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sich rückwärts, der Thöre zn, weil er sah, daß man hier seiner für hent nicht mehr bebnrfte. Der auf dem Paukboden gestählte Jnrift hatte den schmächtigen Historiker umfaßt, daß dem die Rippen knackten, nnb T*L , gemacht, daß man die Märzweißen eigentlich «leich mal auf ihre Böte proben müffe. Heidelbergs glücklichste Leute waren nnstrettig an diesem Tage die beiben Freunde, der eine i« Vorgefühl einer guten That, der andere im Gedanken an die bevor, stehende .goldene Zeit, an diese Tage der Rosen."

Am nächsten Morgen hatte Frau Sonne, als fie wie gewöhnlich zwischen 9 nnb 10 Uhr ein wenig in das dnmpfige Parterrezimmer des stud. hist. Juckel hnonte, einen recht merkwürbiaen Anblick. Der blaffe I fleißige Gelehrte lag, noch bläffet als sonst, auf feinem 8ett, aber nicht in dessen Längsrichtung, sondern die I Euerer- seiner keuschen Ruhestatt warktreud. Seine! Beine vaumelten erdwärts. Schuhe nnb Hose waren! ni$t inte sonst znm Reinigen hinouSgegebeu; obgleich! ie heute mehr denn je der bürsteudeu Sorgfalt ber| Auftoarteftau bedurft hätten, sondern bekleideten noch! Fuß und Schenkel des Ruhenden. !

.. =26t an die Thür. 6in Seufzer, tote!

Hk'reu voll tiefsten Jammers entringt, I war die Antwort. Der draußen Harrende mußte diesen Schmerzenslaut für ein .Herein" gehalten! m»bt«'a<nn£t!Lto.nt^e geöffnet, und der Dienst.! mann Knopf trat ein. Mit feierlicher Verbengnnal "derreichte «ein offenes Schreiben; e» war dasselbe,!! sÄ8 2P5deI 0«ft,rn d«m Freunde gezeigt hatte, die! Einladung zur Karzervistte. j

lDokto!°Kul>p^ i# flebe9tcr HE»ug dem würdigen I« dem großen Portal des Hinterhanfe» der Universttät wurde Halt gemacht. Der erfahrene I Studentendienstmann klingelte; bald darans bewegte I fich der Trauerzng in das Innere des Hanse». Hier 1 kmpfiug ihn der Sarzervogt, dem Knopf, schweigend I wie immer, das EiuladnngS. Dokument überreichte. ! ®<r wlte Griebel zog sein Käppchen und schrttt mtt ! den Worten .Palais royal, wenn« gefällig ist", die I M"e Treppe zu den höheren Regionen voran. Ein Schloß klappert und wird entriegelt, daun kreischen | Thürangeln, und eS öffnet sich der Vorraum zu den I Gesänguiskammern. lieber dem Haupteiugauge steht u großen feuerroten Lettern die Hölleuüberfchrist zn lesen: Lasciate ogni sperenza (Laßt jede Hoffnung draußen), und an oer g-gruüberliegeubeu Wand hält da» RieseubUd eine» schwarzen Retters Thorwache Etwas vertrauenerweckender blickt dagegen dir wohl, getroffene Kopie des HolzbildeS wetlauv PerkeoS de» Zwergen und kurfürstlichen Hofnarren drein, welcher |»it erhobenem Weinglase den Ankömmling mit den untergefchriebeueu Worten grüßt: .Auch dieses Orte» Genius ist feucht." lieber den Zelleuthüren steht der Name je eines Lustschlosses. Vor Palais royal hält Sriebel au, raffelt wieder mtt seinem Schlüffelbnnd- xuv öffnet.

I Russland. Neber die Verschwörung in Süd. rußlaud sind jetzt der .Köln. Zig." zuverlässigere I Berichte zugegangen. Darnach wurden in Kiew 170 Studenten (nicht fünfhundert) verhaftet. Etwa die I Hälfte davon soll noch Petersburg auf die Peter- Paulsveste gebracht werden, oder schon gebracht sein während die andere Hälfte in ihre Heimatsorte ver- wird. Al« Grund für diese verhältnismäßige Milde wird angegeben, daß bereit« vor längerer Zeit lein Befehl des Zaren an die Generalgouverneure ergangen sei und diesen aufgetragen habe, bei solchen Verhaftungen vorsichtig zu fein und nur nach schwer­wiegenden Beweisgründen vorzugehen, um den jungen Leuten die Zukunft nicht ohne Grund abzuschneiden. IWaS dre Verschwörung betrifft, so sollen in allen größeren Städten des südwestlichen Rußland« nihi- listische Zweigkomitees bestehen, von welchen einige der wichtigeren aufgehoben wurden. Mau sand nicht blo» in Moskau, sondern auch in Cherson eine nihi-

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bureau de recrutement, etwa unseren BezirkS- kommandoS entsprechend, und formiert ein Landwehr- Regiment. Tie Nummerierung läuft durch die Korp«, da« erste stellt also die Regimenter 18 und so

wähl für den siebenten Wahlbezirk de« Regierungs­bezirks Potsdam (West-Havelland), StadttreisBranden- burg, Jauch-Belzig), wurde der Rittergutsbesitzer v. Bredow zu Saudin (konservativ) mit 321 Stimmen

» Paragraphzrichen umwandelte nnb nun den -ßotf(briften des genannten Comwent - Paragraphen .ES wird weiter getrunken» getreulich nachlebte.

besonderen «ult trieb er mit dem Slocken- schlag, der seine Nnmmer durch die Stadt rief- eine Sinnbe vor Mittag nnb vor Mitternacht kaufte er fff J kaufen der vollen Biergläser el

pflanzte selbige der Reihe nach vor fich ans nnb her. leibte ft# nun während jeden GlockenschlogeS eines «a? an» e£*r r^arcrb<r/Ifte Schlag verhallt, so letzte Tropfen gi trunken nnb Knopf ffir^beenbef 9rÜ6'' beziehungsweise Nachtschoppeu

______ .... Bei der Mobil­machung treten die nicht für das Linien-Regiment .rotigen Reservisten mit diesem Stamm zu einem Bataillon zusammen und dieses blldet dann zusammen Imii den beiden ersten Bataillonen de« Landwehr- IregimentS der Subdivision, aus welcher der Ersatz I für das Linien Regiment kommt, ein neues, das 1 gemischte Regiment, welches eine um 200 höhere I Nummer als da« betreffende Linienregiment sührt und von dem Oberstleutrant bei letzteren kommandiert totrb. E» ergeben fich also die Regimenter 201 bi« 344, welche dann in Divisionen gegliedert und den mobilen Armeekorps zugeteilt werden. 72 Regimenter, bie mit den ungraden Zahle», finb jetzt zusammen­gezogen worben. Die Reservisten der Jahrgänge 1883 und 1884 bildeten mit dem Stamme da« erste Bataillon, die Wehrleute der Jahrgänge 1878 und 71 das 2. und 3 welche auch mit Landwehr- Osfizieren besetzt waren. Da« erste Bataillon trägt am Kragen die Nummer des Linien-Regiments, daS zweste und dritte die» de» Landwehr Regimenter. Diese Ungleichheit soll auf Wunsch der Offiziere be­seitigt werden.

(Nachdruck verboten.)

Imrg-Berlm im Kaken.

Humoreske aus dem Studentenleben von Georg Windeck.

Lokaliti P t nutzunc

- Feierlich stellte Möckel den Pseudo - Doktor vor: !'/He» Doktor Knopf, Dieustmavn tu seinen Mnße- I nnh bhnflfftr m."11, Jur Möckel, L-terneuanSdreher «°r»erbewohner. Sie haben per len da ist Studiosus JsS w Üfl* ' Sie in sträflichem Leichtsinn Hfir S P unterfingen. Morgen früh nm °chl Uhr fiedelt der Herr also nachSchreckenstein« über und Sie »erben ihm Bett nnb Lerngerät dahin schaffen. Hat bet Herr seine drei. Tage absolviert, so bin ich wieder Studiosus Möckel. llmzngSgebühr kommen dann auf meine Rechnung, b S dahin heiße ich Juckel. Alles kapiert?" Jawohl, Herr Baron." Die ältesten Leute erinnern fich nicht, jemals aus dem Munde des ge- bankenvolleu Eckenstehers einen onbeten Lant al» die genannten drei Worte gehört gn haben. Snf jeden von einem Studerten erhaltenen Aufttag erfolgten ste al» Antwort; im Nebligen aber verrichtet Knopf feine Obliegenheiten stumm. Stumm mchm er jede Belohnung hin, stumm steckte er fie ein, und nicht «- »' H« d-

.W'J8?e Herr» bei uns jefallen", da» ist der l'tzte «ruß ber Außenwelt, ben Vater Griebel bem fälschlich tu Haft Gesetzten zuruft, bann verläßt er nnb Knopf ben Karzer. Juckel stukt gebrochen ans bem Bunbel mtt feinen Siebensachen zusammen.

.Unser Berliner iS jan, jeknickt", sagt ber biedere Karzervogt unten zu seiner beleibten Gemahlin, bem fo fWttnlen, brauozopfigeu Schwarzwald- mobei, ,ik jlobe, ba haben toit wirklich mal en renken Sünder. Ein stiller, blasser Jurist, jar keen so wllber; ik möcht woll wissen, wat der auSjefreffeu hat."

(Fortsetzung folgt.)

Ä "en mtt nperbei

Vs * gönnen. Topp!

i .aber

(Fortsetzung.)

Ser angehende Jurist betrachtete sein Opfer eine £2e' als ob er das eben Gehörte nicht recht ber. Daaden habe. Daun meinte er gutmütig: iiebe'^^^deulschen, sagst Dn? Ich für mein Tell m in brob/nt 5.®? S-rsteusafte vor nnb glaube w"°e Wiege hat ber französischen Grenze nicht »«her gestaubeu, als bie Deine." 8 W

.Deine Wiege nicht, aber bie Reben, beten Trauben Deines Vaters Weinkeller bluteten."

------ le"kte Möckel ein, .Du weißt sicher noch >hle h« 8tttdaß eS hier Berliner Weißbier gibt?"

<?ckel horchte auf.Wo?" fragte er uengieria. das ist ein Geheimnis. Die Frenbe, Deinen Mimen mtt superbem Weißbier zn netzen, mußt Du

m I r vrajmojren oes Betts

°er Bucher besorgt Doktor Knopf. Kennst Du -6«W N dickm Dienstmoun Knopf. FamofeS Original; nber jfle »ir, ®n wirst Dich über ben Kerl amüfieren. fiwlwa "er macht alles für mich."

ahlunzs uJ®'' ^efereubar in gpe nickte einen Grnß nnb ber.

i/s 1 D^^llich besser gelaunt, als er gekommen toar.i >/20 2 Sehn Minuten trat er »lebet in bie Thür C 3 Z, brachte eta Wesen mit, ben bet Stempel o'm 1 bie' j^01 N?lcht blos auf bie Stirn, fonbern auf >60 1 ^Ä®V<bdnana«fll,tS9t schien. Auf katM ' ikLs ^ gedrungener Körper, ein runber Bulldoggen- ang Jtohh,,?*,1 «it einem Champagner pfropfen statt bet rg ketS nachdenklich nnb stumm unter I

ng- 1^6 §11* herborschauend,Itropfbar flüsfiger'Förm reichte^" "

M, daß er da« Nnmmerozeichen ans seiner Mütze, morgen an dessen Rolle spiele/sollte?nnd kouz?nttierte

M» starrte halb % balb bie Züge ans bem Papier an, allmählich erst schien er fich zn befinnen nnb ben Zusammenhang ** eti°ffen. Dann wankte er ans ben Tisch zn, ans »essen Kante et fich schwer stützte, nnb sah teiluahmlo» u, tote Betten nnb Bücher in einen Knäuel geballt warben nnb zur Thür hinaurwanberten.

,S» dreht fich noch immer alle»*, stöhnte er,

MWs Keich.

W. Berlin, 25. Okt. Der Kaiser und die Kaiserin wohnten heute Vormittag dem Gottes­dienst in ber Friedenskirche zu Potsdam bei. Am Nachmittag empfingen dieselben den in Potsdam eingetroffenen Herzog Albrecht von Württemberg, weichet offiziell die Thronbesteigung de« König« Wilhelm notifizierte. Am Abend war Galatafel zu Ehren de« Gastes. Die Ankunft deS Königs von Rumänien erfolgt am Ticustag Vormittag 101/z Uhr in Potsdam. Der König reist dorthin von Neuwied. Ein Gesetz über anderweitige Verwendung der Einkünfte au« dem WelfenfondS wird dem, nächsten Landtage zugehen, wie ja auch schon im neuen Reichsetat der Dispositionsfonds für das Auswärtige Amt erhöht werden soll. Beides hängt bekanntlich zusammen. Die Einnahmen au« dem agti WelfenfondS sollen hauptsächlich der Provinz Hannover M Gute kommen. Fertig auSgearbettet liegt das Welfengesetz noch nicht vor. Eine wichtige organisatorische Aenderung scheint in

, Ha» b«r preußische» Armee bezüglich ber Land­wehr eingeführt werden zu solle». Die Landwehr-1 bezirke unterstanden früher grundsätzlich den Jnfan-I tatebrigaben. Durch eine Kabinetsordre vom 27. | 3«ni 1890 war bestimmt, daß einige westfälische! -audwehrbezirke versuchsweise für die Bearbeitung! «er Ersatz- und Landwehrangelegenheiten Kavallerie-1 Aw. Feldartillerie-Brigaden unterstellt werden sollten.! - Die Bezirke I Münster und II. Münster wurden!

13. Kavalleriebrigade, Bochum und Hagen der 14. Kavalleriebrigade und Effen und Barmen ber Feldartillerie. Brigade unterstellt. Bis zum 1. Daober sollte über das Ereignis dieser vom 1. De-

Bessellungen für die Monate Novemderl^ber 1890 ab eingefühten Aenderung, durch welches gewählt und Dezember auf die --- '

^tbeJ9ef^. ^ben sollte, dem Kaiser be-I !

I 9£a ^enn. bettits 7m 8. Oktober'7.1 Wahlen "find' nebst Amtlichem Kreisblatt für die > Kreise Marburg und Kirchhain sowieI bezirke unter Jünstriertem Sonrttagsblatt werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern sowie von unserer Agentur Herr Buchbinder B. Rindt in Kirchhain und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fort­während entgegengenommen.

MechM Mmg.

Wöchentliche Bellageu: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - ____illustriertes Sountagsblatt, - 3,s. aug. M

erfdjetnt täglich * Soim rt ... ___

Quartal.«bonnementS.PreiS bei der Sxpe- Anzeigen nimmt entgegen die Crbebition d '

Ä 2J^'»6e! °?en Wnttern 2 P» 25 Pfg. (Sa. JVWAtV VWl sowie bie Annoneen-Bureaux von Haasenstein und 8^ler

Bestellgew). Jns^wnSgeb^r ^r die gespaltene Zeile DlLNstaS 97 f'lftnfipr 1QQ1 mgranf^rt a.M., Taffel, Magdeburg u.Men: Rudolf UVI cyrtfirMw* 10 Psg-, Reklamen für dte Zetle 2b Ma. 44. AjlWÜCr 1091. Moffe m Frankfurt a. M., Berlin, München u Köln - « v' AAVl- ^llÜrgKUK.

Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover,'Paris.

.augenscheinlich eine EntÄung'der Jnfawe'tie7«^Isreffi7n!g) °?s^Bttlin"^«httlt^lN'Siwtmenwird außer den Regimenter» gaben herbeigesuhrt werde» sollte, dem Kaiser be- Leivria 23 ff 1 ® 1 .«x 113T120 no<^ ba6 US. gebildet, so laß also den

richtet werden. Dieser Bericht scheint nun günstig festgesteMn^Ergeb^der^letzttn sächsi^n L°nd7°a? ""u>ie°-Jnf°nterie Regimentern eine gleiche Zahl auSgefalle» zu sem, denn bereits am 8. Oktober c. Wahlen find im aamen Ti der Landwehr entspricht. Um nun eine-Feld-

bflt der Kaiser durch eine Kabinetsordre befohlen, konservativen Partei 36 088 Sttami w, j!j®eV®eff.Sinie *u ^Qffen' M das stanzösische

baß bie Unterstellung ber betreffenben Landwehr-! nationalliberaün Partei 13773 Stimmen fr I ^stgsministermm dieRegiments mixtes" eingesührt. bezirke unter die Kavallerie- bezw. «rtianiebrigaben ber Scrt|^^rüSati^^^^^^^^ 073 auf Ye be'r Ä ?' Limen-Regiment besteht schon im Frieden versuchSwetse auf sämtliche Drenstzweige ausgedehnt! freifinnigen Partei 4783 Stimmen ank I Z,C^e comP^mentaire", ein Stamm, der 1 ff b°6 Landwehrbezirk- au- dem °zialdemokr°Meü fBortei 3 94 @«L L® ^^"7' 4 ®api,än8' 4 L-utnantS, 24 Unter-

Befehlsbereich der 25. bezw. 27. und 28. Jnfan- auf bie bet 12 ! snZl; o® n und osfizure und 48 Korporale stark ist. terie-Brigade gänzlich aulscheiden. Es ist zu er- gefallen- in bie Ä iS Km-rii?0 ^»mten madjung treten die nicht für das dl-,,- 8..M find ,2z1'" 8i"n6ie" «

gabener hatteuA^die^Numme^^-"^^"' Berchtesgaden mit einem äußerst schmeichelhaften, auf in Fuckses"Besitz ölaube» - fem,e «*8 »nd Frieden geleisteten Dienste hin- Tresor b« schreiben das Ehrenkreuz des LudtolgS-

hat außerdem Anteilscheine auf preußische Pnthri».!___ ____________

loofe ausgegeben, über die er nicht mehr verfügte.!

Endlich hat Fuckse 8000 Mark Mündelgelder unter- AttSllM-.

schlage». Im sechsten Berliner Reichstag«wähl-1 »Baris 94 hn «n .

d7nErl7rter°P«tei!7g beM von Aix giebt^der Papfisiinem Bedauern

ÄtÄÄSS *1