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Sie batten es alle sehr gut verstaube», denn tu dn vachsteu Woche kannte alle Wett das Geheimnis. Natürlich alle auf Ehrenwort! — Während dieser Ze" verkehrte Henri al« Verlobter aus Schloß Pi«. L« ging damit besser, als es anfangs vermuten ließ; die «rwohuheit that viel dazu; mau fiel unwillkürlich in deu Ton des Verkehrs früherer Tage zurück, so daß eiu Fremder kaum Brautleute in de» beide» junge» Leute» vermutet hätte. Sie verkehrte» mit einander wie gute Kameraden, aber nicht als Verlobte viel weniger denn als Verliebte.
Die Marquise war eiu weuig erstaunt darüber. Sie gedachte ihrer eigeueu Brautzeit, die ihr fast wie em poetisches MSrcheu erschien; wäre eS auch
um der Neuheit der Sache und der liebens, würdig« kleinen Heimlichkeiteu wegen gewesen.
rrttmeite stch so mancher zauberhaft süß« "uulheS verstohlmeu Händedruckes. Hatte der Marquis doch einmal — es war am Tage
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änderungen der bestehenden Steuerrexulative nicht als notwendig erweisen, so darf doch von der Einsicht der Kommunalbehörden erwartet werden, daß
Dann aber hatte der freie, weite Blick über die £Iber' Triebe der Nächte, die ttäumerische Ruhe tu der Natur ihu wider seinen Will« auS t SIe,batb' Leichtsinn ausgeschreckt. Es war plötzlich hell iu ihm geword«.
Eines Morgens, als er ziellos in dem elterlich« urk spaziere» ging, war er durch Zufall auf b« BegräbuiSplatz feiner Ellern gerat«, der vo» einer
vor der Hochzeit gewesen — beim Durchblättern eines Albums mitten im Salon iu Gegeuwart ihrer Eltern und Freunde stch zu ihr herabgebeugt — immer eiu btScheu tiefer uud dann plötzlich feine Lippen auf ihr Haar gedrückt. Wie war fie erschrocken gewesen! Zum Glück hatte fie vorher eiueu langen Spazier, gang iu seiner Gesellschaft gemacht, sonst würde fie die ganze Nacht nicht geschlafen haben. Von alledem war zwischen ihrer Tochter und Lanzac nicht die Rede.
| war er Ur liebenswürdig, sogar zu ltebeuS. würdig für eiueu Verlobteu, zu ungezwungen iu Rede und Handlung.
Vielleicht ist das auderS geworden geg« ftüher. dachte die Marquise, aber wenn Martha stch darein 5“be2‘‘, • bwwrrhtn beschloß fie, daS junge Mädchen ein wenig auSzuforschev.
a» Dn nicht manchmal, v«v Henri bei L-rr Mr
.Ich zitter»? Nein! Wozu denn?«
2>“ "kennst doch feinen Schritt, wenn er rommrr*
mÄÄ“ ira”
.Nichts, lieber Freund, weder an ihm »och an Benn ich ste so mit einander verkehre» sehe, konnte man meinen, fie wäre» schon jahrelang verheiratet.«
ES war überflüsfig davon z« rede». Heorlot hatte ebenfalls längst bemerkt, daß He»ri sehr wenig von einem Verlobten au fich hatte. Der Einfluß der Umgebung hatte plötzlich eine Reaktion in ihm Hervorgerufe», die bet einem jnngeu Mauue, der von Wen noä) ^l°cht »ar, im Grund? sehr natürlich erschien.
Zu der Boulevard. Atmosphäre vou Paris hatte °".^°/weg, deu er eiugeschlageu, um seine Vermögens, verhältuiffe wieder zu rangier«, ihu im Grunde feineg ©erje»8 zwar auch ein wenig peinlich berührt, ftlch- Dinge tarnen ja oft vor, und die äffen? Meinung war in dieser Beziehung so nachsichtig! Wievtele Kavaliere kannte er nicht, die fich in gleicher Man Mnn?/hflber Gaffer gehalten hatten. Man nannte daS einfach eine .vernünftige« Heirat, "ud wenn mau hörte, daß dabei derartige kleine Schiebungen stattg-fund« hatten, so 6Äfte m«! stch daraus, mit einem diskreten Lächeln darüber ÄMÄ 2T“80tJ> ?°ß die Ehe äußerltch kein« Anlaß za anderem Gerede gab.
Vou diesem Gefichtspuulle au« hatte Lanzac in Edi-Sache bettachtet, und mtt demselben leicht« ®nf°n68 auch in Rocques und bei verftlg? 8cHe aaf Schloß Prä seinen Plan
,O fteilich! Gewiß!'
,Nnn, nnb was denkst Du daou?«
«Wen» ich seiueu Schritt höre, bau» — mm, bann L-UM sst!«^ m5<6te b°6 das Herr von
.Weiter nichts?«
meTÄ?!1**' *“*• w“ * w
Nicht«, dachte Frau de Prt, aber ihre Neber. £“8“”8 hatte fich noch mehr beftMgt. Die Well war ganz bestimmt anders geworden.
st° stch uicht enthalt«, auch mtt Heuriot über die Sache zu reden.
^,«D«ke Dir einmal«, sagte fie, ,D» wärest ManhaS vräuügam; würdest Du in derselben Weise ie* WahrhE? * verkehr«? Sage mtt einmal genau
»Was hab« Ett au Henri aurzusetzm, Fran
subventionierte verschiedene Theater, liebte die Malerei und war bei alledem keineswegs dünkelhaft. Erwägt mau dazn »och, daß er ein ebenso treuer als gärt, licher Gatte war uud seine Kinder aus deu Händen nug, so hat mau eiu vollkommenes Bild von Herrn Ntepht.
Anfangs verstand man sein Lächeln nicht, wenn er von LavzacS dreihnaderttaufeod Franks sprach. k »rx " "achte er, als ein guter Bekannter eine ©rtlärnng vou ihm verlangte. Aber fein Gesicht Ssavzte noch vergnügter denn zuvor. Mau sah eS HMe""' b°6 W Dantes Geheimnis ans der Zunge
„ES bleibt natürlich vnter un8", sagte er nach einigem Drängen. „Aos Ehrenwort? — Nun ich »?^??„??s^«du°derttanseod Franks gegen einen Nev rs vorgeschofleu. Sehr gnt, nicht wahr?"
-Natürlich, sehr gnt!" —
Und am nächsten Tage erzählte e« der gute Freund einem ander«: „natürlich unter aoS; ans Ehrenwort, verstanden!" —
(Nachdruck verboten.)
Ire Milchbrüder.
StawUe von Edouard Sabol. — Deutsch von H. Lembke. (Fortsetzung.)
a.,.1« Zeigt- fich eine gewisse unerklärliche Wtoff«t)dt bei den Kameraden. ES ist, als ob fie M still« u denke»: wer wirb morgen an bie Reihe Aweu? — Doch nahm bie Sache bei Henri be «Mjac balb eine andere Wendung.
.Ihr seid aus dem Holzwege«, hatte ttgend ein .Fernand« gesagt, ,er verheiratet fich.»
Snbe£te bi,e, Sache; jetzt beklagte man ihn. »Oraler Teufel! — ein so prächtiger Kerl!« einige. Andere dagegen wünschten ihm Glück U schätzt« ihu »m ft höher. .Seht Den Schlau- Mi^sagten fie. Eie sanden es sehr verständig, er sich durch eine reiche Heirat wieder ans die «tue helfen wollte.
s/id auch damit aus dem Holzwege«, wieder. rte derselbe .Jemand«, der über die Lage des Mgen MauneS vollkommen informiert zu sein schien. Lanzor legt gut gezählle bare dreihunderttausend 2rzeichmtt"den XiW' tot”“ et beB Ehekontrakt ßenn man in ihn gedrungen wäre, hätte er seicht auch noch die Nnmmem der Wertpapiere ««egebeu. Er konnte eS ja fteilich wissen, benn et in , der Lanzac bie dreihnnderttauseud Franks » öem bekauuten Zwecke geliehen hatte. Es lag 7«ir auch ein Lächeln voll boshafter Ausptelnng seinem Gesichte, als er bie Geschichte «zählte.
’et ,,3emaud" war eine eigenartige Erscheinung. F^flier von Geburt, vierzig Jahre all, wohlgenährt ein sogenannter guter Kerl, hatte er feine Hand möglichen finanziellen und indnstrtelleu w ^hmuugen, über die anch uicht daS Geringste rrok>İ« .war. Er staub bei ber Regierung in TL^.A"sehe», Nelt fich Jagd-Equipag« iu feinen ^“•em, besaß Reuuställe in Paris und Lonbon,
Wöchmtliche Bellagm: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain - Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
>en I wird e« fich empfehlen, entweder wenigstens für da» zweite und die folgende Quartale, je nachdem da» wirkliche Veranlagungsergebnis ausfällt, die dem vorbezeichneten Zwecke entsprechende Herabsetzung der Zuschläge vorzusehen beziehungsweise vorzubehalten,
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn«
HO - Quartal-Abonnements-Preis bei der Erve« *JJ<«ngeigen mmmr entgegen die Expedition d. Blatte».
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..... ....... H Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., »etlin? Hannover, Parir
Telegraphenwesen «n einer stetig fortschreitenden hinterlegten Devols stattgesunden haben Auch qt- 1740?000 JL ft j w'kst^-teno sür bisherige auf den Beschlüssen der Gemeinden beruhende Srtwickelung befindet und nach allen R.chmngen hin fttzl.che^^Maßnahmen Sf l h der Kommunalsteuern, ba# beenge S
S erfährt, haben am Sonnabend Abend eine ÄS batMa ?*? zwischen der Belastung der Ertragfteuern
und Bedürfnissen de» Verkehrs gerecht zu werden! ganze Anzahl von Berliner Rarkier« <n . BerusSgenossmschaften hatte I und der Einkommensteuer in diesem Falle bei eine»,
weiß. Ich habe dabei neben mannigfachen Verkehr»- Schreiben zugehen lassen wodurch da» Vublckum!i>n^n".^"F^b^' b°^ b^ ärztliche Begutachtung! mechanischen Anschluß an die inzwischen veränderten trleichterungen namentlich das Fernsprechwesen im aufgesordert wird ib Devot« uTh ? 2ln’aßfa?e“ durch einzelne Aerzte, sondern Staatssteuern in unrichtiger Weise v«schoben wer! n
Auge, dessen En,Wickelung in der abgelaufenen Bc- eventuell abzu^olen Es aeschiebt bZ » K «folgen solle und für Die Gemeinden, welche
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Verwaltung wiederum gestiegen ist. Ich nehme gern (Peters-Tampf-r) nach demselben wird Herr O»karP «.. Q „ . steuergesetzes nicht durch unbillige und über.
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14. der Beschluß der letzten Sitzung, betreffend den I wird im Vergleich mit hem ßrtmne k I bc6 btejentgen Gemeind«, in welchen er-
Jetttsches Leich. L rCn3hrt be? 2ß,fea’onrs®amofet* nc^ btm V'k- klassifiziertenEwkommenst«er für ^zahl!eiche° Ge-1 Fo^E ^kommensteuerziffchläge, wenn auch in der
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