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Nur durch einen wirtschaftlichen Zusammenschluß der Länder Mitteleuropas würde nach der hiesigen Auf- sassung mit Erfolg denjenigen Gefahren begegnet

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terrn M geleitet habe, ist irrig. Das von Deutschland ins lA Auge zu fassende Endziel würde vielmehr in der

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Müde warf sich der Oberförster gegen Abend fa'S tag, und Sora streckte sich behaglich neben ihm. ganzen Tag waren fie aus den Füßen gewesen. Der vernachläsfigte Wald nahm seine volle Aufmerksam, to in Anspruch, Pläne vud Berechnuugeu gingen °arch seinen Kopf. Zwischendurch tauchte» wohl Mnal wieder die Auge» der Fremden ans; ihr kätsel. Krta Blick, der ihm bald von Haß, bald von einem M unverständlichen Juterrffe zv spreche» schien, Nchäftigte ihn lebhaft, bi- er fich der ungewohnte» ^egu«g schämte nud gewaltsam die Gedanke» aus die ihm liegende große Snfgabe richtete.

* Nun schwamm das Abendrot über de« Walde. M goldene« Dust lag die Feme. Weit und träumerisch Astete fich eiue Ltchtuug vor ihm a»S, tu der uuzähligr E«meu blühten. Der Bucheuschlag jenseits derselben

»endeS Verhalten gegenseitig dauernd schwächen, so wäre ein wirtschaftlicher Niedergang jener Länder in einem daS gesamte europäische Kulturleben be.

drohenden Umfang zu befürchten. Dieser Auffassung der Dinge entspricht es, wenn man in Deutschland, weit entfernt, Frankreich handelspolitisch isolieren zu wollen, lediglich das Gefühl deS Bedauerns darüber hegt, daß der durch einen Zollvertrag zu bewert stelligenden, an fich kaum wesentliche Schwierigkeiten bietenden, wirtschaftliche» Annäherung Deutschlands und Frankreichs zur Zeit Hindecnifie im Wege stehe», auf deren Beseitigung vorerst nicht gerechnet werde» kann.

Was die schwebenden Verhandlungen mit der Schweiz betrifft, so besteht die Hoffnung, hier noch zu einem beide Teile befriedigenden Ergebnis zu gelangen. Die Schwierigkeiten» eine Einigung zu erzielen, sind beiderseits von Anfang an erkannt und gewürdigt worden. Sie liegen lediglich auf materiellem Boden und haben sich nicht erst in letzter Zett herauSgestellt. Die Frage, ob der neue Schweizerische Generaltarif bei der Volksabstimmung angenommen oder abgelehnt werde» wird, ift für die Stellung­nahme Deutschlands in den schwebenden Fragen be­langlos gewesen, da bei den Verhandlungen mit der Schweiz von Hause auS mit der Möglichkeit gerechnet werden mußte, daß der neue erhöhte schweizerische Taris zur Einführung gelangen werde.

Die Schwierigkeit der Lage, in welcher sich die deutschen Regierungen der Schweiz gegenüber be­finde», besteht gerade darin, daß als Ziel der Ver­handlungen im Großen und Ganzen eine wesentliche Erleichterung der bisherigen Handelsbeziehungen Deutschland- zur Schweiz überhaupt nicht in Frage kommen kann, sondern daß e» fich nur um thun- lichste Erhaltung de» gegenwärtigen Zustandes gegenüber den, den deutschen Interessen weit un­günstigeren Zukunftssätze» deS schweizerischen Tarifs handelt.

nebst Amtlichem Kreisblatt Mr -ie Kreise Marburg «nd Kirchhain sowie Illustriertem Zonntagsblatt werden von allen Postanstalten, Landbriefträgern und der Expedition unseres BlatteS (Marburg, Markt 21) fortwährend entgegengenommen.

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an sich unverbürgte Nachricht werden dann hier uad da weiter unzutreffende Bemerkungen über dir Ab­sichten geknüpft, von welchen sich die deutschen Re­gierungen bet den in der Schwebe befindlichen handelspolitischen Aktionen leiten lasten. So wird unter anderem davon gesprochen, daß im Falle des Scheiterns der Vertragsverhandlungen mit der Schweiz auch die Idee, Frankreich durch eineZcll- ligo zu isolieren, als vorläufig, wenn nicht für immer, mißlungen betrachtet werden müffe. Die Annahme, daß ein derartiger Gedanke die deutschen

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(Nachdruck verboten.)

Spätlommerlonne.

Novelle von Gertrude Franke.

(Fortsetzung.)

Mit leisem Erstaune« sah Vogt zn dem Borge, fitzten empor. .Vornamen? fragte er gedehnt. Hab' ihn nie gehört, daß ich wüßte. Vielleicht der Briefträger daß der'S weiß--

»Schon gut, schon gut!" stieß der junge Recke »rans; .mir war'S, als hätten Sie ihn genannt. Er ist mir übrigens ganz gleichgültig.'

Mtt der Spitze feines Stockes kappte er achtlos «vrb nnd Gräser, die über den Weg nickte». Das bräunliche Gesicht hatte fich einen Augenblick in dunkle »lut getaucht. Er pfiff seinem Hunde.

»Für heute dank' ich Euch, Vogt 1* sagte er dann wandte fich zu einem Settenweg, der hier die »reste Buchenallee kreuzte. .Weiß nun schon Bescheid «der Forst. Doch morgen früh nach dem Rtngsteiner toter! Um fünf Uhr brechen wir aus!'

Neber die deutsche Handelspolitik bringt dieNordd. Allg. Ztg." folgende amtliche Mitteilung:

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Verschiedene Blätter bringen Mitteilungen über einen unmittelbar bevorstehenden Abbruch der Handels- Vertragsverhandlungen mit der Schweiz. An diese

zurückgekehrt ist. Der »Post" entnehmen wir: Der Kaiser wird nicht vor dem 21. d. M , dem Vorabend der Parade, nach Berlin zurückkehren. Es heißt neuerdings, daß Se. Majestät, falls sein Zustand sich bi- dahin nicht vollständig gebessert haben sollte was zu hoffen ist die Parade zu Wagen abnrhmen würde." Urber die Einfahrt der AachtHohenzollern" in den Kieler Hafen wird »och folgendes mitgetrilt: Bei der Einfahrt in den inneren Hafen befand sich der Kaiser an Deck, er erwiderte den Gruß der paradierenden Mannschaften der auf dem Strome liegenden Schiffe. Daß das verletzte Knie deS Monarchen auf dem besten Wege der Heilung ift, bewerft auch der Umstand, daß man den Kaiser auch später sich auf Deck frei bewegen sah. Dem Vernehmen nach handelt es sich um eine seitliche Luxation der Patella, die eine Zerrung der Bänder und der Gelenkkapsel veranlaßte. Der zuerstangelegte Gipsverband konnte bald mit einer losen Binde vertauscht werden, welche jetzt auch be­seitigt ist. DieAllgem. Reichskorr." meldet: In maßgebenden Kreisen ist von einem diesjährigen Besuche des Kaiser- in den Reichslanden nicht- be­kannt. DieKöln. Ztg." konstattert nach Pariser Telegrammen, seitdem die Nachricht eingetroffen sei, daß Kaiser Wilhelm die JachtHohenzollern" vor­läufig nicht verlaffe, würden in Frankreich die un- geheuerlichsten Gerüchte verbreitet und geglaubt. Namentlich folgert man auS der angeblichen Reise de» Profeffors Bergmann nach Kiel, daß eS mit dem Be­finden de» Kaisers schlecht stehe. DieKöln. Ztg." sagt, der Reichskanzler solle durch eine authentische Darstellung über den Unfall und den Zustand de- Kaisers allen Zweideuttgkeitrn die Spitze bieten. Der preußische Landtagsabgeordnete Loui-Bergrr- Witte» ist Sonntag Abend 9 Uhr auf seinem Gute bei Horchheim am Rhein gestorben. Der Verstorbene vertrat den Wahlkreis Bochum-StadtkreiS Dortmund. Seine Hauptthätigkeit lag auf dem Gebiet des Berg- und Hüttenwesens. Die Sorbe» reitunge» für die Herstellung eine« neuen Tele- graphen-Kabel» zwischen Deutschland und Eng­land (Emden und Bacton nördlich Lowestoft), sowie eines Telegraphen-Kabel- von Wilhelmshaven nach Helgoland sind so weit gediehen, daß die Vollendung dieser beiden Verbindungen in den nächsten Tage«, vorau-gesetzt, daß da- Meer nicht zu ungünstig ist, wird erfolgen können. Der Staatssekretär von Stephan ist heute nach Emden gereist und wird von dort dem von England kommenden Telegraphen- SchiffFaraday", welches da- gesamte 450 km

Verwegen »nd trotzig hatte er ste mit feinen blitzen­de» Angen gemustert und ste hatte, tief erglühend, die langen Wimpern gefeilt.

Das hatte ihm gar gut gefallen nnd täglich hatte fich das liebliche Spiel wiederholt. Sie waren beide größer geworden nnd mit ihnen war die Frende an. eina»der gewachsen. Zwar wnßten fie nicht» von einander, als daß fie fich gern sahen. Dem jungen Idealisten aber war das Geheimnisvolle gerade recht. Seine Phantasie brauchte in den Jahren unser, standener, stürmischer Gärung ein Jdealgebild, ns eS mit all dem Schönen, Holden, Lieblichen zn m». kleiden, deffen Ahunng fich leise in der fangen Seele regte. Er hatte nie versucht, sich ihr zu uäheru, btS ein Znfall eine Begegnung herbeiführte.

ES war an einem naßkalten, regnerischen Früh. lingStage gewesen. Viktor Jansen ttollte mit dem Räuzel zur Schnle, abfichtlich zögernd, um daS süße Herzklopseu der Erwartung zu verlängern. Denn hier mnßte fie kommen. ES war Markttag, nnd naß und nnzufrieden saßen die Verkänser hinter ihrem triefenden Kram. Er mußte fich mühsam hiudurch. winden nnd dachte dabei vergnügt, wie schmal der Steg nnd wie nahe fie an ihm vorüber müffe. Da tauchte ihr seine» Köpfchen zwischen den groben All. tagSgefichtern ans. Aber fie war nicht allein. Bor. stchtig führte fie einen blinden, ärmlich gekleidete» Mann an der Hand. Auf dem fangen Gesicht lag eine seine Röte, die wohl die Verlegenheit über ihr ungewohnte» Amt daraufgezanbert.

Nie war fie ihm lieblicher erschienen, a!S da ihre knospenhafte Snmnt neben dem grauen, welken Greisenantlitz schimmerte. DaS zierliche, fleckenlose Kleid, die Sanberkeit nnd Anmnt ihrer ganzen Er. scheiunug kam neben den Lumpen ihres Begleiters und in dem grauen, trübseligen Schein, der heute die Welt umhüllte, gar deutlich zur Geltung. Und so sah alles nach dem sonderbaren Paare, Bemerkungen und Zurufe wurden laut und die Verwirrung auf dem faust so »untern Gesicht schien dem Punkte nahe,

Anzeige» nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Bögler mFrankfutt a.9»., Cassel, Magdeburg u.Wien; Rudolf XXVI Mosse in Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln; G. L. AA* S***9<

Daube u. Co- in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Pari».

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für -ie Kreise Marburg und Kirchham

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Er sah fich als ftischeu, ftöhlichen Knaben durch die Sttaßeu der Großstadt schretten, das Rävzel auf dem Rücken, die fange, immer wachsende Weisheit im Kops und tausend Überflüsfige Tollheiten dazu. Unterwegs begegnete ihm ein allerliebstes kleines Mädchen mit braunen Zöpfen und dunklen Augen, das mit de» Schultäfchchen an Arm sittsam daher, »trippelte. Eie mochte sieben oder acht Jahre alt "kttaok schon in den bläulichen Schatte» der Dämmerung. | fein; er aber nannte sich schon mtt Stolz Tertianer.

lange vieraderige Kabel an Bord hat, entgegen­fahren. Die Herstellung de» Kabels kostet ca. zwei Millionen Mark, die von Deutschland und England zu gleichen Teilen getragen werden. DieNational. Zeitung" erfährt au- sicherer Quelle, daß eine große Anlage für Fabrikation von Sprengstoffen geplant sei, an der in erster Linie hervorragende Industrielle des Ober-BergamtS-Bezirk- Dortmund sich beteiligten, um die Zechen von dem jetzigen Sprengstoff-Monopol unabhängig zu mache». Diele Fabrik, deren Produktion der größten bis jetzt be­stehenden gleichkommen soll, wird zwischen Deffau und KoSwig erbaut. Die Konzession ist bereits erteilt. Dem G-neral von Verdy ist der Orden pour le mörite für Kunst und Wissenschaft verliehen worden. DieRat. Ztg." kann hierzu berichten: Durch den Tod de» Grafen Moltke war in der Abteilung be» Orden» pour le mdrite für Kunst und Wiflenschast eine Vakanz eingetreten. Graf Moltke hatte ihr als Militär-Schriftsteller angehört, und da» OrdenSkapitel hat, um wiederum einen solchen in die Zahl der Mitglieder der Friedensklasse de» Ordens pour le nfarite aufzunehmen, dem Kaiser die Verleihung des- selben an den früheren Kriegsminister, den als her­vorragenden Militär-Schriftsteller bekannte» General von Berdy, vorgeschlagen.

München, 10. August. Herr v. Vollmar setzt in seinem Organ, derMünchener Post", seine Aus­einandersetzungen mit der sozialdemokratischen Partei­leitung sort. Vollmar sührt eine Reihe der Er­rungenschaften be» letzten Arbeiterschutzgesetzes an und sagt, daß kaum eine der Forderungen der Partei a» diegegenwärtige Gesellschaft" nicht bt irgend einem Lande mehr oder minder verwirklicht sei, und daß eine ganze Reihe derselben auch in Deutschland zu verwirklichen wäre. Herr von Vollmar hält deshalb den Pessimismus Bebels für durchau» verwerflich. Die Sozialdemokratie sei groß geworden, aber sie verfüge noch nicht einmal über die Mehrzahl der öffentlichen Meinung selbst in der Arbeiterklasse.Die Theorie der plötzlichen, ungeheuren, ich möchte sagen dramatischen Umwälzungen hat fich auf allen Gebieten als unhaltbar erwiesen. DaSreinen Tisch machen", da» plötzliche und gründliche Abschließen eine» alte« Zustande» giebt es in der Entwickelung der Gesell« fchaft so wenig, wie in der Natur. Alles ist ein langsameres oder schnelleres, aber stets allmähliche», schrittweise» Umgestalten, bei welchem Alte» und Neue» neben einander herläuft, bis letzteres schließ­lich die Oberhand gewinnt. Der Kapitalismus wird so wenig plötzlich vergehen, als er plötzlich entstanden

wo Thränen allein de» peinliche« Gefühl Sr- leichternug geben.

Der fange Held fühlte bei diese» Anblick feinen Enthusiasmus in Hellen Flammen über fich zusammen« schlagen. Da sah fie ihn und nun geschah ein Furchtbares:

Sie ließ die Hand ihres Schützlings locker, da gerade der Weg zwischen den Ständen einer Stein- gnthändleriu und einem Porzellanverkäufer gefährlich wie zwischen Scylla und Charybdi» htndnrchführte. Gewohnheitsmäßig tappte der vltude mtt dem Knoten- stock nm fich her. Ein Klirren, Krachen, Pottern erscholl und ein Chor kreischender Weiberstimmen erhöhte den Mrrwarr. Und da, wo eben noch das glatte, spielende Brann, die gefällige Rundung blinken« der Bunzlauer Kaffeekannen da» Auge erfreut, türmte sich häßlich und trostlos ein Hausen gestaltloser Scherben.

Nu» gab8 ein Schelten und Lamentiere», ein Drohe» mtt Polizei, Gesetz und Gefängnisstrafe. Mit weiße» Wangen, Thränen in de» großen, er­schrockene» Augen, stand das Kind ratlos vor der groben Realistin.

Doch da war ja Viktor Jansen, ein Ritter ohne Furcht und Tadel, mtt glühendem Herzen und mehr noch! mit einer Geldbörse, die Pava rum Glück gestern erst gefMt hatte.

Kaltblütig, heimlich einen Vorgeschmack stolzer Männlichkeit im Busen fühlend, bezahlte er den Schade», übertrug die Sorge für den Bitube» einem der herumlungernden ©affeufangen und führte das zitternde Kind in eine nahe gelegene, stille Seiten­straße.

Hier stand er vor ihr, wortlos, verlegen, fein Mützchen in der Haud drehend, nach feiner Retterthal nun doch ein blöder Schäfer vor ihren förmigen Mädchenaugen. Da faßte fie fich ein Herz.

«Ich danke Ihnen auch recht schön!" sagte fie leise und schüchtern. »Der Blinde bat, daß ich ihn nach Hanse führe; ihn fröre in der Riffe auf den

Deutsches Deich.

Berlin, 11. Aug. Der Kaiser wird während seine» Aufenthaltes in Kiel, wie bestätigt wird, an Bord derHohenzollern" verbleiben. Die Verletzung am Knie, die sich der Monarch während der Reise zugezogen hat, läßt, ohne Im geringsten besorgnis­erregend zu sein, Schonung geboten erscheinen. Die in der auswärtigen, insbesondere in der französischen Preffe verbreiteten beunruhigenden Meldungen sind aber völlig grundlos. Der Kaiser erledigt nach wie vor die RegierungSgeschüfte; am Montag konferierte er mit dem in Kiel eingetroffenen Reichskanzler von Capripi, der am selben Tage wieder nach Berlin

Leise verloschen Lichter und Farben und in dem fahlen, silbernen Schein des erbloffenben Himmels stieg groß und feierlich der Mond empor. Ein süßes Kämpfe» von Tag uad Nacht, ein wonniges Sichlösen und Hingebeu an die dnnkle, zauberische Gewalt ging durch die Welt. Sie ergriff auch de» Manne» Seele. Er blickte in die groß und erhaben schweigende Natur, in der das Zirpen der Grillen das einzige laute Zeichen des unablässig und heiß pulfierenden Natur- leben» war, und lauschte aus die fremden, süßen Stimmen, die aus der Dämmerung der Vergangen­heit in ihm aussteigeu wollten. Ihm war'», al8 sei in ihr ein Schatz verborgen, nnd die» sei die Stunde, ihn zu heben. Doch er konnte da» Zauberwort nicht finde».

Im Adendvinde schwankten leise Baum und Busch. Eine Ranke schlug an seine Wange; er ergriff fie nnd hielt ste vor die Augen. In de« Mondlicht konnte er die feinen Formen, da» zierliche, weiße Geäder der Ephenblätter erkenne». Da war'S ihm plötzlich, als zerriffe ein Schleier vor feiner Seele und leuchtend stand eine junge Gestatt da. ,3ngeborgl* rief er leife und innig.

Kora war erwacht bei dem leisen Ton. Sie hob ihre treuherzigen Augen fragend zu dem Herrn aus. Er streichelte ihr glattes Fell; eS that ihm wohl, ein fühlende» Wesen neben sich zu haben. .Jngeborg 1* sagte er immer leise vor sich hin, hl» könne er fich nicht an dem lange vergessenen Klange erfätitge», der eine versunkene Zauberwett an» dem Alltagsleben hervorhob.

iale totrfcen könne», welche für das Erwerbsleben jener Länder aus der immer wehr zu Tage tretenden : uad anscheinend immer wettergehenden Absperrung

'n- J großer Absatzgebiete diesseits und jenseits des Ozeans istandlg ^wachsen. Träte in den handelspolitischen Be- vergm» zjehungen der Länder Mitteleuropa» ein Zustand 10 £ «n, in welchem diese fich sei e» im offenen Zoll- ____ kriege, sei e» durch ein dem Zollkriege nahe kom-

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und .

Feiertagen. Quartal-AbonnemeMs-PreiS bei der Erpe- iVLlirDlirn«

dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (erfl. *

8,4 Mittwoch, 12. August 1891