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internationalen Verkehrs zu befürworten, fern sei eS, die geschäftliche Thätigkeit zu lähmen, aber der kleine Kapitalist kann und muß einen Schutz haben, einen Schutz, der die Ausbeutung seiner Vertrauen-» seligkeit sichert. Wir können in Deutschland keine Börsenkrachs, wie sie in Paris und London stattge­sunden haben, gebrauche».

Die Vereinsamung hatte ihu verbittert und menscheu» üblich gemacht, um so «ehr vielleicht, weil dieselbe Ae ratürliche Folge seiner eigenen schroffen Charakter, «iwschasten und seines Jähzorns war.

Nur wenige Nachbarn verkehrten ans dem Schlöffe «Weiher, einem der ältesten Edelfitze der baltischen Mterschast, und diese Wenigen erschienen auch nur «t«edraugen, wen» sie mit dem «rasen geschäftlich * lhnu hatten.

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3200 1891.

(Nachdruck verboten.)

Spates Glück.

Roman von Friedrich Meister.

_ I.

Der Graf Kleist vom Weiher war ei» einsamer

Aüc t>en Monat Juni werden Bestel­lungen auf dieOberhcMsche 3nfitttg uebft deren Gratisbeilagen Amtliches Krers- tzlatt und ZUustriertes Sonutagsblatt fzum Preise von 60 Pfg. bei freier Lieferung ins Haus angenommen.

Neuzugehende Abonnenten erhalten das Klatt bis zum Schluß dieses Monats unent­geltlich, sowie je ein Exemplar der Eisenbahn- Fahrpläne für die Bahnen der Direktionen Hannover und Elberfeld.

Die Exped. dOberh. Ztg."

Eine ernKe Warnung

fit die kleinen deutschen Kapitalisten sind die politischen Ereigniffe der letzten Monate gewesen: Millionen über Millionen deutschen Geldes, welche a ftemden Werten angelegt waren, sind infolge de» rapiden Kurssturzes dieser Papiere einfach futsch; ü ist nicht anzunehmen, daß die heute so stark gr- drückien Kurse die Höhe wieder erreichen werden zu welchen f. Z. tie betreffenden Papiere gekauft warben, aber wenn auch der Stand kaum ein so nebliger bleiben wird, wie heute, es geht in jedem Fall manche Million zum Schornstein hinaus au Rimmmerwiedersehen. Die Besitzer von argentinischen Berten wissen heute, wo diese Papiere halb so viel wert sind, als früher, nicht, ob sie wachen oder träumen; in Chile, von deffen Werten gleichfalls Mionen in Deutschland abgesetzt sind, stehen die N»ge faul, mit den Portugiesen kann nur der »itbtr auf seine Rechnung einigermaßen kommen, »elcher beflere Zeiten ruhig abwarten kann, die piechischen Papiere haben an Wert stark verloren, «d den serbischen wird eS zuletzt nicht anders jihen. Von allen diesen Staat-papieren find min- dchen» für zweihundert Millionen Mark in Deutsche "fab verbreitet, die heute im Durchschnitt einen Bert von höchsten- 150 Millionen haben. Die Differenz von 50 Millionen ist den politischen und wirtschaftlichen Wirren in diesen Säubern zum Opfer ^fallen. Der Fall ist ungemein bedauerlich; er ß vom politischen, wie vom wirtschaftlichen Stand- Mste auf da- Tiefste zu beklagen. Auch das Ochste Volk der Erde, und Deutschland fitzt noch «cht auf diesem grünen Zweige, hütet sich wohl, 50 Millionen so ohne weiteres fortzuwcrfen, die

im eigenen Lande großen Segen hätten stiften, mit Erfolg hätten angewendet, vielen Klagen hätten abhelfen können. Dann ober fällt auch bei uns noch ganz besonders das politische Moment int Gewicht. Wenn im deutschen Reichstage einmal 50 Millionen Mark extra gebraucht werden, dann entsteht im Parlament, wir im ganzen Reiche ein allgemeines Schütteln des Kopfes. Und hier sind 50 Millionen fort, ohne daß wir das Geringste dafür haben, sie sind, daS Wort klingt hart, aber es muß doch ausgesprochen werden, verspielt, ver­spekuliert. Es ist richtig, in Geldangelegenheiten ist mancher unerfahren, hört er sehr auf fremden Rat; aber jedermann sieht, wie die Dinge bei uns in Deutschland stehen, wie hohe Zinsen dort die Staatkpapiere geben, und wenn er fremde Werte nur darum nimmt, weil diese ihm einen hohen ZinSgrnuß gewähren, so muß er sich selbst sagen, daß die Geschichte einen Haken haben muß. Es ist mit Geld und Zinsen im -bürgerlichen Leben genau ebenso, wie bei den Staaten. Ein sicherer Mann erhält Geld schneller und zu geringeren Zinsen, als ein sogenannter unsicherer Kantonist. Bei dem h^eren ist für den Darleiher das Risiko größer, folglich sucht er sich durch höhere Zinsen zu decken. Den fremden Kleinstaaten würde eS gar nicht einfallen, Geld zu höheren Zinsen zu nehmen, wenn sie er zu billigeren bekommen könnten. Ueber diese That'achen muß sich jeder klar sein, der Geld Hot, und er ist sich auch darüber klar gewesen; der Wunsch, höhere JahreSeinnahmen zu erziele», war mächtiger, sprach dringender, als die Stimme der Vorsicht. Mancher sieht jetzt die bösen Folgen, und die Misere ist um so bedauerlicher, als bei den heutigen erschwerten Existenzbedingungen jeder Ver­mögensverlust doppelt empfindlich ist.

Es muß aber mit aller Entschiedrnheit noch auf einen Punkt hingewiesen werden, bei welchem auch die Klinke der Gesetzgebung wirksam in Bewegung gesetzt werden kann. Angesichts des heutigen Kurs­sturzes ist auch ben großen deutschen Geldhäusern, welche die in Rede stehenden Papiere in Deutsch­land eingeführt und im Publikum unter gebracht haben, der Vorwurf nicht zu ersparen, daß sie mehr auf ihren eigenen Vorteil, alS auf den deS Publikums gesehen haben. AuS diesem Verhalten, das geschäftlich ebensowenig anfechtbar ist wie rechtlich, erwächst eine moralische Verpflichtung für die betrrffendkn Bank­häuser, und auch ein Einschreiten der Gesetzgebung ist cm Platze. Bankinstitute, welche sich mit der Ausgabe von Wertpapieren befaffen, können nicht

Trotz, unter sei» niederes Dach und bald daraus auch »ach Moskau, wohin der baltische Pastor einen Ruf als UuiversttätSprofeffor erhalte» hatte. Allein das Glück der beiden Eheleute war leider uur ein kurzes. Klementine starb ein Jahr nach der Geburt ihres Söhnchens, und wenige Monate später folgte ihr auch der tteue Satte ins Grab. Als Graf Kleist nach langer Zeit zufällig diese Todesfälle erfuhr, zuckte er äußerlich kalt die Achseln, tu seinem Herzeu aber regte sich bittere Pei», denn er hatte die Schwester von ganzer Seele geliebt and auch OrlovivS war ihm, bis zu dem Tage, wo derselbe das Auge zu Klewentiueu erhoben, ein sehr werter Freund gewesen. Tief in seinem Innern beklagte er de» Verlust der Schwester mit bluttgeu Thräueu, »och mehr aber, daß sie in der Fremde hatte sterbe» müffen, durch setue Härte hinauS- gestoßen, um eines schnöde» Vorurteils willen. Waren doch er und sie, Hektor u»d Klementine, nur »och die einzigen Sprößlinge des ei»st so auSgebreitete» Ge­schlechts der Meiste vom Wether gewesen.

Klementine hatte ihre» Knabe», im Andenken an ben Bruder, ebenfalls Hektor genannt Nach Paul OrloviuS' Tode »ahm etue Schwester des letzteren d-S Kind zu sich und fiedelte mtt ihm »ach Stockholm über.

Um jene Zett zählte der Graf dreißig Jahre. Der Schmerz um die verlorene Schwester erfüllte ih» mit Sehnsucht nach Sympathie, und e» währte nicht lange, da glaubte er solche auch tu de» Augen und btm Herzen der schönen Tochter deS Barone von Kawpfhosen gefunden gn habe». Lydia vo» Karrpshosen war achtzehn Jahre alt n»d eine ge- boreue Kokette. Der Graf, deffen Wesen »ud Be­nehmen st« mit dem eiurS wolyutschen Bären verglich, interessierte und belustigte sie; war ihr aber nur als Zeitvertreib galt, war ihm doller, tiefer Erust. Er empfand eine verzehrende Liibe zu dem schöne» Fräulein.

Da brach der rnsfisch.türkische Krieg a»S, der ihn als Hauptmau» wieder zu de» Fahne» de» Zaren rief. Ehe er in» Feld zog, schüttete er der Angebetrtt»

verpflichtet werden, dem Publikum den vollen Wert der Papiere zu garantieren, wohl aber müßte» sie verpflichtet werde», eine pünktliche Zinszahlung zu garantieren. Wer das nicht kann oder nicht will, soll seine Hände von solchen Geschäften lasten, und Papiere, bei welchen eine solche Garantie unmöglich , bleiben dann bester ganz fort auS Deutschland. Bor allem aber würde eine solche gesetzliche Be- stimmung ben Vorteil haben, baß bei bet Ausgabe der betreffenbe» Wertpapiere voller reiner Wein eingeschankt wirb. In Gelbsachen hört die Gemütlich­keit auf, und wo S sich um den Nationalwohlstanb handelt, kann von einer Handlungsweise im guten Glauben nicht die Rebe sein.

Es wäre verfehlt und ganz falsch, sollte da» große Deutsche Reich auf dem Weltmärkte eine kleinliche, ängstliche Haltung beobachte». Wer industriellen Absatz in fremden Staaten haben will, darf dabei auch daS Geld nicht so genau ansehen. Unsere Position auf dem Weltmarkt ist eine solche, daß sie Respekt gebietet und diese wollen wir auch behaupten. Jndesten, und nun kommt der Haupt­punkt, eS ist nicht angängig und nicht gerechtfertigt, daß diese Stellung auf Kosten deS kleine» Rentier-, der sich in einem langen Arbeitsleben fein be­scheidenes Vermöge» zusammengespart hat, behauptet wird. Wer sind denn diejenigen, die bei den jüngsten Entwertungen der fremden Papiere Schaden erlitten habe» ? Die Millionäre nicht, die wisten besser Bescheid, sonder» die kleine» Kapitalisten. ES ist angesichts der letzten Vorkommniste nur recht und billig, daß an dem Risiko auch die teilnehme», welche bei dem ganzen Geschäft allein verdienen, nämlich die großen Geldhäuser. Man kann sich schwer eine Vorstellung machen, wie furchtbar die Einbußen infolge deS letzten Krachs sind. Da hat ein kleiner Rentier vielleicht für 30 000 Mk. argentinische Werte gehabt, die ihm 1500 Mk. Zinsen brachten. Heute hat er davon etwa 12 000 Mk. verloren. Der Mann kauft sich für ben Rest dreiprozentige Reichsanleihe und erhält bann etwas Über 600 Mk. Zinsen. WaS soll er bamft anfangen ? Die Lektion, die in ben letzten Monaten bem deutschen Kapital erteilt ist, war eine sehr scharfe, der Schaden ist sehr groß, er wirb empfunden, wenn auch nicht alle bie Tausende, welche davon betroffen sind, auf der Straße stehen und lamentieren. Wir haben eine ganz empfindliche Einbuße am Nationalver­mögen zu verzeichnen, davon läßt fich nicht» fort- reden. Darum muß hier Abhilfe geschaffen werden. Fern sei e», Maßnahmen zur Einschränkung deS

in letdeuschastlicheu Worte» sei» Her, au». Sie hörte ihu ruhig an und ließ fich auch herab, ihm einige Hoffnung zu geben.

»Wenn Sie nach dem FriedeuSschluß als Major wiedetkehre», mein lieber Graf, sagte sie, »dann wollen wir weiter sehen.'

Zum Abschied gewährte sie ihm auch »och einen Kuß, «ud so verließ er sie gehobenen HerzeuS und fest eutschlosteu, entweder als Major oder gar nicht zurückzukehren.

DaS Blut der Meiste war von jeher ein kriege­risches gewesen, und da auch daS Echlachteuglück ihm hold war, so blieb schließlich die ersehnte Beförderung nicht an». Nach Jahr und Tag kehrte er zwar nicht alS Sieger, aber doch als ruhmbedeckter Truppenführer auf sein Stammschloß am Weiher zurück.

Mit liebesbangem Herzen eilte er zu ihr, deren Blld allein ihm im Tosen der Schlacht, wie am nächt­lichen Lagerfeuer vorgeschwebt hatte.

Barouefle Lydia reichte ihm zum Willkomm zwei Finger und musterte ihu dabei von oben bi» unten.

Sr stand wie versteint, dann aber stammelte er die Sunde heraus, daß er Major geworden und nun gekommen sei, sie an ihr Versprechen zu eriuuer».

Sie lachte hell auf.

.Wie drollig!" rief ste. .Daß Eie dara« noch denke»! Ich hatte jenen Scherz schon längst vergeffe». Haben Sie da» wirklich für Ernst gehalten? . . . O nicht doch! Pap - hat übrigens auch ganz andere Pläne mit mir. Ich ... Aber Sie entschuldigen mich wohl, lieber Gras. Guten Morgen!'

Der Schlag, der alle feine Hoffnungen mit einem Schlag zerschmetterte, schien auch alle anderen Emp. fintnngen in ihm er tätet zu haben. Nichts blieb ihm, als da» Bewußtsein de» erlittenen schnöden Unrechts.

Er floh die Menschen und widmete fich fortan ausschließlich der Bewirtschaftung feine» Grundbe- fitze». So vergingen einige Jahre, bi» ihm eines Ärger eivfiel, daß er für einen Erben sorge» ntfiffe,

lg w mbole 1714 in» jliebeit gege» bholc-- f-r.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Lettisches Nelck.

Berlin, 21. Mai. Kaiser Wilhelm ver­weilte auch noch heute als Gast des Grafen Dohna auf Schlobitten, von wo er sich zu Wagen nach Pröckel- witz begab, um dort ebenfalls noch einige Tage zur Jogb zu verbleiben. Dem Bundesrat in Berlin ist der Entwurf einer Berorbnuog. betreffend die Abänberung unb Ergänzung bet Bestimmungen über bie Tagegelber unb Fuhrkosten von Beamten ber Reichs-, Post- und Telegraphenverwaltung, nebst einer den Entwurf begrünbenben Denkschrift zur Beschlußfassung zugegangen. Dem Vernehmen »ach ist bie Insel Helgoland laut Beschluß be» Bundesräte- dem 5. Wahlkreise der Provinz Schleswig- Holstein (Norder- und Süberdithmarschen) zugeteilt. A» ben HanbelSminister von Berlepsch wird, laut .Konfektionär", eine Eingabe sämtlicher großer Firmen ber Damen-, HerrenkonsektionS-, Trikot- und Strumpswareubranchen vorbereitet, welche gegen die geplante dreifache Erhöhung des Einfuhrzölle» auf eben genannte Artikel, welche vom Februar 1892 ab in der Schweiz inkrast treten soll, Stellung nimmt. Die geplante Erhöhung würde den Schweizer Markt, der im Jahre 1889 für 12 Millionen Mark obengenannter Waren auS Deutschland aufnahm, der deutschen Konfektions- unb Wirkwaren-Industrie fast vollständig verschließen. DieBerliner Börsen Zeitung" will wisse», der Vorsitzende der Königlichen Eisenbahnbirektion in Hannover, Thielen, habe abgelehnt, als Nachfolger bc» Herrn von Maybach daS Portefeuille des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten zu übernehmen; nunmehr solle ber Geh. Ober-Regierungsrat Bensen, Vorsitzender beS Königlichen Eisenbahnkommiffariats in Berlin, bie meisten Aussichten haben, ber Nachfolger be» Herrn von Maybach zu werben; Herr von Maybach habe selbst bie Aufmerksamkeit auf benfeiben gelenkt. DaS nach Chile beorberte beutsche Kreuzer» geschwader wirb sich demnächst aus dem letzten Wegabschnitte nach dieser Bestimmung befinden. Brieffenbungen für ba5 bekanntlich auS ber Kreuzer- fregatteLeipzig" unb ben Kreuzerkorvetten Alexandrine" unbSophie" bestehenbe Geschwaber

wen» die Kleiste vo« Weiher nicht mit ihm an»» sterbe» sollten.

Sei» nächster Gutsnachdar war der Sato» vo» der Recke. Derselbe hatte eine einzige Tochter, Lucie mit Name», ein liebliche», blonde» Kind mtt blauen Angeu »nd von sanftem, schüchternem Wese». Die Herren kamen zusammen, hatten eine geschäftsmäßige Uuterreduug, und bald daraus vertauschte Lucie, gehorsam de« Befehl des Vater», ihr elterliche» Hei« mtt dem des Grafe» Hektor, der vo» »u» an ihr Herr und Gebieter sei» sollte.

Wenn der Hausherr ein Tyrann ist und die Fran eine Sklavin, ^dauu wird da» Hans zum Gefäuguis.

Der finstere Graf war ein Tyrann. Nie kam ein liebevolles Wort über seine Lippen, und uur selten sah mau die Gräfin lächeln. Man pflegte ans dem Schloß am Wether keine Bekanntschaften »nd empfing keine Besuche.

Tag und Nacht brütete er über de« Unrecht, da» eine andere ihm angethan hatte; unr die Elchjagd brachte ab and zu eine kurze Zerstreuung in da» düstere Einerlei seiner Leben».

Aber auch die Gräfin saß und grübelte im stille» und erschauderte, wen» ste be» junge» Seeoffizier» gedachte, der mm bald au» ferne» Zone» zurück» komme» mußte und sie bann nicht mehr fiabeu würde. Doch was half alles Grübeln? Vielleicht kam er auch niemals wieder . . .

Nach zwölf Monaten schenkte ste dem Grafen eine Tochter. Er hatte einen Sohu erwartet, und in seinem Jähzorn ließ er die atme Mutter feine Enttäuschung schwer empfinden. Da» Kind lebte um wenige Monate nach seinem Tode aber sah e» in dem gräflichen Haus »och trostloser ans.

Wieder schliche» zwei Jahre dahi», da stellte di Gräfin ihrem Gemahl abermals ein frohes Ereignis in Aussicht. Jetzt ging ihm feine bisherige Kält nnd Schroffhett gegen sie zu Herzen und gern hätt. er alle» wieder gut gemacht. Allein mm war'S z» spät. Da» schwache Band, welche» sie anfänglich

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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a.M., Gaffel, Magdeburg u.Wien; Rudolf XXVI Moffem Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; 0. ß. AA1 *' Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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J*«K»b, teils feine Waldurgen auf der Jagd vach 5 «lchhirsch durchstreifend. Sein Gemüt war bet» «wit und fein Herz voll von bitteren Gedanke» y das Unrecht, welches er von der Welt erfahre», avch über das Leid, welches er deren zngefügt 5*» mit denen er Liebe um Liebe hätte tausche» ®£ttu u»d sollen.

Sot langen Jahren schon hatte er seine einzige, innig geliebte Schwester dmch seinen Stande». für fich verloren.

Gröfia Klementine batte ihr Herz einem Manne, dem sargen Pastor OrlovlnS, dem -^lsorger eines nahe gelegenen livländische» Stäkt» ' geschenkt. Graf Kleist und Pani OrlovirS 2;?® Studien genossen aas der Universität za Dorpat ES®, als aber der letztere die Haad ber junge» Wh u Bon dem Familieuoberhanpte, dem Bruder frei ~ua,e6tflt&rte' da antwortete der ahuenpolze Graf ».Bitt bitterem, beleidigendem Hohn. Aber auch iffert»1 hatte etwas von dem aubengsamewSinue

meiste W. geerbt; sie verzichtete aas aller und folgte »«liebten Manne, de« Willen de» «rnder» zNw ]

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Soim- und ▲,**!»**<

Feiertagen. Ouartal-Aboimements-PreiS bei der Expe- UL UUlJU

dition 2*/. Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (ejft>

Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile ©ÜttttttBettb 23 ÜJfat 1891

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