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Aker ruhig arbeiten! das ist eine alte Ansicht,

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,Sie ist demnach von einem Geheimnis umgeben,

Der junge Mann blickte finster vor sich hin.

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Aber, Mr. Randolph, es muß irgend ein geheimnis­volles Komplott gegen Ihre Mündel bestehen, und dieser John Stubbs ist nur das Werkzeug einer anderen, schlaueren Person. Haben Sie gar keinen

mir nicht immer zuttifft. Kaiser Wilhelm hat den sfischen Minister des Auswärtigen, Herrn v. Gier», auf der Rückreise nach Petersburg einige Tage Berlin verweilte, in besonderer Audienz empfangen, ter Reichskanzler v. Caprivi hat mit seinem russi- Kollegen mehrere Unterredungen gehabt, es auch Festtafel» zu Ehren de» Gastes im

Natürlich gab es eine Szene", fuhr Mr Clarke tot,der Kerl wurde grob und weigerte sich, mir

ordentlich still verlaufen find, ihrem Ende. Alle Forderungen sind ausoahmslo» bewilligt worden. Im österreichischen Abgrordnetenhause hat es er­bitterte Kämpfe gegeben, weil das Hau» eine finanzielle Maßregel beschloß, mit welcher der Minister nicht einverstanden war. Irgend welche Krisen find aber nicht daraus zu erwarten. In Rom werden die Parlaments-Verhandlungen demnächst ihre» Anfang nehmen. Das Königspaar, da» längere Zeit i» Palermo auf Sizilien verweilte, hat zur Teilnahme an der Eröffnungsfeier bereits die Rückreise anger treten.

Das öffentliche Interesse in Frankreich wird durch den in den nördlichen Bergrevieren auSge- brochenen großen Streik beherrscht. Bisher find alle Versuche, den Ausstand durch Vergleich beizu­legen, erfolglos gewesen. Bor dem Pariser Appell­gericht ist gegen den Erzbischof von Aix verhandelt worden, der mit dem Kultusminister wegen des von diesem erloffenen Verbots weiterer Pilgerfahrten nach Rom in Konflikt geraten war. Der Erzbischof ist zu 800 Frk». verurteilt, also eigentlich freige­sprochen, denn eine solche Strafe spielt In einem Konflikt mit dem Staat doch gar keine Rolle. Der Pariser Pöbel hat nach dem Erlaß des Urteil» auf der Straße großen Lärm angestistet, weniger um da» Urteil zu billigen oder zu mißbilligen, als um Skandal zu machen. Die Journale behandeln die Sache als große Slaatsaffaire, die fie aber in keiner Weise ist.

In China hat eS neue blutige Christenver­folgungen gegeben, in welchen ein europäischer Missionar und mehrere Hundert eingeborene Christen ermordet sind. DaS hat denn doch endlich die Pekinger Regierung auS ihrer Schläfrigkeit aufge- rüttelt und fie zum Erlaß von Verordnungen ange­spornt, worin allen Unruhestiftern mit sofortiger Hinrichtung gedroht wird. Vielleicht hilft das etwas.

irnrnt der Hunger zu, von außen kommt infolge Ausfuhrverbote kein Geld herein, und es ist -ärlich, wenn man deshalb an der Newa ein was freundlicheres Gesicht macht, um die eigene e Lage ein wenig zu verbessern. Deshalb kam

v. Giers auch wohl nur nach Berlin; eS hat herausgestellt, daß die Franzosen nicht in der e sind, den russischen Staatskredit dauernd in die he zu bringen und dort zu halten, man würde

zu schützen"

Dreizehntes Kapitel.

Mrs. Randolph war wie vom Donner gerührt, als Hazel so plötzlich und unerwartet in das Zimmer trat. Wie vernichtet sank sie in ihren Stuhl zurück» während Jessie mit einem Schrei des Entzückens aufsprang und ihre» Bruders Mündel in aufrichtiger Freude umarmte und küßte.

Mit kalten, mißvergnügten Blicken starrte Mr». Randolph die beiden Mädchen an, aber fie äußerte kein Wort, und diese, welche für den Augenblick ihre Gegenwart vergeffen zu haben schienen, nahmen neben einander auf dem Sopha Platz, wo Hazel mit ungewohnter Lebhaftigkeit Jesfies hastige Fragen beantwortete.

.Unb der Elende sperrte Sie thatsächlich in

äeber die vielbesprochene letzte Unterredung zwischen dem Fürsten Bismarck und dem Abg. Windthorst tnd jetzt übrigens authentische Meldungen in die Oeffentlichkeit gelangt. Windthorst hat damals in ker Thal den General von Caprivi als künftigen Reichskanzler vorgeschlagen. Fürst Bismarck scheint ihn ebenfalls für seine» geeigneten Nachfolger ge­leiten zu haben.

Die Revolution, welche vor zwei Jahren in Brasilien stattfand und durch die der alte gut­mütige Kaiser Dom Pedro entthront wurde, hat jetzt ihre Wiederholung gefunden. Der Sieger von damals, der Diktator Marschall Fonseca, ist heme ohne Sang und Klang von der politischen Bühne verschwunden, nachdem er noch Ende der vorigen Woche in alle Welt hinauStelegraphieren ließ, in ganz Brasilien herrsche die vollste Ordnung, es sei keinerlei Grund zu irgend welchen Beunruhigungen vorhanden. Der Marschall hat eS aber »och viel schlimmer getrieben, als der schlimmste Minister des Kaisers Dom Pedro, und das hat endlich auch die Armee, seine bisherige treueste Stütze, aufgebracht. Er wurde höflich ersucht, sich von seinem Posten zu entfernen, und hat auch diesem Setlangen ohne Wider­rede entsprochen. Sein Nachfolger ist der frühere Vizepräsident, General Pexoto, früher ein überzeugter Monarchist, der ein streng gesetzliche« Regiment wieder eingeführt und die bisher bestandenen Aus­nahmen und Maßregeln wieder auf gehoben hat. Die Geschwindigkeit, mit welcher in Brasilien Revolutionen gemacht werden, giebt aber doch zu denken, und man kann von der Zukunft »och recht heitere Dinge er­warten.

Der deutsche Kolonialdienst hat einen schweren Schlag durch den plötzlichen Tod de» tapferen und bewährten Hauptmanns von Gravemeuth erhalten, der hn Hint erlaube von Kamerun im siegreichen Kampfe gegen einen halbwilden Stamm gefallen ist. Zu seinem Nachfolger ist der Stationschef R. Schmidt auS Deutsch Ostafrika auSersehen. Mit dem Major von Wißmann, der schon seit mehreren Wochen in Kairo krank darniederliegt, steht e» leider viel weniger gut, als man bisher annahm. Sein Leiden ist der­art g, daß vor Jahr und Tag nicht an eine Rück­kehr auf den Schauplatz feine» erfolgreichen Wirken» zu denken fein soll. Emin Pascha soll glücklich in seine frühere Provinz Wadelai zurückgekehrt sein und dort schon siegreiche Kämpfe bestanden haben. Etwas Zuverlässige» ist aber hierüber nicht bekannt.

In Wien nähern sich die Verhandlungen in den Delegationen, die diesmal angesichts der ftiedlichen Erklärungen des Ministers Grafen Kalnoky außer-

Miß Dale auszuliefern, da er ihr Vater sei und deshalb berechtigt wäre, sie bei sich zu behalten. Ich war schon im Begriff, die Polizei zu Hülfe zu rufen, als er plötzlich, obgleich ziemlich widerwillig, einlenkte und mir gestattete, sie mitzunehmen."

Er kann doch unmöglich Ihr Vater sein, Hazel?" ries Richard Randolph in bestürztem Tone aus.

Nein, nein, denn ich überführte ihn der Lüge!" rief Hazel lebhaft.Er sagte mir, sein Name sei Jonathan Dale, und daß er nie einen anderen Namen geführt habe. Dies bewies klar, daß er kein Recht auf mich besitzt. Sie wissen ja, Mr Randolph, daß mein wahrer Name nicht Dale ist, sondern nur von meiner Mutter angenommen wurde, als sie meinem Vater entflohen war, um sich dessen Nachstellungen zu entziehen Ich weiß selbst meinen Namen nicht und werde denselben nicht eher erfahren, bis ich die mir von meiner Mutter hinterlassenen Papiere gelesen habe, welche ich an meinem ein« undzwanzigsten Geburtstage erbrechen soll."

Der Mann log auch, als er sich Dale nannte", sagte Mr. Clarke,denn während,ich ihm heute nachspürte, brachte ich in Erfahrung, daß er John Stubbs heißt, früher Kutscher bei dem reichen Herrn Arnold Grant gewesen und nachdem dieser ihn vor Jahren entlasten, sich auf alle mögliche Weise seinen Lebensunterhalt verdient habe. Er wird als ein verdächtiger Charakter bezeichnet, und ich werde ihn im Auge behalten, denn er schwört, daß er au feinem Rechte bestehen wolle, was so viel heißt, all Miß Dale wieder in seine Gewalt zu bekommen "

Er warf Richard einen bedeutsamen Blick zu und rief aus:

Aber meine lange Mitteilung ermüdet vielleicht Miß Dale, welche natürlich begierig sein wird, in Miß Randolph'» Arme zu eilen."

Verdacht?"

Nein. Ich glaubte nicht, daß auch nur eine einzige Seele in Newyork von ihrer Existenz Kenntnis hätte, ehe sie an der amerikanischen Küste landete^, erwiderte Randolph verwundert.

Gleichviel, irgend eine geheimnisvolle Macht ist gegen sie thätig. John Stubbs Benehmen über­zeugte mich davon. Er ist zu einfältig, um selbst einen solchen Plan ausgeheckt zu haben. Dahinter steckt ein Anderer."

,Jch werde Schritte thun, den Schurken zur Strafe zu ziehen", rief Randolph aufbrausend, allein der Detektiv schüttelte den Kopf.

Nein, Unterlasten Sie das", sagte er. Indem wir ihm freie Hand geben, wird es uns leichter gelingen, dm Haupurheber dieses schändlichen Komplottes zu entdeckm. Wenn man erfahren könnte, wer Miß Dale eigentlich ist, würde man vielleicht einen Anhaltpunkt finden."

Das ist vorläufig nicht möglich, die Papiere, welche ihre Mutter ihr hinterlassen hat, sind ver­siegelt, unb es ist ausdrücklich bestimmt, daß die­selben erst geöffnet werdm sollm, wenn Hazel mündig wird."

weifen. Wir können für untere» Teil die Entwick­lung der Dinge ruhig abwarten. Kaiser Wilhelm jat in dieser Woche noch der Vereidigung der ! kuppen in Potsdam und Berlin beigewohnt, und ch dann zur Teilnahme am 150jährigen Jubiläum >eS Pionierbataillons von Rauch nach Torgau be­geben. Bei beiden Geleaenheiten hat der Monarch noch seiner Gewohnheit kernige Ansprochm an die Truppen gerichtet. DaS Ende der Woche brachte einen JagdauSflug nach Thüringen.

Die Sitzungen deS Reichstages find bisher im Ganzen still berlaufen; erstens bot die zweite Be­ratung der Novelle zum Krankenkaffengesetz keine Gelegenheit, sich groß aufzuregen und zweiten- war der Besuch der Sitzungm ein recht mäßiger. Es wäre sehr zu wünschen, daß sich die Reichsboten vor ihrer Wahl genau überlegten, ob sie auch im Stande find, die Pflichten ihres Mandates genau zu erfülle». Wer die Ehre haben will, darf auch die Arbeit nicht scheuen. Etwas lebhafter ging es zu bei der Beratung der Interpellation, welche die ReichLregierung um Auskunft darüber ersuchte, welche Maßnahmen fie im Jntereffe der Förderung des Handwerks zu treffen gedenke. Der Staatssekretär von Bötticher gab NamenS der verbündeten Re­gierungen eine sehr bestimmte Erklärung ab. Die Vorschriften über Submisfion-wesm, Abzahlungs­geschäfte und Haufierwesen sollen reformiert werden, eS wird auch eine feststehende Organisation des Handwerks durch Bildung von Handwerk»- und Gewerbkkammern geplant, bagegen lehnten die ver­bündeten ^Regierungen die Bildung von Zwangs- innungk» und die Einführung des Befähigungsnach­weises ab. In diesem Sinne ist also eine Aus­bildung der Gewrrbegesetzgebung zu erwarten Zu Ende der Woche wird auch die erste Beratung de» Reich-hauShalte» unter Teilnahme des Reichskanzlers v. Caprivi stattfinden, die lebhastere Erörterungen, als fie bisher stattgefunden haben, bringen wird.

Für den Fürsten BiSmarck ist jetzt ein Sitz im Reichstage definitiv belegt worden. Ob der ehe­malige Reichskanzler ganz bestimmt im Parlament erscheinen wird, steht noch nicht fest» doch ist es wahrscheinlich. Fürst BiSmarck hat seine Teilnahme an den Sitzungen von seinem gesundheitlichen Befinden in einer in diesen Tagen stattgehabten Unterredung abhängig gemacht. Bemerkenswert ist, daß auch bei dieser Gelegenheit wieder von ihm hervorgehoben ist, er denke gar nicht daran, durch sei» Erscheinen im Parlament sich wieder einen Ministerposten zu erringen ober aber von Neuem in ben Reichsdienst einzutreten.

Deutsches Deich.

W. Berlin, 27. Nov. Unser Kaiser ist am Donnerstag Abend in Schloß Hummelshain in Thüringen eingetroffen, um an den vom Herzog von AÜenbnrg veranstalteten Jagden teilzunehmeu. Dem Kaiser war ei» festlicher Empfang bereitet. Am Freitag fanden Jagden im Gräfenberger Reviere statt, an welchen der Kaiser mit den geladenen Herren teilnahm. Nach Schluß derselben erfolgte bk Rück­kehr nach Schloß HunnnelShain, wo ein Jagddiner ftattfanb. Heute, Sonnabend, wird der Kaiser die Rückreise nach Potsdam antreten. lieber die

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phoden, oder aber der russischen Firanznot um ein Wchtiges Stück abgeholfen ist. In Petersburg scht sehr starke Geldverlegenheit, im Jnlande

».-i^eichrkanzlerpalais, wie im Hotel der russischen k I « Lotschaft stattgesunden, und Herr v. GierS hat sich _____f bei allen diesen Gelegenheiten alS der höfliche und Httt lübenswürdige Mann gezeigt, als welcher er seit

, j langen Jahren bekannt ist, aber e- muß doch dahin [ Mellt bleiben, ob durch diesen Ministerbesuch der «ropäische Frieden auch nur um ein Haar breit

Wochenschau.

Wenn die Minister reifen, bann können bie

Sie versprachen meiner Mutter, daß ich Ihre Schwester sein solle", antwortete das Mädchen einfach Menscheinlich fand fie in ihrer Einfalt unb Un- _ Mld kein großes Unrecht in seinen Liebkosungen.

i war ihr Bruder, fie seine Schwester, wie er der Autler versprochen hatte, und auch ihr einziger Sreunb in dieser Welt. Sie war floh auf ihn, ütbte ihn und war von seiner Güte und seinem Helmute durchdrungen.

"06* £ Ihre Unbefangenheit verscheuchte schnell die Wolke

101*' Verlegenheit, fie ließ sich auf einen Stuhl Mer, während Richard sich mit fragendem Blicke «em Detektiv zuwandte, welcher lächelnd sagte:

Aller Ruhm gebührt Miß Randolph, welche Entführer diesen Morgen erkannte Das Uebrige M ein Leichtes Ich folgte ihm den ganzen Tag, ich endlich seine Wohnung erkundet hatte. Dort mb ich Miß Dale als Gefangene unter der Aufsicht wies reulichen alten Weibes, welches sich für deren Großmutter ausgab."

Hazel schauderte leicht, und ihre bunlelen Augen Ateten sich in stummer 'Dankbarkeit auf ihren Vormund.

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Richard verstand den Wink sogleich.Sie tst demnach von einem Geheimnis umgeben,

Messie wird überglücklich sein, Sie wieder zu dessen Schlüssel nur durch die Feststellung ihrer sehen", sagte er, sie hinausführend, bis er, an der Identität zu. finden wäre. Ich rate Ihnen, lieber Thüre des Wohnzimmers angelangt, dieselbe leise Herr, Ihr Mündel wohl zu hüten. Hier in Newyork öffnete unb Hazel sanft über die Schwelle schob, scheint ihr Gefahr zu drohen."

worauf er sofort wieder zu Mr. Clarke zurückkehrte. Der junge Mann blickte finster vor sich hin.

Ich mochte es in ihrer Gegenwart nicht sagen, Die Freude, welche er über Hazels glückliche Rückkehr weil es sie ängstigen würde", sagte der Detekttv. empfunden, ward durch Mr. Clarkes warnende "" -- - - - ...... Worte gedämpft. Ein gewisser Druck lastete auf

seinem Herzen, eine neue Sorge war für ihn ent­standen. Welche geheime Gefahr bedrohte das Mädchen, welches ihm ebenso hellig war, als sei sie seine Tochter oder seine Schwester.

Mr. Clarke, Sie muffen sich als in meinen Diensten stehend betrachten, bis Sie dieses Ge­heimnis ausgekundschaftet haben", sagte er erregt. S3or Allem lassen Sie John Stubb» nicht au» den Augen, während meine Schwester und ich darnach trachten werden, Hazel Dale vor seinen Anschlägen

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Henken sollen, muß e» zuerst uns Vertrauen be-

(Nachdruck verboten.)

Die Erbin.

Nach dem Amerikanifchen von I. von Böttcher.

(Fortfetzung.)

,verzeihen Sie", stammelte er verwirrt-Ich hatte heute morgen eine so furchtbare Gernüts- megung. Ich hielt Sie für tot, Hazel, und als ich sie plötzlich lebend vor mir sah, konnte ich mich dicht enthalten, Sie zu umarmen, als wären Sie Deine liebe, kleine Schwester."

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