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t Ein Diener trat ein. Orvedo, welcher da» Ke. rävsch nähernder Schrstte mit feinem Ohr ver. uommeu, war hastig von seinem Sitze ausgeschuellt «nd stand nun tu ehrerbietiger Haltung vor der
_ j eingetreten. Der Vorsitzende teilte Imrt, daß während der stattgehabten Vertagung des BundeLrats der Antrag Preußens, betreffend das neue GeseüschaftSstalut der Frankfurter Bank, die Vorlage, betreffend die zollfreie Ablassung aus- I ländischer Fischnetze zur Ausrüstung von Seeschiffen der Entwurf einer Verordnung über dos Berufungs- Verfahren beim Reichsgericht in Patentsachcn, die Vorlage, betreffend die zollfreie Ablaffang aus- ländischer Dampf-Taucherpumpen bei der Verwendung zum Schiffsbau der Entwurf eines Gesetzes über
3n der am 8. d. M. abgehaltenen Plenarsitzung des Bundesrats gab zunächst der Bor- • Wende, Vize-Präsident des Staats - Ministeriums, Staatssekretär der Innern Dr. v. Bötticher Namens der Versammlung der Trauer über den am 6. d. M. erfolgten Hintritt Se. Majestät des Königs Karl L '— Württemberg Ausdruck. Alsdann wurde in die
»Welche unser lieber Marquis mit gewohnter LtebenSwurdigkest avsführeu wird!' schaltete Domra Elvira ein.
L »Da» ist doch einfach", versetzt- die Gräfin, indem ! ihrem Gegenüber kokctt zulächelte. „Die Deutschen pfl-geu ein unbegrenztes Bertraneu in ihre Frauen 8“ fEtzeu, diese dürfen andere Männer empfangen." ^lamögltch — kann es solche Käuze geben?" Donna Elvira nickte gleichmütig mit dem Kopfe. '/Diise Deutscheu find wunderliche Leute", sagte ste j
Srfchemt täglich außer an Werktagen nach Sonn, und ^uartal-AbonnementS-PreiS bei der Erve. « ° « 2 Bel allen Postämtern S M 2S Pfg. feril. Bestellgeld). JnsntionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.
»nm mit ihren Speeren eine grausige Mordarbeit. « deutschen Offiziere, welche auf ihren Eseln saßen, ein Zeichen, daß niemand von ihnen an einen »Suff dachte, wurden zuerst von den Wilden nieder- kilohen, und die ihrer Führer beraubten Soldaten
ie inne 391.
000,
llang die Veröffentlichung der Niederschrift des Feld. I marschal s Grafen von Blumenthal erfolgen wird.__
123« das „8. T." hört, wird von der Kolonialäb- teilung des Auswärtigen Amt, ein Weißbuch über die Ereignisse in D rutsch. O stafrika seit Beginn |"r, "itung der Gouv er nementsg e'chäste seitens de, I "khkv. v. Soden, sowie besont erS über dir derzeitig ob» I Eendm Berhältniffe vorbereitet und ausgearbeitet. — Ian ,eicem S-stern ringegangenen Telegramm des I Kaiserlichen Gouverneur» Freiherrn v. Soden ist I der Leutnant Prince, welcher, wie wir früher ge- " I meldet haben, behuss Rekognoszierung nach Kondoa «marschiert war, von dort an die Küste zurückgekehrt. In Mpwapwa herrscht völlige Ruhe. — Eine Einigung über den neuen Buchdruckertarif ist zwischen Prinzipalen und Gehilfen, wie schon mitge- I teilt, nicht erzielt worden. Ein allgemeiner Buch» druckerstreik wird aber noch nicht ausbrechen, die Sache ist vorläufig vertagt worden Die Reichs» druckerei in Berlin erhöhte freiwillig den Mindestlohn der Buchdruckergehilfen von 25,80 auf 27 Mk. — Professor Birchow in Berlin, der berühmte Gelehrte und Forscher, feiert am 13. d. M. seinen 70. Geburtstag. Es werde» verschiedene Festlich» „ r,., । stattfinde», in welche.« Virchows Verdienste ~ 5«! polizeckche gefeiert werden sollen. Da Virchow auch Mitglied kmerldeS Reichstages und des preußischen Landtages ist,
s°h finster auf den Fußboden. .Dir gehst so ali^k Hinweg, welche mein Lebens»
gluck ausmachen.*
»Die zwingende Notwendigkeit, KarloS.«
DfUf-l mit der zwingenden Notwendigkeit! 3* J?*1 , Deutschen provociereu — ich »erbe ihn toten I*
.Und was wäre damit erreicht, mein Lieber?' fragte die schöne Gräfin vollständig leidenschaftslos. _nZ®“ daun frei', rief der Marquis uugestüm, Hermrwagen!* M f° W atemonb ®td)er “ Dich
Marburg,
Dienstag, 13. Oktober 1891.
iemie
u.
mit icen u. chnell- durch
lltig, "Mk. bit,
?”8et9.e.n Jnmmt entgegen die Expeditton d. Blatte».
forme dre «nnoncen-Bureaux von Haasenstein und Boaler m Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg u. Wien» VVXn
in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln: B. L. H
^auibe u. Eo. tn Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
.Ich ttaue Dir schon zu, Karlos, daß Dn alle F»ier abschreckst von mir, d.n» ich weiß eS, Du bist muttg. Aber Du würdest mich dazu zwiuaeu -tu
beide können nns nie heiraten.« 1 8'
»ö, e8 ist schrecklich! Und dabei Dich nie zu sehen! Dir immer fernstehen zn müffen!" 8
„Was sprichtt Da da?"
"Run, eS ist leicht zu begreifen", sagte Orvedo r""utig. „Wenn Dein Vater Dich schon so eifer» üchtig bewacht, we»n er schon kanm gestattet, daß
Manu Dir naht und wir uns hinter seinem fr^ru ttcffen müffen, wie soll eS erst werden, wenn Du ^heiratet wirst von diesem Deutschen?" I hÄÄ
. D" Maiquts blickte Slvtta verwundert an, als« befurchte er, dieselbe treibe mit ihm Scherz. I
! I s°d°ß. wenn fie mehr als 3000 Mk. Jahreseinkommen I Haben, welches nicht durch die vom Gesetz gestatteten «Abzüge unter diesen Betrag sinkt, auch sie Staats- I einkommensteuer zu zahlen habm. Wahrscheinlich wird das auch in Zukunft so bleiben, um laufend diejenigen Steuerpflichtige» zu ermitteln, deren Einkommen seit I dn letzten Veranlagung über 3000 Mk. gestiegen ist. — Wie wir dem ,Anz. f. d. H." entnehmen, soll eine «bemerkenswerte Neuerung jetzt beim 4. Garde- I Regiment z. F. getroffen werde». Während bisher, «wie bei allen Truppenteile», die Mannschaften der «einzelnen Jahrgänge zusammen exerziert wurde», Isolltn dieselben fortan gesondert werden. Ein «Bataillon werde aus den im dritten Jahre dienenden, «daS zweite aus den im zweiten Jahre dienenden! «und da» dritte aus den im November zur Ein- zrehung gelangte» Rekruten bestehe». In dieser! Formation würden künftig auch die Exerzierübungen! stattfinde». Der .Anz. f. d. H." nimmt an — lund wir beschränken uns vorläufig darauf, davon! Notiz zu nehmen —, eS solle hiermit eine Probe! auf die zweijährige Dienstzett gemacht werden. Bei dieser Zu- und Einteilung der Mannschaften lasse fich nämlich genau ein Vergleich darüber anstelle»,! bi« zu welchem Grade der Leistungsfähigkeit jeder! einzelne Jahrgang gelangt sei. ■ 2_ r_.
Verbot des Entrollens »nd der Fübruna i sammlun^
Uch MlA^wm» Ts der Wissenschaft werden bekannttich von keiner Sttte
Im -Der Baron sah ihm na», bis feine zierliche I Gestalt hinter den Büschen verschwunden war, dann I wendete er fich zn Donna Elvira, welche ihn unter» ! d'ssen mit rnalittösim Lächeln betrachtet hatte, nun «aber ihre liebenswürdigste Miene hervorholte. Sie | wie» mit graziöser Handbewegnng auf das Plätzchen, «welches Orvedo vorhin eingenommen hatte. „Setzen Sie fich, mein Teurer, nicht dorthin, etwa» näher
13° wir, — mein Gott, Sie haben mich heute gehörig - warten lassen, was bringen Sie Neues — reden Sie, sprechen Sie - Sie wissen, ich höre Sie gar ,n gerne erzählen."
L juuge Gräfin sagte all' die» mit südlicher Lebhaftigkeit und ihr glutvolle» Auze ruhte dabei 1 «U eigentümlich feuchtem Glanze auf Theisen» männlich schönem Anlltz. Dieser faß ihr wie ge- I bannt gegenüber. Er war eine lange Weile fort
Restbeuz gewesen, feübem feine Ehescheidungsgeschichte ba» Tagesgespräch von Hoch nnb Nieder 8e?or™tt toar« ES hatte ihn nicht mehr gelitten unter Bekannten, settdem er verloren hatte, wa» ihm so ganz zn eigen gehört hatte. Der Berlierende
(Nachdruck verboten.)
A«f der Schattenseite.
Roman von Georg Höcker.
(Fortsetzung.)
täbe? “He81 1)11 nnb das Paradies ®onua Elvira richtete fich halb an» ihrer ruhen.
Ö.C^por "Ä dem jungen Mann die ® mußt hübsch vernünftig feto,
S*8? v 3» bin arm nnb Dn hast auch nicht» — » z^d-u embehreu müssen zusammen und da wäre 4 L<66nen Liebe. Wir find
V znm Entbehren geschaffen."
AL'.8, ist °uch --tsetzltch, daß man derart vorn Ä-dvlde abhängt!•
.ffitnft Tu'» ändern, Freund?« fragte die 'Mterill mit ihrem silberhelle» Lachen.
. .Bas Schicksal hätte e» ändern sollen, nicht ich. J«»Zig- Tochter eine» reichen Grasengeschlechtes
*2 nicht einmal so viel, daß —" W
«,',^°8 willst Du, mein Lieber? ES ist «.sitz f» o " Familie, daß der erste Sohn — mein Bruder feh?8 e?6t* Die Töchter bekommen eine bescheidene tj™bnn88fumme. Ich bin also, nm versorgt zu tr'°i"e reiche Heirat angewiesen. Du kannst m .„.f^L^ndeS Heim bieten, folglich muß ich eft*,“^. 3tn>anbem uwsihe», der ein warme»
Dieser Jemand ist gefunden — er .^heiraten und Du wirst mich lieben — da» i Feser deutsche Querkopf scheint nicht der Mann ütt,/ riue andere Liebe nebeü fich auskommen zu
rel? dttvant in mich - ich möchte i, «,!7?°"n, daß er glaubt, ich habe schon jetzt
L«. Du weißt, die Liede ^dttnd. Bon dieser Sette ist keine Gefahr,n
M°rqui» biß auf feine Zähne, daß fie kadschteu
Die Katastrophe in GKafriira. Schutztruppe zerstreuten sich nun nach allen
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__Wonne zog m langgestreckter Linie in dem feindlichen! kleinen Teile der Kolonne xeulem
Züchtigung des Räuberstammes durch Niederbrenvuna! |
feiner Anfiedlungen begonnen hatte. Auf dem | »I
Marsch- kam man an einen dichten Bus». Der AeNtftheS KtÜH.
Kolonne voran marschierten Plänkler, die sich aber! Berlin, 11 Oktbr Der k. L '7 «« ^uiöuh»> ob er «er «wird o
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Der Baron verbeugte fich. .Wir stehen auf gleichem Fuße, Herr Maiqui»", entgegnete er in französtscher Sprache, derselben, welcher fich Orvedo dedient hatte, .sie sind zudem der am längsten Gegenwärtige — e» liegt also an mit, Ihnen den Vorrang zu lassen." *
ich Ihnen nicht länger streitig machen werbe, ober baren. Gnädige Komtesse wünschen also Handschuhe von der modernen Farbe, bläßlich rosa?" ö, -Sie werden mich verbinden, Marqni», wenn Sie fich um uti(6 bcMÖbcn.^
Donna Elvira schüttelte nnmnttg den Kopf, daß |jungen "Herrin" des ßanf?«^9” “««,6or bctLs "3e1bet Ihrer Wünsche ist ausgesprochener Befehl
die schwarzen Locken wirr lurcheinauderstrebten. 6ei I Zhelfen mfinfAt «Herr Baron von I für mich, gnädigste Komtesse. Ich eile ‘Ihrem
ewig Dir gehören wird. Aber Dndarftt nnker IS Der Diener ging.-.Dn mußt' ~ ‘
nicht mutwillig zerstören." Glück «Dich jetzt verabschieden, hatte bie Gräfin gerade
— ' - - Zeit, dem MarqniS znznflüstern, denn schon
|hörte man vom Eingang deS Garten» her den männlichen Schritt des Baron». Dieser erschien an» I tm nächsten Angenblicke vor der Gräfin nnb machte I« t nL iiefe Verbeugung, während er respektvoll | ih" weiße Hand an die Lippen führte. Sein Blick fiel auf den im Hintergründe stehenden Marqni» und feine Stirn nmwöltte fich etwa». Orvedo war wie die Spanier zumeist, ein Meister in der Ser» uelluug. Er erwiderte deshalb den kühlen Gruß b‘3 DaronS mit Aufgebot seiner ganzen Liebens» würbigkett nnb erkundigte fich nach dem S,finden de» ! Verhaßten. — .Verzeihen Sie, Herr Baron, wenn ich | Ihnen unsere gnädigste Komtesse noch für einige Zett! vorenthalteu muß-, sagte er tn verbindlichem Tone, | soeben, mir einige| Befehle zu erteilen —• I
WöchmÄche Beilagen: Kreis-Blatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain. — __illustriertes Sanutagsblatt. -T;id mi $„lig ,,s E11&
M hier eine fo grobe Nachlässigkeit obgewalttt hätte, de, SultansliberbraM hat und vielfach in der Oeffentlichkeit von einer
N-sich aus der Nichtaussendung w ^0^ fa»b “T eS 5'” 7 ber »-lagerung von Paris im
rget.nmüßte. Kaum dreißig Stritte von der deutschen Montag Nachmittaa werdende Rede gewesen und wurde zu
Marschkette entfernt, tauchen plötzlich dieHaufen der sich von der WuTarkstation I b eJei Verzögerung der fettige Graf Moltke in Be-jvon Würtreml
Milden auf Die deutschen Soldaten feuern, und die! HubertuSstock in der Schorfbaide btcebtn 9 hat der Feldmarschall Graf! Tagesordnung
greifet stürzen sofort zu Dutzende». Aber bevor Schloß Vogelsana be (Ä Zrr?Uf bamaIe GeneralstabSche, der dritte» !--
neuem geladen werden kann, habe» die wilden hat am^ Sonntag Nachmtttaa ^ bin Herbeischaffung bei Transportmaterials
[«lenen die Leichen ihrer Stammes genossen über- geborenen Sohnes des fienooä betrautenArmee, also eine erste Autorität in ber
tofien sind mitten unter der Kolonne und be- Ferdinand ru I feine in amtlicher Stellung gesam-