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Wöchentliche Beilagen. Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Äug. Koch.

Die Volksschule.

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staatrn gelhan, und das lst auch anerkannt worden Freilich wird noch mehr geschehe» müssen, wenn dies Gebiet reichere Flüchte tragen soll.

_ Es liegt auf der Hand, wie schon angedeutet, daß die Volksschule ein tapferer Kämpfer in den heutigen Zeitstiömungrn und gegen da» Verkehrte derselben ist. Man muß deshalb sorgsältig darau achten, daß dem Lehrerstand die Rechte und die Stellung gewahrt werden, die er nicht bloS bean­spruchen kann, die er auch beanspruchen muß, wenn er überhaupt Erfolge erzielen will. Kinder achten ungemein auf Aeußerlichkeiten. Wenn sie sich leicht mit großem Vertrauen ihrem Lehrer anschließen und seine Worte gern in sich aufnehmrn und sie be­folgen, so geschieht dies doch nur dann, wenn dem Vertrauen die nötige Dosi» von Respekt beigemischt ist. ES ist rin schwerer Fehler, wenn Eltern in Gegenwart ihrer Kinder absällig über deren Lehrer sprechen, aber rin noch schwererer ist eS, wenn die Rechte des Lehrers als Erzieher den Schülern und deren Eltern gegenüber beeinträchtigt werden. Der Volksschullehrer, der die Kinder der breiten Volks­schichten zu Gehorsam erziehen soll, der in ihnen das Gute und Edle wecken soll, muß diesen gegen­über auch eine unbedingte Autorität haben. Sonst geht die Sache beim besten Willen nicht, die Lehrer könnten sich ruhig viele Mühe und viele Arbeit sparen. ES scheint angemeffen, auf diese» Punkt gerade heute hinzuwrisen. Es ist selbstverständlich, daß die Volksschule ihre zuständigen Vorgesetzten hat, daß die erforderliche Kontrolle ausgeübt wird, aber im eigensten Schulwesen soll keine fremde Hand eingreife», alle» soll dort durch den Lehrer geschehen, deffen Autorität für die Kinder so un­anfechtbar sein muß, wie ein Evangelium.

werbeordnungs-Novelle Gesetzkcaft erhielten. Die Leitung der Expedition in Kamerun anstelle de» gefallenen Hauptmanns v. Gravenreuth ist dem Chef der ostafrikaoischen Schutztruppe Ramsay über­tragen worden. Derselbe war bereits seit mehreren Jahren in Ostafrika thätig, befindet sich jetzt in Berlin und wird die Reise »ach Kamerun in spätestens 14 Tagen antreten. Die Auflösung der deutschen Togo-Gesellschaft, Henrici und Genossen, wird nun­mehr amtlich bekannt gegeben. Dem Major v. Miß mann geht eS, wie man derPost" auS Kairo schreibt, noch immer nicht gut. <£t ist zwar nicht, wie zuerst beabsichtigt war, in dar HoSpital gekommen, ist aber noch sehr elend. Der Gewährs­mann deS genannten Blattes hatte ihn am 27. v. M. aufgesucht; Major v. Wißmann hatte daS Bett ver­lassen, fühlte sich aber sehr schwach. Die An­werbungen für Ostasrika find noch nicht abgeschlossen.

Halle, 3. Dezember. Im Stadttheater fand vorgestern Abend die erste Aufführung von Suder­mannsSodoms Ende" statt. Die Aufführung benutzte», wie daSLeipz. T." berichtet, eine grö­ßere Anzahl Studierende, Mitglieder einer christlich­theologischen Verbindung, zu einer lauten Demon­stration. Das anfänglich überraschte übrige Publikum wendete sich indeß mit Beifallsbezeigungen gegen den Lärm. Bier der Demonstranten wurden ans dem Theater entfernt. Bor dem Hause wurde ein Flugblatt verteilt.

Remhardsbrmm, 3. Dez. Bor kurzem traf vom Kaiser Wilhelm ein prachtvolles Hirschgeweih hier ein, das Se. Majestät dem Herzog Ernst ver­ehrte. ES hat auf Wunsch des Herzogs Im Speise­saale des Schlosses Ausstellung gesunden. Diese- romantisch gelegene Jagdschloß ist gegenwärtig mit prachtvollen Geweihe» und verschiedenen anderen Jagdseltenheitrn, welche der Herzog von JagdauS- lügen auS fast allen Erdteilen mit heimgebracht hat, wrartig überfüllt, daß überhaupt nichts mehr unter« iiubiingen ist und die aus der Jagdbeute der jetzigen Jagdzeit gewonnenen wertvollsten Hirschgeweihe rc. nunmehr im Jagdschloß Oberhof ihre» Platz finden ollen.

Hesse«-Nassau.

Marburg, 7. Dezbr. Die Arbeiten an der Wridenhäuser Brücke sind jetzt so weit vorgr- chritten, daß mit der Mauerung deS diesseitigen Landpfeilers morgen begonnen werden kann, und man bei anhaltendem günstigen Wetter hofft, auch diesen letzte» Pfeiler noch über Wasserhöhr zu bringen.

Deutsches Deich.

W. Berlin, 7. Dez. Unser Kaiser ist am Sonnabend Abend von der Hosjagd in der Göhrde wieder im Neuen Palais zu Potsdam eingetroffen, woselbst auch der Prinz und die Prinzessin Heinrich von Preuße» zu kurzem Besuch angekommen sind. Am Sonntag Bormittag wohnten die Kaiserlichen Majestäten dem Gottesdienste in der FriedrnSkirche zu Potsdam bei. Nachmittags war im Neuen Palais Familientafel, wozu auch die Kaiserin Friedrich und die Prinzessin Margarethe von Berlin herüber­gekommen waren. Die formelle Unterzeichnung der reuen Handelsverträge hat gestern und heute stattgefunden. Die Einbringung in den Reichs­tag erfolgt sofort. Eine genaue Feststellung im

Reichstag hat ergeben, daß von den 397 Abge­ordneten höchstens 50 unbedingte Gegner der neuen Verträge sind, deren Annahme mit sehr großer Mehrheit, vielleicht ohne alle Kommisfionkberatung, also abgemacht ist. DaS zweite parlamentarische Diner beim Reichskanzler von Caprivi hat am Sonntag Abend stattgesunden. Der Verkehr der Herren war ein sehr freundschaftlicher und zwang­loser, Gegenstände von hervorragender politischer Be­deutung wurde» nicht berührt. Die Politische Korrespondenz giebt die Liste der auswärtigen Re­genten und Prinzen, die zur goldeuen Hochzeit des dänischen Königspaares (im Mai ».I. in Kopenhagen erwartet werden: Kaiser Wilhelm, Kaiser Alexander III. und Kaiserin Maria Feodorowna mit ihrer Familie und einige anderen Mitglieder der kaiserlichen Familie, Königin Viktoria von Eng­land, König Otkar I. von Schweden, König Georg von Griechenland, Prinz und Prinzessin von Wales mit ihrer Familie und der Herzogin Thyra von Cumberland. Als wahrscheinlich gilt, daß sich auch König Leopold II. von Belgien, sowie mehrere Mitglieder der Familie Orleans auS diesem Anlasse in Kopenhagen einfinden werden. Dir Ansprache, welche der Kaiser bei der Rek rut en- Bereidigung in Potsdam gehalten hat, soll nach derNeisse.-Ztg." solgenden Wortlaut haben: .Rekruten! Ihr habt jetzt vor den geweihten Dienern GotteS und Angesichts dieses Altars mir Treue ge­schworen. Ihr seid noch zu jung, um die wahre Bedeutung deS eben Gesprochenen zu verstehe», aber befleißigt Euch zunächst, daß Ihr die gegebenen Vorschriften und Lehren immer befolgt. Ihr habt mir Treue geschworen, das Kinder meiner Garden heißt, Ihr seid jetzt meine Soldaten, Ihr habt Euch mir mit Leib und Seele ergeben; es gibt für Euch nur einen Feind, und der ist mein Feind. Bei den jetzigen sozialistischen Umtrieben kann eS Vor­kommen, daß ich Euch befehle, Eure eigenen Ver­wandten, Brüder, ja Eltern niederzuschießen wa» ja Gott verhüte» möge aber auch bann müßt Ihr meine Befehle ohne Murren befolgen." Auf die Eingabe des HandlungSgehilfen-VereinS, welche dem Wunsche Ausdruck gab, die neuen Gewerbe­ordnungsbestimmungen über die Sonntagsruhe im Handelsgewerbe zum 1. Januar «1892 in Kraft gesetzt zu sehen, hat der preußische Handelsminister geantwortet, es sei ausgeschlossen, diese Inkraftsetzung vor dem 1. April 1892 erfolgen zu lassen, weil erst von diesem Zeitpunkte ab die betreffenden Straf­bestimmungen und die Vorschriften über den Erlaß ort-statuarischer Bestimmungen nach der Ge

Zu den hervorragendsten Kämpfern im Sturm tat heutigen Zeitströmung gehört unstreitig die deutsche Volksschule, deren Tüchtigkeit heute »och von keiner ' rrrS ®bertn ®ation erreicht worden ist. Wohl haben v7°3? «ch andere Staaten eifrig« und willenSkräftige BolkS- «Hullehrer, aber nirgends Hot man die fest geschloffene Organisation, die stramme Durchführung der obliga- Mischen Schulpflicht nicht blos, denn damit ist die Sache allein nicht gethan, soudrrn die Garamie dafür, » während der Schulzeit auch das Möglichste der jun Lebe» und für daS Leben notwendigen Kennt- Me erworben wird, wie bei uns. Es erscheint dum glaubhaft, ist aber Thatsache, daß in Paris die obligatorische Berpflichtung zum Besuch der Volks­schulen thatsächlich nur auf dem Papier besteht, da; mht Hunderte, soudrrn Tausende von Knaben und

Mädchen nach ein paar Jahren einfach au- der Schule fortbleiben. Für den Charakter der Jugend Eb damit für den Charakter des Volkes ist gerade CXtli( Volksschule von weitgehendstem Einfluß, von 'j Mer Bedeutung. ES ist doch nicht damit gethan, daß ein Junge während der Schuljahre Rechnen Schreiben lernt, sondern ein tüchtiger Lehrer, d wd wir hoben schon Eingangs diese Tüchtigkeit der lalität« deutschen Volksschule hervorgehoben, achtet darau t. Cor allem, seinen Zöglingen nun auch gute Charakter- ung | eigenschaften, Wahrheit, Fleiß und Gradheit. bei- jübiingt», diese Eigenschaften zu pflegen und sie zur klnwendung zu bringe». Wenn die Schule nicht das Het überall, was sie leisten könnte, so ist nicht sie Ita schuldige Teil, sondern die Schuld ist auf der Vvderen Seite zu suchen. Namentlich in größeren Mdten führen die Eltern der Kinder nicht selten «ien förmlichen Krieg gegen die Lehrer ihrer dir L-lksschule besuchende» Kinder, und da» gute Wort deS Lehrers in der Schule wird außerhalb der Schule s a Wrt in seinen Wirkungen bekämpft. Daß es unter pichen Umstände» nicht leicht ist, sondern mit großen ßchwierigkeite» und vielem Aergrr verbunden, de» «hramteS erfolgreich zu walten, liegt auf der Hand, B e» gehört viel Standhaftigkeit, viel Lust und ***** ?he, viel Eifer für die Sache dazu, um im gleiche»

Mne weiter zu arbeiten. Die Pflichttreue in der i Nutschen Volksschule hat auch in schwierigen Zeiten «« gewankt, und wenn die Volksschule dafür bisher

CCWt so belohnt worden und nicht so gestellt worden, = sie » wohl verdient, so kann dieser Umstand an ganzen Stand nur zu erhöhtem Ruhme ge­wichen. Erst in den letzten Jahren ist meyr als «her für die Volksschule in den deutschen BundrS-

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blatte», ent die Aimoncen-Bureaurvon Haasenstein und Vogler

Frankfurt a.M., Caffel, Magdeburg u.Men; Rudolf XXVI

Mofse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. «Sln;«.L.

Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und LMMH- ^*,]G***i

io ann Feiertagen. LU»artal-ÄbonnementS-PreiS bei der Expe- tUTDllTU e

JtiL 8öÖ4 dition 2 Ml., bei allen Postämtern 2 8)H. 25 Pfg. (erfl.

_____________.L'zLS'rL'8d" Dienstag, 8. Dezember 1891

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Besser wie sie erwartet hatte es wird an- when, wenn sie noch einige von ihren Sachen hinzu- hat. Wie stolz und gefühllos sie scheint, ttde ich sie je so lieben können, wie ich seine «ttin lieben müßte?'

Sie halten die Zimmer verlassen, und Eveline rach von der Hochzeit und ihrer Ausstattung, welche den Tag anlangen konnte. Mehrere kostbare beschenke waren schon angekommen.

- Ich hoste, Dick wird mir Diamanten schenken", Ke sie.Ich schwärme für Diamanten und möchte ein ieu> ganz mit jenen schönen Edelsteinen besät haben." . --Ich glaube, zu viele Diamanten würden wenig

(Nachdruck verboten.)

Die Erbt«.

Rach dem Amerikanischen von I. von Böttcher.

(8-rtsetznng.)

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die Frau eines jungen Redakteurs paffen", sagte * offenherzige Jessie. Aber Eveline warf stolz 5 01 Kopf zurück und erwiderte sogleich:

»Aber für Mrs. Grants Erbin passen sie ganz gut." sie gegangen waren, näherte sich Hazel j mchtern Jessie.

^Wollen Sie mit mir hinaufkommen und meinen »^okkasten ausehen? Ich möchte ein Geschenk ** 1 Miß Grant auswählen", sagte sie. Jessie starrte sie an.

_ "^ie sind ein herziges Kind", ries sie aus,aber

' aber ich fürchte, Sie haben nichts, was Eveline rdcu .ude machen würde Sie ist so reich und hat so .696 «e Juwelen."

I fast sse könne nie zu viel Diamanten

habe einige sehr hübsche, welche mir gegeben. Wenn die Fassung altmodisch I ' mnn man sie leicht umfassen lassen. Bitte,

kommen Sie und wählen für mich, Miß Jessie"- ühr Hazel unbeirrt fort, und Dicks Schwester folgte ihr gutmütig, innerlich überzeugt, daß Hazel Dale eine Juwelen besitzen könne, welche Eveline Grant auch nur eines Blickes würdigen werde

Zweiundzwanzig st es Kapitel.

Ohne durch ihre Ungläubigkeit sich abschrecken zu lassen, schloß Hazel ihren Koffer auf, nahm inen geschnitzten Ebenholzkasten daraus hervor, welchen sie mit einem kleinen goldenen Schlüssel, der an ihrer Uhrkette hing, öffnete und trug denselben zu Jessie hin.

Miß Randolph stieß einen Schrei der lieber« raschung und Bewunderung aus, als sie den glänzen­den Inhalt des Kastens erblickte. Die reichste Mode­dame würde es nicht verschmäht haben, sich als Eigentümerin solchen Schmuckes zu bekennen.

Diamanten, Rubinen, Perlen und Smaragden leuchteten in allen Farben des Regenbogens aus ihrer goldenen Fassung hervor. Ein Halsband von Brillanten, mit dazu passenden Armbändern, eine prachtvolle Broche, Ohrringe von Solitären und ein prachtvoller Ring mit einem großen weißen Steine, aber die Krone des Ganzen war ein in Silber ge­faßter Diamantstern, aus deffen weißer Fassung die reinen Steine in strahlendem Feuer hervorglänzten.

Endlich erhob Jessie ihre bewundernden Augen zu Hazel, welche sie mit gespannter Aufmerksamkeit beobachtete.

^Und Sie haben wirklich alle diese Schätze stets in Ihrem Koster mit sich geführt, Hazel?" fragte fie

,Ha", erwiderte diese ruhig.

Wie unvorfichttg von Ihnen' Sie hätten für diesen kleinen Schatz von Juwelen bestohlen ja

ermordet werden können, Kind. Wie kommen Sie zu denselben, und weiß Dick darum?"

Sie gehörten Mama! Obgleich einsam und un­glücklich, war sie doch nicht arm", antwortete Haze und setzte hinzu:Natürlich weiß Mr. Randolph nichts von dem Schmucke. Ich dachte nicht mehr daran, ihm davon zu sprechen, wie ihm zu erzählen, daß ich Kleider, Spitzen und Bänder habe "

Ich werde es ihm sagen, und Sie müssen ihn dieselben nach der Bank schicken lassen, um dort aufbewahrt zu werden. Es ist gefährlich, fie hier zu behalten."

Wie Sie wollen," sagte Hazel.Aber erst lassen Sie uns etwas für Miß Grant aussuchen"

Sie sollten vielleicht lieber nichts von diesen schönen Sachen verschenken, welche Ihre Mutter Ihnen gegeben," wendete Miß Randolph ein.

Mama würde nichts zu schön und kostbar für Mr Randolph's Braut gefunden haben, ebenso wenig wie ich," erwiderte sie, indem fie den Brillantstern herausnahm.Glauben Sie, daß er ihr gefallen würde?" fragte sie.Er ist das Kostbarste und Schönste von Allem."

Nein, nein, Sie müssen ihn ihr nicht geben, Hazel!" rief Miß Randolph fast erschrocken.Sie verdient es nicht, denn sie war hart und kalt gegen Sie. Außerdem können Sie denselben selbst brauchen, wenn Sie erst in Gesellschaft gehen. Packen Sie den Kasten wieder fort und kaufen irgend einen Nippesgegenstand für Eveline."

Aber Hazel bestand auf ihrer Freigebigkeit, und ließ weder durch Zureden noch Schelten sich von ihrem Vorhaben abbringen. Sie war zu fest in ihrem Glauben, daß nichts, was sich in ihrem Besitze befand, zu gut für Richard Randolph's Braut sein könne. '

Er wird an dieser Gabe erkennen, wie hoch Mama und ich seine Güte schätzen", sagte sie mit gebrochener Stimme und Thronen in den Augen. So wurde denn kurz vor dem Hochzeitstage das Geschenk, von einem freundlichen, herzlichen Glück­wunsch begleitet, an die auserwählte Braut abgeschickt.

Es war gut, daß Miß Grant sich allein befand, als sie dasselbe erhielt, denn hätte sie einen Geist gesehen, so hätte sie nicht mehr erschrecken können, als beim Anblick von Hazel's Gabe

Von Hazel Dale! Von Hazel Dale!" stieß sie hervor, und bleich und entsetzt, den Schmuck in der Hand, stürzte sie die Treppe hinauf nach der großen Bodenkammer, wo, wie John Stubbs ihr gesagt, das Bildnis, das Gesicht gegen die Wand gekehrt, hing.

Sie hatte dasselbe bereits vorher gefunden, und deshalb trieb es sie so unaufhaltsam, es nochmals anzusehen, denn sie erinnerte sich, daß jenes Gesicht auf dem Bilde, welches Hazel Dale so auffallend glich, einen Brillantstem in den braunen Locken hatte.

Sie verglich den Stern, welchen sie in der Hand hielt, mit jenem in den Locken des Bildnisses von Arnold Grants verschollener Gattin Sie waren identisch.

Gütiger Himmel!" murmelte sie verzweiflungs­voll.Der alte Kutscher hatte Recht. Eine solche Ähnlichkeit konnte nicht zufällig fein! Der Stern ist eine Bestätigung, und wenn ich ihren wahren Namen wüßte, würde vielleicht das letzte Glied in der Kette der Beweise gesunden sein, daß sie das Kind und die Erbin Arnolds Grant ist. Weiß fie ahnt sie die Wahrheit ? Vielleicht hat sie mir )en Stern geschickt, um mir zu drohen ober mich herauszufordern!"

DreiundzwanzigsteS Kapitel.

Nachdem Eveline das Bildnis wieder umgedreht