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WöchenMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Aionnements-Preir bei der Expe­dition 2*/. Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. öO Psg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Psg.

Marburg,

Mittwoch, 10. Juni 1891.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a.M., Eassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXVI Mofse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. 44*' DUo* Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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Gerald hatte nach langem Kampfe seinen Gegner einem fürchterlichen Fanstschlage bewnßüo» nieder, »streckt.

Ais Bulga die» gewahrte und fich mm zwei An. »eifern gegenüber sah, ließ sie Valeska los und »Ute eine verjagte Tigerin unter dem kreischende» Rufe: ,<8ika l Sikal Zu Hilfe I* zur Thüre hinaus.

Gerald und ValeSka folgte» ihr, ersterer mit «azarjiks Aatagau tu der Faust.

. .Halte dich dicht zu mir. Liebste', sagte er. »Fürchte tg, nichts, niemand soll dich jetzt wieder vo» mir Meißen!'

Kam» i« Freie» a»gela»gt, sähe» fie fich Gika Bulga gegenüber.

Wütend stürzte der Brigant ans de»- jungen Maua loS.

.Verräter l' schrie er ih» ar. .Sie, nur Sie

(Nachdruck verboten.)

Spates Glück.

Roman von Friedrich Meister.

(Fortsetzung.)

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Line Handwerker-Konferenz

Welche auf Veranlassung deS Kaisers nach Berlin berufen ist, wird heule im Reichsamte deS Innern daselbst zusawmentretrn, um, unter Teilnahme deS Vertreters der verbündeten Regierungen, zu beraten, Wie eine zweckmäßige Reform unserer Handwerker- zesetzgebung am besten einzuleiten ist. Vielerlei Wünsche und vielerlei Pläne bestehen in dieser Hin­sicht. Zum Teil wird bei einer Reform der Hand- mrkergesetzgebung das Hauptgewicht auf eine Ver­mehrung der Rechte, aus eine Verstärkung der Macht- besugnisie der Innungen gelegt, zum Teil wird diese jervorragende Bedeutung der Innungen mit dem Hinweise darauf bekämpft, daß jemand doch ein lüchtiger Handwerker sein könne, ohne gerade einer Innung anzugehören. Diese Richtung legt den Nach­druck auf eine kaufmännische, wenigstens in gewifiem ginne kaufmännische Ausbildung deS Handwerks­meisters, auf Vereinigung der Handwerker zur Ein­führung maschinellen Betriebes, zum Bezüge größerer Waren quantitälen auf gemeinsame Rechnung rc. ES :»itb schwer, wenn nicht unmöglich sein, alle Köpfe Mter eine» Hut zu bringen, es wird auch von nie­mandem mit Bestimmtheit gesagt werde» können, daß die Verleihung des Meistertitels allein an Znnungsmitglieder, oder aber, die kaufmännische LuSbildung der Handwerker, dem Handwerk als Mchen wieder aufzuhelfen im Stande ist. Die ünde dafür, daß eS in einem Teil deS Handwerks, icht in allen Betrieben, nicht so auSsicht, wie es sehen sollte, sind in der Hauptsache darin zu chen, daß dem Handwerker der Lohn seiner red- ien Arbeit nicht unverkürzt gewährt wird. Die reise werden immer wieder zu drückend gefunden, ie pünktliche Zahlung wird durch überlanges An tzruchnehmen des Kredits illusorisch gemacht. Dabei -»achsen die Kosten des Handwerkers in seinem Ge- HaftSbctriebe, und den Rest besorgt dann eine Konkurrenz, die mitunter die Preise auf einen Standpunkt hinabtreibt, bei welchem jeder solide

»bei« bestreiten, daß es sogenannte Handwerker giebt, deren oße Zm- Leistung dem Handwerk mehr zur Unehre, als zur len 450F ß-firp npYptrhf * K* nnifl Ptffärftrfi tnputt mrrn tn

Ehre gereicht; es ist auch erklärlich, wenn man in , , HandwerkerkreisendieseElementeaus deneigenenReihen 9^7* WauS haben und künftig dieselben nicht wieder hinein- zelchneteli möchte. Wir werden uns aber zu fragen haben: -eibmißei ^in genauer Unterschied zwischen Fabrik- und

Während dieser VerzweiflungSkawps i» der Hütte ßtoot» tobte, nahm draußen daS Gefecht fortwährend an [3o* Heftigkeit zn.

Die Truppe» hatte», von de« Zwerge geführt, ttf heimliche» Pfade» den Schlupfwinkel der «rigaute» erreicht und umstellt; die Streifpatro»illeo «er Geächteten zogen fich Schritt für Schritt, ton mlSblock zu FelSblock uud vou Busch zu Busch unter stetigem Feuern zurück, bis endlich die Horde fich vou Een Seiten eingeschloffen uud in einer Falle sah, tt8 der lein Entrinnen mehr möglich war.

Inzwischen rangen Gerald »ud Bazarjik mit tt eine? figantifcher, keuchender Außreuauug auf Tod und Leben, fie wälzten fich auf dem Erdboden, fie rollten hierhin uud dorthin, wobei bald der eine und bald der andere die Oberhand gewann, uud fider strebte danach, die Waffe tu setuen ausschließliche» Lefitz zu dringe».---

noch zu machen? Das wird kaum möglich sein, und ebensowenig wird auch Garantie dafür gegeben werden können, daß es gelingt, nur rechtliche Per­sonen in das Handwerk auszunehmen. Die Be­rechtigung, daß allein Jnvungsmeister einen Meister­titel führen sollen, kann gesetzlich vorgeschrirben werden; aber die Durchführung würde heute praktisch kaum möglich fein. Wir haben recht viele Städte in Deutschland, namentlich jenseits deS Mains, in welchen überhaupt keine Innungen existieren. Wie sollte eS da werden? Wenn man in der Hand­werker- Konferenz diese Frage erörtert, werden auch alle die hier geschilderten Schwierigkeiten von selbst sich ergeben, und daß gerade hierüber so schnell be­stimmte Beschlüffe gefaßt werde» mögen, ist nicht anzunehmen. Die wirklichen, thatsächlichen Verhält­nisse sind eben in dieser Beziehung mächtiger, als die Menschen. Aber well im einen Punkt der große» Handwerkerfrage die Dinge recht verwickelt liegen, deshalb brauchen fie das nicht in allen Spezial-Argelegenheiten. Es giebt da höchst wichtige Gegenstände, die sehr wohl Berücksichtigung ver- dien-n. Wir müffen das Handwerk im Ansehen heben, schon vom LehrlingSwesen an, dann wird auch die Fabriklauferei von selbst fich einschränken. Lehrlings- und Geselleuwesen im Handwerk würden gerade auch vom Handwerk selbst noch weit mehr als bisher gefördert werde», wenn nut nicht dem guten Willen die Mittel zur Ausführung fehlten. Auch müffen Behörden und wohlhabende Personen die Handwerksarbeit noch mehr als bisher protegieren, dann wird das große Publikum ganz von selbst in seinen verkehrte» Anschauungen bekehrt werden. Staat und Gemeinden müffen auch einmal ein runde» Stück Geld im Interesse des Handwerks auswenden, dann werden die Dinge schon ein ganz anderes Gesicht bekommen, dann werden auch so manche Elter» von ihren Ansichten über die Stellung eines Handwerkslehrlings zurückkommen. Wir brauchen nicht ins Mittelalter zurückzugreifen, wo die Zünste nicht selten das Gemeinwesen regierten, aber was zu fordern ist, das ist, daß der Handwerker al« Mann von Schrot und Korn betrachtet, und nicht obenhin behandelt wird. Soziale Besserung des Handwerkjstandes wird auch eine allgemeine soziale Besserung im Gefolge haben; denn ganz anders als der große Fabrikant, der seine Leute kaum dem Namen nach kennt, lebt und arbeitet der Hand­werker mit dem jüngeren Geschlecht. Der Handwerks­meister kann viel thun, aber er muß davon auch etwas haben, seine Ehre, sein Recht, seinen Verdienst.

habe» »vS in diese» Hinterhalt gelockt I Dafür müffen Sie sterbe»!'

Mit diesen Worten drückte er seine »üchse auf Gerald ab, dieser jedoch warf fich blitzschnell zur Seite vvd der Schnß aiua fehl.

Flachend zog jetzt der Hanptmau» seine» Säbel »nd drang auf Gerald ein, der zu seiner Verteidigung den langen Yatagan erhob.

Die Gegner waren einander gewachsen. ValeSka trat zur Seite, lehnte fich an einen Pfosten der Hütte und schaute den Kämpfenden ernst nnd schweigend zn.

Bulga dagegen befand fich in wüteuter Erregung.

«Schlag ihn tot, Gika!' schrie fie unaufhörlich. .Schlag ihn tot!'

Dabei sprang and trippelte fie bald torwärtS nnd bald rückwärts, je nachdem die Streiter ihre Stellungen wechselten.

Hieb, Stoß »ud Abwehr folgten einander immer schneller und hitziger, uud zugleich zog fich auch der Gewehrkowps draußeu immer näher um die Hütte zusammen.

Plötzlich brach Geralds Klinge unter einen Schlage deS BrigantenhSuptlingS kurz ab, so daß er nur daS leere Heft in der Hand behielt. Wehrlos stand er jetzt dem rachednrstigen Menschen gegenüber.

Schon erhob derselbe das Schwert zum TodeS. streich, ta warf fich blitzschnell eine Gestalt mit aus. gebreiteten Arme» zwischen ihn und sei» Opfer. ES war ValeSka. ,

.Töten Sie mich zuerst!' rief fie eutschlrffeueu Mutes uud blitzenden Arge».

,3a, Gika, thn'S', schrie Bulga, .schlag fie beide tot! DcS Weibsbild zuerst »nd dann de» Man»! Schlag zu, Gika, schlag z»!'

Bei dem Anblick dieses schöne», so toteSwntige» Gesichtes regte fich eia männliches Empfinden in der Brust des Geächteten und zögernd tret er einen Schritt zurück. Dieser Moment der Uuentschloffeuheit rettete ValeSka» Leben, denn unmittelbar darauf wurde die flache Hügelknppe, auf welcher da» Häuschen stand

Deutsches Keich.

Berlin, 8. Juni. Unser Kaiser arbeitete heute Vormittag mit den Osfiziereu des Marine- Kommando- uud hatte dann eine Konferenz mit dem Staatssekretär von Bötticher, welcher nebst seiner Gemahlin zur kaiserlichen Tafel gezogen wurde. Nachmittags wohnten die Majestäten dem Pserde- revnen in Hoppegarten bei. Heute Dienstag Vor­mittag nehmen die Kavallerie-Besichtigungen auf dem Bornstedter Felde bei Potsdam ihren Anfang. Von welfifcher Seite ist neuerdings wieder die Mähr verbreitet und auSgebeutet worden, daß König Wilhelm I. von Preußen auf seiner Reise nach London im März 1848 bei König Ernst August von Hannover Aufnahme und Unterstützung ge­funden hätte. Tatsächlich hat der damalige Prinz von Preußen bei dieser Gelegenheit gar keinen Besuch in Hannover abgestattet. Von der russischen Grenze wird demReichsanzeiger' mitgeteilt, daß sehr starke KorntranSporte zu Waffer, wie zu Lande unterwegs nach Deutschland find. WaS die neue russische Ernte betrifft, so laffe» nach amt- lichen Angaben die Aussichten nicht auf eine ge­wöhnliche Mittelerntr schließen. Besonders beim Roggen ist ein starker Ausfall zu erwarten. Der Kaiser hat an den Erbprinzen von Oldenburg, welcher der Generalversammlung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Bremen präsidierte, ein Schreiben gerichtet, in welchem es heißt:Eurer Königlichen Hoheit danke Ich herzlichst für die namens der deutschen Landwirtschaftsgefell- schaft unterm 16. d. M. an Mich gerichtete Ein­ladung zum Besuch der diesjährige» landwirtschaft- lichen Ausstellung in Breme». Leider bin Ich be­hindert, dieser freundliche» Einladung Folge zu leisten, was Ich um so lebhafter bebaute, alS Ich unausgesetzt der Landwirtschaft Meine fürsorgliche Teilnahme zuwende und im Verein mit Meiner StaatSregierung bemüht bin, die auf die Befferung der londwirtschafelichen Berhältniffe gerichteten Be­strebungen nach Kräften zu sörder». Mit dem Wunsche, daß die an die Ausstellung geknüpften Hoffnungen im vollsten Maße sich erfüllen mögen, bin Ich mit aufrichtiger Freundschaft Eurer König­lichen Hoheit freundwilliger Vetter Wilhelm R. Prökelwitz, den 25. Mai 1891. Wie für die weitere Durchführung der Steuerreform, so werden, wie offiziös berichtet wird, auch die Vorbereitungen für die durch dieselbe bedingten Aenderungcn deS Wahlrechts kräftig gefördert.

von den zurückflieheudeu Banditen und de» steareich uachdrtugendeu Truppen in wirremGewimmel überflutet.

DaS Triuwphgeschreider Türken, die Verzweiflungs­rufe der Baudtten, die Schüffe und daS Blitzen der Waffe» erinnerte Gika an die ihm selber drohende Gefahr.

Er wendete feto Antlitz dem Feinde zu und feine Augen sprühten Blitze, al» er in den Reihen desselben die häßliche gtinfenbe Marke bis Zwerge», seines ehemaligen Sklave», erblickte.

Wie ein Raseuber sprang er auf denselben zu. mit Übermenschlicher Kraft die türkischen Soldaten »ach allen Seiten zmückwerfend; weit hotte er ans »nd mit einem einzigen Hiebe spaltete er den Kops deS Zwerges bis auf die Halswirbel. Im nächsten Augenblick stürzte er selber, von Bajonettstichen durch­löchert wie ein Sieb, entseelt zu Boden. Mit einem durchdringenden Wehruf, der da» SawpsgetÜmmel weithin übertönte, wankte Bulga herzu, eine verirrte Kugel hatte fie getroffen und jetzt warf fie fich auf den Körper ihres (geliebten, nm mit diesem vereint von binnen scheiden zu können.

Noch einmal entbrannte das Gefecht zu fürchter­licher Heftigkeit. Die Geächteten kämpften den letzten Rachekawpf; fie kämpften wie die Bestien, mit Waffe und Zahn, mti Faust und Fuß; Pardon wurde weder verlangt, noch gegeben.

Inmitten des PnlverdawpfeS, wo er am dichteste» war, tauchte jetzt die hohe, hagere Gestalt des Grafen Kleist vom Weiher auf.

.Mein Sott! Täusche» mich meine Augen?' rief Gerald in starrem Erstaunen. .ValeSka steh, dort drüben! DaS ist mein Onkel Hektor!'

MU geschwungenem Degen stürmte der Graf auf einen »och immer fest geschloffene» Hanfe» der Bauditeu zu, im Laufschritt gefolgt vo» einet Ab- teilnng der Truppen.

Die Sanbiten Überschütteten die Austürmenden mti einem Kugelregen. Noch einmal schwang der Graf de» Dege» hoch Über feinem Haupte, sei»

Diese Vorbereitungen find deshalb erheblich zeit­raubend, weil die Beschlüffe erst aufgrund eines sehr umfangreichen statistischen Materials gefaßt werde» könne», welches wenigstens teilweise neu herbeigeschafft werden muß. E» ist selbstverständlich, daß diese Vorbereitungen fich nicht auf eine Aenbe rung der Grundlage» deS Wahlsystems beziehen, sonder» baß es sich barum handelt, unter thunlichst nahem Anschluffe an bie bestehenden Bestim­mungen dieselben den durch bie Steuerreform ver­änderten Berhältniffe» soweit nötig anzupaffen. Innerhalb der preußischen Kriegervereine macht sich seit einiger Zeit eine lebhafte Bewegung zur Abänderung der Statuten der einzelnen Vereine geltend. Diese Bewegung dürfte ihren Abschluß in der Festsetzung eines Normalstatuts gefunden haben, welches der deutsche Kriegerbund aufgestellt und dem Berliner Staatsministerium übermittelt hat. Der Minister des Innern und das Kriegsministerium haben sich nach einigen, jedoch nicht grundsätzlichen Abänderungen mit demselben einverstanden erklärt und werden dasselbe durch amtliche Organe ver­öffentliche». Diese- Statut bleibt maßgebend sür neue Vereine und für Abänderungen der Statuten älterer Vereine. Das Normalstatut ermöglicht e» übrigen» den einzelnen Vereinen, örttichen Verhält- niffen entsprechend, Sonderbestimmungen anzunehmen. Die Meldungen erhalten fich, wonach der Abg. Hobrecht Oberpräsident von Westpreußen werden soll. Käme es dazu, daß gleichzeitig Goßler da- ostpreußische, Puttkamer da- pommersche Oberpräsi­dium erhält, so stünde man vor einer merkwürdige» Berücksichtigung landsmannschaftlicher Gesichtspunkte. Denn Herr v. Goßler ist Ostpreuße, Herr Hobrecht Westpreuße, Herr v. Puttkamer Pommer.

Die Kommission für das technische Unterrichtswesen, welche seit dem Jahre 1883 nicht mehr getagt hat, ist am Freitag unter dem Vorsitze des Minister- für Handel und Gewerbe im Reichstagsgebäude zu einer Beratung über die Fortbildungsschulen und bie gewerblichen Fach­schulen in Preußen zusammengetreten. Den Be­ratungen wirb eine Denkschrift über bie Entwickelung dieser Schulen während der Jahre 1883 bis 1890 zugrunde gelegt. In derselben sind die verschieden­artigsten Anregungen zur Berbisserung und Er­weiterung namentlich des gewerblichen Fachschul­wesens gemacht worden, deren Ausführung jährliche Staatszuschüffe von über eine Million Mark er­fordern würde. ES würde damit die Zahl der schon bestehenden Baugewerkschulen um 4, die der Maschinen-

Schrttt aber war wankend geworden »nd nur mühsam erhielt er fich aufrecht.

.Hektor!' rief er! .Mein Knabe! Mein Sohn! Dank sei Gott, du bist gerettet!'

Schwer getroffen stürzte er zu Boden, gerade ta dem Augenblick, als der Sieg überall entschieden war.

Zugleich mit ihm wankte und fiel auch BaleSka; so lange Gefahren fie umdroht hatten, war ihr mutiges Herz standhaft geblieben, jetzt aber vermochten die Überreizten Nerven die Anspannung nicht mehr zu ertragen; fie stieß einen Rus an», der wie ein Freudenschrei klang, und sank befiuuungSlo» ta die Arme des Geliebten.

XIV.

Gustav Lindström war so bedachtsam gewesen, einen berittenen Eilboten »ach dem rusfischeu Konsulat zu senden, um daselbst den glücklichen AuSgang der Expedition zu verkünden.

Diese Nachricht ersWte daS Han» mit größter Freude und man traf sogleich die umfassendsten Vor» bt Teilungen zum würdigen Empfange ValeSkaS, Gerald Brandts und der tapferen Befreier derselben.

In dem weiten, viereckigen Hoftaum des Konsulat». grundstückS wurde» lange Tafel» hergerichtet, auf welchen Rrflge mit kühlem Scherbel, Pyramiden köst. licher Früchte, Brot und andere Erfrischungen der ankommenden Gäste harrten.

DaS Fränleiu Eleonore vou Reimar war die Seele aller dieser Vorbereitungen. Die frohe Er. Wartung hatte ihren schönen blauen Augen einen neuen Glanz, ihre» Wangen einen srischen» rofigeu Hauch verliehen. Sie etite leichtfüßig und geschäftig hierhin und dorthin; für jede» hatte fie ein freund. licheS Wort und ein schelmische» Lächeln fie schien mti eine» Schlage wieder jung geworden zu fein.

Der Professor gewahrte diese Verwandlung mit einem Erstaunen, welches stark an enthusiastische Se. Wanderung grenzte.

,E» ist doch merkwürdig', sagte der kleine Man»