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treten und horchte ebenfalls.
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»Er selbst. Sperling.
»äßarum?*
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hem Herrn Aktuar (a. D.) Friedrich Soldan
Wir bringen gnie Wünsche Dir zn dem Ehrentag, Die Jugend möge schlagen in Tapferkeit Dir nach! ES wöge immer blühen, wie Du, begabt mit Kraft, Zum großen Vaterlande die deutsche Burschenschaft! Sott gebe Dir das Beste, Gesnudheit, frohen Sinn, Und so zieh' in das Alter deS Helden MofeS hin, Der noch auf hohen Stufen von 120 Jahr Könnt hohen Berg ersteigen, stifch wie ein Jüngling war.
zum vollendeten Allsten Lebensjahr, dargedracht von einem Achtzigjährigen. Obgleich der Vater wünschte vom Storch nur einen Sohn, Schwang der vom Kinderbörnchen mtt zweien sich _ davon.
Der fromme Mann, dem ftenndlich ins Hans der
folgender drastischer, aber sehr viel Wahre- ent» hallenden Rede: „Heutzutage sagt ein junger Mann, nachdem er so unendlich viel gelernt hat: „Was? Ich will kein Ochsenknecht werden! Fällt mir gar nicht ein!* Und die Maderl sagen: »Ich will nicht in den Schwein'stall, da stinkt'S ja!* (Lebhafte Heiterkeit.) Sie will nobel, Köchin, Lehrerin, alles Mögliche werden, nur keine Bauerndirne. (Lebhafte Heiterkeit.) Vor lauter Gelahrtheit und Einbildung will kein Mensch mehr in den Stall hinein. (Heiter- leit.) Nimmt der Lehrer einen Buben her und will ihn verdientermaßen durchkarbatschen, so verbietet ihm das die Unterrichtsordnung, das Straf- gefetz, der Schulrat, die Humanität und wie daandere moderne Gelump noch heißt (Gelächter, Glocke des Präsidenten) und daS Ende ist: der Lehrer wird gestraft. Drei Umstände seien eS, die die heutige Zeit charakterisieren: Die große Zahl von Selbstmorden, das auffallende Anwachsen der Irrsinnigen und Zuchthäusler und die Zunahme der sog. Revolutionspartei. AlleS dies hänge mit den ganzen öffentlichen Einrichtungen zusammen. Wir arme Menschen — fuhr der Redner fort — sind nämlich von drei Dingen beherrscht. Wir Christen nennen sie Teufel. Sie nennen sie wahrscheinlich, weil Sie es nobler geben, Leidenschaften. (Heiterkeit.) Diese drei fatalen „Dinger* sind: die Hoffarth, die Augenlust und die Fleischeslust und zur letzteren gehört auch der Saufteufel. (Gelächter.) Und nun vergegenwärtigen Sie sich, meine Herren, wir, die wir schon graue Haare haben und viele gar keine Haare mehr (Heiterkeit), wir stnd manchmal noch verteufelt schlecht daran, wenn eS sich darum handelt, daß man brav bleiben soll. (Große Heiterkeit.) Sehen Sie bei einer Buchhandlung hinein, nichts als lauter Liebesgeschichten, Romane, wie Liebe beschaffen ist, wie das Zeug auSschaut, wie sie sich abküffen rc. und wie die intereffanten Krankheiten zu behandeln sind. (Gelächter.) Ich bin ein recht schlechter Theaterbesucher und war in Wien nur zweimal im Theater. Aber einmal war ich drin und da muß ich gestehen, waS ich da gesehen habe, ist doch ein biffel zu weit gegangen. (Rufe: Was war denn das?) „DaS Weib bei Teufels* war es. Da ist der Ehebruch so köstlich, so pikant hingestellt, daß man fast Lust kriegt, die Sache nachzumachen. (Laute! Gelächter.) Und da haben Mütter ihre unschuldigen Maderln mitgehabt, die haben ungeheuer neugierig hingeschaut, sie haben» wohl wahrscheinlich im ersten Augenblick nicht verstanden, aber mit der Zeit werden sie's verstehen.
Bochum, 19. Juli. Heute fand hierfelbst eine Delegntenversammlung deS deutschen Bergarbeiter- VerbandeS statt, bei welcher fämmtliche deutsche Reviere durch 72 Delegirte vertreten waren. Es war eine entschiedene Abnahme der Beteiligung von Bergleuten gegen früher wahrzunehmen.
Freiburg i. B., 19. Juli. Eine der wichtigsten Lokalfragen unserer Stadt bildet zur Zeit der Universitäts-Neubau. Vor kurzer Zeit war Baurat Durm aus Karlsruhe hier anwesend, und das Ergebnis seiner Untersuchung war die Bejahung der Frage nach der Notwendigkeit eine! Neubaues. Es handelt sich nunmehr darum, an welcher Stelle die neue Universität ihren Platz finden soll, und unsere Einwohnerschaft bespricht die Frage mit leicht begreiflichem Eiser.
Straffburg i. E., 19. Juli. Der Kriegsminister von Kaltenborn - Stachau reist heute Nacht nach der Schweiz ab, um daselbst seinen Urlaub zu verbringen. — Heute Mittag 12'/* Uhr fand vor dem Statthalter Fürsten zu Hohenlohe al! dem beauftragten Vertreter Sr. Majestät des Kaiserin dem Palais des Statthalters in Gemäßheit der gesetzlichen Bestimmurgen die feierliche Leistung de- Eides der Treue und de- Gehorsams seitens bei Bischof» D. Fritzen und des Weihbischofs D. Marbach statt. Dem Akte wohnten der Staatssekretär von Putlkamer, der Unterstaatssekretär von Köller und andere hohe Beamte bei. Nach vollzogener Eidesleistung bat sowohl Bischof D. Fritzen alr auch Weihbifchof D. Marbach den Statthalter, Sr. Maj. dem Kaiser den unterthänigen Ausdruck ehrfurchtsvollster Gesinnung übermitteln zu wollen, auch dem Statthalter selbst, al- dem Vertreter Sr. Majestät des Kaiser», gegenüber brachten die beiden Kirchen- sürsten ihre vollkommenste, ausrichtigste Ergebenheit zum Ausdruck. Statthalter Fürst zu Hohenlohe sprach seine besondere Genugthuung und Freude über die beiderseits kundgegebenen loyalen Versicherungen au-, die er zur Kenntnis Sr. Majestät des Kaisers bringen werde; er sei überzeugt, beide Bischöfe würden da- ihnen übertragene Amt entsprechend ihrer an Verdiensten reichen Vergangenheit in Treue führen zum Heile der Kirche, zum Besten der Diöcesanen und zum Wohle deS Landes.
erst die Eiklärungen der beiden Profefforen die Grundlagen bieten. — Der Landwirtlchafrsmimster von Heyden beabsichtigt, in der nächsten Woche eine größere Dienstreise nach der Provinz Hannover zu unternehme».
— Die Berliner Politischen Nachrichten melden: „Auf Anregung der Siebener-Kommission für die Reform de! höhern Unterrichtswesens bildet die für die Entwicklung der höhern UnterrichtS- onstalten so bedeutsame, bis zu einem gewiffen Grade entscheidende Frage des Berechtigungswesens den Gegenstand der Erörterung der obersten Reichs- und Staatsbehörden. Abgesehen von der Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienste kommt dabei vornehmlich die Berechtigung für die «verschiedenen höhern Staat! carrieren und für die subalternen Fächer in Betracht. Beide Fragen find vor allem von der größten Bedeutung sür die Existenzfähigkeit der lateinlosen Schulen, die erstere sür bie Oberrealschule, die letztere namentlich sür die höhere Bürger - (Mittel) schule. Insbesondere die obern Klaffen der Oberrealschulen krankten bisher daran, daß die bei ihrer Errichtung in Aussicht gestellte Berechtigung ihrer Abiturienten für eine Anzahl höherer Staat! carrieren, namentlich in den mehr technischen Reich!- und Stoatsdienstzweigen ihnen nicht zuteil, bie Berechtigung für da» Staatsbaufach ihnen sogar wieder entzogen wurde. E» darf jetzt als Ergebnis der vorerwähnten Erörterungen mit Sicherheit angenommen werden, daß in naher Zeit dos Abgangszeugnis der Oberrealschulen sowohl sür den Reichs- wie für den preußischen Staatsdienst dieselbe Berechtigung gewähren wird, wie da! Abgangszeugnis der Realgymnasien sie zur Zeit gewährt und in Zukunft fortgewähren soll. Ist diese Gleichstellung der Oberrealschulen und der Realgymnasien erfolgt, so wird man el der ferner« Entwicklung überlassen können, inwieweit sür beide Arten der höher« Lehranstalten ein lhatsächliche» Bedürfnis vorhanden und demnach die Existenzberechtigung der betreffenden Art von Lehranstalten anzuerkennen ist.
Hamburg, 19. Juli. Die Hamburger Bürgerschaft hat mit erdrückender Mehrheit beschlossen, in dem Verfahren gegen den Pächter der Hamburgischen Petroleumlager, Kommerzienrat Riedemann zu Geestemünde, behufs Räumung des östlichen UferS de! Petroleumlagers dos gerichtliche Enteignung-verfahren ein treten zu lasten. Die ganze Angelegenheit stellt sich als ein Kampf gegen die Monopolisierung deS Petroleumgeschäftes durch bie Stanbart Oil Company bar, deren Hamburger Vertreter Riedemann sein soll.
Frau Sperling wachte bie ganze Nacht bei ihrem Sohne. Bibach blieb bei Patrick. Mehrere Male während der Nacht begaben sie sich in das Zimmer deS Verwundeten und harrten des Augenblicks, wo er die Besinn»»« wieder erlange» würde; aber daS heftige Fieber schloß fast jede Hoffnung daraus an».
Erst gegen Mittag nach dem zweiten Besuche deS Arztes öffnete Jakob Sperling feine Angen und schien die Umstehenden zn erkennen.
Patrick versuchte ihn z» fragen, aber feine Lippen blieben geschloffen; er vermochte nicht zu antworten.
Endlich gegen Abend schien eS ihm, Dank der sorgfältigen Pflege feiner Mntter, etwas besser zu gehen. Er verlangte nach Patrick.
Der Irländer eilte schleunigst au fein Bett.
»Er hat mich getötet ... der Elende", murmelte Sperling, sich gewattsam zum Sprechen ansraffend; aber ich werde mich rächen!»
„Wer ist der Mörder?" fragte Patrick, indem et sich tief über den Verwundeten beugte.
Inzwischen war Bidach leise in da» Zimmer ge-
rief sie verzweiflnugSvoll, die Hände vor das Antlitz schlagend.
.Jakob! ... Ist eS möglich! ...» rief Patrick und eilte hinaus. Er ließ die Bahre in den Fechtsaal tragen und brachte eine Lampe herbei. Der Schein derselbe» fiel ans daS blaffe Gesicht Jakob Sperlings. Er hatte die Sagen geschloffen und schien tot zu fein.
.Dieser Manu ist verwundet am KnrS de la Reine gesunde« worden*, sagte einer der beiden Männer, die ihn gebracht hatten. „Er hat einen Messerstich in die Brnst erhalten. Ma» hat ihn zuerst »ach dem Polizei-Depot gebracht, wo er zwei Stunden ohne vefinnmtg gelegen hat. Als er dann wieder zn sich kam, hat er seine abreffe angegeben.*
.Hat denn Jemand gesehen, wer ihn verwandet hat?" fragte Bidach.
„Ja... Ein Vorübergehender hat ein Schrei gehört nud in der Dunkelheit einen Menschen bemerkt, welcher fortlief, während dieser zur Erde fiel. Der Mörder flüchtete nach einem in der Nähe haltenden Wagen, der dann im Galopp mit ihm davoufuhr.«
Bidach nnd Patrick wechsetten einen Blick mit. einander.
»Immer wieder dieser Mensch!* murmelte der ehemalige Kriminalbeamte.
Patrick bat die beiden Männer, den Verwundeten nach seinem Zimmer zu trogen. Mau legte ihn ans daS Bett und versuchte vergeben», ihn zum Bewußt- fein znrückznrnfen.
Die Wittwe hatte sich neben dem Bette auf die Knie geworfen und die leblo» herabhängende Hand ihre» Sohne» ergriffen.
»Er ist tot, barmherziger Gatt, er ist totl* tief sie schluchzend.
Bidach war zu einem Arzt geeilt, der nach einer Viertelstunde eintraf. Er fühlte den Pul» de» Kranken und untersuchte sorgfälttg die Wunde.
»Die Sache ist sehr ernst*, sagte er, al» er sich von Patrick verabschiedest; »ober vor morgen früh kann ich keine bestimmte Auskunft geben.»
Der Friedrich hat geschrieben Vollmachten und Bescheid Und wendete znm Frieden Prozeffenden den Streit. Nenkircheu and Stadt Borke», am Lumbdaflnß auch Treis
Sie widmen ihm roch immer Gedächtnis, Lob nud Preis. Er ruht von den Beschwerden ans Lorbeeren jetzt ans, Ist j-tzt, ich möchte sagen: ein neunzigjährig Hans,
Er hat mit Gottes Hilfe die» hohe Ziel erreicht Uud geht mtt ManueSschrittev noch «»gebückt nud leicht.
»Um ihn zn berauben.*
»Waren Sie dabei?*
„Nein!"
„Aber Sie haben ihn doch gekonnt!»
Sperliug zögerte. Ein toller Schweiß bedeckst feine Schläfe.
„3 >..." antwortete er schwer. „Ich mußte an»- kundschaften, wo Rodrigne» in Pari» wohnte ... Ich habe dem Wagen anfgelauert, mit dem er nach Clamart kam und mich bann hinten äuge Hämmert Auf diese Weise habe ich erfahren, daß Herr Rodrigne» in Wirklichkeit Lac<bat hieß und tu der Rue d'Offene» ment wohnte.«
„Unglücklicher! So find Sie also ebenfalls an dem grauenhaften Verbrechen beteiligt gewesen l«
ErscheiM täglich außer au Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
(Nachdruck verboten.)
Per«.
Kriminal-Rom au von Henry Eauvain.
(Fortsetzung.)
Der Gedanke, de» Bidach vorhin ausgesprochen hatte, quälte auch sie. Sie sagte,fich, daß vielleicht eine einzige unglückliche Begegnung hinreichen konnte, ihn wieder in fein früheres Leben zurück zu reißen, und ihr Herz zitterst bei dieser Möglichkeit
Endlich gegen sieben Uhr, als Patrick und Bidach tm Begriff waren, die Wohnung zu verlaffen, wurde gegen die verschlossenen Läden geklopft
Frau Sperling öffnest und bemerkst bei dem Schein der Sttaßenlateme zwei Männer neben einer mit einem Tuch bedeckten Bohre.
Bestürzt fuhr dst Wittwe zurück.
»Rein Sohn, meta Sohn! Er ist verwundet!*
Ausland.
Oesterreich. (Eine Bauernrede.) Der Abgeordnete Kaltenegger, ein Bauer au» der Steier- marck, besprach jüngst im österreichischen Abgeordneten- hause das Dienstboten elend auf dem Lande in
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a.M., Cassel, Magdeburg «.Wien; Rudolf XXVI. ^abraana. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. ^yuyiguug,
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Haunover, Paris.
Marburg,
Dienstag, 21. Juli 1891
Deutsches Deich.
Berlin, 20. Jul». In lieber einfliwmung mit dkm KriegSministerium hat sich daS ReichsversicherungS- amt dahin ausgesprochen, daß aufgrund der allerhöchsten Kabinettsordre vom 22. Juli 1884 ouS dem kaiserlichen Dispositionsfonds derjenigen Teilnehmern an dem Kriege von 1 87 0/7 1, welche bei erwiesener Bedürftigkeit und Würdigkeit durch Krankheit ganz oder teilweise erwerbsunfähig geworden und zwar den Nachweis des ursächlichen Zusammenhanges der Krankheit mit einer im Kriege erlittenen inneren Dienstbeschädigung zu erbringen vermochten, jedoch wegen Ablauf der gesetzlichen Präklusivfrist zur Geltendmachung von Bersorgungs- anlprüchen nicht berechtigt waren, gewährte Gnaden- unterstützungen nicht als solche Pension oder Wartegeld anzusehen ist, welche von der Invalidität»- und SlterSversicherungspflicht besreü. — Während der Mangel an Regierungsbaumeistern namentlich des Jngenieurwesers andauert, tritt auch in dem nicht dem höheren Baufach angehörigen technischen Personal ein Ueberwiegen der Nachfrage über das Angebot ein. Dies gilt zunächst von aus den Baugewerksschulen hervorgegangenen Technikern, welche sowohl bei Reichs- und Staatsbauten, wie auch in der privaten Bauthätigkeit srhr gesucht werden und keineswegs in einer dem Bedarf ent- fprechenden Weise zur Verfügung stehen. Die gleiche Erscheinung ist bezüglich der Landmesier wahrnehmbar. Der Mangel an geeigneten Kräften erweist sich, nach den „Verl. Pol. Nachr.* bereits als eine Schwierigkeit für Vorbereitung und Durchführung einer größeren Zahl umfaffender Urternehmungen auf dem Gebiet des Verkehrswesen! und der Landes- melioratio». — Betreffs eines Reichs gefetzeS über das Auswanderungswesen sind kommiffa- resche Beratungen szwischen den beteiligten ReffortS de» Reich! und Preußens längere Zeit gepflogen. ES ist dabri, den „Berl. Pol. Nachr.* zufolge, gelungen, bie in bet Materie liegenben Schwierigkeiten so weit zu überwinben, baß der Entwurf eines Reichs- Auswanderungsgesetzes vereinbart werben konnte. — Der Kultusminister ist bereits im Besitze bet Rechtfertigungsschriften bet Herten vonBergmannund Hahn. ES bürste nunmehr bet übliche Jnstanzen- M eintreten und eine Beurteilung bet beiden Schreiben durch das Obermedizinal - Kollegium statt- finden. Einen disziplinarischen Charakter hat da» vom Grafen Zedlitz eingeleitete Verfahre« nicht. Für ein disziplinarisches Vorgehen könnten vielmehr
der Meister..." sagte
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Vogel flog, baß sinnend grab’ am Tische, wo er den T>xt erwog Zu seiner SonutagSpredigt, und als der Storch _ , klopft' an,
v«t er da» Buch der Bücher für'S Erste zngetha». Als er da sah zwei Knaben ihm als Beschenk gebracht, Hat in der Brust sein Herze in Freudenschlag gelacht. Er sprach nicht: Lieber Bogel, eS stnd doch zwei _ zu viel,
Denn Jungen zu ernähren ist gar kein leichtes Spiel, Er sprach: „Schenkt Sott zwei Köpfchen", das ist ein _ alter Spruch,
»6« gibt er auch zwei Näpfchen, Milch, Brot gibts m hier genug."
*ott gebe euch Gedeihen, so sprach auch Fran Mama wa» bie Eltern wünschten, dem Zwillingspaar n geschah.
Ach einem Jahre liefen die beiden schon vom Hans uud sprangen in den Garten nnb in das Feld hinaus. Die Leute blieben stehen, fugten verwundernd sich:
Staat stnd Peruers Zungen, der Fritz und Ludewig, Sie ttngeu gleiche Röckchen, Höschen von einem _ Zeng,
5® Wuchs, von Angesichte sich zum Verwechseln gleich, »er Ludwig sprach: Ich werde da« was mein Vater ist, Fiitz dagegen sagte: Ich werde ein Jurist.
Marburg kamen beide in» Pädagogium £®b gingen ans der Schule zu höherm Studium. *«r Ludwig wurde Pfarrer, der Heerde treuer Hirt das Verlorne suchte, da» sich vom Weg verirrt,
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.