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Der Sturm auf die Getreidezölle

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Nach weuigeu Tagen verbrrüete sich im Städtchen e Nachricht, daß die alle Fra» Kätzler ihrem lang.

en Hausgenossen »ochgefolgt sei i» das davkle, 'llllte Reich, das ste so sehr gefürchtet. Eiae ge im Blällche» verkündete deu neugierigen «Walder» noch überdies, daß das Fräulein vo» « gesonnen sei, in möglichster Bälde »nd zn ?^5?ae5m6ann Preise ihr am Wasser belegeneS stuck, massives WohnhanS mit Stallung, großem « und allem Inventar z» verkaufen.

Die Gnädige hutT gar eilig, von hier fortzn. ^«> ^weinte die junae Vögtin, indem sie die ^penschüffel vor de» Oberförster a»s de» Tisch \ .Wer alles was recht jst hübsch ist'S vo» daß ste der Kätzler», die doch auch sicht mehr wie, «usrreins, ei» Begräbnis Herrichten läßt, wär stene vornehme Dome. Hören Sie nnr Glockengeläut, Herr Oberförster l'

»sich da» offene Fenster drangen verwehte Lante

IFeldfrüchten Vorhandensein. Zur Borchert'schen I Expedition nach dem Biktoria-See in Zentralafrika I haben sich der »Krzztg." zufolge nicht weniger als 1500 Personen aus den verschiedensten Ständen ge* Iwendet. AuS Angra Pequena wird berichtet, I daß die Deutschen zehn Kamrele von Teneriffa einge- ! führt habe», um mit denselben die Maaren von I Angra Pequena durch die Sandwüste zu befördern. IES verlautet, daß, falls dieser Berkehrsmodus von Erfolg begleitet fein sollte, die deutsche Regierung fauch an der Grenze des (englischen) Walfischbai- ! Gebiets Zoll zu erheben gedenke, um den Handel lauf Angra Pequena zu konzentrieren. Unter I Unter Führung de» Geistlichen Ratet Müller werden I einige Hundert Katholiken aus Berlin eine Fahrt Inach Trier zur Verehrung de» heiligen Rocke» Imachen. Der Beschluß ist von der letzten .Monats- Versammlung Berliner Katholiken" gefaßt worden, e» kann sich aber beteiligen wer will und seine Mel- düng beim Büffetier de» Katholischen Vereinshauses an der Niederwallstraße einreichen. Dem Garde» Jäger-Bataillon wird der Kaiser Fahnenbänder verleihen. Die Weihe derselben war anfänglich zur gegenwärtigen Zeit festgesetzt, wird aber wohl, da der Kaiser und die Kaiserin derselben beiwohnen wollen, erst nach dem Manöver stattfinden.

Die Abordnung der englischen Fachmänner, welche im Laufe dieses Sommers zum Studium des festländische» Gewerbeschulwesens entsendet war und sich vorzugsweise die Kenntnis­nahme der einschlägigen deutschen Einrichtungen sollte angelegen sein lassen, ist kürzlich mit einem ausführlichen Berichte an die Oeffentlichkeit ge­treten, welcher insbesondere den sächsischen und württembergischen Einrichtungen hohes Lob zollt,

Idaß er dessen Standpunkt (zeitweise Suspension deS Roggenzolles) nicht teile. .Ich halte vielmehr die Stellungnahme de» preußischen Staatsministerium», ohne mir besten auf die Handelsverträge bezügliche Motive anzueignen, für die richtigere, wonach ein zwingender Grund zur zeitweiligen Suspension der Getreidezölle nicht vorliegt." Fürst BiSmarck ist am Mittwoch in Barzin von Kissingen angekomme». Während der Durchreise durch Berlin wurde der Fürst auf dem Bahnhofe vom Publikum lebhaft be­grüßt. Berichte de» Leutnant» v. Francoi» sind an» Südwestafrika eingetroffen, welche sich auch zum Teil mit den Aussichten einer Besiedelung unsere» südwestafrikanischen Schutzgebietes besasten. E» soll sich zum Ackerbau und zur Viehzucht eignen, auch soll guter Boden zum Anbau von Garten- und

'«Mädchen ich wohne tm Walde, in dem großen, gelben Hauseda»» will ich Dir einen Köcher

I machen. Willst Du?"

I .3a, ja!" nickte ste vergnügt nnb sprang fröhlich jöon einem Fnß ans den anderen nnb ihre Locke» I flöge». .Wohnst D» den» wett, Mann?"

I .Nicht gar sehr wett. Aber D» mußt erst Deine «Mutter fragen, hörst Dn?"

I Sie nickte ernsthaft.

I .Wer ist denn Deine Mntter, Kind?"

I .Meine Mutter ist tot", sagte das Kind gleich, «müttg. .Aber ich bin jetzt bei meiner guten Tante I Jngeborg, die ich auch Mutter nenne. Und ich möchte Igor nicht, daß Mntter noch lebte; denn Mutter hat lost nichts zu effen gehabt für uns beide, und bann I haben wir geweint, bis wir eingeschlafen find. Und «heut abend gibt'S Erdbeeren, ganz große, rote aus Idem Garten. Magst Du auch Erdbeeren, Manu?" I .Wie heißt Du?" fragte der Mann zurück.

.Hanna."

.Magst Du mich gern?" fragte er wieder.

,O ja", meinte die Kleine. .Du mußt mir aber auch den Köcher mache», hörst D»?"

.Ich hab' auch Hunde", sagte er, .so große, kluge und dann noch ein paar kleine; mit denen kannst Dn spiele». Und sag' Deiner Mutter, fie möchte mit Dir komme»." Seine Lippen wnrde» blaß bei diese» SBottto«

.O, ste kommt gewiß 1" rief das Kind zuverfichlich n»d klatschte in die Hände,fie hat ja ben Walb so gern."

Komm l" sagte er, sehnsüchtig, einen Wesen Lieb« jn erweisen, baS Jugeborg teuer war;willst Du mir einen Kuß geben?"

Bereitwillig hob fie sich aus bie Zehenspitzen nnb «reckte ihr feines Köpfchen empor. Die starken Arme des Mannes hoben fie über den Trümmerhaufen, »nb während fie auf dem Mänercheu Fuß faßte, küßte er den roten Kindermund faßt andächtig.

Sanna P rief da eine wohlbekannte Stimme

(Nachdruck verboten.) Spötsommersontte.

Novelle von Gertrude Franke.

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nebst Amtlichem Lreisblatt für -ie Kreise Marbitrg ttnd Kirchhain sowie Mstriertem Sonntagsblatt werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen.

Q»alÄ«^m^a"?»s» ®8 ^r»n 'n®»' 018 diel Ton einer Menschenstimme fremd und ernst an des

aetttte»^^ Wie °n8, J008 je I Lauschenden Ohr drang. Dann hörte er ein dumpfes

-Jr». m Mter ie??,e die Unruhe an ihm. I Kollern nnb Fallen nnb halb herauf kamen »er. auf bie er ungezählte Male | etuzelt ober in kleinen Gruppen bie Leibtraaeuben beifl^en8 geblidt, bas sßalen ber Segröbni80unbe.|meiPen8 ärmlich und bäurisch gekleidete Verwandte ®er Kirchhof, der ehemals ein Stück des Waldes der allen Dienerin, aus de» Settel ÄnbiaJn desselben, eivz-luen sich zwischen den Hügelreihen ober gingen gemächlich

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«eWeter Menschen. Hinter ben blumeigeschmückteuj .»ean Dn zu mir kommen willst, kleine»!

Die Getteidepreiie sind unbestreitbar auf eine HHe gestiegen, tote fie seit langen Jahren nicht er­reicht war. Sozialdemokratie und Freisinn benutzen nun diese Thatsache, um für die Freihandelstheorie eine» Sieg zu erfechte». Mit einer nur durch bie Größe des für fie eventuell in Aussicht stehenden materiellen und politischen Gewinne» erklärlichen Beharrlichkeit suchen sie nachzuweisen, daß die gegen­wärtige Höhe der Getreidepreise nur durch die Zölle verursacht sei und daß mit der Aufhebung der letztere» Getreide und Brot nicht bloß ganz billig werden, sondern auch der gesamte Lebensunterhalt nur noch ganz geringfügige Kosten verursachen würde. Ja, der gewöhnliche Leser muß au» ben Exklamationen frei- 0 0 finniger und sozialdemokratischer Organe den ®n= druck gewinnen, aH würde mit den Zöllen alle Not nona!b aIIeS Elend vom Erdboden verschwinde». Und immermehr gewinnt es den Anschein, als ob die führende» Personen dieser Parteien, welche zuerst aus politischen und FraktionSrückfichte» solche Behauptungen aufgestellt hatte», nunmehr, je öfter fie sie wieder- holen, umsomehr auch selbst zum Glauben an dieselben verleitet werde». Bei solchem Stande der Dinge wird es denn doch Zeit, daran zu erinnern, daß auch m der Aera des strammsten Freihandel» Not und Elend in der Welt existiert haben und daß ein in dieser Beziehung angestellter Vergleich zwischen der letzten Freihandels- und Schutzzollperiode in Deutsch­land z« Ungunsten der letzteren nicht ausfallen dürfte. Bei einer Schätzung de» größeren und geringeren Wohlbefinden» der Bevölkerung kommt es eben nicht bloß auf die Preise der zum Lebensunterhalte not­wendigen Dinge, sondern in erster Reihe auf den Arbeitsdienst an. Und daß dieser weit leichter zu erlangen und im Durchschnitt weit höher in 1 °er Schutzzollperiode ist, als er e» in der Frei- i

Handelsera war, wird auch der fanatischste An-«mehr drückende Lage sür die ganze absehbare Zu- Hanger der Manchesterdoktrin nicht zu bestreiten I kunst geschaffen würde.

wagen. Die Lebensmittelpreise sind auch im All-I__

gemeinen nicht nur nicht höher, sondern eher! .

niedriger gewesen. Nur im letzten Jahre ist darin! DktttscheS Ktid).

eine höchst bedauerliche Wendung eingetreten. Wenn Berlin, 21. August. Sonnabend früh treffen aber Freisinn und Sozialdemokratie nun die An- der Kaiser »nd die Kaiserin in Berlin ein und schauung vertrete», als ob die Getreidepreise mit der begebe» sich sofort auf das Tempelhoser Feld, wo Aufhebung der Zölle sofort um den Betrag der um 9 Uhr die Parade de» Gardekorp» stattfinden letzteren heruntergehen wurde», io irren sie sich. Da, wird. Der Kaiser ist i» Kiel schon wiederholt zu j zeigt schon da» Verhalten de« Weltmarktes beim Auf-«Pferde gestiegen, wird also auch die Parade im tauchen der falschen Nachricht vo» einer Suspension der I Sattel abnehmen. Bei dem schönen Wetter der deutschen Getretdezolle. Die Weltmarktpreise zogen! letzten Tage hat der Kaiser in Kiel täglich längere Mr°m e atk überhaupt, so würde also! Segelfahrten unternommen. Im Neuen Palais die Beseitigung der Zölle in diesem Augenblicke für Lu Potsdam ist man mit den Vorbereitungen zum dre Konsumenten nur ganz geringe Vorteile im Ge-I Empfange der kaiserlichen Majestäten lebhaft be-

folge haben. Der allergrößte Teil der letzteren sind! schäftigt. Das Kaiserpaar beabsichtigt, nach dem

bloß Konsumenten, sondern in erster I Manöver mit Unterbrechungen durch verschiedene

Linie Produzenten Und als Produzenten würden! Jagdausflüge, welche der Kaiser plant, bis zum

dm Industrie Beschäftigten! Spätherbst wie in früheren Jahren im Neuen Palai»

den grügten Schaden von einer solchen Maßnahme!zu verbleibe». Genauere Bestimmungen über die ei°n unmittelbar^ nnb ^"^'rtschaft toäre bann beabsichtigte Verlegung der kaiserlichen Residenz ein unmittelbarer und liegt auf der Hand. Für! nach Berlin find »och vorbehalte». Die Kaiserin die Industrie aber wurde dre fetzige Aufhebung oder! Friedrich wird im Spätherbst ihre Mutter, die auch nur Suspension der Zölle insofern schädlich I Königin vo» England, in Schottland besuche». __

Sonso6kü Zm WH« Rom?enP°n einem Zwist zwischen Kaiser Wilhelm und dem

5" Abschluß von HandelSvettragen I Herzog Ernst von Koburg-Gotha ist schon wieder mit andere» Landern und demnach der aus den! einmal die Rede. Es giebt doch heute wirklich aeten'toüS?' Ä'Vorteil verloren wichtigeres zu erörtern, al» solche Thorheiten. ^e» würde. De»halb sind die Interessen von!Ein in London verbreitete» Gerücht, der Finanz- Landwirtschaft und Jndustne m dieser Frage soll-Imin ist er Dr. Miquel habe unserem Kaiser eine sozialdemokratischer und Denkschrift gesandt, welche eine dreimonatige Auf- toe$e v°rgeben, keine Sonder-! Hebung der Getreidezölle empfiehlt, wird von best- intereffen zu vertreten, tn Wahrheit aber tote keine I unterrichteter Seite al» von Anfang bi» zu Ende! fule»m6 verschaffen! erfunden bezeichnet. Nach der neulichen Erklärung

.. . Wn ^schrei dieser Blatter totib hieran! im Reichsanzeiger erschien die» Gerücht sofort als! etwa» ändern. Genuß, e» herrscht gegenwärtig ein Unsinn. Die WienerPresse" führt in ihrer! ^Eage der wichtigsten! heutigen Nummer au», die deutsche Regierung habe! bei 4« finnher?hbe< ? q1» " ,Qu4 in staatsmännischen Blick bewiesen, indem sie sich durch

den Frerhandelrperiode» von Zeit zu Zeit aufgeJbie hefttge Agitation gegen die Getreidezölle!

- Außerdem sind die Reichsregierung wie die nicht habe beeinfluffen lassen. Die gegenwärtigen Staatsregierungen bemuh^Er elchterungenzu schaffen, Handelsvertragsverhandlungen seien dazu bestimmt ?u6retoenbemaSf,,fr ^rd la keine gänzlich die deutsche Industrie zu heben; diesem^ allgemeinen ausreichende Abhilfe geschaffen, werden. Aber die I vitalen Interesse gegenüber müsse die Anfhebuna der!

IGetreidezöllezurücktteten, zumal dadurch die Getteide-1 b dauernde Gefahren für unser preise nicht viel beeinflußt würden. Sie ®e» tofr für1 °rt9e -6a6cnL muffen treidehausse werde bald aufhören und die Landwirt-

wir für die Gegenwart einen drückenden Zustand I schäft für ein aerhtaere» CFmtMrtrSnnis s,,,.* | Bat^unb'm^bM^h % ^sache! bessere Verwertung derselben entschädigt ^werden.

ui» abber v»!chwmden wird Wir müssen In der .Krzztg." erklärt Graf Mirbach-Sorquüten

un»^aber^energlsch dagegen wehre», daß eine noch f zu den Ausführungen des Grafen Kanitz-Podangen

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WöchenMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. - ______________________________Illustriertes Sonntagsblatt. Gkpeditton: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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___ Daube u. Eo.m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari«.

(Fortsetzung.) ror tne il»se schauen, sein vollbe. ^teS Her, vor ihr ausschütteu dürste, so würde «fu flberyttgea, daß nnr übergroße Liebe ihn zur vchuld getrieben. Sie würde verzeihen. Die lang. Mrte HerzenSneignng würde anch diesmal Siegerin S Schatten, die ihnen so viele Wonne« ^«le verdüstert nnb geraubt

in** schrittimmer eiliger dahin. Eine heiße Sehn« iu leidenschaftliches Bedürfnis, feine Träume F Mrklichkett zu machen, trieb ihn zwecklos umher, burtzsednldtg er seine Einsamkett gettagen all die . , 28^ so gebieterisch forderte jetzt, da er die Geliebte

WEe. sein lange unterdrücktes Her, sein alles, «mge» Recht