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Kreise Marburg und Kirchhain sowie Illustriertem Sountaysblait werden von allen Postanstalten, Landbriesträgern sowie von unserer Agentur Herr Buchbinder B. Aindt in Kirchhain und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen. i
dien ober dem .Buch Zoroaster« legten
Zeugnis für die Lebhaftigkeit einer Studenten« WeK&eJ>fe dreimal sechs Punkte zu einer 60 " Räubergeschichten zu kombinieren vernaud.
1 1890 erst 5 °/0 eingezahlt sind. In den BerwaltungS- rat wurde Herr Bergrat Dr. Busse erwählt. — Maior von Wißmann will auS dem Kolonial- dtenst ausscheiden. Wie der „Nat.-Ztg." berichtet wird, hat Major v. Wißmann infolge von MeinnngS- verschiedeuheiten mit dem Gouverneur von Deutsch- Oftafrika, Frhr. v. Soden, feine Entlassung aus bem Kolonialdienst nach gesucht. Hoffentlich werden sich diese Differenzen beilegen lassen. — Der Wiederbeginn der Reichstagsarbeiten erfolgt nun- mehr bestimmt am 17. November und zwar wird man sich, nach Lage der Dinge, zunächst mit dem Krankenkossengesetz zu beschäftigen haben. Vielleicht werden diese Beratungen zu Ende geführt, bevor man an die erste Lesung deS ReichshauShaltsetats herantrrtt, wenigstens wird dies in Berliner Abgeordnetenkreisen angenommen. Die Mitglieder werden Gelegenheit erhalten, sich in der Zwischenzeit mit dem Etat genau bekannt zu machen, der, wie jetzt mit Bestimmtheit verlautet, doch in weiterem Umfange, als man bisher angenommen hat, von dem des laufenden EtatSjahre« sich erheblich unterscheidet, und zwar beschränken sich die Abweichungen keineswegs in der sonst üblichen Weise auf Mllitär-, Marine-Verwaltung und Auswärtiges Amt, vielmehr werden auch die meisten übrigen Reichsämter be- merkenswerte Aenderungen in den Ansätzen aufzuweisen haben. Die EtatSbeforderungen für die Kolonien dürften sich nicht sonderlich von den dies- jährigen unterscheiden. Dagegen ist es nicht ausge-
«.-"Das hast Tu damals bei dem Mediziner anch Mt, der sich eine ganze Apotheke mstbrachte, und |2<tr Wein in allen Flaschen. Weißt Du Wie sie dann die hdbe Nacht oben gefangen
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Mark. Die Vorzugs-Aktien erhalten keine Dividende, da auf Verzugs-Anteile vom 1. Juui 1890 bis 31. Dez.
Fällen nur dann dienen, wenn nicht bloß die Unterschrift des instrumentierenden Beamten legalisiert, sondern die Urkunde überdies mit der Bescheinigung versehen ist, daß sie den am Orte ihrer Errichtung geltenden Gesetzen entspricht und dadurch bif Zu- ständigkeit jenes Beamten zur Aufnahme der Ur- künde sowie die Statthaftigkeit des Inhalts der letz- teien bezeugt wild. Die Instruktion der Königlichen Ministerien der Justiz und der auswärtigin Ange- legenheiten vom 22. März 1833 geht davon aus, daß derartige Bescheinigungen in der Regel von den höheren Gerichten (Landes-Justijkollegieu) zu erteilen seien, und mit Rücksicht hierauf sind Zweifel darüber entstanden, welche Behörde gegenwärtig hierfür zuständig ist. Im Einverständnis mit dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten Hot der Justiz- M,nister daher in einer Verfügung vom 17. Oktober b. I. aufgrund des § 77 des Ausführungsgesetzes jum deutschen Gericht!versassungsgesetz vom 24. April 1878 bestimmt, daß die vorerwähnte Bescheinigung «e^tLto*e b’e gerichtliche Beglaubigung amtlicher Unterschriften zum Zweck der Legalisation im diplomatischen Wege durch den Präsidenten deS Landgerichts zu erfolgen Hot.
Stuttgart, 26. Okt. (Das Testament deS Königs von Württemberg.) Wie der Staatsanzeiger für .Württemberg über den Hauptinhdt des Testaments de» verstorbenen Königs Karl mitteilt, ist die Königin Olga zur Universalerbin eingesetzt. Da» Mobilar, welches zum Pridatvermögen des verstorbenen Königs
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möblir e Stab« mer. t. m. 1 1 Zim DH.
wie w ihm denn, lag er nicht selbst gestern h ‘r“ Spiele ob? Ja gewiß, und sein Freund verlor immer. Gestern abend freute ihn sein eigenes Glück, jetzt begreift er allmählich, daß Mücke! nur die Unerfahrenheit des ehemaligen Mitschülers benutzte, um diesen aus austäudtge Weise frei halten zu können. Was wird Möckel jetzt von ihm denken? Muß er nicht glauben, daß ein deutscher Student fftt ein Linsengericht, denn Linsen und Weißbier kommt ja schließlich ans eins heraus, feine Freiheit X ßweit gikommen, nnb diese Kerkerhaft ist reichlich verdient. — Wer mag nur eigentlich das niedliche Kind sein, das da drüben so fleißig hin und her läuft? Jetzt hat sie eiu Buch ge. nonjmen und M ans Senfter gesetzt. Wie alt kann fi-lein, die Kleine? Vierzehn Jahr. — Nein, doch 1 utcht, das kurz geschnittene Haar macht sie bloS so inng. — Schade, da geht sie schon wieder weg. Na iss- warum starrt er sie auch so au.. Ein fittsameS Mädchen erträgt das niemals. Man soll ja den Blick der l°us-°us-iuem rnht, fühlen können, nicht bU8J!!,Iu. Sicher hat ihr der seine weh gethan.
Während der blaffe Gefangene also tiflbfienfgen Betrachtungen nachhärgt, macht Frau Griebel das Zimmer fein sanber, ordnet die Bücher tu Stößen °u , b--l Tische, die Betten auf der hölzernen Lager- sta t und fräßt nun, ob der Herr Studiosus noch ein weiteres Begehr habe. Die Frage wird verneint, und die behäbige Alte trodell der Thür zn, wo fie ton dem Hereinstürwenden Möckel schier nmgerannt wird, der mit den Worten .Bruderherz, heut brummst Du noch umsonst, die Alten kommen erst morgen« auf beit M <
(Nachdruck verboten.)
L. Jung-Berlin im Kasten.
Humoreske aus dem Studentenleben von Georg Windeck.
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fiuti Bi» w Däuser hier aus, als ob fie noch fest schliefen.
L?°ss»rift der Hanptthüre hd schon recht: .Laß, Hoffen draußen.« Seine Genoffen nebenan allerdings anderer Meinung zu sein, fort«IDu noch umsonst, die 8 M dört mau die Würfel raffeln uud eine wahre Ians den Freund zustürzt. H don «nobelbestimmungen, von der einfachen! Der überlegenem 3m
Dankschrrften für koloniale Forderungen eine Er- besonnt» notdürftiaeArmeund 100 000 Mk
andere Staaten haben Sonder-Jntereffen in Chinw wurden Ä 9 SarI erfaßt
Aussprachen zwischen den europäischen Kabln eilen!_______'__
«den wohl zu bestimmten Abmachungen führen.!
Gegenüber der Behauptung, daß dieses bereits AttStattd.
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7, J , .öer war. — Oeffeut-Iwird aus Bern folgendes Genauere telearavbiert• . $e llrkünden, welche tm Jnlande er-1Das Dorf Meiringen, welches im Jahre 1^879 total
(Fortsetzung.)
»Hast Du denn seine Sachen untersucht?« fragt £? die voifichtige Hausfrau, die sehr wohl weiß, UUl U s-lteu einer ihrer Pflegebefohlenen ohne 6er. wttne Herzstärkuugen ankommt.
'§isiiation iS bei dem nicht nötig, der iS lamm- ___, behauptet der Eheherr dagegen.
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Luftloch weite°r"^bg!strast ?n^werd'e? - '°De8! ./»Gewiß. In Beziehung auf das braune Gegen. Eltern fammen erst mmgen?«' ' haben das Deine Herren Vorgänger anch schon
.Ja, fie haben telegraphiert.« I&R** besorgt; steh nur die vielen brennenden Herzen
,Na, teilen hätten wir die Haft dock nickt ffinn.n IL? hier!.am Fenster angemalt find. Alle von einem
s° will ich schon Deine drei Tage geduldig^abfitzen.«I
Möckel schüttelt dem biederen Stellvettret.t n«« I weifan fie her? Alle von drüben. Wenn Dich
Zrt die Hand nnb fährt fort: .ES lebt fichganz!^- ° Ik8 ”” bte Setfe boM*
hübsch hier, war? Wie ich sah, liebäugelst Du schon .
Mit Deinem hübschen vm-t- vis. Soll ein aan.I £ie ®u. mtr au3 Herz und Schädel, Patentes Mädelfeinbat mirm.in Braunlocktg wßes Katzergretel.
w'eu’Lti Ä.W» »ÄtL ” **
fie sich beobachtet alanbt S X ?a sind nur einig drüber.
berteibktS«r«S.8bt P toefl bOm Muster«, I Fiel mir ein Lied ein, ich gesteh',
^Jatontler. Der Gretel widmet ich's lieber.«
tnSte ^Ek aus Widerspruch: „Na das! »Glaub' mir nur, die kleine Hexe da drüben der,
in»»* ^ssrzergrethchen es nicht gern hat, wenn! stand sich schon auf allerlei SüMe, als fie noch in
PZ LÄkkür b” N°m- die TöLerschule Ln7 ™
? B w T”r nf* I (Fortsetzung folgt.)
W. Berlin, 27. Okt. Der Kaiser empfing a» Sonntag den Herzog Albrecht von Württemberg <mS Stuttgart, welcher den Thronwechsel offiziell «"zeigte. Am Montag Morgen hatten die kaiserlichen Majestäten von 8 Uhr ab einen gemeinsamen Spazierritt in die Umgegend von Potsdam unternommen, von dem dieselben gleich nach 91/* Uhr vormittags nach dem Neuen Palais zurückkehrten. Bon 10*/i Uhr ab konferierte der Kaiser alsdann mit dem preußischen HondelSminister Frhr. von Berlepsch und arbeitete um 117* Uhr längere Zeit mit dem Chef des Zivilkabinetts. Um 17. Uhr »ochmittogs sahen die Majestäten den Generalmajor * la suite Grasen v. Wedel und den Grafen und! .... die Gräfin Görtz als Gäste an der Frühstückstafel, 'ehr-mi r— Kasser Wilhelm erwies dem Herzog Albrecht von Württemberg die Auszeichnung, ihn i la suite des Kürassier-Regiments Herzog Friedrich! Eugen von Württemberg (Westpreußisches) Nr. 5 ju fallen. Der Stab dieses Regiments dessen Chef der verstorbene Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch jbon Rußland war, steht in Graudenz. — Heute, Dienstag, Vormittag 10 Uhr erfolgt die Ankunft! de» König» von Rumänien in Potsdam-! Der Empfang desselben wird in Potsdam auf dem! ! dortigen Bahnhofe mit allen einem König gebührenden Ehrenbezeugungen stattfinden. In den Straßen **ö arttb die Garnison Spalier bilden. Der Wagen, J in welchem der Kaiser seinen königlichen Gast einholt, I!
if._ ^ner berittenen Eskorte begleitet werden. I Fueivreien oer y)ejeui®aft am Geschäfte reaen Anteil
begeben, um die Kaiserin zu begrüßen, und dann
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain. - ^llastnertes Sanntagsblatt. m $„I0, „„ w. M
scheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und rm r ;---------— ___________
Marburg, »ÄÄ.5.Ä
Mittwoch, L8 Oktober 1891. XXVI. Jahrgang.
“-- Daube u. So. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover. La^s.
.. ,u”ttr dem Vornande, dem Ankömmling einrichten M LW»» begibt sich Fran Griebel in» Pala s rttial l0, am Ende wirklich erstaunt über das geseste
S?.be,Br ,mut” nnb über die völlige Vor-
Hrssirwäßigkeit seines GepöckS.
Während die strenge Serkerrneisterin noch also °»t, während fie alle» was Bücher heißt gewissen, von dem trennt, was zum Lett gehört, und fich tteut, daß Dottor Knopf selbst .eine irbne Li Schale« einzupacken nicht vergessen hot, ist der te Eigentümer dieser Habseligkeiten an» Fenster «tu nnb starrt zwischen den Etsenstäben hinbnrch °>e Straße. ES regnet; na ja, das fehlte auch « Unten iS kein Mensch zu sehtn; wer wagt sich auch 'raus? Unb durch die schmale Seitengasse, ?ute ba groß kommen? Am Hellen Mittag sehen
Bestellungen für die Monate November!"". ber ,?u Ehren veranstalteten Tafel teil, md Dezember auf die !Später folgt bet Zapfenstreich. Am
to^ f* a m e , | Mittwoch wird sich der Kaiser mit seinem könig-
Fa$ Berlin begeben, wo auf dem V/VV>ÖV11. Tempelhofer Felde ein Gesechisexerzieren der mit
nebll <- m a r. fp“nt auet Garnison vereinten Berliner Garnison
ueost Krersblatt für die l ftatifinden wird. Am Abend ist Gala. Oper. —
**--«-*■ * ' Die Berufung der preußischen General-
^lsynode auf den 10. November wird bestätigt. I Von den Vorlagen, welche zur Beratung gelangen l sollen, werden genannt; Einheitliche Regelung der Gnadenzeit,- Aenderung des Gesetzes über Penfio- l nierung der Geistlichen ; Aenderung der Aufsicht der 1 Ktrchenbehörden über die kirchliche Vermögens- I Verwaltung; nachträgliche Genehmigung einer Brr- I änderuvg des KirchengebeiS. — Bei den diesjährigen Kirchenwahlen in Berlin wählten 14 Gemeinden liberal, 16 positiv und 4 Karteükandidaten. — Mit
Ineuen Modellen eines Armee-Revolvers werden seit einiger Zeit Versuche in der Jnfanterie-Schieß-
I schule und in der Gewehrfabrik zu Spandau ange- I stellt. Bisher ist noch ein Revolvermodell 71 mit I großem Kaliber in Gebrauch. Es ist nun auch bei I dieser Waffe die Einsührung eines engeren Kalibers geplant. — Die Deutsch - Ostafrikanische «Gesellschaft hielt Montag in ihren GesellschaftS- ! räumen ihre diesjährige Hauptversammlung in Berlin ab, welche wenig zahlreich besucht war. Von den Anwesenden sind hervorzuheben: Fürst zu Hohenlohe- Langenburg, v. d. Heydt, Direktor im Reicbspostamte Sachse, L. Delbrück, Baurat Hoffmann. Der Geschäftsbericht für das Jahr 1890 wurde angenommen und Entiastung erteilt. Das Geschäftsjahr 1890 »st im Großen und Ganzen als ein erfolgbringendes zu bezeichnen, insbesondere ist durch den Vertrag mit der kaiserlichen Regierung eine ausgezeichnete Basis sür weitere Operationen gewonnen worden. Der Handelsbetrieb hat gegenwärtig schon einen erheblichen Umfang. Die Zentralleitung muß einstweilen in bcloffcn tperben, bei bulch bie vox-
hanbeneu Verkehrsmittel noch keine genügenbe Ver- bivdung der einzelnen Küstenplätze untereinander hergestellt ist. Auf die Erwerblthätigkeit in Mikindani ist nach Abgabe der Zollverwaltung verzichtet, weil dte Umschläge an diesem Platz unter Erwarten gering waren, hingegen nehmen in Tonga, Pangani, Bagamoyo, Dar-rS-Salaam, Kilwa und Lindi die Faktoreien der Gesellschaft am Geschäfte regen Anteil