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ür(^etn: taglict außer an Werktagen nach Sonn« uno Feiertagen. — Ouartal-Abonnements» Preis bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (exkl Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg. Sfhamtn für die Zeile 25 Pfg.
Nyanzc- ist ein Brief des Seutnant» Largheld. te8 Begleit-rS von Emin Pascha, an der Küste einge- hoffen, worin er um Ve> halmngsmoßregeln bittet, indem er zugleich bestätigt, daß Emin Pascha die deutsche Interessensphäre verkästen und sich au britisctes Gebiet begeben heb». Wohin der Pascha will, ist auch in diesem Schreiben anscheinend nicht enthalten. — Der kaisrrl Gouverneur für Kamerun, Herr Zimmerer, ist zur Berichterstattung in Berlin angekommen, wo er bis Anfang Dezember zu verbleiben gedenk!, um dann nach Westafrika zuiückzukehren. — Der gewaltige Ausbruch der Bolksstimmung, so schreibt die .Cöln. Ztg.", der die Durchfahrt des Fürsten Bismarck durch Berlin begleitete, hat verschiedenen radikalen Blättern, wie der Frankfurter Zeitung und der Freisinnigen Zeitung, Gelegenheit gegeben, ihre freiheitliche Denkweise, die ittliche Hoheit ihrer G sinnung und ihre peinliche Wahrheitsliebe in glänzender Beleuchtung erstrahlen zu lasten. Die Abiperrurgsmaßregeln, die bei allen unabhängigen Männern ein so tiefes Gefühl der Erbitterung erregt haben, erscheinen diesen freihe'ts- durstigen Männern durchaus gerechtfertigt; ihrer Ansicht nach hat daS deutsche Volk nicht das Recht, den großen Bczrü der der nationalen Einheit so lebhaft zu ehren, wie e« ihm beliebt. A.ber- wälligende Kundgebungen der Dankbarkeit und Ver-
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mit owie
oelle»' el Paar ibeuteni zum
(Nachdruck verboten.)
Die Erbin.
Nach dem Amerikaniichen v n I. von Böttcher.
1. Kapitel.
An t, aratu [61 eg l
Papagei unterbrochen wurde, der sich plappernd und ausgesprochen hätte, würde sie ohnmächtig zu seinm lachend in seinem Ringe wiegte. Füßen hingesunken sein.
„Heute kommt Dick, Polly! Freust Du Dich Als er aber im ruhigsten Tone sagte: „Meine nicht?" ries Jessie und der Papagei kreischte wieder: I Mündel Miß Hazel Dale", kehrte die Farbe in ihre „Dick kommt! Polly freut sich!" Wangen zurück, und sie atmete tief und erleichtert
"Laß doch den Unsinu! Der Vogel weiß ja doch auf. Nachdem sie Richard umarmt hatte, begrüßte nicht, wovon Du sprichst", sagte Mrs. Randolph «sie kalt Miß Hazel Dale, und sich dann zu ihrem ärgerlich, allein die Tochter erwiderte munter: ! Sohne wendend, sagte sie in fast strengem Tone:
„Ich kann nichts dafür, Mama. Ich bin fol „Du sagst, diese junge Dame sei Deine Mündel, ftoh über Dicks Rückkehr, daß Du mir meine Aus-1 Richard, wie soll ich das verstehen? Warum hast gelaffenheit schon verzeihen mußt." <Du uns das nicht vorher mitgeteilt?"
Die Hausglocke erschallte, beide Damen stießen! „Ich werde Dir das später erklären, Mutter", emen Freudenschrei aus und eilten nach der Thür,! erwiderte Richard kurz. „Es war eine kalte Fahrt welche der alte Diener auftiß, um den Erwarteten, l vom Dampfboote bis hierher, und Miß Dale ist einen schönen, von der Sonne gebräunten jungen »gewiß sehr ermüdet."
Mann, eintreten zu lasten — aber Richard Randolph I Jessie ergriff die Hand der Fremden und zog war nicht allein An seiner Seite, sich halb ängstlich,! sie nach dem Hellen Kaminfeuer hin, wo sie dieselbe halb bittend an seinen Arm schmiegend, stand eine I in einen bequemen Armsessel Platz nehmen ließ schmächtige, zarte Mädchengestalt, in dunkle Shawls I und ihr behülslich war, die Shawls und den großen rmd Schleier gehüllt, aus dem ein schwermütiges! Hut abzulegen, unter welchem das Gesicht des Gesichtchen mit furchtsamen, schwarzen Augen und «Mädchens so klein und scheu hervorgesehen.
rosigen Lippen hervorschaute. In sprachlosem I „Nun, Sie sind ja weiter nichts, wie ein kleines Erstaunen starrten Mutter und Tochter auf den! Mädel!" sagte sie freundlich, als sie die schmächtige, unerwarteten Gast. ! schwarzgekleidete Gestalt, das kindliche Gesicht und
„Wie, Mama, Jessie!" rief Mchard lachend, „Ihr das von kurzen natürlichen Locken umwallte haltet mich doch nicht für einen Geist ? Kommt, gebt! Köpfchm sch. Ihrer Ansicht nach wäre da» mir einen Kuß, und heißt meine Mündel, Miß Hazel I Mädchen hübsch zu nennen gewesen, wenn es nicht Dale, willkommen." Iso bleich und abgehärmt ausgesehen hätte.
--3ch hätte darauf schwören mögen", gestand I ,„Jch bin wohl klein, aber nicht so jung, wie Sie Sn •e ^er Enter ein, „daß Du sagen würdest: «vielleicht glauben", sagte die Fremde, indem sie ihre Meine Frau." I Hände am Kaminfeuer zu erwärmen suchte
Zweites Kapitel. L "^e alt sind Sie denn?" fragte Mrs Randolph
° y I kurz, und Hazel erwiderte:
Mrs. Randolph befürchtete dasselbe, denn ihre! „An meinem letzten Geburtstage bin ich fieben- Züge nahmen einen starren Ausdruck an, und wenn! zehn Jahre alt geworden", dann schloß sie die Augen ihr Sohn die Worte, welche sie zu hören erwartete,' und sank kraftlos in ihren Stuhl zurück.
» Deutsches Keich.
W. Berlin, 19. November. Unser Kaiser, nelchrr am DieMtag Nachmittag von Potsdam in Hannover eingrtroffen war, halte am Abend das
»erben als das Ergebnis einer künstlichen Mache IThätigkeit anregend und fördernd gern umerstützen ^s daS Werk antisemitischer Studenten darkestellt. Zugleich hat sie aber noch weitere und höhere Auf- Diese niedrigen Seelen haben keine Ahnung davon, gaben, um den entstandenen Kampf zu einem heil- wie vnl Liebe und Bewunderung für den Schöpfer famen Ziele zu führen; und als Vertreterin de» des deutschen Reichs in deutschen Herzen lebt, sie! Herrn, welcher der sündigen Welt die Wahrheit und würden es sonst nicht wagen, ihre Gesinnung in die Liebe GotteS nahe gebracht, Sein Leben zum : 'hrer ganzen nackten Häßlichkeit auf offenem Markte Heile der Menschen dahingegeben und die Mühseligen : auszustellen, indem sie eine Kundgebung edelmensch-1 und Beladenen zu sich gerufen hat, hat sie auch die bcher Empfindungen mit frechem Hohn begeifern. Kraft zu ihrer Lösung. Wir glaub-n un, der Zii-
^?r Evangelische Ober-Kirchenrat! stimmvng bet Generaliynode darin versichert hallen hat an die Generalsynode folgende Mitteilung über I zu dürfen, daß der Schwerpunkt für die erspri'ßliche me Ausgaben der evangelischen Kirche auf sozialem Ausrichtung der der evangelischen Kirche obliegenden Gebiet gelangen lassen: Seit den Tagen der Ge- sozialen Aufgaben in der treuen und selbstlosen neralsynode im Jahre 1885 haben die durch die Arbeit de, geistlichen Amts und der demselben beige- reuere Entwickelung der Industrie veranlaßten wirt-«ordneien Gehilfen in dem engeren Berufskreise liegt, schastlichen Notstände sowie die Spannung zwischen insbesondere neben der reinen, warmen und volks- Littenden und Dienenden in dem großen Getriebe tümiichen Verkündigung de, Evangeliums in einer gewerblicher Arbeit solchen Umfang und solche Be- dem Einzelnen nachgehenden und die Eatsremdeten deutuvg genommen, daß alle an der Verantwortlich- aufsuchenden Seelsorge. Demnächst kommt es an kett für das geistige und leibliche Wohl des Volkes auf die Ausdehnung und Vertiefung aller der Werke Beteiligten zu thatkräftigem Wirken aufgerufen freier christlicher Liebesthätigkeit, welche in dem worden sind. Es handelt sich nicht mehr bloß um Namen der inneren Mission zusammengefaßt Bekämpfung einzelner Notstände. Mit dem Bestrebeniwerden.......Es bleibt noch lehr Vieles zu
der für das tägliche Brot arbeitenden Bevölkerung, thun übrig. Aber die zunehmende Finsternis läßt Besserung ihrer Lage und Schutz gegen Verkümmerung auch daS vom Herrn in die Welt gebrachte Licht zu erreichen, hat sich ein bewußter und planvoller Heller leuchten, und mit besonderem Dank können Ansturm nicht allem gegen diese oder jene Uebel- wir feststellen, daß bei allen alten und neuen Arbeiten stände tu der gegenwärtigen Gesellschaftsordnung, der inreren Mission auf sozialem Gebiet sich ein sondern gegen ihre göttlichen und menschlichen Grund- vertrauensvolles und heilsames Zusammenwirken der lagen und damit zugleich gegen Christentum und amtlichen Organe der Kirche und der freien V rein»- Religton überhaupt verbunden, und in werten Kreisen thäligkeit unschwer hat herbkisühren lassen. Da» ehlt die Einsicht, daß die Sünde die Wurzel alle«! Kirchern egiment kann und soll hier nicht leitend UebelS und die Gottseligkeit zu allen Dingen nütze!eingreisen, sondern muß sich daraus beschränken, ist. Die Abwehr solchen Ansturm», verbunden mit anregend, ermunternd, fordernd mitzi wirken. Doch der Bemühung, berechtigte Wünsche zu erfüllen,!sind unter dankenswerter finanzieller Hülfe der nimmt die weitesten Kreise in Anspruch. Nicht ohne! Ltaatsregiernng zur Orientierung und Anleitung Erfolg ist der Versuch unternommen worden, die von tüchtigen Geistlicken in den Arbeiten dec christ- Arbeiter und ihre Familien gegen Ueberbürdurtg, llichen inneren Liebesthätigkeit jährliche Kurse für Ausbeutung, Wohnungsnot, Gesundheitsschädigung innere Mission veranstaltet, welche von sichtlichem zu schützen, bet Unfall, Erkrankung. Siechtum und Segen sind und Über deren Erfolg wir der General- Altersschwäche ihre Versorgung zu sichern und die lynode in besondrer Vorlage Mitteilung gemacht liebliche Regelung entstandener Konstikte zwischen! haben. Wir geben uns dec Hoffnung hin, daß auch Srotherren und Arbeitern zu regeln. Vieles wird loieGeneralsyaode durch anregendes und ermunterndes hierdurch gebessert werden und, seit an die Spitze Zeugnis die Gewissen wecken und dazu beitragen dieser Bestrebungen persönlich der Landesherr ge- wird, bat unseie evanaelische Kirche sich den auf treten ist, wetteifern mit den Organen der staatlichen I sozialem Gebiet an sie heran tretenden wichtigen Gesetzgebung und Verwaltung zahlreiche Vereine Aufgaben in einmütiger, dem Herrn wohlgesälliger und Genossenschaften, um ausdauernder und opfer-! Arbeit gewachsen z-igt.
williger als bisher an der Lösung der zahlreichen — (Gefecht in Afrika) Das „Deutsche ozralen Fragen witzuwirken. Auch die Kirche wird Kolonialblatt" enthält einen Bericht des kaiserlichen lebe auf die Wohlfahrt und den Frieden im Volke Kommissars Dr. Peters an den Gouverneur Frhr gerichtete und n it der gesetzlichen Ordnung vereinbare |b. Soden über ein Gefecht gegen die Warombos'
Sie Standuhr auf dem Kaminsimse verkündete » silbernem Klange die Vesperstunde, und Airs, vtdolph, welche in ihrem Armstuhle ein Nach- HH "Mgsschläfchen gehalten, fuhr erschrocken aus.
■ ^.'Ums Himmels willen, Jessie, ist der Wagen (663 M fort, um Richard abzuholen?" rief sie aus.
Schon vor einer Stunde, Mama", erwiderte isNe, ein schlankes hübsches Mädchen, dessen dunkel- °ues Seidenkleid mit ihren blaugrauen Augen, weißen Teint und tiefschwarzem Haar auf Vorteilhafteste harmonierte. Richard, oder ehr Dick, wie ihn die ©einigen der Abkürzung nannten, war ihr Bruder, dessen Rückkehr
Europa heute abend erwartet wurde.
Obgleich es schon Juni war, herrschte dennoch "ew-Uork eine empfindliche Kühle, und die beiden' cn wärmten sich an der Glut eines hellen ienfeuers. Die Fensterläden waren herabge- , um die kalte, feuchte Luft auszuschließen, Drinnen trug alles den Stempel der traulichsten glichkeit, vereint mit Reichtum und Ueberfluß. Licht des Kronleuchters spielte auf seidenen ein und Sophas, Parquetboden und Smyrna« uhen, reich tapezierten Wänden und kostbaren stemälden, sowie einer Unzahl jener zierlichen igfeiten, mit welchen heut zu Tage die Damen Zimmer zu überladen pflegen.
wrs. Randolph selbst war eine stattliche Dame, 2Bittroe von etwas über fünfzig Jahren Ihr , aristokratischer Blick schaute mtt dem Ausdruck «trenge unter ihren weichen grauen Locken und
erst bann zugehen, wenn auch der Abschluß mit der Schweiz fertig ist. — Ter Westfälische Bauernverein beschloß, die preußische Regierung iu bitten, als Grundlage der Einkommensteuer - Einsckätzvng für Landwirte den Reinertrag der Grundstücke festzusetzen, und nahm eine Resolution
ehrung, welche ergraute Männer zu Thränen rührten, der Spitzenhaube hervor. Sie trug ein schweres, schwarzes Seidenkleid und einen Äragen von feinen Brüsseler Spitzen, welcher von einer Brillant-Nadel geschlossen war. Einer der besten und ältesten Familien New-Yorks angehörend, fühlte sie sich schmerzlich gedemütigt, daß ihr einziger Sohn, anstatt das Leben eines vornehmen Müßiggängers zu führen, es vorgezogen hatte, den verantwortlichen und mühevollen Posten eines Redakteurs an einem der ersten leitenden Journale der Stadt zu übernehmen.
Freilich war dieser Schritt durch die Notwendigkeit bedingt worden, da ein großes Bankhaus Bankerott gemacht und die Randolphs in seinem Fall mit hineingezogen hatte Aber das war keine Entschuldigung dafür, wie Mrs. Randolph sagte, daß Richard arbeitete. Er konnte jeden Tag eine reiche Heirat machen und sich auf diese Weise rehabilitiren. Auch Jessie war hübsch genug, um auf eine gute Partie rechnen zu können, und es ; war daher kein vernünftiger Grund vorhanden, daß Richard seine Zeit damit hinbrachte, zu arbeiten.
Als nun schließlich Richard, von übermäßiger Anstrengung erschöpft, genötigt war, eine Reise über den Ocean zu unternehmen, um sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln, war sie unerschöpflich in ihrem steten „habe ich es nicht vorhergesehen?" und dergleichen Redensarten mehr.
,Zch wußte, daß er es nicht aushalten konnte. Sem alberner Eigensinn wird ihn noch in das Grab bringen, und dann wird er daran denken, daß ich es ihm vorher gesagt habe", bemerfte sie wiederholt.
„Aber wie kann er das, wenn er tot ist, Mama?" ftagte Jessie neckend, während Mrs. Randolph die Sttrn runzette und sich in würdevolles Schweigen ylllsie, welches jedoch bald durch Jessies grünen
für Fortbestand der Schutzzölle auf Vieh und Gc- tierde an. — Aus Fulda wird gemeldet: Wie verlautet beabsichtigt der ultramontane Abel die Versammlung einer katholischen Notabeln-Versammlung behufs eines Votum» in der Jesuit en frage. — Aus Anlaß der Einzeichnung de» Kaisers in das Münchener Fremvenbuch, teilen die „M. N. N." mit, daß sich im Ankbacher Rathouse auf einer bei Gelegenheit der Anwesenheit des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II. und des preußischen Kronprinzen im Jahre 1792 angebrachten Gedei krafel in goldenen Bucdstaben die Worte befinden: „Civium Salus Summa Lex Esto", d. L: Der Bürger Wohl sei bas oberste G.fttz. Im Rathaussaale zu Nürnberg findet sich der Spruch in ähnlicher Fassung. — Em Lebenszeichen von dem Begleiter Emin Pascha'S. Au« Deutsch -Ostafrika wird dem „Berk. Tgbl." geschriiben: Vom Viktoria
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Matt für die Kreise Marburg un- Kirchham. - Illustriertes SonntagsAatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Opernhaus besucht. Bei feinem Erscheinen und bei seinem Weggange wurde der Kaiser vom Publikum dbhaft begrüßt. Am Mittwoch befichtigte der Kaiser iie Reitabteilungen seines Ulanen - Regiments ur b rahm da» Frühstück im Kasino der Reitschule ein. ilm Nachmittag fand im Schloß ein Diner ratt, zu Welchem 60 Einladungen ergangen waren. Abend» Wurde wieder das Theater besucht. Heute, Donnerstag Mittag wird Se. Mejcstät bei dem Offiziellerps stmks Ulanen-Regimentes ip tten und Nachmittags die Reise nach Springe anireten, wo am Freitag Zagd statifinbet. — Dem Reichstage ist soeben «esktzentwurf, betreffetb die Benderung be» Artikels 31 der Reichs Verfassung zugegangen. Ein Zusa z, diesem bezweckt, die Immunität (Unverletzbarkeit) der Reichstagsadgeordmten für die Zeit der außergewöhnlichen, längeren Vertagungen zu fuSpenbieren. & haben über diesen Punkt schon seit Jahren Streitigkeiten stattgesunben. Besonders in letzter Zeü haben Gerichte sich wiederholt ausgesprochen, daß während der längeren Vertagungen de» Reichstages die Unverletzbarkeit der Abgeordneten erlischt, llm diesen Streit endlich einmal ein Ende zu machen, ist wohl das neue Gesetz im Reichsiage eingebracht - Die durch die Blätter gehende Meldung, daß Kürst Bismarck sich im Reichstage einen Platz ______ habe belegen lassen, ist unzutreffend. Ein baldiges
Erscheinen Fürst Bismarcks im Reichstage ist nicht i A erwarten. Die „Homb. Nachr." melden: Fürst । mein befindet sich wohl, muß aber jede Erkältung iS mir Nföltig vermeiden. An den Sitzungen de» Reichs- vollen M wird er auf Wunsch der Arzte einstweilen nicht teilnehmen und später nur insoweit, als ihm idie Gegenstände der Verhandlungen wichtig genug «scheinen, um sich gegen die ärztliche Vorschrift aus- Mlehnen. — lieber eine Ermäßigung deS deutschen vetreidezolleS find in den letzten Tagen wieder Mreiche Meldungen verbreitet worden, deren Ur Mrung wohl aus da» nahe Inkrafttreten des russischen Wsuhr-Verbotes für Weizen zmückzusühren ist. Die lrbsitelWchsregierung ihrerseits scheint entschlossen zu sein, neineuitoen bezüglichen Schritt vor dem Jnkraftreten der __Wen Handelsverträge zu thun. Wa» diese im jgjjj^Mnen bringen werden, werden wir ja nun bald ■*** hri- Die Handelsvertrags Verhandlung en
i München sind nun definitiv zu Ende. Die be- ■ a pichen Beiträge werden den Parlamenten aber
1 Wit Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS,
ÜZt W l V M V II f forme die Amroueeu-Bureaux von Haasenstein und Vogler
Freitag, 20 November 1891. MV1 Jahrgang
________Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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