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UZ' JAÄV/h fit,pt9*e Gras, begrüßte fie höflich. ' 8°9 ftie Kappe °b und ZZMMZMMZNZ

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man auf den Standpunkt, daß den Interesse» der Arbeiter die Interessen der Arbeitgeber in keiner «Welse nachzustellen seien. Die Partei wird ihre Grund­sätze wie bisher vertreten, unbekümmert um Personen­frequenz. Dem Parteitag folgte ein Festmahl. Die kriegsgeschichtliche Abteilung des Großen General- stabeS m Berlin ist, wie es heißt, beauftragt worden, alles Material zusammenzutragen, das zu einer um­fassenden Lebensbeschreibung des Grafen v. Moltke sich eignet. Es steht rin Werk in Rede das zugleich die Entwickelung deS preußischen wie deutschen Heerwesen- der letzten fünfzig Jahre Morlsch darlegt. Bildet der Feldmarschall den Mittelpunkt des zu zeichnenden Gemäldes, so er- scheinen auf diesem gleichzeitig alle übrigen Feldherrn

I der letzten Jahrzehnte, von denen einige trotz ihrer «hervorragenden Leistungen bisher viel zu wenig ge- I0i touJben- Die Aufzeichnungen deS Grafen «Moltke enthalten eine reiche Fülle von Beiträgen lzu neueren wie zur neuesten Geschichte, und waS I die letztere betrifft, so reichen die aufbewahrten amt­lichen wie privaten Kundgebungen hin, um das General- stabSwerks über den deutsch -französischen Krieg zu l erweitern und dasselbe in einzelnen Teilen erst recht verständlich werden zu laffen. Auf Wunsch deS IGouverneurs von Soden kehrt Emin Pascha nach der Küste als deutscher ReichSkommiffar zmück. Er trifft dort im August ein und begiebt sich als- dann mit der Schutztruppe nach dem Nyaffa-See, um seinen zwischen diesem und dem Viktoria-See gelegenen Verwaltungsbezirk zu organisieren. Die Anwesenheit deS Majors v. Wißmann in Berlin ist, wre bestätigt wird, besonder» durch die Fürsorge ! veranlaßt, welche er seinem Danipfer auf Viktoria Nyanza widmet. Ueber die Hälfte der Kosten ist gedeckt, aber e» sind zur Durchführung deS Planes noch Beiträge erforderlich. Man hofft, daß die jetzt von mehreren Seiten aufgenommenen Bestrebungen für Herbeischaffung der Mittel zur Bekämpfung der Sklaverei diese zu Gunsten deS Dampfers bestimmen werden, der ja in erster Linie gegen die Sllaven- jäger austreten soll. DaS Unternehmen wird, wie Zuverlässig verlautet, auch in Regierungkkreisen sehr künftig angesehen. Der Reichskanzler hat Wißmann wie versichert wird, gestattet, in jeder Richtung dafür zu wirken. Für seine Ausgaben als ReichS- kommissar wird ihm der Gouverneur in Ostafrika die nötigen Truppen zuweisen. Die vorhandenen Träger werden seinem vorerst privaten Tampferplan zu statten kommen. Wißmann hofft indeflen den Dampfer später dem Reich zu übergeben. Zunächst

Erschemt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Erve- drtwn 2*/t Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (erfl. Bestellgeld). Jnsertwnsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg-, Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

J)a8 war das ruhige, unbewegliche Gefickt, der feste, furchtlose Blick setu-S Opfers. Keine Muskel regte sich, keine Wimper zuckte der Mut deS junge» Mannes wirkte wie ein Bau» ans den Wütende».

Roch zielte er - da»» ließ er die Büchse sinken. Sein Zorn verranchte.

. ,'^in-, murmelte « vor sich hiu, .ich kau» ihn so kalten Blutes nicht umbrivge».'

.Bei allen Heilige»', fuhr er bau» laut fort, 'Udem er die Waffe aus der Ha»d legte, .wäre Ihre Wange bleich geworden, hätte ein Haar auf Ihrem Kopfe gebebt, bann läge» Sie jetzt tot am Bodeul D°"" hätte ich Sie uicdergesckoffeu wie einen Hund I Ihr kühler Mnt aber hat mir's angethau. Sie sind ei» tapferer Manu. Sie stammen sicherlich aus edlem Geschlecht.'

Gerald schaute ihn lächelnd an.

.Ein edleres Geschlecht als das meine, giebt es! in meinem Vaterland« nicht', entgegnete er.

,3a ja, die Ruffen find ein tapferes Volk, obgleich fix den Großtülken nicht befiegen konnten. Sie stehe» in dem Rufe, wie die Bären ,»kämpfe».'

.3» einem besseren noch: wir wissen wie Bären zn kämpfen, aber wie Männer z» sterben.' I

Der Brigant verbeugte fich rttterlich in Anerkennung I der Wahrheit dieser Worte. I

»Sie find bescheiden, Moafieur, wie alle mutigen I Männer', sagte er. .Des ist weise von 3hnen, denn I schließlich ist persönlicher Mut doch Wetter nicht» als I eine physische Veranlagung. Doch was er auch sei! ein Resultat der Vererbung, eine Eigenschaft deS I olutls, des Gehirn», der Nerven er hat Ihne»! m» Leben gerettet. Ich fürchte jedoch, daß meine I Kameraden kein solche» Gewicht darauf legen werden, I wie ich gethan. Wenn Ihre Freunde bi» heute abend I

Lösegeld für Sie gesendet haben, dann wird e» I rüde für Sie aussehen. Ueberlegen Sie, va» zn! beginne« ist, ich werde da» Gleiche thun.' I

MU diesen Worten schritt er an» der Hütte. I Die Schlldwachea spazierte» noch immer mit ihre»«!

licher zu, giebt e» andere Mittel, um zum Ziele zu kommen. Nur müssen wir auch dahin kommen, und nicht eine Meile davon entfernt stehen bleiben. Da habe» wir die nackten, ttockenen Thatsachen, und da- mit allein müssen wir rechnen.

Marburg,

Dienstag, 2. Juni 1891.

: geladenen Büchsen vor der Thür auf und ab. An i etne Flucht also war gar nicht zu denken. Au der "- befand sich ein Fenster;

I ®cb blickte hinaus und gewahrte auch hier zwei I Wächter, die im Grase saßen und fich mit dem ! Würfelspiel die Zett vertrieben. Die Gewehre lagen neben ihnen. Aber sollte er diesen Kerlen auch ent- komm-», so befanden fich die übrigen Mitglieder der I Bande doch stcherlich in nächster Nähe. Er gab daher den Gedanken an ein Entweichen vorläufig auf.

Um die MittagszeU brachte einer der Wächter ein Stück schwarzes Brot und einen Nopf Ziegenmilch , Der Appetit der 3»gend ist nicht I wählerisch und so war da» frugale Mahl unserem lrÜra?t0ene? s*br willkommen. Nach Beendigung 1 desselben fand er eine Zigarre in seiner Tasche, die »zur Verbesserung seiner Stimmung nicht wenig bei- I trng. Trotz alledem aber schlichen die Stunden nur I trage dahin und es schien ihm, als wolle es nie Intejlt Sbenb toerbeu. Endlich aber ging die Sonne «doch hinter den Bergkuppen unter and bald daranf zog auch der Mond herauf, die einsame Landschaft Imit filbernem Lichte Übergießend.

Eine Stunde nach Sonnenuntergang kam Sika I JUtuu«

Demos, der Zwerg, begleitete ihn.

»Rase die Lente zusammen', befahl der Hanpt- G-schöpf. .Sie sollen so- gleich itÄ Qnaitter komme». Du kannst den Bazarjik "a !e ^°8en ablösen; halte aber die Augen ouenl Regt ober zeigt fich irgendwo etwa» Ver- dächttge», dan» giebst dn da» Signal.'

Demo» starrte feinen Herrn stnmpfstnnig an. ~ 'N»», hast bn nicht verstanden?' tief dieser. »Fort mit birl*

Murrend nnb widerwillig gi»g bet Zwerg davon. .»Hören Sie mir zn', wendete Mavro Gika fich jetzt hastig an dm Gefangenen. '.War auch Vorgehen mag, wa» Sie anch sehe», hörm und empfinden möge» hüte» Sie 3hre Sauge und Halle» Sie an

8"stacht im Freien ^uzubriugm""und"daun er nieder seiner Hütte z».

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Deutsches Deich.

Berlin, 31. Mai. Kaiser Wilhelm empfing am Sonntag Vormittag nach dem Besuche des Gottesdienstes in der Potsdamer Friedenlkirche den t Reichskanzler v. Caprivi und hatte mit demselben : eine lange Unterredung. Am Abend find die Majestäten nach Kiel gereift. Ermittelungen über 1 dw Getreidevorräte haben auf Weisung der Reichsregierung an allen Hauptsteuer- und Haupt- zollLmtern stattgefunden. DaS Resultat ist tele« graphisch nach Berlin gemeldet. Aufgrund desselben werden die Entscheidungen über eine eventuelle Be< rusung deS Reichstages zum Zweck der Herabsetzung der Kornzölle getroffen werden. Unter dem Vor­sitz des Staatsministers v. Bötticher fand am Sonn­tag Mittag eine Sitzung bei preußischen Staatsministeriums statt. In derselben wurde das eingegangene Material über die Korn- zoll-Angelegenheit vorgelegt. Dasselbe wird den verbündeten Regierungen unterbreitet werden. Ein ester Beschluß, den Reichstag zu berufen, kann ganz selbstverständlich erst nach vorgängiger Verständigung mit den übrigen deutschen Bundesregierungen gefaßt werden; bisher ist er nicht gefaßt worden. Im d-utschen Bundesrat ist man zur Zeit mit dem Entwurf von Vorschriften beschästtgt, betreffend diel Abgabe starkwirkender Arzneimittel, sowie die Bel schaffenheit und Bezeichnung der Arzneigläser und! Standgrfäße in den Apotheken. Gegenüber den! Meldungen von Verhandlungen oder Aenderungen! hinsichtlich der Verttäge über den Dreibund kann! diePost' mitteilen, daß vor kurzem der italienische Ministerpräsident in Berlin, wie in Wien sein festes Beharren im Dreibund formell zur Steuerung ged ra$t hat. Der Parteitag der nationalliberalen Baxter hat am Sonntag in Berlin stattgefunden.! (Die Verhandlung war keine öffentliche.) Wie ver-! lautet, ging die allgemeine Stimmung wesentlich! dahin, einer zeitweisen Herabsetzung des Getreide-1 Zolles, wenn der Reichstag zu derselben im Hinblick auf die hohen Kornpreise berufen werden sollte, zu­zustimmen, bezüglich des neuen Handelsvertrages mit Oesterreich aber erst die Publikation derselben ab­zuwarten, bevor weitere Schritte gethan werden sollen. Was die soziale Frage betrifft, so stellte

n , , , o---------/ wenn sie den Preis zu sehr

Unter solchen Um- emporgeschraubt hatten. Heute geht alles manier-

* Wbrud »erboten.) Nach Verlauf einer Viertelstunde gewahrte sie

spätes Gluck. ttin grasende» Stier, ein Zeichen, daß sie nickt

Roman von Friedrich Meiüer. l mehr'weilJm» einer menschlichen Wohnung sein konnte.

(Fortsetzung.) Vf8 bestärkte fie in dieser

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«njeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte?, forme die Annoncen-Bnreanx von Haasenstein und Bögler

XXVI Jahrgang.

Daube u. Co. tn Frankfurt a. M», Berlin, Hannover, Paris.

Die Kompreile. ! ständen muß man an der Hauptsache festhalten, daß

M »« 6«»« fragen im B»d«. TÄViZta

bem ^nfluß verschiedener ankomme», WaS später einmal mit den Getreidezöllen ! i g-'ch-h-n soll und was nicht, es kann sich nur darum

s!ünde b 5 V?? J bersch-edene bandeln, für den Augenblick Abhilfe zu schaffen,

«ch \ l-tzt schon Wenn die Reichsregierung es gegenwärtig nicht für

KS. m "* * ?"na9«c/ die nächste Ernte rm notwendig hält, den Reichstag zu berufen sondern deutschen Reiche wurde nur eme sehr mitt.lmäß-ge meint, daß Garantie» dafür tiorbanbTfinbT £fu<fitenbe?rÄmif*en&Sb°eI M * Seit der Brodkornpnis von 'selbst

d-nn suchte der Zwischenhandel sich gegen eure mög-I wieder ermäßigt, dann muß sie auch Beweise bieriü Lche nahe Herabsetzung unserer Kornzölle, die einen I Vorbringen. Unmöglich ist es jedenfalls die ichwan- Pmssturz hervorbr ngen müßte, durch einen Extra- k-nden Verhältnisse^ andauer» zu la ftn wenk auch bestehende Risiko zu decken, dann auch die Kornpreise in Folge davon etwas sinken mögen ich die Zufuhr nach, well man nichts wagen wollte die Zufuhren fremden Getreides auf die ei beider /^bbmde Zollfrage. So ist heutigen ^rnverteuerung doch g!rade ankommt Ems znm Anderen gekommen, und das bereits ein-!werden dadurch beeinttächtiat und rin# nriinM;*»

S10Qr "'cht geleugnct. Angesichts solchen Umständen ihre Pfeifen sich zu schneiden akr dreier Umstande liegen die Verhältnisse eigent- lieben, wird ei immer geben Aber dieser Sveku" 14 em fach und m keiner Weise so verwickelt, wie lation soll nicht durch Unentschiedenheit durch *das W Tb ®*e Hauptfrage ist: Bestehenlaflen nichtiger Vorwände noch'Vorschub ge-

R der Brodkornpreis heute normal? Antwort: leistet werde». Darum können wft nur llivv und

Sh1; ¥en iu fra0en: Kann das klar sogen: Garantien Mit genügenden Bewein da. buic^ fon^8e I ^r, daß die heute allgemein als übertrieben hoch beitragen, daß ohne anerkannten Preise für Brodkorn sich 6albfaii er- ,aufinen »orwalen Satz mäßigen werden, oder aber Einberufmig des RUchs- X? ; Tri Daraus folgt, tage- zur Erwägung und BeschAL gesäl cher d°p, wenn orcht auf natürlichem Wege eine Preis-! Schritte. Sicher wollen wir^

^tzl'che Schritte gethan werden und die deutsche Landwirtschaft selbst (arm nur den s»-LÄtSiVÄ

Äte« ' D-r N Herabsetzung des Zolles Deutschland noch nicht an Schutzzölle dachte' mit k rrollberabietiun<^^h-tt."°>" ÖIe <faIIenz als l Getteide wird spekuliert werden, auch wenn die'Zölle ^..^.Herabsetzung betragt, er braucht aber auch! einmal fortsallen sollten Es ift spffirfit

* »miWa zu fallen. Die Marktverhältniffe regierung und d s Llamentes all? V^k^ w«

M Maßregel ergriffen würde. «- <- -

&ttSÄSÄ S » SP Ä& JÄS « S-Ä.Ä ü"b höchstens eine wilde Ziege; diese!trabte

^"ten sich bei ihrem Anblick immer schleunigst

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Wöchmttiche Beilage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg uud Nrchüai«. - illustriertes Sauntagsblatt. M 21. _ $T,, ,nb _w aus