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Marburg, 10. Dezember. Wohin i st die 53. Marke zu kleben? In diesem Monat geht das erste Invalidität-- und Altersversicherungsjahr zu Ende. ES war nun die Frage aufgeworfen worden, wie man sich betreffs deS Umstaodes zu verhalten hätte, daß die Ouittungskarten nur 52

Seele, deshalb war sie auch entschlossen, zu gehen und ihren Kummer nieder zu kämpfen, f

Hazels Heimkehr und die Aussicht, daß diese jetzt mit ihr unter einem Dache wohnen sollte, erhöhte nur noch ihre Mißstimmung. Trotzdem aber nahm sie den lebhaftesten Anteil an den Vor­bereitungen für den Ball, denn Eveline schwärmte für nichts mehr als für derartige Vergnügungen.

Hazel, welche ein cremefarbenes Atlaskleid mit Valencienner Spitzen besetzt tragen sollte, welche hier und da von Bouquetts bonne sitence- Rosen gehalten wurden, verschmähte es, trotz Mr. Randolphs Zureden, irgend ein Stück von dem Schmucke an­zulegen, welche sie in ihrem Schmuckkasten bewahrte. Sie sagte, sie könne sich nicht dazu entschließen, die Juwelen ihrer Mutter zu tragen.

In Wahrheit jedoch fürchtete sie nur, daß Arnold Grant, welcher sich natürlich unter den ge­ladenen Gästen befand, den Schmuck erkennen und so zu dem Schlüsse konimen könne, daß sie seine Tochter sei.

Auch Eveline befürchtete Aehnliches und bat deshalb das junge Mädchen, keines der verräterischen Kleinode anzulegen.

Mein Onkel würde sie wiedererkennen, dessen bin ich gewiß", sagte sie.Es ist um Dicks willen, daß ich Sie darum bitte. Es würde für ihn und mich so demütigend sein, wenn, nachdem er geglaubt, eine Erbin geheiratet zu haben, die Tochter meines Onkels sich zwischen mich und die Erbschaft stellen würde."

Sie thun Mr- Randolph Unrecht, wenn Sie glauben, er habe Sie nur des Geldes wegen ge-

Hesse«-Nassa«.

i Marburg 11. Dezbr. Die Leiche des gestern : hier plötzlich an einem Herzschlag verstorbenen cand. 1 ehern. Pickhardt wurde heute Mittag gegen 2 Uhr ; mit studentischen Ehren zur Bahn geleitet um in feinet Heimat Crefeld beerdigt zu werden. Der Verstorbene war der einzige Sohn einer dort wohnenden vermögenden Witwe.

Marburg, 11. Dezbr. Der städtische Kaflrn- bote Wittich ist infolge Erkrankung vom 1. April k. I. in den Ruhestand versetzt und die Stelle eines städ­tischen Kassenbotrn zur andrrweiten Besetzung (für Militäranwärter) ausgeschrieben worden.

Marburg, 11. Dezbr. Die Arbeiten an dem diesseitigen Landpfeiler der Weidenhäuierbrücke find msolge eingetretenen Hochwassers beiläufig ausgesetzt worden.

Marburg, 10. Dezbr. Da das Weihnachtsfest vor der Thür steht, so dürften auch dieses Jahr wieder wie sonst Soldaten und Unteroffiziere zur Bewältigung deS gesteigerten Post-Päckrrei-Beikehrs Verwendung finden. Deshalb mag hier im Interesse jener Personen darauf hingewiesen werden, daß die solchergestalt im Postaußendienst beschäftigten Personen des ColdatenstandeS versicherungspflichtig sind, und daß die betreffende Postbehörde als Arbeitgeberin und somit zur Beibringung der erforderlichen Bei­tragsmarken für verpflichtet zu erachten ist. E» dürste sich empfehlen, daß die Militärbehörden selbst sür alle zu diesem Zweck abkommandierten Mann­schaften an zuständiger Stelle die Ausstellung von Quittungskarten veranlaßten, in welche die Arbeit­gebende Postbehörde später die Beitragsmarken ein­zukleben hätte. Daß die zur Aushilfe im Postaußen­dienst verwendeten Personen de» Soldatenstande» an sich versicherungspflichtig sind, kann wohl keinem Zweifel unterliege», da gemäß § 4 Personen des Soldatenstandes nicht verficherungtpflichtig sind, wenn ie dienstlich d. i. mtlitärdieustlich als Arbnter be- chäftigt werden, wovon in unserem Falle nicht die fiede fein kann. Au» gleichem Giunde find auch die Militärmusiker, wenn sie einzeln oder in corpore, in Zivil oder in Uniform gegen Ent­gelt außerdienstlich bei Privatleuten mufizieren, für versicherung-pflichtig zu erachte».

' leidend gewesenen Verhältnisse auch der be­kanntlich seit dem 1. September d. I. in Geltung stebende AuSnahmetartf wieder fn Wegfall kommen solle. Der Antrag wurde mit großer Mehrhe t angenommen. Bo» den Vertretern der Königlichen StaatSregierung wurde erklärt, daß e» ohnehin in der Absicht der Regierung liege, dem LandrS- Eisenbahnrat daS Ergebni» der über die Wirkungen dieses Tarif» angestellten Ermittelungen in seiner nächsten Sitzung mitzuteilen und vor weiterer Ent- schliißung feine Aeußerung zur Sache einzuholen."

Hildesheim, 8. Dez. (Ein neuer Bankbruch!) Roch ist die Aufregung nicht verschwunden, welche das Fallissement des Emil H. Mryerschen Bank­hause» in unserer Stadt verursacht hat und schon wieder bringt die Jusolvenzerklärung de» Bankier- Theodor Knolle Hierselbst die Gemüter auf» Reue in Erregung. Knolle ist am vorgestrigen Abend wegen Verdachts der Unterschlagung von Depositen feiten» der Polizei in seiner Wohnung verhaftet und gestern Morgen dem Untersuchungsgefängnis zuge­führt worden. Seine Freilassung ist, wie gestern Abend vielfach erzählt wurde, noch nicht erfolgt. Gestern Abend ist noch am Abend spät auf Veran­lassung der Staatsanwaltschaft die Versiegelung der Geschäftsräume vorgenommen worden. Näheres und besondere» Genaueres auch über die Höhe der Palsiva in diesem Konkurse läßt sich bislang nicht sag n und e» ist allen Gerüchten gegenüber Vorsicht geboten, auch steht fest, daß auch hier wieder eine große «»zahl Leute da- Ihrige verlieren. Bankier Knolle, weicher vor etwa 3 Jahren sein Geschäst hier eröffnete, erwarb sich schnell ein großes Ver­baue», so daß er einen zahlreichen und guten Kunden­reis hatte und sein Geschäst emporgeplüht war. Statt mit diesem schönen und soliden Geschäftsgänge Zufrieden zu sein, ist dann auch er von der Sucht, chnell reich zu werden, erfaßt und so hat er sich !>em Börsenspiel in die Armee geworfen, wa» ihm und vielen Anderen zuvor zum Verhängnis ge­worden ist.

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Seele, deshalb war |ie auch entschlossen, zu gehen, leiten zwischen ihnen geführt, nahm beständig zu, und ihren Kummer nieder zu kämpfen. Leider auch fühlte Eveline sich bald nicht mehr in Dicks wußte sie zuerst nicht wohin, bis es ihr einfiel, daß ' Häuslichkeit zufrieden und sehnte sich nach dem sie noch nicht zu alt sei, in einer Kostschule Aufnahme! Luxus und der Ueppigkeit, welche sie in Fists zu suchen. j Avenue umgeben hatten.

Also ging sie und blieb dort, ohne selbst während' " ' ~ ......-----

der Ferien zurückzukommen, und als das Jahr vorüber und sie keinen Vorwand mehr fand, länger zu bleiben, kehrte sie heim zu den Randolphs. Sie war inzwischen achtzehn Jahre alt und so zu ihrem Vorteile verändert, wie dies zuweilen ein Jahr in dem Aeußeren eines noch unentwickelten Mädchens bewirken kann; die schmächtige, knospende Gestalt hatte an Fülle und Ebenmaß gewonnen, sie war etwas größer geworden und ihre Augen und ihr Haar einen Schatten dunkler, während ihre brünette, sammetartige Haut eine lichtere Färbung ange­nommen hatten und ihre Lippen frisch und rot gleich den Nelken waren.

Mrs. Randolph, welche etwas von ihrer Bitter­keit gegen das Mädchen verloren hatte, seit dieses Dick bei der Erbin nicht beeinträchtigt hatte, war der Ansicht, daß es jetzt für Hazel Zeit sei, die Trauerkleider abzulegen un in die Gesellschaft ein­geführt zu werden. Zu diesem Zwecke beabsichtigte sie, einen Ball zu geben, und da sie wußte, daß die Schutzbefohlene ihres Sohnes nicht ganz unbemittelt war, hatte sie einige hübsche Anzüge für dieselbe bestell?, unter denen sich ein Ballkleid befand, welches Jessie für bezaubernd erklärte

Mrs. Randolph junior hatte das Leben ihres geliebten Dick nicht so angenehm und reizend ge­staltet, daß er sein Mündel, welches ihr ftüher in seinem Herzen den Platz streitig gemacht, darüber vergessen hätte. Ihre Unverträglichkeit, welche vor der Heirat zu so vielen und häufigen Mißhellig-

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und rrr* r

m »93. ÄÄÄÄja Marburg, L'-LÄL' fr* Sonnabend, 12. Dezember 1891.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», \ovnt dieAnnonem-Bureaux von Haasenstein und Bögler m Frank^rt cu M., Easfel Magdeburg u. Men; RÄolf XXVI Mofse in Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln - «. L AAflX>uVr9ttRS< Daube u. Eo- in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Graz, 9. Dez. Jnbezug auf d e Meldung der Köln. Zig.", daß dem früheren Fürsten von Bulgarien oon der Sobrarije ein JahieSgchalt gewährt werden olle, wird in der Umgebung des Grafen Hartenau versichert, daß derselbe als aktiver österreichischer Offizier sich nicht in der Lage sehe, solchen Gehalt anzunehmen, und unangenehm davon berührt sei, daß die dem Fürsten Ferdinand feindselige Oppo- ition in Sofia mit seinem Namen Mißbrauch treibe.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - _______________«dUUfttiCtte# Expedition: Markt 21. - Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.

(Nachdruck verboten.) Randolphs willen ihre Rechte auf all diesen Glan;

Die EM«. rn den Wind geschlagen hatte

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m Ihn gefühlt, jetzt weiß ich warum." Achtundzwanzigstes Kapitel.

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Die Neun-rm-hlte mit Jess.« und tnren Älter ßä » tt nu4

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Btutmcs «eich. I D«r Landes-Eisenbahnrat, der

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non, daß untfr de» Tischkasten fce» Reichskanzlers! wurde bei seiner Eröffnuna von dem MinHi-r h,r ». --»-.I-m Di-».-, sch -I. -«-..ichen S 8«. b «S b"

H°rr De7b.ück°b°^ck bt'u^W I Tagesordnung der Verhandlungen stehende» Gegen- ^r Preuß Jabrbüch«"»i^l^r,"nn'^? ^'keU stemdl»Erscheinen folgende von allgemeiuerem Interesse: o-r .zrreup. ^ayrvucher bochst scharf über den Satz« .Der Landtag hatte in seiner übten Session die lexregis Tohmtas auSgelossm. Um so I Königliche Staatsregierung ersucht, Ermittelungen t - « "Vx ®£lQb.un8 Nach dem .B darüber anzustellen, ob eine Ueb«tragun7 d» °u"

« übrigens der Artikel Delbrücks vor der den östlichen Staatseisenbohnen für lebende Dere !n

BrntfenMung dem Kaiser vorgelegen. Eine I Wagenladungen bestehenden niedrigeren Fracht- Ä' i^deutsch^n Tr!nfitla°e^ den gesamten Bereich der Staats-isenbahmn

rUtTransirlogern, um nach Ermäßigung sich empfehlen werde. Die Frage ist zunächst in der Zollsätze infolge der neuen Handelsverträge am den Bezirks-Eisenbahnraten erörtert worden Das 1. Februar zu den ermäßigten Beträgen verzollt zu!hieraus hervorgegangene reichhaltige Material war werden. Dem deutschen Reichstag ist Mitteilung Idem Landes Eisenbahnrat vorgelem der sich gegen s!s»äsMr^erb.i"b» "zwischen dem deutschen die Uebertragung aussprach. Die hauptsächlich von SeschastSträger bei der nordamenkani'chen Union Iden EmS- und Welerbüsen oemiinsebe, ^de^^Etigen Amte in Washington gemacht Isührung ermäßigter AuSnahmetarif? sür^den Ge­worden, wodurch den Bereinigten Staaten von Nord-I tieideversand von deutschen Nordseebäken

Erzeugnisse und Deutschland die freie! er Hebliter Meh'heit vom LandeS-Eisenbahnrat nicht Zucker-Einfuhr m der Union zugefichert wird. Wann b.fürwmtet. Eine Reche S

afl8i'tiUnet°hbe bürbt abzuwarten, allgemeinen Tarisvorschriften der Güterkla'sifik.tion Dasselbe git von der Erneuerung der Hande»-!und dem Nebengebühreniarif des deutschen Eilen- beziehungen zu Rußland. Die Reichstag,ferien Ibahngüt-rtarif» wmden in Uebereinstimmuna mit den Dezember bi» 12. Januar dauern. Vorher sollen I Ausschusses der BeikebrSinterkffeni-n ünnt M die Hand.lt vertrüge fertiggestellt werden. I Eisenbahnrat begutachtet. Zu b.mcrke^ist daß der B°° Seiten emer großen Anzahl von Handels- Landes Eisenbahnrat eine Srm äLuna btr für ^a(£ tau.«» wird, wie .Ter Cenfectionär" mitteilt, nahmesendungen^erhobenen

!nd Geroerbe des^F°ud-l Rücksicht auf die nicht unwesentliche^ hiermst ver- 2ni6« nntbb«,bi 3 J 6 T ktn Fmanz- Kunden en Ausfälle an Einnahmen - sür nicht er- 2 n £ auf rfmen Wider, forderlich erachtete. Eme Erleichterung des Stück-

spruch m dem neuen Einkommensteuergesetzlgutverkehr» befürwortete derLandes-Eisenbabnrat in hingewi-sen wrrd Während nämlich die strengste der Weise, daß er empfahl! den . « bÄLdm Seheimhaltung dcr abzugebenden Steuererklärung i Busnahmetorif für Stückgut al» Spezia'ltaris in den eft' ipaU8 d» Offenlegung der Wähler- deutschen Eisenbahngütertar f °uk2men Ueber und Steuerlisten, namentlich der Kommunalsteuer- den Entwurf ein.§ umgeat6e te»n £ieb8m^tmen 9 ift auf b» Loschen Städten vorgeschrieben süc die E.fenbahnen

£ rbt,eLer auf Landes - Eisenbahnrat einstimmig dahin au», daß

«'SM dessen Einführung vom Standpunkte der Dir r^ Bedenken nicht obwalteten Die

dn Handel- und Gewerbetreibenden ist geeignet, Mitteilung der StaatSregierung über die seit der Man ^wünscht^einen^Ausaleöü^dieüs m * Sitzung des Landes - Eisenbahnrates einge- Man wünscht ewen Ausgleich die es Widerspruches führten «usnahmktarife hatte mehreren Mitgliedern W* Landes-Eisenbahnrats Anlaß zur Lingü^

77* nü9 NA öcr Angelegenheit beschäftigen kann. I der Antrags gearbev: der Landes - (5i!,nhnhnrnt V dkr Arzneimittel wird stark wirken- möge sich dahin aussprechen, daß seiner Ansicht^ach

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