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Wöchentliche Bellagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

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zentralbehördeu und die Polizei zu Anordnungen noch - Keser Richtung, die sich allerdings auf ganze Gewerbs- I Meige, nicht aber auf einzelne Betriebe erstrecken

«vßten. Auf dem Gebiete der Unfallverhütung war aber noch in anderer Weise vorgesorgt. Die llnfallversicherungSgesetze gaben den Berufs gen ossen- schaften die Befugnis, Unfallverhütungsvorschristen zn erlaffen und da die Genossenschaften nicht nur ein humanitäres sondern auch ein finanzielle» Jnteresie an der Verminderung der Zahl der Unfälle hoben, so hat die überwiegende Mehrheit derselben solche Borschriften bereits erlassen, andere stehen im Be­griff, es zu thun. Man kann wohl sagen, daß in allernächster Zeit rS für sämtliche Berufszweige, in dmen die Unfallgefahr eine beträchtliche ist, solche llnsallverhütuogsvorschriften geben wird. So arige- «rhm es nun für die Arbeiter ist, in der umfang­reichsten Weise und auf verschiedenen Wegen für chre Gesundheit gesorgt zu sehen, so unbequem konnte die nebeneinander hrrgehcnde Kompetenz oer- schieden» Faktoren zur Regelung der Unfallver­hütung den Arbeitgebern werden. Denn eS gab auch »icht die kleinste Bestimmung über den Austrag rines eventuell ausbrechenden Kompetenzkonfliktes.

Fräulein Bale Ska hatte ein glückliches Temperament, mren offene» frischen Sin» vad ei» kindlich»un­schuldiges Gemüt. Welt und Zukaust lagen im hellsten Sonnenschein vor ihren lachenden Blicke».

Hektor fühlte fich unwiderstehlich von ihr an- lyogeu.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonuements-PreiS bei der Expe­dition 2*/. Mk-, bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (ejtl Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Es war ein schöner Abend.

Der Koosvl saß mtt seine» Dame» »nd seine» «stru au der aus der B-rauda stehenden Tafel, ans L welcher noch immer dar Dessert der Mahlzeit stand, i ^Zierliche Säulen and Bogen in byzantinischem etil trennten die offene Halle von dem daraustoßeuden westen Gemach, dessen kosmopolitische Ausstattung «rch kostbare europäische Möbel und LvxnSgegenstäude Knreichevd wodernifiert wurde. Mau sah hier türkische MvauS, Vorhänge und Teppiche, amerikauischeSchaukel. Wie »nd pariser Bücherregale; einen Bechstetuschen Mgel, florenttuer Mosaiken und eine Harfe; Bücher « verschiedenen Sprachen, eine Fülle von Mufikalieu; Photographien europäischer Berühmtheiten und sogar Ölgemälde, die dem Klima erfolgreich Widerstand wisttteu. Kuvstweike weiblicher Nadelsertigkest lagen vllentbalbeu auf Sesseln und Divans and verliehen Ganzen eine» anheimelnden Charakter. Das «Oere, btette Bogenfenster ging auf eineu Garten »«aus, der eine Ueberfülle von grünem Laub auf. w«s und in dessen Mittelpunkt ein kleiner Spring, «vune» in de» letzte» Strahle» der scheidenden Sonne vch-rte und glühte. Durch das Gartenthor blickte hinaus in die langgestreckten Wein-, Feigen- Oltvenplantageu, die tn der vollen Pracht ihres «rschtedenartig getönten BaumschlagS prangten. »i^"^^'üvstscher der Vögel, da» Zirpe» der Cicaven «schte sich schläfrig mit dem Geläute der Schafglocke»

nach dem Hab »nd Gut de» andern und sucht dasselbe an fich zu bringen.

(Fortsetzung folgt.)

und dem Gemurmel des oaheu Flusses, der zwifcheu dem Garte» und de» Plantage» vorüberglitt.

Im Hintergründe türmte» fich in violettem Dust die vielgipfeltgeu Gebirgszüge des Balkan znm Firmament empor.

Der Konsul haste der ansteckenden Schlästigkest der lauen Somwerabendlust nachgegeben und war, die Zigarre im Munde, friedlich eingenickt.

Doktor Maak, der fich nicht so leicht überwunden geben wollte, wehrte fich noch eine Zell laug mann- hast gegen die schleichenden Angriffe des Schlummer, flotte», indem er einen gelehrten Vortrag über das Manuskript der lllfilasbivel vom Stapel ließ; allein es hals ihm nichts, anch er mußte endlich die Waffen strecken.

Hektor, dem wir nnn aber seinen angenommenen Namen .Gerald» nicht länger vorenthattea wollen, las nnvmehr den Damen einige Gedichte vor, zu deueu ihn einige Momente feiner Nilfahrt begeistert hasten.

Da der Leser jedenfalls weniger Jntereffe für die poettfchen Leistungen Geralds empfinden dürste, als die beiden Damen an den Tag legten, so wollen wir dieselben ,al8 gelesen betrachten» und weiter nicht erwähnen; bemerkt sei nur noch, daß er mit außer- ordentlich wohltöueuder Sttmmr las, wodmch die Verse besser klangen, als fie wirklich waren.

.Wie großartigI» rief Valeska, als er geetfoet hatte. .Was für herrliche Empfindungen und war für prächtige Reimet Ist das wirklich Ihre eigene Schöpfung, Herr Brand?»

.Nicht doch», antwortete er. .Ich wollte, fie wär's. Die Geschichte ist allägypttsch fie war das Material, das Gold; ich habe nur ein wenig daran herumgeformt und ciseliert. Aegypten ist ein klasfischeS Land, seine Vergangeuhett atmet noch immer tn seiner Poesie.»

Fräulein von Reimar schonte den jungen Mann unverwandt und in Sinnen verloren en, als ob seine

),60SR 1,00, 1,20, 1,55, 2,45, ; unter ne von 3ei ®nt Rabatt Selbst' mtausä

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, Aür den Monat Juni werden Bestel- bmgen auf dieOberheMche Zeitung" nebst deren Gratisbeilagen Amtliches Nreis- ßlatt und Mnkriertes Sovntagsblatt zum Preise von 60 Pfg. bei freier Lieferung ins Haus angenommen.

Neuzugehende Abonnenten erhalten das Blatt bis zum Schluß dieses Monats unent­geltlich, sowie je ein Exemplar der Eisenbahn- Fahrpläne für die Bahnen der Direktionen Hannover und Elberfeld.

Die Exped. d.Oberh. Ztg."

Marburg,

Mittwoch, 27. Mai 1891

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Erkal» Beweis iche, daß nbtrtn macht«, »äljrtti [greifen, 'ung u»d stfg» u*1 tan hüte MUI za. »Ker!» leiste-

über die Berliner Garnison auf dem Tempelhoser Felde abhalten. Nächsten Tage» findet die Parade in Potsdam statt. Ter Kaiser hat da» RücktrittS- gesuch des Oberpräsidenten von Ponmern, Grafen Behr-Regendank, genehmigt. AlS künftiger Ober Präsident ist bekanntlich der ftühere Minister von Pnttkamer genannt worden. Wie demHamb. Korr.» mitgeteilt wird, wird der Staatssekretär im ReichSamt des Auswärtigen, von Marschall, den Kaiser auf der Reise nach Holland und Eng­land begleiten. Außer dem gewöhnlichen Gefolge d>s Kaiser» und der Kaiserin werden sonst keine Personen an der Fahrt teilnehmen. Zur Er­richtung eine- National - Denkmals für den Feld- marfchall Fürsten Blücher in Caub, wo er mit seiner Armee den Rheinstrom überschritt, wird ein Ausruf erlassen. Das Unternehmen verdient gewiß alle Förderung. Der Bundesrat hat sich mit dem Anträge der Abgg. Adelmann und Genossen auf Abänderung des § 157 des Invalidität»- imd Altersversicherung» - Gesetze» beschäftigt. Der von Vertretern aller Parteien gestellte, vom Hause ein­stimmig angenommene Anttag wurde von den Ver­tretern der verbündeten Regierungen abgelehnt. ReichSkowmifsar Major von Wißmann ist mit seinem Adjutanten Herrn Bumiller Montag Mittag aus Wien in Berlin ein getroffen und im Hotel Kaiserhof abgestiegen. Die nächste Sitzung des preußischen Abgeordnetenhauses findet heute Dienstag, 11 Uhr statt. Aus der Tages­ordnung steht die dritte Beratung de» Etat». DieNational - Zeitung", das führende Berliner nationalliberale Blatt, schreibt:In den »Hamb. Nachr.» wird der Versuch unternommen, den für nächsten Sonntag nach Berlin berufenen national- liberalen Parteitag zu einer Kundgebung für den Fürsten BiSmarck, gegen die Politik der jetzigen Regierung, zu bereden. Es werden in einer Zu­schrift aus Hannover der nationalliberalen Partei die übelsten Folgen in Aussicht gestellt sür den Fall, daß sie sich .in ihrer Gesamtheit nicht endlich zu einer energischen Kundgebung für die durch den Fürsten Bismarck inaugurierte Wirtschaftspolitik auf­rafft, d. h. eine klare und unzweideutige Erklärung abgiebt, daß sie nicht gewillt fei, an dieser für unsere Industrie und Landwirtschaft so notwendigen Polittk irgendwie rütteln zu lassen.» Wie der Parteitag auch sonst verlaufen mag, so ist unseres Erachtens völlig ausgeschlossen, daß derselbe den ihm in den Hamb. Nachr.» erteilten Rat befolgt. Dieselbe Rücksicht auf die Festigung des Reiches, welche die

Hätte der Arbeitgeber eine Vorrichtung zur Unfall­verhütung auf Geheiß seiner Berussgenofleuschast vorgenommen gehabt und wäre hinterher der BundeSrat oder die Landeszentralbehörde ge­kommen und hätte eine dem geradezu entgegengesetzte Vorschrift erlassen, so hätte der Arbeitgeber auch die letztere befolgen müssen. Er war somit ge wissermaßen zwischen zwei Feuer genommen und damit in eine keineswegs gemütliche Sage gebracht. Di« Situation drohte noch kritischer zu werden, als in der dem Reichstage Seitens der verbündeten Regierungen vorgelgten Gewerbeordnungsnovelle den Polizeibehörden die Vollmacht gegeben war, auch sür Einzelbetriebe UnsallverhütungSanordnungen zu treffen, ohne daß auch nur mit einem Worte deS Jneinandergreifens der Kompetenzen der verschiedenen auf diesim Gebiete zuständigen Organ« gedacht war. Wir haben seinerzeit nicht verfehlt, auf die Ge­fahre» aufmerksam zu machen, welche dadurch den Arbeitgebern erwachsen könnten und wiederholt auf Abhilfe gedrungen, sowie Maßnahmen hierzu dor- geschlagen. Noch in letzter Stunde hat der Reichstag unserer Forderung wenigstens in etwas Rechnung getragen. Die Möglichkeit des Kompetenzkonfliktes zwar ist nicht aus der Welt geschafft, eS ist aber wenigstens bestimmt worden, daß die Vorstände der BerufSgenoffenschaften, falls die Anordnungen der Polizei fich mit den berussgenossenschastlichen Vor­schriften in Widerspruch setzen, das Beschwerderecht an die höhere Verwaltungs- bezw. die Landeszentral- behörde haben. Dadurch ist erreicht, einmal, daß die Polizeibehörden sich die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenoffenschaften ansehen werden, ehe sie mit Anordnungen vorgehen, und sodann, daß sie nicht ohne weiteres sich mit den letzteren in Widerspruch setzen werden, weil sie zwei Revisionsinstanzen über sich haben. Es ist damit ja nicht das Ziel erreicht, das wir im Auge hatten, all wir eine Regelung der Kompetenzen von Bundesrat, Landeszentral­behörden und Polizei mit ihren Ausführungsbeamten, den Fabrikinspektoren, auf der einen Seite und von Berufsgenossenschaften mit den sogenannten Beauf­tragten auf der anderen verlangten. Aber eS ift wenigstens der krassesten Willkür vorgebeugt. Nach Lage der Verhältnisse wird man fich damit vor­läufig zufrieden geben müssen.

(Nachdruck verboten.)

Spätes Glück.

Roman von Friedrich Meister.

(Fortsetzung.)

Stimme »nd sein Wesen alte Erinnerungen tu ihr wachriesen.

.Sagten Sie nicht Herr Herr»

.Braud ist mein Name, gnädigste» Fräulein.»

.Ganz recht. Sagten Sie nicht, Herr Brand, daß Sie tn Livland bekannt seien?»g

«Jawohl. Meine Eltern waren geborene Liv. länder, nach ihrem Tode, der in Rußland erfolgte, wurde ich nach Schweden verschlagen. Später habe ich Livland vorübergehend noch einmal besucht.»

.So ...» sagte da» Fräulein nachdenklich. .Aber da kommt der Kaffee. Nein», fuhr sie, mit sich selber redend, fort, ,eS ist ja ganz unmöglich. Und doch, seine Ange» nab seine Stimme erinnern mich so lebhaft an . . . Valeska, Liebchen, wecke den Onkel, der Kaffee wird sonst falt. Und Sie, Herr Brand, geben wob! dem Professor einen kleinen Wink.»

BaleSka hüpfte um den Tisch und weckte den Konsul mit einem herzhaften Kuß.

«Da» war klassisch, Herr Braud, wirklich klassisch l» rief der würdige Herr mtt schlaftrunken stammelnder Zange. .Erinnert mich an Schiller, an das Lied von der Glocke Sie wissen schon.»

Die Damen lachten fröhlich auf.

Der Professor war weniger zärtlich ermuntert worben.

.Schwer leserliche Handschriften', murmelte er, noch immer abwesend, .find zuwelleu leichter zu ent» zifferu, wenn man fie tn einen stumpfen Winkel zur Sehlinie bringt*

Das Anbteteu einer Taffe Kaffee unterbrach und ermunterte ihn.

«Ich danke, Fräulein Eleonore», sagte er, feine Gedanken sammelnd.Wissen Sie, meine Herr­schaften, ich habe soeben von den Räubern geträumt, denen man ab und zu in diesem gesegneten Laude begegnen soll. Ich weiß nicht, warum man von denselben immer soviel Aufhebens macht. Daheim, in unserer zivilifierieo, christlichen Heimat, ist jeder dritte Mensch, den man auf der Sttaße antrifft, ein Rinder, wenn auch nur ein versteckter. Einer trachtet

AirfaüvechStrtng.

Wie in den letzten Jahren für die Arbeiter be­züglich der materiellen Folgen von Krankheit, Unfällen, Invalidität und Alter in ausgiebigster Weise gesorgt ist, so ist auch die gesetzliche Fürsorge darauf gerichtet gewesen, daß den das Leben und die Gesundheit der Arbeiter drohenden Gefahren, wie sie nun einmal mit der modernen Betriebsweise untrennbar verknüpft sind, wenigstens nach Möglichkeit vorgebeugt wird. Die Gewerbeordnung ermächtigte Bundesrat, Lande»-

Deutsches Ueick.

Berlin, 25. Mai. Kaiser Wilhelm wird am 29. d. M. morgen- wieder in Berlin eintreffen und am selben Tage die große Frühjahrsparade

nationalliberale Partei zwei Jahrzehnte hindurch zur Unterstützung deS Fürsten BiSmarck auch in Fällen veranlaßte, in denen ihr dadurch politische Opfer aufeilegt wurden, verbietet eine Unterstützung seiner Oppofitton gegen die jetzige Reichspolitik.» DieKöln. Volksztg.» schreibt:Dem Zentrum wird e» wesentlich darauf ankommen, ob die Zuge­ständnisse, welche Oesterreich uns macht, so sehr der Allgemeinheit von Nutzen find, daß dieser den Nach­teil, welchen die Ermäßigung der Jetteidezölle mit fich bringt, überwiegt. Die Klagen über die hohen Getreidepreise werden ebensowenig ausschlaggebend sein können, wie die über die Getreidespekulation. Die Getreidepreise, welche jedenfalls nicht vom Zoll allein abhängen, werden nicht etwas Dauerndes sein, der Handelsvertrag aber würde zwölf Jahre gelten. Daß die Getreidespekulation an den hohen Preisen mit schuld ist, glauben wir gern, wenn wir die Anklagen auch etwas genauer substantiirt sehen möchten; die Annahme oder Ablehnung de» Ver­trage» wird aber auf sie von wenig oder gar keinem Einfluß sein.» Heute war der Stichtag sür die neue statistische Aufnahme des gesamten niederen und mittleren Volksschulwesens der preußischen Mo­narchie, die von dem Unterrichtsminister angeordnet worden war. Die Erhebung umfaßte die öffentlichen Volksschulen, die öffentlichen Mittelschulen, sowie die öffentlichen höheren Mädchenschulen, die Privatschulen dieser beiden Kategorieen und alle sonstigen Schul­anstalten, wie Blinden-, Taubstummen-, Idioten-, Waisenhausschulen rc.

Hamburg, 25. Mai. Der PostdampferKaiser", der siebente und letzte Dampfer der deutschostafrl- kanischen Linie, hat mit der ReichSprüsungSkommisfion seine Probefahrt von Hamburg nach Cuxhaven ge­macht, die glänzend ausgefallen ist.

Hannover, 24. Mai. DerHann. Cour." da» Organ Bennigsens, schreibt:Durch verschiedene Blätter ging dieser Tage die Mitteilung, daß der Oberpräsident Herr Dr. v. Bennigsen für ein hohes Reichsamt auSersehen sei. Wie wir nach Erkun­digungen an zuständiger Stelle versichern können, ist hier von dergleichen Absichten durchaus nicht- bekannt. Man hat es bei dieser Mitteilung jeden­falls nur mit Mutmaßungen eines erfindungsreichen Privatpolitikers zu thun.»

Eisenach, 24. Mai. (5. Hauptversammlung deS deutschen Vereins sür Knabenhandarbeit.) Diese Versammlung wird für ihre Bestrebungen fehr günstig eingeleitet durch die Erzeugnisse der Knaben-Hand­fertigkeit, welche die Handfertigkeitsschulen von

Anzeigen nimmt entgegen die Expeditton d. Blatter, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a.M., Caffel, Magdeburg u.Wien; * XXVI Z-abraana. Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; S. L. yuuy.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

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Wie herrlich ist», am Maieumorgeu Hinaus zu wallen in die Flur! Wenn noch von Osten» Höhn verborge» Der Tag kaum zeigt die erste Spur. Mich bäucht deS Morgensterns verbliuken, AIS wollt' er sagen ahnungsvoll: Ich muß erblassen nnn nnv finken, Well jetzt ein größter kommen soll.

Tief im Osten wird eS helle: Der junge Tag ist neu erwacht; Durch glntnmlinmte Wolkeuwälle Bricht gleich der Sonne volle Pracht. Ein Wehen geht von Baum zu Baume, Die Flur ersteht aus stiller Ruh', Halbw cheud schon, noch halb im Traume Kehrt alle» fich der Bonne zu.

Die Lerche stugt hoch in den Lüsten Zum Lobe des, der fie erschuf;

Dort aus des Walde» Morgendüften Tönt tief und voll de» Kuckucks Ruf. Und »ah und fern erwachen alle. Den» keine» will da» letzte fein, Mtt feines Liedes stohem Schalle Den großen Schöpfer zu ersten».

Und wo da» unbewußte Leben De» Schöpfer schon fo herrlich preist, Da sollte ihn nicht auch erheben Mein höhrer, Gott verwandter Geist? Ja, hoch rühm' ich der Allmacht Stärke, Doch höher noch da» Vaterherz, Da» mich, die Krone feiner Werk«, So liebend ziehet himmelwärts! W.. N.

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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