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NßechW Jeiluna m Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain - DiUlr Illustriertes Sonntaasblatt ..............

Illustriertes Sonntagsblatt

Expedition: Markt 21.

Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Loch.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn« rtwi < ~~

Feiertagen. Quartal.WbonnemeutS.PreiS bei der Erpe« VJiAthlttd Wignt mmmt entgegen die Expedition d. Blatte».

dcku-n 2 ML. bei allen Postämtern 2 Mk 25 Pfg. (Stl. (otmt dne Dmoncen-Buttoux von Haasenstein und «ogler

10 ^Pfb Flamen für 8ri,e Donnerstag, 3. September 1891. M^e inFranfturt München^Köln XXVI. Jahrgang.

____ D-ube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover,'Pari».

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Tagen an der Berliner Produktenbörse eine Er­mäßigung erfahren. Für den laufenden Monat Sep­tember haben sie sich für Weizen auf etwa 231, für Roggen auf etwa 235 Mk. gestellt. Das sind noch immer ungewöhnlich hohe Preise, und auch die Abnormität de» BerhältnifleS zwischen dem Weizen- und Roggenpreise dauert fort, aber im Vergleich zu den Zuständen, wie sie Mitt« August waren, ist eine gewiffe Beruhigung eingetreten. SRit Rücksicht auf die noch immer steigende Zahl derjenigen Forst-Assessoren, welchen in den ersten Jahren nach Ablegung der Staatsprüfung eine mit dem Bezüge von Tagegeldern verbundene forstliche Beschäftigung nicht zugewiesen werden kann, hat der Minister für Landwirtschaft, Domänen uni > Forsten die Königlichen Regierungen darauf ausmerk sam gemacht, daß im Geschäftsbereiche der landwirt- schastiichen Verwaltung und namentlich bei den Königlichen General-Kommissionen eine größere Zahl geprüfter Forst > Assessoren als Landmesser würde Verwendung finden können. Nach § 28 ff. der Vorschriften Über die Prüfung der öffentlich avzu- stellenden Landmesier vom 4 September 1882 ist die Erlangung de» Landmeffer - ZengniffcS für die Forst. Affesior en und Forst - Referendare wesentlich erleichtert. Es empfiehlt sich deshalb, daß diejenigen Forst-Assessoren, welche Fertigkeit im Kartenzeichnen besitzen und zunächst eine Beschäftigung als Land­messer zu übernehmen wünschen, sich in den Besitz des hierzu berechtigenden Zeugniffe» setzen. Der Reichskommissar v. Wißmann ist am Montag in Sansibar angelangt. Er hat Material bei sich zum Bau einer Pferdebahn, mit welcher sein Dampfer nach dem Viktoriasee befördert werden soll. Eine 500 Mann starke Schutztruppe nimmt er mit; insgesamt wird seine Karawane 1000 Mann zählen. DasMil.-Wochenbl.", welches sich schon vor einiger Zeit sür die Beseitigung des Schlepp, s Übels bei der Kavallerie ausgesprochen hatte, trttt jetzt auch energisch dasür ein, daß der Säbel bei der Feldartillerie in Wegfall komme und bei sämt- lichen B-rittenen. Unteroffizieren, Fahrern und reitenden Kanonieren durch ein kurzes Seitengewehr ersetzt würde.

Ueber die letzte Roggeneinfuhr aus Rußland liegen jetzt aus den wichtigsten preußischen Einfuhrplätzen inlercffante statistische Zahlen vor. Danach hat die Roggeneinfuhr aus Rußland in den kchzehn Tagen von dem Bekanntwerden bis zum Inkrafttreten des russischen Ausfuhrverbots geradezu riesenhafte Dimensionen angenommen. Wie schon

g-trieben würde! Sie müßte sterben vor Zorn nud ^Aam. Und war es nicht schon tu unrechten Händen? In Spitzbubenhäudeu? Konnte es noch tu u°«chtere fallen? Der Zufall spiell manchmal mU einer so tückischen Gransamkeitl

Sie^setzte eine» Preis auf die Wiedererlangung des Koffers» der weil über deffeu eigentlichen Wert war oyue Erfolgt Der Herr Baron hatte seine Sache gut gemacht uud war augenscheinlich schlauer uud flinker wie die Polizei.

,,, A-blieb eiuige Tage tu Zürich, teils um das l«a^ i8e 8 »sitze», teils um stch von den bisherigen Strapazen anSzurnheu. Südlich ttteb ste aber die Sehnsucht uach Rom wieder fort' wo sie vtederznfiudeu was ste tu Müucheu verlaffe», wieder zu knüpfen hoffte, was fir dort gelöst hatte. Wenu e "J*'tnaI wieder eine Zeile vou ihm befaß, so sollte bald alles wieder gut werden.

. Snfan wollte, daß sie nut kurze Zeit vor dem Abgang ihres Zuge» auf bem Bahnhöfe etutraf. W uud eilig lief ste hin uud her, wobei ie leider bemerken mußte, daß auch dieser Bahnhof ei« bedauerliche» Weitläufigkeit uud trotzdem vom Münchener Zeutraldahuhos total verschieden ,Ott?£ei<St begreifen, daß nicht alle Bahnhöfe der Welt nach einer Schablone gebaut «üb machte deshalb deu Leuten im stillen die bittersten Borwürfe.

Üblich kam ste aber doch »och zurecht nab als und hastig tu ben Wartesaal etutrat, dem Hoteldteuer, bet ste dort erwartete, rasch ihr Gepäck ab, um tu beu Wage» zu steigen. ~ «®te. Vabeu noch sechs Miume» Zett, guäbtge Frau! sagte bieser bernhigeud.

. ,'SechS Minute»? Was fiub hier sechs Minuten l« rief ste, uahm ihr Haubgepäck selbst t» Empfang o?. ."ui? jetzt keinem Mensche» mehr und stieg bamti ei».

®.an® batte sie iw Wage» Platz geuounueu, lauttle rS richtig sch,» z«m zweitenmal. In einer

Minute war btr Zug fort nnb ste wäre zu spät ae« kowm-u-, B-M-digt, daß fie doch noch zu rechter Zeit in ihrem Wagen saß, schaute fie zum Fenster »erauS aus das Gewühl vou Reisenden, Gepäckkarren, Beamten, Dieueru, die aufgeregt auf dem Perron hin- und herliefeu nnb ein entsetzliches S-töse machten. Plötzlich mußte fie lächeln. Sin stocksteifer, weiß) hostger Themsewylord kam langsam nnb gravitätisch au, in einer Weise, alS ob er noch zwei Stuubeu nm Etnsteigru Zeit gehabt hätte. Hinter ihm ber Hoteldieuer.

.Mylord haben nur eine halbe Miuute zum Ei«, steigen»', hörte Frau Mathllde ben letzteren sagen.

»Weill Wo hab' Sie mein Gepäck?«

»Mer schon verladen, Mylord. Beliebe» Sie einzustriaeu.«

»Wem Wo hab' Sie Myladys Dog?«

»Ist schon im Hnndekoupee, Mylord.«

.Well! Wo hab' Sie meine Zettnng?«

.Sie steckt iu Ihrer Rocktasche, Mylord. Be« lieben Sie einzusteigeu. Der Zug geht ab.«

»Well!«

Mit Mühe nnb Not brachte bet Hoteldieuer ben Herrn ins Koupee. Kaum war er jedoch drinnen, als er ben Kops zum Fenster herauSsteckte nnb sagte:

.Wo hab' Sie mein Augenglas?«

»ES häugt an Ihrem Halse, Mylord.«

Der Zug war schon im Gehen, aber ber Eng. Ifinber machte Miene, sofort wieber anSzusteigen, well et seine Brille nicht gleich sanb. Endlich erfaßte er die Schnur, an ber fie hing.

.Well«, sagte er wieder mit ber ihm eigentüm­lichen Gelassenheit, nnb setzte sich beruhigt in eine i ecke, nm feine Zeitung zu lefen.

(Fortsetzung folgt.)

gemeldet, gingen in der Zeit vom 21. bis 27. August allein über Eydtkuhnen 14260 t Getreide ein. Nac; Königsberg und dem Vorhafen Pillau ist für mehr al» 6 Millionen Mark Roggen gebracht worden. Vom 23. bi» 26. August gingen dort 2051 Waggon» faft ausschließlich Roggen, ein. Die Zufuhren nach Danzig waren ungleich größer; denn über Eydkuhnen kamen allein In den drei letzten Tagen ca. 1200 Waggon Roggen. Auf der Weichsel wurden über Thorn vom 24. bi» 27. August 65251 Zentner und über Leibiisch insgesamt 42 000 Zentner einge- füljrt. Richt minder stark war die Einfuhr über die Grenzplätze nach der Provinz Posen über Strzalkowo - Wresche», Skalmerzyee, Podsamtsche- Kempen u. s. w. Enorme Summen für Roggevzoll find in wenig Tagen an die preußischen Zollämter gezahlt worden. Sie betrugen beispielsweise in Strzalkowo 2025 000 Mark, in Wicruszow am l-tzren Einfuhrtage 12000 Mark und in der letzien Woche 50 000 Mark. Und doch erschöpfen diese Zahlen die letzte Einfuhr keineswegs, da sie doch nur auf ungefähren Schätzungen beruhen, auch nicht alle Einfuhrplätze umfaßen. Außerdem ist übel einzelne Grenzorte auch viel Roggen in Garben ein» gebracht worden, um die 50 Mark Eingangszoll zu umgehen. Infolge bei ungeheuren Angebots ist im Gelreidegeschäft an allen östlichen Märkten eine gewiffe Stagnation eingetreten und die Preise zeigen im Ganzen eine rückläufige Tendenz.

Kiel, 1. Septbr. Au» Kiel wird uns gemeldet: Der .Prefidente Pinto« hat gestern Mittag den hiesigen Hafen verlaffe». Sein Ziel ist bisher un­bekannt. Der Armstrong-Dampfer .Drudje« war bereit» Tags zuvor am Nachmittag in den See ge­gangen. Gerüchtweise verlautet, dieDrudje" werde auf See Lasteten und Mafchinenteile für benPre- ft&ente Pinto« löschen. Ein zweiter Armstrong- DampferJesmund« mit den Geschützrohren erwarte den chilenischen Kreuzer auf See, ein drittes Schiff, ein Kohlendampfer, liege am Eingänge ber Eiern« förber Bucht.

Danzig, 1. Septbr. Der beutfdje Katholikentag, welchem bi- jetzt rund 800 Mitglieder anwohnen, beschloß aus die Berufung eines internationalen ka­tholischen Kongreffe» hinzuwirken, welcher sich mit >er Wiederherstellung des Kirchenstaat» beschäftigen oll. Ferner wurde die Feier des hundertsten Ge- burtstage» PiuS IX. am 15. Mai 1892 und die Er- richtung eine» Windthorst-Denkmals in Meppen be- chloffen. Der deutsche Katholikentag beschloß, die nöchst- lährige Katholikenversammlung in Mainz abzuhalten.

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Erfurt, 30. Aug. Nach den heute bekannt gewordenen Anordnungen für die Kaisertage dürste der 14. September die glanzvollsten Feste der Stadt auf sich vereinigen. DaS Programm für die Hul- digungsfestlichkeiten an diesem Tage ist ziemlich um­fangreich und besonder» find die Abendstunden be­rücksichtigt. Nach der Rückkehr von der Parade bei Gamstedt beginnt im Festsaale de- Rathauses ba­den Militärbehörden vom Monarchen gegebene Fest- effen, danach erfolgt in 150 Wagen eine glänzende Auffahrt auf den Wilhelmsplatz, auf dem bekanntlich efa Pavillon für das Herrscherpaar, sowie Tribünen für die Behörden und das Publlkum errichtet werden. Nachdem der Kaiser hier von den Stadtbehörden nochmals begrüßt worden, beginnt der große mili­tärische Zapfenstreich, an den sich die Beleuchtung des DomeS reihen wird. Diese wird ein außer- ordentliches Schauspiel darbieten und etwa eine halbe Stunde bauern. Danach folgt die Rundfahrt der Majestäten durch die glänzend illuminierte Stadt. Am 15. September abend» beginnt im RathauS- faale das Kaiseressen für die Civilbehörden; daran reiht sich der Fackelzug der hiesigen Vereine, sowie Serenade der Sänger. Ob der Kaiser auch noch den 16. September ganz in Erfurt zubringen wird, ist nach den neuesten Meldungen wieder fraglich ge- worden.

Trier, 31. Aug. Bon hier wird berKöln. Bolksz." gemeldet: Gestern in ber ersten Morgen- stunde war ein Bataillon Fußartillerie erschienen, bas in der Nähe im Quartier liegt. Dasselbe zog unter Führung eines Offiziers in ben Dom unb an der Reliquie vorüber. Bischof Felix hat fol­gende Verfügung erlassen:Wir, Michael Felix, durch Gottes Erbarmung und bei Apostolischen Stuhles Gnade Bischof von Trier, machen allen, welche dieses Schreiben lesen, bekannt, daß Wir sie unter der Strafe der Un» vorbehaltenen Exkommu- nikation warnen, auch nur daS geringste Teilchen von dem in ber hohen Domkirche ausgestellten Ge­wände unsere- Herrn Jesu Christi wegzunehmen."

Avsllmr.

Frankreich, 1. September. Im Anschluß an unseren gestrigen Artikel über die großen französischen Manöver an der deutschen Grenze bringen wir nach­stehend einen Artikel des französischen Journals »Temps" über die furchtbaren Befestigungen bei Verdun.Sobald man sich dem hügeligen Gelände nähert, gewinnt man wieder den Eindruck der vollsten

Sie weinte als fie fortfuhr. Das Reiseabeniever hatte eine zn nnltebfame Wendung gefunden.

IV.

., AS Fra» Mathilde am nächste» Morgen not- dürfttg auSgefchlafeu hatte, stellte ste zunächst trüb- eltge Betrachtungen an über die Schlechtickett von W-lt nnb Mensche». Zn bedaner» war badet nur, bofc diese Betrachtungen bedenklich post festum kamen irab nii^t jn bet Einsicht führten, daß Fra» Mathilbe au bem Vorfall mit bem »Baron« durch ihre unbe­sonnene Neugier und leichtstuuige Abenteurersucht lttchtgauz schuldlos war. Vielmehr richtete fich die Entrüstung der junge« hübsche» Fran gegen die Der. ftellungsknust und Durchttiebeuhett de» Herr» Baron, von bem sie hätte schwören mögen, daß er nie ans den ersten Gesellschaftskreisen herausgekommen wäre. Er war so liebenswürdig und verbindlich, so stcher nnb exakt in seinem Benehmen gewesen, baß stch auch der Klügste hätte von ihm tänsche» lassen.

Da niemand Veranlassung hatte, bagegea etwas einznwenbea uud Fran Mathilbe fomti ihre Ehre ®18 intelligente Fran gerettet ,n haben

glaubte, tröstete fie sich auch leichter über ihre» Ler nst. SS war nichts verloren gegangen, was nicht zu ersetzen gewesen wäre. Nur eins that ihr furchtbar leid und fie hütete fich, davon auch nur eiu Wort zu fegen. Zu bem Handkoffer war tu einem kleine» Tascheubnch verborge» eine Photo­graphie vou ihm geweseul Nicht vou bem Baron, ÄDHPä?blt<S 608 th«I Ans der

Lüfseit« hatte er selbstmtt fetaer zierlichen Hand- Kist geschrieben: S. L Freundin zur bleibenden Sriunernug von ihrem treuen I. 6.

M .EK", fie selbst branchte bas Blatt nicht »zur Hetbenben Sriunernug an ihre» treue, I. 6. Dieser war ohnehin in nnvergäuglicher Weise in ihrem Herzen eingeschrieben nnb es brauchte keines

«ber wen» baS Blatt in «rechte Hände kaml Wenn damit Unsng

Zur Jedauseier.

Jäh brach des Feindes stolze Wehr zusammen, Unb bem der Glut entstieg'nen Phönix gleich, Sang sich empor aus heil'gen Zornes Flammen 6nteut, in Kraft verjüngt, das Deutsche Reich, Unb Ifinben wirb'» in spät'ster Zukunft Tagen Pon mächt'gem Thatendrang und kühnem Wagen.

Was schwache Seelen unerreichbar wähnten, SaS tn jahrhundertlangem Hvffnungsmüh'u Die besten unsres Volk» umsonst ersehnten, Sir iahen'» werden und zur Frucht erbMH'n, Zur Frucht deS Strebens, da» in ernsten Stunden Um Nord und Süd der Einttacht Band gewunden.

Au» lichten Höhen blicken sie hernieder, De» Reiche» Schöpfer, deren Fuß zerttat Des irnern Zwistes giftgeschwellte Hyder, Sie, die un» führten auf de» Sieges Pfad, Sie, deren Namen fernste Völker kennen Unb Klios ew'ge Lettern rühmenb nennen.

Ihr Mahnruf war bie bröhnende Reveille, Die un» den Ketten träger Ruh' entwand Unb bis zum Bayernsturme auf Bazeilles Des Recht» Triumph an Deutschlands Fahnen band. Bor Sedan» Wellen galt e», auf den Trümmern Der Fetndesmacht das neue Reich zu zimmern.

Wohl rinnen noch gerechten Schmerze» Thränen Um da» im Kampf vergoßne edle Blut, Doch fand Erfüllung unsrer Väter Sehnen

Und toürb'gen Lohn ber Stüber Heldenmut.

Sie alternb blühe, was so schwer errungen, ! Bis deutscher Sang im letzten Lied verklungen!

1 - Julius Bruck.

»Kein Wort, men« Gnädigste. Kümmern Sie B um nübtS, gehen Sie. Ich hoffe, Sie halten »dH nicht für einen Kolltdieb.«

Er war wirklich so spaßhaft nnb so gefällig nnb »n allem so liebenswürdig, so außerodentlich lieben». Wrbig.

Sie ging! wo bie meisten Leute hinliefen, lief mit, nnb so gelaugte ste nach kaum einer halben »itume an den Ausgang, wo fie auch bald den richttgen Welbiener herousgefunbeu hatte. Ste sagte zu ihm, «b ,hr Gepäck nnb ihr Begleiter uachkämeu, er »°ge warten. Der Dimer wartete mtt seinem umnibns, ber Bahnhof entleerte fich nach uud nach, der Herr Barou kam nicht. Frau Edlar wurde «iegm und uuruhig, stieg wieder ans bem Omnibus 2® m»d erzählte bem Hoteldieuer ben ganzen Hergang Sache. Der Dimer sah fie einen Augenblick *«g scharf an. Dann sagte er:

»Wie sah dieser Herr Barou aus?«

Frau Edlar beschrieb ihn, so gut sie kouute.

»DaS ist der Post-Heiri. ES kaou uiernaud «der» fein. Beruhigen Sie stch nur, Madame, Sie einem der abgefeimtesten Gepäckdiebe iu die vtvde gefallen. Es soll aber sofort alles geschehen, geschehen kamt, nm Ihnen zu Ihrem Stgeutum Ä verhelfen. Erwarten Sie mich hier.«

Fran Mathilde war mehr tot als lebendig. Sie «ffung N, wie ber Diener hastig an ber einen Seite bts Muhofs entlang lief nnb gleich darauf in ein 2?eaa trat, vor bem fie eine schwarz-rote Laterne N'an ber fie das Wort: »SicherhettS.Poli^i« las. ?»tch darauf bemerkte ste, wie verschiedene Leute AMg «gch verschieben« Seiten hin btefeb Lokal 2"*8en. Endlich kam anch ber Dimer zurück nnb J * fte etnjnpeigen.

Lotand ittfe hmtti 19.

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Deutsches Leich.

Berlin, 2. Sept. Kaiser Wilhelm arbei­tete am Dien-rag Vormittag im Neuen Palais bei Potsdam den obersten Marinebehörden unb hatte eme längere Unterredung mit bem Reichskanzler. Wittags fuhren beibe Mejestäten nach Berlin unb besuchten am Abend gemeinsam da» Theater, nach" dem der Kaiser am Nachmittage einer Einladung teS Abg. von Benda-Rudow zur Hühnerjagd ent- sprochm hatte. Heute Mittwoch wohnt der Monarch den Manövern be» Gardekorps bei Jüterbog! bei, obends erfolgt die Abreise zu den österreichischen Manövern. Mittwoch Vormittag reifen dorthin auch tat König Albert und der Prinz Georg von Sachsen vi. Die Getreidepreise haben in den letzten

sNachdruck verboten.j

Irr Freiheit dressiert.

Eine Reisenovelle von Woldemar Urbau.

(Fortsetzung.)