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M s (von Schaper) auf dem Laurenzplatz zu Köln enthüllt; seit Sept. 1873 führt das Fort Nr. 2 (früher Reichstett) von Straßburg, seit Okt. 1877 eine Kriegskorvette M.S Name».

und laß uns Hand tu Hand vor Deinen Vater treten und den Betrüger entlarve«, der Dir da» Erbe von Ranheneck stehle« wollte.-

,E» wird nicht leicht sei», meine« Vater zu über- zeageu, daß er eia Betrüget ist-, sagte Armgard seufzend.

»Auch jetzt «och?- fragte Richard.

«Ich fürchte t»e, sagte sie leise «ad ihr Herz klopfte immer ängstlicher, je wehr sie sich Raaheueck näherte». Sie fände» dort Armgard» Vater «st dem zufällig gekommeuea Hausarzt uud Ferdinand im Speisezimmer am FrühstückSttsch fitzend. Al» Richard hinter Armgard in da» Zimmer trat, erschrak Ferdinand sichtlich, während Herr von Rauheueck ihm tu gereiztem Tou entgegen rief:waS suchst Du eigentlich hier?'

.Ich bin gekommen', erwiderte Richard, ,nm Dir za sagen, daß dieser Fremde dort ein Betrüger ist, für den ich ihn von Anfang an gehalten. Armgard hat gestern den fichern Beweis dafür erhalten, daß er nicht mein Bruder sein kann, denn er hat da» Bild nnfere» Vater» nicht erkannt.'

Ranheneck lachte spöttisch. ,SH, also die dumme Geschichte »st der Photographie willst Dn benutzen, nm hier eine Jutrigne gegen den eigenen Bruder auznzettelu! Ferdinand hat mir selbst erzählt, daß er da» Bild seine» Vater» nicht gleich erkannt hat, wa» natürlich genug, da er ersten» kurzsichtig «nb zweiten» die Photographie nicht ähnlich ist. Aber nm allen solche» gegen Ferdinand gerichteten Machi­nationen von Enrer Sette ein Ende zu machen, frage ich Dich, Armgard, jetzt, ob Du mir gehorchen willst nnb bereit bist, Dich von Richard loSznsagen nnb seinem Bruder Deine Hand zn reichen?*

Armgard war totenbleich geworden, aber sie sagte mit fester Stimme: .Nein, mein Vater, da» vermag ich nicht l Mein Herz uud mein Wort gehören Richard, nnd niemals werde ich die Gattin eine» Andern.'

In Ranheneck» Angen glomm ein irre», nutzest«- liches Leuchten ans. ,Dn wirst nnd mußt mir ge»

vorzüglich vorzulegen. Die Mobilniachungs- und TranSportangelcgenheite», einschließlich der der übrigen deutschen Staaten waren so vorbereitet, daß nur Datum und Unterschrift einzurücken blieben, um zur Ausführung zu schreiten. Der glänzende Erfolg de» Deutsch- Französischen Krieg» von 1870 und 1871 erwarb Moltke da» unbedingteste Verstauen seine» Kriegsherrn wie de» gesamten deutschen Volk»; er wurde am 28. Oktober 1870 (am Tage nach der Kapitulation von Metz) in den Grafenstand erhoben, empfing da» Großkreuz de» Eisernen Kreuzes und wurde 16. Juni 1871 (am Tage de» Einzug» der siegreichen Truppen in Berlin) Generalfeldmarschall. Noch 1871 folgte er einer Einladung de» tufi. Kaisers nach Petersburg und Moskau, wurde 1872 vom König zum Mitglied des preußischen Herren­hause» ernannt und bei Verteilung der National belohnungen durch den König durch eine zweite Dotation au-gezeichnet.

M. ist Ehrendoktor der Philosophie der Universität Halle, Ehrenmitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften und Ehrenbürger der bedeutendsten Städte Deutschland» (darunter Berlin, Hamburg, Köln, Magdeburg, Leipzig) und beging 8. März 1879 die Feier deS 60jährigen Dienstjubiläum». Bei dieser Gelegenheit verlieh ihm Kaiser Wilhelm Kreuz und Stern des Orden» pour le m6rite mit dem Bildnis deS Königs Friedrich d. Gr. Außer verschiedenen tleinern Aufsätzen sind von M. folgende Werke er schienen: .Briefe über Zustände und Begebenheiten in der Türkei au» den 1.183539* (Seil. 1841; 3. Aust., Berl. 1877),Der ruff.-türk. Feldzug in der europ. Türkei 1828 und 1829" (Berl. 1845; 2. Aufl. 1877), Karte von Konstantinopel und dem Bosporus, Karte der Umgegend von Rom. An den Generalstabswerken über den Italienischen Krieg 1859, den Deutschen Krieg 1866 und über den Deutsch - Französischen Krieg von 1870 und 1871 hat M. erheblichen Anteil. Die an seine Ge­mahlin gerichteten vertraulichen Reifebriese au» Rußland, Frankreich u. s. w. wurden durch nicht ermittelte Indiskretion in der dän. ZeitungDa gens Nyheder" veröffentlicht und erschienen dann auch in Deutschland und zwar die auS Rußland gesammelt al» .Briefe auS Rußland* (l.und2. Aufl. Berl. 1877). Ein im I. 1884 in der Zeitschrift .Bom Fels zum Meer* veröffentlichte» Essay M.S über Polen erschien in pol». Uebersetzung als0 Polsce* (Lpz. 1884). Am 2. Ott. 1876 wurde eine Bronzestatue M.» (von Brunnow) auf dem Markt­platz zu Parchim, am 26 Okt. 1881 ein Standbild

(Nachdruck verböte».)

Das Erbe von Ranheneck. Novelle von Franz (Eugen.

(Fortsetzung.)

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Wochenschau.

Parlamentsdebatten bis in den Sommer hinein, das ist die Aussicht, welche sich dem deutschen Reichstage, tote dem preußischen Landtage mit immer größerer Deutlichkeit zeigt. Besonders da» preußische Parlament wird noch manchen, manchen Tag tagen und raten müflen, bevor die »och unerledigte ge­waltige Arbeitslast glücklich unter Dach und Fach gebracht ist. Im Reichstage hoffte man ganz be­stimmt darauf, bis zum Pfingstfest die vorliegenden Aufgaben erledigt zu haben, aber die über alle» Erwarten große Ausdehnung, welche die zweite Be­ratung des Arbeiterschutzgesetzes nimmt, läßt diese Hoffnung nur als einen frommen Wunsch erscheinen. In letzter Woche sind namentlich die Bestimmungen über die Frauenarbeit und Ausnahmen von diesen Bestimmungen beschloflen, und sodann ist der sozial­demokratische Antrag auf Einführung eines Normal- arheitStageS mit allen gegen die sozialistischen Stimmen abgelehnt. Hingegen haben auch die von den ver­bündeten Regierungen vorgeschlagenen Verschärfungen der Bestrafung deS Boykottierens, VerrufserklärenS rc. keine Aussicht auf Annahme. Im preußischen Abgr- ordnetenhausr ist die neue Landgemeindeordnung definitiv fertiggestellt und mit sehr großer Mehrheit angenommen worden. ES schien erst, alS ob die Beschlußfaffung auf Grund eine- Zusammengehen» zwischen der konservativen Partei und der Zentrums­partei ersolgen würde, aber in letzter Stunde fiel dies Zusammengehen ins Wasser, und zwischen den Kartellparteien wurde ein Kompromiß vereinbart, auf Grund dessen die Annahme der Vorlage erfolgte. Nack diesem Resultat kann eS nicht eben zweisrlhaft sein, daß auch im Herrenhause die neue Reform durchgesetzt werden wird. Wie auS Friedrichsruhe mitgeteilt wird, ist Fürst Bismarck entschlossen, daS Reichstogsmandat im Wahlkreise Geestemünde anzu- rehrne», wenn er in der Stichwahl dort gewählt werden sollte. Daran, daß dir» geschehen wird, besteht kein großer Zweifel. Doch wird an eine umfangreiche parlamentarische Thätigkeit des be­jahrten Staat-manne» nicht geglaubt.

Kaiser Wilhelm ist b s zum preußischen Bußtage, der eine Unterbrechung im politischen Leben hervor­rief, in Berlin geblieben, und hat dort Utbungen mit neuen militärischen Maßnahmen beigewohnt.

nach dem Tode des Prinzen zurück, wurde 24. Dez. 1846 dem Generalstabe des 8. Armeekorps zugeteilt und 16. Mai 1848 zum AbteilungSchef im Großen Generalstabe, 22. Aug. desselben Jahres jedoch zum Chef de» GeneralstabeS des 4. Armee­korps ernannt. In dieser Stellung wurde Moltke 26. Sept. 1850 zum Oberstleutnant und 2. Dez. 1851 zum Obersten befördert, demnächst 1. Sept. 1855 mit dem Charakter als Generalmajor zum 1. Adjutanten des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen ernannt, welchen er nach Petersburg Mot kau, Lor don und Pari- begleitete. Nachdem Moltke 15. Ott. 1856 zum Generalmajor befördert mar, wurde er 29. Ott. 1857 mit Führung der Geschäfte als Chef deS GeneralstabeS der Armee be­auftragt, 18. Sept. 1858 aber definitiv mit dieser Stellung bettaut und 31. Mai 1859 zum General­leutnant ernannt.

Ende 1863 ttaf Moltke in Frankfurt die nötigen Verabredungen mit den übrigen Bevollmächtigten für den bevorstehende» Feldzug gegen Dänemark und wurde 30. April derselben Jahres als Chef bei Ge- neralstabe» dem Oberkommando bet unter Prinz Friedrich Karl operierenden verbündeten Armee überwiesen. In dieser Stellung »ahm er an dem Uebtrgang nach Alsen 29. Juni Anteil und trat nach Beendigung de- Krieg- 18. Dez. in die frühere 2hätigkeit al» Chef des Generalstabs der Armee zurück. Im Frühjahr 1866 nahm Moltke an den wichtigen Beratungen der in Berlin versammelten höhern Generale -hevorragenden Anteil, welche die Möglichkeit eine- Bruchs mit Oesterreich ins Auge faßten und legte für diesen Fall seinen Ope­rationsplan vor, der später zur Anwendung kam. M. wurde am 8. Juni 1866 General der Infan­terie und leitete in dem bald darauf ausbrechenden Kriege im Hauptquartier des Königs die Operationen der preuß. Heere zu dem Siege von Königgrätz, 3. Juli; dann der Vormarsch nach Olmütz und Wien und schloß den 1. August de» Waffenstillstand zu Nikolsburg ab. In Anerkennung feiner Ver­dienste erhielt M. rach dem Frieden eine Dotation, aus welcher er 17. Februar 1868 da» vom König Wilhelm 4. April 1868 bestätigte Familienfidri kommiß bestehend au8 den Rittergütern Kceisau, Niedergräditz und Wierischau im schlesefischen Kreise Schweidnitz, und au» einem Pekunalfibeikommiß, er­richtete.

Als im Juli 1870 Frankreich an Preußen den Krieg erklärte, war Moltke in der Lage, dem König bereits einen vollständigen Operationsentwurf un=

,Wo» ist geschehe», Geliebte?' rief er, sobald er fie erreicht nnb in feine Arme geschloffen hatte.

.O Richard!* erwiderte fie glühend vor Erregung, Du hattest recht, er ist nicht Dein Bruder!'

»So ist er al» Betrüger entlarvt worden?' fragte Richard atemlos.

Sie schüttelte den Kopf. ,Ach nein, so wett find wir noch nicht, aber ich habe die feste Ueberzenguug gewonnen, daß der Fremde nicht der ist, für den er sich ausgiebt. Schon in den letzten Tagen hatte« verschiedene Wahrnehmungen meinen Glauben, daß er Dein Bruder sei, erschüttert, aber e» waren doch so geringfügige Dinge, daß ich Dir nicht» davon schrieb, nm Dich nicht in Deinem, dennoch vielleicht ungerechtfertigten Mißtrauen gegen ihn zu bestärken. Gestern aber ließ ich mein ArbeitSkörbcheu, in das ich zufällig die Photographie Deine» Vater», die Du mir vor kurzem geschickt, gelegt hatte, zu Boden fallen. Ferdinand hob e» auf, nnb al» er die heran», gefallenen Gegenstände znfammenfnchte, sagte er, da» Bild betrachtend:Ein charakteristischer Kopf, wer ist eS?""Wie"", lief ich,Sie erkennen Ihren eignen Vater nicht?"" Sr wurde bleich bi» in die Lippen und stammelte:,Zch war gewöhnt, den Later immer in Uniform zu sehe», und hier ist er im Jagd, kostüm, auch ist die Photographie nicht ähnlich.'"' Ich sah ihn scharf au und erwiderte:Richard ist vielmehr der Ansicht, fie sei sprechend ähnlich."" Sr zuckte die Achseln und erörterte nicht», aber fein Wesen zeigte während de» ganzen Abend» eine ge. wisse Unruhe und Befangenheit und ich bemertte, daß et mich unausgesetzt beobachtete. Ich sandte daraus daS Telegramm ab, welches Dich zu mir rief, den» nur wenn Du au meinet Sette stehst, finde ich den Mut, meinem Vater zu sagen, daß ich den Manu, den er mir als Gatten ausdrängeu will, für einen Betrüger halte.'

»Ich wußte es ja immer', sagte Richard jetzt ttinmphiereud,dieser Mensch konnte nicht der Sohn meines Later» sein. Und nun fürchte Dich nicht,

Marburg,

Sonntag, 26. April 1891

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt <r.M., Lasset, Magdeburg u. Men; Rudolf XXVI Habraana. Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln;«. L.

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Pari».

empfing, welche» nut die Worte enthielt: .Komme augenblicklich noch Ranheneck, ich habe Dir eine Mitteilung von der höchsten Wichtigkeit zu machen.*

Richard erschrak; e» wußte etwas Ungewöhn­liche» geschehen sein, wenn Armgard ihn nach Ranheneck rief, nachdem ihr Vater ihm dort die Thüre gewiesen, er begab sich daher sofort zu feinem General, nm Urlaub zu fordern. Dieser s h ihn befremdet au, al» er seine Bitte vorbrachte, und sein Tou klang streng al» er sagte:Sie verlangen ost Urlaub, Leutnant von Ranheneck. Doch Sie find ein so diensteistiger Offizier", setzte et freundlicher hinzu,daß ich an» nehme, Sie würden so kurz vor den Hetbstübungen keinen Urlaub nachsuchen, wenn nicht zwingende Gründe vorlägen, ich bewillige Ihnen also denselben. Zugleich will ich Ihnen noch eine angenehme Mitteilung machen. Sie find vom 1. Oktober ab zur Dienstleistung bei dem Prinzen von ».....nachC.... kommandiert,

mau ist höhern Ort» aus Sie aufmerksam geworden, durch die ttiegSwiffenschastlicheu Arbeite», die Sie jüngst eingeltefett, und wen» Eie der günstigen Meinung, die man an maßgebender Stelle von Ihnen hegt, auch ferner entsprechen, so ist Ihnen eine glänzende Karriere gewiß."

Ich bin überzeugt", sagte Richard freubig be* »egt,daß ich diese Auszeichnung in erster Linie Ihnen, Herr General, zu danken habe....."

Der alte Herr Hopste Richard wohlwollend auf die Schulter.Verdient haben Sie dieselbe jedenfalls, und nun gehen Sie mit Gott und seien Sie in vier Tagen wieder hier."

Richard verabschiedete fich mit warmem Daukvou dem ihm so gütig gesinnten Chef und war zwei Stunden später schon ans der Reise nach Ranheneck. Wieder mußte er den Weg von der letzten Station ab zu Fuß machen, ein Zeitverlust, der ihm bet seiner Ungeduld, die Veranlassung zu Armgard» Telegramm zu erfahren, diesmal peinlich war. Doch wat et kaum eine Stunde gegangen, al» er von wettern Armgard erkannte die ihm entgegen kam.

M Berlin, 25. April. Generalfeldmarschall Graf Moltke, welcher gestern Nachmittag noch der Sitzung des dentsche« Reichstags und des preussischen Herrenhauses beiwohnte, ist abends 9% Uhr infolge eines Herzschlages schmerzlos «nb sanft gestorben.

Graf Hellmuth Karl Beruh, von Moltke, preuß. Generalfeldmarschall nnb Chef deS GeneralstabeS der Armee, entstammt der ältern deutschen (Samover) Linie be» alten AdelSgefchlecht» Moltke wurde 26. Okt. 1800 zu Parchim in Mecklenburg-Schwerin als Sohn bes preuß. Houptmanr» a. D., später dän. Generallieutenants Friebrich Philipp Viktor von Moltke (geb. 12. Juli 1768, gest. 19. Oktober 1845) unb einer Tochter beS preuß. Geh. Finanz­rat- Paschen geboren, besuchte bie Landkadetten- Akabemie zu Kopenhagen, würbe 8. März 1819 dän. Offizier, trat aber 12. März 1822 als Sekonde- üeutenart be» 8. Infanterieregiments in preußische Militärbienste. Don Oktober 1823 bis Oktober 1826 besuchte er bie Allgemeine Kriegsschule in Berlin, machte sich schon bort durch Geist nnd ge­diegene Kenntnisse bemerklich und befand fich 182831 bei bet Lanbesvermeflung; 30. März 1832 würbe er zum Generalstab kommandiert, 1833 in benselben unter gleichzeitiger Beförderung zum Premierlieutenant versetzt unb 30. März 1835 zum Hauptmann beförbert. Noch in bemselben Jahre «nternahm Moltke eine Reise nach dem Orient, wurde aber schon in Konstantinopel durch den Cheraskier Mehmet Chosref Pascha vermocht, längere Zeit dort zu bleiben. In durchaus unabhängiger Stellung, die er fich auch für die Zukunst wahrte, nahm Moltke « der für Mahmud II. geplanten Rrorgarisation '4 de» türk. Heer» hervorragenden Anteil, begleitete den Sultan auf einer Reise durch Bulgarien und führte sottifikatorische Aufträge in Rustschuk, Silistria, Barna, . Echumla, sowie später an den Befestigungen der i Dardanellen au». Auch nahm Moltke am Feldzug l'tgen die Kurden (1838) und gegen die Aegypter 4 i Syrien (1839) teil. Nach dem cm 1. Juli 1839 «folgten Tode Sultan Mahmuds H. kehrte Moltke die Heimat zurück, wurde 10. April 1840 zum ' 4eneralstab de» 4. Armeekorps versetzt und 12. April 1842 zum Major befördert, 18. Oktbr. 1845 edoch dem Generalstab aggregiert und al» Adjutant ie» Prinzen Heinrich von Preußen nach Rom ge- f endet. Während des Auser Halts daselbst nahm Moltke die Umgegend Rom» topographisch auf, kehrte

r"4 übergeben habe nnb ihm ganz die Stellung eines Sohne» und Erben in seinem Hause erträume. ES

* werde daher einen hatten Kampf kosten, bi» et fich »chatt darein gesunden, daß fie nicht die Gattin diese» seine» Liebling» werden wolle;aber*, setzte fie hinzu,wie mir auch vor dem Moment bangt, wo die mir von ihm gegebene Frist abgelaufen ist nnb ich ihm direkt den Gehorsam weigern muß, so fürchte doch nichts; was immer es mir kosten mag, ich bleibe Dein.'

So waren fast vierzehn Tage vergangen, als ' Richard eine» Morgens ein Telegramm von Armgard

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Quartal-Abonriemeirts-Preis bei der Expe­dition 2*/t Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

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MerßeW Mmg

Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Somtagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Richard hoffte auch, Armgard» Vater werde, so- & s bald er fich nur erst überzeugt hatte, daß fie fich mtch keine Drohung von ihrem Verlobten trennen < ließ, doch endlich ihrer Verbindung mit ihm seine Zustimmung geben, mochte er bann auch dem Manne, in welchem seinen Bruder zu sehen, Richard fich «och immer nicht eutschlicßen konnte, do» Erbe von Ranheneck zürnenden, er wollte gern darauf verzichten, venu ihm nur der Besitz Armgard» blieb...

Armgard hiell ihr Versprechen; fast täglich er. hielt er Briese von ihr, die ihn immer von neuem letzter mtmaubelbaten Treue und Liebe versicherten. Aber so glücklich ihn die» auch machte, er legte doch A T jeden ihrer Briese mit einem Gefühl der Enttäuschung * au» bet Hand, benn vergeblich suchte er bartu nach irgenb einer Andeutung, welche seinem Zweifel an *Q der Identität be» Fremden mit feinem Bruder einen 221 positiven Anhalt geben sollte. Armgard erwähnte desselben überhaupt selten, that fie eS aber, so ge. schah e» in einer Weise, bie deutlich zeigte, daß er tu ihren Augen fraglos derjenige sei, für den er fich lindrf anSgab. Sie erzählte beiläufig, daß ihr Later sich * 1 immer mehr au ihn auschließe, daß er ihm sogar schon den größten Tett der Berwaltnng von Ranheneck