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a Wöchentliche Bellagm: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg Zllustnertes SonntagMatt.

und Kirchhain.

L - Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.

Ei« neuer Bankkrach in Berlin.

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^ȧer der Thronrede in Wien haben noch zwei

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(Nachdruck verboten.)

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uns |V , r "Bwo; Ich vesqwore Dich', 5A,2 $ $obt Dich verkannt,

Bnrer omtge.*

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Bonghi mit seinen wunderbaren Ansichten über Elsaß- Lothrmgen präsidiert, und auf dem Jeder reden kann, der da Lust hat, sein Licht leuchten zu laffen, ist mrihm erst recht nichts zu erwarten. ES ist vor-

im ganzen Lande eitel Ruhe und Frieden herrsche. Ueber diese Meldungen emffarb manches Schütteln be8 Kopfe», und nun ist auch bereits die Hiobspost eingegangen, daß im ganzen Lande allgemeine Un­zufriedenheit herrscht, daß der Präsident nur mit- H'l'e der Soldaten seine Herrschaft aufrecht erhalten kann, und daß die reichsten Provinzen drS Lande» sich von der Zentralregierunz in R o losgesagt und sich als ielbständ.ge Staatswesen konstituiert haben. Da» konnte man bisher in Erfahrung bringen, und es ist wohl zweifellos, daß thatsächlich noch viel mehr passiert ist, denn alle Telegraphenlinirn nach Rio siad seit mehreren Tagen gesperrt. Ob e» zur Rückberusung des vertriebenen KaiterS kommen wird, läßt sich noch nicht ab sehen.

»Durch weu de»»?'

»Durch mich.'

h H-°ri°tS - Womit könntest Du

daS Defizit gedeckt habe», da ich doch immer mrtue vollen Zinse» bekommen habe?"

Der junge Manu versuchte zu lSchelu: aber er vermochte doch uicht, de« Blick feiner Patin ztl ertrage».

Der Herr MmqniS mar ja mit einem Kavital an der Fabrik beteiligt", sagte er die Angen sinkend!

Mein Gatte mit einem Kapital bei der Fabrik

Henriot?" '

Er hatte eine Kaution für wich gestellt, als ich vit «einen Lorgäugern abschloß, m>d ich hielt es ur das beste, mit den Dividenden die Hypothek»» auf Ihre» Befitztümeru z» tilge»."

Eia peinlicher Schweigen felgte diesen Worte». Der jvnge Man» sühtte fich sehr unbehaglich »ater dem durchdriageadea »lick der Marquise.

Komm hierher", sagte ste mit sanftem Grast, rate einmal hier nieder nud lege dea Kopf auf meine» Schooß, wie Da e» früher thatest, wen» ich Dir immer »och eine neue Geschichte erzählen sollte!"

Ihr Zureden war fruchtlos. Er hörte uicht au zu weinen; aber jetzt waren es Thräneu der Er leichteravg. Er erwiderte die Küsse, mit denen sie feinen W8 eJ? LS«-!», das wider

feinen Willen mit eiaer leisen Wehmat vermischt war.

'n« schuld', sagte er endlich.

. 3W» nicht lästig werden, deshalb

b®be. ®*e M< Regelung Ihrer Vermögens» angelegenheiten nicht auf dem Laufeudeu erhalten. UebrigevSgevügt ein Wort dazu. Ihr Vermögen b^°d- ,fich geuau in derselben Verfassung, wie es im Ehekontrakt stipultert war.'

SKJÄJ"**1 warf die Marqnisi ein. %DQnUB DCttll

Schulden hiuterlaffen.'

stvv vezaylt.*

Marburg,

Sonntag, 15. November 1891.

Der Bankier Edvard Maaß in Charlottenburg bei Berlin, am 16. Oktober 1842 in Greifenberg geboren, hat sich Donnerstag Abend bei dem Staats­anwalt in Moabit gestellt, um sich verhaften zu lasten, ist aber von dort an das Polizeipräsidium gewiesen worden. Gegen 12 Uhr Nachts traf er nun dort ein mit der Erklärung, daß er 400 000 Mark Depots unterschlagen habe. Seine Festnahme ist erfolgt. Freitag Morgen hat der Krimivalkom. missar Krause auf Requisition aus Berlin in dem Geschäftslokal von Maaß, Berlinerstraße 114 zu Charlottenburg, sämtliche Bücher mit Beschlag belegt und die Geschäftsräume versiegelt. Maaß, der mit einer geborenen Schwendy au» Berlin verheiratet ist und zwei Kinder besitzt, lebte auf großem Fuße, hielt sich zwei Reit- und zwei Wagenpferde und für seine Kinder zwei Pontes. Er besitzt eine Billa in Ewinernünde, die ihm 120000 Mk. kostete und von ihm im Sommer bewohnt wurde. Maaß giebt an, daß rr ihm nicht gehörige italienische Rente im Betrage von 300 000 Mk. bei dem Bankhaus- Mendelr­ohn u. Co. in Berlin verpfändet habe. Um diese wieder zu erhalten, habe rr auf seine beiden Häuser in Charlottenburg, Berliuerstr. 114 und 115, welche mit zusammen 340 000 Mk. belastet find, zweite Hypotheken von 300 000 Mk. bei seinem Schwager,

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^c/nt^an^n to«r besten daS Parlament! sei, Hiernach hat fich Maaß aestellt Es tollen im

oufgklüst und dar Klikgsrecht prvklamirrt »Md,. ISO, tamto 100

blC $fbölfexun8 mit seinem geschädigt sein. Seit 5 Jahren hat Maaß keine

Giwaltschritl ,,Q b-isBil.-« uta d-.

%n%twn nimmt erügegen feie Expedition d. Blatter, sowie die Annomm-Bureaux von Haasenstein und Bögler mFrankfutt a. SR., Cassel, Magdeburg u. Wien: Rudolf YYVJ Moste m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Bnihte»?" Pe ein,n Augenblick

nnrnfftantg. Plötzlich wurde e» hell tu ihm, ^"Verdacht, den ste nicht ansz». iikÄ Heiß stieg ihm daSBl»t i»s Gesicht, lief er empört, »jetzt verstehe ich Sie 2^ 3W*1 Bef°ßt, »ud Sie habe» es geglaubt, Geschäft schlecht stäube, und baß ich tu UvtUU«ffuuHg, eine Katastrophe zu vermeide» oder teB' bte Vollmacht mißbraucht hätte, die avvertraut habeu...» '

Marquise schwieg und bestätigte dadmch feine war zu viel für ih». Mit einet heftige» 1 t*B er fich los »ud streckte abwehrend gegen ste ans.

Wbe Ihnen Gott den Schimpf, den Sie fcR? habe», Frau Marquise', rief er empört. I ^ber Aufschrei eines tiefverwuudeteu Herzen». ,, Prö konnte keine» Augenblick darüber in ? sein.

»riot, mein Kind, meiu lieberHeuriot', rief ste er.

J?iCn.» uruem feine beiden Hände ergriff, wollte fich los reißen, aber, die Bewegung F, lmü anfschluchzend legte er den S,ie. Schuller seiner Patin, während diese "J Eu ihre Arme schloß nnb bewegt und um Berzeihnug bat.

eb'Heuriot, vergieb; ich beschwöre Dich',

tl-Paly^. -------o- ------- O"1* ! UU|

VersÄ Notwendige beschränkt worden sind.

*"*In.' to- ...

lSt^8iSelembB166h«6m I'*! Imit »«-!?»» bm

Kowpaguiegeschäft batte ste an febr fih»rrnf*t «s lleb und ihn wie einen Sohu be«

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34 aavke tbv9ot«!"m* an .Manu noch irgend welche besonderen Beweggründe Sied ihm eiveu^Knß ^ nm i?n !n i die Marquise'»haben müffe. Aber eS war ihr wenigstens für den ' S-E---»tt -w «raMJÄj"Ära s

flib B6(Mettb,ffe me i,b°4 wieder Herzen stand und sofern es ihr lag, ih« gegenüber

D«. '!! . n I einen übertriebenen Stolz an de» Taa au leaen fie

S n<4t' halte».!sträubte fich doch ein wenig gegen den «Bankern

schien «an da» Bedürfnis des »feine Schuldnerin zn sein. Und daun, wer aab ibm suwmeln und über! daS Recht, auch Martha feine Wohlthaten aufA OflB ®l?eBne »ae*brnfen zu können. I drängen? Welchen Dien« Katt,

bofe^bie4täg^te M ni<jt Er fühlte,!Welchen Dank war er ihr schnldig?

ttar. 6 iS Ä66»!« m66Äet& bte. außrrordenüich« Eelbstlofigkell de» I ^7?rn « 6e « 5aWI saun er I jungen Manne» war ohne jede Ursache gewesen. Die

während ^Fran^de^Pr<^chrersist»^stch"sraat^^tt"?' i ^"^"ise verwochte nicht die geringste zu entdecken, denselben onfnfcen f M fl°6te' "e fiel Ihre Gedanken hatten fich so aurschließlich mit

Gewiß war st? iShnUfn*»,« k .! °° diesen Fragen beschäftigt, daß ihre Tochter endlich

K, überpugt, daßlanfmerksam wnrde und nach dem «runde ihrer aus«

Ltt ,ertne «rsprüugllche Höhe fallende« Schweigsamkeit ft-gt " Ssi konLte

toiebet erreicht hatte, und ebenso gut wußte fie, daß,umhin, Martha von ihrem Bedenke« Keuntni»?n g^

Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn, und N8 9ßQ ^Ertagem - Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe.

***> wOaf. drtion 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfa. leM.

Bestellgeld). Jnstttionsgebühr für die gespattene geile ________________ 10 Pfg-, Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

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Ä L 9it »ilchbrSder.

tfdlbfi ** 60n @b0Uaib eaboL ~ Deutsch von H. Lembke.

1,1 ' j. (Fortsetzung.)

i® L z^r«, Sie?" wiederholte Hemiot faffungSlo»

Krstande, fie zu begreifen

^"ch, <4 weiß e» ja", fuhr die Marquise

SSgMeS?"®6, 88 fOfle' WeöteI nn8

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Wochenschau. ®Qli6_bur^ 'N Mailand sein italienischer Kollege I auszusehen, daß sich dort die Feinde D-Uticklands

offenherzigkeit der Monarchen ist von großem «ile Ihrer Pttaramm«den H°upt- erst recht breit machen, daß sie in Wahrhett nicht

k-rteü in einer Zeit, wo nur zu siichr bie^beX^ f« ben 3riebro, fonbern für internattonale Zer-

wrl'cksten Gerüchte entstehen, mb von verschie auch einen tücktlae» ' T m wurfnisse, al'o bem Krieg, wirken werden. Bon

__ tot Seiten alles Mögliche gethan wird, Unruhe lauswärttaen Nolnik d ®eb,,t der »keiner Sache kann man bester, al» von dieser sagen, Mr «d Bei Wirrung heivorrurufim Durch weitglhmde settaer^ Z W Ä"SW v-rtrauenS- daß viel Köche den Brei verderben. ' ° ' Anherzigkeit zeichnet sich nun die Th-onrede aus, italienische^ Staatsmann^ q Frankreich herrschte gewaltiger Jammer! Dem

welcher in Wien Kaiser F>anz Joseph die Dele-1 Differenre» hnt5nnk, r; ® .L einzelne»Zaren zu Liebe waren die Pariser Zeitungen sür firnen - das ist das geLinsam? P?ilamen1^- "e neue russische Anleihe mit einem Feuer iS

habsburgischen Monarchie, welche soeben ihre überwinden Herr SaliSburv «u Zeug gegangen, als ob der Kauf eines solchen Wert-

RLchührttche Sitzungsperiode begonnen haben, begrüßt kein?« dunklen Dünkt in^der NnMik'. S ^ ^erhaupt papiere» einem Freibillet für den Himmel glrichkomme. Mhu. Der Kaiser spricht den festen Entschluß seiner l«SSet^S£ sSSJUSr? ? ?' exitb«<fcn, weWerl Ciebenmal sollte bte neue Anleihe überzeichnet sein, ^Regierung au», ben Frieden zu erhalten, er bezeugt,!zeiunaen für bie^? er Inb tS -»tstand ein haushoher Triumph. Nun

!taß auch dte übrigen europäischen Regierungen sich aufsttllen und^ bas ist auck stwerli^ kommt der Katzenjammer nach: Die Zeichnung war

r« gleichem Sinne anSgesprochen haben, aber er b. Wilhelm bat w Spekulationssache und unaushaltsam fällt

M daß e« trotzdem nicht möglch gewesen sei Dotsdam und Li»Ä letzten Woche in jetzt der Kur». DaS war eine empfindliche Ent-

ste emopätsche Lage zu einer unbedingt sicheren zu dem Reichskanzler von Camwi^u^d^tertedungen mit!tauschung und da ein Sündenbock gefunden werden ^°lten »Nb den militärischen Rüstungen ein Ende Ministern gehabt benn^nSlt fi* "tbtdte ma eine schwarze Bonde' in

1 « machen. Der Monarch spricht die Hoffnung in her fnmm,nh,« 11J*4. to0^ °f. bie|in Pari», he mit preußischem Gelbe an der Ber-

r8 «ch daß bie friedliche Gesinnung aller Mächte den tagSverhandlungen bezSen^bet ru,fiftl,en W-rte arbeiten sollte. So lk frieden bewahren werde und fügt ben Wunsch hin-!brüte ordentliche Sttston bet brSS? ? ' ^°"en sich die Chauvinisten io diese fixe Idee

i, daß es ihm vergönnt sein möge, den Tag zu | liftfcen Generalsvnnd. m, «; w t ^en evange-1 verrannt, daß fie in bet Deputtertenkammer den rlrbvi, an welchem allen Nationen gesagt werben vorlaaen »u eC dmt Gesetze»-! Finanzmiuister auffordern wollten, dieser schauerlichen

) «nie, sie könnten fortan ohne jeb/ ®?t0e^ttS b e^ #» »ob Gesellschaft zu Leibe zu gehen. Der Minister er"

-beit nachgehen Die Thronrebe hat einen ttefen Gottesd/enste hi ^ Für ben KeTÄ M b,e bodenlose Albernheit dieser

mdmck gemacht, sie zeigt, wie die Dinge in Europa der Monarch dann zur ZB6de chulbigung und so unterblieb benn das Stras- 1 -h", skltdem ben Franzosen der Rusten-Enthusial- arosten finfSnhTrh q 8 ? alllahrlichen l gericht, weil der einzige Schuldige doch nur die «5 jn Kopfe gestiegen ist; sie vermeidet aber auch geben Jo d« innaen tttoen" brQU,'9etl wirtschaftlichen Berhältniste Rußlands find.

Glttg unnötige Befürchtungen zu erwecken, und wie stets nnmitttlbar unr W toirb e ,m Zarenreiche von Tag zu

m solche trotzdem aufgetoucht sind, so waren sie! Reichstagssession tiefe# Sckweiae» ® 1 ATn 1irauriger, der Hunger wütet mit erschreckender «h der Lage der Sache in keinem Falle her,Mini w+. 8J / Mci Schweigen. Von nächster Deutlichkeit, Not und Elend übersteigen att, (S.r<, . rrrr» -r Fnedensbund hält die Hand fest am Schwer^ I wennE der Kam»» ^der ^" wieder nnder» werden, I Raub und Plünderung neN.n 6dV$O8 8 ?S i W brauchen nicht zu denken/ daß -S sobaldE? Ä R-ichstsge be- zu. Es ist also in Wahrheit eine seht wenig ver- i

Ar 'schlagen giebt, dazu find heute in Rußland ?erttäge^werden ÄSr"08^ PlPeine gewesen, welche da# Kaiser- EDinge weniger, al» zuvor, angethan. Heute ist Fürst BiSmarck ist immer nock ÄS Rühmten Schlosse Livadia auf der

^Zarenreiche eher eine Revolution zu erwarten,»also nahe daß er die Reise nach 1 K9hI®run begangen hat. Dem bisherigen

VT- d°rt Kriegserklärung, denn Not und nach Beginn ?+USf^68t ^Roggen und einige andere Artikel

end nn Volke sind entsetzlich. Die Thronrede des »nd dann in Berlik 2 9 mat^en|l|i nun em solches für alle übrigen Feldftüchte mit

Meichischen Kaisers Hot allenthalben einen guten I Der eine Friedenskonareü ill* tnt h x I ^uin^me des Weizen» gefolgt und auch der Export »druck gemacht, und besonder» in Wien und Pest hat soeben feine K ? ' bct anbeteLbon 2Be,ätn f°a im Laufe diese» Monat» noch ver- »recht tiefen Ton in der Seele de» $Olte8 nn= patlümerÄ^ toCtbtn- ®ie 18 Rußland steht, kann man

♦♦♦N ^en. Die Worte waren warmherziger als aSa.^ ^ot wenig hieraus ermessen.

Fj s-nst in solchen Schriftstücken der Fall zu sein I mal veihnh^^ $ \ein= Sn Süd-Amerika scheint sich ein neuer großer äRon zweifelt nicht, daß die an die Dkle-1 Skandolmockii>v in I Z kosi"on, daß sich Hetzer und I Bürgerkrieg vorbereiten zu wollen, und zwar in

kette» JrBtr oer Thronrede in Wien haben

Freden die Aufmerksamkeit auf sich gezogen: fd^IÖlV sprach der britische Premierminister