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Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

öchenüiche Beüagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham. - Illustriertes Sonntagsblatt.

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»t, dafür sorge», daß er nicht gestört werde, «h im Innern haben wir Manche» durchleben

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wüsten und wir ringen un» allmälig zu festen Ber- hältnisten durch. Sie brauchen bloß auf die Gesetz­vorlagen zu blicken, welche gegenwärtig die Vertreter de» preußische» und deutschen Volke» beschäftigen, und welche, wie ich zuversichtlich hoffe, einem baldigen Abschluß nahe sind, um volle» Vertrauen zu ge- winre«, daß die Wege, die Ich mit Meiner Regierung eingeschlageu habe, die richtigen find. Ich darf auch Meinerseits von den Mir vorgezeichneten Wegen, die Ich mit Meinem Gewissen und vor Meinem Gott allein zu verantworten habe, nicht abweichen und Ich werde nach wie vor nach bestem Gewissen wie für Mein ganze» Volk, so auch für die Rheinprovinz arbeiten. Ich weiß sehr wohl, daß gerade Sie mit gespannter Aufmerksamkeit nach Berlin blicken; die große industrielle Welt, die Ihre Provinz bi» in die entferntesten Gegenden berühmt gemacht hat und mit ihren großen und bedeutenden Anlage» Hundert­tausende Meine» Volke» beschäftigt, ist, möchte Ich sagen, da» Herz mit seinen vielen Arterien Unsere» Staate». E» hat zuweilen schneller gepocht, zu­weilen gedroht, mit seinem Pochen aufzuhören. Ich hoffe, daß auch diese» sich allmälig verlieren wird. Sie können überzeugt sein, daß keine Mühe zu groß und keine Arbeit zu mühselig ist, um dasür zu sorgen, daß nach beiden Seiten der Industrie, dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer in jeder Beziehung Gerechtigkeit geschehen soll. (Beifall.) Um diese» zu ermögliche», ist e» selbstverständlich auch Pflicht de» Regenten und seiner Regierung, nach Außen diejenigen Verbindungen zu suche», die not­wendig sind, um Unserer Industrie Ersatz sür den Absatz zu gewinnen, welchen einzelne Staaten ihr abzuschneid« drohen, und Ich kann Ihnen hiermit mitteileu, daß gestern der österreichische Handels­vertrag paraphiert worden ist (Bravo), und daß Ich hoffe, daß er Ihnen zu dauerndem Nutzen gereichen wird. Meine Herren, lassen Sie Mich nochmals wiederholen, wie tief dankbar Ich bin Ihnen und speziell der Stadt Düsseldorf sür den warmen Em­pfang, den Sie heute Mir bereitet haben. Ich bin der feste» Ueberzeugung, daß, wie die anderen Pro­vinzen Meine» Lande», so auch die Rheinprovinz, deren bewährte Söhne sich 1870 so tapfer und brav für des Reiche» Herrlichkeit geschlagen haben, Mir eigen wird, und daß die Rheinprovinz nach wie vor der Ueberzeugung ist, daß das Heil nur im Zusammenwirken aller Telle liegt und deshalb dem Monarchen in dem auf das Wohl des Ganzen ge­richteten Streben zu folgen ist. Ich trinke Mein Glas deutschen Weine» auf die Rheinprovinz, möge

Kruft 40.

Rede -es Kaisers

gehalten beim Ständehausfest in Düsseldorf.

die arme Sterbende, als sie ihre Bitte aossprach fo ganz zurechnungsfähig?

U°d wehr noch! Wer glaubt in unseren Tage» b« Dasein eines lebendigen Gottes? Wer uo<b?

Die Gebadeten, die Deukfähigen nicht mehr. $ .Das Her, schlug ihm, als er diese Vorstellnoge« m rasender Gewalt; feine Stirn glflte und Sollte er einem Schatten fein ß°U8e8 L-beuSglück zum Opfer bringen?

Ja, einem Schatten. Mehr war es nicht.

Eia neuer G-dankengaag mischte sich schmeichelnd n die hochgehendeu Wogen der Erregnng. Wenn die arme Emma ihn wirklich liebte, bann bnrfte sie f tJ6 nichts heischen, baS seinem Glücke N»lich werden konnte, bürste ihm keine brückeuben Fesseln anlegen. Ja, noch viel mehr, sie würbe e» !bstchtig"t hL WUl-n-sWgkett anch gar nicht be.

Ein Alp fiel von bet Brust be» einsamen ei' ®mma würbe eS gar nicht beabsichtigt haben.

Einmal zu dieser Schlußfolgerung aelanat toi#« die» Uebrige Nebensache. Hätte anch die Mutter ihren Kindern baS letzte ranben können, bie ttene WU^eflerln? satte fiebern Hanse 8 Halt, seine Stütze entziehen wollen?

Unmöglich.

dr°»och war der Eib geleistet. Alle Mefe werdeu^üffen * ^"^äube hätten vorher erhoben »lebet ging Halling tat Zimmer ans nnb ab. Dachte er btnn zu jener Staube an eine zweite H^d^ieß er fich träumen, baß bie Frage j-matt au ihu herautreteu werbe? H 1

Nein, stcherlich, baS Wort beS SchwnrS war ohne Inhalt, wie vielleicht ber ganze Gedanke überhaupt.

aB die neue Lehre, an das Svaugrlium der letzten Tage; er wollte att Mensch seine Mit­menschen beglücken nnb Segen stiften, wohin er kam.

licheS, baS zwischen uns heute abeub erörtert werbeu mutz', fuhr ste fort. .Etwa», da» mich tief betrübt.'

.So vergessen Sie e»', warf er ein. .Denken Sie nie mehr daran.'

Aber ste schüttelte leicht ben Kopf. .Wollte Gott, ich könnte es, Herr Halltag. Aber mich zwingen bie Verhältnisse, ich muß sprechen.'

Unb als er schwieg, setzte ste hinzu: .Nach etwa vier Wocheu möchte ich bieS Hau», das mir zur lieben Heimat geworden, verlassen, denn da» Schicksal will eS so. Ich gehe zn meinem einzigen Bruder. Er tti unverheiratet, kürzlich hat er nun ein grösseres Gut gekauft und bedarf notwendig des weiblichen Beistandes. Er'

.Nora, das alle» erzählen Sie mir, nm Ihre wahren Beweggründe zu verschleiern."

Das junge Mädchen zuckte zusammen.Wenn dem nach Ihrer Uederzengnng so wäre, Herr Halling, dann bitte, forschen Sie nicht metier."

»Ich verstehe", murmelte er.Unb boch aber e» ist besser, bie» Gespräch zu beenben. Gute Nacht, Fräulein Nora!"

Gute Nacht!" klang eB kaum hörbar zurück.

Al» Nora in ihrem Zimmer allein war, griff sie an bie Stirn wie jemand, ber sich nicht zu beftanen vermag. Eiu böses hartes Lächeln fp leite um ihre Lippen, bann brach ste in Thräueu an», nicht in bie de» Schmerzes, sondern die der furchtbarsten Aufregung. '.Verspielt!" rang eS fich im Flüstertöne ans ihrer Brust hervor.Verspielt!"

Und sie warf fich vor dem Bette aus bie Suiee, nm ihr Gesicht in ben Kissen zu verbergen.--

, Halling ging rastlos anf nnb ab. Jetzt waren die Würfel gefallen, Nora verlietz fein HauS, nm nicht zurückzukehren.

Und weshalb? Eines Wahne» wegen.

Rastlos grübelub versenkte er seine Seele in Fragen nnb Zweifel aller Art. War nicht biefer sogenannte «iv moralisch erpreßt? Unb war wohl

(Nachdruck verboten.)

Schiffbruch im Hafen.

Novelle von SB. Höffer.

-Die hat aber so viel geweint', sagte ba» älteste Mädrben. .Sie war gar nicht lustig.'

,O, da» thut mir leib.'

Immer noch hatte er ber Pflegerin nnb Be­schützerin seiner Staber stumm gegeuüber gestaubeu, ohne ihr bie Hand zu geben ober auch nur flüchtig zu bauten; jetzt konnte er wenigstens letzteres nicht länger umgehen.

»Sie haben mir meine Lieblinge erhalten, Fräulein Nora', sagte er in gepreßtem Tone. .Welches Wort gäbe eS, um Ihnen zu banken?'

Ihr Blick streifte kaum ben feinigen. .WaS ich that, war zwiefach meine Pflicht', antwortete sie. .Ich habe mich glücklich geschätzt, bie Kleinen pflegen zn dürfen, besonders att es noch galt, ber Gefahr zn begegnen.'

»Gott fei gepriesen, baß Sie selbst verschont blieben, Fräulein Nora.'

.Gewiss, eine Krankheit hätte neue Sorgen ver­ursacht.'

ES war ein sehr schweigsames Beisammeufein, bar nun folgte; bie Kleinen wurden früh zn Bette gebracht nnb später stahl fich auch Rose an» dem Zimmer, wie es schien, auf Verabrebnng mtt ihrer ütteren Freundin.

Nora arbeitete wie gewöhnlich; zwischen ihr und dem bleichen erregten Manne befand sich bie ganze Breite beS Tisches.

Halling sah verstohlen zn ihr hinüber. Da» an­mutige Sestchtcheu war zarter geworde», bie Augen etgten eine dunkle Umrandung. Uab wie durch- ichtig, bläulichweiß flimmerten die Hände.

Er sprach kein Wort, eine schwere Entscheidung mußte jetzt fallen, da» war e», WaS einzig in feinem Bewusstsein lebte.

-H-rr Halling', sagte halblaut da» junge Mädchen.

Er fahr auf. .Ich bitte!*

Nora ließ bie Arbeit in ben Schooss finken, aber ie sah nicht auf. .S» ist etwas recht Schmerz-

Deutsches Keich.

Berlin, 5. Mai. Unser Kaiser ist am Montag Abend von Düsseldorf wohlbehalten in Köln angekommen und in der festlich geschmückten und glänzend erleuchteten Stadt mit großem Ent­husiasmus empfange» worden. Rach der Begrüßung durch bie Behörden fuhr der Kaiser im vierspännigen Galawagen um den Dom herum zum RegierungS-

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gebäuoe, wo Absteigequartier genommen würbe. Auch der Reichskanzler v. Caprivi wurde lebhaft begrüßt Am Dienstag Bormittag »ahm der Kaiser bei pracht­vollem Wetter in der Mühlheimer Heide eine Pa- labe über bte Kölner Garnison ab. Am Nachmittag taub un feftlidj geschmückten Gürzenich - Saale eine K1 bie Stadt Köln ihrem hohen

Gaste gab. Nach ber Mahlzeit trat bet Kaiser auf einem ^embainpfer untet glänzendem Ehrengeleit bfe Weiterreise nach Bonn an. An den Ufern de» Stromes waren Tausende von Menschen versammelt, welche dem Monarchen Ovationen bereiteten. Die Ankunft l» Bonn gab abermals zu zahlreichen Kund- gebungen Anlaß. Am Landungsplätze der Dampfer hatte sich eine zahllose Menschenmenge versammelt. In ferner Antwort auf bie Begrüßung der Behörden betonte der Kaiser, wie lieb ihm Bonn sei, wo et studiert habe. Unter Eskorte der Bonner KönigS- husaren fuhr ber Kaiser bann in fein Absteige­quartier. Der Aufenthalt in Bonn, woselbst der Kaiser mit dem Großherzog Adolph von Luxemburg hm,n«!snto,rb.toilb voraussichtlich zwei Tag? bauern. Alsdann erfolgt bie Rückkehr nach Pots- bam. Auf der Durchreise nach Karttruhe ist bet Kronprinz Gustav von Schweden in Berlin eingetroffen unb hat ber Kaiserin feine Auf-

-Der Kultusminister hat eine neue Itatiftifcbeaafnabme des gesamten BolksschulwesenS sLa» genommen und den

Stichtag hierfür auf ben 25. Mai b. I. festgesetzt. Dem Abgeordnetenhause ist ein Gesetzentwurf zugegangen, wonach die in den verschiedenen Landes- teilen bestehenden Bußtage fortan nicht mehr att allgemerne Feiertage zu gelten habe». Die Geltung als allgemeiner Feiertag ist nut dem am Freitag a ucT s. C^te» Sonntage nach Trinitatis künftig stattfindenden Landesbußtage beizulegen. - Die

Gesellschaft be- Woß ^eute, eine auS ihren Mitteln mit einem Rabttal bon »ier Millionen Mark zu konstituierende Elsenbahn-Aktiengesellschast für ben Bau der Linie Tanga-Usambara zu begründen. Neber die Zahl der Offiziere des Beutlaubtenstande» im preußischen Heere macht dieMil.-Ztg.- aufgrund ler neuen Rangliste folgende Angaben: In der Reserve sind vorhanden 1 Major, 166 Hauptleute bejtt). Rittmeister, 906 Premietleutnants und 6154 e>etonbeleutnant8, zusammen also 7227 Oisuiere »'SEN 6644 im August 1888. Die Landwehr zähtt 8371 Offiziere gegen 8401 im August 1888, barunter 1 Oberst, 3 Oberstleutnant», 24 Major»,

Dann enblich war bie Zett ber Absperrung Ek ersteurnatt sollte bie ganze Familie

«btr im Wohnzimmer vereinigt sein. Als ber letzte Wen Halltag, vergeblich bemüht, bie unbefangene «he früherer Tage auch j-tzt zu erzwingen, blaß bis * bte Lippen, von Rose» Gegenwart heimlich auf äusserste gequält S» war ja zwischen ihm nnb langen Mädchen ein Tett biefer ganzen traurigen «lekgenbeit zur Sprache gekommen, er fühlte sich Aich geniert, selbst bann noch, als ihm feine jubelnd entgegensprangen.

'Papa, auf einige Minuten hättest Du aber doch

' 1 °U8 kommen können! DaS war unrecht von Dir!'

naun'kf .Und auch nicht einmal durch ben Garten bist Du Sapo?Wvgeu. Seit acht Tagen haben wir von Dir gesehen ober gehört'

[1652 u®1 kätzte bie Plappermäulchen. »Papa hat sehr : «zu tbnn*, antwortete er, ohne ben Blick zu er» s<n- »Unb bie gute Taute Nora war ja bet Euch.'

(Fortsetzung.)

i^Nora fragte nicht, schickte ihm keinerlei Botschaft Ä * v-rwied le» im «arten mtt ihm zusammen,n- lauter Zeichen, daß sie keineswegs erstaunt war, Psg, I ihm gegenüber durchaus nicht unbefangen fühtte. , , dein Her, schlug schneller, in feinen Augen blitzte zurück, 'plötzlich ans. Sie liebte ihn, ja ste liebte ihn, ob chen «V kein Zeichen, kein Blick oder Wort jemals ihr (151 verraten hatte. Die Opfer, seinem Hanse, Kindern gebracht, waren nur ebenso viele Be- e, wie viel er selbst ihr galt

88 reizte ihn, nicht in bitt Kiuberzimmer zu "''scheinbar ganz gleichgittig ,u bleiben, aber schärfer zu beobachten. Nora musste auch bie neu beruhigt buben, benn blefe würden boch lüb fragen: Warum kommt Papa nicht mehr aus?--

sie blühen unb gebeihen jetzt und immerfort bi» in die Ewigkeit 1 Die Rheinprovinz lebe hoch! hoch hoch!^>

Nach anderen Zeitungsberichten soll der Kaiser am Schluffe seiner Rede wörtlich gesagt haben: .E» giebt nur einen Herrn im Lande unb das bin Ich. Einen anderen neben mir dulde ich nicht!"

Der Reichsanzeiger hat bis jetzt den amtlichen Wortlaut der Rede noch nicht veröffentlicht.

Die Kemmchigmrg der Landwirtschaft.

Gelegentlich der zweiten Beratung der Zucker­steuervorlage brachte ein freikonservativer Abgeord­neter auch die Beunruhigung der Landwirtschaft zur Sprache. Der Reichskanzler v. Eaprivi erwiderte darauf, baß ein Grund zur Beunruhigung nicht vorliege. Die verbündeten Regierungen, so meinte er, könnten thun wo» sie wollten; man fei auch im allgemeinen mit dem, wag sie thun, einverstanden; aber, mau glaube immer, da» sei nicht alles, sie hielten mit weiteren beunruhigenden Plänen hinterm Berge. »Die Regierungen find", so äußerte der Reichskanzler weiter,fo überzeugt von dem Wert der Landwirtschaft für bie Erhaltung des Staates unb Reiche» wie irgend jemand hier im Hause, und ich dächte, eS wäre auch hier rällich, im Interesse einer gesunden Entwickelung, einer ruhigen Ent­wickelung unsere» inneren Leben» nicht der Regie­rung Absichten zu imputieren, die sie thatsächlich nicht hat und zu deren Jmputierung, so viel ich weiß, keine einzige ihrer Handlungen bisher Anlaß gegeben hat. Man führt sehr gern und leicht den künftige» österreichischen Handettvertrag in» Gefecht. Wenn der hier zur Sprache kommen wird, werden wir uns weiter darüber sprechen, und ich bin der Meinung, daß wir auch dann werden nachweisen können, daß eine Schädigung der Landwirtschaft von Seiten der verbündeten Regierungen niemals beab­sichtigt gewesen ist, daß diese auch vorauSsichüich durch das, waS die Regierung plant, nicht eintreten wird."

Ich danke der Rheinprovinz für ihre Gesinnung, eia Ausdruck derselben ist dieses Fest. Nicht att Fremder bin Ich hier unter Ihnen und nicht an fremdem Ort; diese Städte, diese Räume sind Mir »ohlbekannt. Ich habe sie besucht, als Ich noch in Bonn studierte, und daS letzte mal konnte Ich die Huldigungen hier witerleben, die Sie Meinem dahin- pschiedenen glorreichen Herrn Großvater bereiteten inb die ein unauslöschliches Denkmal der Erinnerung h Unser Aller Herzen gelassen haben. Daß Ich selbstverständlich für die Rheinprovinz besonder» innige Gefühle hege, brauche Ich nicht zu erwähnen; denn Diejenigen, die mit Mir zusammen gelebt und studiert haben, wissen da». Eine» aber möchte Ich hervor­heb«, daß e» Mir eine besondere Freude ist, am hatigen Tage in dieser Stadt dieses herrliche Fest wtgegenzunehmen: ES ist der Umstand, daß in bkfer Stadt auf Befehl Meines seligen Herr» Groß­en. - »ater» Ich zum ersten mal im Leben öffentlich auf- xtreten bin, indem Ich bei Enthüllung des Corneliu»- .. Denkmals Meine» Herrn Großvaters Majestät zu ^nger, »ertrtten zum ersten mal die Ehre hatte. Seit der Opern- Zeit find 12 Jahre vergangen und in den letzten Jahren hat sich manches geändert. Die erhabene Erscheinung de- hohen Herrn ist verblichen. Ihr Mgte manches werte Glied der Familie, eS folgte vor allen Dingen die herrliche Erscheinung R rfih Herrn Vaters, die Sie alle noch hier unter Eich haben wellen sehen unb von bem Sie wissen, ara .gif toit warmem Herzen er an Bonn unb an der r9R19,Ceint,rOtiini 618 1» fernem Lebensende gehangen snhr man$e Städte und manche alte Kirchen können £k! Seinem Interesse, von Seiner Fürsorge erzählen, inn*Bcnn ves Fürsten Durchlaucht Wird so fteundlich -Meiner Mühen zu gedenken, die ich über- Helle loronot habe zum Wohl des Reiches nach Innen «d nach Außen, so ist baS nur Meine Pflicht, «Iche die Stellung, bie Mir angewiesen ist, mit h bringt, und wirb es Mich freuen, wenn be» stmmels Gnade Mich unterstützt, und Ich nach wie 1? R iu Frieden unb ungestört Mein Land regieren 5 « Ich wollte nur, der europäische Friede läge 1 Meiner Hand, Ich würde jedeusall» dafür egen, daß er nie mehr gestört werde. (Lebhafter » 8 disall.) Wie dem aber auch sei. Ich werde jedenfalls chtt unversucht lasse», und waS an Mir

JK 106. Ation'sA' Marburg, sowie die Annonceu^Bureaux von H?asenstein unb^Bogta

DEstag, 7. M°i 1891. LLLLMZW.O 01