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4 Akt«

1891: 8 Uhr:

rin vor» Ifid statt.

Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marvmg und Archhain. - Illustriertes Sountagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Äug. Koch.

M 287.

Erstes Blatt

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Lrdlandssahrtrn veröffentlicht wurden, erweist sich

«ism Seiner Majestät deS Kaiser- und König-

rum.

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/ 95* betrachtete es als einen glücklichen Zufall für V «;?öeren Schönheiten des Tages, daß die Trauer '/«1 verbot, sich zu putzen und an den Tanzver- 't* iJh z^vgen teil zu nehmen, da sie sicher im Ball- ' i ^ben Preis der Schönheit davongetragen haben

gab demnach auch noch andere Leute außer

Herzen geerntet leichten Anfluge

auf dem Sande

ein.

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Kleine« [7226

Während Sie Rosen und haben", erwiderte er mit einem von Spott.

Er zog sie auf ihren Platz nieder und nahm das Buch auf.

war eine rechte Thorheit von Dick, sich ein ^ldel aufzubürden, über deren Leben ein Ge- *®ni§ schwebt. Gott weiß, wie das noch enden ti', dachte sie

'Son jetzt an durfte Hazel ihre Spaziergänge am ^rnde nicht mehr allein machen, auch hätte sie es gewagt, da es ihr jedoch peinlich war, stets wlw zu begleiten, und die Dritte abzugeben, wenn A mit irgend einem ihrer vielen Bewunderer am ^°nde lustwandelte, so zog sie es vor, aus ihrer gieren Zurückgezogenheit herauszutteten und hin ^wieder die Begleitung eines der Herren anzu- welche sie vor nicht langer Zeit so stand- ^abzulehnen gepflegt hatte.

freilich hatten die Spaziergänger jetzt den Haupt- Z lür sie verloren, seitdem sie nicht mehr ihren Warnen Bettachtungen am Sttande der dunklen, "Dien See nachhängen konnte. Einige der elegantesten E« Herren sah man jetzt stets an ihrer Seite Sonnenschirm und ihr Skizzenbuch tragend, ^ ba ihr der eine ebenso gleichgilttg war wie der und sie die Aufmerksamkeiten des einen ^»freundlich entgegennahm, wie die des andern, C ste bald für eine schlaue kleine Kokette, und

«lesen wurden. Unsere Annahme, daß der lkönig von Dänemark bei seinem Berliner

«8 unrichtig. Der Titel der jetzt (Verlag von E 6. Mittler und Sohn in Berlin) vorliegenden sfublikation lautet:Die Stimme des Herrn au dm Wasser». Schiffsprediglen sür die Nordland»-

3 Akt« iO Ptz. 20Pfg, rstellu«; asie von Uhr oi (7266 bett

eine kleine Kokette sich Hazel entwickelt habe, und daß er nur ein angenehmes töte ä töte stören würde, wenn er ihr nachginge; allein er hatte nicht darauf hören wollen, und jetzt sah er die Folgen, er hatte zwei Liebende überrascht, wie er sich mißmutig ein­gestand.

Aber noch ehe seine Stirn sich geglättet, wendete Hazel rasch den Kopf und sah ihn. Mit einem Ausrufe des Entzückens sprang sie auf.

Mr. Randolph!"

Ihre beiden kleinen Hände streckten sich ihm entgegen, ihre dunklen sprechenden Augen blickten ihn so glücklich und freudig an, der junge Mann mit dem Herald fühlte, daß er überflüssig sei, ver­beugte sich mit eisiger Höflichkeit und entfernte sich. Hazel bemerkte kaum, daß er gegangen war.

,Wie blaß Sie aussehen, Mr. Randolph! Sie haben zu viel gearbeitet", sagte sie besorgt.

lel in «nbruch.

Hat jener Bursche Ihnen Gedichte vorgelesen?" fragte er kurz.Nächstens wird er mich wohl um meine Einwilligung zur Heirat mit Ihnen bitten." Wie können Sie so etwas denken?" rief Hazel entrüstet.Was kümmern mich diese dummen Jungen? Nur weil Miß Randolph sagte, ich dürfe nicht mehr allein ausgehen, sah ich mich gezwungen, mich ihrer so zu sagen als Spazierstöcke zu bedienen, verstehen Sie mich", setzte sie unter einem forschen­den Blicke errötend hinzu.

Er lachte, denn er erkannte in dieser Aeußerung eine der lustigen Phrasen seiner Schwester wieder.

Sie sah ihn mit unbefangenen, glücklichen Augen

beide» ersten Präsidenten de- Rnchtlages v. LevetzowlWert, wen» vollständig klar gestellt wttd, daß ab- und Graf Ballestrem. Ihnen gegenüber saß derlsolutistische Tendenzen bei keiner Partei im Lande zweite Vizepräsident Dr. Baumbach zwischen den IBoden oder auf Unterstützung zu rechnen haben." Minister» v. Bötticher und Thielen. Die Tafel,! In de» letzten Tage» der vergangene» Woche

während welcher zwanglose Unterhaltung ohne jeden! sind dem Kaiser die Zusotzbestimmungen zu dem polttischen Anstricb gepflogen wurde, dauerte eineIkuppeleiparagraphen bei Strafgesetzbuches Stunde, woraus die Gäste in Gruppen durch den! seitens deS preußischen Justizministeriums dorgelegt Saal sich bewegten, während Kaffee hrrumg erricht Iworden, dieselben werden in unveränderter Gestalt wurde. Der Reichskanzler war der liebenswürdigste I demnächst zur Vorlage an den Bundesrat gelangen. Wirt und unterhielt sich fast mit jedem feiner Gäste, I Das preußische statistische Amt hat nun alle Detail- er vermied aber sorgfältig alle politischen Anspie-1ziffern der vor einem Jahre stattgrhabten Volks- lungen. Einzig eine Bestätigung der Mitteilung I z ä h l u n g bekannt gegeben, eine sehr fleißige und wurde gegeben, daß die HandelSverttäge am I anerkennenswerte Arbeit. Wir wollen nur bemerken, kommenden Montag an den Reichstag gelangen! daß die Bevölkerung deS Staates mit Einschluß würden. Der Verkehr der Taselgäste unter-l Helgolands die Zahl von 30 Millionen nahezu erreicht einander war der ungezwungenste, alle Partei-1 Ei sind 28 957 367 Persone« gezähltwordev, darunter unterschiede gelangten hier iu Wegfall." 114703105 männliche und 15 254262 weibliche. Gegenüber den Meldungen einiger Petersburger I Die Vorgänge, welche bei dem Prozeß Heintze an Blätter bezüglich der Auflegung einer neuen r u s -1 die Oeffentlichkeit gelangt sind, haben auch die Frage fischen Anleihe in Deutschland wttd demHamb.Ider Organisation deS Nachtwachtwrsens speziell Korresp." vo» authentischer Seite auS Berlin ge-I in Berlin wieder auf die Tagesordnung gestellt, schriebe», die seit Jahren andauernden Verfolgungen I Wenn durch die Preffe die Mitteilung geht, daß der Deutschen in Rußland seien in Berlin noch nicht! Verhandlungen, welche auf die Verbindung des Nacht- vergrffen, und einige freundliche Worte russischer Iwachtwesen» mtt der Schutzmannschast hinauslaufen, Zeitungen bedeutete» nicht den Umschwung der öffent-Ian den erheblichen Mehrkosten einer solchen Ein lichen Meinung und der maßgebenden Kreise inlrichtung gescheitert find, so erinnern dieBerl. Rußland. In Deutschland denke Niemand daran,»Pol. Nachr.' daran, daß einen der Zwecke des für Rußland seine Börse zu öffnen. Wenigsten« wäre! die nächste Landtagssession wiederum geplanten der, welcher daS thäte, mehr wie nicht gescheidt.! PolizeikofteugesetzeS die Gewinnung der Mtttel zu Bet der am Donnerstag stattgrhabten Schlußsitzung l einer beffereu und kräftigeren Organisation der Sicher- dcr preußischen Generalsynode wurde Hof-1heitipoltzei bildet. Fiskalische Zwecke werden bei Prediger Dr. Stöcker nicht wieder in den Vorstand! der beabsichtigten Neuordnung der Beittagsverhält- gewählt. DieKreuzztg." schreibt, daß infolge dessen I nisse de-Staate- und der Gemeinden zu de» Kosten verschiedene Mitglieder der strengkirchlichen Gruppeider königlichen Polizriverwaltung nicht verfolgt, der Geueralsynode auS derselben ausscheiden würden. I Ausgleichende Gerechtigkeit und Verbesserung der Die Budgrtkommisfiou de« Reich-tage- hat am! Sicherheitspolizei find vielmehr die einzigen Zwecke, Freitag die zehn ersten Titel de» Postetats ge-I welche damit erreicht werde» sollen. Unter de» nehmigt. Staatssekretär von Stephan erwiderte I letzteren Gefichtspunkt fällt auch eine dem Bedürf- auf eine Anftage: Eine neue Vorlage mit einem I niS der Gegenwart entsprechende Ordnung des Nacht- verbrfferten Tarif für Zeitungen wird aus-1 wachtwesenS im engen Anschluß an die mit der! gearbeitet und soll dem Reichstag demnächst Iübrigen Sicherheitspolizei betrauten Organe. Dies zugehen. Der neue Tarif wird da- Jnkaffo I sind in allen Städten mit königlicher Poltzeiverwal-

und die Expedition besonder» berücksichtigen,Innig die königlichen Polizeibehörden. Ts liege auch Zur Reform der Börse wird, wie e» heißt,.nicht in der Absicht, hierin eineAenderung eintreten dre Reichsregierung eine Erhebung veranstalten, die! zu lassen. Wenn sovach »eben den erhöhte» finan- vorausfichtlich folgende drei Punkte ins Auge fassen I zielten Aufwendungen in einigen Fällen der Ueber- oll: daS Termingeschäft, die Formulierung des! gang dis Nachtwachtwesens auf den Staat dieBor- iechtSverhältnisse» der Depot» und eine einheitliche I ouSsetzmig einer dem Bedürfnis entsprechenden Regelung de» Börsenverkehr» au de» deutschen I Regelung derselben bilden würde, so liege be- Sörsen. Ja einem Artikel über die Aufgaben derlkanntlich in der Absicht, den betreffenden

!onservativeu Partei schreibt diePost":!Städten durch Erweiterung ihrer Selbstverwaltung Gerade in unserer Zeit ist es von besonderem lauf dem Gebiete der Woh.fahrtSpolizei einen

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Gültigkeit hr: Preis«.

Deutsches Reich.

W. Berlin, 5. Dez. Freitag früh um 8 Uhr (et sich unser Kaiser von der Wildparkstatio» aus über Wittenberg i ach der Göhide begeben, um am Nachmittage und heute, Sonnabend, größere Ho- jagbcn auf Schwarz- und auf Rotwild abzuhallen Die Ankunft auf der Station Göhrde fand Bor- ntttog 12 Uhr statt. Dort standen die königlichen Eampageu bereit, um Se. Maj-stät und die ge- tate hohe Jagdgesellschaft nach dem königliche» Zagdschlosse zu befördern. Rach der Frühstückstafel kfelbft fand sofort der Ausbruch zur Hofjagd, welche ii einer Suche mit der Findermeme auf Sauen ichwd und in den Lützer Berge» abgehalten wurde. Hch dem Schluß der Jagd und nach der Rückkehr jm Jagdschlrsie sand am Abend daselbst sür die Jagdgesellschaft die gemeinsame Abendtafel statt, heute, Sonnabend werden wieder zwei Jagden obge- stlten, nach Schluß derselbe» erfolgt dann die WÄehft »ach Potsdam. Die Zeiiungsmeldmip, ich .Predigte» deS Kaisers" von seinen

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(Nachdruck verboten.)

Die Erbin.

liach dem Amerilanischeu von I. von Böttcher.

(Fortsetzung.)

Mrs. Randolph, welche entdeckt hatten, daß Miß! haben, und sie waren in ihrem Rechte. Er gehörte Dales feines Gesichtchen, große, dunkle Augen und zu ihnen, während sie nur geringe, aus Mitleid nußbraune Locken gefährlich waren. Sie fand Be- gewährte Ansprüche an ihn hatte, welche im Grunde wunderer in Menge, aber sie gestand sich ein, daß I Niemand von ihnen anzuerkennen beflissen war.

^6 dieser Knaben", wie sie jeden nannte, welcher! Sie nahm deshalb ihren Shawl und ein Buch "6 h - - $reö Vormundes hatte, herzlich! und setzte sich am Sttande nieder, um den freund- uberdrussig sei. I lichen Sonnenschein zu genießen und ein wenig zu

Sie gedachte seiner oft, wie er jetzt so unver-I lesen, während ihr Begleiter, für den Augenblick droffen m der heißen, staubigen Stadt bei der Arbeit ihre Reize vergessend, eifrig im Herald nach den saß, und die ^age, wo sein Journal ankam, waren neuesten Wahlberichten suchte.

te ° Jod dasselbe mit wahr-1 Eine namenlose Traurigkeit hatte sie befallen,

haft andächtigem Eifer und schlug auch nicht eine! Abwechselnd blickte sie auf das Meer, und dann Zeile über, denn obschon er nicht alles geschrieben,! wieder auf ihr Buch, eine Blumenlese der besten so hatte er es doch geprüft und gutgeheißen. Mit! Dichter, allein für beides mangelte ihr heute das der Zett nahm ne em sorgfältig verborgenes Interesse Interesse. Ihre Augen hatten von Weitem das an der ^fur die Dichter reservirten Spalte, denn ein! Dampfboot erblickt. Würde er kommen? War er neuer Schriftleiter war unter dieser glänzenden! schon bei ihnen im Hotel? Ob er sie wohl vermissen Versammlung ausgenommen worden, und von dem «würde? Hatte er Jessie schon gefragt, wo sie war? ^bdakteur warm empfohlen. I Wie lang erschien ihr die Zeit, seit der Dampfer

Aber sosehr sie auch im Geheimen ihren HeldenIgelandet. Würden sie denn nicht schicken, sie holen verehren mochte, so war er fern, und sie war ge-Izu lassen? Eine sonderbare Empfindung von Stolz nötigt, die Aufmerksamkeiten und den Schutz jener I und Schüchternheit trieb sie zu dem Entschlüsse, lieber Alltagsjünglinge anzunehmen, welche sich gedrungen! zu sterben, ehe sie sich ihnen ungerufen aufdrängen fühlten, sie zu umflattern. wollte.

Einundzwanzigstes Kapitel. L Sie wußte nicht, daß diese Aufregung ihre

| Augen glanzender gemacht und ihren Wangen eine

C8 »ar Oktober und der Wind begann rauh! wärmere Farbe verliehen, aber ihr Begleiter, welcher u!~ , über das Meer dahin zu streichen. Sie »hinter seiner Zeitung einen Seitenblick auf sie ge­rüstete sich zur Heimreise, und Dick wurde erwartet, I morsen, erklärte sie innerlich für verteufelt hübscher, um Üe aitzuholen. I wie er sie je gesehen. Und gerade in diesem Augenblicke

An dem Tage, wo er ankommen sollte, ging I trat Jemand hinter sie, Jemand, welcher ausgegangen Hazel rote gewöhnlich an den Strand hinab. Sie! war, Hazel zu suchen, und der das schöne Antlitz < e 9ern zu Hause geblieben, um ihn zu begrüßen, I erröten und den bewundernden Blick zugleich sah. £;raU\-9erotf!ln ?nF$en entnahm sie, daß die Er hatte kein Recht zu zürnen, aber er konnte ein Fanntte dies nicht besonders zu wünschen schien. I Stirnrunzeln nicht unterdrücken.

Seme Angehöngen wollten ihn erst allein für sich' Im Hotel hatten sie ihm gesagt, als was für

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fcfndje den Kaiser eingeladen habe, der bevor- Hmden goldenen Hochzeit in Kopenhagen beiz«, j M»en, wttd derFrks. Zig." auS dänischer Quelle > M.» ichatigt. Ihr zufolge nahm der Kaiser die mündlich d Potsdam ausgesprochene Einladung deS Königs

dessen goldener Hochzeit am 24. Mai 1892, zu k auch u. a. das russische Zarenpaar und die tt<***_ ®nlgi» Viktoria von England kommen, an. Stbet das erste Parlamentär ische Diner k» Reichskanzler v. Caprivi, welches amDonnerS- M Abend stattfand, wird folgendes mitgeteilt: Sam Speisesaal war der bekannte Konzertsaal her­pichtet. Herr v. Caprivi nahm an der Spitze k Tafel Platz, an seiner Sette befanden sich die

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1890 und 1891 von D. Richter, evangelischer ldöwahl, Mprobst der Armee." Der Feldprobst ist also k Verfasser der Predigten, die vom Kaiser nur

mehr als ausreichenden Ausgleich zu bieten. In Meißen hat der bekannte Führer der sächsischen Konservative», Kammerherr v. Friese», Mit­glied des Reichstages, am Sonnabend eine Rede gehalten, auS welcher da» Meißener Tageblatt einen Auszug bringt. Danach forderte Herr von Friesen den Ausschluß aller Elemente, die nicht der christ­lichen Religion angehören, von öffentlichen Aemtern und begründete das tote folgt: Die Juden gehören nicht in unsere Schule, nicht an den Richtertisch^ nicht in die Anwaltkammern. Wir können nicht Leute brauchen, die auf anderem sittlichen Boden stehen, nicht wir, sie scheiden sich auS. Deswegen fort mit de» Juden. ES ist ein Unding, daß ein Jude dem Christen den Eid abnimmt, ihn schwören läßt, an waS er selbst nicht glaubt. lieber den Besuch, de» Fürst BiSmarck der Hauptstadt des Herzogtum» Sauenbing abstattete, wird derKöln. Ztg." noch geschrieben: Der Fürst hat sich nur wenig verändert. Vielleicht haben die Augen etwas von dem mächtigen, durchdringenden Blick verloren, der ihnen srHer eigen war. Auch schien sein Auf­treten weniger fest und militärisch zu sein, waS sich besonder» in einigen nervösen Bewegungen der Hände kundgab. Im Uebrigen aber war die Rüstig­keit bewundernswürdig, mit welcher der greise Mann die steilen Stufen deS Salonwagen» hinabstieg. Graf Herbert Bt»marck erschien voller und ftischer al- früher. Der Fürst vertauschte bald die Mütze mit seinem historischen Kürassierhelm und schritt zum Denkmal Kaiser Wilhelms I. ES war ein Anblick, der allen Umstehenden tief zu Herzen ging, als der greise Staatsmann vor da- Denkmal trat. Die Hände in einander legend, schaute er lange zu dem Standbild empor und nicht viele mögen es ver­nommen haben, wie innig der Ausdruck war, ben er nach längerem Schweigen in die drei langsam gesprochenen Worte:Der alte Herr!" hineinlegte. Altdanu zog er ein Lorgnon auS der Tasche, um die Züge des ehernen Bilde- besser sehen zu können. Da« Denkmal gefiel dem Fürsten, wie er seiner Umgebung gegenüber äußerte, sehr gut, nur habe der Kaiser im Leben freundlicher ouflge* sehen. AuS Deutsch-Oftaf rika wird gemeldet, daß die deutsche Schutztruppe jetzt möglichst konzentiiert gehalten und die kleinen Stationen eingezogen worden nd. Ueber die politischen Verhältnisse des Hinterlandes tnb durch die Expedition des Leutnants v. Behr zünftige Nachrichten nach der Küste gelangt. Heber i liefe Expedition, welche über Masati nach dem Wangindolande gerichtet war, verlautet, daß Herr v. Behr in der Wakuasteppe von seinen Führern

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A «nzeigai nimmt entgegen die Lkpedition d. Blatte»,

sonne Ine «ummeen-Bureanx von Haaseustem und «vgler ____

Sonntag, 6. Dezember 1891. ^e*TnIg?0iS,S,e8etiäK3ra SfaT»-'S -3^^gaug.

Daube u. Lo. in Frankfntt a. SR., Berlin, Hannover, Pari».