Zeit hat der Todksengel eine reiche Beute bei uns gehalten uni) namentlich vieler Eltern Herzen betrübt durch die Hinwegnahme eine» Liebling»- wenn die rechte lebendige WeihnochtSsonne ihr Herz bescheint, dann muß es wieder licht und helle auch in ihnen werden, daß sie dennoch sich freuen inmitten ihrer Traurigkeit. Aber auch solche begegnen uns in Menge, zi mal in diesem Jahre, denen Nahrungssorgen schwer auf dem Herzen liegen; e» ist ja ein teures Jahr und die geringen Leute nicht minder wie die Geschäftsleute klagen, der eine noch mehr ol» der andere : scheint uv» wirklich da» Licht der Weihnachtk- ionne, bann müssen alle Klagen verstummen in der Gewißheit: nach den Tagen des Mangels, die Gotte» heilsame Zucht und Gnade un» auferlegt, daß wir einmal wieder erkennen unsere Ohnmacht und Gottes Allmacht, kommen auch wieder die Tage des Ueberflufses, wenn anders nur wir seinen Spuren folgen und auf seinen Willen.achten. Und endlich, gibtS nicht auch viele, die in Sorgen find, wenn sie zu dem politischen Horizont aufschauen? Da» ist ja wohl sicher: iw Augenblick ist dieser Himmel hell und klar und kein Lüftchen scheint sich zu regen, aber das ist ebenso gewiß: e» können sich gar leicht Wolken zu sammenziehen, denn Stoff genug dazu liegt ja aufge- häust in den Rumpelkammern der Völker, wo die alten Schürer 5e» Kriege», die von jeher den Frieden gestört haben, auch heute noch immer sich finden: Auflehnung wider göttliche und menschliche Ordnung, Urglaube und Zuchtlosigkeit, Sittenverderbnis in vielerlei Form, Rachdurst wider die Feinde,, mit einem Worte: die Sünde in ihrer mancherlei Gestalt. Aber solche Bitrachtungen und Gedanken schrecke» un» nicht, brauchen uns nicht zu schrecken, wenn wir al» rechte Cristen Weihnachten feiern und treu dem treuen Gott vertrauen, der das Ccepter des Weltregiment» in seiner allmächtigen Hand hält und daS Lickt scheinen laffen in unseren Herzen, da» ewig leuchtet: Christus, an dessen Geburtsfest wir, ohne den Kopf hängen zu laffen, aber auch ohne leichtfertig zu sein, vielmehr recht von Herzen röh ich miteinstimmen in den Lobgesang der himmlischen Heerschaaren: .Ehre sei Sott in der Höh'
Cie liebte ihn sogar noch mehr, mit einer glühenden s ttstrsüchtigen rachsüchtigen Liebe, als sie zu argwöhnen «gann, daß sie sein Herz durch ihre herrische Thorheit Floren haben könnte, J,r diesem Glauben hatte m ihn geheiratet, in dem Bewußtsein schwelgend, Mi sie die Macht gehabt, ihn dem Mädchen zu entterßen, welches er gewagt hatte, ihr in den Weg Kr stellen, und daß er, obgleich unbewußt, zu lieben -»wagt. Aber die Strafe war nicht weit, ihr stolzer rnumph fast vorüber und durch ihre selbstsüchtige 'lebe herbeigeführt, drohte ihr das Verderben,
Eine Ahnung dessen, was ihr bevorstand, stieg ihrem geistigen Auge auf, als sie jetzt ihres Mten kaltes, abgewandtes Gesicht betrachtete, und Me namenlose Angst ergriff sie. Allen Mut zu- ^mmenraffend, gelobte sie sich, diese Schranke der und Zurückhaltung niederzureißen.
,'>Wenn er kalt gegen mich ist, werde ich um so «tlicher gegen ihn sein. Wenn er mir seine Lieb- «limgen versagt, werde ich ihn mit den meinigen schütten," sagte sie. „Ich bin sein Weib, er ^ort mir, und er soll mich lieben." Aber ihre Örtlichkeiten widerten ihn an, er duldete dieselben jlt der unverhohlensten Kälte, und es kam der <Q9 wo er ihr in ernstem Tone-sagte:
2 -3ch habe mit Ungeduld gewartet, Eveline, bis u wieder wohl genug sein möchtest, nur ruhig W* Worte anhören zu können, die ich Dir zu Ml habe — es ist etwas, was Dich überraschen Hast Du jetzt Zett, mich anzuhören?"
stpapis üM (72^
Marburg,
Freitag, 25. Dezember 1891
t Weihnächte«.
Dos lieblichste Fest ist wieder einmal zu uns gekommen, das Fest, da» Jung und Alt erfüllt mit heiliger Freude, da» alle mit Sehnsucht erwartet haben, da» Fest, das unS nach guter alter, sinniger deutscher Sitte versammelt um den brennenden Tannenbaum. O Tannenbaum, o Tannen bäum, wie treu sind deine Blätter, so singen wir da Wohl, aber j nfer Gesang, unsere Freude ist erst rechter Art, wenn wir nicht blos schauen und besingen die treuen »lätter des Christbaums, nicht blos un» bestrahlen laffen von seinen schimmernden Lichtern, sondern die Äse Bedeutung diese» finnigen Bilde» soffen: un» «imlich erinnern laffen an die unwandelbare Treue Sötte», deS himmlischen BaterS, der unS feinen derheißenen Sohn gegeben, al» die Zeit erfüllet ■ar und un» darum treiben laffen auch zur Treue |tflen unfern Gott, zur Treue, die sich besonders zeigen muß in Gebet und Arbeit. Denn da» find «ch heute noch, ob auch viele Gottlose und Faulenzer nichts davon wiffen wollen, die Grundpfeiler aller Sitte und Ordnung, alle» wahren Glücke», aller ■ahren Zufriedenheit und Wrhlsart nicht blo» für im Einzelnen, sondern auch für die Familie und für da» ganze Volk. Wo diese Pfeiler fallin, da fillt das ganze Gebäude, fei dies Gebäude nun bet eigene Leib, der ein Tempel, eine Behausung Sötte» sein soll, oder sei dies Gebäude die Familie, ■o der Geist Gottes wehen und walten soll, ober sei die» Gebäude das Volk, in welchem Gott emher- Mjreitet und seine Spuren hinterläßt, sei« zum Segen ober zum Gericht. Darum soll uns das sLelhnachtsftst an dies erinnern: bete und arbeite, «beite im Aufschauen zu Gott, der allein deine Lbeit segnen kann, aber auch segnen will; sei also deu dem treuen Gott. Dazu kommt bann bie anbere Bedeutung unseres finnigen Bilde»: Die Lichter de» tannenbaume» sollen uns erinnern an da» Lcht, doS der dunklen Welt aufgegangen ist, bas aufs »tue wieder aufgehen scll und will in unseren Herzen: -hiistuS, der von sich sagt: Ich bin daS Licht der Seit, wer mir wird nachfolgen, der wird nicht «mbeln in Finsternis, sondern wird bas Licht be» Leben» haben. Die» Licht erleuchte un», erwärme, Webe un», wie bie Sonne alle» erleuchtet, erwärmt ttb belebt; tiefe Sonne, bie ba unttatibeibar steht «m geistigen Horizont der Menschen unb Böller, bet Vergangenheit, Gegenwart unb Zukunft, bet Z4l s»b Ewigkeit, diese Sonne Jesu» Christus bescheine Aseren Wandel, deffen Gruntlage wir oben bezeichnet Haden als Gebet und Arbeit. Dann wirbs un»
(Nachdruck verboten.)
-ie Erbt«.
»ach dem «merikmischen von I. von Böttcher.
(Fortsetzung.)
«nzeigm nimmt ewgegen die «rpedition d. Blatte«, tonne die Annonceu-Bureaux von Haasenstein und Vogler M^fi°inFrankfurt MR^SBerliÜÄKSS ™ Jahrgang!
Daube mLoin Frankfurt a-M., Berlin, Hannover, Pari».
und Friede auf Erden unb an ben Menschen ein langewoi denen 300 Sudanesen werden bestimmt bie Wohlgefallen." I letzten sein, ba die ägyptische Regierung erklärt hat,
I künftig keine Anwerbungen mehr zu gestatten. Sie iHrtfih»« IMtfc Isind am Anfang der vergangenen Woche unter
w ***** I Führung de» Hauptmanns von Perbanbt nach Ost-
J W. Berlin, 24. Dezember. Die kaiserliche «Afrika abgereist. — Au» einem Privatbriefe des Samtlte wirb heute Donnerstag im Neuen Palais I vr. Peter» wird folgende» mitgeteilt: Kilimand- bei Potsdam in üblicher Weise die Bescheerung be-1 fcharo-Statton, den 27. Oktober 1891 Ihr sehe». Während der Weihnachtsseieriage werden I Schreiben vom 27. August habe ich vor einigen die kaiserlichen Majestäten mit ben Prinzen undITagen empfangen. Eben war eine Gesandtschaft Prrnzesfinnen im Neuen Palais vereint fein. In laus Rowbo Kulia bei mir. Die Lumpen wollen den letzen Tagen vor dem Fest erledigte der Kaiser «sich jetzt unterwerfen. Ich habe sie am 27. Sept, tn üblicher Weise die Regierungsgeschäfte unb erteilte I auch gehörig geschlagen Wir haben von 8 Uhr zahlreiche Audienzen. — Eine Sitzung de, preußischen! morgen» bi» 3 Uhr nachmittag» gefochten, 130 Mann StaatSministerium» hat Mittwoch in Berlin!erschaffen Gemeinere Böller an Tücke, Bos- statt. Dieselbe beschäftigte fich mit dem neuen Iheit und Mortlust habe ich in Afrika richt ge» Bolksschnlgesetz. — Der preußische StaatSan-l sanden....... Was waren da» wieder für ordinäre
zeigen veröffentlicht die Erhebung de» Reichskanzler,! Aitikel betreff» meiner völlig auS der Lust ge- v. Caprivi in den Grasenstand. — Weiter bringt I griffenen Massai. Gefechte.... Ich glaube nicht, da» amtlich Blatt folgende Mitteilung: Die aus! daß ich in der Heimat jemals eine objektive billige Grund de» Ergebniffes der amtlichen Untersuchung ! Beurteilung finden werde. Noch beiden Seiten über die Arbeiter- und Belriebsverhältniffe in ben I immer Hebertreibungen Die Welt ist hier Steinkohlenbezirken schon irn Jahre 1890 in Aussicht schön unb vornehm. Ich habe mich hier verschanzt, genommene Novelle zum allgemeinen Berggesetz, bie! wie Friedrich der Große bei Bungelwitz. Ich liege mtt Rücksicht auf die durch die Verhältnisse de»«hier mit 35 Mann und glaube jetzt doch dafür Bergbaues berührenden Ergänzungen der Gewerbe-1 stehen können, ben Kampf mit Tausenden aufzu- mbnung durch da» Rkichsgesetz vom 1. Juni d. J l nehmen. Die Zelewlkische Katastrophe beweist wieder semer Zeit zurückgelegt werden mußte, ist jetzt soweit I einmal, wie viel weniger e» hier bei der Krieg»- gesördert, baß sie voraussichtlich bem preußischen l sührung auf Zahlen al» auf Organisation und Landtag bald nach Beginn seiner Verhandlungen zur! Führung ankommt. Wa, 500 Mann passieren konnte, Beratung zugehen kann. — Wie der nunmehr voi-!konnte ebenso gut 5000 geschehen lügende stenographische Bericht über die Reichstags-l Darmstadt, 23. Dez. 992883 Einwohner fitzung vom 18. Dezember ergiebt, stimmten gegen «zählte unser Großherzogtum am 1. Dezember 1890, ben neuen deutsch-österreichischen Handelsvertrag«^» gegen den 1. Dezember 1885 einen Zuwach» 36 Konservative, 2 Freikonservative, 5 National «von 36 272 Personen bedeutet. Hat im verflossenen liberale, 5 Antisemiten. Für ben Vertrag stimmten!Jahre bie Bevölkerung gleich stark zugenommen, so nur 18 Konservative. Die große Mehrheit ber beutsch-1 zählt jetzt Hessen 1 Million Einwohner. — Die konservativen Partei, namentlich die Vertreter berlGroßherzogliche Regierung hat zur Frage ber Ei- Wahlkreise im Osten ber Monarchie haben also gegen I richtung von Mädchengymnasien und Zulassung be» bie Verträge gestimmt, welche der Reichskanzler!weiblichen Geschlecht» zum Univerfitätsstudium in Graf Caprivi befürwortete und die der Kaiser in! Beantwortung eines entsprechenden Ersuchen» be, einem bekannten Trinkspruch auf den Reichskanzler! deutschen Frauen-Vereins Stellung genommen. In so hoch gefeiert hat. Mit diesen Vorgängen hängt es Iber ausführlichen Begrünbung be» Antrags war wohl auch zusammen, baß ber Abgeorbnete v. Helldorf,! namentlich auch daraus hingewiesen, daß da, ita- der Führer der regierungsfreundlichen Konservativen, Ilienische Kultusministerium zu Ostern in Rom ein aus dem Parteivorstande ausgetreten ist. — Major I Mädchen-Gymnasium errichte, daß in der Schweiz von Wißmann ist, wie die „Post' hört, zwar idem weiblichen Geschlecht der Besuch der Knaben- mmer noch angegriffen, aber doch soweit wieder Igymnasien sreistehe und in Oesterreich die Regierung !jergestellt, daß er bereit» daran denkt, mit Dr I derartige Bestrebungen wohlwollend ausgenommen BumMer zusammen einen Ausflug den Nil hin am habe. Die Großherzoglich Hess. Regierung halbem zu machen, «llerbings ist bie Abreise nicht vor Anträge gegenüber ihre Stellung dahin präzisiert, Januar zu erwarten. Die sür die Schutztrupp. daß die Frage ber Errichtung von Mädchen-Gym-
Erschenst täglich außer an Werktagen nach 6mm» und Feiertagen. — Onartal-Abonnementr-Prei» bei ber Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfa. (erfl. Bestellgeld). JnsertionSgebLhr für bie gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für bie Zeile 25 Pfg.
Sie war erschrocken über den Ernst seiner Worte und seines Aussehens.
„Ich — ich verstehe," stieß sie hervor.
„Ich will es Dir erklären, wenn Du Zeit hast mich anzuhören," sagte er finster, indem er sich ab- wendete, um die blauen, weitgeöffneten Augen nicht zu sehen, die ihn mit fast bemitleidenswertem Entsetzen anstarrten.
„Warte einen Augenblick," sagte sie hinausgehend, um Zeit zu gewinnen.
Sie ging hinauf in ihr Schlafzimmer und trank ein Glas Wein, um sich zu stärken, denn sie zitterte.
„Was kann er mir zu fagen haben? Was fann er wissen?" murmelte sie angstvoll, und einen Blick in den Spiegel werfend, bemerkte sie, daß sie geisterhaft Heid) war, gleich einer verurteilten Verbrecherin
„Das geht so nicht an! Ich muß ihm kühn entgegen treten. Ich darf nichts eingestehen, was er auch Vorbringen mag," rief sie heiser aus. Dann klingelte sie ihrer Kammerjungfer und ließ sich die Wangen schminken und die Lippen rot färben, damit ihr Aussehen ihrem Gatten die Angst nicht verrate, welche sie empsatch. Der Wein verlieh ihren Augen Glanz und gab ihr neuen Mut, allein es dauerte eine ganze Weile, ehe sie genug Fassung gewonnen hatte, um zu Randolph zurückzukehren. Er erwartete sie in einem kleinen Zimmer hinter der Bibliothek. Er hatte dasselbe ausgewählt, weil es ruhig, abgelegen unb selten benutzt war, und er somit fich vor jeder Störung sicher glaubte. Ein dicker Plüschvorhang trennte es von der Bibliothek. Randolph schob denselben zur Seite, um sich zu überzeugen, daß das Nebenzimmer leer fei, bann trat er wieder zurück und stellte erst einen Stuhl für sie hin, als
sie, reich geschmückt und in strahlender Schönheit ,Ja," erwiderte er finster, und sie wagte nicht, lächelnd, eintrat. Idas Auge zu dem stolzen, bleichen, anklagenden
EinundvierriaitesKavitel IGesichte zu erheben, das unter einer unbesieglichen
cinunboieritgttes Kapitel. Erregung zuckte. „Oh, daß ich ein solches Wort eie sank mit vollendeter Grazie in den weichen I gegen Dich, mein Weib, aussprechen muß," fuhr er Sessel und erhob ihre Augen zu ihm. Beide,!mit dumpfer Stimme fort. „Aber, Eveline, sage Mann und Frau, blickten sich fest an, und sie sah, I mir, warum hassest Du Deinen guten Onkel so
rote er beim Anblicke ihrer wunderbaren Schönheit sehr, daß Du nach seinem Leben trachtetest?"
bleich wurde und erschauerte. I Die furchtbare Beschuldigung war ausgesprochen.
„Nun?" sagte sie ruhig, „ich warte, Dick. Was Sie rang nach Atem und erbleichte unter dem
t es, das Du mir mitteilen willst? Handelt es Poudre und der Schminke, aber sie schwieg verdrossen,
sich um eine groß: Gesellschaft, um unseren Wieder- „Sprich," rief er, „und gestehe mir die Wahrheit, emzug bei Onkel Arnold zu feiern, ober haft Du Wenn ein mildernder Umstand vorhanden ist, so endlich entdeckt, wer sich hinter jener geheimnisvollen mache ihn geltend, denn meine Seele schwindelt vor E'lv verbirgt, oder " I Entsetzen über die Größe Deiner Sünde, über Deine
Mit einer hastigen Handbewegung gebot er ihr I Undankbarkeit gegen einen Mann, dem Du so viel I schuldest. Eveline, ich sah, wie Du an jenem Tage "Nein, sagte er, bleich vor Zorn, „davon ist den Wein einschenktest, .und als ich Deine schöneii, nicht die Rede, aber da Du mich an Clio erinnerst, mit Juwelen bedeckten Hände bewunderte, sah ich will ich Gelegenheit nehmen, Dir zu sagen, daß mir ein feines, nebelgleiches Pulver zwischen Deinen, m Gerücht zu Ohren gekommen ist, dem zu Folge Fingern in das Glas gleiten. Ich sah, wie Du, Du, Eveline, angedeutet, ja fast erklärt hast, die entsetzt über Deine eigene Thal, erbleichtest, aber Dichterin zu sein. Schämst Du Dich nicht? Wie Du schwanktest nicht, sondern stelltest den tödtlichem annst Du erwarten, daß irgend Jemand einer! Trank neben Deines Onkels Arnold Teller. Geschickt, olchen Behauptung Glauben schenkt? Wenn die vertauschte ich unsere Gläser, und in meinem Entsetzen: wirkliche Dichterin entdeckt wird, so wirst Du sür über Deine Schlechtigkeit, in meiner Hoffnungslosigkeit: Deme Thorheit mit Schande bedeckt werden." lund meinem Lebensüberdrusse, und in einer Ver-
„Ich bin jene Clio, ich habe alle jene anonymen lzweiflung, vor der ich jetzt schaudere, beschloß ich,. Gedichte geschrieben und an Dein Journal geschickt," Dich und Deine Liebe für mich zu bestrafen. Ich. nefste, aber sein verächtlicher Blick gebot ihr Schweigen, «erhob das Glas zu meinen Lippen, doch noch ehe.
»3d) erröte vor Scham über Deine Lügen,"«ich es halb geteert, erfaßte mich die Reue, sodaß es. entgegnete er streng. „Um des Himmels willen, I meiner Hand entglitt unb zu Boden fiel Aber wiederhole dieselben nicht. Laße» mit jenem anderen! während aller meiner körperlichen Leiden, welche Verbrech«! genug sein!" «mir jener tödtliche Trafik bereitete, waren meint
„Verbrechen!" murmelte sie, erschrocken in ihren «moralischen Martern bei Weitem die größeren. Stuhl zurücksinkend. 'Tausend Mak habe ich mich gefragt, was Dich y|
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch.