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Die zweijährige Aienkreit.

Die in der Preffe letzthin verbreiteten Angaben über neuerdings angeordnete Ausbildungiproben im Zntereffe der zweijährigen Militärdienstzeit haben sich im Einzelnen zwar mehrfach all ungenau er­wiesen, die Thatiache aber, daß solche Proben zu dem Zwecke stattfindrn, ein sicheres Urteil über die

Aber er hatte kein Recht, sich über den Wechsel der Verhältnisse zu beklagen; fich das eiuzugesteheu, war Theisen doch »och ehrlich und aufrichtig genug. Er hatte eS ja nicht anders gewollt und mußte unu mit männlichem Mnte die Kons, quenzeu seines Thuns ertragen.

ES war freilich eine Sette von verwickelte» lmstündeu gewesen, welche Thelse» förmlich dazu ge­zwungen hatten, mit Grrta zn brechen und der schönen Spanierin auzuhavgen. Vor Allem war eS das Ber- chulden Bertas, dachte er bei fich selbst, denn wenn »ieselbe ihn nicht die ganze Schwere ihrer Entrüstung hätte fühlen lasse», so hätte er die keimende Reue icht wieder gewattsam zurückaedräugt und hätte die Dinge freien Lauf nrhmeu lassen, aber wie die Sache unu eiumal lag. ttaf ihn doch das Hauptverschulden und er mußte sich eiugesteheu, mochte er nun wollen oder nicht, daß er ein zärtlich liebend Herz von fich gestoßen habe, um ein stolzes dafür zu gewinnen. Run lag es klar am Loge, welchen schlechten Tansch er dafür gemacht hatte, aber er durste nicht murre», we»u er »tcht vor fich selbst als lächerlicher Thor erscheiutu voMe. Daß Elvira ih» »icht liebte, wenigsten» »icht in der Weise, 'wie t» seitens GertaS geschehe» war, u»d wie sei» etile» selbstge- älligeS Herz fich immer als Ideal vorgestellt hatte, lag klar am Tage uud eS graute ih« beinahe davor, wenn er au die Zukunft dachte, denn er wollte gewaltsam lieben and glücklich sein und »ach Allem »ar er doch zu vernünftig, um fich nicht etnzugesteheu, daß Elvira ihm nie dar Glück gewähren konnte, nach dem sei» Herz verlangte.

Endlich durfte er wieder aufsteheu, Md aus deu ä rm seines DteuerS gestützt, aus dem Dunkel des raukevzimmerS hinüber tn dar Wohnzimmer schreiten.

' 118 er vor den hohe» WMdspiegel ttat, der die Ritte der etuen Wand etuuohw, umspielte ein schmerz» tcher Lächeln seine» Mund. War ih» zum Li-bltug der Frauenwelt gemacht hatte, sei» schöner Seficht uud seine ebenmäßige kraftvolle Gestalt, Leide» war

der übrigen! in allen Armeekorps angestellt wird die Möglichkeit gewähren soll.

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(Nachdruck verboten.)

Auf -er Schatte«leite.

Nomau von Georg Höcker.

(Fortsetzung.)

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Deutsches Leich.

W. Berlin, 21. Okt. Im neuen Palai» bet Potsdam fand am Montag eine größere Aden > gesellschaft statt. Am Dienstag Morgen unternahm das Kaiserpaar mit dem Kronprinzen und Ge­folge um 7/< Uhr einen Spazierritt in die Um- gegentt von Potsdam. Um 10 Uhr hatte der Kaiser im N uen Palais eine Konftrevz mit dem Reichs­kanzler v. Caprivi rnib arbeitete von 11 Uhr cl> mit dem Chef bei Militärkabinett» General Adjutanten v. Hahvke. Um 12 Uhr Vormittags gewährte der Monarch dem Porträtmaler Professor Lrnbach eine längere Sitzung und gleich nach 1 Uhr hatten zahl- reiche Militärs zur Abstattung persönlicher Meldungen die Ehre bei Empfanges. Prinz Georg von Preußen ist in München att einer leichten Halsentzündung erkrankt und hat deshalb seine geplante Weiterreise nach Wien aufschieben müssen. DerNordd.

Ztg." zufolge liegt der scrtiggestellte neue Entwurf del BolkSschulgesetzes nunmehr dem Staatsminifterium vor. Eine Druckschrift über die Einzelheiten der erwarteten Reform des höheren Unterrichtswesen! in Preußen wird für Ende diese! ober Anfang nächsten Jahre! erwartet. Die Frage der Berechtigung zum Einjährig-Freiwilligen- Dienst, für welchen bekanntlich neue Bestimmungen erlassen werden sollen, würde aber darin noch nicht zur Entscheidung kommen. Mindesten! ein Jahr hindurch wird Wohl noch alle! beim Alten bleibe». Daß das russische Kaiserpaar seine Rück­reise von Kopenhagen nach Rußland durch Deutsche land nehmen wird, steht nun definitiv fest. Sunt Untergänge der Expedition Zelewlki in Ostaftika bringt jetzt daS Berliner Militär-Wochen­blatt einen längeren Artikel. In demselben wird ziemlich unumwunden ausgeführt, daß bei größerer Vorsicht, namentlich bei Aussendung von Seiten­patrouille», die Katastrophe wohl zu verhüten ge­wesen wäre. Diese Annahme ist auch schon in "deren militärische» Organen vertrete». Mit der 3 ertoenbung von Mais zur menschlichen Nahrung sollen in Berlin j-tzt umfangreiche Versuche gemacht werde». Bewähren sich dieselben, so würde die! von ungeheurer Bedeutung fein, da Mai! sehr nahrhaft und erheblich billiger ist als Roggen oder Weizen. DieSaale-Zeitung- schreibt: Sicherem Vernehmen nach wrdeen infolge der bereits am

unwiederbringlich dahin und er mußte fich eiugesteheu, I Brust gepulst, uud er hatte fich vor Begehrlichkeit « »ur noch d«r Schatten von einstmals fei. und sehnsüchtigem Wunsche kaum zu fassen gewußt. Aus dem Spiegel starrte ihm ein alternder Manu Da» alle» aber war heute vorüber, und vor jeuem evtgegeu, durch schwere» Leide» vor der Zeit gealtert, schöne», üppige» Weibe, da» i» berückendem Liebreiz Hl» er im Wohnzimmer Elvira Vorland und fie auch heute feinem Blick erschien, hatte ihu ein förm- uoch schöner uud bezaubernder saud, al» je, durchzuckte licher Abscheu gefaßt. O, er kannte diese schöne, eiu wildes Weh sein Herz. Sie hatte fich womöglich I schillernde Schlange, welcher er seine Ehre, seinen »och verjüngt nud fich gehütet und gepflegt vor der! Namen anvertrant, nur zu gut, er durchschaute fie leiusteu Unbilde, vähreud er an der Schußwunde! jetzt vollkommen.

dahiugefiechtwar, die er im Kamps um ihre Ehre davon- Unsägliche Bitterkeit regte fich in seinem Herzen, getragen hatte. Das Wiedersehen der beideu Gatten und mit finsterem, zürnende» Blick bettachtete er die war demzufolge auch ein äußerst förmliches; eS war, nachlässig aus der Ottomaue auSgestreckt Liegeude. al» ob Thelseu rou eiuem kurzen Spa,tergauge wieder .Wie ich höre«, begann Theisen mit vor innerer urückgekehrt Md nicht von einem langwierigen | Erregung zitternder Stimme, .hast Du Dich ja recht Krankenlager zu neuem Leben erstanden sei. Was I gut amüsiert während meiner Kraukheitl Mau sagt Thelseu fich niemals hatte eiugesteheu wolle», da» mir, daß der Marqai» d'Orvedo angelegentlich be. durch,iüerte tu diesem Augenblicke al» gräßliche müht gewesen ist, Dir die gesellschaftliche Ver- Vahrheit sein Her,; er hatte die Liebe Elvira» vteleinsamung, welche naturgemäß mein Kravkeulager besessen und diese thn nur an» eigennützige» Gründ« für Dich im Gefolge brachte, weniger drückeud zu gewinn« gesucht. Daß unter solchen Verhältnissen 1 erscheine« zu lasse«.«

kein gedeihlicher Verkehr zwischen deu beideu Ehegatten E» war eiu böser Blick, welche» die Baronin ihm »ehr bestehen kvMtt, lag auf der Hand, uud al» erst! zuwarf. Wie verhaltene Leidenschaft nmzvckte e» die

dou seinem vertranten Diener erfahren hatte,! anfeimmder gepreßten schwellenden Lippe». Im daß während seine» Kranksein» d'Orvedo tagtäglich nächste» Augenblick iudeffeu schob Elvira die Achsel»

>e Barouiu aufgesacht und stuudeulaug im vertrauteu I tu die Höhe und beugte sich läsfig «ach einem Buche, 9 sprach bei ihr verweilt habe, da ließ die Katastrophe I welche» ihr beim Eiuttitt ihre» Gemahls au» der nicht länger e»us fich warten. iHand gefalle« war.

Mit vor Zorn flammendem Anüitz trat der Baron! .NM, darf ich Antwort erbitten?« frug Thelsen, »da» Wohugemach seiner Gattin ein. An der! in dem die Leidenschaft immer höher auschwoll Md schwelle blieb er unwillkürlich stehe» Md legte tote Iber angesichts be» erkältenbeu Hohn» feine» Weibes die Hand an feine Stirn. Er erinnerte sich kaum mehr Kraft genug tu fich fanb, feiner Heftigkeit »lötzlich, daß fast derselbe Anblick ihm schon einmal I Zügel auznlegen.

vor geraumer Zett geboten toordeu war. I Wieder schaute ihn die EpMierin mit seltsam

.«Gerade tote damals lag Elvira hente wieder I gleichgültigem Blick an. .Schon wieder d'Orvedo I« uachläsfig hingegossen ans schwellender Ottomaue, I meinte fie dann, während ein haßerfüllter Ausdruck

J ihrem Kopfende der Papagei im ver-»ihr schönes Antlitz einen Augenblick lang entstellte, flolbeten Bauer gar Mgeberdig kreischte. Seltsam!l.Wie oft soll ich eS Dir Mch wiederholeu, daß ich a» er damals unmittelbar uach der erkältend« le» durchMS nicht wünsche, von Dir koattolliert zu Treuuuug vou «erta bei seiner heutige« Gewählt« I werden! Ich bi» alt «ab selbständig genug, um selbst eingettete» vor, ba hatte ihm wild ba» Blut in der j zu wissen, naS mir ziemt.« Dabei wandte fie fich

Ost fühlte er fich zu schwach, um fich da» Kissen «wft zurechtzurückea und der alte Martin hatte dafür W» Auge. Wie viel hätte der Leidende dafür gegeben, »an eine weiche Hand ihm die von heftigem Schmerz erpreßten Schweißtropfen von der Stirne gewischt «d mit sanfter, liebevoller Stimme ihm mitleidige «ostesworte gespendet hätte.

tub. t. Eintönigkeit feine» schmerzvollen Kranken- ibl. Z- Ar? wurde nur durch deu Besuch de» Arzte» Zerbrochen, welcher jede» Morgeu zu bestimmter «runde erschieu.

Wenn dauu der Arzt wieder gegangen war, dann *Wen alltäglich ba» Kammermädchen der Baronin [W frng mit flüsternder Stimme im Naureu ihrer igatia nach dem Befinden de» Kranken. Da» war Ze ganze Teilnahme Elvira's, welche fie für ihren d"l-n übrig hatte und in den unendlich laugen, Mollen SiMden, welche dieser in der verdunkelten ®öibe znbriugen mußte, dachte er oft darau, daß er °>e schmerzhafte Wuude uur für Elvira eupfangeo, fan »m die Ehre dieser war i» einzig uur gewesen, er fich der verhängnisvollen Kugel gegenüber ge- c* hatte. Da» war nun der Loh», welchen er von Au schönen Weibe empfing! Unendliche Bitterkeit Allte besonders bonn tn seinem Herzen aufsteige», rjm er in seinen einsamen Stunden Vergleiche ans. zwischen seiner jetzigen Gemahlin nnb Gert«.

war keine Frage für ih», daß diese fich nicht Nit begnügt haben würde, täglich fich dmch das MiMerwädche» »ach ihm zu erkuudige» uud die k7*fe Pflege bem Dieser zu übeilaffe», fonbern er fl*te im iuuersten Herzeu, daß Gerts vou ftüh bi» S? seinem Schmerzenslager geweilt hätte Md ^u aufopferuber Pflege ihm LiuderMg in feinen verträgliche» Schmerze» gebracht hab« würde.

Donnerstag gemeldeten kaiserlichen Verfügungen ge-lvr. Pieschel-Ersurr eröffnet. Derselbe betonte in setzgebensche Maßnahmen gegen da. Zu- feiner Begrüßungsrede, daß der Nationalliberalismus und Pr°st'tuier en.Unwesen vor- in der That die politische Vertreterin des Mittel- oerettet. Im preußischen Justizminrsterrum werden stände» fei, die wahrlich noch nicht ihre AnziehungS. die dazu erforderlichen Vorarberten schon m kürzester kraft verloren habe. Insbesondere begrüßte Redner Frist in Angriff genommen werden. Auch find die die von Berlin, Cassel, Heidelberg rc gekommenen Polizei, und Gerichtsbehörden von maßgebender hervorragende» Parteigenossen und schloß mit einem Stelle zu schärfstem Vorgehen gegen alle Zuhälter begeistert aufgenommenen dreimaligen Hoch auf den angewiesen worden. Im Justizministertum fielen beut^en Saifer unb ben ®ro6$enog bon ©adjfen. ü". ^^ehung de» preußischen Minister! des Innern, Erster Redner war Herr Reichstaglabgeordveter des Pol.zeIprästdenten v°n Berlin rmd deS Grasen vr. Osann-Darmstadti der sich als gebotenen Sfibei Sicherheitspolizei, neue krirnina- Thüringer (Weimaraner) vorstellte und zunächst die ft'^L?Ar on9^,temn^ft _ Notwendigkeit der Existenz der nationalliberalen

rs «?0; Der Soztaliflenkongreß in Partei in unserem Staatengebilde darlegte. Unter Erfurt beschäftigte sich am Dienstag mit kleineren einem kurzen Rückblicke über die Erfolge und Miß- Parteiangelegenheiten. Hervotgehobe» zu werden erfolge der Partei legte Herr Osann bar, daß der große verdient besonders der Beschluß, eine Kommission nationale Gedanke, durch den der Nationalliberalismus einzusetzen welche für sozialistifche Jugenblittrratur getragen werde, nie in Deutschland verschwinden könne, sorgen soll. Mau mag besonder! diesen Punkt nicht sondern die politisch-ethische Richtschnur für unser unterschätzen. Die au! der Partei ausgetretenen Volk bleiben müsse und bleiben werde. Ein rückwärts Vertreter der Berliner Radikalen planten für Dienstag gewendeter Blick beweise uns, daß ungeachtet Abend e,ne große Versammlung in der ReichShaupt- der unvermeidlichen Stürme die Grundprinzipien üabt, tn welcher fie ihren Anhänger» über ihre! der Partei, die alle Sonderintereffen außer Acht sollen. Die Trennung inner- ließen, die wahre Basis eines nationalen Lebens halb der Sozialdemokratie, d.e schon seit dem Beginn darstellten. Ein ruhmvolles Vermächtnis der Partei des Erfurter Parteitages unausbleiblich erschien, ist fei eS, stets die wahre Größe zu achten und zu nun endgiltig vollzogen. Aus Grund der fortge-lehren, wie eS denn auch nie zu verkennen fei, daß festen Streitigkeiten haben die Führer der Berliner unser Bismarck saft zwei Jahrzehnte hindurch mehr .Opposition', die Vertreter der radikalen Richtung, als seine Pflicht im Interesse des deutschen Volkes schriftlich ihren Austritt au- der Partei erklärt, getha» habe, des Volke», daS er .in den Sattel während der Parteitag selbst das Verhalten der gehoben' habe und ba» ihm zu unauslöschlichem Parteileitung al» schön und gut bezeichnete. Die Danke verpflichtet sei. Dieses Mannes Rat, dessen nächste Folge dieser Spaltung wird unstreitig sein, Geist könne auf die Dauer gar nicht entbehrt werden; daß sich alle den alten Führern Bebel, Liebknecht rc. die nationalliberale Partei müsse seine Meinung als eindlichen Sozialdemokraten aneinanderschließen und I schwerwiegenden Faktor ecceptieren, weil sie eben ur ihre Ansichten Propaganda machen werden. Man keine Streberpartei fei, sondern al» eine wahre braucht dieser Spaltung feine übergroße Wichtigkeit! Zentrumspartei im besten Sinne des Worte» zu beizumeffen, immerhin kann sie bei den Wahlen von! gelten habe und als solche gewissermaßen die besten Bedeutung werden Gefühle für die Wohlfahrt de! Ganzen krystalliflere.

Eisenach, 18. Ott. (Nationalliberaler Parteitag Der Nationalliberallsmu» könne fich keineswegs mit ur Thüringen.) Arn heutigen Doppel-Gedenktage Idem ultramontanen Zrntrum vereinbaren, das, auf de» deutschen Volkes traten dahier die Vertreter der die schlimmsten Abwege geraten, niemal» auch nationalliberalen Partei Thüringen» zn einem Kongresse I mit der Alles umstürzenden Sozialdemokratie, zusammen, der für die Zukunft Früchte tragen solliwährend selbstverständlich alle» Gute, das von frei- ,um Wohle der Gesamtheit, zur ersprießlichen ferneren I sinniger und konservativer Seite komme, nie eine Ab« Thätigkeit im Interesse unserer echt deutsch gesinnten I Weisung erfahre. In der heutigen Zeit fei auf dem thüringischen Bürgerschaft. Nach einer vorausge- öffentlichen Gebiete nur noch durch Massen-Wirken gangen« streng vertraulichen Beratung der Delegierten etwa» zu erzielen. Dies möge die Partei beachten wurde Nachmtitags 8^/2 Uhr imTivoli"-Saale I und dabei im Hinblick auf die nicht zu verkennende die Hauptversammlung unter außerordentlich zahl- Bedrohung des Friedens erwägen, daß das .Gefühl' reicher Beteiligung durch Herrn Amtsgerichtsrat > der Sicherheit feit Bismarck'! Rückttitt zum Teil

»itgeteilt haben, beim 4. Garderegiment in Spandau fiit dem 1. Oktober da» erste Bataillon nur aus > mitten im zweiten Jahre dienenden, da» zweite Bataillon 881 au! den im dritten Jahre dienenden Mann- schasten zusammengesetzt, das dritte Bataillon dagegen gesteht aus beiden Jahrgängen gemeinsam. Bon bl.Zi> den im November einzustellenben Rekruten werden tat drei Bataillonen je so viel zugeteilt werden, jedes zu seiner Vervollständigung nötig hat. tube 1 M diese Weise würde das erste Bataillon alsdann iänzlich der Truppenformation entsprechen, wie sie die zweijährige Dienstzeit mit fich brächte, zu deren Nffer praktischer Erprobung der angc ordnete Versuch,

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technische Durchführbarkeit einer kürzeren Dienstdauer zu gewinnen, ist nach übereinstimmenden Meldungen richtig. Die Grundlage der versuche ist, daß die Truppenteile sich nur alle zwei Jahre durch Re- knien ergänz« soll«, Mannschaften und Lehr- personal sollen zwei Jahre zu planmäßiger Steigerung der Leistungen zusammenbleiben, und alle Wehr­fähigen unter Wegfall der Ersatzreserve die gleiche Ausbildung erhalten. Natürlich würde dabei auch da» System der Disposition». Urlauber in Wegfal kommen. Allerdings wirb die Verkürzung der Dienst­zeit nur für die Infanterie in» Auge gefaßt, denn eine Abkürzung der Ausbildung für die Kavallerie gilt dem fachverständigen Urteil nach wie vor als unmöglich. Eine wichtige finanzielle Folge des neuen Systems würden die immerhin beträchtlich« Mehr­kosten fein, die unter allen Umständen daraus er- ioachsen müßten, daß da» Uebergewicht der deutschen Bevölkerungszahl im Heere zum vollen Auldruck käme In sozialer Beziehung würde da» neue System da­gegen insofern von tieferer Wirkung fein, al» ver­mutlich auch für die jetzigen Einjährig - Freiwilligen luuul. dann die neue zweijährige Dienstzeit in Kraft treten )L Mürbe. Man glaubt, daß die späteren, für den Zimm Beruf der Freiwilligen oft sehr lästigen Dienst- ZimiH leistungen leicht vermindert werden könnt«, wenn die aktive Dienstzeit des späteren Reserveleutnants gleich bis zum Bizefelbwebel ober Leutnant fortge» fäjrt würde. Was die jetzt äugest ellten Versuche im

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Wöchentliche Beilagen. Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - __Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Matti 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Erscheint täglich außeraniWeEagennach^

M» « IQ Feiertagen. - Onattal-MonnementS-Preir bei der Erne- MlmVhltVd «njetgen mmmt entgegen bte Expedition d. Blatte»,

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_____________ 10 Pfg., Rettamen für die Zeile 25 Ma " VKHNerSlllg, SS. xJuODCT 1891. Mosie in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; «. L. AA1L __________ Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.