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„ k$ Heimganges des GeueralfeldmarschallS Grafen - *eo Moltke durch eines der Ehrenmitglieder des
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jetzt einer Reparatur unterziehen, um dann wieder nach Norden zu gehen.
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ewig den Doktor konsultieren, vom Tod sich lassen an der Nase führen, das ist nicht deS Soldaten Begehr. Darnm kam gestern abend daher Unser Höchstkommandierender, der große Sott, sprach zum knöchernen Marschall Tod: »Kommandiere: Moltke, Gewehr ab!' Da macht ich mich fertig zu steigen tu*» Grab. Bald nach 9, als deS Hornisten Signal Zapfenstreich blies, schlug'» zum letztenmal,
Kreins, deS Herrn SchvldtrektorS A. Singe, in nach fchruder finniger Weise gedacht worden.
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der Banditen, die ihm ficher sogleich den Hals ab» schneiden »erden, und alles dies nur um ein Frauen» zimmer!"
Und sich eifrig bekreuzigend, raffte er sich auf und watschelte, ab und zu scheu zurückdlickeud, eilfertig davon, bis er in der Ferne verschwunden war. —
Gerald war inzwischen vor BulgaS Hütte ange» laugt; nur einen Augenblick zögerte er vor dem niedrigen plumpen Gebäude, welches sein Teuerste» umschloß, daun brach er durch das Gebüsch, stieß die Thür aus und im nächsten Moment hielten die Liebenden einander in überwalleuder Seligkeit am» schlangen.
Das Knacken des brechenden Gezweiges, das ®e» räusch der eiligen Schritte and der jnbelnde Ruf des Erkennen» lockten Bulga herbei, die in der Morgenfrühe bereits damit beschäftigt war, in dem nahen Bache die Wäsche Mavro GtkaS zu reinigen. Sie warf einen Blick in die Hütte and eilte bann, lant nnd gellend den Namen des Häuptlings rufend, in» Dickicht.
könnte. Die Zuschrift versichert daher auf daß Aller» bestimmteste, die deutsche Regierung sei fest entschlossen, auf dem durch die Rede des Reichskanzlers unzweideutig gekenntzeichneten Standpunkte zu verharren. Weder von einer Herabsetzung noch auch von einer Aufhebung der Getreidezölle könne in absehbarer Zeit, soweit menschliches Ermessen reicht, die Rede sein. — DaS preußische Staatsministerium hat, wie die „Freis. Ztg." meldet, am Sonnabend früh nach mehrstündiger Sitzung beschlossen, dem Antrag der freisinnigen Partei Folge zu geben und demgemäß das Material über die zur Zeit verfügbaren Getreidebestiiude und die diesjährigen ErnteauSsichten, welches die Grundlage für die Entschließungen der Regierung «betreff der Getreidezölle gebildet hat, dem preußischen Abgeordnetenhaus! mitzuteilen, soweit nicht vertrauliche Gutachten in Frage kommen. Darnach wird wohl die Beratung deS Antrages unterbleiben. — Bei dem Diner, das am 1. Juni zu Ehren de» deutschen KolonialratS beim Reichskanzler stattfand und an welchem die Mitglieder der Kolonialabteilung, der Staatssekretär und einige Minister teilnahmen, brachte, tote der „Münch. Allg. Ztg." berichtet wird, der Reichskanzler einen sehr warmen Toast auf den Kaiser auS, in dem er den Kolonialrat begrüßte und seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß die koloniale Politik immer mehr in das Stadium geschäftlicher Verhandlungen eintrete. Die Herren müßten sich dazu beglückwünschen, daß an der Spitze des Reiches ein Kaiser stehe, welcher der Kolonialpolitik ein so lebendiges Interesse zuwende. Die Rede machte auf die Anwesenden einen sehr guten Eindruck. — Am kommenden Dienstag wird im Reichs amt des Innern in Berlin die auf Veranlassung des Kaiser» berufene Handwerkerkonferenz zusammen treten. — In der „Nationalzeitung" erklärt Graf Reina (Dresden), nachdem man der katholischen Kirche nunmehr die Sperrgelder gegeben, sei es eine Pflicht der Protestanten, ihre Forderungen zu erheben, da die evangelische Kirche im laufenden Jahrhundert um 200 Millionen zu kurz gekommen sei. — Katholische Zeitungen brachten die Meldung, der preußische Gesandte beim Vatikan, Herr von Schlözer, werde von seinem Posten zurücktreten. Die Nachricht ist aber thatsächlich unbegründet. — Der Bischof Dr. Korum von Trier hat jetzt offiziell bestimmt, daß der «heilige Rock Christi" Ende August für die Dauer von sechs Wochen in Trier ausgestellt werden wird. — In den jüngsten Verhandlungen de» Abgeordevhauses über das
Bei Gelegenheit der Privatfestlichkeit deS Leipziger KimergesangvereinS „Harmonie" am 25. v. M. ist
das alternde Herz — nnd dann war'» an». Nun bin ich, Majestät, im himmlischen HanS nnd bitte einen Empfehlungsbrief an den, der mich zur Heerschau rief, an den allerobersten Himmelsgeneral, daß er mich bnlbe in der Freunde Zahl, von benen ich nngern wäre geschieden.
O Majestät, ich wär' eS zufrieden, gäb wir der Herrgott nnr ein Bataillons der zahllosen Sterne zn kommandierens da» wäre dem Moltke der gnädigste Lohn. Das NichtSthnn würde mich minieren."
Der Kaiser.
Sei willkommen in himmlischen Höh'n, längst verlangte mich'S Dich zn sehn, braver Marschall, Du tapferer Held, zieh' nnn ein in der Sel'gen Gezeit, thn' ab Degen nnd OrdenSgeschmeid, hier empfängst Unst-ablichkeit. Wie doch freut sich «ein dankbar Herz, wenn Ihr Alle zieht himmelwärts.
Einer nnr fehlt noch zur Himmelsparole; sag' mir, dient er dem Reiche zum Wohle, wie ich gewöhnt an dem Braven bin?
Moltke.
Majestät, der ist leider gegangen dahin, er schloß die Thür zum Kanzleramt zn. schmollt nnn ein wenig in FriedrichSrnh. Aber Millionen nnd aber Millionen in den dentschen nnd fernsten Zonen haben ihr Herz in Dankbarkeit Euerem eisernen Kanzler geweiht, während der Feinde kläglich Gezücht' Ruhe halten kann immer noch nicht; kläffen den alten Löwen an, wie sie erbärmlich immer gethan, geben fich selber nur tranriae Blöße, können doch nicht an seine Riesengröße.
Der Kaiser.
Brav, mein Marschall! WaS er geschaffen
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Moltlre's Rapport seinen alten Kaiser beim Eintritt in den Himmel, 25. April 1891.
zum Schweigen zu bringen. Der „Magellanes" rächte sich hierfür, indem er den Fockmast deS „Almi- rante Condell" in die See sprengte. Der Kampf wurde von beiden Seiten mit größter Leidenschaft gesührt. Schon war der „Sargeanto Aldea" von unzähligen Geschossen durchlöchert. Seine beiden Masten waren über Bord gegangen, sein Schornstein über Deck vernichtet und Lotsenhaus, wie Offiziers kajüten in Stücke zersplittert. Seinem Schwesterschiff beizustehen, sandte der „Almtraute Lynch" jetzt einen Torpedo ab, welcher sich direkt dem Bug des „Magellanes" näherte. Eine Kugel, welche ihr Ziel verfehlte und ins Wasser fiel, gab dem unheimlichen Geschoß jedoch eine andere Richtung E» setzte seinen Weg fort, bis es die im Hafen liegende Bark „Bertha E" berührte. Die Mannschaft derselben befand sich an Bord und sah dem Kampfe zu, al» plötzlich die Explosion erfolgte. Die „Bertha E" sank in wenigen Minuten und nur die Spitzen der Masten blieben sichtbar. Zum Glücke gelang e8 den meisten Matrosen, entweder die Boote zu erreichen oder aber zur Küste zu schwimmen. Zwei Seeleute, welche sich in ihrer Koje befanden, ertranken. Der „Almirante Condell" setzte inzwischen sein Feuer gegen den „Magellanes" ohne Unterbrechung fort, al» dieser endlich beidrehte, um eine volle Breitseite auf seinen Angreifer abzugeben. Bei Ausführung dieses Manövers traf ein Schuß des „Almirante Lynch" den „Magellanes" und schleuderte die Mastspitze, an welcher die Flagge befestigt war in die See. Ein glänzendes Beispiel heroischer Tapferkeit trug sich jetzt zu. Ohne sich nur einen Moment zu besinnen, sprang einer der Geschützmeister des „MagellaneS" über Bord und ergriff die Flagge. Es wurden ihm sofort Taue zugeworfen und er wieder mit der Flagge in bet Hand an Deck gezogen. Diese kühne Thai verlieh den Insurgenten neues Feuer derart, daß die Regierungsschiffe alle Hoffnung auf Sieg aufgaben. Der „Almirante Condell" gab das Signal zum Rückzug und die Flottille dampfte mit voller Kraft hinaus in die offene See. Der „Magellanes" verfolgte die feindlichen Schiffe eine kurze Strecke, kehrte jedoch bald darauf nach Chanaral zurück. Es stellte sich heraus, daß der Jnsurgenten- kreuzer nicht so schwer beschädigt war, wie man ursprünglich geglaubt hatte. Die Backbord-Border- batteric hatte am meisten gelitten. Außerdem waren einige Lafetten vernichtet und ein Teil der Takelage über Bord gegangen. Bon der Mannschaft waren 60 verwundet und 22 getötet worden. Die Regierungsschiffe sind nach Valparaiso gedampft, wo sie sich
Marburg,
Dienstag, 9. Juni 1891
Deutsches Reich.
Berlin, 7. Juni. Kaiser Wilhelm kam am Freitag Nachmittag von Potsdam nach Berlin und erteilte dem Unterstaatssekretär im Kultusministerium, Dr. von Weyrauch, sowie dem neuernannten Präsidenten des Reichs - JnvalidenfondS, Dr. Rösing, eine Audienz. Alsdann ließ der Kaiser daS zweite Gardeinfanterie-Regiment z. F. allarwieren und entsprach hierauf einer Einladung des Ösfizier- korps zur Tafel. Sonnabend Vormittag besichtigte der Monarch auf dem Tempelhofer Felde die Garde- Kürassiere und die zweiten Garde-Ulanen, speiste im Offizier-Kasino deS letztgenannten Regimentes und hatte im Schlosse noch eine längere Unterredung mit dem Reichskanzler und dem Staatssekretär von Marschall. Am Abend fuhr der Kaiser nach Potsdam zurück. Sonntag Vormittag besuchten dort die Majestäten den Gottesdienst in der Garnisonkirche und unternahmen des Nachmittags eine Dampferfahrt auf der Havel. — Die Erklärung, womit der Reichskanzler von Caprivi den Ansturm auf die Getreidezölle abwrhrte, findet auch in der öffentlichen Meinung Englands Beifall. Unter anderen äußert die „St. JameS's Gazette", eines von den englischen Preßorganen, welche für den durch Aushebung der Kornzölle bewirkten Ruin der einheimischen Landwirtschaft nicht blind sind, folgendes: „Die Aufhebung der Getreidezölle wäre einer lieber» schwemwung Deutschlands mit fremdem Weizen und der Vernichtung vieler Tausende von landwirtschaftlichen Kleinexiftenzen gleich kommend. Und während die Getreidepreise nahezu auf da» Niveau der Produktionskosten heruntergegangen sein würden, hätte der Brotkonsument nicht den geringsten Nutzen davon gehabt. Was wir schon so oft und nachdrücklich betonten: Ein mäßiger Getreidezoll macht dem Konsumenten praktisch nicht daS Mindeste, dem einheimischen Produzenten sehr Vieles, ja Alles aus." — Eine Berliner Zuschrift der Wiener „Politischen Korrespondenz" knüpft an die zum Teil leidenschaftlichen Kundgebungen infolge b°r letzten Erklärung de» Reichskanzler von Caprivi über die Getreide- zölle an und hebt hervor, daß, falls die Behauptungen einiger Blätter, die Regierung werde sich über kurz oder lang genötigt sehen, die Getreidezölle trotz der Erklärungen deS Reichskanzlers auszuheben oder herabzumindern, Glauben sanden, dadurch neuerdings eine bedauerliche Unsicherheit geschaffen werden
XIII.
„Meine ValeSka! Meine Einzigel" rief Gerald innig. „Du lebst noch! Ich halte dich an «einem Herze»! Jetzt mag das Aergste geschehen, ich lasse dich nicht wieder l"
„Ich wußte, daß d» kommen würdest", erwiderte ValeSka ruhig und zärtlich. „Ja, Liebster, jetzt mag das Aergste geschehen; wir dürfen wenigsten» zusammen sterben!"
Siu lauter Tumult vou Stimmen uud Fußtritten erhob fich draußen, uud gleich darauf stürmte Gika mit einem Teil seiner Horde zur Thür herein. Die wüsten Gesellen umringten die Liebende» nnd brache» du»» in et» rohe», schallende» Gelächter ans.
„Ja, ja", ries Gika höhnisch, „man sollte nicht meine», waS so ei» hübsches Dämchen für eine Lock» speise ist! Der Bogel »ar kaum davongeflogen, da
hr sch«' saufen» Nr 3.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein nnd Bögler iuFraukfurt °.M., Lasset, Magdeburg u.Wien; Rudolf XXVL Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; @. L. “’ ** "U Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Litte Seeschlacht.
Die „New-Aork World" veröffentlicht au» Bal- pätaifo eine den 30. April datierte, ausführliche Speiche über einen Seesieg der chilenischen Insurgenten. Nr Depesche lautet: „Chanaral war am 24. April fct Schauplatz einer Schlacht, welcher den Untergang (gid Handelsbarkschiffe» und die Niederlage der ge- i«nien Regierung! flottille durch den Rebellenkreuzer IagellaneS" zur Folge hatte. Der Kreuzer lief M 23. d. M. in Chanaral ein, blieb jedoch den lag über unter Dampf. Am Morgen des 24. tyril, als die Mannschaft des „Magellanes" gerade ihr Frühstück einnehmen wollte, wurden drei von stordofieu kommende Schiffe bemerkt, und als der .Almirante Lynch", der „Almirante Condell" und Ür „Sargeanto Aldea" erkannt. Ta dieselben jedoch wch ziemlich weit entfernt waren, ließ der Kapitän trS „Magellanes" die Mannschaft ruhig ihr Früh- Pck beendigen. Als die Flottille jedoch innerhalb Saiwnenschußweite erschien, war auch an Bord des Kreuzers alles klar zum Gefecht, welches, wie die Insurgenten glaubten, zu gunsten be» ihnen numerisch »yt überlegenen Feindes ausfallen würde. Der Ka- fiUn befahl den Matrosen, nur dann zu feuern, »enn sie ihres Zieles sicher wären. Um diese Zeit hatten sich die Schiffe der Flottille von einander getrennt und tarnen unter halber Dampfkraft auf den „Magellanes" zu, der „Almirante Condell" und der „Sargeanto Aldea" von der Steuer- bezw. Backbord- leite und der „Almirante Lynch" von der Front. Hötzlich ging die blaue Flagge am Mast deS .Almirante Condell" in die Höhe und der erste Schuß erfolgte. Der „Almirante Lynch" und der »Sargeanto Aldea" schlossen sich dem Feuer an und mi Schauer von Geschossen sauste durch die Takelage te8 „Magellanes". Der eigentümliche Donner eines SagazingeschützeS bewies, daß jetzt auch der Magellanes" in die Aktion eingetreten war. Bon ta Regierungsschiffen in der Flanke und Front «gegriffen, konnte der Jnsurgenten-Kreuzer nur von inen Vorderk atterieen und dem auf der Backbordseite blichen Hotchkiß Geschütz Gebrauch machen. Kein uß verfehlte fein Ziel. Nachdem daS Feuer ige Zeit angedauert, zertrümmerte ein Schuß deS agellaneS" den einzigen Schornstein des Almirante ch" und tötete 20 Mann von dessen Besatzung. Regierungsschiffe konzentrierten nun ihr Feuer die Vor derb atterieen deS „MagellaneS", und ei lang dem „Sargeanto Aldea" in ku-zer Zeit, die em Feuer ausgesetzte Backbord - Vorderbatterie
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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Stchtt »Melde gehorsamst mich znr Stelle, Majestät — mit Windes Schnelle
V ’Lk sah ich die drei Jahre vorüberschwebeu, die Ihr mir noch znm Urlaub gegeben. Drei Jahre im Beben stand ich Euch nach, drei Jahre nach Euch blieb ich noch wach. Nnn tft's genug, an irdischen Gaben »iü ich vor Euch keinen Vorzug habe». Neunzig und etwas habt Ihr vollbracht, H hab'S gehorsamst just so gemacht. Treu im Lebe», Iren tm Tob, 6o sordert'S beS alte» Solbate» Gebot; Majestät, ich denke, so selb Jhr'S gewöhnt. Hab' mich manchmal nach Euch gesehnt, Bitter der himmlischen Palmen Rausche» eite Erinnerungen auSzutanscheu.
Gestern noch half ich im Reichstag berate», x»n will ich ruh'» von mühevollen Thaten. Lange liege» nnb ächzen ttnb kranken, zwischen Tob »ab Lebe» schwanken,
hat mit Hilfe Deiner Waffen, nimmer, ich hoff' eS, soll eS vergehn. Fest wirb bas Reich in ben Stürmen stehn, nnb meta Enkel, ber Wilhelm, wirb sorgen, daß nach dem Sturme das Staatsschiff geborgen fein wirb in bem ersehnten Hafen, Iren Eurem Kurs, Ihr Treuen and Braven. Anbere Zeit will andere Kräfte;
Netter Frühling treibt nette Säfte. Wir aber, Moltke, strecken die Hände segnend hinab and beten: Herr wende Alle» zum Guten im Deutschen Reiche, schmücke mit Knospen die alle Eiche, daß der Feinde Toden nnb Wüten geblenbet werbe von ihren FrühlingSblüteu.
(Nachdruck verboten.)
Spätes Stück.
Roman von Friedrich Meister. (Fortsetzung.)
„Den Ring!" schrie er heiser, indem er Gerald um Aermel sesthiell, „geben Sie mir wenigstens den Ring! Sie haben'» geschworen bet Ihrer Mutter Grabe!«
„Da!" fegte Gerald, ihm de» Kleinod znwerfeud. Der Zwerg haschte danach nnd wälzte fich bann in seinem Entzücken anf ber Erbe, lachenb nnd kreischend nnb in seiner bestialischen Freude die tut- heimlichsten Kapriolen vollsührend.
Einige Minuten lang versuchte Gerald vergeblich, ein verständliche» Wort an» ihm herauSzubriugeu und nnr mit vieler Mühe konnte er die Richtung erfahre», ta welcher er Bulga» Wohnung zu suchen hatte.
Demo» sah dem Davoueilende» mit offenem Munde nach.
„Entweder ist er verrückt", murmelte er endlich, „oder aber die Heiligen haben sein Verderben beschlossen. Da rennt er freiwillig wieder ta die Hände