Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marvnrg und Kirchhain.
Illustriertes Sonntagsblatt.
Expedition: Marit 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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Marburg, Sonntag, 24. Mai 1891.
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Daube u. Co- in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Paris.
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Die Exped. d. „Oberh. Ztg."
Wochenschau.
Zur skhr unbehaglichen Ueberraschung ist vielen Städten und Landstrichen in diesem Jahre ein weißes Pfingsten bescheert worden; einem kleinen Lande ist es aber noch schlimmer ergangen, dort war es zu Pfingsten recht heiß, in den Straßen seiner Hauptstadt wütete ein blutiger Kampf — um ein Nichts, hervor gerufen durch den hartnäckigen Eigensinn einer stolzen Frau. Das kleine Serbien, dos in letzter Zeit schon so häufig die Augen von ganz Europa «f sich gezogen hat, und da- jetzt mit weit mehr Recht als Bulgarien, der „Hexenkessel auf der Balkanhalbinsrl' genannt wird, hat in der Pfingst- voche abermals die allgemeine Aufmerksamkeit auf fich gezogen. Bekanntlich ist vor mehreren Wochen von der Regierung und der Volksvertretung vereinbart und gleichmäßig beschlossen, daß der König Mlan und die Königin Natalie bis zur Großjährigkeit des heute fünfzehnjährigen König- Alexander das Land verlassen sollen, um endlich den fortwährenden Jntriguen und Streitereien zwischen Beiden ein Ende zu machen. Milan ist freiwillig gmist, nachdem er eine größere Abfindungssumme «halten hatte, Natalie hat die Abreise verweigert. 8«viß ist rS hart, eine Fran und noch dazu die Ratter des Königs zum Verlassen des Landes und ihres einzigen Sohnes» zu zwingen, aber Natalie $ot dies selbst nicht anders gewollt; ihr zügelloser Ehrgeiz war eine brennende Gefahr sür die innere Ruhe Serbiens, und daß die Abreise geschehen mußte, ist selbst dem Ministerpräsidenten Pafitsch, d« früher Nataliens bester Freund war, klar gewesen. Die Königin hat es auf Gewalt ankommen lassen, erst nach blutigem Straßenkampfe zwischen
(Nachdruck verbot«.)
Spates Stück.
Roman von Friedrich Meister.
(Fortsetzung.)
Die Gräfin eilte die Treppe hinab, gefolgt von «m wutbrbeodeu Grafen. Sie war barhänpttg und wte in der Erregung nur einen weiten, dunklen, mit Hermelin gefütterten Mantel übergevorfeu, über de» Ar lange», blonder Haar in wirren Massen hinab- strömte.
Zorn und Berzveifluug blitzten aus ihrem Ange.
»Hinaus, Dirne!' schrie der Gras, seiner selbst mft mehr mächtig. .Hinan» ans meinem Hanse, ta btt entehrt hast!"
Sie blieb vor den entsetzten Dienstboten stehen *>b sagte mit kältester Verachtung:
, »Habt ihr gehört, war dieser Mann soeben ge- rngt hat? Nun, so wahr Gott im Himmel ist, er Alt! Er hat «ein Dasein vernichtet, er hat mein Herz gebrochen, nnb jetzt will er mir auch noch Bitten guten Namen rauben. Ich habe ihn nie «lebt, aber ich habe mein Lor zu tragen versucht, ent e» ging. Er hat mich gelehrt, ihn zu hassen, W hat er mir auch da» Recht gegeben, ihn zu ver- Echten!»
., Sie zog ihren Ehering vom Finger und schlenderte M von sich.
.. »Hektor von Kleitz', rief sie, .dort liegt die Kette, die wich an dich fesselte! Deine Freiheit gebe ich dir staück, ich nehme mir die meine I Will's Sott, daun scheu wir uu» auf dieser Erde uiemal» wieder!'
Damit eilte ste hinan» in die Nacht und den Stur«. Der Graf schaute ihr nach, dann ging er ohne Wort zu sagen in ihr verlassene» Zimmer zurück.
. Die Briefe lagen noch ans dem Teppich. Er hob « «if und durchla» ste Wort sür Wort.
-Eie enthielten nicht», wa» auch nur den leisesten Schatten ans die Ehre nnb Treue der unglücklichen «ttau hätte «rrsrn tonnen. S» waren knabenhafte
die Landgemeindeorduung in friedlicher Weise ausgeglichen werden. Zahlreiche Verein-Versammlungen größerer Verbände und Gesellschaften haben zum Pfingstfest stattgefuuden. Der Verlauf war allenthalben ein sehr friedlicher und ruhiger.
Ein internationaler Postkongreß, dem auch der Leiter unserer ReichSpost, Exzellenz von Stephan, beigewshnt, ist in Wien eröffnet worden. Man erhofft von den Arbeiten desselben ganz erhebliche Reformen auf dem Gebiete de» allgemeinen Postwesen». Ferner haben in Wie» neue Handels- vertragsverhandlungen zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn einerseits und der Schweiz anderer- seitS begonnen. Weitere Verhandlungen mit Serbien und Rumänien sollen folgen. Da prinzipielle Vereinbarungen schon vorher getroffen sind, werden sich die Besprechungen ziemlich schnell erledigen lassen. Auch zwischen dem deutschen Reiche und Rußland sollen Verhandlungen, richtiger wohl einleitende Vorbesprechungen über einen neuen Handelsvertrag eröffnet sein. Der Czar soll allmälig von der unbegrenzten Zollschrauberei sehr stark zurückgekommen sein.
Ueber daS rätselhafte Attentat auf den russischen Thronfolger in Japan sind nun endlich Aufklärungen gekommen, welche dasselbe als ziemlich begreiflich erscheinen lassen. Daß ein japanischer Polizeisoldat auf den Großfürsten loSschlug, ist richtig, aber die Herren, die vorher stark gettunken hatten, verletzten in ihrer Weinlaune die religiösen Gefühle der Japaner dermaßen, daß der Angriff durchaus entschuldbar ist, wenn man den Stand der japanischen Kultur in Betracht zieht. AuS Petersburg heißt es, der Thronfolger solle nach der Rückkehr von seiner Weltreise ernstlich anS Heiraten denken. Die für ihn Auserkorene ist die Prinzessin Helene von Montenegro, jüngste Tochter des „einzigen Freundes" deS Czaren, und wie man sagt, da» schönste Mädchen in Europa.
Präsident Carnot hat eine Reise durch Süd Frankreich unternommen und ist in den Städten, welche er bisher besucht hat, mit sehr großem Enthusiasmus empfangen. Einige wenige Schreier machten sich bemerkbar, die fest genommen wurden. In Pari» ist e» sehr still. Der Versuch der Boulangifien und Monarchisten, die Maikrawalle zu ihren Gunsten auszubeuten, ist kläglich gescheitert und dem neuen Zolltarif wird nur noch geringe» Interesse entgegengebracht, seitdem feststeht, daß die hohen Zollsätze nicht durchgehen werden. Die Arbeiterstreiks sind ziemlich eingeschlafen, auch im benachbarten Belgien wird ein baldiger Abschluß deS großen Ausstandes erwartet. In Ober - Italien haben die feiernden
Seiden-Arbeiter ihre Thätigkeit wieder ausgenommen. In der italienischen Deputtertrnkammer hat das Ministerium Rudini ein neues Vertrauensvotum erhalten.
In London beschäftigte man sich zumeist mit der Influenza, an welcher zahlreiche Polittker, darunter der Ministerpräsident Lord Sali-bury und Gladstone erkrankt waren. Die beiden Staatsmänner sind jetzt wieder hergestellt. Der Premier hat gleich nach seiner Genesung eine große politische Rede gehalten, in welcher er fich ausführlich über die allgemeine polittsche Lage in Europa verbreitet. Nach seinen Darlegungen steht alles sehr befriedigend und sind Störungen in absehbarer Zeit in keinem Falle zu erwarten.
Die antisemitischen Unruhen, welche auf de« griechischen Inseln ausgebrochen waren, haben jetzt in Folge der Energie der neuernannten griechischen Behörden ihr Ende erreicht. Wie groß der Umfang der Ausschreitungen war, unterliegt noch einem allgemeinen Streit. Privatnachrichten sprechen von Mord- und Brandszenen, während die griechische Regierung die Sache weit harmloser darstellt, allerdings auch nicht leugnen kann, daß die Juden mißhandelt und mehrere von ihnen totgeschlagen wurden.
Die wirtschaftliche Krifi», welche über da» Königreich Portugal hereingebrochen war, hat in letzter Zeit an Schärfe erheblich verloren, zumal es nach monatelangen Verhandlungen nun auch endlich gelungen ist, den Kolonialvertrag mit England wegen der beiderseitigen Besitzungen in Süd- Ostafrika zu einem beftiedigendem Abschluß zu bringen. Er scheint, als ob die portugiesische Regierung in der Frage der Finanzkrisis etwa» kopflos gehandelt hat, wenigstens ist da» Kabinett, welches für sechs Monate den Ausschub aller Zahlungen verfügte, von seinem Posten zurückgetrelen. Bedauernswert ist, daß bei diesem Zwischenfall zahlreiche kleine deutsche Kapitalisten viel Geld verloren haben. Als vergeblich haben sich alle die Bemühung« erwiesen, im chilenischen Bürgerkriege eine Vereinbarung zwischen den kriegführenden Parteien zu ermöglichen. Niemand will nachgeben und so wird denn da» hart mitgenommene Land daS Elend deS Kriege» ganz gründlich auskosten müssen. Schilderung« die von deutschen Kaufleute» in Chile entworfm werden, lauten unbeschreiblich traurig.
Deutsches Weich.
Berlin, 22. Mai. Kaiser Wilhelm wird noch einige Tage als schlichter Jägersmann in aller
Volk und Militär reiste sie ab. Die inneren Verhältnisse in Serbim waren schon längst nicht mehr befriedigend, die Zwischenfälle in Belgrad, die natürliche Teilnahme sür die Königin Natalie, die menschlich zu billigen, polittsch zu verurteil« ist» haben den Unzusriedenen zahlreiche neue Anhänger zuge- sührt, und die Parteikämpfe werden mit verdoppelter Macht entbrennen. Gut ist e», daß ein Uebergreifen der serbischen Wirren auf die allgemeinen Verhältnisse im Balkan nicht zu befürchten ist, e» könnte sich sonst über nacht eine neue europäische Frage entwickeln. Königin Natalie ist zunächst nach der ungarischen, Belgrad benachbarten Stadt Semlin gereist, hat dort zahlreiche ihrer Anhänger empfangen, und es an heftigen Worten gegen die serbische Regentschaft und Regierung nicht fehlen lassen. Mag diese hart und ungeschickt erscheinen, man vermißt doch auch bei der Königin die strenge Selbst Prüfung. Unter lebhaften Kundgebungen der nach Semlin gekommenen Serben ist Natalie dann auf ihre Güter in Bessarabien gereist, wo sie vorläufig zu bleiben gedenkt. Unterstützung hat sie von keiner Seite, auch von Rußland nicht zu erwarten; der Zar wird sich hüt«, ©erbten, das heute mehr al» sonst zu Rußland neigt, einer schönen Frau willen vor den Kopf zu stoß«. Wohl gerade mit Rücksicht auf diese Vorfälle hat Kaiser Wilhelm auf der Reise nach Ostpreußen in Elbing gelegentlich geäußert, er hoffe zuversichtlich, der Friede werde auch in den nächste» Jahren erhalten bleiben.
Gerade wie int Vorjahre ist auch diesmal zu Pfingsten unserem Kaiser ein kleine» Malheur bei einer Ausfahrt in Potsdam zugestoßen, die Pferde ging« durch und brachten den Wagen de» Monarchen in Gefahr. Beschädigt ist niemand. Die Festtage verlebte die ganze kaiserliche Famllie in Potsdam. Nach denselben hat der Monarch einer Einladung des Grafe» Dohna-Schlobitten zur Jagd nach Ostpreußen entsprochen, und auf der Reise dorthin der bekannten Schischauschen Torpedowerst in Elbing einen kurzen Besuch abgestattet, sowie der Enthüllung de» Denkmals für den Herzog Albrecht von Prenß« in Königsberg beigewohnt. Im Sommer wird der Kaiser Norwegen und England besuchen und außerdem der Regentin der Niederlande in Haag ein« Besuch abstattw. Die innere deutsche Politik hat in der Pfingstzeit völlige Ferien. Wegen der noch nicht beendigte» Session deS preußischen Landtages macht man fich keine besonderen Sorgen wehr. E» besteht kein Zweifel, daß die heute noch zwischen den beiden Kammer» herrschenden Meinungsverschiedenheiten Über
Ergüsse, in naivster Herzmsnnschnld lange vor der Zett geschrieben, wo fein verhängnisvoller Schatt« den Sonnenschein ans .ihrem Leben verdrängt hatte.
Hier trug niemand eine Schuld — außer ihm selber.
Wie Schuppen fiel eS ihm von d« Angen nnb er ewpfanb einen Abscheu vor seiner Brutalität, ber mit Worten nicht zu beschreiben ist.
Dem Abscheu folgte bte Reue, bet Reue daS innigste Mttleib mti dem armen Weibe, dem er ein so grausamer Unrecht gethan.
O, wie anders hätte doch alle» sein tonn«!
Sn der Unschuldigen hatte er die Falschheit jener andern beimsnchen wollen. Wie uumänulich, wie ungerecht war dies gewesen! Er dachte an jedes Wort LucierS, an jeden Blick ihrer sanften Augen und an seine eigene halsstarrige Verschlossenheit und abweisende Kälte.
Draußen nahm die Gewalt diS Sturmes von Minute zu Minute zu; seiner verstörten Phantasie schien das Schloß in seinen Grundfesten zu erbeben.
Da, wie die Lli tze dort über daS schwarze Firmament, so zuckte durch seine Seele jetzt der Gedanke, daß ste ja wieder Mutter werden sollte — nnb er hatte sie hinaus getrieben in bte Schrecken biefer stürmischen Nacht!
Mit wilbem Aufschrei ries er die Dienerschaft herbei und befahl derselben, sein Pferd zu sattel» nnb mit Lichtern hinauSznetlen, nm bie Flüchtige zu suchen.
Er selber jagte mtt verhängtem Zügel zu Lucim» Vater, dem Baron von der Recke.
Dort wußte man nicht» von ihr.
Die ganze Nacht nnb ben ganzen folgerten Tag burchsuchten Graf Hektor nnb seine Leute ringsum bte ganze Gegend; allein sie suchten umsonst.
Sie war verschwunden, wie ein Nebelstreif, d« der Wind verweht hat.
Graf Kleist vom Weiher, der letzte seine» Stamme», war fortan ein einsamer SRann. An seinem Herzen nagte der Wurm der Rene und ließ ihn keine Ruh«
finden, weder am Tage, noch während der schlaflosen Nächte, viele lauge Jahre hindurch.
n.
Zwanzigmal hatte da» Jahr fich erneut.
DeS Grasen Hanpthaar war weiß geworden, wie Schnee, sein Schnurrbart aber und seine Augenbrauen halt« ihre tiefe Schwärze bewahrt, seine Augen glühten tn dem alten, rastlosen Feuer und seine Gestatt wat noch so aufrecht nnb stramm wie je.
Währenb ber erste» Jahre »ach LvcieaS Fl»chi hatte ih» jebe Wiederkehr diese» schmachvolle» TageS, der seltsamer Weise auch mit dem SedächtniStage feines ersten großen Unglück» zusammenfiel, auf» äußerste erregt und nur ganz allmählich war der finstere Seist einer apathischere» Suffaffang gewichen.
Im übrige» verwaltete er feinen Besitz mit großer Sorgfalt, schoß ab nnb z» noch einen Elchhirsch nnb tyrannisierte nach wie vor seine Beamten nnb seine Dienerschaft.
Ertlich ereignete fich etwa», wodurch seine Lebensweise eine sehr bedeutende Veränderung erfuhr.
Fräulein OrloviuS, die Schwester des längst verstorbenen Pastors nnb Professor» Paul OrloviuS, schrieb ihm aus Stockholm, baß sie sich ihrem Enbe nahe fühle nnb daß, ba ihre Reute mit ihrem Tode aufhöre, der Sohn der Klementine OrloviuS, geborenen Gräfin Kleist, gänzlich mittellos zurückbleibeu müsse, wenn nicht von seiner, deS Onkel», Sette eine Vorsorge getroffen würde.
Die Erinnerung an die Liebe, die er ehemals für seine Schwester gehegt, bewog den Grafen zu einem schnellen Entschluß. Er fuhr sogleich nach Riga und schiffte sich dort nach Stockholm ein.
Al» er dort aulaugte, hatte die alle Dame bereit» diese Well verlassen; eS war ihm nur »och vergönnt, ihr die letzte Ehre zu erweis«, dann ging er wieder zu Schiff und »ah« sei»« Neff« mtt fich nach Livland.
Hektor Orlodirt war eiue jngertftische, elastische
Erscheinung, offen, männlich nnb von gewinnendstem Wesen. Er vereinigte in fich so viele Züge nnb Eigenheit« seiner verstorbenen Elle«, baß ber Graf fortwährenb an btefelben erinnert nnb ans btefe Weise bald ungezogen, bald wieder abgestoße» wurde.
Zuerst fand der junge Mann nur wenig Gefallen an seinem Onkel. Fräulein OrloviuS hatte e» fich nämlich immer sehr angelegen sein lassen, ihm ein» zuprägen, daß seinem Vater und seiner Mutter von dem Grafen eine unverantwortlich schlechte Behandlung widerfahren sei. Außerdem hatte der Bruder seiner Matter über zwanzig Jahre gebraucht, fich der Verwandtschaft wieder zu erttme«, und das schien ihm doch etwas lange zu sein. Auch ging er nur ungern anS Stockholm, wo er alle seine Jugendfreunde zurück- lass« mußte. Einer derselben, Gustav Lindström, war vor kurzem in die Redaktion seines Vaters, des Besitzer» der hervorragendsten Zeitung Schweden», eingetreten, und Hektor wäre gern der Aufforderung und dem Beispiel desselben gefolgt Allein er hatte der Tante, die ihm in jeder Weise eine Mutter gewesen war, versprechen müssen, sich dem Oakel zu fügen, vorausgesetzt, daß derselbe sich gütig gegen ihn erwies, und ans diese» Grunde hatte et mit dem Grase» die Fahrt nach dem Schloß am Weiher an» getreten. —
AIS sie daselbst et»trafen, war eS Abend.
Ein weißhaariger Steuer, der noch die Gräfin Klementine g-kannt hatte, geleitete d« jungen Man» nach seinem Zimmer, demselben Gemach, welche» seine Mutter bewohnt hatte, ehe er »och geboten war.
.Hier also', sagte er zu sich selber, al» er fich allein befand, .hat sie vor zwanzig Jahren ihr Heim gehabt, bi» sein Stolz und sei» grausamer Hochmut sie von dem Schlosse ihrer Väter trieb. Doch daran darf ich nicht denken.'
Er dachte aber deut och daran, fast eine ganze Stande laug, bi» man ihn zum Abendessen rief.
I» dem alt« vaukettsaal de» Schlosse» stieß ber Onkel mtt ihm an auf eine gute Gemeinschaft.