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mb Beizuckerfabriken, für Tabakfabriken, Spiegel-

glasbeleganstalten u. a. m. Die Gewerbeordnungs- Novelle will diese allgemeine Bestimmung sp-ziali-

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welchen dieser Teil des Arbeiterschutzes sich bewegen soll. Sie spricht außerdem den Schutz der Arbeiter gegen Gefahren für die Sittlichkeit aus und will

noch hinzugesügt, laß vor der Zurückweisung der Beschwerde dem Beschwerdeführer auf seinen Antrag eine mindesten- vierwöchige Frist zur Einbringung des Gutachtens eines unbeteiligten Sachverständigen oder des Vorstandes der BerufSgenoffcnschaft oder BerufSgenossenschaftS-Sektion, der er anhört, zu ge währen sei. Auch soll noch gegen die Entscheidung der höheren Verwaltungsbehörde binnen 2 Wochen die Beschwerde an dir Zentralbehörde zulässig und erst die Entscheidung dieser entgiltig sein. Hierin lag eine wesentliche Berbrsierung der Regierungs­vorlage, und der Reichstag hat denn auch am Dienstag in zweiter Lesung den Vorschlägen seiner Kommission in diesem Abschnitte der Novelle durch­weg zugestimmt. Eine Frage ist dabei indess n noch immer nicht zum Austrag gekommen. Es ist die der Kompetenzkollifionen der Berussgenossenschasten mit den in der Gewerbeordnung zur Anordnung von Schutz Vorrichtungen beauftragten Behörden. Diese Behörden sowohl wie die Berussgenosienschaften können unab hängig von einander Unfallverhütungsvorschristen er lasien. ES ist dabei durchaus nicht ausgeschlossen, daß beider Anordnungen sich widersprechen. Für eine in diesem Falle endgiltig entscheidende Instanz ist aber keine Fürsorge getroffen. Wir haben schon früher de- Oefteren auf diesen Mangel hingewiesen. Nun war im Reichstage wenigstens der Antrag ge stellt worden, daß, wenn die Verfügung der Polizei behörde für den Einzelbetrieb den BerusSgenoffen- schaftsvorschriften widerspräche, auch der Vorstand der BerufSgenoffenschaft zur Beschwerde an die höhere Verwaltungsbehörde und in letzter Instanz an die Zentralbehörde berechtigt wäre. Damit wäre aller- gS die Frage zum größten Teile gelöst; denn der Bundesrat und die Zentralbehörden lürsien Prak tisch kaum mit der Berufsgenoffenschaft in Kollision kommen. Der Antrag wurde jedoch wieder zurück gezogen mit Rücksicht auf in dieser Angelegenheit stattfindende Erörterungen. Hoffen wir, daß diese biS zur dritten Beratung der Novelle eine» Abschluß gefunden haben, der befriedigen kann.

(Nachdruck verboten.)

Verlorene Ehre.

Erzählung von Georg Höcker.

(Fortsetzung.)

»Ich habe diese Schmach tief ta mein Herz vrr.

fuhr Sattler fort, .ich habe lauge Jahre «un der Schaube gelebt, obwohl meine Ehre mir so hrüig war wie die Deine; denn Sott soll «ich bei. N«»ud vergessen in «einer letzten Stande, wenn ich «cht so makelrein an dem mir zur Last gelegten Ber. breche» bin wie Du!"

Sattler hatte sich in Eifer geredet, und als er 1lBe geendet, atmete er tief auf.

. 3n Eiseu'S «utlitz zuckte ein heftiger Widerstreit AAesühle. Plötzlich ging er raschen SchrUteS aus Mer zu uud legte ihm beide Hände ans die Schulter», «sah ihm tu das Auge, uud c8 war, als ob er ««abseheu wollte bis auf den Sruud feines Herzens.

»ES ist unmöglich, Mann», sagte er mit schwerem E»ern,Du Du kauvst uicht schuldlos fein; das «richt"

«Hermann, greife in Dein eigenes Herz! Hat sich «r Menschen Ansicht uicht auch gegen Dich gewendet?" Eisen fvhr zurück.

»Herrgott im Himmel, er wäre entsetzlich, Lebrecht!' " sprach diesen Nameu seit langen Jahren zum ersten «ale wieder a»S. »Ein halbes Menschenalter hindurch vieSchmach ertrage»! Wenn Du schuldlos warst, wie Amtest Du lebe«?Mir ist schon jetzt der Wahn. Iw» nahe!'

Sattler sah den Frenud ernst au.

hatte Weib uud Kind', sagte er, »ich mußte für sie aber war ich im Herze« gelitten, das *16 nur Gott allein!'

»Und ich habe mich Herrgott int Himmel, nein, ®» kannst, D» darfst nicht schuldlos fein eS wäre fr llräßlich, zn entsetzlich, »«gerecht

»Hob was mir tun schwersten zu ertragen fiel, 068 war Dein Unglaube an mich, Herman» daß

Arbeiterschutz.

Ueber de» Schutz der Arbeiter gegen die Ge fahren für Leben und Gesundheit enthält die bis­herige Gewerbeordnung nur die allgeme ne Bestim­mung, daß Bundesrat und Landeszennalbehörde daraus bezügliche Vorschriften für bestimmte Gewerbe­zweige erlaffen könnend Solcher Verordnungen giebl es denn auch beuils verschiedene, so für Bleifarben-

Bestellungen

auf die Oberheslische Zeitung nebst deren Beilagen werden noch fortwährend entgegen­genommen von allen Postanstalten, der Expe­dition in Marburg, Markt 21, und bei der Agentur in Kirchhain Herrn B. Rindt.

Die Exped. d , Oberh. Ztg."

endlich, daß neben der Thätigkeit des Bundesrats und der LardeszentralbeHörden für ganze Gewerbs­zweige die der Polizeibehörden für die Einzelbetriebe i* tritt. Die ersten beiden Neuerungen haben zu irgend- .j|M welchen Bedenken Anlaß umsoweniger gegeben, als by« durch die Arbeit der Berufsgenoffenschaften auf dem

Gebiete der Unfallverhütung hinreichend vorgearbeint [2271 und im übrige» die Gewerbeunternehmer selbst R schon in der übergroßen Mehrzahl die besten Ein- [ richtuugen getroffen haben. Nur die unbeschränkte *9 Befugnis drr Polizeibehörden zum Erlaß von Schutz­maßregeln für die Einzelbetriebe mußte aus Wider- ÜiüjiJj stoßen, weil man bei diesen Behörden nicht die zu solchem Amte notwendige Sach- und Fach- t lknntnis voraussetzen kann. Die Reichstagskommission, welcher die Gewerbeordnungsnovelle zur Vorberatung 1 überwiesen war, hatte denn hier auch eine wesent­liche Aenderung insofern getroffen, als sie die even­tuelle Einholung eines Gutachtens von sachverstän­diger Seite vorschrieb. Die Regierungsvorlage hatte schon vorgeschrüben, daß dem Gewerbeunter- ,, "huier gegen die Verfügung, der Polizeibehörde die

Beschwerde an die höhere Berwal ungsbehörde zu- fiehkkl sollte. Die Reichstagskommission haste dann

ist. Laut § 12 kann die Beg ünbung des Renten­gutes auf Antrag eines Beteiligten durch Vermittelung der General-Kommission erfolgen. Nach § 13 wird das Rentenbankgesetz vom 17. Januar 1881 von neuem mit der Maßgabe inkraft gesetzt, daß die in den §§ 4 und 6 bestimmte Frist forifällt und das­selbe auch auf diejenigen Ablösungen Anwendung findet, welche »ach dem 31. Dezember 1883 bei der zuständigen Auseinandersetzungsbehörde anhängig ge­worden find. Der Vorlage ist eine umfangreiche Begründung beigegeben worden. Wie aus Cannes gemeldet wird, hat die Trauung deS Großfürsten Michael von Rußland (Neffe deS Kaisers) mit der Gräfin von Merenberg, der Tochter des Prinzen Nikolaus "von Naffau, am Mittwoch der vorigen Woche in Sa» Remo stattgefunden. Der Prinz ist seit mehreren Jahren im Winter ein ständiger Gast in Cannes gewesen und eS war dort nicht unbemerkt geblieben, daß der Großfürst der durch Schönheit und Intelligenz ausgezeickneten Gräfin besondere Aufmerksamkeit erwies. Dennoch hätte nicht leicht jemand daraus auf eine beabsichtigte eheliche Ver­bindung gefolgert. Trotzdem soll die Ehe seit letztem November eine beschloffene Sache gewesen sein. Am 3. April reisten der Großiürst Michael, Prinz Nikolaus von Naffau und die Gräfin von Meeren- berg von Cannes ab, angeblich um einige Tage in Italien zu verweilen. In Wirklichkeit aber ging die Reise nach San Remo, wo die Trauung voll-' zogen wurde. Prinz Nikolaus von Naffau hat Cannes schon verlaffen. Auch der Großfürst Michael hat schon seiner Dienerschaft und den Eisenbahn­angestellten die üblichen Geschenke zukomme» laffe», das beweist, daß auch er einstweilen nicht nach Cannes zurückzukehren beabsichtigt. Die au» PeterSburg gemeldete Maßregelung des Großfürsten, der die Tochter eines deutschen Prinzen und die Enkelin eine- Fürsten des Geistes geheiratet, hat in allen Kreisen den übelsten Eindruck gemacht. General Graf Walderfee feierte gestern seinen Geburtstag. Der Kaiser gratulierte dem General in längerem, eigenhändigen Schreiben. Fürst Bis­marck schickte auch ein Glückwunsch - Telegramm. Die Steuerkommission des preußischen Herrenhauses hat die neue Einkommensteuervorlage bis zum § 34 angenommen. Die Beratung wird wohl noch in dieser Woche beendet werden. Der neue, für Ostafrika bestimmte Dampfer Wißmann wird in einigen Tagen fertig sein. In Münster begeht der kommandierende General v. Albedyll, unter Kaiser Wilhelm I. Chef des Militärkabinetts

wachte« Stolz. Sattler hatte Mühe, ih« z» bt- schwichtige« «nt indem er sei« eigene» Elend ihm vorhiett, vermochte er e».

Eisen hatte der Staatskaffe de« Gesamtschade» berettS ersetzt dies kam auch zur Sprache. Nur »och wenige Tage, dann mußte er aus dem liebge­wordenen Heim scheiden etil reicher Spekulant hatte ihm den Kaufpreis baat hingelegt. Dom Fürsten batte er aus Gnaden den schlichten Abschied erhalte». O, we»n eS eine rächende Vergeltung gab sie mußte de» elenden Anstifter treffe»!

Da»» ging bas Gespräch weiter die wiederge­fundenen Freunde hatten sich ja so viel zu erzähle» und Tiefernstes miteinander zn besprechen.

Leonhard!--

Das war ein wunder Punkt, nud die Herzen der beide» Mäuuer blutete». Eisen erfuhr voa Sattler, daß in der offizielle« Verlustliste er al» vermißt be­zeichnet werde aber dies war womöglich noch schreck»' licher, als ehrlicher Soldateutod. Vielleicht hatte» Leichenränber fich seiner bemächtigt, nab dem unglück­lichen Vater blieb nicht einmal bte Hoffnung, jemals an seines Sohnes Grabe stehen zu dürfen.

Als bte Selbe« auf die Liebe ihrer Kiuber z» spreche» kamen, mußte Sattler plötzlich bemerke», baß der Fre«»b wieder zurückhaltender wurde. Er konnte fich nicht denken weshalb. Leonhard war ja tot and der süße Liebesttanm zerstört. Jndeflen hatte diese» plötzliche Fremdwerden seinen triftigen Grund. Wen» man ein halbes Menschenalter hindurch Jemande« einer Verbrechens für schuldig gehalten und seiner nur in der verächtlichsten Weise gedacht hat, so ist er schwer, plötzlich an seine volle Schuldlosigkeit zu glauben.

Da» Herz war sozusagen mit Eisen dnrchgegauge« als er den Edelmut des Langerwarteten fühlte, welcher ihn ttotz Allem für schuldlos hielt. Im Drange des Augenblicks hatte er nicht anders gekonnt, als seiner» fette ebenfalls an die Schuldlosigkeit der Jugend- ftenndes z« glaube«.

Deutsches Reich.

Berlin, 9. April. Kaiser"Wilhelm hat Kiel wieder verlaffen und ist nach Berlin zurückge­kehrt. Der Ausflug ist dem Monarchen in vieler Hinsicht von hohem Interesse gewesen, feine Teil­nahme für die Förderung der maritimen Verhält- niffe betätigte fich auf Schritt und Tritt, insbe­sondere durch das persönliche Erscheinen des Kaisers am Nord-Ostseekanal, wo er eigenhändig den Spaten

mich selbst der Frenud verließ, brach mir schier das Herz.'

Eisen blickte betreten zu Boden.

.Hermann', fuhr Sattler mit weicher, zitternder Stimme sott, .wir haben nn8 Freundschaft geschworen gehabt in der Jugendzeit unsere Herzen lagen frei and offen und dennoch warst Du der erste, der mich verdammte!'

Eisen faßte ihn bei der Hand, und auf seinem Antlitz spieaette fich ein heftiger Seelenkampf wieder.

»Unb Du hast mich für schuldlos gehalten', stammelte er, .Du haft «ich uicht verdammt, obwohl ich zu Deinem Feinde geworden war durch die langen Jahre bitteren Verkennens?'

Sattler blickte ihn ehrlich an.

.Hermann', sagte er, .ich kannte das Freundes, herz; ich wußte, daß Du gestorben wärst, ehe Du den Weg des Rechten verlassen hättest.'

Eisen streifte ihn mit einem scheuen Blicke.

»Unb ich habe Dich verdammt', sagte er tonlos.

Plötzlich umschlang er mit beiden Armen ben Nacken des Freundes und sah ihm mit wortloser Rührung in die Augen, welche ihm so tteu und offen entgegenblitzten.

.Ja, Du bist schuldlos, Lebrecht!' sagte er tief ergriffen. .Kannst kannst Du mir verzeihen?'

Lebrecht Sattler gab keine Antwort; die beiden Freunde lagen fich in ben Armen, unb in diesem Augenblick feierte« ihre beiden Herzen Wiedersehen »ach langer, bitterschwerer Trennung.

So hatte Sattler doch ei« guter Geist geführt, als er ihm den Gedanken eingab, den Jugendfreund anfzusnchen.

.Aber wer, wer', frag Eisen ahnungsvoll, als die ersten HerzenSergießnugen vorüber waren, .hat Dich gestürzt?'

Sattler blickte ihm bedeutungsvoll in das Auge.

.Bolänber!'

Wie ans einem Ate« entfloh das Wott den Lippen Beider.

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

ergriff und die Vollendung eines wichtige» Abicknittes deS großartigen Bauwerkes einleitete. DerReichs- anzeiger" erklätt die in einer Berliner Korrefpsn- denz derHamburger Nachrichten" aufgestellte Be­hauptung, zwischen dem Reichskanzler v. Caprivi und Dr. Windth or st hätten Verhandlungen oder Besprechungen über den WelfenfondS stattge­sunden, für lediglich auS der Luft gegriffen. Das Aeltesten Kollegium der Berliner Kaufmann­schaft richtet an den am 17. d. MtS. zusammen­tretenden Ausschuß des deutsche» HandelStages den Antrag, der Stimmung des Handelsstandes über den Abschluß deS deutsch-österreichischen Handelsver­trages in einer Kundgebung dahin Ausdruck zu geben, daß man erfreut sei über die anscheinend erfolgte Einigung beider Regierungen und daß man die sichere Zuversicht hege, daß hierbei die von den Handelskammern geäußetten Wünsche die gebührende Würdigung gefunden haben, und endlich hoffe, daß an die Verhandlungen mit Oesterreich - Ungarn sich weitere Verhandlungen mit anderen Staaten knüpfen. Mehrere Morgenblätter erhalten folgendes Pri­vattelegramm auS Otterndorf: Fürst Bismarck telegraphierte dem nationalliberolen Zentralkomitee in Freiburg (Hannover), es würde ihm eine große Ehre sein, im 19. hannoverschen Reichstagswahlkrcise zu kandidieren. Unter den zu der internationalen Kunstausstellung bereits eingetroffenen Gemälden befinden fich auch solche deS Pariser Malers Bou guereau. Der Gesetzentwurf, betreffend die Be­förderung der Errichtung von Rentengütern, ist im Abgeordnetenhause erschienen und besteht auS 14 Paragraphen. § 1 sagt, daß die auf Renten- gütern hastenden Renten auf Antrag der Beteiligten aus Vermittlung der Rentenbank so weit abgelöst weiden können, als die Ablösbarkeit derselben nicht von der Zustimmung beider Teile abhängig gemacht ist. Der Rentenberechtigte soll als Abfindung ent­weder de» 27sachen Betrag der Rente in 3V»prozen- tigen oder den 23V,fachen Betrag der Rente in 4prozentigen Rentenbriefen erhalten. § 2 bestimmt, daß zur erstmaligen Einrichtung eines Rentenguts die Rrntenbank den Rentengutsbefitzern seitens der Rentenbank unkündbare Darlehen in 3V» und 4pro- zentigen Rentenbriefen gewähren kann. Dem § 3 zufolge hat der Rentengutsbesitzer vom Zeitpunkte der Rentenübernahme eine Rentenbankrente von 4 bezw. 44/> pCt. deS Nennwertes der Rentenbriese und des zur Ergänzung gegebenen baren Geldes zu ent­richte». § 6 giebt die Maßnahmen an, unter welchen das Rentenbankgesetz vom 2. März 1850 anzuwenden

»Aber Du äußertest keinen Verdacht, keine Angabe', wendete Eisen ein.

»3a, ich hätt's thuu sollen', gestand Sattler, indem er schwer anfatmete. .Aber war er nicht mein Freund? Die Katastrophe kam damals so schnell unb uner­wartet, daß ich schon verurteilt war, ehe ich mich recht befinuen konnte'

.Gerade diese Deine Bestürzung flößte mir die Ueberjeugung von Deiner Schuld ein o, eS war eine wehe Stunde, als ich Dein Angedenken gewaltsam ans dem Herzen ttß.'

.Laß uns schweigen davon. Erft im Gefängnisse kam mir ein Gedanke an das wirkliche SachverhältniS aber ich wagte selbst nicht, mir dasselbe näher vor­zustellen. O, eS ist zu schrecklich, anSzndeuken, daß der bertrante Freund mit teuflischer Kaltblütigkeit die verderblichen N.tze zusarnmeuzieht'

«Aber eS ist geschehen', unterbrach Eisen ihn mit gefurchter Stirn. .Er triumphiert'

»Nicht lange*, entgegnete Sattler voller Ueber» jeugung. .Der Krag ist zu« Ueberlanfen voll, er wird überlaufen.'

.Herrgott, ich begreife nicht', fuhr Eisen ans, .wie er bieS alles durchführen konnte. O, wir blöden ahnungslosen Simpel!'

«Schelle die Freundschaft', wendete Lebrecht weich ei», .wenn sie auch ein Bösewicht mißbraucht hat eS ist ein heiliges Ding nm liebendes Vertrauen.'

Dann kamen ste auch aus die Möglichkeit solch gräßlichen vettngs zu sprechen. Die Verbrechen waren mit so teuflischem Raffinement ausgeführt, daß an eine Ueberführnng des wirklich Schuldigen nicht zu denken war hier stand Aussage gegen Aussage, und wenn nicht ein rächender Zufall Licht in das verworrene Dunkel brachte, so war an die Wieder. Herstellung ber Ehre ber beiben schwergeprüften Minner kau« zu denke«.

Der heißblütige Eise« wolltt rasend werden bet dieser Ansicht seine Ehre sollte geschändtt bleiben; dieser Gedanke war unetträglich für seinen neuer.

Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe« Marburg,

S-nn-Ld AM 1891. BBSSSg -m Jahrgang.

10 Pfg., Reklamen für Lee Zerle 2° Pfg. r_________ Daube u. Co. in Frankfutt a. M., Berlin"Hannover, Paris.