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Thäligkett hat die Wissenschaft t< insbesondere zu danken, daß die Alterthumskunde sich der jetzigen Blüte erfreut. Bor allem aber gedenke ich heute ! Ihrer große» Verdienste um meine» In Gott ruhen­den Herrn Vater, der In Ihnen nicht nur den lang.! jährigen Lehrer, sondern auch den treuen Freund und Berater mit seinen trefflichen Charakter-Eigen­schaften hoch schätzt«. Im Sinn des hohen Ent- schlafenen handle ich daher zugleich, wenn ich Ihnen

ist. Professor Curtiu», der Lehrer Kaiser Friedrichs, feierte am Dienstag sein SvjährigeS Doktor-Jubiläum. Aus diesem Anlaß ging dem­selben folgender KablnetSschreiben zu:Am heutigen Tage sind 50 Jahre verflossen, seitdem Sir an der Iphilosophischen Fakultät der Universität Halle-Witter- berg zum Doktor promoviert wurden. Ihnen zu diesem heutigen Tage meine wärmsten Glückwünsche darzubringen, ist mir einHerzensbedürfnir. Inder langen Reihe von Jahren haben Sie durch uner­müdlichen hingebevden Fleiß als Lehrer der aka­demischen Jugend und als Forscher Hervorragendes!

den östlichen Provinzen Preußens hat, wie bekannt, die preußische Regierung veranlaßt, ihre Zustimmung zu dem zeitweiligen Aufenthalr russisch. polnischer Arbeiter in jenen Provinzen zu geben. Man hatte sich nicht leicht seitens der Regierung dazu ent­schlossen; e» wurde im Schoße derselben vielfach Be­denken dagegen erhoben, man bezweifelte, ob sich die Maßregel würde durchführen lassen. Diese Be­denken haben sich indessen als irrtümlich erwiesen. Die dabei tnS Auge gefaßten Zwecke find, so heißt es jetzt, vollständig erreicht worden und die Leute haben sich so gut geführt, daß kürzlich von land­wirtschaftlichen Organen der östlichen Provinzen die I Regierung ersucht worden ist, den russisch-polnischen I Arbeitern dauernde Erlaubnis zum Aufenthalt in der Provinz zu geben. Dir bezüglichen Bittgesuche I bilden z. Z. den Gegenstand der Erörterung. Kuf Anfrage des Herrn von Stumm in Berlin wurde demselben von dort aus mitgeteilt, daß die In Aus- sickst genommenen Ausnahmebestimmungen über Sonn- und FeiertagS-Arbeit, z. B. für die Eisen- und Glasindustrie, kaum vor Ende 1892 zur ! Ausführung kommen würden. Die Zeit werde durch kaiserliche Verordnung bestimmt werden. In einer Volksversammlung zu Warendorf sprach Herr von Schorlemer-Alst über die neuen, vom drutschen Reiche abgeschlossenen Handelsverträge. Er bemerkte, die Zentrumspartei habe nach richtiger Abwägung aller Interessen den Verträgen zugestimmt, und eS sei zu hoffen, daß die Abmachungen segrnbringend ffit das gesamte Vaterland sein würden. Die chilenische Regierung hat nach eine« Telegramm aus Valparaiso an den deutschen Ge­sandten in Sanjago für die tat März d. I. durch den früheren Präsidenten Balmaceda ungeordnete

lals Zeichen meiner Anerkennung und Dankbarkeit ,

Iden Stern der Komthure meine- HausordrnS von ;

Hohenzollern verleihe, dessen Insignien hier beifolflen. Neues Palais, den 22. Dezember 1891. Wilhelm R * Der Finanzminister Dr. Miquel beabsichtigt, , wie man hört, die Ausgaben im preußischen Staats­haushalt für 1892/93 derartig zu kürzen, daß das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und Ausgaben ohne eine besondere Anleihe hergestellt werden kann. Bezüglich der Dienstzeit der in den deutschen Schutzgebieten beschäftigten Reichsbeamtrn ist dem BundrSrat eine Vorlage zugegangen, daß den Beamten, welche in den Schutzgebieten eine längere als einjährige Verwendung gefunden haben, die daselbst zugrbrachte Dienstzeit bei der Pen­sionierung doppelt in Anrechnung zu bringen ist. Der Mangel an ländlichen Arbeitern in

L-ind schon lange tobt Eveline ist die einzige Verwandte, welche mir geblieben."

Sie sah ihn mit ihren ernsten, feuchtglänzenden Augen an.

»Wo ist sie jetzt, jenes arme Weib?" fragte sie ihn.

Ich weiß es nicht. Seit sie mich verließ, habe tch nichts mehr von ihr gehört," erwiderte er traurig.

Und Eveline's Eltern?"

1 drängend. Ein Wort zu Gunsten des verleumdeten I Weibes, ihrer Mutter, drängte es sie zu sprechen. IMr. Grant," sagte sie fest,ich glaube nicht, I daß Ihre arme junge Gattin treulos gegen Sie I gehandelt hat, ich glaube im Gegenteil, daß Sie I beide das Opfer des maßlosen Ehrgeizes eines Weibes geworden sind. Nichts ist natürlicher, als Idaß ein stolzes, weltlich gesinntes Weib, wie Ihre Schwägerin, den Wunsch gehegt hätte, Ihre junge

I Frau aus dem Wege zu räumen, um ihrer eigenen Tochter Ihr reiches Erbe zuzuwenden."

,Mnd!" rief er, und seine Augen nahmen einen sonderbaren, betroffenen Ausdruck an.

-Hch bin davon überzeugt, wie von meinem Leben," sagte sie feierlich.Sie wurden das Opfer eines schamlosen Betrugs seitens Ihres Bruders und dessen Frau. Ihre Gattin mag vor Ihnen aus Furcht, Zorn oder Verzweiflung geflohen fein, niemals aber hat sie sich in die Arme eines Anderen geworfen!"

-Hazel Dale, was wissen Sie davon?" rief er. sie mit selbsterwachtem Argwöhne anstarrend. Sie erbebte und stieß hervor:

| Ein tiefes Schweigen folgte diesem schmachvollen Bericht.

Hazel fragte sich, ob sie es dulden dürfe, dieses Brandmal der Schande auf dem fleckenlosen Namen ihrer Mutter ruhen zu lassen. Wie fein hatten! *enLr!? '!?en Naturen ihre Pläne angelegt, wie teuflisch sie durchgeführt! Hazels Haß erwachte wie eine brausende Sturmflut in ihrem Herzen gegen Evelinens Mutter.

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Deutsches Leich.

W. Berlin, 23. Dez. Unser Kaiser halte am Dienstag im Neuen Palais zu Potsdam eine Besprechung mit dem Präsidenten deS Evangelischen vberktrchenratrS Dr. Barkhausen und arbeitete dann

mit dem Chef des MilitärkabinetS General von Hahvke. Später erteilte der Kaiser verschiedene Audienzen, I darunter dem bayerischen Generalmajor von Haag.

Den Nachmittag verbrachten die Majestäten Im Fa­milienkreise. Der BundeSrat hielt am Diens tag in Berlin eine Plenarsitzung ab, in welcher die ntutn Handelsverträge angenommen wurden. Anläßlich der Annahme der Handelsverträge im Reichstage hat der Reichskanzler Graf v. Caprivi! von dem Großherzog von Mecklenburg aus Cannes nachstehende» Glückwunsch erholten:Ich I lende Euer Exzellenz zum großen Erfolg der An­nahme der Handelsverträge und zur Erhebung in den Grafenstand meine auftichiige» Glückwünsche. Friedrich Franz." Der telegraphierte Dank de» Reichskanzlers lautete:Euerer Königlichen Hoheit sage ich für die gnädige Teilnahme unterthänigste» Dank und verbinde damit die auftichtlgsten Wünsche für Höchstdero Wohl. v. Caprivi." Dieser Glück­wunsch gewinnt ein besonderer Interesse dadurch, daßl Mecklenburg ein ausschließlich ackerbautreibendes Land I

(Nachdruck verbaten.)

Die Lrbi«.

Nach dem «merikauische» von I. von BSttchar. (Fortsetzung.)

Sie war aufgesprungen und stieß die Worte in erschrockenem, ungläubigem, fast entrüstetem Tone 2hr Gesicht war todtenbleich geworden, und chr Atem kam kurz und keuchend. Er liebte sie dieser Teilnahme wegen, welche sie an den Tag legte, nur noch mehr

~'reJic £?ein gewesen, ich würde ihr bis an lYtlno nör Mir «fx

Es isi nur sonderbar, daß Sie ihr nicht gefolgt find und sie zurückgehalten haben," antwortete Hazel

ULer sein schönes Gesicht zuckte es schmerzlich an. sagte er dumpf. ,Zhr folgen!

EN? kleine Freundin, ich habe Ihnen noch nu^ Sie floh nicht allein."

Nicht allem?!"

Wien hoffte, die Czechen würden doch endlich einmal» czechischen Pöbel total Hopfen und Mal» itnh hnn teiatlI ^01 bn jft * *

[Sie konnte ihn nur mit trauerndem Bljcke anschen LDid sich bemühen, ruhig seine Geschichte anzuhören, die DWischichre seine Entfremdung zwischen ihm und seinem Röllchen jungen Weibe.

Und als sie alles angehört, konnte sie beides ^gleichen, die geschriebene Erzählung des Weibes, pd die Geschichte, welche die bewegten Lippen des Mten ihr anvertraute, der, von einem unerklärlichen «ange getrieben, fein Herz dem jungen Mädchen Mibart, und ihr dessen geheimes Leid und Weh L-tunUtfl* UaMa Jt_____1. < L /T4 1- v . w . 7

Schluchzen und Thränen brachten ihren Gefühlen Erleichterung. Sie sank auf das Sopha, und ihr Gesicht m den Händen verbergend, rief sie, als er wieder zu sprechen beginnen wollte:

Erzählen Sie nicht weiter, ich kann es nicht ertragen! Es ist zu schrecklich, zu traurig!" I

Er stand neben ihr und streichelte ihre Locken.

n ganzes liebedürstendes Herz wendete sich zu

wsen Frau wegen fast haßte.

.sie sich etwas beruhigt hatte, sagte er sanft:

Mein Kind, ich wollte Ihnen nur sagen, daßl es Ihre Wunderbare Aehnlichkeit mit meiner ver-1

Frau ist, was sie mir so teuer macht. I Sre sind ihr sprechendes Ebenbild. Hätte sie mir ete, Tochter geboren, so wie Sie müßte sie aus-I gesehen haben!"

uutm uiqe, wie sie sie nannte, unver W* ^sichung, errege nur deren Zorn", sagte talw - r. , . - -

ssH2esteüungen auf dieOberhessische I ^lc

Zeitung mit ihren Gratisbeilaaen"!^^ «" werden, »ad von weiteren Forderungen Mr das 1. Quartal 1892 werden schon t Angriffen gegen die Deutschen obstehen, so fetzt von allen Postanstalten, sowie der b°b°" »^sten Ereignisse bewiesen, daß diese Expedition (Marburg, Markt 21) ent- e1^ 3:^u,*un9 rttar ^egen das

gegengenommen. Reuzugehenden Abon- ? .'°O ,ch sind die Czechen so erbittert, weil «enten in hiesiger Stadt wird das Blatt I m bemfelbEit eine moralische Stütze der Deutschen vom Tage der Bestellung ab bis inmI ,n ®.t7n,.en k'blicken. Der Haß gegen Deutschland 1. Januar gratis geliefert werkwn. r°? toett gesteigert, daß der czechische Abge- !SRit tem 1. ^attttar toei-boit H.i»l01bDete ®re0r in offenen Worten daS deutsch- m»u» Ä'ÄÄÄ X »* ."!, *ii.. m

ediaUiaht 1892 arnfiS "«»I Suflosung dieser Allianz sofort einen Krieg

«chmriayr. gratis liefern. zwischen Rußland und Oesterreich-Unxaru zur Folge

I H« aürde, dessen Ausgang zum Mindesten sehr Ans Wien. I zweifelhaft wäre. Die BoliSdemonstratiooen während

och?in^e?K^ie tn Gunste»^de? Franzosen R?ffen'"u°d^grg?n

. " der Ka,serstadt an der Donau sich abge-I die Deutschen haben freilich bereits gezeigt daß den

w. «eiteren Kreisen Czechen ein solcher Krieg ta keiner Weise unanq" de» deutschen Reiches Aufmerk amkett und Interesse I nehm sein würde, weil sie erwarten, daß nach dem n rrefle: ®e dande, welche Deutschland und!Zusammenbruch der habsburgischen Doppelmovarchie! Merreich-Ungarn fett ^ahr und Tag vereinigen,!die Bildung .Ines CzechenreicheS Böhme» um so find noch enger geworden durch den Abschluß der!sicherer erfolgen würde. Daß ein solche» Czechen! b?.e.®ru"bI,l8C öur!reich nur zu bald zum reinsten russisch?» Vasallen-1 bc8 9I°^R m iteleurop-nschen Zollbundes! staat herabsirkm würde, daran denken sie mit keinem I Ä t Fch°" währen im deutschen Reichs-Gedanken, wolle» es auch nicht und könnenes 5 läge die neuen Verträge beraten wurden, ist ei«!nicht, weil der Haß aeaen Deutschland nn,n I Hinweis darauf erfolgt, daß in Wien der Versuch Dinge» voranK?TaÄta Ler Lieg gemacht fet, alle dieiemgen Elemente, welche gründ-!doch wohl kaum f0 ws erkolaen mfrh fn tnirhl Wiche Gegner de» deutschen Reiches sind, zu sammeln,!dasselbe Ziel auch im Friede! zu erreichen gesucht! b sem flflet»ef,naamtn fie9en bttt w"! Im österreichischen ReichSrate ist in Hestigste/Wrise' I

^utschl°nd abgeschlossenen Handelsvertrag zu be-! unter den gemeinsten Beschimpfungen gegen alles! 0en- « b.Annahme des Vertrages ist inzwischen!Deutsche die Wiederherstellung ein?S CzechenreicheSI °sterreichischen Abgeordneten-! gefordert, für welche» man noch gnädigft den Kaiser! f** § ^^olgt, und wird gleich nach Neujahr! Franz Joseph al» Monarchen rnlasien will Daran!

^aba- SP ift »Xi« abf.5Kaiser! ^an b°4 iw'!Franz Joseph ist denn doch etwa» zu gut dazu! e ", ®er,ul^ beweube» lassen. Dee! der Beherrscher eines SondrrretcheS zu werden ^in!

ie österreichische Regierung und die habsburgische werde» und e» P erfr-Mch,^^daß Ä8- verdienstvollen und

nafite rrchtet. Daß dre Deutschen, welche mehrere | Präsident Graf Taaffe nicht nur fofnrt

Gutem I hen czechischen Verhetzungen mit aller Eatschiedmheit dre österreichische «egierung in kaum glaublich« Hoffentlich wird Inch der nachhaltta! Lruck Lvon blenduug lange Jahre hindurch dem Fanatismus | auf die ruhigen Büraerkreise her m

Ä hau- SiT&hÄ'S-schuLn St «Ä*?rbe S6!s

^en, denn die seine, obaleidb dem LauMinbalr-!»»h ^ut' zuruckgebracht

Was könnte ich wissen? Nichts! Ihre eigenen Worte haben biefen Verdacht gegen Ihren Bruder und dessen Frau in mir wachgerufen. Auch wußte ich ja, daß John Stubbs ein Schurke ist. Vielleicht betrog und belog er Sie, und Ihre Gattin war eine Märtyrerin, welche durch die Ränke Anderer, die nach Macht und Reichtum strebten, von Ihrer Seite vertrieben wurde. Dieser Gedanke liegt mir wenigstens näher, als der, daß Ihre Gattin schlecht und gemein gehandelt haben könnte, ein so schönes, c -- ,r . ।junges, unschuldiges und liebendes Weib, mit dem

«sie stand auf, ihre Thranen gewaltsam zurück-'Sie erst so kurze Zeit verbunden waren, sollte sich

. dre seine, obgleich dem Hauptinhalte und nochmals den Verluck > ? I ß

(f dieselbe, enchielt einige Abweichungen von in Frieden zu leben L«« ^abtn* wtt ihrs Sem 1 ^rwiegender Bedeutuna. aus denen ftar leben' benn «L W

! Wöchmlliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain - ______________________________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. - Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Trschemt täglich außer an Werktagen nach Sonn« und

1» 4A« ^?trta9e^~ Quartal.rlbounementt«Preir bei der «xp«, vJldtöltM. »rzeigm uiumrt eMgegen die Expedition d. Blatte»,

i vtt dUS. dNwn 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 26 Pta. (exkl. *rww E |«me ine«nnoncen.Bureau^von Haasenstein und Vogler

Bestellgell»). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile ShnttltPTÄtort 9zl 1QQ1 Äs^^agd^burg n. Wien; Rudolf UV!

__________________ 10 Pfg., Rellamen für die Zeile Sb Pfa. «L^ttlittriSIllg, ^4. L>ezMWer löHl. Masst m Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; 9. £. <vTulftyuwJJ« ____ »<mLe u.Lo.rn Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

^erwregender Bedeutung, aus denen klar hervorging, I eilte« Lcywur, |te ff '8fltr -L"

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Mutte? war älter und kannte die Wagen aTKamnftoiff

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