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I* Maske abzureißen, und Sie vor Arnold Grant, ^lnem Vormunde und der ganzen Welt als das ^recherische Weib hinzustellen, welches Sie in
Siebenundzwanzigstes Kapitel.
„Den Schmuck!" stieß Eveline zögernd hervor.
„Ja, den Schmuck und die Briefe, welche in Ihrem Besitze sind, erwiderte Hazel. „Liefern Sie beides sofort aus."
Eveline konnte den festen Blick dieser strengen, klaren Augen nicht ertragen, und mit einem schwachen Versuche zu unterhandeln, sagte sie:
,Lch werde beides ausliefern, unter der Bedingung, daß Sie schwören, mich nicht zu verrathen "
»An mir ist es, Bedingungen vorzuschreiben, nicht an Ihnen. Ich habe Ihnen mein Wort gegeben, Sie nicht zu verrathen. Bitte den Kasten," entgegnete Hazel entschlossen, und in der nächsten Minute hatte Eveline den Schmuckkasten in Hazel's Hände abgeliefert.
„Es fehlt nichts, indessen sind die versiegelten Briefe erbrochen," sagte sie wieder Willen errötend. „Daran trägt jedoch John Stubbs mehr die Schuld, wie ich. Er war meiner Mutter ehemaliger Kutscher und meinem Interesse treu ergeben. Er argwohnte Ihre Jdentttät, und ließ mir keine Ruhe, bis ich )ie Papiere durchgesehen hatte. Er war es, der den Plan faßte, Sie aus dem Wege zu räumen,
^echsundzwanzigstes Kapitel.
.»Sie haben wohl den Verstand verloren, Miß Ich kann Ihrem Wunsche, bei Ihnen zu > . m, nicht nachkommen. Meine Gäne und das Echstück erheischt meine Gegenwart", entgegnete die geh-, $IQU£An aufgebrachtem Tone.
Vormund vor der Verbindung mit einer so Unwürdigen zu bewahren", fuhr Hazel fort. „Oh mein Gott, ich kam zu spät."
Eveline lachte leise und tückisch bei dieser Erwähnung.
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»Leugnen wäre nutzlos", sagte das Mädchen eisig.
„Alle Beweise sind gegen Sie. Das Weib, welches eie mir als Dienerin empfohlen, stand in .chrem Solde. Sie war bestochen, mich zu betäuben, mich aus Mr. Randolphs Hause zu schleppen, um getodtet zu werden, weil ich Ihnen im Wege stand und Sie mich haßten. Aber wozu das nochmals erzählen, Sie selbst planten ja alles und wissen alles, "ur war Ihnen unbekannt, daß Mr. Randolph's Haus allnächtlich von zwei Detektives bewacht wurde Diesen verdanke ich mein Leben. Mr. Clarke rettete
Marburg,
Freitag, 11. Dezember 1891.
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(Nachdruck verboten.)
Die Erbin.
Rach dem Amerikanischen von I. von Böttcher.
(Fortkehnna.)
«ui nm vor oer AN klage des versuchten Mordes zu retten und um deffentwrllen in das Gefängnis zu wandern, alles eingestanden, und einen Revers unterzeichnet hat, welcher sich setzt in Mr. Clarke's Besitz befindet. Dw Frau floh, allein es ist Aussicht vorhanden, daß sie bald in Gewahrsam gebracht werden wird." Sie hielt em wenig inne, erschöpft durch das hastige, zürnende Reden.
gehen, indem ich Sie nur auffordere, zu bereuen und darnach zu trachten, des edlen Mannes würdiger zu werden, dessen Name Sie vor meiner gerechten Rache schützt." b
Nach einer kurzen Pause fügte sie hinzu:
„Aber ich warne Sie, mich noch fernerhin zu verfolgen; denn Mr. Clarke ist von Allem unter- richtet und würde Sie nicht schonen, wie ich es gechan. Jetzt geben Sie mir meinen Schmuckkasten zurück, Mrs Randolph, und gehen Sie. Ihre Gäste könnten ungeduldig werden."
Eveline lag bleich und schweigend in» ihrem Sessel. Das Blut rann kalt vor Entsetzen in ihren Adern, ilge ganze Lebenskraft schien sich in den weitge- offneten blauen Augen konzentrirt zu haben, welche sie auf Hazels^ vorwurfsvolles Gesicht geheftet hielt.
Sie begriff, daß jedes Leugnen vergeblich sein wurde, und daß sie die folgen ihres Verrates auf sich nehme« müsse, wie immer sie auch sein mochten, und mtt einem Schlage Reichtum, Liebe und alles
E.Welt ihr bieten konnte, verlieren werde, ruhte m den kleinen weißen Händen des Mädchens, gegen welches sie sich so schmählich durste"^, Unb ÜOn bem fie feine Schonung erwarten kam hierher, Sie zu entlarven, um meinen
„Ja, er ist mein, was Sie auch sagen und thun mögen!" rief, sie aus. „Sie können wir weder meinen Gatten, noch Onkel Arnold's Gold rauben, denn wenn Sie sich ihm entdeckten, würde er Sie verleugnen. Er haßte Ihre falsche Mutter und würde auch Sie hassen."
„Ich werde weder seine Liebe, noch seinen Haß auf die Probe stellen," antwortete Hazel bitter. „Wäre ich vor dieser unseligen Trauung angekommen, würde ich Alles enthüllt haben, um meinen Vormund vor einer Heirat mit einem schönen Teufel zu bewahren. Aber jetzt ist es zu spät "
„Ja, es ist zu spät!" rief Eveline mit neu erwachter Hoffnung, während die Farbe in ihre Wangen zurückkehrte und sie eilig ihren Schleier wieder zurecht , zog. ,Oh Hazel, lassen Sie jene I schreckliche Geschichte, welche John Stubbs nur erfunden, um sich zu retten, nicht in die Oeffentlichkeit dringen. Denken Sie an Dick, wenn Sie kein Erbarmen für mich haben. Er liebt mich, und würde sie ewig hassen, wenn Sie mit dieser furchtbaren Geschichte zwischen uns träten."
„Keine Bitten von Ihrer Seite könnten mich erweichen," antwortete Hazel entschieden. „Ich empfinde für Sie nur Abscheu und Verachtung, und zeschähe es nicht aus Rücksicht für meinen Vormund, o würde ich Sie der Welt gegenüber in Ihrer wahren Gestalt zeigen. Aber um seinetwillen, und im Angedenken an feine Güte gegen meine Mutter und mich, verzichte ich auf meine Rechte, halte meine rächende Hand zurück und lasse Sie heute frei aus»*'
wie eine Leiche, sprachlos vor Entsetzen, Eveline auf einen Stuhl. War ihre verbrecherische arn^Ekich an das Licht gekommen?
3hre Ränke sind enthüllt", sagte Hazel, mit bem Finger auf sie weisend. ,Hohn , eie verraten. Er war Ihr Mitschuldiger, ™; Werkzeug bei Ihren Anschlägen gegen mich, entführte mich auf Ihr Geheiß, beraubte mich . warf mich auf Ihren Befehl in den Fluß — J*7te mich zu ermorden, weil Sie aus den Papieren Mnem Schmuckkasten — den versiegelten Briefen Mutter — crsehen hatten, daß ich Ihres «fc 7'°($‘er' Ihre leibliche Kousine und die recht- Se Erbin alles dessen bin, was Sie für sich "Ipruchen!"
-Es ist erlogen — erlogen!" rief Eveline heftig, ?e ^ugte sich zagend unter dem strengen Blicke
* Hazels dunklen Augen.
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neuen Handels I und in weiterer Folge, Ostasien bezeichnet. — AuSI^^ haben. Die Zentral-Regierung hat sich in , . Wie verlautet, ist manIder Umgebung Major» von Wißmann lieaenIbte^c etn,u<ett Wirren nicht eingemischt, ein Zeichen, b°n einer Ueberweisung an eine laus Kairo Privatmittellungen vor, nach welchen bertoit pe W kühlt. Auch in Chile ist» schon . . . ns _■ ,h b-rrit di: Vrrträg:' krauk. utrt ganzen Winter über fnlroieber ^hr geheuer. Die siegreiche Kongreß-
ledensalls noch vor Weihnachten zur Erledigung l Aegypten bleiben wird. Darüber, was fpätei ae P“?“ * mit k°lcher Rücksichtslosigkeit aufgetreten, « ^'ßt, werden nur etwa dreißig schehen soll, werden ,. Z. die Aerzte entscheiden — M ßan*en 2a' be bittere Unzufriedenheit herrscht J Abgeordnete unter Führung des Die deutschen Reichspostdampfe? nach Ostafrika ""b e,n neuet Aufstand droht.
©tafen Mirbach dagegen stimme». - Die sollen, wie e» heißt, vom neuen Jahre ab ihre ------------
Dik Handelsvtrlräak I^'rd noch zwischen dem deutschen Reiche und denIWirkung der neuen Sandelsverträael-kobre.» m
nehmen fortgesetzt da» gesamte politische Interesse! E»"heißt," die°°Getreide"zö^e^,oll"en I ^2.'e ^^"°sse. Mch einer den neuen Handels-1 bestandene Plan des BaueS tiner EllenRihV°von
A Anspruch, und abgesehen von einigen wenigen I gegenüber auf denselben Satz wie Oesterrdch-Ungain laesetz^daü^^^°u^'!Bagamojo nach Dar-es-Solaam in Deutsch-Ostaftika
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immer die Zugeständnisse vom Auslände zugunsten! W Berlin 10 srowm«* sn I Jndustriezolle kommt somtt nurjüberhage.
«lang^?ab"e. ^D°ß'°d?°aerina!°?^ bt'k * arbeitete'der Kaiser zunächst mit dm Ches Ides Gdammüssollcs^^ V^n' "dem "Ausfall "von Rndolstadt, 9.Dez. In Rudolstadt hat heute
Lormölle für die ÖoTihmirtr* der I des Zivilkabineti und nahm hierauf einen längeren Vor-133741860 Mk bei den landwirtkckaitlicken Rn(li>n I lu1-” ^r°^r Teilnahme die Vermählung des Fürsten
w?ch^soller!^werde,^nsird^n^ch?oeola^bt" So^ckr^bt l!n"t0-^^ Kultusministers Grafen v. Zedlitz-TrützschlerI entfallen auf die b^^,?^arzburg mit der Prinzessin Aura
die Köln Reit" • eLnJV. schreibtIentgegen. Mittag» erteilte <Se. Majestät dem Ber IzolleS 27114804 Mk aus denWeinroll 276S4.K91 *i',e Schönburg stattgefunden. AmBormittage * J .• "2m Falle der Ablehnung der lmer türkischen Botschafter Tewsik Pascha die nach-,Mark die Biebrölle^ mr m. 2»folgte der feierliche Einzug der Braut, nachmittaaS “”te «'M« «»ti-nr. Am fpäir« £, taX SM4 Ä S67M6 8?‘r A d« In ta e»lo|li* DI SIM m-r
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nächstige Höh? der Zölle bis zu der eudailtiaeuÄ Ausnahme der Sozialdemokraten, Itreters wurde sofort die Unschuld des Dr Witte I Getreide, die Vereinigten Staaten sreie
nehmigung der Verträge besteben muss dÄ tlTo f Pätffl<tt b<e Konservative» und llargestellt und derselbe ber ll» am »achstm Tag m Zuckeremfuhr - In der Botschaft, welche
ReichStaa ,o6alb irn/Jh Neben dem Reichskanzler saßen an wieder entlassen. - beutfÄe gteSEefaSlF1 ,ttent §Qttt,on bem f°ebtn in Washington zu-
we de Die GründlichkeU S XL t<"S ? ?“!? b-r preußische Minister des Innern, Herr veröffentlicht einen kaiftrlichen ^laß,^etteff?nd dle ^"'"//0! m 7 ÄOn9“6 ^at i”9e^n lassen, wird Lüür ich nickt barster l7id-» M> e»0 b^ Herrsurth, und der hochkonservative Abg. Kleist- Verordnung des 8erufuna§berfIhre§b,fm eine Andeutung in dieser Richtung gemacht.
I^eikmnnvg^der^Zwangslao" dem^^ReickStaae^di!I<i» nstceulichttBeweis, daß weder die neue Reichsgericht bezeichnet die Botschaft die Erfolge der
Annahme"der HandeUverträae nÜ7 .5|PieU?? Andg.meindeordnung, noch die neuenIUnzuträglichkeiten beim Al?er,-undJ»v!liden-1,"°rdamerikamschen Wirtschaftspolitik als ir bollen hn6 sj, sn ♦ . b. undIHandelsverträge den persönlichen Verkehr haken be-!versickerunaS-Geseü laufen NU« l,, |befriedigend, geht dann auf die bekannten Unruhen
daß das Bessere nicht der Feind des Gute» ton I oir ®“nbd^t,“lraflc' fltlpToifcen. Der Reichskanzler! geschoben werden kann. — Aus Marinekreise» Ver-I ^afiliev. In Brasilien ist der Tanz nach dürste, erfährt hie?eine praktische Umkchrung zu ehr zurück^attend Gea.» ^1« «qi'hung lautet, da» Kreuzergeschwader, von desfen ^iwöchentl.cherRuhe von Neuem losgegangen. Ein dessen Annahme wohl jeder lebenskluge Mann und! die Gälle^da« 0 ? 9 «.?e°b» verließen Dirigierung nach Brasilien bereits in den Blättern I Telegramm besagt: Die Lage im Staate Rio de ht -insichtigePolitiker sich gedrängt fühlen wird " Sm I ounfolJbT ®er ®eJbie Rede gewesen, werde die chilenischen Gewässer eTbcr «'^»über.
Ml Suslande ist die Aufnahme der Verträge keine andere Ln\ £R,rh-nn,?e b Reichs tag» (Vorstand I demnächst verlassen und um KapHorn zunächst nach b ^^«n haben sich bewaffnet, der Stacks«
> Oesterreich-Ungarn fojxe» dl X±" SSJÄ b" ,bet^itbtnett steten) den brasilianischen Gewässern gehen. Al» weit « ? ist °u- seinem Palast von seinen Gegnern
1 ^ dieselben sympathisch' ?„ besuchen.' ft ? . das Kreuzergeschwader" werden Ostafrtta
neuen französischen Zolltarif haben durchsetzen übereingekommen \
dellen, einen tiefen Eindruck gemacht Man llebt I »u eine »aus itatro PNbalmttteilung
N schon ein, daß Frankreich sich in etaAotakKZÄ0"^1iamit b!k Verträge, kranke Reichsk°mm,ffar den «ackgasse verrannt hat, und nachgeben muß, wenn « nicht einen großen Teil seines Absatzgebiete» ver- «ten will. Ein neuet besonderer Handelsvertrag
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