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duftig. Roter Mohn schmückte die braunen Locken und ein Baud von gleicher, leuchtender Farbe schlang sich um die feine Taille. An» dem Halbdunkel blickten ihn große Augen au, die feinen magnetisch auf sich ziehend. Langsam folgte er der Lockung, wie zufällig de» Weg einschlageud, der au ihrem Der» borgeueu Plätzchen vorüberführte.
Als er vor ihr stand, sah er, was er geahnt hatte: Kiue Unbekannte, das Ideal feiner Suabenträume. Noch lag der ganze Retz kaoSpeuhafter Herbtgkett über ihr. Doch in de» gewttterdn»kele» A»geo blitzte eS schon leise wie fernes Wetterleuchte», das Stürme der Leidenschaft verheißt.
Er fand in dem erhöhten Schwung seiner Gefühle den Mot, sie auzuspreche», und non vermochte er sich nicht wieder von ihr zu trennen den ganzen Abend. Rach den Klängen ttuukener Tanzwetsen flog er, ihre leichte Gestalt im Arm, aus dem kurzgeschoreueu Grasboden dahin. Dabei flatterten die seidenen Blätter ihres frisch« Mohukranzes von ihren Locke». Er sammelte, was er davo» erhasche» konnte, nnd bara sie io setoem Rott,doch.
.Warum haben Sie sich mit dem vergänglichen Mohn geschmückt?' fragte er, als er in einer der Taozpausen tief atmend neben ihr stand.
Sie sah ihm ernsthaft nnd nachdenklich ins Gesicht.
♦ .Sie kennen mich nicht', sagte sie nach einer Welle, »sonst würden Sie nicht fragen. Der Mohn ist schön. Ich hab' das feurige Glutrot gern. Ich mag nichts Mattes, Zartes, Farbloses. Aber daß er so leicht davovflattert, das könnte ibn mir fast verleiden: doch muß ich's freilich in den Kauf nehmen.'
»Nml l' sagte er, .zum Schmuck für eine flüchttge Frendenstnnde taugt er ja auch recht gut. Ist die Loft aus, so ist auch er dahiul' Und er blickte auf ihren dunklen Scheitel, darin nnr noch einige leuchtende Blätter von dem vollen Kranz übrig geblieben.
Sie war ganz nachdenklich geworden nnd sah mtt einem langen Blick an ihm vorüber ans den schimmernde» Spiegel de» Teiche». .Freilich!' flüsterte sie
vor sich hin. .ES bleibt nichts übrig von aller Frende. Wenn die Lichter gelöscht find, ist'S anch dort schwär, und dookel.'
Erstaunt blickte er ans das schöne Kind, da» doch kein Kind mehr zu fein schien.
Nun war der Tanz aus und fie gingen langsam durch die dufleudeu Fliederbüsche. Der (garten wurde hier parkartig. Hohe Waldbäume waren den Zier, fträuchern untermischt. Nur von fern drang der frohe Lärm herüber und verstohlen spiellen die Lichtstrahlen ans dem schwärzlichen Grün.
Jogeborg pflückte von einem Birkeostamme, der bis in die Stone von glänzendem, dunklen Lande umsponnen war, einen Epheuzvetg.
»Dieser unscheinbare, dauerhafte Geselle ist doch am meiste» »ach meinem Sivol' sagte fie, die Rauke mit dem tiefen Ernst betrachtend, der ihr sonderbar zn den junge» Züge» stand. Er streckte die Hand ans. .Schenken Sie ihn mir', bat er innig, .zur Erinnerung an den schönen, schönen Tagl'
.Jogeborg!' rief es da, ood ein blondes Mädchen tarn aos die Freundin zu. .Ich hab' Dich gesucht! Wir müffeu uns noch ein wenig abkühlea, bald ist das Fest ja aosl'
Sie gingen davon. Allein und unbeweglich blieb Liftor auf demselben Platz stehen. Jogeborg! Die keusche, kraftvolle nordische Mädcheugestalt tauchte vor ihm aus. Diese dunkelhaarige Jugeborg hatte ver. waodte Züge. Ob fie lieben konnte, wie ihre Namensschwester? Ein Seufzer hob die Brust de» Jüngling». Er barg den Epheuzweig, den er so lange gedankenvoll in der Hand gehalten, neben den Mohnblättern in seine« Taschenbuch und ging dann dem belebteren Tell de» (garten» zu. Doch sieh, ein lieblicher Zufall — ober war e» mehr? — führte ihm seine schöne »esahrtiu wieder entgegen. Sie hatte ein Mäntelchen um die Taille gebunden und ein schwarze» Spitzentuch leicht Über die dunklen Flechten gelegt.
Mtt dem Jnbelfchrei .Jugeborg!' eilte er ans »e.Adieu!' flüsterte sie, »der Wagen wartet!'
Der Oberförster richtete sich empor. Die Arme unter dem Haupt gekreuzt, hatte er regungslos gelegen, eine Stunde — oder länger? Der Mond stand fitzt hoch am Himmel. Schars und schwarz zeichnete sich das zackige Eichenlaub Über ihm gegen das licht- getränkte Firmament.
Er berechnete, daß wohl dreizehn Jahre vergangen eit jenem Abend. Noch immer war er ein einsamer Mann. Unbarmherzig hatten die Wogen des Lebens ihn hinweggetragen von der seligen Insel, aus der er einen kurzen Tag geweilt. ES hatte ihn hart ge- packt. Die grobe, gemeine Prosa, die bittere Not- wendigkeit zu leben, hatte alle seine Kräfte, seine Gedanken in ihren Dienst genommen. Sein Vater war vermögenslos gestorben, als der Sohn mitten o den Studien gestanden. Nnr durch eisernen Fleiß, arte Entbehrungen, die zn ertragen fein riesiger örper allein ihm ermöglicht, war er, wen» auch iftter al» andere, endlich doch an fein Ziel gelangt Jetzt stand er in der Mitte der Dreißiger. Sett einig« Jahr« hatte der Staat ihn mtt der Verwaltung größerer Reviere betreut und der Austra
m Ivgeu, spiegelte sich die ganze Zauberpracht. «8 dem Dickicht der Fliedersttäucher tönte geheim» eine sanfte Musik, die Sinne mit dem süßesten «wsch betäubend.
lichen Vereine gegenüber dem Landwirtschaft-Minister ein größeres Gewicht zu geben und die finanzielle Selbständigkeit derselben zu heben, seien nicht stich- hallig. Die verfügbaren Mittel reichten zur Förderung der Vereinszwecke im ganzen aus. Eine Organisation nach Art der Handelskammern würde den Vereinen ihre schätzbare Selbständigkeit nehmen, ihnen außerdem auch alle Mitglieder, die nicht praktische Landwirte seien, durch ihre theoretische landwirtschaftliche Bildung aber fördernd auf das BereinSwesen wirkten, entziehen. Ebenso würden durch die Einführung einer gesetzmäßigen Steuer, die eine Beitragserhöhung bedeute, die Ueinen Landwirte vom VeretnS- wesen ausgeschlossen werden. Nach Berechnungen tm landwirtschaftlichen Kalender von Thiel würden, wenn man 8 ha Grundbesitz oll unterste Grenze der Zugehörigkeit zu der Organisation festsetzte, in jedem landwirtschaftlichen Kreise etwa nur 450 Be- fitzer steuerpflichtig und wahlberechtigt sein. Die Besteuerung der Wahlberechtigten würde mindestens ein Zehntel der Grundsteuer betrage», eine Abgabe, die wohl niemand gern übernehmen würde. Die landwirtschaftlichen Vereine erhielten jetzt eine staat- liche Jahresbeihülfe von vier Millionen Mark, die ihnen später dann verloren gehen könnte.
Kaum faßte die junge, kraftstrotzende Brust Viktors so viel Reize. Ueberschänweude Lebenslust, vt'giSrnut, stolze Hoffnungen erfüllten ihn. Die Mnen Mädchen lächelten ihm alle. Ein alter «tatter aus seinen Kuabenjahreu rief, da er den <Wtag so herrlich ewporgewachs« sah, mit be. Ruderndem Blick:
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(Fortsetzung.)
Durch die Gänge zogen fiq von Baum zu Baum •wen von bunten Ballons, in deren nach oben mahlendem Licht das Laub magisch, fast metallisch
teilungen erfolgte, durch geeignete Bindeneinwicklung und eine besondere Schutzvorrichtung, welche das Verschieben der Kniescheibe verhindert. Immerhin pflegen derartige Verletzungen mehrere Wochen zu ihrer Heilung zu bedürfen. — Der Kaiser beabfichrigt am 18. August auf dem Kieler Schlosse ein Galadiner anläßlich bei Geburtltages des Kaiser! Franz Joseph von Oesterreich zu veranstalten. — Der Reichskanzler von Caprivi, welcher am Montag dem Monarchen an Bord der Yacht „Hohenzollern" in Kiel Vortrag gehalten hatte, ist am selben Abend noch nach Berlin zurückgekehrt. — Ein Telegramm, dal am Sonntag die Kaiserin Friedrich von Posen aul an den Kaiser nach Kiel sandte, hatte folgenden Wortlaut: „Sr. Majestät dem Kaiser und König. Kiel. Im Steife meines Regiments trinke ich Dein Wohl und danke für da! an da» Regiment erlaffene Telegramm. Deine Mutter." — Auf der Insel Helgoland hat am Montag Nachmittag d» Enthüllung des Kaisersteinl zwischen dem alten und neuen Leuchtturm unter entsprechender Feier stattgefunde». — Wie an3 Wien gemeldet wird, werden den großen österreichischen Manöver» im September beiwohnen: Der Kaiser Wilhelm, Kaiser Franz Joseph, König Albert von Sachse», sowie zahlreiche andere fürstliche Persönlichkeiten. Das Terrain, auf welchem die Manöver unter Anwendung von rauchschwachem Pulver stattfindm sollen, wird zur Vermeidung von Unglücksfällen im weitesten Umkreise abgesperrt. Die Manöver werden eine Truppenmacht von 70 000 Mann bereinigen nnd einen streng«, ernsten Charakter tragen, wobei alles Schaugepränge vermieden werden soll. Das „Fremden- blatt" hebt hervor, daß dieses Truppenaufgebot noch immer hinter jenem zurückstehe, welche! Deutschland, Frankreich und Rußland entfalt« — Geschäfts- reisende stehen z. Z. nicht nur im Dienste von Waarenhäuse«, auch Bankier! halten sich jetzt vielfach „Reisende", welche besonder! diejenigen ländlichen und kleinstädtischen Kreise aufsuchen müffm, „die nur kleine Ersparnisse nnd solche in nur be. scheiden«, monatlichen Einzahlungen anlegen können.' Hieraus erklärt fich wohl auch der Umstand, daß die Zahl der Opfer bei einigen der jüngsten Konkurse eine so große gewesen ist. — Laut telegraphischer Meldung aus Kairo ist Major von Wißmann am Sonntag dort eingetroffen nnd am Montag nachBagamoyo abgereist. — Der Trinkspruch des General! Tschernajew lautet nach der „N. Fr. Pr.': „Trommelwirbel und Kanonendonner ergötz« mein Ohr. Mein
(Nachdruck verboten.)
Spätsommer lorme.
Novelle von Gertrude Franke.
n.
185 leer, sicher.
Znr Organisation der landmirt- schasttichen vereine.
Zu Ende vorigen Jahres hat da! Landesökonomiekollegium der preußischen Monarchie auf Antrag des landwirtschaftlichen Zentralvereins der Provinz Sachsen an den Herrn Minister für Landwirtschaft da! Ersuchen gerichtet, nach Anhörung der landwirtschaftlichen Zentralvereine die Frage in Erwägung zu nehm«, „ob nicht die Wirksamkeit und vor allem die finanzielle Selbständigkeit der landwirtschaftlichen Vereine dadurch erheblich gesteigert werd« könnte, daß auf gesetzlichem Wege die Mög. lichkeit geschaffen würde, in denjenig« Provinzen, in welchen hierzu ein Bedürfnis hervortritt, den landwirtschaftlichen Vereinen eine Organisation ähnlich der der Handelrkamme« zu verleihen". Der Land- Wirtschaftsminister hat daraufhin die Zentralvereine ersucht, ihm über ihre Stellungnahme zu diesem Anträge zu berichten und auch den verbündeten
Deutsches Leich.
Berlin, 12. August. Da die Knieverletzung unsere! Kaiser! zu allerlei tollen und übertriebene» Nachrichten Anlaß gegeben hat, so bemerken wir, daß el fich lediglich um eine Verrenkung der Kniescheibe handelt, welche dadurch zu Stande kam, daß bei dem Ausgleit« auf dem durch Regen schlüpfrig gewordenen Deck wahrscheinlich die Gelenkkapsel und einige Gelenkbänder de! Kniegelenk! zer- rissen und die Kniescheibe aus ihrer normalen Stellung seitlich verdrängt wurde. An sich find solche Verlegungen unbedenklich und ernstere Komplikation« find im Verlauf des Heilungsprozesse! nicht zu be» fürchten. Das einzig Unangenehme ist dabei, daß, so lange der Riß in der Gelenkkapsel »och offen ist, die Kniescheibe immer wieder die Neigung hat, sich zu verschieben und aul dem Riß der Gelenkkapsel herauszutret«, sobald der Patient Bewegungen in dem verletzten Knie macht. Da hierdurch die Heilung verzögert werden würde, muß die Kniescheibe durch geeignete Mittel an ihrer normal« Stelle festgehalten werde», bis der Kapselriß zugeheilt ist. Die! geschieht entweder durch einen Gipsverband ober, wie el jetzt beim Kaiser nach ben vorliegenden Mit-
imr, ] ) er inni Gebräu ein neu
Ng. ElUg,
Bestellungen auf die Werhess. Zeitung nebst Amtlichem Kreisbtatt Mr -ie Kreise Marburg und Kirchhain sowie Illustriertem Sonntagsbtatt werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern und der Expedition unseres Blattes (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen.
Benin« Gelegenheit zur Aeußerung über diese Frage zu geb«. Ueber da! Gesamtergebnis dieser Umfragen ist zur Zeit noch nicht! näheres bekannt; doch liegen bereits Mitteilungen au! einigen Pro- dirz« vor, in den« sich die große Mehrzahl der LreiSvereine gegen die geplante Neuerung ausgesprochen hat. So haben in den Provinzen Schlesien Md Posen die Kretsvereiue im wesentlichen gegen bie beantragte Organisation Stellung genommen. Der Grund für diese Stellungnahme ist in einer ausführlichen Motivierung de! Posener Vereins au!» gesprochen. In Preußen — so lautet dieselbe in der Hauptsache — beständen gegenwärtig 1200 (489 landwirtschaftliche Vereine mit 150 000 Mitgliedern ' L die jährlich eine halbe Million Beiträge (3,02 Mk.
Mf jedes Mitglied) aufbrächt« und ein ftisches «den entwickelten. Die für die Neuordnung angeführten Gründe: der Wirksamkeit der landwirtschaft-
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter, sowie die Amioncm-Bureaux von Haasenstein und Bögler m Frankfutt a.M., Caffel, Magdeburg u.Wien; Rudolf XXVI äRoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; (3. L. AA1 *' Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari!.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
ZllustrierWSonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
l Trinkspruch muß deshalb einen kriegerischen Anstrich ' haben. Der Krimkrteg war kein eigentlicher Krieg, i eher ein ritterliche! Turnier Ich sah mit eigenen : Augen, wie Russen und Franzosen während bei : WaffenstillstanbeS fraternisiert«. Die gegenseitigen
Sympathien hörten nie auf. Sollte in Frankreich । die Aufforderung: „Formez vos Bataillons“ erschallen, so findet fie in Rußland lauten Wiederhall." Tschernajew trank auf das fianzöfische Volk und Heer und auf das „unversehrte Frankreich". Die Zuhörer verstanden diese Anspielung auf Elsaß- Lothringen. Eine unbeschreibliche Szene spielte fich ab. Alles schrie, umarmte, küßte einander. El herrschte die größte Begeisterung. — Der in Pari! lebende amerikanische Maler Henri Moller hatte für seine auf der hiefigen Kunstausstellung ausgestellten Bilder eine „ehrende Erwähnung" erhalten. Wie das „B. T." erfährt, hat Herr Moller das Diplom an Her« von Werner zurückgesandt mit dem Bemerken, daß et eine derartige Auszeichnung all Beleidigung empfände.
Berlin, 11. August. Vor wenigen Tagen erst mahnte die „Nordd. Allg. Ztg." in einer Besprechung der Petersburger Dorgänge an die Thatsache, daß es in der politischen Weltlage an Punkten nicht fehle, welche auch ohne unmittelbar« kriegerisch« Hintergrund beachtmswerte politische Erörterung« veranlassen könnt«. Nun kommt auch die Berliner Sttmme der „Pol. Korr.", welche all die bei Berliner Auswärtigen Amtel gilt, mit einer Warnung: »Man erachtet el keineswegs all ausgeschlossen, baß etwaige Erörterungen zwischen bem französischen Admiral und dieser oder jener hochgestellten russischen Persönlichkeit niedergeschrieben worden sind, und daß ein gegenseitiges Vergleich« und Richtigbefind« der bezüglichen Protokolle durch Unterschreiben der Namm der Beteiligten festgestellt worden ist. Solche Schriftstücke, wenn sie existieren sollten, würdm aber immer nur ein« gewissen historischen Wert habe», und zwischen ihnen nnd einem wirklichen Alltanzvertrage würde ein ganz erheblicher Unterschied besteh«. Wie immer aber die Sache auch liegen möge, so kann doch bereit! heute konstatiert werde», daß der Besuch des französischen Geschwaders in Rußland, möge derselbe nun durch den Abschluß eine! Vertrage! zwischen ben beiden Ländern gekrönt worden sein oder nicht — das Letztere ist das Wahrscheinlichere — genügt hat, um in Frankreich eine Erregung hervorzurufen, die kaum größer sein könnte, wenn bereits schwatz auf weiß festgestellt wäre, daß Frank- reich unter allen Umständen auf den rückhaltlosen
Er führte fie auf weiten Umwege» dem Aul- gange be» Gartens zn. Ein Sturm tobte i» feinem Herze», als müsse e» zerspringen. Der nahe Abschied wollte ihm immer wieder ein Wort ans die Lipp« »ränge», das der lleberfülle feiner Seele Erleichterung gäbe und das er doch noch nicht sprechen Surfte. So redete er im allgemeine» von Hoffunnge», Pläne», einem schöneren Wiedersehen. Gewißlich käme er, wenn seine Studien beendet, fich sein Glück zn holen. Sie schwieg nnd ging mit gesenkten Augen neben ihm. kein Zug de» unbewegten Gesichtes verriet ihm, ob ie den versteckten Sinn all feiner Huldigungen verlanden. Nur lals er beim Abschiede ihre Hand an eine Lippen drückte, tauchte fie ihre Augen sekunden- aug in die feinen. Er erbebte. Das waren keine
Kinderangen mehr.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und rerere. . .
Feiertagen. — Quartal-Abonnernents-PreiS bei der Erve- nTDllTit.
dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 M. 25 Pfg.(Al.
L'zLSL" 8,il‘ Donnerstag, 13. August 1891
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ftwnb’ schimmerte! H« Me7“rine8 Vü auf dem Schwäne still und majestättsch ihre
.Ein prächtiger, junger Eichbaum! Der deutsche «ald hat manch kräftigen Sproß! Aber der Viktor V, 3- . iy.On Normalbaum! Et» fröhlich Wachs« und Ge- '/, ioi'-i Wn dem jungen Normalbaum!'
v'r . «r hob sein Gla» und klang an den Kelch des ',*■ A. Men Mannes, der mit stolzem Erröt« da» Lob * Wie ein Zaubertrunk lief ihm da» feurige
/i 70'/, W durch die Kehle. Ans allen Säug« be» Gattens * 82', §Ue der laute Spruch unb bie folgenden Hochrufe 85'/» S ®ä#e herbeigelockt. Beschämung und Freude I, 96 Men in Viktor, als er tu fo viele bewundernde, /,100'i "JMnbe, warme Sug« blickte, fo oft nnb immer ' ^er austoßm mußte.
, suchte er fich an» bem Steife zu toinb«
/*! oi'i spähend in bie Ferne. Da bemerkte er,
* -öl'/, iLi ,tn Baum gelehnt, ganz' allein nnb halb vom /* gs', der Büsche verborgen, eine junge, kuoSpenhafte 1101*' Sie hatte bie Arme leicht nm b« Stamm
i Klunge». Ein weiße» «leid umgab fit gart nnb