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Frauen sollen, auf Anordnung des preußischen Minister- der öffentlichen Arbeiten, zukünftig nur noch nach vorangegangener vierwöchiger Kündigung ent- lassen werden, während die bisher hierfür übliche Kündigungsfrist eine vierzehntägige war. Für Entlassungen, welche wegen grober Berfchuldungen (Trunkenheit im Dienst, Diebstahl, Unterschlagung rc rc.) erfolgen, bleibe» jedoch die bisherigen Bestimmungen in Kraft. — Eine neue Feldflasche auS Alu- minium wird, wie der .Oberschlefische Anzeiger" meldet, gegenwärtig von Mannschaften während des Manöver- probeweise getragen.
"uu, da er das Amt bescheert hat, auch für b«8 Uebrige sorgen.'
«Sie meinen für bin Beistand?'
.3a I Nehmen Sie Platz. Bitte!'
»Gnädige Fran, wir Philologen find schon längst gewöhnt, erst für den Beistand sorgen zn müssen: ob «ns dann der Staat ein Amt giebt, bleibt abzn- warten. Aber in meinem Falle haben Sie glück, licherweise Recht. Meine Anstrllnng ist richtig erfolgt. Wer hat Ihnen davon gesagt?'
Btt Unruhe in chr wurde bei dieser Frage wieder höchst bedrohlich. Sie wollte ihm nicht gesteheu, daß fie speziell aus Interesse au ihm eiu philologisches Fachblatt gehalleu hatte, wo fie mit Stolz seiueu Nameu öfter gedruckt fand uud wo fie auch seine Erurunuug gelesen heute.
»Oh, ich weiß wirklich nicht »ehr, wer mtr davon sprach. Vielleicht «eine Taute, die »ich vorhin besuchte.'
.Das wundert mich. Soviel ich weiß, hat davo» tu größeren Streifen noch nichts verlautet.'
»Nun, dann ist es vielleicht Professor Kimbell a^eseu, den ich vorigeu Mittwoch bei meiuer Taute traf.'
^Bortgeu Mittwoch war die Ernennung noch nicht veröffentlicht.'
«Ei nun, ich weiß es uicht wehr, wer wir davou gesagt hat. War eS uicht Professor Kimbell, dauu war es vielleicht der Heine Fritz Bergen, der wir feme Neuigketteu biSweilru anvertram oder meint Konfine Elvira oder die alte Katharina.. .*
»Nun, er ist ja gletchgtlttg, von wem Sie es E«'«uüdtge Fran, wenn Sie rS nnr wissen. In Wahrheit kam ich ,n Ihnen in der Hoffnung, Ihnen damtt etwas NeneS mtttellen ,n können. Um diese Freude hat «ich nnn ein anderer gebracht.'
»Würde er Ihnen Freude gemacht haben, wir etwas Neues Mitteilen zu können?'
.Selbstverständlich!'
.Wie liebenswürdig.'
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Geographische Lehrmittel - Sammlung.
Die Vermehrung der Lehrmittel hat stch im abgelaufenen Jahre nur auf Fortsetzungen und kleinere Ergänzungen erstreckt. Von größeren Werken konnte nur Sueß Antlitz der Erde angeschafft werden. AIS eine sehr wesentliche Bereicherung der Lehrmittel ist die neubegründrte Sammlung von Gesteinen her- vorzuheben, die, längst geplant, dank dem freundlichen Entgegenkommen drS Direktors deS geolo- gischen Institut-, Herrn Prof. E. Kayser, möglich war.
Chemisches Institut.
Die Personalverhältnifle des Chemischen Institut- Haben fich im verflossenen Jahre geändert: Der Unterricht--Asfistent Dr. Kegel schied Ende März 1890 aus und wurde durch den bisherigen Vorlesung-- Asfisteoten Dr. Küster ersetzt. AlS Bor- lesungS-Assistent fungierte bis zum August Dr. Müller «nd vom 1. Oktober ab Dr. Fuchs. Die Zahl der an den praktischen Uebungen fich betelligenden Studierenden betrug im Sommersemester 45, darunter 1 Mediziner, im Wintersemester 35, darunter 8 Medizin er. Von feiten der chemischenGroßindustrie wurde da» Institut wieder in dankenswerter Weise unterstützt.
Pharmaceuttsch-chemisches Institut.
Da- Laboratorium des pharmac.-chem. Instituts hiesiger Universität wurde mit Einschluß der Assistenten im Sommersemester 1890 von 98, im Wintersemester 1890/91 von 102 Praktikanten frequentiert. Im Sommersemester 1890 mußten 5, im Wintersemester 1890/91 12 Praktikanten aus Mangel an Raum und an Betriebsmitteln abgewiesen werden. Ebenso wie in den früheren Etatsjahren setzte sich auch in den beiden letzten Semestern die Zahl der Praktikanten nur ans Pharmaceuten von Beruf zusammen, und zwar zu etwa 6/7 aus Studierenden der Pharmacie, zu etwa 1/7 au» Apothekern, welche nach Absolvierung der pharmac. Staatsprüfung bestrebt waren die zuvor hier erworbenen theoretischen und prakttschen Kenntnisse noch durch spezielle Arbeiten auf dem Gebiete der Nahrungsmittelchemie und der forensischen Chemie, sowie zumteil auch durch rein wissenschaftliche Untersuchungen zu vervollständigen. Letztere Praktikanten waren zum Teil al» Studierende der Chemie, zum Tell auch nur als Hospitanten an hiesiger Hochschule inskribiert. Der Unterricht im Laboratorium wurde von dem Direktor de» Institut-, im Verein mit den alö Assistenten fungierenden Herren Apotheker DDr. Gaze, Partheil, Schütte und Göhlich, sowie den Privat-Hülf-assistente» Nothnagel und Zölffel erteilt.
Botanischer Garten mit dem botanischen und pharmakognostischen Institut.
I. Botanischer Garten. Auch in dem Rechnungsjahre 1890/91 ist eine erfreuliche Bereicherung de- botanischen Garten» zu verzeichnen durch die Ferttg. stellung de» (an Stelle eines alten baufälligen ®e« wäch-hause» errichteten) neue» Nepenthe». und Der- mehrungShauses. Wertvolle Warmhau-pflanzen für da- Nepenthe-hau-, welche aus dem Gartenetat nicht hätten erworben werden können, wurden im Tauschwege erlangt, und so zugleich dem Raummangel in den andern Gewächshäusern abgeholfen. Ferner sandte der Direktor des Garten», Herr Professor Dr. Göbel, welcher von August 1890 bi» Ende März 1891 zu einer wissenschaftlichen Reife nach Südamerika beurlaubt war au» Venezuela Brittisch Guiana Pflanzen und Sämereien ein, (weitere Sendungen folgen noch) desgleichen wurden von demselben in Belgien und England interessante Pflanzen für den Garten erworben. Im Freilande wurde die Alpeuanlage bepflanzt und in der Mhe derselben ein Quartier für Zwiebelpflanzen angelegt, deren Kultur tm Garten bisher infolge deS hohen Grundwasserstandes eine unbefriedigende war. Ferner fand eine Erweiterung der zu den Zierden deS Gartens gehörigen Farnpflanzung statt; die Ein- richtung einer Anlage für Equifeten und für Sumpfpflanzen wird erfolgen, sobald die Mittel r» gestatten.
II. Botanischer und pharmakognostischeS Institut. Infolge eine» besonderen Zuschusses seitens de? König!. Kuratoriums wurde es ermöglicht, die Zahl der Mikroskope annähernd auf die der Zahl der Praktikanten entsprechende Höhe zu bringen; dagegen fehlt » noch sehr an Instrumenten und Apparaten für die wissenschaftlichen Untersuchungen. Die Sammlungen erfuhren einen bedeutenden Zuwachs durch die von Profeffor Dr. Göbel aus Venezuela, Curaxao und Brittisch Guiana mitgebrachten Gegenstände?, deren Aufstellung und Einordnung erst im nächsten Rechnungsjahr erfolgen wird. Die Ausführung der seit längerer Zeit geplanten Anbau's eines neuen HärsaalS darf auf Grund der auSgearbeitelen Pro- ekte nunmehr erhofft werden, wodurch zugleich dem Mangel an Arbeit-- und SammlungSräuwen abgeholfen wird. AIS zwetter Asfistent trat mit Beginn deS Rechnungsjahres Apotheker Osenbrügg ei». Mineralogtsch-petrographischr» Institut.
Die Mittel de» Institut» wurden, soweit fie nicht durch die laufenden Ausgaben absorbiert wurden, vorzugsweise zur Vermehrung der mineralogischen
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Bestellungen auf die Hkrßrss. Zritrmg nebst Amtlichem Kreisblatt fiir rie Kreise Marburg an- Kirchhain sowie Illustriertem Samttagsblatt werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen.
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• (Nachdruck verboten.)
In Freiheit dressiert.
Eine Reisenovelle von Woldem ar Urbau.
(Fortsetzung.)
»Habe ich meine Freiheit nicht bisher zu wahren Nvußt? Liegt irgend ein Grund zu der Annahme •w, daß ich fie fit Zukunft nicht zu wahren wissen ■ttbe, so lang e? mir beliebt?'
»Und warum willst Du die Eiuladuug JessteS «cht cumehmeu? Was Jefste kamt, kannst Du doch luemal auch.'
.Ich werde fie vielleicht auuehmeu, uud wenn ich nicht nach Aegypten fahre, so biu ich doch ge- Et, mir in diesem Winter auch einmal die Wett 2” wenig anznsehen. Ich sehe wirklich uicht ein, »vum ich da» nicht sollte. Ich beule, daß ich »adnrch am allerbesten solche« müßige» Gerede auS «« Wege gehen kann. Ich bin niemandem Reche». i$aft schuldig und kann machen, wo» ich will, und E auch thuu, wa» ich will!'
. .Laß Dich umarmen, «ein Gugel! Dar ist brav «sprachen. Jetzt glaube ich Dir, daß fich Deiu K-lzer Nacken unter kein veueS Joch sehut, daß D» «ttne Freiheit liebst und fie benutze» wirst. Glück 9*7» Thtldcheu, zur fröhlichen Fahrt. Laß Dich wffm, Goldktnd, Du «ochst mich stolz und glücklich!'
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Wieder schielte fie verstohlru nach ihm hin. Er kam ihr heMe so gemeffeu, so feierlich, gleichzeitta aber auch so fiegeSgewiß, so triumphierend vor, daß ie unwillkürlich aus die Idee kam, er habe etwa» Außergewöhnlicher zu sagen.
w »doch gut, daß man Ihren Kenntnissen >ud Ihren Fähigkeiten endlich gerecht geworden ist dadurch, daß mau Jhueu auch etu Amt gegeben bat. wo Sie dieselben bethättgeu tonnen. Meinen Sie uicht, Herr Doktor?'
»Er hat lauge geuug gedauert.'
»Doch uicht zu lange. Sie find doch noch jung. Wie alt find Sie eigentlich, Herr Doktor, — wenn «an so indiskret sein darf?'
Er wachte eine Kunstpause.
v .Zu jung, uw ohne Wunsch ,v feht', citierte er "UM mit einer, wie ihr schien, impertinenten Betonung, durch dar fie dar .Triumphgeschrei da» Manner,, wie thre Tante gesagt haben würde, hiudnrchzuhören glaubte. Sie wurde feuerrot und ihre Unruhe wuchs in unheimlicher Weise.
.W habe nicht, gefragt wie jung, sondern wie alt Eie find', sagte fie mit einer tadellosen Strenge.
»Wissen Sie nicht, gnädige Fra», daß wir fit di-sr« Jahre auser fünfzigjährige» JnbULuw feiern können?' fragte er launig.
.Oho!' erwiderte fie erschrocken mtd entrüstet zugleich.
»Pardon, ich meine so, daß unsere Jahre, wenn wir fie zusammenwerfen, in diesem Jahr gerade fünfzig ausmache« würden.'
»So? Sie find also achtnndzwanzig Jahr?'
»Hm, ja! Wenn Sie belieben zweinudzwanzig Jahre ,n fein, so bin ich selbstverständlich achtnnd-
Dabei lächelte er so verschmitzt, all wenn er auf daß fie nun bald dreinudzwanM
(Fortsetzung folgt.)
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain - "
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. - Redaktion, Druck und »erlag von Joh. Aug. Koch.
Nachdem die junge Fra« Hauptmauu Edlar ein. ihre Reisepliue gefaßt hatte, verfolgte fie dieselben «w mtt der ganzen quecksilberige« Lebhaftigkeit ihrer i^ur. Eie wollte die Well sehen, sie sehnte fich 9® ihrem ruhigen, abgeschlossenen allen Hause in hinaus in die schöne freie Gottesnatur. S?e wollte ftei wie der Bogel in der Lust dahin- w-i SW» über Berg und Thäler, über die lieblichen >«/. lofy Made blauer Eeeu, fie wollte wie Jesfie in den verfallener 6t4bte Bildung und Urteil be.
11 “«u, fit den Gallerten die Meisterwerke der Knust
Berlin, 28. August. Zur Merseburger Rede unseres Kaisers äußern die russischen Zeitungen, fie bringe nur persönliche Ansichten zum Ausdruck, welche erzeugt seien durch die Wahrnehmung, daß der Friede in Rußland und Frankreich starke An« wAte habe. Hielte der Kaiser wirklich Rußland und Frankreich für sichere Verteidiger deS Frieden«, so würde er vermutlich nicht gesagt haben, wenn es einmal zum Kriege komme, so sei eS nicht unsere Schuld. — Zur Kornpreisfrage war bekanntlich angeregt, die Retchsregieruug möchte Brodkorn zollfrei und durch Vermittelung der Jmporthäuser einführen, dasselbe zum Selbstkostenpreise zum Verkauf stellen und mit Importieren und Verkaufen so lange und in solchem Umfange sortfahren, bis das erstrebte Preisniveau erreicht Ist. Die »Nordd. Allg. Ztg.' teilt in einem längeren Artikel mit, die Anregung werde an maßgebender Stelle wohl nicht berücksichtigt werden. An der Berliner Produktenbörse find nach kurzem Fallen die Roggen- und Weizenpreise abermals, wenn auch nicht erheblich, gestiegen. Bon den Provinzmärkten kommen dagegen vielfache Meldungen von einem Preisrückgang. — Wie dir »Kieler Zeitung' erfährt, sind seitens der Kieler Behörden alle Maßnahmen getroffen, um jeden Versuch zur Armierung des dort anwesende» chilenischen Kreuzer» »Presidente Pinto' und Komplettierung der Besatzung de» Schiffe» zu verhindern. — Der Konsum-Verein zu Reichenbach t. B. ist kürzlich zur Bezahlung staatlicher und städtischer Steuern herangezogen und hat für die» Jahr 19 800 Mark Steuern entrichten müssen. Für daS Vorjahr muß der Verein sogar 26 000 Mk. Steuern nachzahlen. — Im Eisenbahnbrlrtebsdienste in Unter- deamtevstellen beschäftigte HülfSange st eilte und zur Hülfeleistung im Telegraphendienste beschäftigte
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Hessen-Nassau.
Marburg, 28. Aug. Aus dem Geschäft»- berichte der hiesigen U.n i v e r s i t 8 t pro 1890/91 entnehmen wir der vorliegenden JahreS- Chronik folgendes:
Institute.
Archäologischer App arat und Sammlung der GhpSabgüsse.
Sammlung für neuere Kunstgeschichte.
Archäologischer Apparat. Zugang: 24 Photographien, darunter 3 au» Schenkung; 1 Wandtafel, 7 Nummern Tafelwerke, an Büchern 2 Bände; dazu aus Ueberweisnng feiten» de» Herrn Minister»: Olympia, Ergebnisse Band IV und Atla», Fr. X. Krauß Christliche Inschriften der Rheinlande, I. Ferner 2 Druckschriften aus anderweitiger Schenking. Sammlung der Gypsabgüffe. Zugang: 1 Statue, 5 Köpfe, 2 weitere Fragmente. Dazu die nötigen Postamente und Consolen. Sammlung für neuere Kunstgeschichte. Die Vermehrung geschah wie im Vorjahre aufgrund der Vorschläge de» Prtvatdozenten Dr. v. Oettingen. ES wurden angeschafft: vier Moppen Photographien nach Wolgemut und Dürer» Gemälden; 4 Holzschnittfolgen nach Dürer; 35 einzelne Photographien; dazu kamen 6 au» Schenkung. Bon feiten deS Herrn Kurators wurden 5 vom Herrn Minister zur Verfügung gestellte Meßbtldauf- nahme», nebst einem Textheft, der Sammlung überwiesen.
Christlich.archäologischer Lehrapparat.
Die Anschauungsmittel und die Büchersammlung deS Apparats find nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Mittel vermehrt worden. Durch Zuwendung des Herrn Minister» erhielt letztere das Werk von F. Krauß, Christliche Inschriften des RhemlandeS, Band I.
bewundern und ganz heimlich, im verborgensten Winkel ihre» Herzens, wollte fie auf der Reise deu ««auSbleiblicheu Abenteuer« die Sttr« Biete«, wollte stch amüsieren, wie Jesfie daS ohne Zweifel auch gethan hatte «nb wie es alle Well that, und wen« es auch nnr wäre, «m später in ihren Bekannten- kreisen banrtt zu renommiere«. Wie alle Evatöchter hatte Fra« Edlar in bem verborgene« Winkel ihres Herzens ein Gemisch von Neugierde, Mutwillen, lustiger Sbetttenersucht, da» fie hiuauSttieb in bie unbekannte, ftembe Wett.
»Unb warum sollte ich eS benn nicht thuu?' wiederholte fie fich immer und immer wieder fast trotzig, wenn ihr gleichwohl ein unheimliches, banges Gefühl anfstieg, »hat nicht der liebe Gott seine Wett für alle Menschenkinder gemacht?'
Ein aller StlaS wurde hervorgehott «nb obgleich a«f ben Karten meber Eisenbahnen noch Poststraßen verzeichnet waren, fuhr Frau Mathllde doch mtt ihrem seine« Fingerche« auf bem vergilbten Papier >er«m, als ob es fich batnm gehandelt hätte, einen Weg in de« Himmel herauszustudieren.
I« dieser Beschäftigung wmde ihre «fitsamkett wieder gestört.
»Herr Davor Julin» Sonntag wünscht seine Auf- Wartung zu machen', meldete die alle Katharina.
Eie erschrak et« wenig «nd räumte bastia de« Alla» fort.
,6t wird mir willkommen fein', antwortete fie bann und setzte fich mtt einer unschuldigen Häkel- arbeit in eine Fensternische. Bon hier schielte fie, ziemlich unbefangen «nd gleich gilttg thnend, «ach dem einttetevde« Eywuafiallehrer hi«, indem fie fich Gewalt authat, eine in ihr anssteigende Aufregung «nd Unruhe ,« unterdrücke«.
»Nv«, mein lieber Herr Doktor', sagte fie renudlich lächelnd, »man darf nnn wohl gratulieren. Da» lang ersehnte, heiß erwünschte Amt ist da, wie ch gehört habe. Der liebe Sott wird doch wohl
vor- l. 50 ogt.
[4963 en rophott u. s. h 'geführt . Stock,
Fertttagen^Ouartal^Ab^n^^S^Pr^be^de'rEx'p^ SHldtBtltds bkaXwen'»9*9"' Mt Kation d. Blatte»,
bttwn 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (ertt fotoie d» «nnoncen-Bureaux von Haasenstein und «ogler
S'ÄÄ* 8* Sonnabend, 29. August 1891. M Jahrgang.
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