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Wöchenlliche Bellagen: Kreis-Blatt für die Kreise Mardurg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
M 282.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Dienstag, 1. Dezember 1891.
Anzeige« nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler mFrankfurt O.M., Caffel, Magdeburg «.Wien; RudoN Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ». L. Daube «. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
XXVI. Jahrgang.
Bestellungen für den Monat Dezember auf die
HimM. -Zeitung
«bst Amtlichem Kreisblatt für die streife Marburg und Kirchhain sowie Illustriertem Sonntagsblatt werden von allen Postanstalten, Landbriesträgern sowie ton unserer Agentur Herr Buchbinder B. Rindt in Kirchhain und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen.
Deutschlands Starke.
Au» dem amtliche» stenographischen Bericht über die Rede deS Reichskanzler» von Caprivi im Deutschen Rlichstage find nachstehende wichtige AuSsührungen wu besonderem Interesse und wir geben sie de» halb im Wortlaut wieder: »Man hat in der Welt sich jrtzt vielfach gewöhnt, Armeen nach ihrer Zahl zu schätzen, da» ist auch wieder für Zeitungsschreiber -nd Leser ein bequemes Mittel; e» rechnet da einer ter: die Franzosen haben 5 400 000 und ihr habt bloß 4500 000, folglich seid Ihr schwächer als die Franzosen, folglich beunruhigt euch. (Heiterkeit.) So liegt die Sache nun doch nicht. Für die Leistungen einer Armee wird im Anfänge eine» Krieges immer die Qualität der Truppe da» Entscheidende sein, wd erst wenn er zur Verteidigung des eigenen LodenS in die Länge gezogen wird, wenn er zu einem Krieg aufs Messer wird, dann wird auch die Quantität der Truppe nach und nach zur Geltung lammen. Ich glaube nicht, daß unter den lebenden Heerführer» einer da ist, der im Stande wäre, diese Massen, mit denen zu rechnen man sich jetzt gwöhrt hat, zu ernähren, zu bewegen und zu ge- »einsamen Schlage zn führen. DaS ist bei solchen Zahlen ausgeschlossen. E» hat also diese Zahl an stch, selbst wenn sie auS lauter guten Soldaten zusammengesetzt wäre, ihr Bedenkliche». Dieses Bedenkliche steigt nun aber noch, wenn man die Qualität dieser so und soviel Millionen — denn unter Millionen rechnet kein Staat mehr, der etwas auf sich hält — wenn man die Qualität dieser Soldaten «rfieht. Meine Herren, er ist ja nicht» leichter, wenn Frankreich em Gesetz giebt, worin es mehrere VlerSklaflen wehrpflichtig macht und seiner Armee
(Nachdruck verboten.)
Die Erbin.
Rach dem Amerikanischen von I. von Böttcher.
(Fortsetzung.)
„Nun, Dein Aussehen verrät es. Glaubst Du nicht, es sei Zeit, daß wir uns über diesen Punkt verständigen? Du hast eine entschiedene Abneigung gqen meine Mündel gefaßt. Ist es Dir unlieb, »Ährend ihrer Minorität und so lange sie unter «einer Vormundschaft steht, sie unter Deinen Schutz M nehmen? Widerstrebt es Dir, so sage es offen."
Sie schwieg und überlegte. Was half es ihr, «mn sie sich gegen Dick auflehnte, der, wenn es darauf ankam, ebenso fest und halsstarrig sein konnte ®w sie. Warum nicht nachgeben?
. «Und wenn ich mich weigerte?" fragte sie, ihn forschend ansehend.
„Das Haus gehört Dir. Solltest Du es ab- lchnen, meinen Schützling darin aufzunehmen, so ?uß ich mich nach einem vorläufigen Unterkommen ftr sie umsehen, bis — bis nach meiner Heirat, 180 sie ein Heim bei mir und Eveline finden würde."
Sie hatte ihren Entschluß gefaßt, und den stolzen «pf beleidigt zurückwerfend, sagte sie:
„Welch' ein sonderbarer Sohn Du bist, Dick. — ob ich nicht alles thun würde, was Du von "nr verlangst — ja, selbst jenes Mädchen, auf Elches Eveline so eifersüchtig ist, will ich unter «eine Obhut nehmen. Natürlich bleibt Miß Dale d« uns, was würde die Welt wohl sagen, die schon 8enug darüber sprechen wird, wenn es anders wäre."
,Lch danke Dir, Mutter, Du hast mir eine ®®Be Sorge abgenommen", sagte er, sich nieder- j^Senb, um ihr kaltes, stolzes Gesicht zu küssen, das 'M« feiner Liebkosung einen milderen Ausdruck erhielt.
m der einen oder anderen Form einverleibt, das auch zu machen, und durch einen einzigen Akt der Gelttzgebung kann man die Sollziffer der Armee lehr le'cht in die Höhe bringen. Nur vergißt man dabei, daß diese Menschen, durch die die Armeen in die Höhe gebracht werden sollen, znm größten Teile Leute sind, die an anstrengenden BerufSartcn ihre Kräfte bereit» verloren haben, und die durch «ne fitzende Lebensweise unfähig gemacht sind, sich zn bewegen, die zum großen Teile nicht nur Väter, sondern auch Großväter find. (Heiterkeit). ES ist also dieses Rechnen mit den Zahlen nicht ganz unbedenklich, und man empfindet da» nicht blss bei uv», sondern auch in Frankreich. Man hat den An»druck dafür gefunden: la rage des nombres, die Zahlenwut. Ich meine nun, wenn ein deutscher Zeilungsleser nun in seinem Leibblatt lieft, daß an anderen Stellen mehr Soldaten aufgebracht Werder, so hat er keine« Grund, sich zu beunruhigen. So lauge die deutsche Armee so gut bleibt, wie sie jetzt und abgesehen von dem Glauben an die Führung und Leitung der Armee durch meinen Allhöchsten Kriegsherrn, durch die verbündeten Monarchen, durch da» preußische und die anderen deutschen Krieg-ministerien, habe ich den ganz bestimmten Glauben, daß eS leine Nation Europa- giebt, die sür die künftige Art der Kriegsführung fo viele vorzügliche Eigenschaften mit bringt, wie die Deutsche. (Bravo!) Mir will scheinen, daß die künftige KriegSführung immer mehr den Gang nehme« wird, daß e» auf Handlungen Einzelner ankommt, Handlungen Einzelner aber, die sich freiwillig in Masse zusammenfassen müssen. Wir werden große Gefechte, lange Schlachten in erster Linie erleben, wo nur noch wenige Offiziere da find, die wenigen werden nicht im Stande sein, ihren Willen überall zur Geltung zu bringen; dann wird fich gerade in den entscheidensten Momenten der Mann selbst überlassen sein, und eS wird sich dann fragen: hat er die Eigenschaften, um nun freiwillig fich einem gemeinsamen Impulse anzuschließen und im Wassengebrauch das Richtige zu thnn? Ich könnte diese- Beispiel auch aus andere Waffen auSdehnen, ich will mich aber damit begnügen, die» als meine innerste Ueberzeugung aus- zusprechen: eS giebt keine andere Nation, die soviel Chancen sür den nächsten Krieg in dieser Beziehung hat, wie die Deutsche. (Bravo!) Man kann, wenn man Streitkräfte vergleicht, auch nicht umhin, die Bevölkerungszahlen der Natton in Rechnung zu stellen, denn wenn ich einmal mit Ziffern rechnen muß, so muß ich zunächst fragen: wie steht eS denn
Aber trotz ihres Zugeständnisses sagte sie sich innerlich erbittert:
„Der erste Plan ist mißglückt, der nächste wird gelingen. Morgen muß ich vor allen Dingen mit Eveline sprechen."
Einer Sache war sie jedoch gewiß: Sie mußte Hazels Gegenwart eine Zeit lang ertragen, ehe ein anderer Versuch gemacht werden durste, sie zu entfernen.
„Du wirst doch jedenfalls das Mädchen diesen Winter in eine Pensionsanstalt geben?" fragte sie; indessen war sie anscheinend auf das Höchste erstaunt, als er diese Frage verneinte.
„Aber sie ist so jung. Gewiß —"
„Sie ist vollständig erzogen, dafür hat ihre Mutter Sorge getragen", erwiderte er, und Mrs. Randolph ließ das Thema fallen, indem sie ihn daran erinnerte, daß er Evelinen versprochen hatte, den heutigen Abend bei ihr zuzubringen.
,Lch werde sie nicht vergeblich warten lassen", erwiderte er fast gereizt, und feine Schwester, welche eben eingetroffen war, rief aus:
„Nimm mich und Hazel mit, DiÄ. Wir haben noch manches von unserer Reise zu besprechen, und außerdem möchte ich Hazel gern Evelinens prachtvolles Heim zeigen."
Hazel stammelte eine Ablehnung, sie wünschte nicht zu gehen, aber ihre Bedenklichkeiten wurden beseittgt, weniger durch Jessies Zureden, als durch die Furcht, den ganzen Abend mit Mrs. Randolph allein zubringen zu müssen.
Auf diese Weise wurde Miß Grant die unangenehme Ueberraschung zu teil, anstatt Dick allein, auch dessen Schwester und das braunäugige Mädchen bei sich eintreten zu sehen, welches sie als gefährliche Nebenbuhlerin haßte und fürchtete.
mit der Bevölkerungsziffer der Staaten? und da hat man die Frage aufgewoifen: wie steht eS denn nun mit dem Dreibunde? Wird der Dreibund für den Fall, der, er mag noch so unwahrschemlich fein, aber immerhin ins Kalkül gezogen werde» muß, daß unser östlicher Nachbar unserm westlichen Nachbar nicht mehr in so ftiedlicher Weise, wie in Kronstadt, die Hand reicht, stark genug fein ? Ich glaube, wir können in dieser Hinsicht ruhig sein. Wa» die beide» andere» Staaten von ihrer Bevölkerung aus europäischem Boden haben, wird ungefähr dalselbe sein, was die drei Staaten zusammen zählen. Es ist also in dieser Beziehung eine gewisse Basi» für eine Art von Gleichgewicht hergestellt; aber auch in dieser Beziehung habe ich keine Sorge, denn wir Deutsche haben einen Faktor, der uns hoffen läßt, daß, wenn eS Not wird, wir unsere Armee verstärken können; die steigende Bevölkerungsziffer gewährt die Möglichkeit, die Armee zu steigern und ich halte eS nicht für ausgeschlossen, daß im nächsten Winter die Regierungen mit diesem hohen Hause in Verhandlungen eintreten werden, tote diese steigernde Bevölkerungsziffer aulgenutzt werden kann, um aus unsere Wehrkraft entsprechend zu steigern."
DMsches Keich.
W. Berlin, 30. Nov König Christian von Dänemark ist am Sonntag auf der Durchreise in Potsdam angekommen und auf dem dortigen Bahnhof vom Kaiser unter herzlicher Begrüßung empfangen. Der König trug die Uniform seines thüringischen Ulanen-Regimente», die Kaiser AdmiralS- Unisorm. Auf dem Bahnhofe war eine Ehrenwache der Gardrjäger aufgestellt, im Hofe des Stadtschloffes eine Kompagnie des 1. Garde-Regiments. Der König begrüßte die Kaiserin Auguste Viktoria im Neuen Palai» und späterhin die Kaiserin Friedrich, die aus dem Süden nach Berlin zurückgekehrt ist. Sonntag Abend war Galatafel zu Ehren des König» im Neuen Palais, nach welcher der König seine Reise nach Kopenhagen fortsetzen sollte . . — Die Verlobung der Prinzessin Margarete von Preußen, jüngsten Schwester des Kaisers, mit dem Prinzen Christian von Dänemark, Enkel des Königs, soll beschlossene Sache sein. — lieber die geschäftlichen Dispositionen im Reichstag wird mitgeteilt: Die erste Etatsberatung wird voraussichtlich am Montag, spätestens Dienstag, zu Ende gehen. ES werden u. a. noch die Abgg. v. Hüne, v. KoscineSki und Richter reden. Er wird sich daran eine Kolonialdebatte schließen, nachdem man
Vierzehntes Kapitel
Eveline sah so hinreißend schön in ihren rauschender!, seidenen Gewändern und den funkelnden Diamanten aus, welche sie schmückten, daß keiner der Eintretenden bemerkte, wie hübsch sie rourbe, als ihre erschrockenen, blauen Augen Hazels bewundernden Blicken begegneten. Sie im Herzen verwünschend, begrüßte sie dieselbe mit anscheinend freudiger Ueberraschung. weil sie wohl fühlte, daß das Auge ihres Verlobten mit heimlicher Besorgnis auf ihr ruhte
„Mißlungen!" sagte sie sich mit bitterem Unmute, und die unschuldige kleine Hazel ließ fich nicht träumen, wie sehr diese lächelnde Schönheit sie haßte und fürchtete. Als Richard Randolphs Mündel hegte sie eine große Bewunderung für dessen Verlobte.
„Sie ist so wunderbar schön", dachte das junge Mädchen, wenn sie nur weniger stolz und zurückhaltend gegen mich sein möchte, aber das wird sich schon geben, wenn wir uns erst näher kennen gelernt haben."
Mrs. Randolphs Andeutungen, daß Eveline eifersüchtig auf sie sei, hatten sie überrascht und geschmerzt. Sie war überzeugt von der Grundlosigkeit eines solchen Gefühles und fo durchdrungen von ihrer rein geschwisterlichen Zuneigung für Richard, wie der feinen für sie, daß sie sich sagte: „Wir können chm beide, jede in ihrer Weise angehören, ohne auf einander eifersüchtig zu fein. Sie ist seine Verlobte und ich seine Mündel, in wenigen Jahren werde ich ihn verlassen müssen, um mir ein anderes Heim zu suchen, während sie für immer bei ihm bleibt "
Von ihrer Sophaecke aus betrachtete sie ihren schönen Vormund mit schüchternen Blicken und A>er- wallendem Herzen.
allseitig üb«eingekommen war. von d esem Gegenstand bei der eigentlichen EtatSberatung möglichst abzusehen. AlSdann soll die Beratung der Börsm- anträge folgen, darauf die zweite Lesung de» Kranken- kassengesetze» fortgesetzt werden. Auch die nach Angabe des Reichskanzlers in der zweiten Dezemberwoche zu erwartende» Handel-Verträge denkt man vor Weihnachten noch wenigstens in erster Lesung zu erledigen. — Da- erwartete, vor einiger Zeit angekündigte Weißbuch über den chilenische» Aufstand ist dem Reichstage zugegangen. Dasselbe ist sehr umfangreich, reicht vom Oktober 1890 bi- jltzt und enthält eine lange Reihe von Aktenstücken über die bekannten Vorgänge. — An die gesamte Radfahrerschaft Deutschlands ist ein Rundschreiben ergangen, in welchem dieselbe aufgefordert wird, dem Fürsten BiSmarck eine Huldigung darzubringe», die ou» einer Corsofahrt vor dem Fürsten bestehen würde. Hierdurch möchte die deutsche Radfahrerschaft auch ihrerfeit- dem Danke Ausdruck verleihe», de» die ganze deutsche Nation dem Fürsten Bismarck schuldet. Seiten» des letzteren ist bereits die Erlaubnis zur Darbringung der geplanten Huldigung erteilt worden. Als geeigneter Ort ist zunächst Friedrichsruh oder, falls Fürst Bismarck im Jahre 1892 einen Badeort besuchen sollte, letzterer in Vorschlag gebracht worden. Die Vorbereitungen zu der Veranstaltung werden schon in nächster Zeit von allen Radfahrer-Bereinigungen in Angriff genommen.
Strassburg, 29. Nov. Mit der fortschreitenden Jagdsaison mehren sich auch die blutigen Zusammenstöße zwischen Förstern und Wilddieben in den wild- reichen Wäldern Elsaß-LothringenS. So wurde der Förster Kleber aus ForsthauS Gewinnwald (Ober- sörsterei Pfalzburg) von Wilddieben im Walde totgeschlagen. Am selbe» Tage traf bei Dagsburg em Forstaufseher Wilddiebe im Walde vor Walscheid an, die er verfolgte, um ihnen da» Gewehr abzv- nehme». Einer der Wilddiebe widersetzte sich dem Förster und bedrohte ihn mit dem Gewehr. Bei dem fich entwickelnden Kampfe wurde der Wilddieb durch einen Schuß schwer verwunde.
Hesse« »Aassim.
Marburg. 30. Nov. Tagesordnung für die öffentliche Sitzung des Bürgerautschusses am Mittwoch den 2. Dezember, Nachmittags 5 Uhr im Rathaussaal. 1. Vorlage Über die Kanalisation und Entwässerung der Stadt. 2. Austausch von Grundflächen an dem Lahuufer bei der Gasanstalt. Be-
„Wie gut und edel er ist. Ich werde seine Güte gegen meine sterbende Mutter und mich nie vergessen. Miß Grant kann sich glücklich preisen, von ihm auserwählt zu sein."
Unterdessen hatte Jessie ihrer Freundin flüchtig alles mitgeteilt, was Hazel während ihrer Abwesenheit als Gefangene des schändlichen John Stubbs erduldet hatte.
Eveline war empört und voll inniger Teilnahme.
„Entsetzlich!" rief sie, die weißen Schultern zuckend, welche nur leicht von kostbaren Spitzen verhüllt waren, und Jessie und Dick waren höchst befriedigt über diese Kundgebung ihres Mitgefühls. Die Unterhaltung war äußerst lebhaft, von Hazels Abenteuer ging man zu dem beabsichtigten Sommer» ausflug über und Dick versprach seiner Verlobten, daß er sich ebenfalls für eine Woche frei zu machen suchen werde.
„Ich denke, daß wir in acht Tagen werden abreisen können. Ich habe Zeit genug gehabt, meine Vorbereitungen zu treffen", sagte Eveline, entzückt, ihren Willen durchgesetzt zu haben.
Nur Hazel war schweigsam und lauschte mit erregten Zügen und leuchtenden Augen dem fröhlichen Geplauder, sich gänzlich unbewußt, welch ein liebliches Bild sie in dem prachtvollen Zimmer abgab in ihrem schwarzen Sammetkleide, welches ihre brünette Schönheit so vorteilhaft hervorhob, mit ihren großen, glänzenden Augen, von langen Wimpern umrahmt, den sanft geröteten Wangen und den unwillkürlich lächelnden Lippen. Durch die Spalte einer Portiere, welche das Zimmer von der Bibliothek trennte, schaute ein Mann mit weitgeöffneten Augen nach der jugendlichen Erscheinung und schien kaum feinen Sinnen zu trauen.
„Großer Gott, ist es ein Geist?" murmelte er