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Regiments und des SeebataiLons gehoben und während Offiziere de» Generalstabs zur Seite schritten, hinab getragen.

Sobald der Sarg auf den Leichenwagen gehoben wurde der Kaiser hatte den Königlichen Leichen­wagen hergegeben feuerte eine Batterie Salut. Unter dem Donner der Geschütze, den Klängen der Musik und dem Präsentieren des Truppenspaliers setzte sich der Trauerzug um 3/.12 Uhr in Bewegung, an seiner Spitze die Leichenparade: 1 Eskadro Garde Kürassiere, 1 Eskadron 1. Garde-Dragoner- Regiments, 1 Eskadron 2. Garde-Ulanen- Regiment-, 1 Eskadron 2. Garde-Dragoner-Regiments mit der Standarte und demTrompeterkorpsdeS Garde- Kürasfier- RegimrntS, 1 Bataillon 1. Garde-Regiments z. F, 1 Bataillon 2. Garde-Regiments z. F., 1 Bataillon Regiments Kaiser Ab xander mit ihren RegimentS- Mufikkorps und Fahnen, 3 Batterien mit Musik. Stab» - Osfiziere, welche auf acht weißen Kisien den MarschallSstab und die Orden des Ver­storbenen trugen, schritten dem sechsspännigen Leichenwagen voran, an dessen Seiten wiederum Osfiziere mit Lorbeerkränzen und Palmen gingen. Auf dem sechsspännigen Leichenwagen, welcher die ersten beiden deutschen Kaiser hinauSgesahren hatte, erhob sich der einfache Sarg. Ihn schmückten Blumen, Lorbeeren und Palmen sowie Degen und Helm. Unmittebar hinter dem Sarge schritt in tiefem Ernst der Kaiser, dem obersten Kriegsherrn zur Seite der König von Sachsen und Prinz Leopold von Bayern: in kurzem Abstaude folgten die Mit­glieder der Moltke'schen Familie und alsdann die Groß Herzoge von Sachsen und von Hessen, der Erbgroß- Herzog von Baden und Prinz Georg von Sachsen. Den fremden Fürstlichkeiten schloffen sich die Prinzen Heinrich und Albrecht von Preußen, so­wie die Söhne de» Letzteren an. Es folgten die Botschafter, das Gefolge der Fürsten, der Reichs­kanzler, die General-Feldmarschälle, die Ritter des hohen Ordens vom Schwarzen Adler, der Kriegs­minister, die kommandierenden Generale und der kom­mandierende Admiral, die aktive» Staatsminister, die Präsidenten des Reichstags und der beiden Häuser des Landtag», die Abordnungen fremder Ärmeren, die Abordnungen der Regimenter des verewigten General- Feldmarschalls und der Marine, die Offiziere des GeneralstabeS (geschloffen), die Generalität, auswärtige Militär-Bevollmächtigte, Deputierte der Reichs, Staats­und städt. Behörden, die Mitglieder des Reichstage», des Herrenhauses und des Hauses der Abgeordneten, das OffizierkorpS und viele Deputationen von Vereinen.

»schützen Sie mich vor einer Begegnung mit.... mit dem Menschen, der fich Richards Bruder nennt, ich kann ihn nicht sehen I«

»Diese Begegnung haben Sie nicht zn fürchten«, versetzte lächelnd der Arzt, »aber nun hören Sie, wa8 ich Ihnen zu sagen hab». Ich war gestern, als der Brief Ihres Verlobten ankam, gerade hier in Ranheneck. Ihr Vater las das Schreiben ruhig durch, lachte dann höhnisch nud sagte: ,<8nt auSgedachtl Aber in die Falle gehe ich nicht, für Geld und gute Worte findet mau immer Leute, die bereit find, alles, was mau will, zu beschwöre» uud zu bezeugen.« Als »uu der ich muß ihn jetzt wohl Mortlock nennen, teilnehmend fragte, ob er unangenehme Nachrichten empfangen, warf er ihm de» Brief über de» Tisch mit den Worten itn: »»LirS, aber ärgere Dich nicht! ich glaube keine Silbe von dem» was dieser Loring erzählt haben soll.«« Ich sah', daß Mortlock fich bet der Nennung dieses Nameus entfärbte nud daß feine Hand, die hastig nach dem Briefe griff, leicht zitterte. Ihrem Vater, der gerade den »eben ihm liegenden Jagdhund streichelte, entging dar, »nd jener gewann auch gleich seine Selbst­beherrschung wieder. Er laS den Brief bedächtig dnrch und gab ihn Ihrem Vater zurück, iudem er ruhig^sagte:Ein schlau ersonueuer Plau, um mich bei Jhueu, lieber Onkel, zu verdächtigen.'« ,.WaS ihnen aber nicht geliugeu soll, mein Junge'«, erwiderte Herr von Rauheneck, legte den Bries gleichgiltig zur Sette und begann von etwas anderem zn reden. Auch fiortlock war heiter uud schien in bester Stimmung. Vährend wir zusawmensaßen, hatte fich ein heftiger Schneestmm erhoben, Ihr Vater forderte mich ans, oegen diese» Unwetters die Nacht in Rauheueck z» »leibe», uud da ich am uächsteu Tage mehrere Patienten u der Nachbarschaft zu besuche« hatte, uahm ich feine Einladung dankbar an. Als wir «nS am Abend trennten, um zur Ruhe zu gehe», warf Ihr Vater beim Anfsteheu aus seinem Seffel den Brief Ihres Seriellen vom Tische, ich hob ihn ans nnb wollte hm denselben zmückgeben, aber er sagte: »»Lesen

Um 1 Uhr rraf der Zug am Lehrter Bahuhof ein, wo ihn eine Ehrenwache vom Regiment Alexander, von den Mannschaften der Marine und de- Grenadier» Rkgiments Graf Gneisenau erwartete. AIS der Sarg herabgehoben und in das Fürstenzimmer deS Bahnhofs getragen wurde, donnerte ein Gefchütz- falut. Der Kaiser und die Fürstlichkeiten verweilten noch kurze Zeit am Sarge. Die Kaiserin hatte mit ihren Söhnen und mit den anderen Fürst­lichen Damen, sowie den Damen v. Moltke dem Trauerzug von dem Balkon des GennalSstabShauses aus nachgeschaut.

ja alles, was sie hätte sagen können, ihm wie ein Vorwurf über seine Blindheit nnb Ungerechtigkeit klingen matzte. Sie schickte also ben Brief sofort an ihren Vater, erschrak aber nicht wenig, als fie zwei Tage barans ein Telegramm ans Ranheneck erhielt. ES war von ihrem HanSarzt nnb lautete: »Kommen fofllel^, Ihr Vater ist plötzlich schwer erkrankt.'

Gefoltert von bem Gebankev, batz ber von ihr bem Vater gesanbte Brief ihres Verlobte» beffe« Erkrankung veraolatzt habe, nnb fie somit vielleicht bie Schuld an seinem Tobe tragen werbe, reiste Armgard noch n berfelben Staube nach Ranheneck nnb während ber ftnnbenlongen Fahrt steigerten fich ihre Angst nnb >ie Vorwürfe, die fie fich jetzt wegen der Heber, enbnng der Briefes machte, zn einer wahrhaft quäl- vollen Höhe. Ihr erstes Wort an den Ärgt, der ihr bei ihrer Ankunft in Ranheneck schon im Portal des Schlofles entgegentrat, war die hastige Frage: »Ist mein Vater infolge eine» gestern erhaltenen Briefes erkrankt?«

»Nein«, sagte der Arzt, »darüber können Sie ganz ruhig sein. Aber nun kommen Sie rasch in das Zimmer und nehmen Eie die Taffe heitze Bonillon, die ich für Sie bestellt habe, damtt Sie fich nach der alten Fahrt rasch erwärmen. Sie sehen recht an­gegriffen ans, Fräulein Armgard«, fetzte er hinzu, einen besorgten Blick auf ihr bleiches so schmal und durchsichtig gewordene» Gesicht werfend, »Sie waren doch nicht krank?«

Armgard schüttelte den Kopf und uahm gehorsam >ie Tasse, die er ihr reichte. »Ich war nicht krank, aber die letzten Monate haben mir viel Leid nnb Sorge gebracht. Doch nun sagen Eie mir zuerst, wie geht es meinem Vater?«

»Er schläft eben«, sagte auSweichenb der Arzt, »später sollen Sie ihn sehen. Setzen Sie sich jetzt ruhig zu mir und lassen Sie mich vor allem berichten, was gestern hier geschehen ist.«

.Doktor«, sagte Armgard ängstlich nach ber THÜre blickend, au welcher eben jemand vorüber ging,

Leichenfeier für den General-Feld- «rarschaU Grafen Helmnth v. Moltke

In feierlichster Weise, mit fürstlichen Ehren fand am Dienstag Vormittag die Uebersührung der Leiche Moltke'» nach dem Lehrter Bahnhof statt.

Erne milde Frühlingssonne leuchtete am Morgen des Trauertage» über ben im ersten Grün prai g-nden gömgsplotz. Schon in ftüher Stunde hauen alle öffentlichen Gebäude zu Ehren des großen Toten Trauerflor angelegt. Ihnen hatten sich viele Privat Häuser angeschloffen; überall war man dankeserfüllt bemüht gewesen, der Teilnahme für den Dahin ge schiedenen beredten Ausdruck zu geh n. Bereits am Nontag Abend hatte im Trauerraum angesichts be­roch offenen Sarges eine Traueifeier startgefunden, der nur die Familie des Entschlafenen beigewohnt hatte.

Zugleich begann die würdige Ausgestaltung der Trauerstraße. Der Bretterzaun, welcher bisher den Fahrdamm der neuen Moltke-Brücke den Blicken

(Nachdruck verboten.)

Aas Erke von Ranheneck.

Novelle von Franz Eugen.

Die Nachrichten über den Ausstand im

Westfälischen Kohlenrevier lauten ernst, die vereinzelten Grubenstriks sind nun­mehr zu einer allgemeinen Arbeitsniederlegung aus­gewachsen. Der bezügliche Beschluß der rheinisch­westfälische» Bergmannsdelegiertenversammlung wurde mit allen gegen eine Stimme gefaßt, die Strikenden find vernünftiger Ueberlegung einfach unzugänglich und folgen blindlings ben Impulsen einer Leiden- schast, die ihnen zum schweren Verhängnis werden muß. Kontraktbruch und maßlose Forderungen, welche diesen neuesten wirtschaftlichen Handstreich ter west­deutschen Bergleute einleiten, haben die Strikenden schon im Vorhinein der Sympathien aller rechtlich denkenden Menschen, aller ber Albeitersache aufrichtig zugethanen Politiker beraubt, und wenn erst die ver­derblichen Konsequenzen de» AuSstanbeS voll in bie Erscheinung treten, wird daS Urteil der öffentlichen Meinung für die Bergleute geradezu vernichtend sich gestalten. Und bei der moralischen Verurteilung diese» Verstoßes umstürzlerischer Elemente gegen einen der wichtigsten Zweige unserer vaterländischen Industrie dürfte e» nicht fein Bewenden behalten. Die hin und wieder lautwerdenbe Hoffnung, baß der vorerwähnte Beschluß deS bergmännischen Dele­giertentages von der Mehrheit der Leute nicht an­erkannt werden dürste, scheint sich nach den b!s zu­letzt vorliegenden Meldungen nicht zu bestätigen.

Ein Protest de» evangelischen Arbeitervereins in Witten gegen den neuesten Versuch, durch einen Berg­arbeiterausstand die ganze Industrie und das nationale Erwerbsleben zu schädigen, ist ja gewiß vortrefftich gemeint, leider aber zeigt die Erfahrung, daß in Zeiten kritischer Tendenz die Stimme der Vernunft und deS gesunden MenschenverftanbeS gegen daS blinde Wüten der entfeffelten Leidenschaften r icht auf­zukommen pflegt. Alles kommt in solchen Zeiten

reu, e» hieß später, er habe sich noch tiefer t»S begeben, wo neue Goldfelder entdeckt vorder, en. Ich hatte mich nach Sydney bringen lasse», ich der Diagnose de» Arztes zum Trotz genas, ging dann nach unfern, alten Lagerplatz zurück, dem ich mit Mühe »nd Fleiß im Lauf der Zeit reiche Ausbeute gewann, daß ich jetzt im Begriff al« vermögender Man» »ach England zurück, «ehren. Aber um auf Ihre Angelegenheit zurück- *13 U-wmeu, so unterliegt es für mich gar keinem Zweifel, A John Mortlock, als er den Anftnf Ihres Onkels den Entschluß faßte, sich für Ihren der- llfis» fctbenen Bruder auSzugebeu. Mit Hllfe der Papiere, Frei« * et von diesem erhalten, und die znrückzuschicken i k N4 nicht die Mühe gewacht, konnte er fich voll- ,»ek.^dig als Ferdinand von Ranheneck legitimieren, -1 T die genaue Kenntnis, welche er fich durch da» ß< jjjpe Zusammenleben mit dem Verstorbenen, der eine sclm» 'llfame Natur war und sehr gern von seiner r. T^Sangenhett sprach, von dessen Familieuverhältniffen Horden hatte, setzte ihn in den Stand, seine Rolle (*' A Erfolg zu spielen, wobei ihn neben der großen »ldt« Ähnlichkeit, die er im Seußern mit seine« Freunde auch noch der Umstand begünstigte/ daß er

die Blumen mit in den Sarg eingeschloffen, bie bie trauernden Anverwandten ihm al» letz e Liebeszeichen ßttoibD et. Der Sarg wurde sodann geschloffen und 1 mit den Abzeichen ber hohen militärischen Würde des Entschlafenen geschmückt. Vor dem Sarg wurden auf Kaiserlichen Beseh! jene acht TabouietS aufge- 1 stellt, die einst die Orden Kaiser Wilhlrns bei ber i Aufbahrung im Dom getragen. Da bie Fülle der : Kränze inzwischen eine immer überwältigendere ge= 1 worden war, wurde ein Teil derselben aus dem

Trauerraum entfernt und zum wirkungsvollen Schmuc : les großen Treppenhauses und ber Vorhalle ter» »endet ; ruf bem ersten Treppenabsatz stand eine 1 Ehrenwache beS Kolbergischen Regiments, dessen 1 Ches Gras Moltke gewesen, auf den übrigen Treppen absätzen Ehrenposten ber Garbe-Infanterie, am Ein­gang zum Trauerraum hielten ein Soleat des See- bataillors und ein Matrose die Wache.

Kurz vor 11 Uhr füllte sich daS Hau» mit den zur Trauerfeirr befohlenen Personen, dem Reichs­kanzler, ben Generalen, Botschaftern und Militär­bevollmächtigten, den Ministern und den Deputationen der fremden Armren. Von Fürstlichkeiten erschienen der Großherzog von Baden, der Großherzog von Heffen, der Prinz Leopold von Bayern, der Prinz- Regent von Braunschweig mit seinen beiden Söhnen, ber Erbprinz von Meiningen, ber Prinz Georg von Sachsen, die Frau Prinzessin Friedrich Karl, der Prinz Georg, der Fürst zu Reich j. L. und andere. Kurz vor 11 Uhr erschien in geschloffenem Wagen bie Kaiserin mit den beiden ältesten Söhren und dem Prinzen Heinrich. Punkt 11 Uhr ertönte das Kommando »Stillgestanden! Präsentiert das Gewehr!" Der Kaiser in großer Generalsuniform betrat mit bem König von Sachsen das Generalftabsgebäude. Nachdem ber Kaiser die Familie begrüßt und zu Füßen be» Sarge» inmitten der Fürstlichkeiten Auf­stellung genommen hatte, eröffnete der Hennebergsche Sängerchor die Feier. Dann nahm der Feldpropft D. Richter das Wort zur Verlesung des 90. Psalms, an den die Trauerrede anknüpfte. Ein inbrünstige» Gebet und da» Vaterunser beendete sodann die er­greifenden Worte. Nach weiterem Gesänge sprach Oberhofprediger D. Kögel einen kurzen Segen, wo­rauf das alte Kirchenlied erklang .Wie herrlich ist die neue Welt«. Der Kaiser hatte während ber Feier, von Rührung übermannt, die Hand vor das Gesicht gehalten, er verharrte noch einige Sekunden in stummem Gebet, dann trat er auf die Leidtragenden zu, um ihnen bewegt die Hand zu reichen. Der Sarg wurde nunmehr von Unteroffizieren des 9.

infolge feiner Erziehung in Deutschland Ihre Sprache fast ohne fremde» Accent sprach. Außerdem hielt er mich, den der Arzt als rettungslos verloren bezeichnet, natürlich für tot, nnb da ich der eivzlge Mensch war, der von feinen Beziehungen zu Ihrem Bruder und der Art, wie er in den Besitz von dessen Papieren gekommen, Kenntnis hatte, so glaubte er mit mir auch den einzigen Zeugen begraben, den er bei feinem Betrug zu fürchten hatte.« So weit bie Erzählung Loring«, bie fich für mich al» die beste Arznei erwieS, denn zum Erstaunen meines ArztiS erklärte ich diesem, daß ich mich kräftig genug fühle, nm Loring, der ans einem in den nächsten Tagen nach England abgehenden Schiffe dorthin reifen wollte, zn begleiten. Ich war zwar »och sehr elend, als ich mich einfäiffte, aber die rische Eeelnft »nd vor allem die Hoffnung auf ein baldige», frohe» Wiedersehen mtt Dir, Geliebte, ließ mich bald genesen und glücklich und wohlbehalten habe ich gestern England» Boden betteten. Gern wäre ich statt dieser Zeilen ohne Verzug selbst zu Dir geeilt, aber Loring, der fich fteuudlich bereit erklärt hat, mich nach Ranheneck zu begletten. nm zur Vermeidung aller Weltläufigkeiten gleich an Ort und Stelle sein Zeugnis , abzngeben, muß zuvor in London noch eine geschäft­liche Angelegenheit erledigen, und so können wir erst in einigen Tagen abreiseu. Meine Sehnsucht möchte >er Zeit Flügel geben, denn ich ertrage schwer diese Verzögerung be» glücklichen Augenblickes, wo ich Dich wieber in meine Arme schließen darf...«

Armgard fiel, als sie den Brief beendet, der Tante, )ie kaum weniger freudig bewegt war, jubelnd um >eu Hal». Nachdem fich der erste Sturm der Freude i etwas gelegt hatte, überlegten die beiden Frauen, was 1 nun in bezug auf Armgards Vater ,n thun fei und i n welcher Weise man ihm die Nachricht, daß der staun, um dessen mißen er die einzige Tochter der» . lohen, ein frecher Betrüger sei, am schoneudsteu mit- i Meilen habe. Eie kamen endlich überein, daß e» l >a» beste sein werde, ihm den Bries Richards zu enden, ohne daß Armgard eine Zelle hinzufügte, da

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2'/. Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Psg. («xkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zeile 25 Psg.

ler.

aller 1 zur und ; seit Hein

Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

(Schluß.)

$lufw Unter ben Männern, die nn» zu Hilfe gekommen in z baren, befand fich auch ein Arzt, der meine und Ihre» Wuns «ntbetS Verwnnbung für tätlich erklärte, während werde «ortlock nur zwei Finger verloren und einen leichten en w «ttisschuß an der Schulter erhallen hatte. Ihr 26 - 3 «ruber lebte denn auch nur bi» zum nächsten Morgen; 0 PH ?wiillem Beisein übergab er feinem Freunde Mortlock Nr Papiere und bat ihn, dieselben mit der Nachricht D-ckes Ür/8 Tode» an seine Angehörigen nach Deutschland 8,linden, woraus er nach kurzem Todeskamps ver- l iS?6, Matlock habe ich seitdem ganz ans den Augen

QlijWfllWafr Zeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,

Vltlllf sonne dieAnnoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler

Donnerstag, 30. April 1891. ÄÄÄSj&ÄH m Jahrgang.

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

' ; verhüllt hatte, fiel unter ber Axt beS 8lmmermor.nl, nnb baS herrliche Kunstwerk zeigte sich zum ersten | Mal ben staunenden Blicken des Publikums. Die 546.)| umflorten Laternen brannten; die vier aus Sandstein »»g« «emeißelten Greife, die, da» Mollle'sche Wappen rtschjl ^iend, die Brüstungen der Brücke flankieren, sind iricb« ^lor und Gewinden umhüllt, ebenso die Herr )örr, 8 l'chen jungen Kriegergestalten, welche sich um bie testrw Säulen der acht Kandelaber gruppieren. Das den ihoti Siütftnbogen zierende Medaillonbild Moltke'S um- ü'st «hmt ein herrlicher, mit weißen Blumen durch- lestr.N Wener Kranz, vom Medaillon auS ziehen fich tdsi,» Laubgewinde die Bogen entlang. In ebenso vor |uen-i wie reichem Schmuck zeigte sich der mächtige oppsj Eau des Lehrter Bahnhofs. Sechs mächtige schwarze eins-g Trauerflaggen wehten au» den Fenstern de» Ge­bäudes, in den Nischen standen florumhüllte Kande­laber, in deren Becken Flambeaux flammten. Der große Hauptbogen de» MittelportalS war mit einem Baldachin in Schwarz und Silber verkleidet. Die Halle war mit einer seltenen Fülle herrlicher Blatt- pslanzen geschmückt. Der Kaiseisalon, der die irdische hülle Moltke'» bis Mittwoch früh aufnimmt, ist zu einem Trauerraum von düsterer Pracht umgewandelt.

Um 8 Uhr früh am Dienstag wurde die Ver- Wung de» Sarge» vollzogen. Der Helbengreis wirb auch seine ewige Ruhe in jenem schlichten Trauerhemd finden, das die irdische Hülle während ber Ausstellung ber Leiche umschloß. Der kleine, genübai^Wiffene Trauring, den Graf Moltke bis zum ist st« getragen, ist ihm belassen worden, ebenso find