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Freundin genannt. Sie antwortete mir umgehend, daß Arnold New-Dork in derselben Nacht wie ich verlassen und geschworen habe, in das Ausland zu gehen und nie wieder zu kehren. Sie fügte noch hinzu, sie fürchte, ich habe einen großen Fehler begangen, indem ich seinem Urteile und seiner Autorität getrotzt. Er würde mir nie verzeihen und mich nie wieder sehen wollen. Thalsächlich habe er von Scheidung gesprochen.
„Ich war fast zermalmt, aber mein Stolz kam mir zu Hülfe. Ich empfand feine harte Unversöhnlichkeit wie ein bitteres Unrecht gegen mich und ergab mich in das Schicksal, welches ich selbst über mein Haupt heraufbeschworen hatte. Von jenem Augenblicke an erstarb jede Hoffnung in mir. Ich blieb bei meiner alten Freundin und nahm deren Namen an. Wenige Monate später wurdest Du, mein braunäugiges Ebenbild, geboren, obgleich in Deinen Zügen etwas liegt, das mich an meinen grausamen Gatten erinnert. Ich schrieb an Mrs. Grant und zeigte ihr Deine Geburt an. Der Brief kam uneröffnet zurück, mit der Bemerkung, daß die Dame mit ihrem Manne in das Ausland gereift sei Ich überredete Miß Dale, mit mir nach Europa gehen. Dort reisten wir einige Zeit hin und her und kauften uns dann ein Haus in Italien, wo sie starb, als Du noch ein kleines Kind warst.
Vielleicht ist er hart gegen Dich, wie er gegen mich gewesen. Aber, er ist sehr reich. Du hast ein Anrecht an seinen Reichtum, wenn Du dasselbe in Anspruch nimmst; allein mein eigenes, bescheidenes Vermögen gehört Dir. Vielleicht reicht es für Deine Wünsche aus "
Der lange traurige Brief schloß mit Gebet und Segen für das geliebte Kind, das nach dem Verluste
Dann sagte er, daß er nichts dagegen habe, wenn §5L®.uf den Ball gehe, ja er würde mich sogar
Se. Majestät der Kaiser hat in Folge der Ge chmigung der neuen Hcndiltverträge dem Reichl-
»-nkcn einen Wand-Kalender für das Schaltjahr 1892 gratis liefern.
hatte, welches sie allein bewohnte. Zu dieser alten Freundin meiner Mädchenzeit flüchtete ich jetzt. Durch Mrs. Grants Vermittelung hatte ich bereits heimlich einen Koffer nach dem Bahnhofe geschickt, warf einen großen Mantel über meinen Ballanzug, zog eine Kapuze über den Kopf und fuhr, dicht verschleiert, in meinem eigenen Wagen zur Bahn Ich empfahl dem Kutscher durchaus nicht, zu verschweigen, wohin er mich gefahren, ich wollte, daß Arnold erfahren möchte, wo er mich suchen könne. Zch war mir kaum des Ernstes des Schrittes bewußt, den ich that und ließ mir nicht träumen, daß es E letzte Mal gewesen, wo ich sein geliebtes Angesicht gesehen. Ich glaubte unbedingt dem, was vtrs. Grant mir versichert hatte, und bezweckte nichts weiter, als ihm eine Lehre zu geben. Er würde nur folgen sagte ich mir, würde mich wegen der hochfahrenden Art, in welcher er versucht hatte,
ru bevormunden, um Verzeihung bitten, wir
,,-->enevie rochier, meine Erzählung nähere gW Ende. Es scheint mir jetzt, als seien wir ^ciöe wahnsinnig gewesen, ich in meinem Eigensinne, w feiner Drohung, mich zu verlassen. Ich war
vor Zorn und entfernte mich mit einer spöttischen Cjeu9ung, indem ich mir sagte, daß ich nicht rfuen wolle, bis er mich verlassen würde, sondern
ich eher vorziehen würde zu fliehen. Ich war tk«' ^schlossen trotz seines Verbots, zu tanzen und i alle Vorkehrungen, um nach dem Feste nicht tn mein Haus zurück zu kehren. Mrs. Grant meine einzige Vertraute. Ich glaubte, ich ln meinem Herzen die unbestimmte Hoffnung, m mir von meinem rasenden Vorhaben abraten allein sie lobte meine Charakterfestigkeit und _■te’ Arnold verdiene eine solche Strafe. Wenn würde er mir schon folgen und bei seinem
Wunsche, mich wieder fein nennen zu dih, ' hätte ich es dann in der Hand, meine Be-
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n bin haften. Fabri- (7291
ir. 1-
(Nachdruck verboten.)
Dir Erbin.
Rach dem Amerikanischen von I. von Böttcher.
> (Fortsetzung.)
außer an «errrageu nach vonn- NN» rwwe <
Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-Lreiö bei der Srne, A^^IQ^Pf^RrNamen^r '® Dienstag. 22. Dezember 1891.
Mrien”6 ”"b ™16 E-d- dann Da- Ueiiige, „eine fiajet, ist Dir bekamt Da
B sirfc ' I- r „ I weißt, welch ein gebrochenes Geschöpf ich aeweseic
„Aber k^ne dieser eitlen Vorstellungen sollte! bin, dessen Leben durch die Grausamkeit eines Gatten Ich tmf bei meiner alten Freundin vernichtet wurde, der dem Weibe nicht verzeihen u"' bt.e ^rzlich willkommen hieß, konnte, das im vollen Sinne des Wortes nur ein tofelS Ä*tetnm?paT ? war ungezogenes Kind war, und das ihn nur zu freudig
kL^^icht b£P Arnold kommen l umpfangen hätte, wenn er es nach seiner Flucht auf- fx . , Nachdem wir mehrere Tage gewartet hatten, I gesucht und zur Vernunft gebracht hätte. Aber das schrieb ich an Mrs. Grant, die sich stets meine! war nicht zu erwarten, meine süße kleine Tochter
zusuchen, ich war zu stolz, um unaufgefordert zu ihm zurück zu kehren. So sind die Jahre gekommen und gegangen, und das Ende meines kurzen Lebens nähert sich mehr und mehr. Bald wirst Du allein m der Welt stehen, ohne eine Seele, die sich Deiner Jugend annimmt. Manchmal fühle ich mich versucht. Dich nach New-Dork zu bringen, Dich zu Deinem Vater zu führen und ihn anzuflehen, Dir seine Liebe zuzuwenden und für Dich zu sorgen, wenn ich heimgegangen bin. Der Himmel weiß, ob ich je meinen Stolz besiegen kann, um dies auszuführen. Wenn ich es nicht chun sollte, Hazel, so muß ich Dein Schicksal in Deine eigenen Hände legen. Du mußt Deinen Vater Arnold Grant aufsuchen, wenn Dich Dein Herz dazu treibt, oder Du magst es auch nicht thun. Ich überlasse es Deiner Wahl, was Du für das Bessere und Richtige hältst.
«Meigat trimmt entgegen die Expedition b. Blatte», von Haasenstein und Bögler
w Frankfurt a,M., Lasse!, Magdeburg u. Men: tz^dolk YYVT OtAftwMw.* a» c n Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln • @ L.
gXinbe u. Co. tn Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Pari».
Der Himmel weiß, daß es an jenem Abende kein elenderes, unglücklicheres Weib gab als mich, obgleich fade Schmeichler mir sagten, ich sähe bezaubernd aus. Ich tanzte, wie ich mir vorgenommen hatte, obgleich ich Arnolds schönes Gesicht gewahrte, der mich mit tief schmerzlichem Blicke betrachtete .l- , f .. . •/ v -- —77.....»''»“«■ । Aber er sprach kein Wort und sobald der erste
^gleiten, jedoch erhalte er jein Verbot des Tanz vorüber war, verließ er den Saal und beaab -achten.ynbr.lch würde dasselbe sich nach Hause, schice jedoch den Wagen für die -W> iebe' u>urde ich seinem Wunsche Grants und mich zurück. Jetzt war die für meine
blCt 1eten "ur. zu Absichten paffende Gelegenheit gekommen
Besten. Sollte ich ihm aber ungehorsam fort, ohne mich überführt zu haben ob er feine und gegen feinen Willen handeln, so erkläre Drohung, mich zu verlassen ausaetübrt habe"
W» daß er mich m Lund « iX?* *»,1
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fepen wolle. Wachington gezogen, wo sie, wie sie mir schrieb
lebte pochier, meine Erzählung nähert sich sich von ihren Ersparnissen ein Häuschen gekauft nbei Ss scheint nur jetzt, als seien wir hatte, welches sie allein bemnfmt» Qlt nfioM I
Der Reichstag in seiner größten Mehrheit hat Slt, daß er den weiten politischen Blick dieses nes erkennt und sich ihm anschließt, und el wird
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Coprvi ausbrachte. Kaiser Wilhelm sagte: ^om Landr5 ©Knraud, 8 Qu8«b*9 S m Friedrich 12 Ender) geschossen im ga7z7n
jL Herren, Ich habe Ihnen eine Mitteilung I ipruche»: .Sie erwähnten der beiden Hauptele-! -sch h 4?reu§en und ihres jüngst geborenen I Büffkl, Giraffen, Zebra, Warzenschweine gesehen
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| _,Ih® i* r„ m'?ß königlichen Majestät Allgütigen Gottes, dieser Grundelemente, die für hat in wetten^^Krecke»^I b° iie wegen de» dichten Grases unmög.
I ^b^ b^?r?" Reichstag soeben Iden Landwirt, wie er hier hauptsächlich vertreten! oefunden hn großen Beifall I lich ist, so bekommt man die nicht im Feuer bleibe?-
' । n H°"b-lsv-rträge mit Oesterreich-Ungarn, Jta- ist, notwendig find. Ich möchte glauben daß da des «fien Beamten de» den Stücke riematt.
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M»!^, b°6 etnjdne 3ntereffen Opfer b'ingenlim höchsten Maße auf die Landwirtschaft in Ar-!».?,?»?' . b<e MärkischeIbecks mit. Bismarck dankte bewegt und sagte
uS?' bai!nit S?0^ beä ®aP8cn vorwär!» ge-Iwendnng zu bringen ist: Ich hege die Uebmeuauna ? m Leutnant lWandSbeck habe für ihn die Bedeutung einer Hanpi-'
^ftgcht werde; Ich glaube ober, daß die That, die!daß dieses Wort bet ^bnen fest im fSer»n fiht I161 bei®* btr wit Herrn v. Setter=Istadt. Einst habe er auf der Weltbübne oestanden - M Einleitung und Abschluß der Handeirvertröge trotz all Versuche^^wie^fie von^verschiedenSeiwn ^" ^”nnb btt Z°^e 1878-80 tm Garde- Leun er jetzt tn den
«rolle Mit- und Nachwelt als eines der bedeu-Her m&SZ' *r;8atl,b 8» Potsdam stand, hatte seinen wolle et sich de« Rechte- ei^ sth^ 6n^,-^
Ödsten geschichtlichen Ereignisie dastehen wird, ge-Imacht werden.' 9' Ibestickglücklicher thcrettung!Kritik zu üben, nicht begeben. Hierauf befichtigte
ttb,lu «ne rettende zu nennen ist. I--I beglückwünscht und hat darauf einen Brief erhalten, der Fürst daS Rathaus und nahm Teil an Vt
. _ -US dem wir einzelne Stellen mitteilen: Die Kre!«tagswahl für den ^eis Stmwa!»
Aevtsches Leich. Katastrophe, welche unsere Expedition am 17. August Landrat fand hierauf ein großes^Mah! statt
W. Berlin, 20. Dez. ®ei bem Parlamentariern Ä‘Ä u” 6V« Uhr. Die Stadt war
n -----------------------W_|befonber» zu banken habe, baß er mich behütet und, prächtig geschmückt. Der Empfang de» ungewöhnlich
Wöchenüiche BeUagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marvmg und Kirchham. - __________^üustneries Sanntagsstiatt. «»«»»v. M a,8. $ixt
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