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Seine erschöpften, keuchenden Lange« und sein mdpocheuder Herz sagte ihm, daß er an der Grenze raut Kräfte angelaugt war; daun aber gedachte er «drohenden Tode?» de» er in der Gestalt der Aehrmündnug immer wieder an seinem Rückrat
Der Leser wird sich erinnern, daß ValeSka, von Mavio Gila und seiner bäuerlichen Geliebten davon, geschleppt, im Dickicht verschwunden war.
Der ritterliche HSuptltrg gab sich alle Mühe, seine schöne Gefangene zu ermutigen und zu trösten.
»Schonen Sie Ihre liebliche Stimme, Exzellenz»', sagte er, ,eS soll Ihnen kein Leid geschehen. Wir wollen Sie nnr au einen Ort geleiten, wo Sie vor den Schüsse» der Soldate», die uns Ihre Frevude über den Hal» geschickt habe», sicher find. Solch ei» Bewehr ist eine höchst »uparteiische Waffe, die zwischen einem Briganten nad einer vornehmen jungen Dame nicht den geringste« Unterschied macht, Und bedenken Sie doch gefälligst, wenn eine Angel Sie trifft, bas» verlieren Sie Ihr Leben und wir »nser Lösegeld. Sehe» Eie, hier wartet berettr Ihr Maultier auf Sie; erweise» Sie mir unu die Ehre, hinter Bvlga avfzufitzeu, das Lieh ist lammfromm u»d kennt jedes Steinchen im Gebirge.*
Bnlga hatte sich bereits nach Mäanerart auf de» Rücken des Tieres geschwnngeu und es blieb ValeSka nichts übrig, als hinter derselben Platz zu nehme», wa» sie allerdings avf zivilisiertere Weise that.
Gleich nachdem das Maultier sich is Bewegung
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Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn» und Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-Preir bei der Expedition 2*/t Mk-, bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. («xkl. Bestellgeld). Jnserttonsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
gesetzt hatte, erkauute sie die Notwendigkeit, sich fest an daS Basernmädcheu zu klammern, nm nicht herab, znfallen. Dieser robnsten jungen Person wnrde dadurch nicht die geringste Unbequemlichkeit verursacht; sie schien im Gegenteil stolz ans ihre über, legeue Kraft nnb Reil kaust zu sein nnb ben Ritt dnrch bte erfrischende Kühle der Nacht mit besonderem Behagen zn genieße».
Mavro Gika versuchte vergebe»», mit ValeSka eine Unterhaltung anznkaüpfen; trotz seiner vielfachen höflichen Bemerkungen bewahrte die junge Dame eia beharrliches Stillschweigen. MS er die Erfolglosigkeit seiner Bemühnngen einsah, wendete er sich au Bulga, die ihm auch das bereitwilligste Entgegenkommen zeigte.
Unter mnntere» nnb anszelaffenen Scherzreden ging e» vorwärts; bet Hauptmann schritt gemächlich neben bem Maultier einher, ab nad zn eine Zigarrette anzündeud, dann wieder ein Liedchen trällernd oder aber mtt Bulga eines jener eintönigen Dnette singend, die man unter dem Landvolk jener Gegenden so ost hören kann. ValeSka hing während deffen ihren Gedanken nach und meinte, daß die Nacht nie ein Ende nehmen würde.
Endlich war sie nicht mehr tm Stande, sich noch länger ans ihrem unbequemen Sitze zn behaupten; ihre Hände verloren den HaU, sie glitt herab nnb fiel zur Erde nieder, ohne sich jedoch Schaden *• znsügen. '
Mühsam nnb wie an allen Gliedern zerschlagen, raffte sie fich wieder auf, ehe Gika ihr Beistand leisten konnte.
.Will Mademoiselle mir erlaube», ihr wieder auf den Sitz zu helfen?' sagte er höflich.
.Ich folge Ihne» nicht wettet!' rutgegnetr ValeSka entschlossen.
Der Räuber sah sie ganz erstaunt au.
.Ist das Ihr Ernst?'
.Mei» voller Ernst!'
.Haben Sie Ihren Entschluß auch wohl bedacht?'
Marburg,
Sonnabend, 6. Juni 1891
Deutsches Reich.
Berlin, 4. Juni. Der Kaiser und die liieren find heute morgen auS Kiel wieder t Berlin eingetroffen. Die Kaiserin fuhr sofort Potsdam weiter, während fich bet Kaiser mit olge nach dem Tempelhofer Felde hinauSbegab eine Besichtigung der beiden Garde-Dragoner- imenter abhielt, die in einer Parade ihren Ab- ß fand. AlSdann entsprach der Kaiser einer adung des OsfizierkorpS deS ersten Garde- agoncr-Regiments zur Tafel, hörte im Schlöffe
Vorträge und fuhr darauf ebenfalls nach Potsdam. Der BundeSrat in Berlin hielt heute eine arsitzung ab. Wichtigeres log nicht vor. — Kaiser hat dem bisherigen Reichstagsabgeordneten , Müller-Sangerhausen den Charakter als merzienratverliehen. — Beim Abgeordnete n- ufe in Berlin ist der Vertrag zwischen Preußen, enburg und Bremen über die Herstellung einer n Fahrbahn in der Außenweser eingegangen. — deutsche Kolonialrat in Berlin hat sich zum 22. Juni vertagt. BiS dahin werden die schüffe das ihnen zur Begutachtung übergebene erial prüfen und alsdann dem Plenum Bericht ten. — Der neuste Bericht der deutschen An- dlungSkommission für Posen und West- ßeu meldet ein sehr erfreuliches Fortschreiten Kolonisationswerkes. Angekauft find bisher 000 Hektar für über 30 Millionen. Die Nach» e nach Grund und Boden hebt sich in den en der Landwirtschaft mehr und mehr, die
Dörfer gedeihen, die Zahl der deutschen holen darin ist schon eine recht stattliche. Wie Dinge liegen, ist sicher auf den Ersatz des für e Zwecke verausgabten Geldes zu rechnen. — „Preußische Staatsanzeiger' konstatiert, daß
Städten bis zu 10 000 Einwohnern noch sehr e Klagen über die in keiner Weise zeitgemäße esoldung der M i tt e l s ch u l l e h r e r men. Die Provinzialregierungen sind nunmehr ttotefen, genügende Gehaltslisten aufzustellen und säumigen Gemeinden eventuell zur zeitgemäßen fbefferung der Gehälter der Mittelschullehrer zu gen. — Der preußische Minister de« Innern 1 sich im Einverständnis mit dem preußischen 'gSminister mit dem von dem Vorstande des tfchen KriegerbunveS aufgestellten Normalstatut Kriegervereine im Allgemeinen eiuver- den erklärt. — ReichSkommiffar von Wißmann d fich Ende dieser Woche von Berlin nach dem
(Nachdruck verboten.)
Spates Glück.
Roman von Friedrich Meister.
(Fortsetzung.)
Aaslimd.
Wie«, 4. Juni. Im österreichischen Budget- außschuß mürbe bei Verhandlung über die Regelung der Valuta von dem Abg. Mauthner bemerkt: „Eine Menge Getreide liegt bei uns, und Niemand will eS uns abkaufen, weil einerseits eine Herabsetzung deS Zolls in Deutschland erwartet wird und weil man fich andererseits kein Bild von der Wirkung der in Aussicht genommenen Valuta- Regulierung machen kann.' Der eine Grund von der Hoffnung auf eine Herabsetzung bei Zolls in Deutschland ist nunmehr hinfällig geworden, sodaß die Menge Getreide die in O sterreich liegt, wohl alsbald Käufer in Deutschland finden wird.
Lüttich. Am 15. August d. I. tritt in Lüttich ein internationaler Feuerwehrkongreß zusammen. Sämtliche Feuerwehren Deutschlands, Englands, Frankreichs, Hollands, der Schweiz und das Groß- herzogtumS Luxemburgs, wie Belgiens, find zur Teilnahme an diesem Kongreffe eingeladen worden, welcher durch ein Bundesfest beschlossen werden. Die Tagesordnung deS Kongreffes umfaßt nur Fachfragen. Eine Ausstellung von Rettungswerkzeugen, Feuerlösch- Geräten u. s. w. wird vorbereitet. Die Stadtverwaltung Lüttich» hat beschloffen, im Hinblick auf den gemeinnützigen Zweck de» Kongresses die Kongreßteilnehmer festlich zu empfangen.
Pera, 4. Juni. Die Unterhandlungen wegen Freilaffmig der gefangenen Reisenden deS Orientzuges verliefen bis heute Mittag refultatlo», dauern tn- deffen noch fort. Das Lösegeld wurde auf Verlangen der Briganten bei dem österreichischen Kon- fularagenten in Kirkilifseh hinterlegt. Wegen der starken Garnison sind die Briganten mißtrauisch. Auf Befehl des Sultans sind deshalb int Einvernehmen mit dem deutschen Botschafter von Radowitz augenblicklich die Truppenbewegungen gegen Kirkiliffeh suspendiert. — Bankier Israel ist in Kirkiliffeh in voller Sicherheit. — Der Minister des Aeußern hatte heute eine längere Unterredung mit Herrn von Radowitz.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a.M., Caffel, Magdeburg u.Wien; Rudolf ¥TV1 Mofse m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; S. L. ’1 Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
000 txattn 0(1 oauoe erwroeri würbe.
dlh .Tas Signal schien ei» zufttedeustellende» zu sei», Lil’ ■?“ die Briganten erhoben fich und wachten fich Warn, müde und schweigend wieder auf den Weg.
tet r ^Nach kurzem Marsche erreichte man ein großer (3* "‘»«artige» Gebäude »der Bauernhaus, welche» an felsigen Abhänge stand. Man stieß den Ge- ®ve»en dmch die Dhür hinein in da» Innere.
Diese Behausung war fester und btffer gebaut,
eiue unaussprechliche Tortur für ihn, so war er «ch L-beu, und so large er noch lebte, durfte er 8 hoffen, die Geliebte au» ihrer schrecklichen «fangenschaft befreien zu können.
Endlich, nach stundenlanger Qual, durfte er seine Dritte mäßigen und gleich daraus wnrde Halt ge» Mt. Kaum hatte man die Arme des Gefangenen Melassen, al» derselbe auch befiunnngslos zu Boden Mrzte.
Wie lange er in diesem Zustande verblieb, daS ___«Bte er nicht, al» er aber wieder zu fich kam, hatte nH 2® ihm die Binde von den Augen genommen und tifte» l°h» daß die Briganten unter einer Banmgrnppe !®trten* Noch immer aber verfuhr man mit äußerster Wcht; sogar in dieser absoluten Einsamkeit sprach nur im Flüsterton nnb schaute unablässig spähend
Harz begeben. Er hat sich in den letzten Tagen besonders mit dem Bau seines Dampfer» für den Viktoria-See beschäftigt. — Mit der Leitung der Befestigungsarbeiten in Helgoland ist der Ingenieur - Hauptmann Felbaum in Kuxhaven beauftragt. — Der ReichSkommiffar für die Wei t- AuSstellung in Chicago 1893, Geheimer Regierungs-Rat Wermuth, macht folgendes bekannt: „Die Einrichtung de» Bureau» des ReichskommiffarS für die Welt-AuSstellung in Chicago 1893 ist nunmehr erfolgt. Tie Programme und Anmeldebogen lieaen zur Einsicht in dem genannten Bureau (Berlin W., Wilhelm-Straße 74) bereit und sind von diesem, s"wie von den Handelskammern und sonstigen gewerblichen und kaufmännischen Körperschaften unentgeltlich zu beziehen. Nach dem für da» Unternehmen festgesetzten Plan soll die Verteilung des Ausstellungsraumes an die einzelnen Staaten am 1. Januar 1892 erfolgen. E» liegt somit hn Interesse der deutschen Aussteller, daß sie bi» zu diesem Zeitpur kte die Absicht ihrer Beteiligung kundgeben.' — Der Siebener-AuSschuß für die Vorbereitung der Reform deS höheren Schulwesen» hat in seiner letzten Beratung fich mit den Schulplänen, der Verteilung des Pensum» auf die einzelnen Klaffen und mit den notwendigen Maßnahmen der Schulhygiene beschäftigt und wird erst im Herbst wieder zusammentreten, um seine Arbeiten zu beenden. Alsdann soll zunächst die Borblldung der Lehrer erörtert werden. Inzwischen aber haben Mitglieder des Siebener-AusschuffeS ihre mehrerwähnte Jnsor- matior Steife angetreten, bei welcher preußische und nichtpreußische Lehranstalten besucht werden sollen. Am Dienstage wurden in Halle die Schulen der Franckeschen Stiftung besucht, von wo sich die Herren nach Leipzig und Schulpforta begeben, um alsdann süddeutsche Anstalten, zunächst in Gießen, zu besuchen. — Die Opfer der Arbeitgeber für ihre Arbeiter werden recht anschaulich nachgewiesen in einer Uebersicht über die Belastung des Baugewerbes durch die Arbeiterversicherung im laufenden Jahre. Aufgrund dieser verhältnismäßig sehr niedrig gehaltenen Schätzung ergiebt sich, daß die Arbeitgeber deS Baugewerbes im Jahre 1891 für die Krankenversicherung 2 600 000 Mark, für die Unfallversicherung 8 400 OOO Mark und für die Jn- validitätS- und Altersversicherung 2 200 000 Mark, mithin für die gesamte Arbeüerverficherung nicht weniger al» 16,2 Millionen Mk. aufzubringen haben. Bei dieser Schätzung ist augenscheinlich so vorsichtig verfahren, daß man jene Summe von 16,2 Millionen
«IS sein vorheriges Gesäugnis; e» enthielt außer den unteren Räumlichkeiten auch noch eine obere Abteilung, die Aehulichkeit mit einem Heuboden hatte.
Man löste ihm die Feffel» von den Händen und bedeutete ihm daun, eine Letter ewporzukletteru, die tu einer dunklen Ecke stand und tu das obere Geschoß hinanfführte. AIS sich seine Äugen an die Finsternis, die hier oben herrschte, gewöhnt hatten, entdeckte er eia Schaffell, welches über einen Strohhausen gebreitet war und ein Lager zu bilden schien; er kroch hinzu, streckte sich ans demselben ans und ehe er noch feine müden Gliedmaßen zurecht zu legen vermochte, war er bereits in den tiefen, traumlosen Schlaf der äußersten Erschöpfung gesuuke».
> . , Plötzlich ließ sich in der Ferne der heisere Rus
J8 Nachtvogel» hören, der zu Geralds Erstaune»
f Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt fiir die Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Martt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
eigentlich noch erheblich vermehren müßte, um die voraussichtlich eintretenbe Höhe derselben wirklich zu treffen. Auch ist nicht zu vergessen, daß zu dieser Summe noch der Anteil hinzukommt, mit welchem die Arbeitgeber an dem Reichszuschuß für die Jnva- liditäts- und Altersversicherung teilnehmen. Die obige Summe, welche also nur die unmittelbare Belastung darstellt, zeigt jedenfalls schon zur Genüge, wie bedeutend ein einzelner Gewerbezweig an der staatlichen Arbeiterversicherung zu tragen hat. — Die nach dem Mißerfolg deS letzten Zintgraffschen ForschungSzuges in daS Hinterland des K a - merungebieteS vor Kurzem dorthin entsandte neue deutsche Expedition hat anscheinend ein noch unglücklicheres Ende gefunden, als daS Unternehmen des deutschen ForschungSreisenden, vorausgesetzt, daß fich nachstehende Londoner Meldung der „Boff Z." von gestern bestätigen sollte: „Nach einem mit Post- dampfer über Liverpool eingegangenen Bericht aus Kamerun, datiert vom 18. April, war der Gouverneur von Kamerun mit den Ueberbleibseln seines Expeditionskorps, welches vor einiger Zeit ins Innere abgegangen war, um verschiedene aufrührerische Eingeborenen-Stämme zu züchtigen, nach einer sehr unglücklichen Reise dahin zurückgekehrt. Von der 260 Mann starken Expedition, größtenteils Deutsche, find nur etwa 100 Mann, zumeist Neger, zurückgekehrt. Die Uebrigen wurden entweder in Kämpfen mit Eingeborenen getötet ober vom Fieber hinweggerafft. Der Gouverneur selber wurde verwundet und litt ebenfalls stark am Fieber. Ein deutsches Kriegsschiff ging nach dem Süden ab, um neue Truppen zu holen, da die Entsendung einer neuen Expedition beabsichtigt ist.' — Wir stehen dieser Meldung vorerst mißtrauisch gegenüber, nicht nur weil sie aus englischer Quelle stammt, sondern auch weil e» kaum erklärlich ist, daß da» hiesige Auswärtige Amt ohne Nachricht von den berichteten Thatsachen sein sollte.
Kiel, 4. Juni. In der Nacht zum Donnerstag brach, wie die „Kieler Ztg.' meldet, in Folge kurzen Schluffes in der elektrischen Leitung in einer Maschinenkammer an Bord des Panzerschiffe» „Oldenburg' Feuer au», welche» innerhalb 20 Minuten, ohne größeren Schaden angerichtet $u haben, gelöscht wurde.
Bremen, 4. Juni. Heute wurde hier die fünfte Wanderausstellung der Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft feierlich eröffnet. Die Teilnahme ist eine sehr rege.
Helse«-Nass««.
G-o Marburg, 6. Juni. Das sechste Konzert de» akad. Konzert-Vereins, daS gestern abend stattfand, schloß die laufende JahreSreihe glanzvoll ab. Ein harmonisches und vielseittge» Programm, die Mitwirkung einer bedeutenden auswärtigen Künstlerin und die unter Professor Barth» Taktstock sicher geschulten einheimischen Kräfte, —
„Das habe ich!'
„Gestatten Sie wir, Sie darauf aufmerksam z« mache», daß wir demnächst da» Ziel unserer Reise erreicht haben werde», wo Erfrischungen und Obdach Ihrer warten und wo Sie geborgen sein werde». Marge» oder übermorge» wird das Lösegeld für Sie eiutteffe», daun tonne» Sie zu Ihren Angehörige» znrückkehre» u»d auch — verzeihe» Sie, wen» ich dies erwähne — z» de" junge» Herr», für den Sie ein so große» Interesse bekundet haben. Da» ist die eiue Seite der Medaille, die andere ist, wenn auch vielleicht pikanter, doch keineswegs so angenehm; wenn ich zum Beispiel Mademoiselle allein hier in dieser Bergwüstenei zurückließe, so würden die Geier und die Schakale bis morgen früh nur sehr wenig von Ihne» übrig geloffen habe». Da ich aber eine so fchöue junge Dame »uwöglich der Gnade und Barmherzigkeit dieser reißende» Tiere überlassen darf, so gebietet mir schon die einfache Menschenliebe ...'
Bei diesen Worten zog der Bandü einen Revolver hervor, während zugleich seine Augen unheimlich zu funkeln begannen.
Er richtete die Waffe langsam auf da» junge Mädchen, welche» mtt einem entsetzlichen Aufschrei zurückfuhr.
„Ich gehorche!' schrie sie. „Ich bin in Ihrer Gewalt!'
„Haha! Ich wußte doch, daß Mademoiselle die Sttuatiou nicht lange verkenne» würde! Wen» ich Jh»r» »nu »och eine« Rat gebe« darf, so folge« Sie Bnlgas Beispiel vnd nehmen ans dem Maullier wieder Platz, wie dieses «rwüchfige Kind des Volke» getha» hat; Ihr Sitz wird dann nicht nnr ein bequemerer, sondern nach ei» sicherer sein.'
ValeSka hatte ans diese Zamuinng nvr ei« Achselzucken.
„Nun, wie Sie wolle», Mademoiselle. Ich kau» nicht mehr thmr, al» Ihne« meinen wohlmeinenden Rat geben. Darf ich bitten?*