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Papiere mancherlei Gefahren ausgesetzt: sie können verloren "bet gestohlen, sie können von ungetreuen Verwaltern ober Depositaren unterschlage» werben. Bei brr Veräußerung dieser Papiere wirb ber Ver­käufer nicht banach gefragt, ob er auf rrbliche ober unretliche Weise in ihren Besitz gelangt ist. Zwar sucht man sich burch Außerkurssetzung möglichst vor Verlusten zu schützen; aber auch bieser llmstanb kann beispielsweise bei Fälschungen ober Beseitigung ber Außerkutssetzungsvermerke eine völlige Sicherheit nicht gewährleisten. Dagegen wirb bei Eintragung ins Reichs« bezw. Staatsschulbbuch in jeher Be Ziehung bas Eigentumsrecht bes Gläubigers voll geschützt. Ein weiterer Vorteil bes Reichsschulb- bucheb ist ber, baß burch Eintragungen in basselbe ein erheblicher TeU ber Schulbverschreibungen bauern!» frstgelegt unb so bem Börsenverkehr entzogen wirb; man wirb also nur wünschen können, baß hie neue Einrichiung für bas Reich, ebenso wie ble schon bestehenbe für d-n preußischen Staat recht regen Zuspruch finbet.

Lotteriefrage schreibt bieRorbb. Allg. Zig.": Die Melbung auswärtiger Blätter, wonach bie Staatsregierung eine Vermehrung ber Lotterie um 30 000 Loose plane unb bem preußischen Lanbtage noch in bieser Tagung eine bezügliche Vorlage unter­breiten wollte, begegnet lebhaften Zweifeln. Zunächst bürste höchstens eine Vermehrung ber Loose von 190000 auf ktwa 200 000, also um 10 000 Stück, in Aussicht genommen werben. Zur Feier de» 25 jährigen AbgeorbnetenjubiläumS beS Präsidenten be» preußischen Abgeordnetenhauses, Herrn von Köller, finbet nächste Woche ein große»Festmahl in Berlin statt, dem auch ber Reichskanzler bei­wohnen wirb. Winbthorst'S Nachfolger als Reichstagsabgeorbneter in Meppen ist ber Amtsge­richtsrat Brandenburg in Bersenbrück geworden. Ein Gegenkandidat war nicht aufgestellt. Vor einigen Tagen brachte dieTimeS" die Nachricht, daß die französische Regierung dem Zaren kürzlich rin vollständiges Bündnis vorgeschlagen habe. Wie die »Post' schreibt, beruht diese Nachricht mit allen Zusätzen auf freier Erfindung. Nicht vor Kurzem, sondern bereits vor fast vier Monaten hat Frankreich den Zaren sondieren lasten, welche Stellung er bei einem etwaigen deutsch - französischen Kriege einnehme» werde. Der Zar hat diese Frage biS heute unbeantwortet gelosten und wird sie allem Anscheine nach auch in Zukunft nicht beantworten. Ter Handelsmintster hat, wie verlautet, die Aeltesten der Berliner Kaufmannschaft ersucht, über die Mono­polisierung deS gesamten Petroleumhandel» durch da» HauS Rothschild in Paris, da» den russischen Petroleummarkt so ziemlich beherrscht, und durch die Standard-Oil-Company, welche zu einem sehr großen Telle das amerikanische Petroleum in Händen hat, ihm ihre Wahrnehmungen mitzuteilen. Emin Pascha ist jetzt auf dem Rückwege au» dem Innern Afrika- zur Küste. Er war bekannllich nach Anlage einer deutschen Station am Viktoria- See zum Tanganika - See marschiert, und hat auch daselbst eine kleine Besatzung zurückgelassen. Von dort hat er sich nun zur Küste gewendet, wohin ihn der Generalgouverneur von Soden berusen hat. Er ist jetzt in Tabora, dem bekannten großen arabischen Handelsplätze angekommen, de» er schon zum Beginn seiner Reise berührt. DiePolitische Korrespon­denz" schreibt: Wie uns von unterrichteter Seite auS Berlin gemeldet wird, ist bezüglich einer neuen Regelung der handelspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland seit mehreren Monaten kein wie immer gearteter diplomatischer

Allein ans alle an ihn gerichtete» Fragen vermochte Mr. O'Reilly keine weitere Auskunft zu geben, als daß beide Damen sehr respektabel anSsähen und ge­bildet schienen.

Vier Tage später war die kleine Villa von den neuen Bewohnern bezogen.Wer mag dar wohl sein? WiShalb kommen Leute, die solch eine Masse von eleganten Möbeln mit sich führen, hier heraus? Die Geschichte gefällt nuS nicht das hat sicher noch einen Haken!" So flüsterte man sich gegenseitig zu nach dem Eintreffen von MrS. Northlaud und ihrer selten schönen Tochter aus Dolly Ward. Nachdem jedoch zwei und drei Monate iuS Land gegangen unb die beiden Damen trotz ihrer großen Zurückhaltung bekannter geworden waren, fing man an, sie gerade nm ihrer Zurückhaltung und vornehmen Würde willen mit anderen Augen anznsehen, unb nun sagten die Nachbarn von recht» und links unter sich: .Feine Leute find e» offenbar, das beengt ihr ganzes Auf­treten, allein wovon leben sie?"

Nach amerikanischen Begriffen hat das Wort »Arbeit* die höchste und ehrendste Bedeutung und nur der gilt als angesehen, welcher aus irgend welche ehrliche Weise durch eigene Arbeit sein Brot erwirbt. Die reichen Leute arbeite» aus angeborener und an- erzogener Lust am Schaffen, die Unbemittelten, um reich zu werden Müßiggang giebt es in den Ver­einigten Staaten nicht und wer sich ihm htngiebt, hat Mißtrauen zu fürchten über die Art, durch die er sich einen Lebensunterhalt erwirbt. Da nun Mrs. Noith. land und ihre Tochter, außer einer gelegentlichen Fahrt nach Netryork, keine besondere Beschäftigung zu haben chienen, so war das selbstverständlich auch ein Grund, ich Über die seltsame Lebensweise der beiden Damen anfznhalten. Deffen ungeachtet hatten die Fremden eS verstanden, sich bald die Achtung und Teilnahme »er Bewohner von Dolly Ward zu erwerben. Wer auch hätte dem freundlich sausten Wesen der Mutter, wer dem bezaubernden Angenanstchlag der Tochter zu widerstehen vermocht? So schroff und absprechend

Schritt unternommen worden unb fei auch kaum an­zunehmen, baß in bieser Beziehung halb eine Aen- berung eintreten werde.

Die vollständige Entdeutschnng ber baltischen Provinzen Rußlands ist ohne die Ausrottung der evangelischen Landeskirche nnaus- sührbar. Ein kaiserlicher Erlaß von 1885 hat ihr stellich die Rechte als solcher geraubt und sie zur geduldeten Sekte" erniedrigt. Der unerträgliche Druck, der rasche Niedergang der deutschen Kultur hat eine immer zunehmende Auswanderung ber Be­güterten und Litteraten in Bewegung gesetzt. Den­noch besitzt da» Deutschtum in seiner protestantischen Kirche einen starken Halt. Die Landpast»ren haben, indem sie die einheimischen Mundarten zu Schrift­sprachen auSbildete» und deutsche Werke in dieselben übersetzten, im Volke deutsches Denken und Fühlen eingepflanzt und die Aneignung der deutschen Sprache erleichtert. Zur Vernichtung ber brutschen Seelsorge ist der russischen Regierung jeher Vorwand will­kommen. Sie hat sich auch schon ohne jeden be­holfen und die Pastorenauf administrativem Wege", b. h. rein willkürlich in bas Innere des Reiches geschickt. In SmolenSk war einigen dieser Unglück­lichen ber Erwerb durch Unterrichtgeben u. s. w. verboten worden und sie verdankten ihren Unterhalt allein ber Großmut eines benachbarten Gutsbesitzer» unb einiger Einwohner. Die .Kreuzzeitung" mel- bete kürzlich wieder von einer vom Senate ver­hängten achtmonatlichen GesängniSstrafe zweier Pfarrer, bie in zwei Instanzen schon freigesprochen waren. Ihr Vergehen war die Ermahnung zum Festhalten an der protestantischen Kirche. Ein an den Zaren gerichtete» Gnadengesuch hatte nur eine Verschärfung ihrer Strafe auf Unfähigkeit zu späterer Amtsführung zur Folge. Ein Pfarrer in Esthland ist aus gleicher Ursache zu zweimonatlicher Haft bet« urteilt. Noch härtere Straft: Verlust der Stande», rechte und Verbannung nach TomSk im tiefsten Si« birien hat einen anderen Geistlichen, den Vater vo» acht Kindern, zum Selbstmord verleitet.

Kiel, 11. Juni. Kontreadmiral Hollen ist zum Direktor de» Marinedepartements im ReichS- marineamte, Kapitän Hoffmann zum Vorstände deS hydrographischen Amte» ernannt worden.

Bremen, 11. Juni. Wie von maßgebendster Seite verlautet, wird die Abfahrt der Lloyd-Dampfer trotz bei Ausstande» ber Heizer unb Kohlenzieher voraussichtlich ebenso pünkllich wie bisher erfolgen.

München, 10. Juni, lieber bcn deutsch.öster­reichischen HanbelSVertrag bringt bie .Allg. Zig." auch anfangs über die beiden Frauen geurteilt worden wat, jetzt bemühte sich jeder, ihnen Gefälligkeiten zu erweisen, wenn auch ein näherer Verkehr nicht in den Wünschen der Damen zu liegen schien.

Außer Mr. O'Reilly, dem jungen Advokaten welcher in Goldsmith's Office in Brooklyn arbeitete' und hier bei der alten Miß Colnoy Pensionär war anßer diesem hatte »och keiner der Bewohner von Dolly Ward MrS. NorthlandS Schwelle Überschritten, und auch sein Verkehr mit den beiden Damen beschränkte ich nur ans einige geschäftliche Besuche, die O'Reilly der netten Mieterin al» Verwalter de» Holsteiuschen Grundstücks zu macheu hatte. E» schien auch durch­aus nicht in deren Absicht zu liegen, mit irgend jemand näher bekannt zn werden. Bei Begegnungen grüßte man untereinander, sprach gelegentlich einige Worte über den Gartenzann, da» war alle».

Im allgemeinen galt Mr. O'Reilly als wortkarger Manu; seit er jedoch bie Bekanntschaft ber Fremden gemacht, gab es de «roch einen Punkt, der seinen Mund irberfließen machte: da» war, wenn er von Mr. Northlaud und deren Tochter sprach und in Lob und offener Bewunderung Über beide sich erging. Durch ihn wußte es auch bald jedermanu in Dolly Ward, daß diese Samen eine ganz ungewöhnliche Bildung, owie die feinsten llrngangSformeu besäßen und daß, obwohl Miß Grace Northlaud alltäglich mit einem Körbchen am Arm die Einkäufe bei Fleischer und itanfmann selbst machte, die jetzige Eiurichtnng von Nr. 9 derjenigen einer Lady ber 5. Avenue von Neu York gleichgestellt werden konnte.

Au einem regnerischen Jnnttage, nm die sechste Abendstunde, trat Miß Grace, eine schlank gewachsene Brünette, mit kühn geschwungene» Augenbrauen und stschloffeuem, ausdrucksvollem Moude, dessen Linien owohl starke Willenskraft wie auch Unerschrockenheit bekundeten, nach einem SnSgauge durch bie Veranda« ihür tu bas vordere der brüten Parlout» und schaut» ich sichtlich befremdet darin nm:

«M'al Maina!*

Deutsches Reich.

Berlin, 11. Juni. Kaiser Wilhelm be­sichtigte heute Vormittag die Garde-Landwehr ou: dem Tempelhofer Felde bei Berlin, sprach den Leute» seine volle Zufriedenheit au8 und führte die Bataillone zum Zeichen feiner besonderen Zufrieden­heit felbst zur Stadt zurück. Unter lautem Hurrah trennten sich die Mannschaften von dem obersten Kriegsherrn. Später konferierte der Monarch mit dem KriegSrninifter, empfing Herrn Krupp au» Effen und speiste am Nachmittag bei dem General vo» Versen. Am Abend erfolgte die Rückkehr »ach Potsdam. Wie mitgeteilt wird, läßt sich der Kaiser jetzt täglich zahlreiche Zeitungen aller Parteien vorlegen, in welchen die herrschenden Soge»fragen besprochen werden. Telegraphischen Meldungen zufolge wird Kaiser Wilhelm am 1. Juli in Amsterdam ankommen. Am 3. Juli besucht ber Kaiser Haag und reist Abends nach Rotterdam, wo er nach mehr­stündigem Aufenthalt feine englische Dacht besteigt. Die Königin - Regentin und die junge Königin werden den Kaiser nach Amsterdam und Rotterdam begleiten. Bei den allgemeinen Neuwahlen zur Kammer hat die Regierung die Mehrheit behauptet. Der Bundesrat deS deutschen Reiches hat heute eine Plenarsitzung abgehalten. Es wurde über die Neubesetzung mehrerer Präfibentenstellen beim Reichsgericht Beschluß gefaßt unb außerdem wurden verschiedene Verwaltungsvorlagen erledigt. Zur

unb andere duftende Blumen erfreuten tm Sommer bas Ange der Vorübergehenden, und die stets blitz- blank geputzten Fensterscheiben und sauberen Gardinen vollendeten den guten Eindruck, den diese Billen aus den Fremden ansübten.

Die Bewohner von Dolly Ward, zum Teil be- jährte Leute, welche sich nun tnS Privatleben zurück- gezogen hatten, zum Teil Angestellte großer Geschäfte von Brooklyn und Newyotk, welche ihrer Familie wegen die bei Wettern billigeren und gesünderen Wohnungen hier draußen dem Geräusch und bem Staube ber Grobstabt vorzogen, unb einige alte ZräuleiuS, welche Pensionäre hatten, btlbeten eine örmltche feste Kliqae, so daß auf Dolly Warb jeder neue Ankömmling anfänglich allfettigem Mißtrauen begegnete.

Im Anfang be» Frühling» 188. war Mr. Holstein, der deutsche Eigenthümer deS Häuschens Nr. 9 plötzlich gestorben und bald darauf hatte feine Witwe den inten Bekannten von rechts und links Lebewohl ge- agt, weil sie ihren Snseuthaft fortan nach Jersey City zu einer verheirateten Tochter zu verlegen ge. dachte. Mr. O'Reilly, der Nachbar zur Rechten, welchem bie alte Dame vor ihrem Scheiben bie vorteilhafte Vermietung ihres BefitzthnmS noch recht einbringlich aus Herz gelegt hafte, hing eigenhändig bie weiße Tafel zum Fenster hinaus, auf welcher mit großen Settern zu lesen staub: ,to let.

Etwa vier Wochen lang zerbrach man sich in Dolly Warb die Köpfe, wer wohl seinen Weg hier Hera« nach bem entlegenen Teile von WilltamSbonrgk nehmen würbe, benn bie guten Leute bet kleinen Vtllenkolonte waren äußerst exklusiv und fürchteten »egreiflicherweise baS Nieberlaffe» des ersten besten stowdte in ihrer friedlichen Ansiedelung. Da ver. kündete Mr. O'Reilly eine» Morgen» einer wißbe­gierigen Dame, daß de» seligen Holstein'» Hänschen vermietet worden fei und die neuen Bewohner, in Gestalt von Mutter unb Tochter, bemnächst schon ein- treffen würben. Da» gab natürlich viel pt reben.

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h Wöchentliche Beilagen: Kreis-Matt für -ie Kreise Marburg «nb Kirchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Aas Reichs schuld buch.

Der Reichstag hat den in der heutigen Nr. 135 btgReichsanzeigers" veröffentlichten Gesetzentwur betreffend daS ReichSschuldbuch in erster, zweiter und dritter Lesung ohne Debatte angenommen; die neue Anrichtung wird also vermutlich her Zeitpunkt de» Inkrafttretens deS Gesetzes wird durch kaiserliche Lerordnung mit Zustimmung des Bundesrates be­stimmt den deutschen Kapitalisten demnächst zur Benutzung übergeben werden. DaS ReichSschuldbuch soll zur Umwandlung von Staatsschuldverschreibungen ro| den Inhaber in Buchschulden auf den Namen tmeS bestimmten Gläubigers bienen; als Vorbild dafür ist das seit 1883 bestehende preußische Staats­schulbbuch, bas sich einer steigenden Benutzung erfreut, benutzt worden. Insbesondere sind eS Kapitalbefitze »ie Stiftungen, Fideikommiffe, Kirchenvermögen, Mündelgelder, Osfiziersheiratlgut u. s. w., welche diese Art von Veranlagung am meisten in Anspruch nehmen, weil sie neben landesüblicher Verzinsung die größtmöglichste Sicherheit gewährt; aber auch kleinere Rentner, welcke sich vor Verlust schützen vollen, werden die neue Einrichtung wenn sie erst be» näheren bekannt ist zu ihrem Vorteil benutzen. Besteht boch das preußische Staatsschnld- buch gegenwärtig zur Hälfte au» Konten von je mter 10 000 Mark.

Von bem Wesen be» Staats- bezw. Reich» fchuldbuch» ist bas folgenbe hervorzuheben: Nicht wie in einer Sparkaffe kann bie Einzahlung in beliebig hohen Beträgen unb in barem Gelbe erfolgen, fondern bie Grundlage einer jeden Buchfchulb kann nur burch Reichsschuldverschreibungen gebildet, bie teilweise Löschung ober bie Erhöhung eines Kontos kann also auch nur dergestalt bewirkt werden, daß bie Rest- bezw. EinzahlungSbeiräge in Reichsschuld- verschreibungen darstellbar sind. Sn Gebühren Werden für jede Eintragung 25 Pfennige von je angefangenen 1000 Mk., zusammen aber mindestens 1 Mk. erhoben. Die Zinszahlung erfolgt mittels llebersendung durch die Post und zwar nicht, wie bies seitens der ReichSbank bei Depositen geschieht, infolge eines jedeSmal zu stellenden Antrags, sondern «uf Grund einer ein- für allemal abzugebenden Willensäußerung.

E» leuchtet hiernach ein, daß für Kapitalisten, selche ihre Gelder in ReichSichuldverschreibungen angelegt haben, die Eintragung ins ReichSschuldbuch die denkbar sicherste und bequemste Verwaltung ber lkapitalien bar stellt. Bekanntlich sind bie Jnhaber-

(Rachdruck verboten.)

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Novellette von D. Freien von Spättgen.

Weit draußen am äußersten Ende von William», iourgk, einem Stadtteile Brooklyn», dort, wo die öttaße». und Häuserreihen bereits durch ausgedehnte Lieserflächen und üppige Obfiplantagen nuterbrochen derben, sodaß die Bezetamnug .Stadt" daselbst eigentlich nicht mehr zutreffend erscheint, weil die 8egenb schon allmählig den Charakter bi8 Ländlichen «totmmt dort steht eine Reihe allerliebster, Hütten, «tiger Häuschen, deren Gesamtheit, wegen ber Zier. Weit unb Gleichheit ber Gebäude, tm Volks -nude .Dolly Ward (Puppeufestung)' benannt wird. Diese Rstriatnrvillen, eine aufs Haar genau so wie die *>bete, mußten unzweifelhaft an» der Hand desselben banküntzler» hervorgegaugeu sein, der sie, wohl mehr «u einer flüchtigen Laune zu genügen, als nm taktische Behausungen zu schaffen, an» ber Erde «rvorgezaubert haben mochte.

JebeS ber Hänschen war mit einem niedliche» «oigSitchen, einer Art Veranda, worauf bie HauS. Ar mündete, und einer grün angestrichenen, hölzernen kreppe versehen, bereu Seläuber ein fast elegant zu «uueudeS Schnitzwelk anSwieS. Das Innere einer mcheu Villa bestand aus nur zwei größeren Zimmern «ersten Stock, fogenannten ParlonrS, bx ei Mansarden. Achen und ber großen, hellen Küche tm Saferneut (Souterrain).

Merkwürbigerweise staub nur äußerst selten ein vinschen bet Dolly Ward zu vermieten. Die meisten «rselben befanden sich schon fett vielen Jahren in wen Händen, was ihr Aeußeres auch fast durchweg Erriet. Die Gärtchen zeigten sich auf das sorgsamste Megt, ihre schmalen Gänge waren mit rotem Kies ^streut, während verschiedenes seines Strauchwerk « etwas primitiven Staketenzäune, welche die Grund- mcke von der VerkehrSstraße trennten, verdeckte und «durch eine Art hübsche lebende Hecke bildete. Rosen

Marburg,

grauen®"Zeile Sonnabend, 13. Juni 1891. Mosse inFrankfurt'cSe$BtieL^ä;n XXVI- Jahrgang.

10 Psg., Reklamen sur dxr Zette 2o Psg. ' ' Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin"Hannover,'Paris'.