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(C. A. 3-)
Castel, 28. April. In einer kürzlich stattge-
Der Kriegerverein
Witzenhause«, 25. April.
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Eschwege, 27. April. Ja Vockerode hat, wie
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ie und it .C. A. Z." berichtet, der Ackersmann Sch., ein
Biedenkopf, 27. April. Durch einen recht be-
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merlichen Unglücksfall wurde eine Familie im benach
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Bekämest, dieser
Excellenz der kommandierende General der Armeekorps, von Grolrnann, von Weimar aus, Je[bft derselbe behuss Abnahme militärischer Vor-
kutscheidttnge« des Reichsgerichts.
— Ist unten den üblichen Schlußschetnbedingungeu
»st nüchterner und geachteter Ortibürger, der auch «recht günstigen Verhältnissen lebte, durch Selbst mb geendet. Bei der Zusammenlegungssache,
Amtliche Nachrichten
Ernannt: der bisherige Forstafleffor Greve Königlichen Oberförster in Gottsbüren, der rendar Riebow zum Gerichtsassesior, der Apother r in Abterode zum Stellvertreter des Amts- MaltS daselbst, der Stadtschreiber, Sekretär Brems
<8f i o n tert: die Förster Seitz in Frielendorf > der Linden in Fürstenhagen und Wegfarth in it« Mfelb vom 1. Juli d. I. ab. — Niedrige- * j Wen: bit praktischen Aerzte Dr. Eysel in Greben-
* unb Dr. Spiro in Frankenau. — G e- ■ *tben: der Gerichtsvollzieher Pleus in Orb.
1 ilung der Forstkaffengeschäfte für die Ober- Stttien Naumburg und Ehlen und dem Vize- tgermkistel Mösta in Ehlen die Unterrezeptur der ersörsterei Ehlen. — Verliehen: dem biSh.
l Urgehülfen in Deisel R. Bansrnann die dasige Erstelle, dem Kanzlisten Uberich bei der Landes- bükasse in Cassel das Allgemeine Ehrenzeichen mit Ie#, - 1 Zahl 50, dem bisherigen Userwärter Riemen
seiber I in Braach urb bem Regierungsboten a. D. chach in Cassel bas Allgemeine Ehrenzeichen. — ersetzt: bet Gerichtsafstflor Bock in den Bezirk I OberlanbeSgerichtS zu Cöln. — Entlassen: 1 Terichtsassessoren Landgrebe und Carl Eberhard 1 dem Justizdienste in Folge ihrer Zulassung zur htsai waltschaft, der Referendar Dr. jur Rosen» 1 aus dem Bezirk deS Oberlandesgerichts zu ifiel n Folge seiner Uebernahme in den Bezirk • Oberlandesgerichts zu Naumburg a/I. —
«gehE oben zu können. Dieser Gedanke wich nicht mehr Achsel- in ihm und er nahm sich daS Leben.
Hersfeld, 27. April. Die Kreiswundarztstelle
vnigs- und Schulrat Dr. Falckenheimer wider stich die Stelle eines Mitgliedes der Direktion des j sokmirten Waisenhauses in Cassel im Nebenamte, i s RegierungS-Baumrister Eichentopf die Geschäfte k Wosserbauinsptkwr-Stelle in Cassel, dem Königen Rentmeister Bachmarn in Wolshagen die Ver-
tt Ge> "ten Breidenbach schmerzlich betroffen. Einer von st nm Knalen im Aller von 6 brzw 8 Jahren, die h eii | aus einem Hofe vergnügten, legte in scherzhafter n, u» iise seine Hand auf einen in der Nähe befindlichen tr z, wklotz, der jüngere der beiden ergriff daS an dem e Kah b>tz lehnende Beil und hieb mit einem Streich ,so ob km Spielgenossen drei Finger der rechten Hand durst b, so daß daS bedauernSwerthe Kind den Gebrauch ilcherii 6 rechten Hand wohl verlieren wird. — (H. A.)
Rinteln zum zweiten Stellvertreter des dasigen iKkUlk imdesamten. — Uebertragen: dem Re
battbq .3 Nachahmung, welche dahin lautet, daß särnrnt- Raffg, Melkvieh, welches auf einen Biehmarkt ge- mittn, Miht werden soll, an bem Morgen beS Markttages, Hauk yjet es aufgetrieben wird, abgemolken werden muß. st bei Widerhandlungen werden mit 30 Mark oder ent= " —- Schinder Haft bestraft.
^Kassel, 27. April. Heute Nachmittag fuhr
rnnboi erben muß, so dürste es an der Zeit fein, den >e die ckgern von 1870/71 zuzurufen: Aus! schart n die. ch zusammen und rettet die Fahne mit dem c Ent- dhlspruch: „Mit Gott für Kaiser und Reich!" zu oz. er- kr Stunde.
züglist .
ä). Kreises Hersfeld mit bem Wohnsitz in Friebe- chrlich tlb ist erledigt und soll wieder besetzt werden. Nehalt iebizinal-Personen, welche sich um diese Stelle be- infelbi erben wollen, haben ihre Gesuche, sowie den ärzt- ihrlicht stm ApprobationSschein, sonstige Zeugnifle und härter! ,tn Lebenslauf binnen sechs Wochen dem Herrn Post- Kgierungs-Pläsibenteu in Cassel einzureichen.
ngsbe- - - - -
zirhrv, eiche vor Jahresfrist zu Ende war, glaubte er zu :k. — itz gekommen zu sein und daher nicht mehr fertig
jeglich, .
: land, »Magen weilte, zu den Beisetzungsfeierlichkeiten für ckerun- ^verstorbenen General-Feldmarschall Grafen Moltke A Berlin. (C. A. Z.)
Gen», Gaffel, 28. April. In einer kürzlich stattge- epescht tobten Komiteefitzung wurde beschlossen, daS Krieger- Revier fcft bei Verbandes Hessen und Waldeck am 12. und d. Juli d. I. abzuhalten. AIS Ort der Bersamrn- ächstr, pg ist bekanntlich Gudensberg gewählt.
fahr«, Witzenhause«, 25. April. Der Kriegerverein teilunz a Kitzenhausen hat ausgehört zu sein! Jrn Laufe fcnster ei letzten Jahres sollten höheren Oct» Ergänzungen eilt. 6 Statuten sämtlicher Kriegervereine angeordnet , wird utrben sein. Diese veranlaßten einen Antrag des Mainz pistandes auf Auflösung deS Vereins. Eine nkfurt, Generalversammlung beschloß demgemäß. An dem ägig« Mn Abend wurde auch gleichzeitig beschlossen, den ie aus- irhaudenen Kaflenbestand von ca. 470 Mark zu Zuge» kleine Unterstützungen an hilssbedürstige ,uf die geraden noch zu bewillgen, ein Abschiedsessen zu dreist, ttanstalten und das Inventar zu verkaufen. Die jäne VereinSfohne — ein Ehrengeschenk hiesiger om i, mgfiauen und Kameraden — welche seiner Zeit Proz, (30—140 Mark gekostet hatte, wurde für 10 Mark scheint Krlauft. Da der Verkauf der Fahne an die Be mleihe ittgung geknüpft ist, bemerkt das „Kreisbl.", daß sie leisten, on etwa sich bildenden neuen Vereine auSgehändigt
der Berliner Börse (welche die SchiedSvertragSklausel enthalten) ein reine« (nicht klagbares) Differenzgeschäft abgeschlossen worden, so kann nach einem Urteil deS Reichsgerichts, I CivilfenatS, vorn 17. Januar 1891, im schiedsrichterlichen Verfahren der Beklagte die Unzuläsfigkeii dieses Verfahrens wegen Ungülttgkeit des GrundgeschäftS geltend machen.
— Der Wechselinhaber, welcher durch die bis auf ihn fortlaufende Reihe von Indossamenten, unter welchen sich ein Prokuraindoffament befindet, legitimiert ist, ist nach einem Urteil deS Reichsgerichts, I CivilfenatS, vom 4. März 1891, nicht Eingentürner deS Wechsels, sondern Eigentümer bleibt Derjenige, welcher da» erste Prokuraindossament auf den Wechsel geletzt hat.
Nniversttats-Lhronik.
Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht den ordentlichen Professor der Chirurgie Dr. Braun (früher in Marburg) zu Königsberg i. Pr. zum Medizinalrat und Mitglied deS Medizinal- KollegiumS der Provinz Ostpreußen zu ernennen. — DaS Rektorat der Universität Königsberg Ist von Professor Dr. Bezzenberger auf Professor Dr. Hermann übergegangen. — Der Professor der Medizin Hessel-Hagen in Heidelberg wird die Leitung deS KrankenhofpitalS in Worms übernehmen. — Prof. Baumgarten in Tübingen ist zum Ehrenmitglied bet Anatomischen Gesellschaft in Paris ernannt.
Telegraphische Depeschen.
Dortmund, 28. April. Die Rheinischen Stahlwerke in Weiderich nehmen schon morgen den Betrieb in vollem Umfange wieder auf.
Esten o. d. Ruhr, 28. April. Der.Rheinisch- Westfälischen Zeitung' zufolge hat sich am Nachmittag ein weiterer Abnehmen des Streiks bemerkbar gemacht. — Der Vorstand de» allgemeinen Knapp- schastsvereins bringt heute auch zur Kenntnis der Belegschaften, daß nach Paragraph 24 und 25 des Statuts die Mitglieder 3. Klasse ohne Rücksicht auf die gezahlten Beiträge ihrer Mitgliedschaft sofort, und die Mitglieder 1. und 2. Klosse, wenn sie länger als einen Monat feiern, verlustig gehen.
Wien, 28. April. In unterrichteten Kreisen wird bestätigt, daß der Abschluß der HandelsvertragS- Berhandlunzen zwischen Deutschland und Oesterreich Ungarn unmittelbar bevorstehe. — Der türkische Botschafter Zia Bcy wird morgen Nachmittag dem Kaiser sein Beglaubigungsschreiben Überreichen.
Belgrad, 28. April. Die Regierung hat das von der bulgarischen Regierung gestellte Verlangen auf Auslieferung bei Emigranten Rizoff abgelehnt; ba keinerlei Auslieferungsvertrag zwischen Serbien unb Bulgarien bestehe unb kein berartiger Präzebenzfall vorhanbett sei. — Der Oheim bes König», Graf Hunyadi, stattete ber Königin Natalie einen Besuch ab
Simla, 28. April. General Graham griff am 25. April eine Abteilung von 1000 Manipuris an, ble sich in der Mitte eine» Sumpfes verschanzt hatten, und zerstreute sie. Die Manipuris verloren 200 Tote, auf Seiten der Engländer blieb ein eingeborener Offizier tot, unb 4 englische Offiziere wurden verwundet, darunter Leutnant Grant.
Vermischtes.
— Dr. Emin Pascha, welcher der Breslauer, Burschenschaft .Arminia' in den Jahren 1858 bis 1860 als aktives Mitglied angehörte, hat dieser nach seiner im vorigen Jahre erfolgten Ernennung zum Ehrenmitgliede nachstehendes Antwortschreiben gesandt: .Deutsche Station, Bukoba, W. Ufer Viktoria Nyanza, 28. November 1890.
Meine lieben Bundesbrüder!
Wenn je in meinem Herzen die alten Akkorde von Jugendlust unb Jugendträumen wieder auf rauschten, war es in der Stunde, wo hier im fernen Innern Afrikas, Eure brüderlichen Grüße mich erreichten. Silber wurden in mir wach, die da» rauhe Alltagsleben längst verwischt zu haben schien; Erinnerungen, die ich längst begraben glaubte. Der Tage gedachte ich, wo auch ich noch träumen und )offen konnte; der Freunde, mit denen ich manche feilere Stunde verleben durfte; derer auch, die längst der stille Rasen deckt. Wohl hat mein Fatum nach erratischer Laufbahn mich auf Pfade geführt, welche weit von den Euren abliegen, wohl habe ich einsam und allein meine Wege wandeln müssen und o't hart genug die Entfremdung von aller Welt empfinden müssen: Eins aber habe ich mir zu wahren gesucht — den festen Glauben an die Ideale, denen wir als Burschenschafter nachzuring n gelernt, den Glauben an das ewig Gute, das ewig Schöne in der W.lt, den Glauben an die ideale Natur des Menschen. Und )arin liegt ja eben die Berechtigung der Burschen chasi und die Bürgschaft für ihr Gedeihen noch in päten Zeiten, daß fie die Hüterin dessen ist, was un» das Beste und Theueiste sein soll, die Hüterin wahrer Humanität und reinen Strebens. Unb so eib denn herzlich bebankt für Eure Liebe und glaubt, daß ich die Ernennung zu Eurem Ehrenmitgliede al» einen Beweis betrachte, daß mein jetziger Weg der richtige sei und ich als Pionier des Fortschritt»' in Afrika meiner alten Arminia keine Schande mache. Und darauf, daß die alte Arminia blühe und wachse darauf ein herzliches Schmollis! Euer Bundesbruder Dr. Emin Pascha.'
— Die Berliner Zeitungen teilen mit, daß eine von MoltkeS Lieblingsäußerungen die folgende gewesen sei: .Wat srgt hei nu tau fine SüperS? Wa» sagt er nun zu seinen Säufern?)". Die
Blätter sage«, dies Wort rühre von einer Episode in der Schlacht bei Leuthen .bekanntlich" her. Der Fall liegt aber .bekanntlich" ander». Der alte Ftitz besichtigte eines Tage» in aller Morgenfrühe das Dragonerregiment Bayreuth (heute Kürasfierregiment Königin) bei Pasewalk. Die aus dem Schlafe gerissenen Leute manövrierten nicht besonders, und der erzürnte König tief bem Obersten von Schwerin zu: .Scheer' Er sich mit Seinen Leuten nach Hause, bie Kerls sinb betrunken." Der Oberst verteidigte sich, drang aber nicht durch, stieß nu» feinen Degen in die Scheide unb rief bem König in» Gesicht: „Der Teufel soll mich holen, wenn ich wieber den Degen ziehe.' Balb barauf brach bet Krieg auS, unb ber sehr tüchtige Oberst erklärte, er könne im Hinblick auf sein Wort nicht daran tellnehmen. Der König erwiderte: „Wenn Er nicht mit dem Degen kommandieren kann, kommandier Sr mit der Reitpeitsche!" Unter Oberst Martin von Schwerin unternahm das Regiment dann die in der Kriegsgeschichte fast einzig dastehende Attacke von Hohenfriedberg, in welcher mehrere Regimenter Infanterie unb Artillerie über ben Haufen geritten wurden, zahlreiche Gefangene, darunter verschiedene Generale, gemacht, Fahnen und Geschütze erbeutet wurden. Als daS Regime»! mit feiner Beute am Könige vorbeimarschierte, ertönte der oben erwähnte Ruf. Friedrich entblößte fein Haupt zur Antwort und hielt so, bis der letzte Mann vorüber war. Da» Regiment erhielt hohe Au»zeichnungen, und diese Waffenthat, die also nicht bei Leuthen, sondern viel früher stattfand, ist in dem Hohenfriedberger Marsch verherrlicht. Die Attacke hat aber der Oberst von Schwerin thatsäch- lich mit der Reitpeitsche kommandiert.
— (In Gütergemeinschaft.) Aus dem nicht mehr ungewöhnlichen Wege de» Inserats hatten sich die Beiden gefunden. Sie, eine heiratslustige Wittwe in den besten Jahren mit einem Töchterchen, welche» bereits achtzehn Lenze gesehen, und Ec ein Beamter a. D., aber Inhaber des schneidigsten Schnurrbartes, der je gedreht worden. Also Er wurde Mitinhaber des Geschäfts seiner Frau, um deffentwillen er sie zum Altar geführt hatte, denn er hatte sich fürsorglich Gütergemeinschaft vor dem Königlichen Amtsgericht in B. bei Berlin, wo das Paar feinen Wohnsitz hatte, ausbedungen und nun stand nichts mehr im Wege, daß man herrliche Flitterwochen mit einander erlebte. Aber bereits nach vierzehn Tagen gab es ben ersten häuslichen Streit, welcher bamit schloß, baß bie Gattin ihren Mann aus dem Haufe hinauscomplimentirte und gleichzeitig in dem Localblättchen eine Warnung er- liß, ihm auf ihren Namen etwas zu borgen. Sogleich antwortete der Mann aus demselben Wege in gereiztem Tone, daß er mit seiner Frau in Gütergemeinschaft lebe, und kehrte, um diese- klar zu bereifen, sogleich in sein Haus zurück. Nun begann dort der häusliche Krieg; der Hausherr vrrbarri lädierte sich in seiner Stube; die Gattin, die theure, schlug aber mit einer Axt in die Thür Bresche und ging, unterstützt von ihrer Tochter, zur Offensive vor. Allein der Gegner focht mit solcher Erbitte»- rung für sein bedrohtes Leben, daß er schrittweise den verbündeten Amazonen Terrain abgewann unb schließlich die Frau entwaffnete Als da» die minnigltche Tochter sah, lief sie nach einer Flinte, um allen Ernstes auf „ben neuen Herrn" Feuer zu geben, aber bie Halbe tarn zu Fall, unb nun hielt der Gebieter Abrechnung, inbem er »Frau und Kind" mit einem Stock jämmerlich zerbläute. Aber die Nack» barinnen kamen den Bedrängten zu Hilfe, indem sie ein Pantinenfeuer gegen den Mann mit so günstigem Erfolge eröffneten, daß derselbe das Fe'd räumte. Die Frau also behauptete das Terrain, aber fie sollte sich ihres Teiumphes nicht steuer. Am nächsten Tage ließ sie ein Inserat veröffentlichen dr» Inhalt», daß fie den Ort verlassen und ihr Anwesen verkaufen wolle, in der darauf folgenden Nummer des Blättchen- erschien jedoch eine Annonce ihres Gemahls welcher diesen Verkauf ohne seine Einwilligung vorweg al» nichtig erklärte, denn sic leben ja mit einander in Gütergemeinschaft.
— (Ratten zu vertreiben.) Das Vertreiben der Ratten ist oft leichter als das Vergiften, denn da» Gift lernen die Schädlinge bald kennen und gehen nicht daran, während in die Löcher gelegte Ver treibungsmittel ihnen dauernd lästig werden. Sehr gute Erfolge hat man in dieser Richtung gehabt mit einem Pulver, welche» man gewinnt durch Zerreiben getrockneter Blätter der Hundszunge (Cy- nogtossum officinale). Dasselbe wird von den Ratten sehr stark gemieden, so daß fie dort, wo
indefien nicht ganz aufrecht erhalten werden konnten, da die Bedarfsfrage keine dringende und die Saufneigung eine vorherrschend reservierte war. Roggen behauptete bei schwache« Angebot den heute erreichten weiteren Preis» fortschritt. Gerste fest, jedoch ruhig infolge gelichteter Vorräte. Hafer begehrt und im Preise anziehend. Es notieren nach Qualität: Weizen hiesiger und Wetterauer Mk 25.25—25.75, kurh. Mk 25.25 bis 25.5", nord- deutscher Mk. 25.25-25.50, russischer Mk. 25.25- 25 80, bayerischer Wk. 25.25 bis 25.50, Roggen, hiesiger Mark 21 25 bis 21.50, Pfälzer Mk. 21.50 bis 22—, russischer Mark 21 25 bis 21.75, Geiste, hiesige Mark 18.50 bis 19—, Pfälzer Mark 19.25 bis 19.75, fränkische Mark 19.— bis 19.50, Riedgerste Mk. 19.25 bis 19.75, Hafer, hiesiger Mk. 16.25 bis 17—, Württemberger Mark 16.50-17—, bayerischer Mk. 16.25 bis 17.50, Mais, mixed Mk. 16.75 bis 17.-. Donaumais Mk. 16.25 bis 16.50, ägyptischer Mk. l\50 bis 16.25. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier.
Frankfurt, 27. April Der heutige Biel markt war mit 403 Ochsen, 21 Bullen, 420 Kitten, Stieren unb Rindern, 296 Kälbern, 210 Hammeln und .315 Schweimn befahren. Di« Preise stellten sich wie folgt pro 100 Pjd. Schlachtgewicht: Ochsen 1. Qual 65 bis 69 Mk., 2. Qua- 62—64 Mk., Bullen 1. Qual. 48 bis 50 Mk., 2. Qual. 45 bis 47 Mk. Kühe, Stiere, Rinder 1. Qualität pro 100 Pst 56 bis 58 Mk , 2. Qual 40 bis 46 Mk Kälber 1. Qua! pro Pfund 66-68 Pfg. 2. Qualität 58 -60 Pfg. Hamme' 1. Qual 64-66 Pfg 2. Dualität 54—56 Pfg Schwein» 1. Qual. 52 bis 54 Pfg., 2 Qual. 48 bis 52 Pfg
Theater-Aryeigen.
Frankfurt
Lom 30. April bis 5. Mai.
Opernhaus.- Donnerstag: „Der Prophet." Gew. Pr. Freitag: geschloffen Samstag: „Oberon." Gew. Pr. Sonntag: „Lohengrin." Gr. Pr. Montag: Geschloffen Dienstag: Lucrezia Borgia." Hierauf: „Schmetterlings- Jagd." Gew. Pr.
, „ Schauspielhaus. Donnerstag: „Der Hütten- besttzer." Gew. Pr. Freitag: „Die gemeinschaftliche Hochzertsrerse." Gew. Pr. Samstag. Neu einstudiert: „Der Probepfeil." Fräulein Malten als Gast. Gew. Preise. Sonntag, nachmittags 3*/2 Uhr: „Die gemein» chastlrche Hochzeitsreise." Außer Abonnement. Kleine Preist- Abends 7 Uhr: „Der Probepfeil." Frl. Mallen als Gast. Gew. Pr.
Cassel (Königl'cheS Theater.)
Bom 30. April bis 3. Mai.
Donnerstag: „Das Nachtlager in Granada." Freitag: „Maria Stuart." Sonnabend: „Der Templer und die Jüdin." Sonntag: „Die Puppenfee." Vorher: „Der Vicomte von Letorieres."
Verzeichnis
der für daS Sommer - Semester 1891 an hiesiger Universität immatrikulierten refp. inskribierten Studierenden.
154.
156
157.
Grün 31.
Kasernenstraße 4.
Untergaffe 7.
Renthof 3.
Ketzerbach 24.
Ketzerbach 44.
Haspelstraße 27.
Grün 15.
Untergaffe 13.
Ketzerbach 52.
Renthof 1.
Kasernenstraße 2.
Rudolfsplaß 1.
Weidenhausen 1.
Schloßtreppe 3
jur . Wörthstr. 9.
Schneidersberg 7.
Untergasse 6.
Kayserling, Gustav, Magdeburg,
Kemples, Adolf, Essen, 1:8. Kluge, Friedrich, Aschersleben, 159 Klostermann, Bernhard, Ahlen, 160. Krawinkel, Joseph, Münster, 161. Sauber, Rodert, Rochlitz, „ 162. Frhr. v. Ledebur, Karl, Ostinghausen, jur., KalbS- thor 19
142. Anderten, Alfred, Dortmund, 143. Althaus, Heinrich, Amönau, 144. Baath, August, Trebbin, 145 v Bergen, Herm., Eikelborn, 146. Bernard, Max. Mansfeld, 147. Dilger, Julius, Wehen, 148. Berndt, Otto, Belfort, 149. Gerrmann, Waldemar, Memel, 150. Grützmacher, Karl, Tembelburg 151. Hagemann, Ludwig Arolsen, 152. v. Heppe, Theodor, Marienwerder, 153 Hölker, Joseph, Münster, V™ Hötte, Willibald, Münster, 155. Jacob, Gustav, Barmen,
165. Ludowig, Friedrich, Einbeck, 166. Luigs, Friedrich, Ahlen, 167. Meckler. Max, Halsbrücke, 168. Merk, Ernst, Offenbach, 169. Melters, Bernhard, Münster, 17 . Micke, Walther, Breslau, 171. Müller, Johannes, Dresden, 172. Oeste, Einst, Wacha, 173. Pens, Fritz >- arl, Stadtlohe, 174. Platte, Karl, Mühlenbach,
Reitgasse 3. Hofstadt 17. Elisabethstraße 9. Kasernenstraße 2 Kaseinenpraße 19 Lahnthor i.
Barfüßerstraße 30. Steinweg 37. Haspelstraße 19. Grün 7.
Wettergasse 13. Wilhelmstraße 9. Rudolfsplatz 3. Rudolfsplatz 3. Ketzerbach 21. Barfüßerstraße 25. Grün 38.
Unter gaffe 10 Steinweg 46. Kafernenstr. 17.
175. Sarrazin, Max, Deutz, 176. Scholle, Alfred, Parchim, 177. Schwartze, Manfred, Hamburg 178. Semler, Karl, Osterburg, 179. Stamm, Karl, Borken, 180. Wedemeyer, Werner, Hameln, 181. Weineck, Karl, Eilenburg, 182 Westhoff, Ludwig, Soest, 183. Wiegand, He m, Marburg, , 184 Wilms, Wilhelm, Dortmund, , 185. Wittmanu, Julius, Hamm, , 186. Jsmer, Ernst, Görlitz, , 187. Ruhl, Siegfried, Neustadt. „ «^«.vucuueg n.
188. Budge, Siegfried, Frankfurt a. M-, jur., Kasernenstr. 9. 189 Wangemann, Rudolf, Berlin, jur., Wilhelmstraße 9. 190. Block, Karl, Bockenen, „ Metzqeraasse 4.
191 . Röll, Karl, Josbach, „ Bahnhofstr. 3.
192 Zimmermann, Karl, Fritzlar, „ Wilhelmstraße 5.
193 Weber, Albert Betzdorf, „ Ketzerbach.
Unter gaffe 7-
Barfüßerstraße 11
Ketzerbach 18 Wehrdaerweg 24.
163. Lippe, Franz, Paderborn, jur, Wettergasse 10.
164. Loerbrocks, Otto, Soest, ~ ~
wo man es in ihre Behausungen streut, balb au»> Warbern.
Eingesandt.
Hat man bum an maßgebender Stelle noch nicht an die Anlage von elektrischen Feuermeldern in hiesiger Stadt gedacht? Wie notwendig solche hier sind, hat man schon oft unb besonder» auch beim letzten Brande wieder gesehen, ba ber Zeitraum zwischen ber Entbeckung be- Branb:- unb bem Alarmieren der Feuerwehr ein sehr großer war. Hoffen! lich werben wir recht balb der Anlage einer solchen Einrichtung entgegensehen, ba bie Au-dehnung bet Stabt immer größer und ba» Alarmieren mit der- s Iben schwieriger wirb. —8.
Lnrs nnd Marktberichte.
Frankfurt, 27. April. (Getreide.) DaS Angebot in deutschen Weizensorten war am heutigen Markte ziemlich umfangreich zu abermals erhöhten Forderungen, die
Beste unb billigste Ausführung von Börier.- Auiträgen, An- unb Verkauf von Staatspapieren, Geldsorten rc. zum Tagescourse. Kostenlose Einlösung von Coupon- unb Dioidendenscheinen durch das Bankgeschäft von Eichelberg & Wertheim, Marburg, Wettergafie 25.
Alte Katarrhe unb ihre Folgezustände wie Schnupfen, Husten, Heiserkeit, Auswurf rc beiuhen auf einem entzündlichen Zustand der Schleimhäute der Luftwege und nut ein Mittel, welches wie die Apotheker W. Vom'sehen Katarrhpülen im Stande ist den Entzündungk- zustard in ganz ku zer Zeit oft schon in wenigen Stunden zu beseitigen, wird auch das Leiden, den lästigen Schnupfen, den quälenden Husten, die Heiserkeit re. entfernen Die Apotheker W. Boßschen Katharrhpillen (mit Chocolade Überzogen und daher von groß und klein angenehm zu rühmen) find in den meisten Apotheken d Dose Mk. 1 erhältlich, doch achte man genau darauf, daß das Ber- schlußband jeder Dose den Namenszug des kontrollierenden Arztes, Dr. med. Tittlinger trägt. Hauptdepot Frank- furt a. M , Adlerapotheke.