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er zulet r°Ben Plötz. Die böse Welt hier oben behauptete, eS dert.) w b^rzu dasselbe "erda gewesen „J’aime, tu aimes.'
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Dem großen Historiker war fein banges Web Katzenjammer tu der lustigen Gesellschaft all. mitplich vergangen; er beteiligte fich an den aewetn. schaftlicheu Mahlzeiten und Uaterhaltunge? Ld, eh er^ merkte, war der Abend gekommen, ohne daß er >LUe ”nr et”8 ikiuer geliebten Bücher anfgeschlagen
Di« Verschwörer gegen Fran Griebels Nachtruhe
der König abstieg, bildeten Teile der Potsdamer Garnison Spalier. Der Wagen der beiden Monarchen wurde von einer Eskorte der Gardes du Korps begleitet, wöhrend eine Batterie 100 Salutschüsse abseuerte. Im Schloßhofe war eine zweite Ehren- kompagnie aufgestellt. Mittags stattete der König der regierenden Kaiserin im Neuen Palais einen Bestich^ ab; bei der Fahrt durch die mit Fahnen geschmückten Stoßen wurde der König von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. Nachmittags fuhren beide Majestäten nach Berlin, der Kaiser, um an dem alljährlichen Festesten zur Erinnerung an den Feldmarschall Prinzen Friedrich Karl von Preußen terlzunehmen, der König, um Besuche abzustatten, «m Abend fand eine Festlichkeit im Neuen Palais statt. Heute Mittwoch ist Manöver auf dem Tempel- Hofer Felde bei Berlin, Abends Galaoper. — Am vorgestrigen Geburtstag deS verstorbenen Genrral- feldmarschallS Grafen v. Moltke sand in der Gruft in Steif au eine Gedächtnisfeier statt, der die Mitglieder deS Verewigten beiwohnten. Der Kaiser ließ durch den Flügeladjutanten Mojor v. Mollke einen prachtvollen Kranz am Grabe niederlegen. — ®ie erste telephonische Verbindung zwischen Deutschland und Oesterreich ist Dienstag mit Linie Zittau-Reichenberg eröffnet worden. — In diesen Sioflen finden die vom preußischen Kultusminister angeordneten Beratungen über die Regelung der Lehrergehälter in den westl'chen Provinzen im Beisein des Ministerialdirektors Dr. Kügler und
Kaiserlicher Erlaß an -as preußische Staatsmini Kerinm.
3.-
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Bestellungen für die Monate November Dezember auf die
«bst Amtlichem Kreisblatt für -ie Kreise Marbnrg «n- Kirchhain sowie Illustriertem Sonntagsblatt werden von allm Postanstalten, Landbriesträgern sowie von unserer Agentur Herr Buchbinder B. Rindt in Kirchhain und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen.
(Fortsetzung.)
.Da saß fie am offenen Fenster und lernte aus dem
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Kamerun den Gehorsam gekündigt und den zur Stiftung de« Fiieden« entsandten Kanzler Leist an- gegriffen. Gleichzeitig hatten fie ihre Hauptfitze befestigt, den Fluß gesperrt und fortgesetzt Drohungen gegen das Gouvernement gerichtet. Die Behörden v«s Schutzgebietes erachteten es zur Auf, echt erhattung der teutidjen Ansehens und Gehorsams für erforder- l'ch, die Abo Stamme mit Gewalt zur Unterwerfung zu zwingen. Tie Mittel boten sich in dem Umstande, d°ß, der Hauptmann v. Gravenreuth, mit einer Ex- pedition nach dem Süden des Schutzgebiet« beauftragt, feine Kolonnen in Kamerun sammeln mußte, sodaß sie zu einem Streifzug gegen die Abo« verwendet werden konnten. Gleichzeit g hatte der stell- vertretende Gouverneuer, Legationsrat v. Schuckmann beschloffen, den Flußdompfer „Soden" zu befestigen und ebenfalls, stromaufwärts gegen die aufständischen Stämme zu führen. Nach einem soeben eingetroffenen Telegramm ie« Legationsrat« von Schuckmann ist der Zug gegen die AboS erfolgreich gewesen. Die beiden befestigten Houptorte Nuang und Benokwase wurden nach erfolgter Landung und heftigem Kampf von der Expedition Gravenreuth gestürmt und diese Orte sowie verschiedene Nebendörfcr zerstört. Bon den Expeditionstruppen sind vier Matrosen verwundet, im übrigen drei Schwarze tobt und vierzehn Schwarze verwundet. Die Verluste der Abostämme sind sehr groß. Bei dem Oberkommando der Marine ist hierüber von dem ältesten Offizier der westafrikar i'chen Station, Korvettenkapitän v. Dresky soeben folgende,
l. Oft, itin. rrd.
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bet bestehenden Gesetze mit Nachdruck gegen die Zuhälter eingeschiitten werden kann. Die Aufgabe fällt der Polizei und der Sttafgesetzpflege zu. Es wird der Polizei ein kräftige« und unter Umständen rücksichtsloses Vorgehen gegen die Aussä reitu'.grn jener Menschenklaffen zur Psticht gemocht, zugleil aber werden die Exekutivbeamten darüber zu verge wiffern sein, daß fie bei thatkräfiigem Vorgehen nicht nur Meine Anerkennung, sondern auch Meinen Schutz finden werden. Was die Anwendung bei bestehenden Strafgesetze anbelangt, so wird darauf bil-zuwetsen sein, daß die Gerichte bei ihrem Urteil sich nicht von einer falschen Humanität leiten laffen und demgemäß auch bei ersten Fällen aus ein möglichst hohes Strafmaß erkennen. Im Anschluß hieran wird zu erörtern sein, ob und in welcher Weise es etwa eine Aeuderung oder Ergänzung des bestehenden Strafrechtes bedarf. Auch das Strafverfahren wird einer näheren Prüfung zu unterziehen und werden dabei Maßregeln zu erwägen sein welche eS verhindern, daß Verteidiger, uneinge- denk ihrer Pflicht, zur Ermiitelung der Wahrheit beizutragen, e« zu ihrer Aufgabe machen, dem Unrecht selbst durch frivole Mittel zum Siege zu ver- >elfm.. Nicht minder ist Vorsorge zu treffen, daß bie Wurde dis Gerichtshöfe« sowohl der Verteidigung wie den Angeklagten und dem Publikum gegenüber unter allen Umständen gewahrt bleibe. Endlich er- ck eint es geboten, daß in Fällen, in welchen bie chwersten sittlichen Schäden den Gegenstand der Serhandlung bilden, die Oeffentlichkeit de« Ber- ahr-ns ausgeschlossen werde. Gegenüber den be- trübenden Erscheinungen des Heinze'schen Prozesse« ist es Mir eine erfreuliche Wahrnehmung, daß bie großen Gefahren unb Mißstände, welche der Prozeß bloßgelcgt hat, von allen Schichten der Bevölkerung in ihrer vollen Tragweite erkannt sind, daß die öffentliche Meinung einmütig bie Notwenbigkeit wirksamer Abwehr hervorhebt. Die« läßt Mich wffen, baß ben von Meiner Regierung zu treffenben Maßnahmen biejenige Unterstützung innerhalb der gesitteten Kreise Meine« Volkes nicht fehlen wird, ohne welche eine durchgrerfende Abhülfe nicht erwartet werden darf. Neues PalaiS Potsdam, ben 22. Oktober 1891. Wilhelm E. An tat Staat«- ministerium."
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öeuenna<bbarn vor mtt jenem würdigen, etwas in,« Hr blostanbe, wie wir. ihn an ben Mnsen- |to ? unserer westdeutschen Hochschulen gewöhnt find 60th8i)e” «an im Osten in der Regel nur bei den i »ktMH 3)08 rührt wohl daher, daß ans
1! tfitr« "ur die Söhne der sogenannten
-Lpie ^^.FaEen in Bonn unb Heidelberg stvdteren, °ber von Natur ja „ein adlig Ri *?k 6tmrott dar wenigstens von
Rheinländern behauptete. Bemerkenswert dabei
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___Dimmte der Jurist bei, „wir ^«Wichtigeres zu bebenfen. Wie wollen wir die
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am 21 Oktober von Kamerun abgesandte und in
_ 8 ‘ ________________I darauf hrngewiefen wird, daß de» Berliner Gymnasien
I die Lehrpläne nicht zur Begutachtung zuge'andt MWs Keich. I worben seien, so kann mitgeteilt werden, daß eine
W Berlin 2R nhü. ea.(. e .. u allgemeine Versendung zur Begutachtung niemals in
ichste begrüßt. Der König trug bie Uniform feine« lauSatbeiturg eines Gesetzes in Berlin'"belwästiot* preußischen Regimentes, ber Kaiser bie beS 1. Garbe-1 mX bie ® efellf Tnf tfn "
auf dcmBohnhvIc tvutöe «om ®attfSlg«.8«iaiUon rraSu" B n• roifsscfia^tä’cöl9'"
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’Ä Är «runiAn. S a . L Damit nahm er feinen Korb »lebet ans und schlich
sBfahanfeinln : baierischeu I sich in das ihm bezeichnete Hans.
ber Lettin. ‘ r“»8 u“e*mLB I Unsere Karzerhelbeu hatten nicht lange zn warten.
SBenn fn 6 b5nI^e b"U"kt. Jm Grnube der dunklen Dachluke gegenüber tauchte
Wenn irgendwo, so konnten dort herein die ersehnten leine Helle Gestalt auf. Jetzt boa Re R6 bernnsVn zetchnett Stelle'"Dem B-dtti^nr6 V'ItDOr Boisichtig war er der Fensteröffnung
^ei ibrtm SIoMen lonntenl genoßt, denn er traute nicht, daß ihn ein Willkommen
her 6 ^8 r»schellen, begegnet I wie unten treffen könne. Aber der kleine Theologe hatte
Seh ^"^«legenen l bereits längst d°S mit feinem Tascheumeffer beschwerte
witS nach dem gegenüberliegendenIEnde der Waschleine binfiberaefdilenbeit SRßrfel welchem etwas höher liegend, ebenfalls ein! hob eS auf, zog eS durch den Öeukel des Rasckeu- atonte ^8eufenster gelangweilt in die Nacht hinein I korbe», nnb nnn glitt letzterer vergnügt hoch über 6inel?°3b?e5«nbiötieb*“* äÄ”h8etaeIarmen Gefangenen" De?Streich war^ttuugem b”
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F;ödeILIant. Schleunigst brachte unser Psälpr H ♦ vuutöH,fflC” “«weawer.
fetara Plan zu Papier und bemerkte am Schluß:! 8m anderen Moraeu*erwack>te Juckel ta Mn,,
ifi/ita? Ä6“ um zehnlKarzerzelle sehr ftüh. 6(5r war gewöhnt, zettig aufl io« Äfi^tetn 6ie fich nm keinen I znstehen und hatte abends vorher nicht wieder aeaen
Menschen, der Ihnen etwa -ns der Treppe begegnet.,feine sonstige SIM gefftuli», 8 8
Urne Kampfe i» Kamerun.
™ ?? „^ühjahr liefe« Jahres hatten die am Abo-Fluffe wohnenden Stämme dem Gouverneur in iim'flÄnM«*.» ^stbeutsche Museusohn nach den so umständlichen VorstellnugSzeremonien sogleich einen UnIerOflr,eiA MR^riIt^n "Zuschlägen weiß. Kw 'f u N?" “Jt glühender Seele Dabei; so dünkt es dich billig und recht."
Auch unsere beiden Berliner sahen fich bald wie unter lauter alten Bekannten. Man erzählte, weshalb mau brummen mußte. Natürlich war jeder unschuldig k/'d°unert worden, und die alte Karzerdevise: „Bier, in P-rmanenz erklärt. «18 Meckel berichtete, wie so viel schönem feuchten Stoff durch die Tücke der Karzermutter der Weg ans der Ueberziehertasche in die durstigen Kehlen der worden sei, da beschloß man ft"?.^°chewerr zn gehen, welche» zunächst buriu bestehen sollte, daß der in Frage stehenden glfifPgleit eta neuer Weg zn ihrem Bestimmungsort gebahnt werden sollte. Mau entschied sich für den des nächtlichen Heraufzuges und hatte bald zu beffe! so«ier P“8 "bttge Strickmaterial in Fran Griebels Wäscheleinen gefunben, die fich auf dem Oberboben von Balken zu Balken spannten.
„Um halb zehn Uhr ists finster, ,nnb die Nacht- röte find Dann noch nicht aus Den Beinen; ich werde also nm halb zehn unten auf ber Straße Reben. Ruf Wieberseheu bis bahin." Möckel^empfahl fich unb eilte, eiuaebeuk der schon stark überschrittenen halbstündigen AufenthallS-Frist der Schelle m.
Ans fein Lünten enschien Vater Griebel und ent. riegelte ihm den Kerker.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbnrg nnb Kirchhain. — ________Allnstnertes Sonntagsblatt. M-» ->,. M 3113„,
scheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und <---------——— ----------------------------------------------
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Bestellgeld). JnsttttonSgebühr sirr die gespaltene Znlr DvNNerstaN 9<4 Dffnfipr 1QQ1 «Afsel, Magdeburg rr.Wien; Rudoff XXVI
__10 Pfg-, Reklamen für die Zeile 25 Psg. ÄU. XjUÖUCr Moste in Frankfurt a. M-, Berlin, München u Köln • a P AAV1 x)llUrgllNg«
" --- Daube u. L°. in Frankfurt a-M., Berlin/Han'iwver.'^M.
'Aber Möckel", klang eS vorwurfsvoll zurück.
weine ja gar nicht solche Sttippe, h die! teJ*e in Berlin zum Weißbier getrunken wird; ich Och k?.e Sanz richtige Kordel, nm die Flaschen Nachts "die Höhe zu ziehen. Verstehst Du?'' " 1 h». ' *9 baoe von gestern genug." Und der Se. V« rieb sich trübselig den Kopf. Eein Fremch rApl.| chw war der Meinung, eS sei gar nicht schön, nur OT1 Ä beulen, die fleifergenoffen würden
K. 17 e>ett frischen Trunk dankbarer sein.
“vt 'Z°. haben wir nicht Einzelhaft?'
“’S sa^ffott bewahre; nur bie Hanpithür wirb abge.
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richtig 4>rur reine Ahnung.'
s Lehn Lr,» »weltgewanbte ThemISjünger stellte, auch jetzt Franz» grillen vertauschend, erst fich, bann seinen Freund
1CH6 Mr Lime in Frage kommen, inwieweit auf Grund
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Die beklagenswerten Erscheinungen, welche bas Ettafverfahren gegen bie Eheleute Heinze hat zu Tage treten lassen, beunruhigen Mein lanbesväter. I'chen Herz fortgesetzt. Obwohl Ich dem Justir- Minister Meine Auffoffung bereit« im Allgemeinen Abgegeben habe, unb obwohl Mir bekannt ist daß stittnS ber nächstbeteiligten Minister bes Innern und ber Justiz vorbereitende Schritte zur Be- seitigung ber aufgebrckten Schäden eingeleitet sind, ^ängte es Mich doch, auch die Aufmerksamkeit Meines Staatsministeriums auf diese für das Wohl de« ganzen Landes so bedeutungrvolle Angelegenheit Mzmenken und dasselbe zu veranlasset', Mir auf Gnmd der von den Reffort-Ministern gepflogenen Verhandlungen thunlichst bald bestimmte Vorschläge zu machen. Wenn Ich dabei auf diejenigen Ge- Wspunkte Hinweise, welche Mir für die Beurteilung hervorgetretenen Mißstände und der zu ihrer «bwehr zu ergreifenden Maßnahmen besonders
' wHt,g erscheinen, so halte Ich Mich dazu umsomehr 7 ^bunden, als das Recht in Meinem Namen ge- 1' Wen wird und Ich von dem Bewußtsein der Mchien, welche Mir als oberstem Hüter des Rechte« M der Ordnung obliegen, voll durchdrungen bin. «r Hemze sche Prozeß hat in erschreckender Weise All hrt8,'efl™ ba8 Zuhältertum neben einer auSge-
BI S n Prostitution in den großen Städten, insbe- Wl Berlin, sich zu einer gemeinen Gefahr
str Staat und Gesellschaft entwickelt hak. Behuss vnrg,scher Bekämpfung dieses Unwesens wird in
(Nachdruck verboten.)
. -«»» Serli« im Kake«.
(2b vuitorcske aus dem Studentenleben von Georg Windeck.