>ch
M'chiW' Mma
d
M 76
Ul«
t
— an,
ticfi
mg sich cmSspricht, die an Niedrigkeit ihres
uu,
-g
lenlier
n
ne !N
:den
595
ser 19 b-
alS Srattfikatiou gerade noch einmal so viel de« dankbare» Herrn Generalkasfirer Boländer «halten.-
gänzlich, wie die Thaten bei großen Kanzler-, ist ou4 die Liebe und Dankbarkeit der Nation, und tyre innigsten und besten Wünsche geleiten den Fürsten beim Eintritt in ein neues Lebensjahr.
ES ist nicht zu verwundern, daß die Thätigkeit geb die Person BiSmarck's ihm viele erbitterte ^Fewde geschaffen haben. Wer wie er es unter- eomnten und durchgeführt, den Augiasstall des szenischen Bundes zu säubern, die Hydra deutscher ^Zwietracht zu töten, kurz, alle die Werke zehnfach zu thun, die nach der Sage einst Herkules verrichtet, dem muffen zahllose Gegner erstehen, denn nur ein
Ausdruck verliehen; so wie ir, hat kein Deutscher vor ihm gesprochen. DaS bleibe gerade in der gegenwärtigen Sage unvergeffen, die uns aus den nationalen Gedanken als den einzigen Leitstern zum rechten Wege verweist.
. w.
4.
3 ’s
leichen sucht. ES ist die Pflicht der anständigen hne Be- keffe aller Richtungen, gegen diefes unwürdige und Wersten e>t Ehrgefühl der Nation verletzende Treiben ent* hieben Widerspruch zu erheben. Mag man an
rülkfichtSlofes Vorgehen und geniale Leidenschaft keimte eS fertig bringen, den märchenhaften Wandel der beulschen Verhältnisse zu schaffen, der stch vor guferem staunenden Auge in noch nicht drei Jahrzehnten vollzogen hat. ES gehörte in der That ein eiserner Kanzler dazu, in Deutschland Ordnun; zu machen, und wie sollte nicht der durchdringende verstand und die Feuerseele diese! Mannes, der sein zmzeS Leben der Einigung und Größe seines Bater- aubeS gewidmet, oft erbittert sein über die Hernm- niffe, die ihm Unverstand und Böswilligkeit tagtäglic, bt den Weg legten, wie sollte er nicht zuweilen auc> mgerecht grollen, wenn seine Anhänger ihm nicht zu eigen vermochten? Mit urwüchsigem Grimm, mit
■ ■ eißendem Spott und Hohn fiel er in solchen _ _ Stunden über die Gegner her, und die Wunden, * seine Zunge geschlagen, heilen langsam.
Sieht man freilich diese Gegner näher an und
Fürst Bismarck.
। Die Gedanken des deutschen BolkeS weilen am heutigen 1. April in FriedrichSrnh, wo Fürst Otto 'von LSmarck fein 77. Geburtsfest feiert. Unver-
1 nationalen kriminalistischen Vereinigung > hat fich mit Stimmeneinhelligkeit dafür ausgesprochen, > daß die kurzen Frecheitsstrafen durch harte Lager- ■ statte, Dunkelzelle und Kostschmäleruug verschärft 1 werden sollen, dagegen hat sie die Beschlußfassung ! über die Einführung der Prügelstrafe als Berschii» 1 fungsmittel ausgesetzt und diese Frage als noch nicht : spruchreif bezeichnet. Es wäre vielleicht richtiger gewesen, wenn man fich positiv gegen die Einführung ' dieser Strafe ausgesprochen hätte, zugunsten welcher 1 von verschiedenen Seiten lebhaft agitiert wird, denn • «S ist nicht einzusehen, weshalb die Frage nicht ! spruchreif erscheint. Die Frage ist spruchreif in jeder i Hinsicht und darüber wird sich doch eine Bersamm» i hing wie die Internationale kriminalistische Verein!» : gung klar sein, daß fich in Deutschland niemals : eine Reichstagsmehrheit für die Einführung dieser Sttafe alS allgemeine Kriminalstrafe aussprechen
> wird. Es wäre schlecht um unsere Sttafrechts- pflege bestellt, wenn das Heil für sie lediglich in einer Wiedereinführung der körperlichen Züchtigung zu suchen wäre. Wir halten die Frage, ob gegen jugendliche Personen in geeigneten Fällen anstelle der Einsperrung auf körperliche Züchtigung zu erkennen ist, für mindesten! sehr diskutabel und würden dieselbe von unserem Standpunkte au! sogar bejahen, aber mit der Züchtigung Erwachsener können wir uns nicht befreunben und daß dieser Anficht auch die Mehrheit be! brutschen Volkes huldigt, ist uns nicht im geringsten zweifelhaft. Mit der Peitsche und dem Stocke einer erwachsenen Person Achtung vor dem Gesetze lehren zu wollen, ist eine von vornherein verlorene Sache und Aufgabe,- unsere Zeit hat die prügelfrohe Pädagogik so ziemlich überwunden, sollte es ihr bestimmt sein, eine Wieder« erstehung der prügelfrohen Kriminalistik zu erleben, die man mit Recht gleichfalls schon al! überwundene Erscheinung betrachten zu können glaubte? Wir zweifeln sehr, ob fich unter den deutschen Kriminalisten sehr viele sür die Heilkraft der Peitsche und des Stocke! in kriminalistischer Beziehung erwärmen werden.
Bremen, 31. März. Aus einer am Sonnabend, den 28. d. MtS. in Düffeldorf stattgehabten Ber- sarnmlung von Bertreter» der sämtlichen an dem kontinentalen Paffagierverkehr nach Nord-Amerika be* teiligten Dampfschifffahrt! - Gesellschaften wurde ein Uebeteinfommen in der Richtung getroffen, vom 1; April d. I ob die Zwischendecks - Pafsagepreise aus sämtlichen Linien gleichmäßig ausgehend um zehn Mark und in Amerika um drei Dollar zu erhöhen.
kasfirer. Was meinen Sie, wenn her Herr Minister die Wechselchen sähe?-
„Ich würde ste nicht anerkennen, Herr Qnaddler —- „D, dafür ist gesorgt — es find Zengen da —- Loländer raunte aufgeregt im Gemache auf und nieder. Er hatte die Zähne fest ans die Unterlippe gepreßt, daß fie blutige Einschnitte davontrug.
Endlich blieb Boläuder vor dem Wucherer steh«, der ihu kaltblütig betrachtete.
«Hören Sie, Herr Qnaddler — Sie find ei» Tensel, aber —-
„Nun aber?"
»Ich beginne eiuznsehe«, daß ich mich tust Ihne» irllen muß."
„Das ist hübsch vou Ihne», Herr Generalkasfirer.- „Indessen, wenn ich mir e! recht überlege", fahr Boläuder, kaltblütiger werdend, fort, „so find Ihre Drohnuge» doch blo! Schreckschüsse. Ich gestehe es za, daß Sie mir schaden können. Aber was bann? Dann find Sie jebenfall! bet Geprellte; denn Sie kommen nm Ihr ganzes Geld — nnd dafür hafte ich Sie für viel zn klug."
„ffite schlau Sie stud l" entgegnete der kleine Manu hohnlächelnd. „Sehen Sie wirklich ein, Herr General- kasfirer, daß ich Sie nicht blo! ans Mitgefühl schone?"
„Mügefühl vou Jhueu — pah --
„Sie habe« Recht, Herr «eueralk-sstrer, da! ist riu überflüsfiger Artikel, besonders Ihne» gegenüb«. Aber ich weiß, daß Sie meine Freundschaft für Sie bezahlen werde« mit getan, echtem «olde — nicht wahr?"
„Soll dies wieder eine neue Erpressung fei«?* „Wir haben vorhin hunderttausend Thal« ge» agt — sagen wir nun mit den Wechselchen deS Hen» Grafe« Haha d«a Dreifache.-
Boläuder brach tu ei« ungezwungenes Gelächter «G.
„Sie verdienen, daß ich Sie die Treppe hinabwerfe, Herr Qnaddler, sagt« er endlich wegwerfend.
«Thnn Sie es doch, Herr Generalkasfirer l" „Hallen Sie »ich für einen Krösus? Sie tenw»
„Glaube es selbst nicht, Verrhrtrster". eutgrguete * «toben hohnlächelud, tnbem er seine Zigarre von Mundwinkel in den anderen schob.
mtr deshalb ein andere» Mittelchen ‘IT I gedacht, nm nicht nur binnen jetzt nnd acht Tagen ’yr'Eg** Besitz meines ganten Guthabens zn kommen,
Deutsches Reich.
। Berlin, 31. März. Am Dienstag Vormittag unternahm der Kaiser eine Ausfahrt nach dem
' Tiergarten. Aus der Mcksahrt begab fich der Kaiser > zum Staatssekretär Freiherr v. Marschall, um von demselben einen kurzen Vortrag entgegenzunehmen.
1 Zum Schlöffe zurückgekehrt arbeitete der Kaiser mi: dem Chef des Zivilkabinetts, darauf mit dem Che bei Milikärkabinettl, worauf er die Borttüge des Vizeadmiral! v. v. Goltz, bei Kontieobmiral! Holl-
■ mann und be! Kapitän! z. S. v. Senbe». Bibran ■ entgegennahm. Am 1 Uhr hatte bet bisherige Gesandte China! am Berliner Hof die Ehre, dem Kaiser in einer besonderen Abschiedsaudienz fein übberufungl,Treiben zn überreichen. Um 2 Uhr fuhr der Kaiser nach Potsdam, um sich von dort
; an Bord eines Torpedoboote! über Charlottenburg nach Berlin zurückzubegebe». — Die Kaiserin traf Dienstag vormittag in Dresden ein und wurde von dem König von Sachsen, der in Dresden anwesenden Prinzen, der Prinzessin Karoline Mathllde von Schl« swig - Holstein - Sonderburg - Augusteubmg, dem Herzog Ernst Günther, dem Prinzen zu Hohenlohe und dem preußischen Gesandten Grasen v. Dönhoff empfangen. Bom Bahnhofe aus siihr die Kaiserin mit dem König zur Begrüßung der Königin nach dem Schlosse. Um 1 Uhr wohnte die Kaiserin mit zahlreichen anderen hohen Gästen der durch den Superinttndenten Dibeltus in der Kreuzkirche stattfindenden seierlichen Konfirmatton der Prinzessin Feodore von Schleswig Holstein bet. Am Abend krhtte die Kaiserin bereit! nach Berlin wieder zurück. — Die bereits erwähnte Konferenz in Sachen beS Handwerks soll tob« zweiten Woche bei April in Berlin zusammentteteu. Vertreter ber JnnnngSverbäude nnb bes bentschen Hanbwerker- bundks werden mit solchen der ressortmäßigen ReichS- unb preußischen StaatSbehörben bie Konferenz bilben. Zunächst ist eine orientierenbe Darstellung ber gesamten Sachlage beabsichtigt,- el wird also, wie von handwerksfreundlicher Sette zutreffend geltend gemacht wttd, viel daraus ankommen, daß die Handwerker- vertteter klare Vorschläge machen, wie fie fich die verlangte Reform be! Hanbwerk! denken. Soviel aus den Fachorganen ber Hanbwerker zu ersehen,
vor den Wucherer hin, welcher seine finsteren Blicke iudeffeu mft liebenswürdigem Lächeln erwiderte.
„Sie gehören in ein Tollhanr, Herri — Wenn Sie fortfahren wollen, derartig nngereimtks Zeng zn schwatzen, so scheereu Sie fich aus der Studel"
„O. ich gehe sofort", meinte Qnaddler höflich. »Also ich darf in acht Tagen kommen?"
„Scheeren Sie fich znm Teufel l-
„O, bitte — ich biu ja bei Jhueu. Afteriren Sie fi4 nicht, Herr Geuerallasstrer — es dürste Ihnen schädlich fein."
fÄtvtV* — brauste Boläuder außer fich vor Zoru auf. Aber «besann fich schnell und drehte fich ohne ein weiterer Wort gegen das Fenster. Dort hatten eS die Glasscheiben zu entgelten, und feine wulstigen Finger trommelte« gewalttg auf denselben.
Der Wucherer schtM ihm mit leise«, katzruarttgew Gauge «ach nnb legte ihm die Hand ans die Schuller. Boläuder schüttette fie «U einer heftigen Bewegung ab.
»FSergeffe« Sie nicht, Herr Geueralkasfirer — heute über acht Tage."
.Lächerlich l" «einte Boläuder, iude« er fich nur. wandte. Er wollte noch etwas hiuzusetzen, verstummte aber, al» er in die Katzenaugen des Wucherer» blickte.
vergessen Sie nicht, Herr Generalkasfirer, daß ich Sie in der Hand habel-
Boläuder wurde wachsbleich im Gesicht.
,Mft Ihren ewigen, lächerlichen Drohungen", stmmuelle er verwirrt. „Ich — habe nichts verbrochen, was Ihnen eine Handhabe mir gegenüber bieten könnte I"
,Hm". machte Qnaddler bedenklich, indem er sich mft der flachen Hand die Glatze rieb. „Man vüxde auf meine Anzeige viellttcht Nachforschung hallen, woher Sie die enormen Summen nehmen, welche Sie ! allnächtlich mit fürstlichem Anstande im Osfizierkastuo l »» verlieren gewöW stob?"
_w3fi das alles-, atmete Boläuder erleichtert aus. ! „Mau würde Sie auslacheu mft dieser Deuunziaftou, Berehrtester. Zudem find di« trauliche« Zusammen, «toste längst vorüb« —*
«Herr, Sie find verrückt!" bremste Boländer jetzt » indem er voll Aerger die Zigarre ans dem nahm, „Ich bin es nicht gewohnt, Stob«.
mit mit treibe« zn lassen."
^ch auch nicht", versetzte der Ludere gelassen, et fich von seine« Sitze «hob. ,Zhre Schuld
-»ich «acht mit ZtoS und Ztosesztoseu sünstmd. «ztgtanseud Tbalet —"
tSä gL>betschä«te Fotdernug — ich habe nicht die Uhre«, Ustr erhall« l"
101111 „*Wa» Sie nicht fegen", fuhr der Andere mibe.
? fort. „Sie Grattfikatiou nochmals so viel — ’ «m die Summe runb zu machen, sagen wft hunderttausend Thaler, welche fie mft binnen
**8nb acht Tagen in barem, gutem Gelbe zahlen." j^ton wird «ftl aber zu bunt!" ries Boländer, Zer kirschrot vor Zorn im Gesicht wurde. Er N do» feinem Sitze auf und stellte fich drohend
Wöchentliche Beilage«: Kreis-Blatt sür die Kreise Marburg und Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
2« Handlungen BiSmarck's tadeln, was immer man . < die Lauterkeit seiner Denkweise steht zu hoch -fdbff für äsopische Fußtritte.
' will man den obligatorischen Befähigungsnachweis - und Einräumung eitoetterter Rechte in Bezug auf bie Ausbildung der Lehrlinge und in i Bezug auf bas Schiedsgericht fordern. —
lieber Herrn vou Sodens Verwaltung!. Programm für Deutsch-Ostaftcka bringt eine Berliner Korrespondenz folgende Angaben; »Herrn
I von Soden! Programm enthält folgende Prnikte: : Verminderung ber Schutztruppe, Steigerung ber Zol • ' ertrage, Besteuerung ber eingeborenen Bevölkerung, । Schutz ber bort arbeitenben Gesellschaften unb Mi •
Ronen unb Entwickelung ber Verkehrswege. Die : Schutztruppe hofft Herr v. Soden allmälig auf bie
Hülste ihres jetzigen Bestaube» herabmindern zu können. Von tiefer Zahl würbe» etwa 200 ein sogenanntes fliegendes Korps bilben, ber Rest würbe in Garnisonen verteilt werben. Ans diesem Wege glaubt Herr von Soden die Kosten, die Ausgaben für die Zivilverwaltung mit eingeschloffen, mit 1‘4 bi! 2 Millionen Mark bestreiten zu können, bie bei verstiinbiger Ausnutzung bet Kolonie leicht von dieser selbst aufgebracht werben würbe». Unternehmer» will Herr von Soden mit seiner Unterstützung folgen, nicht aber ihnen die Bahnen vorschreibe». Dieselben Grundsätze wird er auf die Missionen anwenden und nur darauf achten, daß die Stationen ber beiben in Frage fommenben Bekenntnisse wenigstens für die nächste Zeit nicht dicht beieinander liegen." — In der Meldung der Neu-Guinea-Kompagnie vom Tode de! Generaldireftors Wissmann zu Finsch- hafen hieß es, daß dort außerdem um dieselbe Zeit mehrere Beamte und Seeleute gestorben seien. Wie verlautet, berichtet da! a»S Coostown gekommene Telegramm, daß binnen kurzer Zett zu Ftoschhasen nicht weniger al! 14 Personen von der Malaria hingerafft worden find. Es ist daher ettlärlich, daß man sofort die seit mehreren Jahren geplante Verlegung ber Station von der Insel Madang nach dem Festlande in Angriff genommen hat. Nach solchen großen Seelüften an Menschen wird el der Ren Guinea-Kompagnie noch schwerer al! bisher werden, für bie Poste» auf ihrem Schutzgebiete geeignete Persönlichkeiten zu erhalten. — Wie ber .Reichsanzeiger" mitteilt, beginnt bie Kommission für bie zweite Lesung bei bürgerlichen Gesetzbuches morgen ihre Beratungen. Der Kommisfion liegen bie Ergebnisse ber Vorarbeiten bei Reichsjustizamts unb betriebene Anträge der KommisfionS- mitglieber vor.
— Der in vergangener Woche zu Halle a. S. versammelt gewesene deutsche Zweig der I n t e r -
„Ganz wohl, well die Herren Offiziere im Kriege find."
„Nuu also, Sie unausstehlicher Schwätzer!" Qnaddler lächelte mit gewinnendem Ausdruck.
«Noch eins-, sagte er. „Hat utcht auch der Ritt- meister Graf Hahu etwa» vou Jhueu zu fordern, Herr Geueralkasfir«?"
Boländer wurde stutzig, et blickte deu kleinen Mau» ungewiß au.
„Was geht das Sie au?"
Der Wucher« zog die Schullern hoch.
„Mehr, al» Sie vielleicht denk«, Herr General, kafstrn", sagte er süßlich. „Sie wissen, ich mache bisweilen «eldgeschäftche» — lieber Gott, die Zetten find schlecht — man muß fich dnrchzuschlagen suchen —"
«Wetter, weiter", drängte Boländer ungeduldig. „Der H«t Rittmeister war mit auch ein Beträcht. idje8 schuldig — und als et to deu Krieg mußte, >atte er gerade nichts Boote». — Er gab mir al! (brfafc deshalb Ihre Wechselchen, Herr Geaeralkasstret, welche Sie ihm für Spielschulden «»gestellt haben — ein netter Ersatz, nicht wahr?"
Boläuder stampfte wüteud mit dem Fuße auf. „Schuft! Blutsauger I" schrie er zornig.
, »Sie find sehr fteuudlich, Herr Geuerallasstrer-, lächelte der Wucheret geschmeidig. „Sie seheu also, ^aß ich Sie ziemlich tu deu Händen halle. Die Wechselchen lauten alle vou bemf eiben Tage und stob aus eine so schwinbelnb hohe Summe ansgestellt, daß “6 ®«6 eigentlich schäme, fie auszusprechen. Na, E^migut, Sft werde» ste mft schon bezahl«.- i
--Mit Ihrer gütigen Erlanbni» ja, Herr General- kasfint, well der Herr Rittmeister Graf Hahn gestern bei Sedan gefall« ist."
,,Verwünscht!" kuftfchte Boländer nnd bellte die Fünfte. „Bin ich denn ganz to der Hand diese» Spitzbuben?" ।
„Lchanffir« Sft fich nicht-, lächelle Herr Simon Onaddlet, „Sft sind zu vollblütig, Herr General-
ich man, mal sie an Angriffen auf Bismarck in iesen Tagen wieder leisten, so zeigt sich deuttich, aw iaj, soweit nicht politischer Unverstand, da! alte ^ffche Erbübel, die Augen verblendet, eine Ge-
bitwn^äV.'SDlt-, bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Psa. S- Marburg, sowie^ieAnnoncen-Bureaux von H?asenstein nndLogier
Donnerstag, 2. April 1891. HA Ä'chvs-
r__________ Daube u. Co. m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Dem deutschen Bolle ist und bleibt Fürst BiS- wck ber Bannerträger bei nationalen Gedankens.
t nur, baß er ihn in die Thal umgesetzt, et hat auch in seinen Reben ben schönste» unb stolzeste»
(Nachdruck verboten.)
Verlöre?re Ehre.
Erzählung vo» Georg Höcker.
(Fortsetzung.)
»Sft viff«, man batf mir nnt ein Viertel meiner ldllvg mit Beschlag beleg« — and ich habe viele „er", sagte Boläuder.
^xWeiß, weiß. Ich würde auf diese «tt fünf, t Jahre toart« müssen, bi» ich d« letzten Rest
»Selbe» ethiefte nnd so lange glaube ich nicht I leben."