Einzelbild herunterladen
 

M LS7.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-AbonnementS-Preis bei der Expe­dition 2 M., bei allen Postämter» 2 MI- 25 Pfg. (e$H. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg-. Reklamen für dir Zelle 25 Pfg.

Marburg,

Freitag, 18. Dezember 1891.

«»zeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte«, wtme ine Annoncen-Bureaux von Haasenstein und »ogler kFranktzrt aJSL, Cassel, Magdeburg u. Süßten; Rudolf Moste m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; @. L. Daube u. Co. in Frankfurt a- M., Berlin, Hannover, Pari«.

XXVI Jahrgang.

«restellungen auf dieOberhesfische

Zeitung mit ihren Gratisbeilage«" für das 1. Quartal 1892 werden schon jetzt von allen Postanstalten, sowie der Expedition (Marburg, Markt 21) ent- gegengenomnren. Neuzugehendcn Abon- «enten iu hiesiger Stadt wird das Blatt vom Tage der Bestellung ab bis zum 4. Januar gratis geliefert werden.

Fürst Bismarck «nd dir Za«dels- vertrage.

Da« bereits gestern kurz erwähnte Urteil des Fürsten Bismarck über die neuen Handelsverträge liegt in einer Rede vor, die von denHamb. Nachr." veröffentlicht wird. Der Fürst hat nämlich bei Empfang einer Abordnung au» Siegen, welche ihm am vorigen Sonnabend den Ehrenbürgerbrief der Stadt überbrachte, folgend« Ansprache gehalten:

Mitbürger Ihrer Stadt zu sein, ist mir eine hohe Ehre urb Freude, zumal mein Jntereffe für des Siegener Land schon alt ist. Zum ersten Male kam ich mit ihm in Beziehung, al» ich vor 50 Jahren ein Gut übernrmmen hatte, welches durch unzweck­mäßige Rieselwirtschaft geschädigt war. Damals hörte ich zuerst von Rieselwiese» und sah lantwirt- schasüiche Techniker au» Ihrer Gegend bei mir, um meine Wiesen nach der bewährten Siegener Methode zu verbessern. Das war der erste, landwirtschaft- ldhe Anknüpfung«punkt. Der zweite war forstlicher Salut. Als ich in den Besitz größeren Waldes kam, erlangte das Siegener Land mit seinen Har­bergen ein besondere» Jntereffe für mich. Jo Pommern und selbst hier in Laueriburg können wir aber einen so guten Schälwald nicht erzielen; unserem Eichenwalde fehlt dazu die Sonne und der Bergboden Ihrer Gegend. Zu meinem Bedauern habe ich die letztere nie selbst gesehen. Drüben» verbindet mich mit Ihnen meine Stellung in der dlduftriellen Gesetzgebung, und am Himmel der Industrie bildet da» Siegener Land ja ein helle» Sternbild; in Eisen und in Leder pflegt es zwei für die Wehrkraft besonder» hervorragende Industrien.

Dieses dreifache Jntereffe, daS in mir bei Nennung Ihrer Stabt erweckt wird, erregt auch heute meine Freude über die ehrenvolle Anerkennung, welche meine Wirksamkeit bei Ihnen gesunden hat, «d ich wünschte, daß ich auch in der Lage wäre, »ich Ihnen »och jetzt besonders in dem dritte» Dünkte nützlich zu machen. Aber ich bin au» den

amilichen Beziehungen zu Ihrer Industrie heraus und kann auch jetzt in Berlin die Sache nicht mi- greiten. Wenn ich hinkäme und im Reichstage den Mund austhäte, so müßte ich der herrschenden Politik schärfer entgegentreten, als ich e» bisher meiner Stellung und meiner Vergangenheit ange­messen finde; ich müßte entweder schweigen, oder so reden, wie ick denke. Wenn ich Letztere» thue, so hat das eine Tragweite nach unten, noch oben, nach außen und nach inne», an die ich mich heute »och nicht gewöhnen kann. Es kann ja sei», daß die Notwendigkeit für mich eintritt; diese» subjektive Ge­fühl zu überwinde». Für heute möchte ich nur sogen: Nondum meridies. Wenn ich jetzt »ach Berlin käme und spräche für den Schutz der Land- wirtickaft, so würde man nur sagen:Vous etes orftvre, monsieur", und meine Bedenken für intereisiert halten; damit wäre die Sache erledigt. Ich würde deshalb, wenn ich dort wäre, mehr für Politik eintteten und für da» Jntereffe der Industrie, mehr wie für da» eigene. Die Landwirtschaft ist ohnehin schon daran gewöhnt, das Stieskind der Bmeaukratie zu fein, die ihr Lasten auserlegt ohne Wohlwollen und Sachkunde.

Aber e» ist doch auch eine große Menge von Jnbustriezweigen, die benachteiligt werden durch die neuen Vorschläge. Einige haben Vorteile erlangt; wie groß diese im Ganze» sind und wie groß aus der anderen Seite der Nachteil ist, den die unter bessere Bedingungen versetzte österreichische Konkurrenz un» bringt, und ob dir Kaufkraft Oesterreichs für unsere Produkte einer Steigerung fähig ist, und wie weit unser Import in Oesterreich Transit nach Balkan und Orient ist, entzieht sich bisher meinem Urteile. In der Liste der Jndustriewaaren sind es etwa 30 oder mehr, deren Zollschutz gemindert werden soll. Aber so lange die betroffenen Industriellen nicht selbst klagen und sich an ihre ReichStagkabge- ordneten wenden, damit diese für sie eintreten, kann ich mich ihnen nicht aufdrängen. Dazu bin ich nicht sachkundig genug. Wer ist Industrieller unter Ihnen? (Antwort: Fast Alle.) Da werden Sie sich die Liste vergegenwärtigen und sich nicht ver- ;ehle», daß wir nicht nur der österreichischen und italienischen, sondern auch der französischen und englischen, ja sogar der amerikanischen Industrie, trotz Mac Kinley-Bill, wesentliche Erleichterungen zugestehen sollen. Denn die mit diesen Staate» geschloffenen Verträge kann mau nicht breche». Die Amerikaner haben in dem Vertrage mit Preußen 1885 da» Merstbegünstiguvgsrecht erhalte», werden also »ach Annahme der Verträge zu den neuen Zoll­

sätzen importieren. Ihnen da» unter Vorwänden zu verwehren, würde dort das Brrtragsbuch gedeutet werden. Welchen Industriezweigen dies Ganze ge­fährlich ist und welche rS weniger schädigt, das tarn ich nicht beurteilen und wie der Reichstag da» so schnell beurtellen will, ist mir unerklärlich. Das Beunruhigendste am Ganzen ist mir die Abdikation des Reichstages, wenn er in wenigen Tagen das begutachten und zur dauernden Einrichtung machen will, was Herren vom grünen Tisch in Zeit eine» Jahre» im Geheimen ausgearbeitet haben. Wer hat denn alle diese Aenderungen und Bestimmungen entworfen? Geheimräte, ausschließlich Konsumenten, auf die des Bibelwort paßt: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln nicht in die Scheuern Herren, die der Schuh nicht drückt, den sie für den Fuß der Industrie zurechtschneide». Die Burrauratie ist es, an der wir überall fronten.

Ich würde nie den Mut gehabt habe», avf zwöl Jahre den Sprung in» Dunkle zu thu». Die Härten der neuen Verträge werden sich beim Ge­brauche bald Herausstellen und sie werden unab­änderlich fein. Sich derselben jetzt, vor der end- giltige» Festlegung, bewußt zu werden, dasür bleibt der Industrie nicht Zeit. Es war ja bisher alles ein Geheimnis. Wenn gesagt worden ist, unter der vorigen Regierung sei dieselbe Taktik de» Verschweigens beobachtet worden, so ist das eine Fiktion. Wir haben 1878 damit begonnen, die Taris-Frage in die Oeffentlichkeit zu werfen; wir haben da» gemacht, wa» die Engländerfair play" und die Franzosen carte sur table* nennen. Diesmal war heim­liche Vorbereitung beliebt und der Reichstag soll ich in wenigen Tagen mit dem Ganzen abfinden. Dari» liegt politisch ein sehr bedauerliche» Ergebnis. Wen» der Reichstag das auf sich nimmt, so schädigt er fein Ansehen im Volke. Will er es wahren, so muß er in so einschneidenden Fragen wenigstens die ! lnstandssrist beobachte», in der eine sachliche Prüfung möglich ist. Die Schmerzen, wenn die neuen Stiefel erst angezogen sind, werden folgen. Wa» haben unsere Abgeordneten dabei gethan? wird dann gefragt werden, und die Antwort wird lauten: Sie haben zugestimmt, weil die Regierung es wünschte.

Daß der Reichstag nicht die Möglichkeit habe, an de» Verträge» zu ändern, ist eine weitere Fiktion. Er kann bei jedem einzelnen Paragraphen sagen: Den wollen wir nicht, und werden ablehnen, wenn er nicht geändert wird. Der Reichstag ist in der Gesetzgebung auch über Zölle vollkommen gleich­berechtigt mit dem BundeSrate.

Der Reichstag ist da» unentbehrliche Bindemittel unserer nationalen Einheit. Verliert er an Autorität, io werden die Bande, die unS zufammenhalten, ge- sckwächt. Unser Zusammenhalten im Reiche beruht ouf den Verträgen, welche die deutschen Regierungen mit einander geschlossen haben, aber auch auf der gemeinsamen Vertretung im Reichstage. Diese wider­standsfähig und in Ansehen zu erhalten, ist unsere nationale Aufgabe. Hierzu würde ich auch in bett jetzt vorliegenben Verhandlungen gern Mitwirken, aber nachdem alle Fraktionen aus Gründen bei Fraktionsinteresie» sich vorher verpflichtet habe», muß ich mein Auftreten für nutzlos halten. Ich weiß, wa» so ein Fraktionsbeschluß besagt, an ihm ist richt zu rüttel», wie auch nachher bie Haltung der Fraktion wechseln mag. Angenommen wird daS Ganze so wie so. Mein Hinkommen und meine Aussprache würden jetzt sich darauf beschränken müffen, bie Urheber der Vorlage und die, welche sie annehmen, ohne Erfolg zu kritisieren und anzu- gt eifer. Das ist eine Aufgabe, die mir widerstrebt. Ich hoffe, baß ber Reichstag selbst in Erkenntnis seiner Stellung im Lande sich wenigsten» vor einer lieber eilung hüten werbe, unter der sein Ansehen leiben könnte. Ich bin z» einer so tiefgreifenden Kritik, wie ich sie üben müßte, wenn ich heute im Reichstage reden wollte, weniger berufen wie andere; gegen beffen Leiter öffentlich so aufzutreten, wie ich müßte, wenn ich im Reichstage überhaupt redete, widerstrebt meinem Gefühle unb ist mir peinlich, unb es müßten noch stärkere Gründe wie heute vor­liegen, daß ich diesen Widerwillen überwinde. Die Nötigung dazu läuft mir vielleicht nicht weg, aber ich will e» noch abwarten.

Dies alle» führe ich Ihnen al» Entschuldigung an, daß ich hier auf der Bärenhaut liege, anstatt mein Mandat zu erfüllen. Mein Arzt ist, wie Sie ehe», wieder hergekommen, um mich bei den Rock- chößen festzuhalten; er hörte von meiner Frau, daß ich nach Berlin wollte, und beeilt sich, den Flücht­ling wieder einzufangen. Ich schiebe meine Teil­nahme an den Verhandlungen noch auf, so schwer auch die Sorge auf mir lastet, daß wir für zwölf Jahre au Zustände gebunden werden sollen, deren Wirkung heute niemand übersteht, auch ihre Ur­heber nicht.

Deutsches Reick.

W. Berlin, 16. Dezbr. Unser Kaiser nahm am Dienstag Nachmittag auf Einladung des Fürsten von Schwarzburg Rudolstadt im Ausstellungsgebäude

(Nachdruck verboten.)

Die Erbin.

Nach dem Amerikanische» Bon I. von Böttcher.

(Fortietznnq.)

Dafür hasse ich sie mehr, wie für alles Andere!" dachte sie voll Bitterkeit, und der brennende Wunsch, möge Hazel etwas zustoßen, irgend ein gräßliches Unglück, nahm in ihr mit jeder Minute zu ..Wenn ich sterbe, würde er sie heiraten", sagte l'e sich ingrimmig.

Das großartige Frühstück war aufgetragen, und setzte sich zu Tische. Eveline, welche die Wirtin Mochte, saß ihrem Onkel gegenüber, während Randolph inner Mutter gegenüber Platz nahm Um einer <aune der jüngeren Dame zu willfahren, waren Ble Diener hinausgeschickt worden.

Wir wollen einmal ganz unter uns sein", sagte ne mit fieberhafter Munterkeit.

Aber so fröhlich sie plauderte und lächelte, hatte snelmens Gesicht einen eigentümlichen Ausdruck. / war marmorbleich Ihre Augen hatten einen «mbartigen stählernen Glanz, ihre Hände zitterten !^npshast,^als sie den Wein in die zierlichen Gläser ^Mnkte. Täuschte sich Randolph vielleicht, als er Se beißen Hände oder das Glas hin- und her- -y» sah, welches sie neben ihres Onkels Teller ei Hm nur so vor, als sehe er ein n*S weißes Pulver zwischen den seinen Fingern **n rosigen Wein gleiten?

jgr erschrak und blickte zerstört in das Gesicht es Weibes. Er sah, daß es hübsch und starr wr Entsetzen über ihre eigene Thai schien.

das -e.ne ra'$e Handbewegung vertauschte er km * 5 ^ines Onkels mit dem seinigen. Niemand werkte es. Er hob das Glas an die Lippen und

trank etwa die Hälfte des funkelnden Weines, dann entschlüpfte das Glas seiner Hand, und siel in Scherben zu Boden. Alle waren erschrocken auf­gefahren, nur er blieb ruhig.

»Es iu nichts," sagte er gelassen,es thut mir leid, daß meine Ungeschicklichkeit Euch so erschreckt hat."

Aber plötzlich erblaßte er, und seine Züge ver­zogen sich wie in schmerzlichem Karnpse. Er streckte die Arme aus, als suche er einen Halt, taumelte vorwärts und stürzte, von Konvulsionen ergriffen, zu Boden

O mein Sohn, mein Sohn, er stirbt!" schrie Mrs Randolph und ein langer, leiser Klagelaut beantwortete ihren Schrei.

Eveline war sich inne geworden, daß ein schreck­licher Irrtum vorgegangen war- Durch einen ihr unerklärlichen Zufall waren die Gläser vertauscht worden, und ihr Gatte hatte den Wein getrunken, welchen sie in ihrem glühenden, unversöhnlichen Hasse für einen Anderen bestimmt hatte. War es ein Wunder, daß ihr Verstand unter dem Schlage dieser furchtbaren Erkenntnis nachgab. Es war die heisere Stimme einer Wahnsinnigen, welche mit rasendem Geschrei das Haus erfüllte, als sie sich an der Seite desjenigen niederwarf, welchen ihr Verbrechen niedergeworfen hatte.

In größter Eile wurden Aerzte zum Beistände des sich im Krampfe windenden Mannes herbei­geholt. Sie erkannten sofort alle Zeichen einer Vergiftung in diesem seltsamen Anfalle und wendeten sofort die geeigneten Gegenmittel an. Eveline wurde mit Gewalt entfernt und der Sorge der Wienerinnen mit der Versicherung des Arztes übergeben, daß sie nur einen starken hysterischen Anfall habe, welchen der Schreck über den Zustand ihres Gatten herbei- gerufm hat.

j Demnach fand kein Ball an jenem Abende statt. Die Blumen, mit denen das Haus geschmückt war, verdorrten und verwelkten, während Richard Randolph Tage lang zwischen Leben und Tod schweble. Evelinens Anfall ging nach wenigen Stunden in Tobsucht über, so daß sie gebunden und streng bewacht werden mußte. In ihrer Raserei hatte sie Alles in ihrem Zimmer zerstört, sie wäre augenblicklich gefährlich, erklärte der Doktor und deutete an, daß ihre Sucht, leblose Gegenstände zu vernichten, sich in Blutdurst verwandeln könne.

Wie eine zerschmetternde Last fiel die Nachricht von ihres Vormundes gefahrvollem Zustand auf Hazel Dale's Gemitth herab; aber in ihrer stillen, scheuen Weise verriet sie nichts von ihrer tiefen Verzweiflung. Ihr liebliches Gesicht wurde bleich, ihre dunklen Augen matt und trübe, aber kein Wort über ihren eigenen Kummer kam über ihre Lippen Sie hatte Jessie zu trösten, welche fast sinnlos vor Schmerz war.

Es schien ihr eigentümlich, als der Wagen gekommen war, um Jessie an das Krankenbett ihres Bruders zu holen, allein in dem schönen Hause zurückbleiben zu müssen, welches ihr so groß und unheimlich dünkte, seitdem nur sie und die Dienerschaft es bewohnten. Es kam ihr fast wie ein Hohn vor.

Ich allein muß hier Zurückbleiben ich, die noch von Allen das größte Recht hat, dort im Haufe meines Vaters zu sein!" dachte sie bitter.

Sterbend sterbend und an Gift! Wie ist es möglich? Wer könnte ihn vergiftet haben?" rief sie händeringend aus.

Mit langsamen, schweren Schrillen ging sie hinauf in ihr Zimmer, wo chr hübscher Ballstaat für den Abend schon auf dem Bette bereit lag.

Sterbend!" murmelte sie und wendete sich

. schaudernd ab, indem sie daran dachte, wie neugierig sie gewesen fei, zu wissen, ob er sie in der zierlichen ; Toilette auch hübsch finden werde er, der jetzt ; sterbend im Hause ihres Vaters lag.

Der Tag verging, und die Nacht brach herein. Sie saß bleich und abgespannt vor dem erlöschenden Kaminfeuer, alles um sich her vergessend außer i h n, ihn, den sie mit aller Glut ihres jungen Herzens geliebt, den sie wie einen Helden verehrt hatte und dem sie ein so großes edelmütiges Opfer gebracht.

Eines der Hausmädchen trat mit einem Thee- brette ein.

Die Köchin glaubte, Sie würden den Thee gern in Ihrem Zimmer einnehmen, Miß "

Es war recht freundlich von Ihnen und der Köchin, an mich zu denken Stellen Sie alles auf den Tisch und layen Sie mich allein", sagte sie mit tonloser Stimme, und dann hörte sie die Hausglocke laut erschallen und ein jäher Schrecken ergriff sie

Man hat geschickt, um mich zu benachrichtigen, daß er tot ist!" stöhnte sie matt.

Das Hausmädchen kam sogleich zurück, um zu melden, daß Mr. Grant sie in der Bibliothek er­warte Er hatte ihrer gedacht, als sie allein um> von allen Anderen vergessen war, sie schleppte sich mühsam die Treppe hinab und er erschrak, als er ihr verstürztes Aussehen gewahrte.

Mein armes Kind", sagte er liebevoll, aber sie sah ihn mit großen, kummervollen Augen an und antwortete hastig:

,-Ja, ich weiß es. Sie kommen, um mir zu sagen, daß er tot ist. Ich ich! Sie hielt . inne unb sank in einen Sessel, schlug die Hände vor das Gesicht, und ein leises ersticktes Stöhnen, entrang sie ihrer Brust.

(Fortsetzung folgt)