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worden. ES ist das einzige Mittel, de» Einge­borenen ernstlich Schrecke» einzujagen. Freilich thun die Piraten ihrerseits dasselbe, und, da ste weniger verwundete Gefangene erbeuten als wir, rächen sie sich an unseren Toten. In Hunghua gingen sie noch weiter. Sie haben die Leichen der während der letzten Kämpfe gegen Doc Hyu gefallenen fran­zösischen Soldaten auSgegraben und ihnen die Köpfe abgeschnitten. Bei That-Bay haben wir einen ernst­lichen Mißerfolg zu verzeichnen. Die vom Haupt­mann Bonnin geführte Abteilung ist von 400 mit Schnellfeuerwaffen versehenen Piraten überrumpelt worden. Sie mußte sich zurückziehen und unter dem Schutze eines Kanonenbootes über den Fluß setzen. Die gesamte Truppe hat in guter Ordnung Thulun erreicht, aber bie Piraten haben Thulun genommen, alle Einwohner ermordet, die Frauen und Kinder sortgeführt. Dies alles ist im Norden von Tonking vorgekommen, während der Süden seit einiger Zeit sehr ruhig ist."

Rußland. Dir russische Regierung erläßt an- läßlich bet Besuches der französischen Flotte in Kron­stadt folgende amtliche Kundgebung: Man weiß, daß bei dem Diner am 16. (28.) Juli im Palais zu Peterhof der Kaiser seinen Pokal erhob und fol­gende hochbedeutsame Worte sprach: »Auf daS Wohl de» Präsidenten der französischen Republik Carnot, auf das Wohlergehen der französischen Flotte und insbesondere aus das Geschwader des Admirals Ger­vais." Diese Worte des Souverän- hatte» eine Reihe von großartigen und sehr bedeutungsvollen Ehrend« zrugungen sür die französche Flotte während der ganzen Dauer ihres Aufenthaltes in Kronstadt zur Folge. Wenn irgendwem die Gelegenheit ge­geben war, sich von der Wirkung zu überzeugen, welche in Rußland die Worte deS Staatsoberhauptes hervorriefen, so war sie den Offizieren der glän­zenden französischen Flotte geboten. ES würde zu weit führen, die großartigen und warmen Kund­gebungen aufzuzähle», von denen das russische Volk dem französischen Volke Beweise gab. und nicht der geringste Zwischensall hat diese Kundgebungen der stillen aber reellen Macht deS russischen Volke» ge­trübt, welche» in solcher Weise die Worte seines Souverän» interpretierte. Von einem russisch­französischen BündniS ist also auch hier nicht die Rede.

Warschau, 6. August. Ein Tagesbefehl des Polize «meisters verfügte die sofortige Ausweisung von 120 Ausländern, meist Preußen und Oesterreicher.

Hesse«-Nassau.

Marburg, 7. August. Gestern Abend fand tat Turnergarten der 3. Kommers ehemaliger Primaner de» hiesigen Königlichen Gymnasiums statt, wozu als Ehrengäste au» dem Lehrer-Kollegium de» König!. Gymnasiums die Herren Direktor Dr. Buchenau, Pfr. Vogt, Witt, Dr. Fischer und Schedtlrr erschienen waren. Der Besuch de» Kommerses war recht zahlreich, und in liebenswürdigster Weise auch der jetzigen Ober-Prima de» Gymnasium« der Be­such bis zu einer bestimmten Stunde von Seiten bei Direktors bewilligt worden.

Marburg, 7. August. Zu der imDeutschen Reich» - Anzeiger und Königlich Preußische» Staats- Anzeiger" Nr. 91 für 1891 enthaltenen Veröffent­lichung über die Besetzung der auf Grund des Jnvaliditäts- und Altersversicherungs­gesetzes vom 22. Juni 1889 in bet Provinz Hessen - Naffau errichteten Schiedsgerichte wird folgende» nachgetragen:

Jnvaliditäts- und Altersversicherungsanstalt Heffen-Naffau.

A Regierungsbezirk Cassel.

XVI. Bezirk de» Schiedsgerichts: Kreis Marburg. Beisitzer aus der Klaffe der Versicherten:

5) Wallhäuser, Michael, Steinhauer zu Betziesdorf. U. Bezirk des Schiedsgerichts: Kreis Frankenberg.

Beisitzer au» der Klaffe der Arbeitgeber:

3) Mohr, Oberförster zu Flankende: g.

Hülfsbeisitzer:

2) Schmidtmann, Carl, Gastwirt zu Frankenberg.

Marburg, 7. Aug. Wie uns aus Caffel mitgeteilt wird, wird der Kaiser am 11. September, abends gegen 8 Uhr daselbst einmffen. Im Orangerieschloß wird außer dem Speisesaal noch ein besonderer, hoch­fürstlich auSgestatteter Raum hrrgerichtet, in welchem der Kaiser von der bereits vorher eingetroffenen Kaiserin empsangen wird und wo alsdann der Em- psang der Militär- und Zivilbehöcdeu erfolgt. Nach dem Festeffeu findet Cercle statt, worauf der Kaiser feine Residenz nach Wilhelmshöhe verlegt.

Marburg, 7. August. Das erste Viertel des Monat August ist nun nahezu auch vorüber und mit einem Wetter, dem nichts weiter als noch etwas Schnee fehlt. Ist doch die Wärme nachts bis aus 8 Grad herabgegangen und 12 Grad morgen» läßt die Temperatur schon mild rrscbeinen. Notreis wird das Getreide, und daß die Kartoffeln kaum lohnen werden in den Keller zu bringen, ist zu erwarten. Den ältesten Leuten ist ein ähnliches Jahr kaum er­innerlich. 1840 und 1847 war Regenwetter auch vorherrschend, doch so wie diese» Jahr war es nicht.

Marburg, 7. August. Es beginnt jetzt di« Zeit der Pllze und Schwämme, die, richtig zubereitrt, eine gesunde und zum Teil krästige Nahrung bllden, wohl­gemerkt aber nur in jungem Zustande, ehe sie zu weit im Wachstum vorgeschritten sind; denn dann sind sie häufig holzig und von Würmern angefreflen. Wir erwähnen hier kurz die eßbaren Schwämme, die sich in unseren Wäldern und Wiesen finden und

einen höheren Nährwert beanspruche». Da ist in erster Linie zu nennen der Champignon, vorzüglich in Laubwäldern, aus Grasplätzen, Pferdeweiden. Kenntlich ist derselbe an den hellröthlichen Lamellen und dem frischen kellerartigen Geruch. In der Jugend ist er leicht der Form nnb dem Aussehen nach zu verwechseln mit dem giftigen Knollenblätterschwamm, der indessen nicht die röthliche Farbe der Blättchen und den frischen Geruch besitzt. Vorzüglich ist ferner der Steinpilz, ein Röhrenpilz mit braunem Hut, der sich in dichten Wäldern auf feuchtem, schwerem Boden findet. Am häufigsten findet fich in unteren Nadel­wäldern der gelbe Eierschwamm (Pfifferling), kennt­lich an seiner buchtigen oder trichterförmigen Gestalt. Der bei unS seltene ihm ähnliche, nicht eßbare falsche Eierschwamm hat einen trockene», sammetartigen, regelmäßig geformten Hut. Von geringerer Güte oder bei unS seltener sind der große Schirmschwamm (Parasolschwamm), der Schmerling, der Ringpilz, der Kuhpilz, der Hirschschwamm (Ziegenbart), der Hafer­bovist und der Eierbovist. Genaue Kenntnis der Pilze und große Vorsicht beim Einsammeln ist da» einzige Mittel, um wirklich unschädliche eßbare Schwämme zu erhalten. Um die eßbaren Pilze genau kennen und bestimmen zu lernen, leistet ein in diesen logen in 3. Auslage erschienene» Merkchen von Dr. JnliuS Röll,Unsere eßbaren Pilze", welches dieselben in naturgetreuen Abbildungen nebst zutreffender Beschreibung und Angabe ihrer Stand­orte enthält, vorzügliche Dienste. Es stt die» allen Pilzfreunden zur Anschaffung und zum Studium wärmsten» empfohlen.

Marburg, 7. August. Die Absperrung der Bahnsteige nach Vorgang der Berliner Stadt- und Ringbahn wird nicht nur auf dem Potsdamer Extra­bahnhof, sondern nach derA. R.-C." überhaupt auf allen Bahnhöfen der Staatsbahnen geplant. Die Vorarbeiten hierzu sind bereit- im Gange. Es wird dadurch eine wesentliche Vereinfachung des Betriebes bezweckt, tote auch durch da- Fortfällen der Schaffner Erlparnifle für die Bahnverwaltungen erzielr werden sollen. Diese Ersparniffe dürften fich z. B. auf der Strecke Berlin-Potsdam-Magdeburg auf ca. 100,000 Mark jährlich belaufen. Es ist felbstverständlich, daß den Begleitern von Kranken und Unmündigen der Zutritt zu den Bahnsteigen nicht verwehrt werden wird.

Im Amtsblatt der König!. Regierung zu Caffel wird veröffentlicht: Da- genehmigte Statut der Invalidität»- und Alter-Versicherungsanstalt Heffen-Naffau; die von dem Provinzial-Landtage für die Provinz Heffen-Naffau unterm 6. November 1890 festgestellten und von dem Herrn Minister deS Innern unterm 26. März 1891 genehmigten reglementarischen Grundsätze und Bestimmungen:

a) über die Einreihung der Beamten de» Provinzial­verbandes der Provinz Heffen - Naffau in die durch den Normal-Gehalts-Etat festgesetzten Ge­haltsstufen, und über daS Aufrücken derselben in die höheren Gehaltsstuien,

;b) über dir Gewährung von Wohnungsgeldzuschüffen an diese Beamten,

c) über die Pensionierung derselbe» und

d) über die Fürsorge für deren Witwen und Waisen.

(Vakante Stelle» für Militäran­wärter im Bezirke de» 11. Armeekorps.) König!. Eisrnbahn-Betriebsamt Frankfurt (Main), 20 Weichen­steller im Probedienst, je 800 Mark Jahrrtbe- soldung, nach bestandener Prüfung Anstellung mit einem Gehalt von 8001200 Mk. und WohnungS- geldzuschuß. Königliches Eisenbahn - BetriebSamt Frankfurt (Main), 20 Bahnwärter tat Probedienst, je 700 Mark Jahresbesoldung, nach bestandener Prüfung Anstellung mit einem Gehalt von 700900 Mark und Wohnungsgeldzuschuß. König!. Eisen­bahn-Betriebsamt Frankfurt (Main), 20 Bremser im Probedienst, je 800 Mk. Jahresbesoldung, nach ab­gelegter Prüfung Anstellung mit 8001200 Mark Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß. Frankfurt (Main), Königl. Polizeipräsidium, mehrere Schutz­männer, während der Probezeit freie Kleidung und 1000 Mark jährliche Remuneration; rach erfolgter definitiver Anstellung außerdem noch 240 Mark Wohnungsgeldzuschuß jährlich, Gehalt steigt bis 1500 Mark jährlich. Hamm (Rheiuheffen), Postagentur Landbttefrräger, 650 Mark Gehalt und 60 Mark Wohnungsgelbschuß. Jena, Postamt, Lanbbrief- ttäger, 650 Mark Gehalt, 144 Mark Wohnungs- geldzuschuß, 30 Mk. Zuschuß zur Dteastkleidung. Jeno, Großherzogl. Landesheilanstalt, Pförtner, 300 Mark baar und freie (Station. Jena, Direktion der Saale - Eisenbahngesellschaft in Jena, Kanzlist, während der Probezeit monatlich 50 Mk, nach der Anstellung 876 Mk. Gehalt jährlich. Lüdenscheid, Magistrat, Hausdiener für da» Rathaus, 600 Mk. und freie Wohnung. Lüdenscheid, Magistrat, Hausdiener für das Progymnasium, 600 Mark und freie Wohnung. Lüdenscheid, Postamt, Postpacket- träger, 700 Mark, Gehalt, 144 Mark Wohnungs- geldzuschuß. Rosenthal, Stadtbehörde, Stadtdiener­stelle, 300 Mk. jährlich. Schmalkalden, Postamt, Landbriefttäger, 650 Mark Gehalt, 108 Mark WohnungSzuschuß. Siegen, Magistrat, Vollziehung»- deamier, 800 Mark jährlich. Königl. E senbahn- Betriebsamt Altena (Direktionsbezirk Elberfeld), 2 Telegraphenaspiranten, beim Eintritt ein Jahreöbe- soldung von 1020 Mark, nach 1 Jahre 1140 Mark und nach 2 Jahren 1200 Mark.

Frankenberg, 6. August. Wie aus dem in diesem Blatte abgedruckten Auszug de» StandeS- amt-bezirk» Frankenberg I ersichtlich, ist im Monat

Juli in hiesiger Stadt kein emziger Sterbefall zu verzeichnen, gewiß ein Beweis, daß unser Klima ein gesunde» ist. Unsere sonst so ruhige Kreisstadt war gestern und vorgestern durch die Einquartierung de- Marburger Jägerbataillons recht belebt. Mit klingendem Spiel zog dasselbe am Dienstag Nach­mittag nach 12 Uhr hier ein. An beiden Tagen sand Nachmittag» Tafelmusik vor dem Hotel Schmidt­mann und Abends Konzert im »goldenen Engel" statt. Die letzteren waren gut besucht und ernteten sämtliche Musikoorträge reichlichen Beifall der Zu­hörer. Am Mittwoch Morgen 6 Uhr rückten die Jäger zu einer Uebung aus und kehrten Mittag» 12 Uhr wieder rin. Heute Morgen nach 5 Uhr zog da» muntere und schmucke Jägerkorps wieder ab in der Richtung nach Battenberg. (Fr. Kr)

Caffel, 6. Aug. Eine außerordentliche Sitzung de» LandeSouSschuffes ist auf den 24. August anbe­raumt worden.

Hana«, 6. August. Am 2. August verschied hier, wenn auch länger leidend, so doch plötzlich und unerwartet, der allseits hoch geachtete Bürger und Bierbrauereibesitzer Wilhelm Orschler. Der Verblichene war nicht nur ein ausgezeichneter Fachmann, arbeitete er doch aus kleinen Anfängen feine Brauerei zu einer achtunggebietenden Große empor, sondern auch ein humaner Mensch, dessen offener Charakter und Liebenswürdigkeit von Allen die ihn kannten stets hochgehalten werden wird. Auch der Tod des Herrn Carl Eberhard, der doch noch dem bekannten unseligen Unfall in Cailsbad zum Opfer gefallen ist, erregt allgemeine Teilnahme. Auch in ihm betrauern seine vielen Freunde den braven Menschen und treuen Gefährten. Mögen beide Ehrenmänner nun in Frieden ruhen. Wiederholt können wir stolzerfüllt von unserer ein­heimischen Industrie, mitteilen, daß auf der deutschen Ausstellung in London auch die; Firma C. Hertel & Sohn für gediegene Gold- und Silberarbeiten in Verbindung mit Edelsteinen mit dem Ehrendiplom I. Claffe ausgezeichnet worden ist. (H. Z.)

Frankfurt, 5. Aug. Eine Dame ließ sich gestern eine Tasche mit einem Inhalt von angeblich 7000 Mark in bar und 12000 Mark in Effekten von einem Knaben, der fie unterwegs darum ansprach, tragen. Unterweg» verschwand der Träger, wie jetzt ermittelt der 13jährige Waisenknabe Kuffel, mit der Tasche in einem Hau» am Holzgraben, das einen AuSgang auf die Zeil hat.

Butzbach, 5. August. Mit der Herrichtung des FestplatzeS sür da» 19. Turnfest de» Gaues Heffen ist man eben vollauf in Thätigkeit und ver­spricht die ganze Einrichtung desselben eine recht schöne und praktische zu werden. Auch bietet der große Festplatz genügend Raum für die zahlreich gemeldeten Turner und Festgäste. An den Häusern der Stadt beginnt man jetzt ebenfalls den ersten Festschmuck anzulegen, überhaupt entfalten die Be­wohner unserer Stadt eine Thätigkeit, welche darauf schließen läßt, daß Jeder bestrebt ist, den ankom­menden Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Gutes Wetter vorausgesetzt, stehen un» einige recht vergnügte Tage bevor. Für da» Turnfest ist folgendes Programm festgesetzt: Sonnabend, den 8. August, Nachmittags 25 Uhr: Empfang der Abgeordneten und Wettturnrr. 5 V» Uhr: Turntag im Hessischen Hof. 7 Uhr: Sitzung des Kampfgerichts daselbst. Abend» 8 Uhr: Zug vom Bahnhof nach dem Festplatz zum Fest - Commers. Daselbst: Aufführung eines Fackelreigens vom Turnverein Butzbach. Begrüßungsrede. Ueberreichung des von Damen gestifteten Bandelier» und zweier Schärpen an den Turnverein, sowie Gesangsvorträge desOrphenS" und Turnergesangvereins. Sonntag, den 9. August, Morgen» 6 Uhr: Weckruf. 7 Uhr: Beginn de» Wettturnens. 712 Uhr: Empfang der eintieffenben Turner. Nachmittags l/i2 Uhr: Aufstellung des Festzuges vor dem Weiseier Thor. Präci» 2 Uhr: Festzug durcd die Stabt Wri'elerstraße, Schloßgafle, Grievelerstroße, Wetzlarer- straße) nach dem Festplatz am Lahnthor. Daselbst: Freiübungen, Gelang, Festrede, Vorführung turnerischer lebungen bei Rea!- und Volksschüler, Kürturnen, Konzert und Tanz. Abends 8 Uhr: Preisverteilung. Montag, den 10. August, Morgen» 6 Uhr: Weckruf. 8 Uhr: Beginn des Musterriegenturnens. 91/g Uhr: Spaziergang auf die Wilhclm»höhe, Weidigsham, Tempel rc. Nackmittag» von 2 Uhr ab: Kürturnen, Konzert und Tanz auf dem Fest. platz. 6 Uhr: Prei»verteilun g an die Muster liegen. Als Festmusik ist die ganze Kapelle des Leib Dragoner-Regiments Nr. 24 unter Leitung ihres Stabstrompeter», Herr» Stützet, engagiert. Die Festwirtschast ist den bewahrten Händen der Herren Wilhelm Schneider unb Joh. ThciS von Butzbach übertragen. Der Fefipiatz und die Festhalle sind während der drei Festtage Abend« elektrisch beleuchtet.

Vacanzen.

Die evangelische PfarrsteU« zu Rüdigheim, Klaffe Windecken, ist in Folge de» Ableben« ihre» seitherigen Inhabers erledigt worden. Geeignete Bewerber um diese Stelle wollen ihre Gesuche unter Beifügung eines Zeugniffes ihre« Diözesanvorstande« binnen 4 Wochen anher einreichen. Caffel am 1. August Königliches Konsistorium. I V.: Fuchs.

Die evangelische zweite Pfarrstelle zu Schlüchtern ist in Folge des Ableben» ihre» seitherigen Inhaber« erledigt worden. Geeignete Bewerber um diese Stelle wolle» ihre Gesuche unter Beifügung eines

Nett

weisen können, wollen fich bei dem Unterzeichneter zges bis zum 15. September d. I. melden. Anfang», frt gehalt: 2400 Mark. Fulda am 3. August 1891, ^nr Sc Die Oberbürgermeister F. Rang. zg

Zeugnisse» ihre» Diözesanvorstlmde» binnen 4 Woch^ , ;t»t anher einreichen. Caffel am 1. August 1891. König «J tIfK Konsistorium. I. B.: Fuch».

Die hiesige KreiS-Ausschuß-Sekretär-Stelle, mit Widert welcher die Kontroleurstelle der KreiSfparkaffe btt, cnb Fr« Kunde» ist, soll mit einem pensionsfähigen Anfang», \ g(0 gehalt von 1800 Mark und einer Vergütung vo, n«aiüd 300 Mark für Dienstaufwandskosten neu besetzst werden. Bewerbungen find bi» zum 20. September Lm grr d. I. an den Unterzeichneten einzureichen. Schlüchte,ou| am 25. Juli 1891. Der Königliche Landrat Roth. Mziere

Ja Folge Kündigung des seitherigen Inhaber» Lunten ist die Stelle des Stadtbaumeister» bis zum Iste, bem Oktober d. I. wieder zu besetzen. Bewerber, welchfolgt 8 die Qualifikation zum Bauführer besitze» und über -^gms längere Bewährung im praktischen Dienste sich au», "

stbeiter.

Kal« oa Chic ohen R ichen P« )ie übr

Amtliche Nachrichten.

Ernannt: der bisherige Kassierer-Assistent Reith zum Sekretariats-Assistenten bei der Regierung unb der bisherige Büreau - Hülssarbeiter Kniese zu« Kassierer-Assistenten bei der Regierungs - Hauptkaffe in Cassel. Bestätigt: die Wahl de» Haupt, mann» a. D. Rudolph Salomon zum Bürger, rDbt. meister der Stadt Schlüchtern auf die Dauer vo,

acht Jahren.

4. bis 2

- 1

werden, brauchen, nach einem Urteil des Reichsgerichts, m weit; VI. Zivilsenats, vom 21. Mai 1891, nicht bei dem der

in welchem fich Vermögen der Gesellschaft befindet, yffhäus«

telegraphischen Nachrichten hiesiger Blätter über de» 7. Nove

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ntet de» or dem i einer äßen, bi rwideru

Ber laberet, S

Vermögensrechtliche Ansprüche gegen eine au», ländische Gesellschaft, welche neben ihrem Sitz im Auslande auch eine Niederlassung im Jnlande hat, von welcher a»S unmittelbar Geschäfte geschloffen

Telegraphische Depesche«.

Berlin, 6. August, 9 Uhr Abends.

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Ausfüh i denk«

S t ich vor

Empfang deS Admirals Gervais in Moskau entwerfen Schilderungen einer geradezu exaltirten Begeisterung, die wenn sie lediglich auf Politischen Gesühlen beruht, ein nicht unbedenkliches Bild von der Stimmuig in Rußland bieten würde. Mit bitterer Ironie leitet dieNorddeutsche Allg. Ztg." den Abdruck der Moskauer Telegramme durch folgende Bemerkung ein:Die Fortsetzung des russisch-französischen Freundschaftsaustausches datirt heute aus Moskau, der alten Hauptstadt des Zarenreichs, soweit diese.be nicht bei der früheren Anwesenheit der Franzosen unter Napoleon I. abgebrannt ist."

Berlin, 7. August. DemBerk. Tagebl." wird aus Bern gemeldet, der Bunde»rat habe den unab­änderlichen Entschluß gefaßt, a» Deutschland und Oesterreich keine neuen Zollermäßigungen zu gewähren.

Berlin, 7. August. Die »Kreuz-Ztg." ersährt aus Konstantinopel, das Amtsblatt de» ötumenifchen Patriarchat» habe die an der Klonprinzeffin von Griechenland vollzogene Taufe für gültig erklärt. Eine nochmalige Taufe fei daher nicht notwendig.

Wie«, 6. August. Zwischen den Stationen Brenner und Gries der Brennerbahn ist infolge eines starken Erdrutsches ber Verkehr vollständig unter­brechen. Der Kurort Sankt Moritz im Ober- Engadin ist seit einigen Tage» ganz eingeschneit.

Rom, 6. Augnft. Die römische Bank und die Nattonalbank übernahmen die Sanierung des Ver­mögens der Familie Borghese. Da» Gerücht von einer Mission des UnterstaatSsekreiärs Darko noch Berlin erweist fich al» unbegründet. Der Köniz wird am Ende de» Monats August die Besichtigung der Befestigungen am Monte Chaberton (Nordwest- gienze Italiens) vornehme». Nach derRiforma" verfügt das Syndikat zur Stütze der italienische» Rente unb anberet Titres über ein Kapital von 100 Millionen. Davon ftnb 50 Millionen bereit» ein­gezahlt.

Paris, 7. August. Auf seiner Schweizerreise wirb Ribot bem Bundespräsidenten Welti einen Be­uch abstatten.

Brüffel, 7. August. Die Königin ist gefiel» Nachmittag von hier nach Spaa abgereift.

Stavanger, 6. August. DieHohenzollern" mit bem Kaiser an Bord ist heute Abend im hiesige» Hasen eingettoff en.

Moskau 6. August. Auf dem gestrigen Diner iiu Ehren bet französischen Offiziere toastete bet Gouverneur auf das Kaiserpaar, da» Stabthaupt auf den Präsidenten Carnot und Frankreich. Gervais brachte ein Hoch auf da» Kaiserpaar, das Kaiserhaus unb die Stadt Moskau au» und bedauerte, daß Carnot nicht Zeuge de» Empfanges bet französische» Seeleute sein könne. Zugleich sprach er seinen tief­gefühlte» Dank für den herzlichen Empfang aus unb schloß mit de» Worten:Auf Sie und uns

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I. Zivilsenat», vom 13. Mat 1891, der Bürge nicht t$en di sür bett dem Acceptante» erwachsenen Verlust.

Gericht des Nieder.affungSorte», sondern können beitgudigem dem Gericht derjenigen Bezirk» eingeklagt werben, t ber i

ben Wechsel zur Verfallzeit eingelöst, obgleich Deckung nicht beschafft war, unb dieser Umstand dem Wechsel, ghlreicht inhabet gegenüber gesetzlich geltend gemacht werde» mtn D konnte, so hastet nach einem Urteil de» Reichsgericht», nunter

Entscheidungen -es Reichsgerichts.

Hut ein Kaufmann einem Anderen einen Accept- ^hen. kredit mit der Bedingung der Beschaffung der Deckung ? - j 2 zur Verfallzeit gewährt, unter ber Uebemahme ber fosie vo Bürgschaft seitens eine» Dritten, unb hat ber Acceptanr