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Marburg,
Frettag, 3. Aprll 1891
Plemierlieutenant» Berkmg vom Artillerie-Depot in Wilhelmshasen mittelst Werftdampfers nach Helgoland überführt worden. — Der 20. Chirurgen- Kongreß wurde heute in der Aula der llniverfität eröffnet. An demselben nimmt auch Professor Koch teil. Professor Bergmann berichtet« in der heutigen Sitzung über dal Tuberkulin und hob von neuem den Charakter der Hellmittels als ein Sprcifikum bei Tuberkulose hervor. Er besprach sodann die erzielten ungünstigen und günstigen Erfahrungen, wies auf die bei Lupus trotz der anfänglichen Er lolge auftretenden Recidive hin und forderte zur Sammlung von wkiterrn Erfahrungen auf. In der anschließenden Diskussion überwogen die weniger günstigen Urteile. Einstimmig wurde dir Notwendigkeit der Fortsetzung der Forschungen und Beobachtungen aufgrund der Behandlung mit Tuberkulin betont. — Die von der königlichen Ministerial-Bau-Kommisfion erlasienenBedingungen, welche bei der Vergebung von Arbeiten und Lieferungen im Bereiche der Allgemeinen Bauverwaltuug fortan in Anwendung kommen sollen, enthalte» einen Paragraphen, der recht im Jnteresie des Handwerks und der Arbeiter liegt. Während nämlich früher die Behörde nur mit dem „Unternehmer" zu thuu hatte und sich jeder Einmischung in das Verhältnis zwischen diesem uvd seinen Arbeitern, sowie den kontraktlich von ihm mit der Ausführung von Einzelheiten betrauten Handwerksmeistern enthielt, ist derselben jetzt ausdrücklich das Recht gewahrt, jederzeit von dem Unternehmer Auskunft über die mit Handwerkern uvd Arbeitern abgeschloffenen Verträge verlangen zu können und der Unternehmer verpflichtet, diese Auskunft zu «teilen. Die Behörde behält sich ferner das Recht vor, sobald der Unternehmer seine Ber- pflchtungen auS dem Arbeitsvertrage nicht, oder nicht pünktlich erfüllen sollte, sofort selbst die schuldigen Beträge rc., an die Berechtigten für Rechnung deS Unternehmer« zu zahlen. Um dieser Maßregel den gehörigen Nachdruck zu gebe», ist die Behörde fern« berechiigt, dem Unternehmer, fall» er diesen Verpflichtungen nicht genügt oder den von der bau leitenden Behörde in dieser Beziehung getroffenen Anordnungen nicht nachkommt, die Arbeiten ganz oder teilweise zu entziehen. ES liegt nun im Jnteresie deS gesamten Handwerks, die seitens der Handwerker mit Großunternehmern eingegangenen ArbeitS- und Lieferungs-Verpflichtungen genau zu überwachen und, alls die dahin gehenden Abmachungen von vornherein alS unerfüllbar angesehen werden muffen, davon der betreffenden Behörde Mitteilung zu machen.
«selbst 2 Uhr [1988
da, der Schönster! bleibt wein Geheimnis — er wil Ihnen überhaupt nicht vor die Augen komme», außer vor Gericht!"
_ 'N°u durchschaue ich Sie, Verehrtest«!' rief Boläuder mit letzter «ustreuguug, kaltblütig zu et. WAeu. .Sie wollen mir überhaupt uur ein Märchen QO|viOvtttr
Quaddler zuckte die Achsel», während er die Thür ausmaHte.
.Ich bi» eben keine poetische Natur; war ich sage, ist vou trockenster Wahrheit', versetzte er. .Also über acht Tage, Herr Ge»eralkasstrer. Ich habe die ^hre, Jh»eu eine» recht verguügtea Nachmittag zu tvuvscheu.
Er ging und machte die Thür hinter sich zu.
Als Boläuder sich allein sah, verließ ih» die lange ansrechterhattene Selbstbehenschnng, nud er fiel stöhnend in den nächsten Lehustnhl zurück.
So saß er lange Seit, in finstere«, tiefe« Brüten versänke».
Wer ih» betrachtet hätte, wäre gewiß enttitatot vorde». Dies« Manu war nicht der heitere, vollendet gntmüttg anSsehende und dem fröhlichen LebenSae- nnffe huldigende Herr Boläuder, der offen nud frei mü bet JKieae etae« guten Gewissen« lachend in die Welt sah. Aus feinet hohen Stirn, welche eben ge- walttge Falteuruuzeln auswie«, lag drückendes Schuld, »evußtfeiu. Die kleine», sonst so mnntere» Ange» rrten unstät i» ihren Höhle» auf nab Hübet — sie Meara bo« flolbeae Tageslicht nicht «trogen zu können, denn sie starrten in bie finstersten Ecken des Gemaches, nab in ihnen spiegelte sich bie quälende Unruhe eines bösen SewtffenS wteber.
SS waren nachtschwarze Sedaukeu, welche in bet veele des Manner ans. nnb ntederwogten. Ja, er «trog bie Wett, inbem « gnt zn sein henchette. Was bei ebenso schlechte Wucher« ih« vorgehalt eu »ar richtig — « hatte gestohlen nab «mtechhlagen. Da Mstnn war von jeh« sei» Srbsehl« gewesen, and dies« hatte ihn zu» Betrüg« nab Fälsch«
(Nachdruck verboten.)
Verlorene Ehre.
Erzählung von Georg Häcker.
(Fortsetzung.)
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Waffen
Ä” l0&,rn SÄ? qu Ie<8 ®“8 Fablet zum ersten Male in seinem Leben ans ben flk maren Mnnft hnrfth« ö'8e e *7 nnb dem jungen Stubeuteu gau, bebentenbe
fte waren laugst vorüber — in beueu auch der so tief I Darlehen gewährte. Später allerbinsS entvnvvteu nnb nützliches Mitglied bei I sich alle Erzählungen von BoläaberS reichem Bat« menschlichen Gesellschaft gewesen war. AlS erlalS etile Spiegelfechtereien, nnb ber Wucherer roa uab"«!ttÄ bet iiuiverfilät mit Eisen ein bitterböses Gesicht. Indessen tröstete eS
unverdorbene« I einigermaßen, daß Boläuder im Finanzfache rasche ^aa«nh..^r«k,or e eutsprosieu; I Karriere machte und in Bälde zum Haoptkasfir« ans.
.^eben und Treiben der I gerückt war. Jetzt konnte Quaddl« wenigstens hoffe«, Aufäualich bS?e eer6nD<fi“mit8fi9r6 V 88<b b-Vh« S» werden. Aber da hatte «
XJ. "?b>te er noch mit sich selbst al« aber i die Rechnung ohne seinen Schuldner gemacht. Dieser ^besser b-Eetten Fremide ihn anfforderteu.bezog so viel Gehalt, daß «wohl setuebedeuteud! V ttnch^a wie mJÄ ftÄ"lag er der Schuld hätte abzahlen können - aber der junge Beamte, SSLLL ^n?mmiSfäÄd”L « welch« uutndesien ein leidenschaftlicher Anhänger der Stier 608 et8te? re$en I rauscheudsteu Lcbeusgennffes geworden war, worvnter
dXeßebS? sÄ H JS Ä? “f*2?8e ba8 H°»«dsPtel nicht bie geringste Stelle eiunahm, S K* S'schehe». war durchaus nicht gewillt, fich Einschränkange« aas.
Stabhm1 hrt bKnLa ^?08A b“tIe»en- 3eÖt, wo er eine geachtete Stellung erlangt toMMi fQMttt.8 ßetnaöe erschöpft hatte, wollte er erst recht leben nnd genieße». Wie
6T”eJ<t<Ienlfe6r erstamtte Quaddler daher, als Boläuder ihn iu 2® - b ^s« «tilg fchan regelmäßig in der erste» Monat«, I Bälde nm neue Darlehen augiug, anstatt anzufauaen. ZK draus. B°ld aberwußteBoländtt Rat. Er die alle» Schulden z» tilgeuk' M^beg^d« in jeder Universitätsstadt zweifelhafte Geld. I Wucherer ernsthaft aufzutreteu und es zeigte fich, fich «tu Geschäft daraus machen, in! daß d« geschmeidige, liebenswürdige He« Simo» wt0eh^rr.*Be ^®e ?b/nte“' to‘i?Vtni8t Sich». Quaddler unter Umständen göttlich g^ob werde» uutzeubenÄi»'kkr^° 4®!erbt* too“t,e* Nun war unter Rat thener; Boländ« wollte
?8**8 “«n ßetibtflnn nnb bie Unerfahrenheit solcher I und konnte nicht bezahle», eher »och »ehr zu seiue« «n1? 9“*? Wucherzinsen objnpreffen, I Gehalte haben, nnb der Wucherer erkllftte energisch,
?“b b«Iorejie8, irregeleitetes Leben, bas zu unter keinen llwstänben länger wartmzuwolle« Sout?tp anf ihr! Boländ« hatte sich bereits derartig verstrickt in bie iS“ dunkler Ehrenmann war seichtesten Seuüffe des Leben«, daß er fein «eviffeu b" bamals den Posten eines I erschlafft nud betänbt hatte. Um ben Wucher« ®?b<ütetnbeainten betteibete. Er war ge. I einigermaßen zufriebeu zu stellen, eutblöbete « sich
0 ÜUtMUg — also ganz ge.I nicht, ba« unbegrenzte Vertrauen seine« Dnzfreundej^
^ttt0e ^bel tu dar anSgespauute Netz I beS bamaligeu Sennalkasfirer« Sattler, in b« schänd- 88 «nStf.- . .. . t I ltchsteu Wche zu Mißbranche».
bo» jeh« etwa« durch«»« V«.I Satti« hatte die Ha»ptbüchet uufer sich nnd wat 18 f*1“® äußere» — et wu^e|somit für die gesamte Kaffe veiaatwottlich. Mit etJtfi »£«ft6^8«S2,e“ J^1^8 Wohlstand »Hülfe eines liederliche» Patron«, welchen Boländ« setue« «atn« anSznmale», daß d« ehrenwertes bald genug durchschaut und ans feine Seite zu bringe»
tat ."6te bkrgeffen mtch, Herr Generalkasstret — kennt mich in der Stabt nnb wirb mir schon «üben schenke»."
»oläub« kaute iu fürchterlich« Wut nnb Be.
Mzung an feinen Fingernägeln.
sa°»iu EmenHänben, Ihr Schurken!« nn ^.«Wti Ihrer gütigen ErlanbniS, He« General. Mrer. Der Schövperl will Gelb haben, viel Gelb
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter, tarne dleAnnoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler _____
rnM., Toffel Magdeburg » Wien; Rudolf XXVI QrtWfttnt
Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. «äln • S L 44’1 Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannov«,'Paris.
®" 3abLb7 luri durch eigene» Boten em Glückwuuschswreiben. Der ^gegangenen Geburt«. Kommandeur des 9. Jägerbaiaillou«, Oberstleutnant eme - S? H-Nke, und Major Weizenegger kamen namen« bei
f ^d mannigfaltig find. Den im benachbartm Lauenburg garnisonierenden B°. ersten Platz unter allen nimmt die wertvolle Dedt-1 taillon« zur Gratulation. Da« Mufikko.ps d« 9. katwn deS Zenttalverbanbe« deutscher Eisenindustriel-l Jäger konzertierte vor dem Schlöffe, heute Abend ler em, welcher von dem Ueberschuffe d« für den wird auch dasjenige ber 31« konzertieren. AlS ".A^Eeten Sammlung ein weitere Gäste sinb Oberjägermeister v. Kotze nebst 12VaeI.0eJ<bh« 2t ®C?ttfen S-- Frau ans Aschersleben unb d« Stuber deSFürsten ba" b« Gediegenheit ber Arbeit hi« eingetroffen. Da« zahlreiche Publikum, welche« Anspruch erheben barf, cl» em Kunstwerk ersten fich in der Nähe de« Schlöffe« angefunden hatte, um Range« r» gelten Der argentinische Minister den Fürsten zu sehen, erhielt ungehinderten Zutritt
SnntoK b“J bi6lf^?tttn, PUm Der Fürst trat auf die Veranda und
Ä! hK? ' J pr°4tvolle Schlitten- nahm, fichttich bewegt von dem brausenden Hurrah, decke d» aus dem kostbaren Pelz emer emheimische», das ihn empfing, persönliche Glückwünsche unb von äußerst seltenen Fuchsart besteht unb mit tiefblauem vielen Seiten Bouquets entgegen. — Fürst BiSmarck fl' Uüeit Zahl der Blume», machte heute nachmittags mit dem Herzoge von senden, welche eingegangen finb. ber Handarbeiten, Ujest eine Spazierfahrt und wurde von dem welche ergebene Verehrermnen de« Fürsten selbst Publikum allenthalben auf da« herzlichste begrüßt. K“' hberm?bfCfien a”b Glückwunsch-1Im Laufe deS Tage« find zahlreiche GeburiStag«- f Korporationen und spenden eingegangen darunter viele aus dem AuSlande.
Gemeinhe» übersandt wurde», bet Buch«, welche Stettin, 1. April. Der Kaiser ist heute früh saft sämtliche^ Erscheinung«, auf bem Gebiete der «kurz nach 8 Uhr in Begleitung feines Flügel- Lltteiatur und Kunst umfassen, ist eine außerordent-1 adjutanten, be« Admirals Frhrn. v. d. Goltz mittel» Biere, Weine SonderzugeS hi« eingetroffen unb von der Be- Knfc fnir.« n K S*" b” «ingegangenen völkerung enthusiastisch begrüßt worden. Der Monarch Geschenke solle» am Geburtttage m dem Empfang«- begab fich per Wage» nach b« Werft ber Aktien- zimmer beS Parterregeschosies, in bem bet FürstIgesellsckaft ,Vulkan."
die Grtiulanten, welche ihre Glückwünsche persönlich Lübeck, 1. April. Der Kais« ist heute nach- darbringen, empfangen will, ausgestellt werden. Die mittags 4'/, Uhr hier eingetroffen. Derselbe wurde Getreuen von Jever hab«, vorbeugend de» Bescheid von dem Bürgermeister vr. Behn, bem Korps. $te re* Spangen lassen, daß der Kibitz zwar fleißig I kommandeur General Grafen ®alberfee und dem b!« 101 a6cr b»>hl kaum Prinzen Heinrich empfange» unb von dem zahlreich
bis morgen «reicht w«de. versammelten Publikum bei bet Fahrt durch die
Frredmchsrnh i April. Umgeben von samt- Stadt auf das enthufiastischste begrüßt. Unter einem hdjen Farnllienangehötigen beging Fürst BiSmarck prachtvollen Triumphbogen auf d« Holstenbrücke be* n€U q; ® der Teilnehmer grüßte Dr. Brehmer als Vertreter der Bürgerschaft
-F°?lzuse des Hamburger Relchstagswahlvereins den Kaiser und dankte sür den Besuch. Der Kaiser «1^000. Herr Woermann gratulinte namens sprach wiederholt seinen Dank für ben ihm be.
be« Vorstande« be« Reichstagswahlvereins. Zahl-1 reiteten Empfang au«
“T b!m Ersten Dresden. 1. April. Der König Übertrug bem H iru toU*nl$e "dzustatten, barunter ber Herzog! Staatsminister von Gerb« ben Vorsitz im gesamten vonlljeft mit dem Prinzen von Hohenlohe-Oehringe», I Ministerium unb die Funktionen des Ordenskanzlers, zahlreiche Herren und Damen dn Aristokratie, Amts-«sowie dem Staatsminister von Metzsch die Leitung rat Dietze-Batby, viele Deputationen, darunter solche Ides Ministeriums des Auswärtigen mehrer« Hamburger Körp«schaften, fein« eine
Neustadt in der Pfalz, eine Abordnung Münchener AttSla«-.
?Ü*7Metn2C' Wohuräume des Fürsten find mit Neapel. 1. Aprü. Der deutsche General-Konsul prachtvollen Blumenarrangements geschmückt, welche Beer ist in vergangener Nacht gestorben.
°8b"«'deutschen Städten ein- Turin, 1. April. Gestern abends waren die g gangen find. Der Hamburger Senat übersandte I Familienangehörigen des verstorbenen Prinzen Jerome
Quaddler zog ei« so spöttisches Gestcht «nb blickte >estehes M Gegenüber bobei so bedeutungsvoll an, daß dieser Speist üvechselub bleich »nb rot im Gesicht wurde, w. <« «"Mau wirb ihm nicht glauben - er gräbt sich bie Heue Grube."
Erscheint täglich außer an Werttagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quattal-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2'/. Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (extt. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile _________10 Pfg-, Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Wöchmüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Mardurg «nd Mrchham. - Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Martt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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1891. X>6 nethen. pe 3.
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106*4 ..Dauu machen Sie fich balbmöglichst ans bem be; das dürste da« Geratenste fein; denn es e sehr fraglich, ob Ihr Küustßückche» auch im erholnngSsalle von gleich günstigem Effette wäre." ,-Hall, alter Schlaumeier — nnb wenn ich nun abreiste — wer wollte mich bar au hindern? wärest Du geprellt trotz aller Deiner Schlauheit!" Ich würbe Sie baran Hinbern, Herr General, er. Geben Sie fich feine Mühe — vir foraen daß Sie nicht bnrchkommen."
volLnb« stampfte vütenb mit bem Fuße auf.
„Wfo Jente über acht Tage", meinte Qnabbl«, er fich zmu Gehe» wanbte.
'.Halt, .«och für einen Augenblick, verbammt« ^onfl«! - Wo - wo hätt fich b« Schüupnl „Dal möchten Sie wvhl gern wiffe», Herr " alkasstrer", höhnte Simon Qnabbl«.' Mch«
iattfanb. Darauf erfolgte eine Fahrt durch die Mich geschmückte Stadt, begleitet von nicht enden »olleuden Jubelrufen. Nach Besichtigung des Domes imb d« Marienkirche kehrte der Kais« in sein Ab. steigequarti« zurück. Um 6 Uhr fand auf dem Rat- Hause ein Festeffen statt. Um 9 Uhr verließ der Lais« Lübeck und reifte über Travemünde nach Kie! weit«. — Die Kaiserin Friedrich wird am 8. Apri! «iS England nach Deutschland zurückkehren. — Der .Reichsanzeiger" schreibt: Nachdem schon seit längerer Zeit Erwägungen über eine anderweitige Regelung bet Verwaltung des beschlagnahmten Vermögen- [1467 vormaligen Hannoverschen KönigS- w familte stattgefunden haben, hat ba« Staats- 14 a, - Ministerium nunmehr beschloffen, dem Lanbtage in der nächste» Session einen Gesetzentwurf vorzulegen, «llcher für die Dauer der Beschlagnahme nähere Lestimmungen üb« die Verwendung der Revenuen fts Vermögens, sowie deren Konttolle trifft. — Nachdem nunmehr durch die Ernennung des bisherigen Gouverneurs ber Insel Helgoland, Kc. (1468 Kain z. S. Geisel«, zum Kommandanten dieser HaSpei- Ntl ausgesprochen ist, daß Helgoland von nun ab aus GÜs Festung zu betrachten sei, ist bereit« der erste litions - Transport unter Führung deS Zeug-
Bestellungen auf «ne Oberhesstfche Leitung nebst deren Beilagen werden noch fortwährend entgegengenommen von allen Postanstalten, der Expedition in Marburg, Markt 21, und bei der Agentur in Kirchhain Herrn B. Rindt.
Die Exped. d. „Ob«h. £tg."
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»ttlin, 1. Aprll. Der Kaiser ist Mittwoch «argen kurz nach 8 Uhr in Begleitung des Viceadmirals Frhr. v. d. Goltz in Stettin eingetroffen unb enthusiastisch begrüßt worden. Der Kaller be- gab sich sofort per Wagen »ach der Werft be« Vulkan und besichtigte bie Werkstätten, sowie bie im Bau tegriffenen Schiffe und reiste sodann mittelst Sonder- Ms nach Lübeck weiter. Ueberall auf dem ganze» Lege wurde der Kaiser vo» der zahlreich zusammen- zeströmten Bevölkerung mit enthusiastische» Jubel- nise» begrüßt. — Nach erfolgter Ankunft in Lübeck Degen V,4 Uhr nahm der Kaiser sein Absteigequartier h der Wohnung deS Bürgermeisters Dr. Behr, »»selbst die Vorstellung der Mitglieder des Senat«
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