Einzelbild herunterladen
 

ur LH |

»8

Wöchenüiche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn« und Feiertage». Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Mittwoch, 16. Dezember 1891.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», tonnt Die Annonceu-Bureaux von Haasenstein und «ogler in Frankfurt tu SR., Eaffel, Magdeburg u. Men; Rudolf Mosie in Frtmkfurt tu SR., Berlin, SRünchen u. Köln; 0. L. Daube n. Co. in Frankfurt tu M., Berlin, Hannover, Pari».

XXVI, Jahrgang.

ee

bte

Bekanntmachung.

tetreffeud Aenderungen m dem «erechtigungs-

ä cis!

«I

per

(Nachdruck verboten.)

u mjj tkeit.

lus

100

sität.

ßertoit,

mb für dir Zulassung zu den Prüfungen für den iölliglichen Forstverwaltungsdienst,

die Vorschrifien über die Aulbildung und Prü- frng für den Staatsdienst im Baufach vom 6. Juli 1886 (§§ 2 und 54), p die Bestimmungen über Ausbildung und Prüfung M den Königlichen Forstverwaltungsdienst (| 3 Sr. 1), sowie das Regulativ sür die Königlichen Korst-Akademien zu Eberswalde und Münden vom 24. Januar 1884 (§ 11 Nr. 1),

eine nter 422

8,

1,75'

53

75 ,20 S erho>

sind i »erden als Erweise zureichender Schulvorbildung Buch merkannt:

uch ii 1) für das Studium der Mathematik und d er Natur-

<74i mssenschasien auf der Universität und für die Zulaffung

rmund an, doch seine Züge waren kalt und un- chdringlich.

Evelinens befehlende Blicke nicht beachtend, cherte sie sich ihm. Er fuhr zusammen, als er an feiner Seite erblickte, die feuchten dunkeln gen zu ihm erhoben.

Mr. Randolph", sagte sie schluchzend,wollen ~ e mir sagen, was ich thun soll?"

,Ich?" antwortete er hastig.Ich habe in "er Angelegenheit keinen weiteren Wunsch, Kind, s daß Sie nach Ihrem eigenen Ermesien handeln " Es ist ihm gleichgiltig, ob ich gehe oder bleibe", e die Aermste mit schneidender Bitterkeit.

,Haben Sie Mitleid mit einem einsamen, alten nn, Miß Dale. Es wäre höchst selbstsüchtig Mr. Randolph, wenn er versuchen wollte, en abzuraten Er hat Evelinen, Mrs Randolph ? ihre Familie Niemand bedarf Ihrer so sehr, e ich!" rief Mr. Grant bewegt.

Seine Worte fanden ein Echo in dem wunden "Ren Herzen.

Ja", sagte sie sich trübe,er hat Eveline! Man rf meiner hier nicht, ich werde nur geduldet", mit mattem Lächeln sich zu Mr Grant wendend, te sie:

Ich kann Ihnen jetzt gleich nicht antworten, n Sie mir einige Tage vielleicht eine Woche zu überlegen."

H)estellungerr auf dieOberhesfische V Zeitung mit ihren Gratisbeilagen" für das 1. Quartal 1892 werden schon seht von allen Postanstalten, sowie der Expedition (Marburg, Markt 21) ent­gegengenommen. Neuzugehenden Abon- nnten in hiefiger Stadt wird das Blatt

ytt Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen, 2) für die Zulassung zu den Staatsprüfungen int Hochbau-, Bauingenieur- und Malchinenbaufach, 3) für dos Studium auf den Forst - Akademien

i i II. Die Reifezeugnisse der höheren Bürger- schulen bezw. der gymnasialen und realistischen Lehranstalten mit sechsjährigem Lehrgang sowie die 'riiÄ Äuznifse über die nach Abschluß der Unter-Sekunda Hch l®t neunstufigen höheren Lchi anstatt bestandene ittüd

. km 12. September 1883 (§ 2)

erhalten hiernach ihre Ergänzung bezw. Berichtigung.

In den Berechtigungen der höheren Lehranstalten teettn mit Genehmigung Seiner Majestät des Königs 1 lvchWß nachstehenden Aenderungen ein:

I. Die Reifezeugnisse der Ober-Realschulen

Besen der höheren preußischen Lehranstalten, litt.

, i die Vorschriften über die Befähigung zu den ,eI üchnischen 81 ernteten bei den Bergbehörden des Staats

4) für das Studium des Bergfachs und für dir

Mctzl Zulassung zu den Prüfungen, durch welche die Be- iähigung zu den technischen Aemtern bei den Brrg-

^|p| hhörden de» Staats darzulegen ist.

Die Ordnung der Prüfung für das Lehramt Maul! a hjjhxxxn Schulen vom 5. Februar 1887 (§ 3 Nr. 2),

Bin W» Tage der Bestellung ab bis zum 1. Januar gratis geliefert werden.

Friß f Die Erbin.

. Nach dem Amerikanischen von I. von Böttcher.

j (Fortsetzung.)

(74 Hazel verharrte bleich und schweigend, ihre

I selten, kleinen Finger spielten rastlos mit den Pti| Suaften ihres Niorgenkleides. Sie blickte ihren

tun«1 l»«e' r »en o

Prüfung werden al« Erweise zureichender Schul­bildung anerkannt:

für alle Zweige de» Sub alternd lenste», sür welche bisher der Nachweis dm» siebenjährigen Schulkursus erforderlich war.

Die entgegenstehenden Bestimmungen in den dir Schulvorblldung für den Subalterndienst betreffenden Verfügungen der einzelnen Verwaltungen kommen in Wegfall.

Die Befugnis der einzelnen Verwaltungen, auch junge Leute mit geringerer Schulvorbildung bei be­sonderer praktischer Begabung für den Subaltern­dienst auszuwählen, wird hierdurch nicht beschränkt.

III. Für die Supernumerarien der Verwaltung der indirekten Steuern behält es bei der bisherigen Anforderung eines achtjährigen Kursus wissenschaftlicher Vorbildung (Ctrl-Vers, vom 14. November 1859 und vom 15. November 1880) sein Bewenden, jedoch kann diese Vorbildung auch durch das Reifezeugnis einer höheren Lehranstalt mit sechsjährigem Lehrgang in Verbindung mit dem Reiiezeugnis einer anerkannten zweijährigen mittleren Fachichule nachgewiesen werden.

IV. Die Vorschriften vom 4. September 1882 über die Prüfung der öffentlichen Landmesser Z 5 Nr. 3 werden dahin ergänzt, daß für die Zulassung zu der Prüfung auch das Reifezeugnis einer höheren Bürgerschule bezw. einer gymnasialen oder realistischen Lehranstalt mit sechsjährigem Lehr­gang in Verbindung mit dem Nachweis des ein­jährigen erfolgreichen Besuchs einer anerkannten mittleren Fachschule als zureichend gilt.

Die gleiche Ergänzung tritt auch sür die Zu- lasiung zu dem Markscheidefach in Geltung (Verfügungen vom 31. Oktober 1865 und vom 22. Januar 1876).

V. Zu dem Besuch der höheren Abteilung der Gärtner-Lehranstalt bei Potsdam ist das Reifezeugnis einer höheren Lehranstalt mit fechs- jährigem Lehrgang erforderlich. Ist die betreffende Schule lateinlo», so muß außerdem der Nachweis der Absolvierung eines bis einschließlich Quarta reichenden Lateinkursus bezw. der Aneignung der solchem Kursus entsprechenden Kenvtnifle im Latein beigebracht werden. Für die gärtnerischen Lehr­anstalten zu Proskau und Geisenheim werden die entsprechenden Klaffen der lateinlosen Schulen denen der lateintreibenden gleichgestellt.

Die vorstehenden Bestimmungen treten mit dem 1. April 1892 in Kraft.

Das Staats-Ministerium.

Er sah, daß sie auffallend erregt war und willigte ein, froh, daß Evelinens hinterlistige Reden sie nicht bestimmt hatten, sofort seinen Antrag abzulehnen.

Aber ich werde jeden Tag kommen, um Ihre Einwilligung zu erwirken", sagte er lächelnd, während Evelinens Augen zornig aufleuchteten.

Möchte ihn doch der Tod ereilen, ehe die Woche zu Ende ist", war ihr stiller Wunsch.

Es klopfte, und ein Diener brachte ein zierliches Körbchen voll roter und weißer Rosen für Hazel herein nebst Mr. Forrest Latimers Empfehlungen.

Sie errötete ärgerlich und Eveline lachte spöttisch auf.

Du siehst jetzt, Onkel Arnold, woran Du bist", sagte sie boshaftAir. Latimer macht Dir den begehrten Preis streitig, und junge Männer haben gewöhnlich befferen Erfolg, wie alte das heißt, wenn sie recht viel Geld haben und das ist hier der Fall, wie Du weißt "

Sie wußte, daß sie sowohl ihren Onkel wie ihren Gatten durch diese Worte verletzte, aber sie konnte ihren Verdruß nicht unterdrücken. Richard Randolph maß sie mit kalten Blicken. ,

Eveline, ich^muß Dich bitten, mein Mündel mit Deinen unpassenden Bemerkungen zu verschonen", sagte er gereizt.Sie, wie Du sie verletzt hast. Sie besitzt nicht Weltkenntnis genug, um das, worauf Du anspielü, für möglich zu halten Gehen Sie auf Ihr Zimmer, mein Kind, und überlegen Sie ruhig, und ohne sich von äußeren Einflüffen bestimmen zu lassen, was Sie zu thun haben, ohne auf Anderes Rücksicht zu nehmen, als auf Ihr eigenes Wohl."

Er öffnete die Thür und gab ihr höflich das Blumenkörbchen in die Hand Mit einer stummen Verbeugung ging sie hinaus, und Mr. Grant folgte im nächsten Augenblicke ihrem Beispiele, zu aufgebracht gegen seine Nichte, um noch länger zu bleiben.

Deutsches Reich.

V. Beritt», 15. Dez. Unser Kaiser, der am Sonntag in Remplin der BermählungSfeier deS Prinzen Albert von Sachfen - Altenburg mit der Herzogin Heltne von Mecklenburg-Strelitz beiwohnte und feiner Großtante, der Großherzogin-Mutter von Mecklenburg-Schwerin, in Schwerin einen Besuch abstattete, ist am Montag Mittag in Stettin mittels Sonderzuges eingetroffen und hat sich unter ent­husiastischen Kundgebungen der Bevölkerung sofort zu Wagen nach Bredow begeben. Die Stadt war festlich geschmückt, ebenso der Werft desVulkan", wohin sich der Kaiser sofort begab. In seiner Be­gleitung befanden sich Prinz Heinrich von Preußen, die Vize-Admirale v. d. Goltz und Hollmann, sowie der Kontre-Admiral Frhr. v. Hollen. Se. Majestät vollzog in eigener Person den Taufakt für daS neu­erbaute Panzerschiff, welche» glücklich vom Stapel lief. Dasselbe empfing den NamenWeißenburg", zur Erinnerung an den Heros der großen Zeit, an den Kaiser Friedrich Ul, der auf dem Schlacht­felde von Weißenburg den ersten Sieg für die Einigkeit Deutschlands erftritten habe." Noch Be­endigung des Taufakte» besichtigte der Kaiser die Werkstätten desVulkan»", sowie das Panzerschiff Brandenburg". Um 1 Uhr erfolgte die Rückfahrt nach Stettin." Dort nahm der Kaiser die Parade über das Grenadierregiment Friedrich Wilhelm IH. ab und frühstückte im Offiziers-Kasino de» Regiment». Hierauf begab sich der Kaiser in da» königliche Schloß, und nahm dort verschiedene Vorträge ent­gegen. Um 6 Uhr fand große Tafel statt, zu welcher die Spitzen der Militär- und Zivilbehörden geladen worben waren. Der Kaiser betonte an der Tafel, daß die neuen Handelsverträge voraussichtlich dem gesamten wirtschastlichen Leben Deutschlands zum Vorteil gereichen würden; für die Landwirtschaft werde er sorgen soviel in seinen Kräften stehe. Der Kaiser sprach bann die Hoffnung aus, daß manche Verbitterung im Innern in Zukunft schwinden und im Handel und Wandel neue» Leben eintreten würde. Abends 8 Uhr erfolgte unter herzlichen Ovationen der Bevölkerung die Rückreise nach Potsdam. Die kaiserliche Familie wird, wie nunmehr definitiv sestgestellt zu sein scheint, da» hellige Weih- nachtssest noch im Neuen Palais bei Potsdam sest- lich begehen, alsdann aber am 30. Dezember nach Berlin übersiedeln, um im dortigen königlichen Schlosse ihren Winteraufenthalt zu nehmen. Wie aus Stuttgart mitgeteilt wird, werden der König und die Königin von Württemberg im nächsten

Gatte und Gattin, der schöne geistvolle Mann und die reizende Frau, blieben allein in dem prächtigen Zimmer. Mit ernster Mene wendete er sich zu Eveline.Du hast mich heute Nachmittag durch Dein Benehmen tief verletzt und gedemütigt", sagte er

Du hättest natürlich lieber gesehen, wenn ich in allen Stücken Deiner ränkesüchtigen Mündel bereitwillig entgegengekommen wäre", entgegnete sie schmollend.

Ränkesüchtig! Wie kannst Du es wagen, ein so häßliches Wort mit dem Namen der unschuldigen kleinen Hazel Dale zu verbinden?" rief er mit zorn­blitzenden Augen, aber sie lachte geringschätzig und erwiderte:

Weil diese Benennung für sie paßt! Seit dem Tage, wo Du die kleine Abenteperrin in das Haus gebracht hast, verzehrt sie sich vor Neid gegen mich. Zuerst ttachtete sie danach, Dich mir abwendig zu machen, und als ihr dies nicht gelang, versuchte sie ihre Künste bei Onkel Arnold, um das zu erreichen, was anzunehmen sie jetzt vorgeblich zögert."

Der Himmel gebe mir Geduld", murmelte Randolph, sich kurz umdrehend und verließ das Zimmer, unfähig ihre hässigen Reden länger zu ertragen.

Er begab sich nach seiner Redattion und suchte sich in seine Arbeit zu vertiefen, aber feine Gedanken waren abwesend. Unüberwindlicher Widerwille gegen das herzlose Weib, welches seinen Namen trug und ein sehnsüchtiges Trauern um das schöne Mädchen, welches er liebte und verloren hatte, erfüllten ihn. Er warf die Feder hin und schritt verzweifelt auf und nieder.

Großer Gott!" murmelte er.Eveline ist bos­hafter und herzloser, wie ich je geglaubt hätte, daß

Monat zum Besuche der kaiserlichen Majestäten sich nach Berlin begeben und dort zum Ge­burtstage deS Kaisers einheffen. Der Reichs­kanzler von Caprivi war am Sonnabmd zum Diner bei der Kaiserin Friedrich gelaben und verweilte den ganzen Abend im Palais der­selben. In bte von Lübecker Frauen und Jung­frauen bereit» im Jahre 1871 dem 3. Bataillon des 2r. Hanseatischen Infanterie - Regiments Nr. 76 geschenkte Chronik, welche eigenhändige Ein -- rragungen von Kaiser Wilhelm I, Bismarck und Moltke enthält, hat Kaiser Wilhelm II. sich zum 25 jährigen Bestehens des Regiments mit folgenden Worten eingetragen:Meinen Osfizieren sei die Ehre das höchste Kleinod dieselbe rein und und fleckenlos zu erhalten die heiligste Pflicht." Der BundeSrat hielt am Montag in Berlin eine Plenarsitzung ab, in welcher der neue Handelsvertrag mit der Schweiz angenommen wurde. Derselbe ist dem Reichstage sofort zugegangen. Eine freie Kommission int Reichstage ist berufen worden, um zu den Weinzölle« in den Handelsverttägen Stellung zu nehmen. Die Anregung zu dieser Kommission ist von den nationalliberalen Abgeordneten aus der Pfalz auSgegangen. Die Kommission ist Montag zum ersten Male zusammengetreten. Auch in einer nationalliberalen Vertrauensmänner-Versamm­lung in Neustadt am Hardt protestierte man gegen die Ermäßigung der Weinzölle. In der deutsche« Marine wird jetzt ein umfangreicher Versuch mit dem Verbrauch von Mischbrod vorgenommen. Hebet die Resultate des Versuchs sind genaue Berichte zu erstatten. vier verschiedene neue Militär- Mantel-Mobelle werden jetzt im Alexander- Regiment in Berlin getragen. Vier der Mämel sind aus grauem, einer au» schwarzem Tuch. Die Nordd. Allg. Ztg." bestätigt, daß der Dirigent der deutschen Kolonialabteilung, Geh. Rat Kayser, nach Ostafrika reifen wirb, um die dortigen Zustände aus eigener Erfahrung kennen zu lernen. Württem- bergifche Lehrer kommen auch nach Ostafrika: Für die Schule in Dar-eS-Salaam ist als Lehrer ein Herr Barth aus Friedrichshafen in Aussicht ge­nommen.

Bremerhaven, 13. Dez. Die int Bau be­griffenen großen Schlachtschiffe der deutschen Flotte müssen einen so großen Tiefgang erhalten, daß sie, abgesehen von Wilhelmshaven, in keinem deutschen Nordseehafen unterkommen und noch weniger die vorhandene« Dock-Einrichtungen benutzen können. Es schweben daher, denBell. Pol. Nachr." zufolge, Verhandlungen darüber, ob und unter weiten Be­

ste sein könne. Ich wußte ja, daß sie weit davon entfernt war, fehlerlos zu sein, aber ich hoffte, es werde mir gelingen, sie zu einem besseren, edleren Weibe umzuformen, welches sich die Liebe zurück­gewinnen würde, die sie erkältet und geschwächt hatte, bis dieselbe sich einem anderen würdigeren Gegenstände zugewendet hatte. Aber sie hat schlimmere Charakterzüge entwickelt, wie ich sie selbst ihr jemals zugetraut hätte. Und dabei denken zu müssen, daß meine Mutter und meine gute, treue Schwester, in ihrem thörichten Ehrgeize, mich in diese unglückliche Verbindung mit diesem Herz- und seelenlosen Weibe fast hinein gehetzt haben, dessen überwältigende Schönheit eine eitle, grausame Natur verhüllt! Seit ich ihren wahren Charatter kenne, ist sie nicht ein­mal mehr schön in meinen Augen, und ich verfluche das Band, welches uns vereint "

Er war für den Moment wie von Sinnen. Das Erwachen aus dem Traume, welcher ihn Jahre lang gefangen gehalten, war zu bitter. Wie hatte er die seltene Schönheit Eveline Grant's angebetet, in dem Glauben, daß dieselbe eine ebenso schöne Seele in sich schließe! Wie grausam hatte er sich getäuscht, um leider zu spät zu erkennen, daß durch diese Heirat sein ganzes Lebensglück zerstört worden war.

Und inmitten der Leidenschaften, welche in ihm ihn und bewogten, stand unablässig, wie zu feiner Qual, ein Bild vor ihm : Hazel, errötend und nieder­geschlagen, mit Forrest Latimer's Rosen in den Händen.

Sie ist für ihn bestimmt!" flüsterte er ver­zweiflungsvoll.O warum führte das Verhältnis sie mir zu, um mich zum Wahnsinn bei dem Gedanken zu treiben, wie es so ganz anders hätte sein können. Denn wer weiß, ob ich sie nicht hätte gewinne» können, wenn ich frei gewesen wäre, um sie zu werben."

(Fortsetzung folgt.)