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Zur idlMlreform

Die Exped. b.Oberh. Ztg.

Was die höheren Bürgerschule» betrifft, so wird daS Reifezeugnis derselben in Zukunst zu dem gr. amten Subalterndienst berechtigen, während dies bisher nur für den Justiz- Subaltrrndirnst der Fall war. Damit wird die höhere Bürgerschule auch tu olchen Landesteilen Fuß soffen könne», welche in industrieller und gewerblicher Hinsicht weniger entwickelt find.

Ueber einzelne Spezialfächer, z. B. die Land- wkffer» find die Verhandlungen »och nicht abae- chloffen.

SrscherM täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-AbomiementS-Prei» bei der Erve- ditron 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfa. (erfL Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., ReNamen für die Zeile 25 Pfg.

»erlm, 27. Juli. DerReichsanz." meldet: Seine Majestät der Kaiser find °m Abend deS 23. d. M. an Deck derHohenzollern" auf dem durch Regen glatt und feucht gewordenen Fuß­boden auSgeglitten und haben Sich dabei leicht am rechten Knie verletzt. Infolge dessen ist Schonung de» Fuße» erforderlich und werden für die nächste Zeit Berg» und Landpartien nicht unternommen werden können. Da» Allgemeinbefinden Sr. Majestät ist ein gutes. Allerhöchstderselbe nahm gestern an der gemeinschaftlichen Mittagstafel an Deck Teil. Kronprinzessin Sophie von Griechenland, die Tochter der Kaiserin Friedrich, muß fich noch einmal der Taufe nach orthodoxem Ritus unterziehen. Der Patriarch von Konstantinopel hat die Erklärung abgegeben, daß er die Prinzessin als eine Heidin ansehen müffe, da nur die durch Eintauchen aller Körperteile vollzogene Taufe als

Für die Monate August und September werben Bestellungen auf die Gkerhess. Leitung nebst Amtlichem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchham form Illustriertem Souutagsblatt zum Preise von 1 Mk. 40 Pfg. bei freier Lieferung ins

Marburg,

Dienstag, 28. IM 1891

Die Berechtigung zum einjährig - freiwilligen Militärdienst wird so geordnet werden, daß für die Schüler der neunjährige» Vollanstalten sowie der Insher siebenjährigen Anstalten der Vorzug aufhört, den Befähigungsschein durch bloße Versetzung nach Ober - Sekunda ohne Prüfung zu erwerben. E» wird künftig an allen Anstalten nach Abschluß eines echrjährigen Lehrkursus eine Prüfung unter Vorsitz eines Kommiffars der Staatsbehörde abgehalten und die Erteilung deS Befähigung,scheins für den ein­ährigen Dienst von dem Bestehen derselben ab­hängig gemacht werde». Hiermit wird eine Un­gleichheit beseitigt, welche die Verbreitung der höhere» Bürgerschulen hemmte, da deren Abiturienten bisher allein, um den Befähigungsschein zu erlange», eine volle Prüfung bestehen mußten."

Ein Berliner Mitarbeiter des Pester Lloyd führte dieser Tage aus, Fürst Bismarck habe fich in der letzten Zeit seiner Kanzlerschaft keineswegs vor die Wahl zwischen Oesterreich-Ungarn und Rußland ge­stellt gesehen und man werde vergeblich nach irgend einem positive» Anhalt dafür suchen, daß fich der frühere Kanzler mit dem Gedanken eines AbschwenkeuS von der Dreibundpolllik getragen habe.Weder war daS Verhältnis zu Rußland derartig, daß es einen Ersatz für di« alten Bündviffe in Aussicht ge­stellt hätte, noch gab es in dem Verhältnis zu Oester­reich-Ungern Umstände, um derentwillen rin Abrücken von dem bisherige» BundrSgenoffen ratsam erschienen wäre. Der Gegenbesuch de» Zaren in Berlin im Jahre 1889 schloß mit der Aussicht, daß Kaiser Wilhelm II. im Sommer 1890 wieder Gast in Petersburg fein und den russische» Manöver» bei­wohne» werde. Fürst BiSmarck war von dieser Aussicht nicht so erfreut, wie es der Kaiser wünschte, und er soll sogar ob mit Recht oder Unrecht den Beginn der Kanzlerkrifi» bis auf die Fahrt zurückdatierrn, die er nach der Abfahrt deS Zaren von Berlin mit dem Kaiser gemeinsam vom Lehrter Bahnhof nach den Linden machte. Daß der frühere Kanzler bestrebt war, mit Rußland, wenn nicht Freundschaft, so doch ein erträgliche» Auskommen zu unterhalten, hat man au» seinem Munde oft genug gehört, ebenso aber auch, daß die BundeS- trrue jener traditionellen Freundschaft voranstebe Dazu bemerkt die »Alla. Ztg.": *

Die Information beä Korrespondenten ist richtig. Nach der Abfahrt deS Kaiser» Alexander lud Kaiser Wilhelm den Fürsten zu fich in seinen Wagen, um hn darin nach dem Reichskanzlerhause zu geleiten Ja der Unterhaltung, welche sich alsbald über den russischen Besuch entspann, sowie über die vom Kaiser kundgegebene Absicht, im folgenden Jahre längere Zeit in Rußland zuzubringrn eine Absicht, die nicht den Beifall deS Kanzlers fand, ergab sich eine Nichtübereinstimmung der Anschauungen und daraus folgend eine Verstimmung, welche al» der Ausgangspunkt tiefergehender Meinungsverschieden­heiten und des endlichen Bruches angesehen wird.

Die Hamburger Nachrichten erklären diese Dar­stellung für zutreffend. Es scheint, daß der Kaiser damals über die Möglichkeit, die moßgebeuden russischen Persönlichkeiten zu einem den Thatsache» entsprechenden Urteil über europäische Verhältniffe zu bringen, sehr

bringt derReich»anzeigrr" folgende beachtenswerte Bekanntmachung:Für die Durchführung der Schulreform auf Grundlage der von der Dezember- Konferenz gefaßten und von Seiner Majestät dem Kaiser und König gebilligten Brschlüffe ist die wichtigste Vorbedingung die Neuregelung de» Be» icchtigungswesenS der höheren Schulen. Ueber diese Vorbedingung ist teils durch Schriftwechsel zwischen den einzelnen Ministerien, teils in Sitzungen le» Staats - Ministerium- eingehend verhandelt und nunmehr eine Verständigung dahin erzielt worden, daß de» Abiturienten der Ober > Realschulen in Preußen der Zugang zu dem Bau- und Maschinen- baufach, Bergfach und Forstfa», sowie zu dem Studium der Mathematik und Naturwissenschaften mit der Aussicht auf Anstellung als Lehrer eröffnet werden soll. Dasselbe wird im Dienstbereiche des Reichs für da» Post- und Telegraphenwesen, sür den Marineschiffbau und den Marineschiff-maschinen- bau geschehen. Die Ober Realschulen werden also den Realgymnasien bezüglich der Berechtigungen im Wesentlichen gleichgestellt werden.

Haus, für auswärtige Leser durch die Post bezogen mit Hinzurechnung des Bestellgeldes angenommen.

Neuzugehende Abonnenten erhalten das Blatt bis zum Schluß dieses Monat» unent­geltlich.

Post-Abonnenten, welche die Oberhessische Zeitung unregelmäßig erhalten, wollen sich direkt-bei der Postanstalt beschweren, bei welcher das Blatt bestellt worden ist. Die Postanstalten sind verpflichtet, dafür zu sorgen, daß der Besteller die Oberhessische Zeitung ganz pünktlich erhält und sind weiter ver­pflichtet, fehlende Nummern unentgeltlich zu effetzen.

Da die umliegenden Kreise neuerdings Wieder stark von fremden Zeitungs-Kolpor­teuren heimgesucht werden, welche mit großem Redeschwall und allerlei sonstigen unkontrolier- daren Mitteln ihre Ware auf dem Wege des Hausierhandels an den Mann zu bringen ißchen, so machen wir unsere Leser auf dem Lande, um sie vor Täuschungen zu bewahren, «rauf aufmerksam, daß allein dieOber- »essische Zeitung" und das mit ihr verbun­deneKreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain" amtliches Organ ist, und nur die durch diese veröffentlichten amtlichen Bekannt- \

Zur Geschichte des Abgangs des Fürste« Aismarck.

Sohu veruehmru, aber fie verweigerte jede Autvor auf seine Fragen.

Nach dem Depot*, wandte er fich daher zu feinem lluterbeamteu.

Trotz ihres WiderstaudeS wurde» die Srrestanteu durch die leere» Säle geschleppt.

Die Bedienten im Vorzimmer lachten sehr lant, als fie ihren ehemaligen Herr» in so elendem Zustande sahen. Der Eindruck, den die wütende Juana machte, mit ihrer Krone als Katharina von Medici, die zerzaus an ihre" aufgelösten Flechten hing, war allerdings ein ziemlich komischer.

Einige Minuten später wnrden alle drei in einen Wagen gepackt, der fie im scharfen Trabe nach dem Depot der Polizeipräfektnr brachte.

xvn.

Am nächsten Morgen eilten Bidach nnd Pattick zu Johanna LacSdat, nm ihr von dem wichtigen Fange, de» fie gemacht hatten, Nachricht zu gebe«.

Jetzt habe» wir fie Alle, deuu ich glaube mti Recht auuehmeu zu dürfen, daß der als venettanischer Bravo gekleidete Mensch Peru als Kutscher gedient hat und der nach AnSknuft unsere» armen Sperling den SpitznamenBrandschnabel* trug.

Johanna weinte vor Freude, als fie diese Nachricht vernahm.

Wie soll ich Ihnen danken l* sagte Johanna mit übervollem Herzen zu Bidach;ich finde keine Worte, nm Ihnen zu sagen, wie viel ich Jhueu schuldig bin."

Lid ach hatte ihre» Dank i» der Thal verdient, den» er war es gewesen, welcher den ganzen Plan mit allen seinen Einzelheiten entworfen und znr Aus­führung gebracht hatte.

So ist endlich die Stunde gekommen*, sagte Johanna ernst,wo die Gerechtigkett ihren vollen Lans nimmt Alle meine Wünsche gehen in Erfüllung. Sehen Sie nnr her.*

Eie nahm eine Zeitung vom Tische und reichte fie den beiden jungen Leuten. Dieselbe enthielt folgende Notiz:

Mchungen maßgebend für Behörden und Pri­vate sind, nicht aber der von andern Blättern oft nur lückenhaft wiedergegebene Nachdruck derselben.

iWie uns mitgeteitt wird, findet am Ende dieses Monats die Hochzeit des Herrn von Viverol mti dem Fräul-iu Bertha Boulanger, der Tochter eines reichen Industriellen aus dem Departeweut Haute-Marue statt. Die Neuvermählte wird ihrem Gatte» miudesteuS eiue Million als Morgengabe bringen* rc.

ES folgten die gewöhnlichen Komplimente.

Ich erwarte Herrn von Viverol*, fuhr Johanna langsam fort.Ich habe ihm eine Mitteilung zu «acheu, die ihn gewiß nicht wenig interefstren wird.*

Sie «ollen ihn noch einmal sprechen', sagte Patrick ein wenig beunruhigt, denn er hatte den Ton des jungen Mädchens mißverstanden nud fürchtete, fie möchte im Grunde ihres Herzens immer noch «ue gewiffe Neigung für ihren ehemaligen Verlobten oevahrt habe».

»Still... Es klopft 1*

Ein Hausmädchen de« Hotels trat ein und meldete Henn Raoul von Viverol.

Btite , treten Sie hier einl* sagte Johanna zu ihren beiden Freunden, indem fie auf das nebenan gelegene Zimmer George's wie».Ich werde Sie rufen, wenn es vorbei ist.*

Und ruhig und würdevoll, ohue äußere Beveauua «wartete fie die Ankunft ihres ehemalige» Verlobtem

Nach Verlauf einiger Augenblicke ttat Raonl von Viverol ein nnd begrüßte fie mit fichtbarer Verlegenheit.

.-Sie haben mir geschrieben, gnädige» Fräulein, eine wichtige Mitteilung zu machen haben.

Dars ich fragen, wa» mir diese Ehre verschafft?' Was ich Ihnen zn sage« habe, ist allerdings sehr enist , versetzte Johanna stolz und streng.Zunächst aber muß ich Jhueu gratulieren. Ich habe heute Ä Nachricht vou Ihrer demuächstigeu Berhettatimg gelesen.*

Allerdings*, sagte Herr vou Viverol in Wachseoder Verlegenheit ...Eine Couvenienzheirat, wie Sie deuken könue»... Meine Eltern habe» die Sache ohue mein Zuthuu arrangiert."

»Aber Sie haben doch vermutlich Ihre Einwilligung i

1 dazu gegeben", versetzte Johanna mit kalter Ironie, 1 "ad würden jedenfalls ungern darauf verzichten... i Eine Million findet mau uicht alle Tage."

.Gnädiges Fräuleiul Ich...«

Sie begreifen nicht, warum ich Sie habe rufen laffen... Sie sollen es gleich erfahren. Ich kann Ihnen eine Auskunft über ein Mitglied Ihrer Familie, einen nahen Verwandten, geben, deffen Ertsten, Sie vielleicht vergeffeu hatten und den Sie vermutlich nicht zu Ihrer Hochzeit einladen werden."

Voll Unruhe blickte von Viverol das junge Mädchen an.

Sie haben einen Bruder", fuhr Johanna fort, »der vor etwa fünf oder sechs Jahren verschwunden ist.«

Ganz richtigI Aber er ist gestorben für..."

Noch nicht... Obgleich Mer Wahrscheinlichkeit nach dieses verhängnisvolle Ereignis bald eintreten wird. Lesen Sie die Zeitungen, Herr von Viverol?"

Fräuleiul. .."riesRaoul bestürzt, den» er tönte irgend eine furchtbare Euthülluug.

ES ist uumögltch", fuhr Johanna fort,daß Sie uicht vou einem vor etwa sechs oder fiebeu Wochen in der Ruhe de Provence begangenen Verbrechen gehört haben sollten. Ich meine Ermordung eines Greises durch einen Menschen, welcher den Spitznamen Wolf trng, und deffen Identität bisher nicht sestgestellt werden konnte. Sie werden auch gelesen haben, daß der Elende znm Tode verurteilt ist und in den nächste» Tagen hingerichtet werden soll. Wohlan, dieser Mann, welcher so hartnäckig seinen Namen verschweigt, heißt Baron Charles von Viverol...«

»EN Mein Binder l ... Nein! nein! Das ist nicht möglich!« tief Raonl in tötlicher Verwirrung.

Zerlassen Sie fich darauf! Er ist es!«

Oh, der Unglückliche. Aber wie haben Sie feinen Namen erfahren?"

Da» kann ich Ihnen uicht sagen.«

»Oh, Johauua . . . Gnädige» Fräulein! Eie werden großmütig fein, Eie werden nn» einen solchen Schimpf ersparen/

(Nachdruck verboten.)

Per«.

Kriminal-Roma» von Henry Eauvain.

(Fortsetzung.)

An» einem benachbarten Salon vernahm man die ttfernfe und das gotteslästerliche Fluchen Juanas, k vou vier kräftigen Beamten überwältigt fich eben» Mi vergeblich unter ihren Händen sträubte.

Einige Minuten später waren die eben noch so «ebteu Salon» vollständig verödet. Die Gäste Mteu daS Hotel gestoben, als ob Fener daselbst dSgebrochen wäre. Mau sah vornehme Damen «en es nicht gelnugeu war, einen Wagen zu fiudeu, « Lalltoilette deu Bürgersteig der Avenue de BillterS ümang eilen. Sie waren halb von Sinnen und mlßteu nicht, was fie thaten.

Einige neugierige Gäste hatten im Hotel bleiben wuen, nm zu sehe», wie die Sache endigte. Aber ^starkes Aufgebot vou Polizeibeamteu besetzte binueu 'wigeu Minute» das HauS nud veranlaßte sämtliche wnbe Personen zum Verlasse» desselben.

Juana, Per» und der Kutscher wnrdeu gebnnben A einem kleinen, an den Btösaal stoßende» Zimmer «rächt.

^Lleich, finster, von zwölf Beamten der Sicher- , wtspolizei umgeben, saßen fie aus einem Kanapee.

Dor ihnen stand eine Gruppe von Mäuueru, Auster Pattick in feinem Kostüm al» florentinifcher Mat. Er zeigte dem al» Mephisto gekleideten ^>°ch lächelnd die Spitze de» Dolche», welche in £ Maschen seiner Panzerhemde» abgebrochen war. ? wenig seitwärts stavd Herr von Caserte, den bei Beginn des Getümmels an den Arm ge. ««wen hatte und bettachtete voll Bestürzung feinen Wer, der kein anderer war. als fein ehemaliger "wud aus dem großen Klub.

Der Marquis von Valladore» hatte fich zurückge- als er feine entscheidende Rolle ausgespielt hatte.

Ein Polizeikommiffär wollte Juana und ihren

«nzergen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», forme die Armoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler mFrank^rt a.M-, Dassel, Magdeburg u.Men; Rudolf XXVI Moffe tn Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln; L. AAVL X^yrgaNg. Daube it. Co. in Frankfurt a-M-, Berlin?Hannover, Vari».

günstig dachte. Erst die gönnerhafte Aufnahme^ welche seine von ehrlicher Friedensliebe eingegebenen lebhaften Bemühungen, ein herzliches und vertrauen»« volle» Verhältnis herzustellen, in Rußland fanden, wo bekanntlich eine Unsumme von Voreingenommen­heit und Unkenntni» aufgestopelt ist, haben bann eine weitgehenbe Ablenkung in der Richtung nach England hervorgebracht.

tteber -ie A«fheö««g -er Vieh sperre« urteilt der Jahresbericht der Handels- und Gewerbe­kammer zu Chemnitz folgendermaßen:Welchen Er­folg die mancherseitS so emsig erstrebte Aufhebung der Biehsperren hatte, läßt sich auS der Thatsache ermeffen, daß, um nur einen Fall herauSzugreifen, }. B. das Schweinefleisch auch nach gestatteter Ein­fuhr aus Oesterreich rc. die alte Preislage in der Detarlabgabe immer noch behauptete, nur baß ber Konsument die zweifelhafte Annehmlichkeit genoß, zum alten teuren Preise die weniger schmackhafte fremde Ware entgegennehmen zu dürfen. Es fcheiut also doch, daß die den Viehhandel beherrschenden Händlergefellschaften rc. den Löwenanteü ber Vor­teste ber gestatteten Wiedereinfuhr ausländischer Schlachttiere sür sich zu behalten verstanden haben, während der Konsument, bezw. der vielberuseoe arme Mann das Nachsehen hatte. Die Sache ist jeden- all» sehr lehrreich und verdient vermerkt zu werden. Für tiefer Blickende hat sie allerdings nichts Er- taunliche»."

Deutsches Reich.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - _________illustriertes Sonntagsblatt.ni$hgaug