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(F*|* MmannS* zu erinnern, die wir vor länger als Dm* ki>em Jahre in dem dtutschfreisinnigen „ReichSblatte",
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„Ich halte — kurz ge-
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des bekannten verstorbenen Forlfchrttllers v. Saucken- Tarpulschen, ist auf seinem Gute Julienfelde in Ostpreußen gestern gestorben. — Die feierliche Hebei« gäbe deS Geschenke- des Zmtralverbandes deutscher Industrieller an den Fürsten Bismarck hat Mittwoch Mittag stattgefurden, nachdem das Geschenk selbst, bestehend in einem prachtvollen Tafelfilber, dem Fürsten schon am 1. April zugestellt worden war. — Soviel biS jetzt über den österreichischen Handelsvertrag verlautet, sollen, waS Getreide angeht, nur die Zölle von Weizen und Roggen ermäßigt worden. Hafer, Gerste, Erbsen und Oel- saatrn sind mehr Biehfutter, als Nahrungsmittel für Menschen und leiden unter der Höhe dieser Zölle weniger die Konsumenten als die Landwirte selbst. Eine Herabminderung dieser Zölle, besonders deS Haferzolls, erscheint als geboten durch die auS- gleickende Gerechtigkeit.
Reichenbach, 16. April. Wie die „Schlesische Zeitung" meldet, kam es gestern in Reichenbach bei der Stehung zum Militärdienste zu Tumulten, die schließlich zu Angriffen gegen die Polizei und Gendarmerie auSarteten, so daß letztere blank ziehen und verschiedene Verhaftungen vornehmen mußte, bei denen eS nicht ohne heftigen Widerstand abging. Die Exzeffe dehntm sich bis in den GestellungSsaal auS, wo die Ersatzkommission waltete, und eS wurde von derselben in Erwägung gezogen, von Schweidnitz aus mili'arische Hülse zu verlangen.
Geestemünde, 16. April. Die Wahlergebnisse auS 88 Bezirken sind bekannt. Fürst Bismarck erhielt 6995, Adloff 2369, von Plate 2927 unb Schmalfeld 3853 Stimmen. ES stehen nur noch einige Landbezirke ouS. Eine Stichwahl bleibt erforderlich.
immer nur Deutsche find, welche ben traurigen Mut b.sitzen, Ausländern gegenüber ihr Vaterland herab zusetzen!
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Die Exped d „Oberh. Ztg."
Organ deS Abg. RNkert, fanden." - so schrieb der „redliche Kaufmann-
Marburg,
Sonnabend, 18 April 1891
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(Nachdruck verboten.)
Verlorene Ehre.
Erzählung von Georg Hücker.
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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler tn Frankfurt a.M., Easfel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXVI Mofle m Frankfurt o. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. AA’1
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Gegenwärtig macht sich aufs neue eine erhöhte Lewegung wider den Terminhandel in Nahrungs- »ittila geltend, die auch in zahlreichen Petitionen ckt u> w den Reichstag zum Ausdruck gebracht wurde. ,ä! Da nach einem Beschluß der Petitionskommission ; diese Eingaben im Plenum durchgesprochen werden sollen, so gewinnt der Gegenstand allgemeines Jn- <1 Wesse. Jedenfalls ist eS in hohem Grade wün- t Heus wert, daß wieder einmal vor der Oeffentlich-
4 dil deutlich auf das Börsenspiel mit Lebensmitteln
Attöklmb.
Wie«, 16. April. Bei der gestrigen Gemeinderats - Stichwahl im ersten Wahlkörper des Wiener Bezirks Hernals wurde der antisemitische Kandidat mit 57 Stimmen gewählt/ auf den Kandidaten der Liberalen fielen 56 Stimmen. In Folge einer bei dem ersten Skrutinium vorgekommenen Fehlers war der Sieg des liberalen Kandidaten Verkünder worden, was tumultuarische Auftritte hervorrief, die indeß bald beigelegt wurden. Mit dieser Stichwahl sind die Wahlen zum Gemeinderat beendet; der künftige Gemeinderat besteht auS 96 Liberalen und 42 An. tisemiten.
Paris, 14. April. AuS den Veröffentlichungen der Artilleriedirektion deS Kriegsministeriums ergiebt
nach einer langen Welle; „aber Leonhard — Ihr Sohn ist schwer verwandet."
„Schwer verwundet — nun ja — aber nicht tot, nicht tot, mein Kind", schrie Eisen noch immer faffnnMi- loS ans. Wissen Sie, was ich gelttten! Sehen Sie mein Haar, es war schwär, und ist schneeweiß ge- worden nm meinen Sohn. Aber nun lebt er, lebt — ich darf wieder in feine treuen Augen schauen, darf seine Stimme wieder hören! — O, Mädchen, wenn es eine Vergeltung siebt dort Über den Wolken, bann wird die Sie segnen fftr den unaussprechlichen Freudenbalsam, welchen Sie in mein totwuudes Herz geträufelt haben!'
Er beugte sich tief ergriffen zu der jungen Schwester nieder und küßte der Wiederstrebeuden die zarte Hand.
Sie entzog ihm dieselbe saust.
„Mein Gott", sagte ste tief ergriffen, „was mögen Sie aelttten haben I"
„O, eS ist vergessen!" rief Eisen glückstrahlend» nnb eS schien, als ob der Greis durch die Freudenbotschaft wieder zum früheren rüstigen Manne geworden war. „Mir ist so leicht, so ftoh und glücklich nm das Herz. — Und das danke ich Ihnen!* sagte er aus tiefstem Herzensgründe nach einer kleinen Panse. „O, wenn ich noch nie einen Engel geschaut habe — jetzt sehe ich ihn! Ihnen, Schwester, müssen die lichten Engel gleichen!'
D-S Mädchen schüttelte mit sanftem Lächeln den Kopf.
„Ich habe mich nur bestrebt, meine Pflicht in hun — es ist ja Menschenansgabe, zu thnu, was in ier Kraft des Einzelnen steht. — Aber, um auf Leonhard — auf — Ihren Sohu zurückznkommen — ich muß leider einen Schalten aus Ihre Freude werfen — die «erste halten ihn für sehr schwer verwundet.'
Eisen hatte erst jetzt notdürftig seine Ruhe wieder gefunden und konnte an die schwerwiegende Bedeutung diese- Wortes denken.
„Mein Gott, Schwester', rief er, von Neuem er-
Deutsches Deich.
Berlin, 16. April. Kaiser Wilhelm be gab sich am Donnerstag früh von Berlin nach Potsdam und besichtigte dort die Kowpagnieen deS ersten Garde-Regiments z. F. und entsprach einer Einla- düng der Offiziere zum Mittagessen. Nach einer Spazierfahrt durch Sanssouci fuhr der Kaiser biS Wannsee und ritt von da durch ben Grünewald nach Berlin zurück. Am Sonnabend findet in Gegenwart der kaiserlichen Majestäten die Grundsteinlegung zur Lutherkirche in Berlin statt. Am 23. reift der Kaiser nach Weimar. — Die heutige Plenarsitzung beS Bundesrats überwies dem Ausschüsse für Rechnungswesen die Gesetzentwürfe wegen des Nachttage» zum Reichsetat pro 1891/92 (barunter bie Forberungen für Kamerun), sowie wegen bet Aufnahme einer Anleihe für bie Verwaltungen beS Reich-Heeres, der Post und der Telegraphen. — Betreffs der Zeitungsnotiz, Beamte der Geheimpolizei hätten ben Auftrag gehabt, innerhalb ber Börse über bie behuf- Preissteigerung betriebenen Hauffegeschäfte in Betreibe Erkunbigunger einzuziehen, heißt es in bem Protokolle über bie gestrige Sitzung bes AeltestenkollegiumS ber hiesigen Kaufmannschaft, bem Kollegium sei von berartigen Maßregeln, wovon es hätte erfahren müssen, nichts bekannt geworben. ES sei gänzlich unbegründet unb sei auch nur ein Gerücht, daß daS Aeltesten- kollegium offiziell aufgefordert worden fei, der Errichtung eines kaufmännischen Ehrenrates näher zu treten, welcher Unwürdige von der Börse auszustoßen hätte. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht die Ernennung beS Reichsgerichtspräsidenten v. Oehl- schläger znm Präsidenten und deS Reichsgerichtsrates Foertsch zum Mitglied beS DiSzipIinarhofeS. — Nach Äeußerung en, welche, wie man ber „Allg. Ztg." schreibt, bei ber jüngsten Anwesenheit deS Kaisers in Stettin gefallen sinb, bleibt ber frühere Minister v. Puttkamer für bas bärtige Oberpräsi- dium nach besten Erlebignng in Aussicht genommen. — Als Nachfolger Dr. Hegels ist bet bisherige Ober- Konsistorialrat Albrecht Schmidt, Mitglied de» Evangelischen Ober Kirchenrates und weltlicher Stellvertreter deS Präsidenten dieser Behörde, zum Präsidenten des Konsistoriums ber Provinz Brandenburg ernannt worden. — Der frühere fortschrittliche Ab geordnete v. S a u ck e u - I u l i e n f e l d e, ein Schwager
prüften war eine furchtbare. Seine Augen drangen wett aus ihren Höhlen unb schienen verglast — sein Körper zitterte tu kouvulstvischeu Regungen, und er wankte einen Schritt zurück.
»Mein Sohu — Leouharb lebt? Er — ist — "tcht--tot?' lallte er mit kaum vernehmbarer
Stimme, inbem er bie beiden Hänbe gegen das Gesicht preßte. ,O, mein Herz, mein armes Herz!'
DaS Mäbcheu eilte herbei ihn zu stützen.
»Sassen Sie sich, Herr Eisen!» rief sie tief er. Wracken. „Mein Gott, ich konnte ja nicht ahnen, baß Sie tu einem so unseligen Wahn befangen seien!»
»Mein Sohu ist nicht —tot?« wieberbolte Eisen mit noch immer tonloser Stimme, inbem er fein weißes Haupt schüttelte.
„Schwester", schrie er leibeuschastlich ans, inbem er bie beiben Hänbe beS Mädchens an sich riß nnb ste gegen sein Herz preßte, „so wahr Sie ben Himmel zu erlangen hoffen, f-gen Ste mir die Wahrheit! 3ch bin so schwer geprüft, daß ich eine neue Täuschung uicht za ertragen vermöchte. Lieber baB Schlimmste — A habe mich ja schon hineingelebt; aber nur Wahr, bett, um GotteSwilleu Wahrhett und keinen falschen GlückSttaum, aus dem ein Erwachen dos. pell schrecklich fein müßte.«
Dem jungen Mädchen stürzten ob deS jähen Seeleuschmerze», welcher au» jedem Worte deS lln. glücklichen ihr klar wurde, die Hellen Thräuen aus den unschuldigen Augen.
„«ber, nein Sott«, flehte fie, „fassen Sie fich, Herr Eisen! S» ist die lautere Wahrhett, welche ich Ihnen mttgetellt habe. Ihr Sohn ist nicht tot, aber schwer verwundet."
„Nicht tot, nicht tot!" schrie Eisen in einem Freudentaumel, indem er die Hände zum Himmel erhob. Herrgott, da» ist Dein Werk!"
Er dtteb wie in Verzückung versunken stehen mit nach oben gerichtetem Antlitz, nnb bie junge Schwester wagte e» nicht, sein heilige» Gebet zn stören.
„Er ist uicht tot, Gott soll e» verhüten", sagte ste
«d auf dessen verderbliche Wirkung hinsichtlich bet i Preisbildung hingewiesen wird. Die freisinnige Puffe, die berufene Vertreterin der Börse, hat MUH heute schon alle Hände voll zu rhun, um die Not- H«ll vendigkeit und Nützlichkeit de» Termingeschäfts „nach- pweifen'; sie stützt sich dabei, wie gewohnt, au Gutachten einiger Handelskammern, in denen natur- ÄChj 8®ä6 die Börse und solche, die ihr nahestehen, das
Mt Wort führen. Da dürfte eS nicht nnange- sein, an eine Äeußerung einer »redlichen
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Prei- bei der Expedition 2*/. Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnfertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
(Fortsetzung.)
w‘»v‘" J“* er Thür aufmachte, sah er eine jagend- olbeter W Frauengestalt mitten in dem Zimmer stehen, die st e n Zuwkeu Formen wett umhüllt von der schlichten (6226 ?^duug der Feldsamarttertauen. E» war -Alieblich,mildes Gesicht, welches sich jetzt in heftiger «toeguug dem Eintretenden zuwandte, und Eisen !T4?2g'Wen e», als ob die junge Schwester die Hände vom brünstigen Gebete auSetuaudersallete.
»r eilte auf ste zu, der schwergeprüfte Manu, seine» Erachten» vielleicht die härteste Heim- g erwartete, und faßte mit fiebernder Hast die le Hand der zarten, jugendlichen Schwester.
«n Jahren war ste beinahe noch ein Kind, und liebliche» Ange mit dem sanften Blicke stand noch tat im zarten Alter der Unschuld — und doch dachte g-preßten Herzens bei fich, wie viele Augen 'N- Ute ste tn ihrem schweren, entsagungsreichen Berufe S” zugedrückt haben zmn letzten tranmlofen Schlafe! W diele Augen! Bielleicht war ste e», auf welche 5 der letzte Scheideblick au» bem gebrochenen Auge "Ws Sohne», seine» Leouharb, gerichtet hatte! »»Eie kommen aus Frankreich — ans bem Kriege?' Mer nach ber ersten stummen Begrüßung mit Staber Stimme, inbem er unbewußt ihre seine, starke Hanb zwischen ber feinigen festhielt.
*ie Schwester nickte mit bem Kopfe.
»>vo spannen Sie mein Vaterherz nicht auf bie gtat — o, eS ist grausam zerrissen worben in ber 3eii!'
«.»«rmer, armer Mann', flüsterte bie Schwester E ergriffen, während fich ihre unschuldigen braunen 'M« mit Thräneuperleu füllten.
k»3a, ich bin arm*, entgegnete Eisen mit dumpfer tawwe, indem er vor fich nieder sah.
»Sagen 6le e» mir gleich', fuhr er flehend fort,
tagt den Terminhandel in den notwendigsten Leben», becürfniffen, wie Zucker, Kaffee, Getreide rc. für unbedingt verweiflich; — ein anständige» natür- ItcteS Geschäft auf Lieferung, wo der, der auf Lie- ; f rung verkauft, auch wirklich liefern will und muß, i weil d r, der bie Ware auf Lieferung kauft, sie , braucht, ist in meinen Augen kein Termingeschäft . .
Was nützt eS den Konsumenten unb kleinen Händlern, wenn so und sovi l Millionen Centner Kaffee rc.
1 an den Börsen umgesetzt werden, bie in Wirklichkeit 1 niemals geliefert werden? Halten es die Haussiers auS, kann bezahlen die Konsumenten da» Pfund so , und. soviel rem er, wozu durch Ernteergebnisse und ’ ra'ürliche Ursachen gar kein Grund vorliegt. —
Gehen aber ein paar Millionen krachen, so fällt der 1 Artikel einige Zeit, ohne daß der Konsument von l einem derartigen Preisrückgang, der ja auch nicht natürliche Ursachen hat, sehr oft etwas erfährt. Das reelle Geschäft, bedingt durch Angebot und ' Nachfrage, Ernteergebnisse, Valutaverhältnisse rc. : leidet unter diesem Lotterie- und Spekulations-
Sltwindel!" So ein deutschfreisinniger Freund des „Reicht blatte-»', ein redlicher Kaufmann, dem doch wohl die „Vossische Ztg ", bie mit besonderer Kou- rage eine Lanze für die Börse bricht, nicht ohne weite,eS »völlige Unkenntnis der Verhältnisse' vorwerfen wird.
Are Vaterland sloligkrit der deutschen Sozialdemokratie
ist am Freitag zu Paris in einer aus Anlaß deS Kongresses stattgehabten Bergarbeiterversammlung von dem bekannten .Kaiserdeputierten" Schröder ausdrücklich bestätigt worden. Für die deutschen Sozialisten, so sagte ber erwähnte Agitator unter ben Bergleuten, gebe eS keine Grenzen. Sein Vaterland sei da, mo man große Freiheiten genießen könne. Es ist begreiflich, daß bie französischen „Genossen' diesem mutigen Deutschen ob feiner Äeußerung Beifall spendeten; denn in ihren Augen ist Frankreich das Land ber Freiheit und Paris die Hauptstadt ber Welt. Die französischen.Genossen" aber bleiben immer in erster Linie Franzosen, und sie würden eS für eine Schmach halten, wenn einer von ihnen sich in dem Sinne Schröder» aussprechen wollte. Auch den englischen Sozialdemokraten wird eS in keinem Falle beikommen, ihr Vaterland zu mißachten oder gar zu schmähen, unb man wird überzeugt sein dürfen, daß Herr Schröder durch fein Bekenntnis in ihrer Achtung eben nicht gestiegen ist. Ein trübes Zeichen fürwahr, daß eS Deutsche und
»ich btt, gerüstet, da» Schlimmste zu hören — weiß ich r» doch schon längst. — Sie — Sie kannten meinen Sohu?'
Die junge Schwester bewegte da» schöne Haupt zustimmend.
»Ja — ich kenne ihn sehr gut.'
Eisen zog ihre Hand im llebermaß de» Schmerze» au fein wtldpocheude» Herz. Sie ließ e» willenlos gefäebien nnb begnügte sich, ihn mit fünftem, trauern» bem Blicke auzuschanen.
.O, so sagen Sie e» mir!' fuhr Eisen über- forubelnb fort. „Starb er leicht? Starb er — mein Gott, ich wage es kaum zu fragen — wissen Sie, Schwester, ob — aber beantworten Sie eS mir wahr- heitSgetteu, denn an dieser Frage hängt mein Leben — ich beschwöre Sie darum bei dem lebendigen Gott — starb mein Leonhard versöhnt ober drückte ihn meta Fluch — barmherziger Gott — schied er vielleicht gar mit Groll gegen feinen alten Vater?'
Die junge Schwester blickte ihn mtt wortlosem Befremden an.
»Reden Sie - sprechen Sie!' drängte ber Tiesun- glückliche, indem er bittend seine Hände gegen sie faltete.
»Aber ich verstehe Sie nicht', brachte die Schwester zögernd hervor.
»O, Sie vollen mich nicht verstehen — an» Schonung — au» Mitgefühl — o, ich weiß e» wohl — aber bei dem Haupte Ihre» Vater», den Eie gewiß auch lieben und verehren, beschwöre ich Sie, sagen Sie mir alle», verhehlen Sie mir nichts! — Ich sage Ihnen ja, daß ich bereit bin, das Schlimmfte zu vernehmen. Meta Herz ist stark; es kann den Schmer, ertragen!*
»Meta Himmel, in welchem unglückseligen Wahne iud Sie befangen, armer Manul' rief die junge Schwester, indem fie ihn erschreckt ansah. „Ihr Sohu —•
»Meta Sohn? — Nur heraus, um Gottes Barm- «rzigkett willen!*
»Ihr Sohu lebt ja — er ist uicht tot!'
Die Wirkung dieser Worte auf ben Schwerge-
Mit Ende dieses Monats beginnt im __ seuilletonistischen Teil ber Abdruck der höchst ung'tz spannenden Novelle von Franz Eugen: irb i „Das Erbe von Rauheneck."
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;’4 jj zum Bezüge der Oberhessischen Leitung ....." nebst deren Beilagen Amtliches Kreisblat *7. . für die Kreise Marburg und Kirchhain UN । n -nä Illustriertes Sonntagsblati werden jeder- llosst jeit von allen Postanstalten, Landbriefträgern, (2? von unserer Agentur in Kirchhain, sowie von
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