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Versuche, sich von seinen Banden zu befreien, und mußte schließlich fluchend davon abstehen.

Verflucht sei er, ich werde es ihm heimzahlen, .sobald sich die Gelegenheit bietet!" gelobte er sich. I Ebenso plötzlich, wie vorher Mr. Grant, erschien «jetzt Eveline auf dem Schauplatze.

I Hinter einem Gesträuche verborgen, war sie «Zeugin des ganzen Vorganges gewesen.

Ihr Gesicht glitte vor Zorn und verderblicher Leidenschaft, als sie sich über den am Boden liegen» Iden Mann beugte.

Sie brauchen mir nichts zu sagen, ich sah alles!" rief sie hastig aus. ,Haben Sie ein Messer m der Tafche, John? Ich will Sie von diesen Banden befreien und dann nach Hause eilen."

»Ich habe ein Messer in der Tasche, Miß Eveline, ziehen Sie es heraus und schneiden Sie diese Shawlfetzen durch."

In fliegender Hast gehorchte Eveline. und bald schüttelte John Stubbs seine Feyeln ab und war frei, seine schöne Befreierin mit Danksagungen überschüttend. M

Es ist uns abermals mißlungen, John", sagte sie niedergeschlagen.Wann werden Sie dies Mädchen endlich für mich unschädlich gemacht haben?" i

Ein grimmiges Grinsen verzerrte die Züge des 1 Schurken, als er murmelte: :

Schwerte de» Ritter» folgte. Diese Bewegung aber wurde wesentlich veravloßt durch den iüufzig- jährigen Bürgerkrieg unter Heinrich IV. und V., der die Scheidung von Krieger- und Bauernstand vollen­dete und gleichzeitig den Bürgerschaften der Städte das erste Zeichen ihre» politischen Erwachens geben ließ. Der Kamps traf da» Königtum tötlich und verhalf dem mit der Kirche Verbündeten Fürstentum zum Siege, aber er hatte beide Teile gezwungen, die Zahl der Vasallen ins »ngemefftne zu mehren, immer weitere Besitzungen zu Lehen auSzuihun und in ganz entsprechendem Maße die eigenen Einkünfte zu mindern. Beiden Teilen drängte sich die Ueber- zeugung auf, daß man zwar eine Fülle ritterlicher Diener erworben, dagegen die Mittel zur Bestreitung des Lebens im Frieden eingebüßt habe. Es galt nunmehr, neue Mittel für den Unterhalt flüssig zu machen, um sich politisch behaupten zu können, und allerorten begann man alsbald nach Kräfte» dafür Sorge zu tragen, und insbesondere die Urbarmachung ä»her unbekannter Landesstriche, die Lichtung der Valdbestände veranlaßte nordwestdeutsche Fürsten »ereits zu Beginn des 12. Jahrhunderts auswärtige Kräfte heranzuziehen, welche durch neue Zuthaten und Zinsen die abhanden gekommenen ersetzen sollten, und die hierbei gemachten Erfahrungen führten ein Menschenalter später dazu, diese Unternehmurgen politisch zu verwerten. Als die siegreichen Slaven- käwpfe Heinrich» d. Löwen den deutschen Macht­bereich erheblich erweitert, berief der Graf Adolf II. von Holstein Ansiedler au» Westfalen, Holland und iriesland nach dem neugewonnenen Wagrien und gleich ihm füllten die neuen Grafen von Ratzeburg und Schwerin ihre Landschaften mit Kolonisten gleicher Herkunft. Roch bedeutsamer jedoch waren die Leistungen Albrecht» dis Bären. Gezwungen, das Herzogtum Sachsen dem glücklicheren welfischen Rivalen zurück-

lung, die Zertrümmerung der avarischen Großmacht gliederte da» Donauland 6t» nach Pannonien hin dem deutschen Reiche al» deutsche Ostmark an und leitete desien Regermanisation ein, allein die Auflösung de» karolingischen Reiche» und die neuen Aufgaben, welche dem nach hundertjährigem Kampfe neu« gefestigten deutschen Königtum aus der Uebernahme der Kaiserkrone erwuchsen, ließen die deutschen Grenzen im Osten zwei Jahrhunderte lang nur geringe Fort­schritte machen. Selbst die in dieser Zeit neu­gewonnenen Marklande an der mittleren Elbe wurden erst wstklich deutsch, al» der Strem der Einwanderung sie im 12. Jahrhundert traf und der Pflug der deutschen Bauern im Verein mit der Arbeit der Handwerkers und Kaufmann» in den Städten dem

Gut, es ist nur diese: Wer ist das Mädchen? Sie ist keine Dale, wie sie sagt. Es schwebt ein Geheimnis über ihr. Haben Sie keine Ahnung?"

Nein; aber sie ist natürlich von niederem Herkommen. (Fottsetzung folgt.)

Wenn Sie mir zuerst freie Hand gelasien hätten, so würde ich es ihr schon so besorgt haben, daß sie Niemand wieder im Wege gewesen wäre."

Eveline wurde geisterhaft bleich und schauderte.

Still. Deuten Sie so etwas nie wieder auch

empörtem Tone aus, worauf ihr Werkzeug ver­drießlich antwortete:

Das ist leichter gesagt, als gethan. Ein leben­des Wesen vor seinen Freunden verborgen halten, die es überall suchen, und noch dazu die unver­schämten Detektivs, welche ihre Nasen in alles stecken. Angenommen, Sie hätten Ihre Zustimmung zu meiner Weise gegeben, als Sie mich hierher beriefen. Nun, was weiter, ich hätte sie dort hinab­geschickt", mit einem bezeichnenden Blicke auf das Meer, um ihrer Mutter Gesellschaft zu leisten, und kein Hahn hätte danach gekräht."

Ich verbiete Ihnen, solche Reden zu führen! Halten Sie mich für eine Mörderin?" rief Eveline streng.Aber wir dürfen hier nicht zögern, sie werden bald zurückkehren. Gehen Sie, John", und dabei drückte sie ihm eine gefüllte Börse in die Hand.Ich werde Ihnen schreiben und Sie wissen lassen, was ich zunächst beschließen werde. Aber Sie dürfen sich nicht wieder als Stümper erweisen."

Wt öiuuime gaoen sich ol» letzt ruhtg

Udnhalten. Mit Garsza, dem Häuptling der Balis, W Dr. Zintgraff einen Vertrag abgeschlossen. Kairo wird gemeldrt, daß die von Major von

Das würde ich auch nicht, wenn man mich nur gewähren ließe", brummte er.Danke für das Geld, Miß Eveline. Ich bedaure, daß es uns miß­glückte. Ich that mein Bestes, aber Sie sehen ja, es ist immer einer unterwegs, um nach dem Mädchen fthen, und es ist schwer, sie wegzuschnappen. Einen Augenblick noch, Miß Eveline, sie kommen noch nicht ich habe eine Frage an Sie zu richten."

Schnell dann; man darf mich nicht hier mit Ihnen finden."

Dezbr. c, ntin. nd. se.

An den geschäftlich en Teil schloß sich dann ein überaus anziehender Vortrag de» Herrn Professor Frhrn.vo» der Ropp überDeutscheKolonien im heutigen Deutschland" an. Der Bor- tragende ging au» von der Erwägung, daß das deutsche Volk bis auf die jüngste Zett hinab sich um die Erhaltung des Deutschtums der freiwillig oder unfreiwillig von ihm losgelösten Volkssplitter wenig oder gar nicht bekümmert und abgesehen von unser» Tagen lediglich in dem späteren Mittelalter koloni­sierend dauernde Erwerbungen gemacht habe. Das Zeitalter der sogen annten Völkerwanderung mit seinen germanischen Staatengründungen aus dem Boden de» römischen Weltreichs hatte die größte I Einschränkung des geographischen Begriffs Deutsch- 1 land zur Folge, die ihm überhaupt jemals zuteil geworden. Während jene neuen Staaten autnahms l°» der überlegenen Kultur des Süden» erlagen und der Romanisierungsprozeß auch im fränkischen Reiche 1 bi» um die Mitte des neunten Jahrhundert» nahezu die heutige Grenze erreichte, war im Norden und Osten der Slave, im Südosten der Avar in die von den Ausgewanderten preisgegebenen Sitze ein­gerückt, sodaß alles Land östlich der Elbe, Saale, Regnitz, Donau und Ens sich in undeutschen Händen befand. Mit Karl d. Gr. beginnt freilich die Wand-

(Nachdruck verboten.)

Die (Erbin,

Aach dem Amerikanischen von I. von Böttcher. (Fortsetzung.)

I deutsche Volk wie gegen die Magyaren, wenn sie Imit wenigen Ausnahmen die gewaltsame, gegen die ungarische Verfassung und die bestehende» Gesetze

I durchgeführte Magyarisierung der nichtmagyarischen I Völker Ungarns */» der Bewohner des Lande» I vor allem der Deutschen todtschweigt. Der nächste »Krieg wird zeige», weche Früchte dies System ge- I zeitigt hat! Tie Erbitterung hat bei Slaven und I Rumänen eine furchtbare Höhe erreicht. Die Marburger Ortsgruppe hatte im vergangenen Jahre, Izum Teil well die erwartete Unterstützung der an­deren Ortsgruppen der Provinz auf blieb, zu große Ausgaben gehabt und es blieben daher nach Ab­führung eines Drittels an die Hanptkasse nach Berlin nur noch Ivv Mark für den Bau des neuen Lehrer- Seminar» in Hermavnstadt und 250 Mark für ein von nächstem 1. April an laufendes Stipendium für einen ausländische» deutschen Studierenden un­serer Hochschule zu verwilligen übrig. Die Mit­glieder brachten außerdem 45 Mark durch kleine Gaben für Weihnacht! bescheerungen unserer deutschen Schulkinder in je einem Torfe Nord-Mährens und Süd-Tirol» zusammen. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt.

nnr müssen eilen, zu unseren Freunden zurückzu- kehren, die gewiß in großer Sorge um Sie sind, auch muß ich emen Haftbefehl für den Schurken aus­stellen lassen und fehen, daß derselbe vollstreckt wird."

Er nahm ihr Skizzenbuch vom Boden auf und bot ihr dm Arm. 1 i

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Stubbs, welcher schon begonnen hatte, sich zu erholen, aber dies schlauerweise verhehlt hatte, sah ihnen angstvoll nach.

2dahrheit begründen? Sehe ich wohl aus, als könne ich einem solchen Scheusal verwandt sein?" .. Kind, Ihrem Aeußeren nach könnten Sie dre Achter eines Fürsten sein, wenn wir in unserem republikanischen Staate solche hätten", erwiderte er eik e haben alle Anzeichen vornehmer Geburt und Abstammung, während dieser Kerl", John Stubbs noch einen verächtlichen Fußtritt gebend, ^der früher wem Kutscher gewesen, der Hefe des Volkes angehort. Sie, Miß Dale, stehen himmel- hoch über ihm. Das unerklärliche Geheimnis, welches seiitm Verfolgungen und seinen Ansprüchen

doch, bitte. Der Shawl war nicht der °e wert", sagte sie, und dann fühlte er plötzlich, zwei flehende kleine Hände seinen Arm ergriffen, » begegnete dem Blicke zweier thräuengefüllten die sich bittend zu den {einigen erhoben, ^?«nb Hazel eifrig ausrief:

Sefii? L?,r" ®ront' fthen Sie das rohe, tierische N dieses Mannes an, und sagen Sie mir, ob »wglich wäre, daß seine Ansprüche an mich sich

.Nein, tot ist er nicht, aber von dem Schlage «e^ubt", sagte Mr. Grant.Ich denke eben darüber --- R, wie ich mich seiner hier so lange versichern

.bis ich sie zu Mrs. Randolph gebracht und »ntge Polizisten hierhersenden kann, um ihn fest A M npflttiort " 7 11

Na, das muß ich gestehen", brummte er,von meinem früheren gütigen Herrn niedergeschlagen und wie em Hund gebunden zu werden - zwar verdient habe ich es, und selbst noch mehr. Wenn Mr. Grant wußte, was er mir noch von früher R öu verdanken hat, würde er es nicht bei diesem haben bewenden laffen, sondern mich gleich totge- fthlagen haben. Aber was fange ich jetzt an?! will"i/liebe?darttt verfaulen^'°als^de?'J0 ^ ^4 einen Wink an! Kein Haär Um hübschen Miß Eveline" zu verraten " mit meine1 Willen gekrümmt werden.

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.Vielleicht wird er nicht so bald wieder zu sich

Mmen", bemerkte Hazel. m . --ö7-o ~..v «iq^uuicii

LDarauf möchte ich mich nicht sicher verlassen" liegt, werden wir hoffentlich

^widerte er finster. ,^Jch dachte eben daran Sie ro°-rotr 9n öesangen haben, erfahren. Aber » Ihren 6ü6» eiS iu tot" 6? »' ftS " .....- - " *

T4 roenn ich ihn in breite Streifen zerreiße, könnte

?4m damit Hände und Füße binden, so daß es selbst wenn er sich erholte, unmöglich wäre, vom Fleck zu rühren."

, Lie reichte ihm den Shawl, welchen sie über ^Arm trug und er zerriß ihn hastig und band

Aetttsches Leich. i Wißman» in Egypten angeworbenen sudanefischen I des evangelischen Glaubens in Rußland und Ungarn

W. Berti«, 3. De,-Mb.-, 8m «iw-°ch »°r, «5^ Ä®»eS Ä.tt $n|fe «---hi.-ta Um-ch. d-, *S «ehitete Se. M-j-M >« ,»nS4B Sato ,u VtoJlTÄ

S J16eiäto4,««111 ?'«6ee Md dem Mal-ti-siebe- d> Ki-fthha,,« in

labinetS. Spater empfing der Kailer den -Oberst-Iden ersten Monaten des Fabres 1 rqi hn_ b««ft?at@melbe"te ii/*'!?« ^Wieder-Beamten der Nku-Guinea^ompagnie: Der General- klb t% U 1 Uhr hatten die Direktor Ed. Wlßman», die Kaufleute Friedrich

^mnS Freibnrn MarlwI^^ des Auswärtigen Jäger, Heinrich Christer und Konrad Ritzer, del öreihcrrn Marschall v. Biederstem, den I Bureaubeamte Untern!fitier ßurt Moi q.

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Kayser, den Legattonsrat Weinlaud. Außerdem find gestorben: Der Gerichts Rettig und de» Afrikareisenden Herrn Oskar I Vollzieher Saugwaak, der Tabakpflanzer Sutt und Borchert:c. mit Einladungen zur Mittagstafel be-lder Kapitän Weller, letzterer auf der Fahtt der SWneiftaT T ^teu&cn toitb °m Esmeralde, Von M.ve-Jnsal nach Eurrpa/ Getödtet

Donnerstag dreier Woche m Berlin erwartet, um l wurden der Stattonsbeamte B v Moisv in der d-- Kaiser,» Fliedrich, zu besuchen Franklin-Bai und der Arbelleraufs,her Ludnttg Müller wd dann mit dem Kaiser den Hoftagden in der! bei Hatzßldthafe». Ertrunken ist der Kaufmann ? - "« , " Bismarck Mgst rnlverwaliung starben im Januar in Finschbaken der LIL b.- Gtochmichmi»« apen. |

nn man ihn mit aller Politik verschone» würde. I I

b«finde sich in seinem Tuikulum äußerst del Jesse«-UgfflM.

glich und geniefe in vollen Zügen die Ruhe des! Marburg, 3 Dezbr Am Moowo hon qn I Er stehe nur auf der Defensive und ver- November, hfi.TDn/grum bed

eßn wa» ferne ftühere Polit-k und Allgemeinen Schulverein» zur Erbal f^e Verwalmng angreife. Im Uebrige» wäre e» tung des Deutschtums im AuSlande ib e ' wenn man ihn möglichst in Ruhe ließe. I wirterliche Hauptversammlung im Quenttnschen Saale I vudg-!!ammill,°» d-S R-ichstagk« 5,1,6. So.66nb,S,n MTlS!

«* T-il d.- «tos Möffnto di, «-,,-mmta»,, i»L »niL Reich^amls des ^»nern angenommen. Dabei wurden I über die diesjährige Thätigkeit des Verein« und hrrl «Ach-, ftaff-i» li- »--t-ffmto, O-i-LL MU to,m «s

Wöchentliche Beilagen. Kreis-Blatt für -ie Kreise Marburg «n- Mrchhatn - Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Martt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Marburg, sowie dieAimoneen-Buttaux von^asrnstein linbÄtMln

Freitag, 4. Dezember 1891. Dtofie inFrantturt'^Ber^Mw^m u^In ß! XXVI. Jahrgang.

____________________ Daube u. To- in Frankfurt n. M-, Berlin, Hannover, Pari«.

tarmßmuieln ao farbige Solbmen der krtsnlichm I demueg habe. Im Innern sei er beitobt Nlltimml i

iburg em Belicht etngegangen, wonach die selb und auf da», was unS einige bi^weiie Die Lerhaltnisse daselbst zufriedenstellende sind. Drei! Lage der Deutschen anüerbalb h,r J

^rundete Stämme, die Bafrens, BamuvdaS und lein Viertel des deutschen Volke» ist banMab/iu ,°«e» re,che «.ftgesu-nle tui-mdt, tob z-hr Wimmer «roK, »w toLbtite

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fiötf. dition 2 Mk-, bei allen Postämter» 2 Mk. 25 Psg.(erN. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile _______________ 10 Pfg-, Reklamen für die Zelle 25 Pfg.