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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham.

Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

JU 277.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Aboimementt-PreiS bei der Expe­dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. lexkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Mittwoch, 25. November 1891.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter, iowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frimkfurt a.M-, Eafsel, Magdeburg u.Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M, Berlin, München u. Köln; ® L. Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

XXVI. Jahrgang.

Bestellungen für den Monat Dezember auf die

Ltituug

nebst Amtlichem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham sowie Illustriertem Souutagsblair werden von allen Postanstalten, Landbriesträgern sowie von unserer Agentur Herr Buchbinder B. Rindt in Kirchhain und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fort­während entgegengenommen.

Der Feldzug gegen die Börse im Keichstage.

Im Reichstage sind verschiedene Anträge eingr- bk-cht worden, welche darauf abzielen, die Reichs- regierung unter Hiuwri» auf dir bekannten Bank- schwindeleien in Berlin und anderswo zu gesetz­geberischen Maßnahmen gegen die Auswüchse aufzufordern, welche sich im Bankwesen, wie an der Börse gezeigt haben. Im Allgemeinen hat die Staatsbehörde nicht das Recht, einen Gewerbebetrieb zu kontrollieren, der von einem Staatsbürger gr- leitet wird, welcher allen feinen bürgerlichen Pflichten getreulich nachkcmmt. Das darf auch im vorliegenden Falle nicht vrrgeffen werden, um so weniger als den wenigen Schwindlern doch eine sehr große Zahl streng reeller Personen gegenübersteht. Man kann nicht verlangen, daß daS Bankwesen unter Polizei- ausficht gestellt wird, denn dadurch würde da» solide Bankgeschäst, das doch nun einmal unbedingt not wendig ist, schwer geschädigt und chikaniert werden. ES gilt, die Auswüchse zu treffen, damit da» reelle SrschäftSlebrn um so beffer sich entwickeln kann, md da die vorgekommenen BrrtraueuSbrüche und Schwindeleien einen ganz außerordentlich hohen Grad von Gemeinheit zeigen, so müssen die Strafbe­stimmungen der Strafthat entsprechen.

WaS die Börse anbetrifft, so find vor allen Dingen schärfere Strafbestimmungen für den zu verlMgen, welcher künstliche Mittel anwendet, um den Preis der Papiere oder Maaren künstlich zu beeinflussen. Papiere oder Maaren sind durchaus gleich hinzustellen, es ist ja bekannt, wie unsinnig in letzter Zeit in Korn, Spiritus, Kaffee, Zucker rc. spekuliert worden ist. Wer sich auf den Boden der

(Nachdruck verboten.)

Die (Erbin.

Nach dem Amerikanischen von I. von Böttcher.

(Fortsetzung.)

Sobald ich erfahren, wo er wohMe, kam ich hierher, Dich zu Holm", fuhr Hazels Vater fort. Mein Wagen erwartet uns draußen auf der Straße, denn ich bin ein reicher und geachteter Mann. Oh, Hazel, meine süße Tochter, willst Du nicht mit mir kommen in mein verlassenes Heim und an mein verödetes Herz?"

Mit fliegendem Atem und ausgestreckten Händen suchte sie ihn von sich abzuwchren.

.Gehen Sie! Ich fürchte mich vor Ihnen! Ich werde nicht mit Ihnen gehen, es sei denn, daß Mr. Randolph es mir befiehlt!" rief sie voll Entsetzen.

Du wagst mir zu trotzen?" schrie er wie außer sich. Nun, ich werde Dich zu zwingm wissen"

Er streckte seine langen dürren Arme aus und hob sie auf, als sei sie ein Kind gewesen.

An Jessie vorbeistürzend, schleppte er seine Beute durch die Halle, stieß den erstaunt gaffenden Diener bei ©eite, rannte zur Thür hinaus, die Stufen hinunter auf die Straße und sprang mit feinem laut um Hilfe schreienden Opfer in dm dort wartenden Wagen.

Siebentes Kapitel.

Jessie Randolph, für einen Augenblick starr M> stumm vor Entsetzen und Bestürzung über diese steche, gewaltsame Entführung, erholtz sich jedoch sogleich, und stürzte dem Paare nach. Auch der Dimer, welcher einen Faustschlag in das Gesicht ^halten, der ihn momentan betäubt hatte, rannte hinterher-

greifbaren Thatsachm stellt, mack so viel spekulieren, wie er will, nur das künstliche Drücken oder Treiben der Preise, bei welchen Biele zu Gunsten Weniger gebrandschatzt werden, ist zu bestrafe», und zwar mit voller Strenge. Pantscht eine Milchfrau, oder verringert ein Butterhändler durch Zuthaten de» Wert seiner Waare, so ist das Strafgesetzbuch sofort bei der Hand. Und doch find diese Betrügereien nur Kleinigkeiten im Bergleich zu den Dingen, welche an den Börsen alltäglich passierm.

Zeit» oder Dtfferenzgeschäfte unter Börsenleuten sollen ebensallS keinen Rechtsanspruch zu Forderungen ergeben, weiter sollten sie aber auch noch mit einer zehnfachen Steuer belegt werden. Dem soliden Ge­schäft kann daS gleichgiltig sein, und warum daS unsolide nicht bluten soll, ist nicht einzusehrn. ES kann auS der Börimsteuer noch manche Mark mehr hei auSgezogm werde», als die paar Millionen, welche sie heute einbrmgt, und die Gesetzgebung braucht nicht blöde zu sei», hier zuzugreifen. An der Börse selbst ist man noch viel weniger blöde, das ist ja allbekannte Thatsache.

Zu vrrschärse» sind auch die Bestimmungen über die Berantworlung derjenigen Banken, welche Wert­papiere unter das Publikum bringen. Bei manchen fremden Werten haben diese sogenannten Emissions­banken Millionen über Millionen verdient, während heute viele kleine Kapitalisten mit langen Gesichtern dafiehrn. Zu hohen Kursen sind die Papiere an den Mann gebracht, und haben heute eine außer­ordentlich starke Wertverminderung erfahre». DaS hat nicht etwa ausschließlich an dem Umschwung der Zeiten, an politischen Allarmgerüchten und sonstigen Dingen gelegen, die Schuld dafür tragen auch die Banken, welche s. Z. des Gutm etwas zu viel thaten. In verschiedenen Fällen läßt sich das mit größter Genauigkeit nachweisen.

Das Bankwesen ist da, dem Handel und Ver­kehr, Industrie und Gewerke zur Stütze zu bienen, nicht aber dazu, planmäßig auszusauge», wie es ja doch auch mitunter geschehen ist, bei uns allerdings weniger, wie in anderen Länder». Wen» auch da» Publikum vor allen Dinge» einsichtig und vorsichtig werden muß, um vor großen Verlusten sich zu schützen, so ist doch auch kein Grund vorhanden, schonend «ine Sorte von Geschäftsleuten zu behandel», die keine Schonung verdienen. Was in den letzten Mo­naten geschehen ist, ist eine Warnung sür Viele, eine Mahnung sür da» Parlament, die am Schopfe zu fassen, die geschüttelt werden müssen.

Deutsches Deich.

W. Berlin, 24. November. Unser Kaiser arbeitete am Montag Vormittag mit dem Chef des Zivilkabinetts und nahm darauf die Marinevorträge ent­gegen. Mittags begab sich der Kaiser nach Potsdam und wohnte daselbst der Vereidigung der neu ein­gestellten Rekruten der dorttgeu Garnison bei. Später entsprach der Kaiser einer Einladung deS 1. Garde - Regiment» z. F. zur Tafel. Am Abend fand bei den Majestäten aus Anlaß der dritten preußischen Generalsynode eine Festtasel statt. Heute, Dienstag, wird der Kaiser zu der Vereidigung der Rekruten nach Berlin kommen. Am Mittwoch reist der Kaiser nach Torgau um daselbst der 150jährigen Jubelfeier deS Pionierbataillon» von Rauch beizu zuwohnen, Auf der Hinreise wird der Kaiser Wittenberg berühren, die Parade der dorttgen Garnison abnehmen und die Schloßkirche besuche». Die Kaiserin Friedrich ist am Montag Abend von Trient in München angenommen. Der russische Minister deS Auswärtigen, von Gier», ist am Montag Abend von Paris in Berlin eingetroffen und im Hott! Kontinental abgestiegen. Der Minister wird am DienStag Mittag vom Kaiser empfangen werden und Nachmittags einer Einladung deS Reichskanzlers v. Caprivi zur Tafel entsprechen. Ende der Woche erfolgt die Weiterreise nach Petersburg. Wie aus Paris gemeldet wird, hat unser Kaiser dem Komitee zum Bau einer deutsch-evangelische» Kirche im Mittelpunkt der Stadt Paris einen Beitrag von 16 000 Mark überwiesen. Der preußischen Generalsynode ist am Montag ein vom Kaiser ge­nehmigter Gesetzentwurf, betreffend die Ablösung der Stolgebühre» zugegangen. lieber das neue preußische Schulgesetz verlautet, daß die Rechte der Gemeinden gegenüber de» Schulen darin wesentlich erweitert werden sollen. Aber auch den Wünschen von kirchlicher Seite wegen Oberleitung des Religionsunterrichts rc. soll erheblich entgegen gekommen werden. Der Preußische Staatsanzeiger teilt mit, daß eine Bermehrung der Loose der preußischen Klassenlotterie bisher nicht beschlossen ist. Man werde abzuwarten haben, welche Folgen sich jetzt aus dem Verbot des Privathandels mit Lotterieloosen, sowie auS der Umwandlung der Achtel-Loose in Zehntel - Loose zu erwarten sein würden. DaSBerliner Tageblatt" brachte von einigen Tagen unter der Unterschrift:Die Wiepe bleibt stehen" eine angeblich derKreuzzeitung" entnommene Geschichte auS der Zeit, als Kaiser Wilhelm II. noch Prinz Wilhelm und Oberst des

Es war zu svät. Der Wagenschlag wurde zu- geworfen, der Kutscher hieb auf seine Pferde ein, und die Kutsche rollte mit rasender Eile davon Jessie glaubte noch einmal einen lauten Hilferuf Hazel Dales zu vernehmen, bann bog der Wagen um eine Ecke und war nicht mehr zu sehen.

Jetzt erst gewahrte sie, daß sie sich draußen auf der Straße befand, wo der kalte Regen ihr in das Gesicht schlug, und daß der Diener auf dem Prell­steine stand und auf den Schurken in sich hinein- fluchte, der ihm fast das Nasenbein eingeschlagen hatte

In Thränen ausbrechend, kehrte Jessie in das Haus zurück und stürmte in das Wohnzimmer, wo ihre Mutter behaglich vor dem Äaminfeuer saß

,OH, Mama! Hazel! Was wird Dick dazu sagen?Ich konnte es wahrlich nicht verhindern!" rief sie atemlos.

Mrs Randoloh sah sie erschrocken an, und es dauerte mehrere Minuten, ehe sie ihrer heftig auf­geregten Tochter die Wahrheit entlocken konnte.

Was er sagen wird?" antwortete Miß Randolph mürrischWenn des Mädchens Vater kam sie zu holen, so hatte er ein Recht dazu, welches Dick nicht bestreften kann, und meiner Ansicht nach hätte das Mädchen beffer gethan, ohne weiteres Aufheben mit ihm zu gehen!"

Und Du willst nichts, gar nichts thun, um sie wieder zurück zu erlangen ?" fragte Jessie bestürzt, denn sie hatte auf den Beistand ihrer Mutter ge­rechnet.

Was könnte ich denn thun?" fragte Mrs. Randolph scharf.

Ich weiß es nicht, aber es kommt mir schrecklich vor, hier unthätig zu sitzen, während Dicks Mündel vielleicht einem gräßlichen Schicksale entgegen geführt wird!" entgegnete Jessie erregt.

Jessie, geberde Dich nicht wie eine Unsinnige! Ich weiß nicht, was Dir seit Dicks Rückkehr über­kommen ist? Jenes Mädchen scheint Dich behext zu Haden!"

Sie thut mir leid, Mama! Sie scheint so verlassen"

Sie hat ihren Vater, den besten Freund, welchen ein junges Mädchen haben kann. Um so besser, wenn er sie abgeholt hat Sie wird in guten Händen und nicht mehr Evelinen im Wege fein"

Wenn Dick nur kommen wollte!" dachte Jessie verzweiflungsvoll, und in demselben Momente faßte sie den Entschluß, ihn rufen zu lassen. Leise schlüpfte sie, von der Mutter unbeachtet, aus dem Zimmer, und schickte eilig einen Boten nach der Redaktion. Nach kurzer Zeit kam dieser mit der Nachricht zurück, ) Mr. Randolph wenige Minuten vorher das Lokal in Begleitung Miß Grants verlassen habe, welche gekommen sei, chn abzuholen.

Sie hat ihn mit sich nach Hause genommen oh, rote lange werde ich warten müssen?" sagte sie mit fieberhafter Ungeduld.Jede Minute Verzug kann Hazels Sache verschlimmern. Vielleicht war euer schreckliche Mensch nicht einmal ihr Vater. Vielleicht wird er das arme, freudlose Kind ermorden!"

Sie wurde fast wahnsinnig vor Ungeduld, als Stunde auf Stunde verging und Dick nicht kam. Vergeblich suchte sie ihre Aufregung zu unterdrücken, allein es war nicht mehr zu ertragen, und von einer plötzlichen Eingebung getrieben, sprang sie entschlossen von ihrem Sitze auf.

Mama, Du magst so böse werden, wie Du willst", rief sie aus,aber ich kann diese Unge­wißheit nicht länger ertragen. Ich werde den Wagen bestellen und nach Fisth Avenue fahren, Dick zu holen. Ich weiß, daß er sehr aufgebracht

Gar di -HusarenregimeulS in Potsdam war. Danach hätte Prinz Wilhelm eine Wiese, die Privateigentum eines Bauern war, zum Exerziere» der Regiments benutze» wollen, sei aber durch den energischen Wider­stand des Eigentümers daran verhindert worden. Die ganze Geschichte ist nach der ,,N. A. Z" vollständig au» der Luft gegriffen, waS wir, um einer Legenden­bildung vorzubeugen, hiermit feststellen wollen. Major v. Wißmann soll in» deutsche Hospital in Kairo. Sei» Arzt hat erklärt, daß von einer Rückkehr nach Ostasrika vor Ablauf eine» Jahre» keine Rede sein könne; so lange müsse er sich ganz ruhig verhalten und nur seiner Gesundheit leben; dann wäre es vielleichtmöglich, daß er später wieder hinüber gehen könnte. Da Major v. Wißmann nicht selbst im Stande ist, die von chm angeworbenen Sudanesen nach der ostasrikanischen Küste zu bringen, so ist ein Offizier der Schutzkuppe abgeordnet worden, die Leute in Egypten abzuhobn. Wie in einem Schreiben au» Zanzibar berichtet wird, ist mit dieser Aufgabe der B'zkkShauptmann von Bagamoyo R. Schmidt beaufttagt, der seine Reise nach Egypten zugleich zu seiner Erholung benutzen soll; denn er hat in letzter Zeit stark an Fieber ge­litten. Der zum Stellvertteter de» Gouverneur» von Deutsch - Ostafrika ernannte Korvettenkapitän Rüdiger hat da» Kommando über die Schutz­truppe übernommen, und darüber scheint unter den Offizieren derselben große Zufriedenheit zu herrschen. Die Wahehe, Mafiti, und wie die unruhigen Sulus sonst noch heißen, haben sich bisher still Verhalten; doch haben die katholischen Missionen im Innern Besatzungen von der Schutztruppe erhalten, da sie in beständiger Besorgnis sind, daß sie unerwartet überfallen werden könnten. Emin Pascha hat man dort aufgegeben, man findet es aber unbegreiflich, daß Leutnant Stuhlmann sich hat verleiten lassen, über die deutsche Interessensphäre mit hinauszuziehen. Auf die Eingabe Leipziger Bürger an den Reichskanzler in Sachen de» Geh Kommerzienrats Gerson v. Bleichröder ist nach derN. deutsch. Ztg." folgender Bescheid eingegangen:Auf Ihre an den Herrn Reichskanzler gerichtete, an den Herrn Justizminister abgegebene und demnächst mk zuge­fertigte Vorstellung vom 18. September d. IS., betreffend die Druckschrift de» Rektors Ahlwardt Der Eid eine» Juden", beziehungsweise die in derselben enthaltenen Beschuldigungen gegen den Geheimen Kommerzienrat von Bleichröder, eröffne ich Ihnen in hohem Aufttage, daß in der in Rede stehenden Angelegenheit die eingehendsten Er­mittelungen ftattgefunben, dieselben aber einen

sein würde, wenn ich ihn nicht so bald als möglich von Allem unterrichte."

Ein seltsames Lächeln unerklärlichen Triumphes zuckte um Mrs Randolphs Lippen.

Ich habe nichts dagegen", erwiderte sie gleichgültig.

Gut, dann werde ich gehen", antwortete Jessie, die Klingel ziehend, um den Wagen zu bestellen.

Aber es regnet sehr stark, Miß Randolph", sagte der Diener, welcher wußte, daß sie gewöhnlich sehr besorgt um die Pferde war

Gleichviel! Thun Sie, wie ich Ihnen befohlen!" entgegnete sie ungeduldig, und hastig ihren Mantel und Hut anlegend, fuhr sie bald itn strömenden Sommerregen Fisth Avenue ;u.$

Achtes Kapitel.

Eveline Grant war von der Wiege an schon ein Lieblingskind des Glückes gemeßen.

Sie war die einzige Verwandte und Erbin ihres Onkels Arnold Grant, eines jener reichen Eisenbahn- Magnaten von New-York. Ihre Eltern waren schon vor Jahren gestorben und bie schöne Blondine war die alleinige Herrin von Mr. Grants statt­lichem Hause in Fisth Avenue. Kein Wunder, daß sie, durch Nachsicht verzogen, hochmütig und unduldsam war, beim Jebermann beneibetc sie, unb man sah es für eine große Herablassung von ihrer Seite an, baß sie an ihrer Verlobung mit Richard Randolph fest hielt, nachdem er durch den Bankerott jener Bank den größten Teil seines Vermögens eingebüßt hatte. Aber Eveline wußte, daß der Reichtum ihres Onkels an das Fabelhafte grenzte, und da derselbe ihr einst ungeschmälert zufallen mutzte, konnte sie ungehindert der Neigung chres Herzens folgen.

Zu dieser Heimstätte des Glanzes und Luxus, wo sie ein oft und stets gern gesehener Gast war.