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eintfle Seit, bis der Briefbote einen Brief brachte, btffeJLab!effer ?<oJotb8 Havdschrift anfwieS.

bnr^P°fl Johanna das eng. beschriebene Blatt nm es wie vernichtet ans der ÄK",! W"* So?r Sattler griff es auf, w m6te er sich gestehen, daß

seine ttübsten Besürchtnngen überttoffen worden waren. nj®" e8 denn gekommen, wie er eS voranS. 6l!n. ehemaliger Frennd war nn.

"«St nur ihn, sondern anch Kü,d. Der Sohn, welcher eS wagte, ihm die verstieß er nnd verflachte MH,«3«.«« $tr£? ?e8 oKea Mannes regten fich $<£8 toar der Mann, welcher ihm k.?J^Tbl<aft «eschwore» bis znw Tode. Freilich, fnin^ h.m f»b;*!bn ~ aber ein wahrer Frennd nach; er folgt dem Herzen and läßt dieses für den Frennd sprechen. Sattler hn6eJhnaml<l£ ba6 Eisen, welcher glaubte, N frechen wirklich verübt habe, im Laufe bei Jahre stch ihrer ehemaligen ttenen Freundschaft erinnern und milder Über ihn mteilen werde. Die Soffnnng war vergebens gewesen die neuerliche hn* »u»®e?Lb<t8 S«ueraldirektors hatte dies ans das Klarste bewiesen.

f<6lie6t verzweifelter Stimmung. - »V tr, a?t Vereinigung nach dem Kriege; dru«,» war auf das Festeste entfchloffeu, tm Falle glücklicher Heimkunft die Geliebte za ehelichen; aber zwischen seinen Zeilen vermochte mau zu lesen wie ?! ib,r_be? Elteruflach herabdrückte. Es »«kettle Lebensfteul>e mehr in ihm, und bedrückte fein ehrliches Herz nur noch mehr.

Johanna bedurfte beS Trostes; aber er wußte ""«'was er ihr sagen sollte. Hoffnung auf die to"l\tr Ä wachen; denn so lieb Johanna auch den Leonhard hatte, war fle zu stolz. A f&'Z!"1? Pf Eltern'ihm aüznglhören. Jn diesem Sinne hatte fle auch au ihn geschrieben,

nebst, deren Gratisbeilagen Amtliches Kr^eisblatt für dieKrsise Marburg. Kirchhair sowie

5 Umsere auswärtigen Leser, bitten

5 wir das Abom remer t auf das Hw eite

2 (April?) Mierte ljahr der

Hübsch (früher beim 11. Jägerbataillon Hierselbst, vom 1. Seebataillon zum Premierleutnant, vorläufig ohne Patent, befördert worden.

als ob fle berufen fei, ihn zu schützen als ob von I ihrem Dazukommen sein Leben abhtnge.

I AIS sie soweit gekommen war, sprach ste mit I ihrem »ater.

ihren Entschluß vernahm, schüttelte ler mißbilligend baS greife Haupt.

I »Kannst Du mich verlaffeu, Kind?« fragte er I vorwurfsvoll. Sieh, Du bist unsere Hausmutter ge» I worben wir können Dich nicht entbehren»*

I Aber in Johanna loberte beretiS machtvolle Be» lle^elnn® lh«n Entschluß sie wußte taufenb l Gründe, einen stichhalttger als den anderen bis I schließlich ihr »ater anfsenszte und seine Einwilligung I dazn gab.

I »Ich kann und will Dich nicht aufhalten, mein IKind', sagte er. .ES ist ein heiliger Dienst, dem »Dich zu weihen Du entschlossen bist wir müssen sehen, uns für eine Weile ohne Dich za behelfen, l wenu eS auch schwer angehen wird. Nun, ja denn, l ziehe hinaus und suche ihn, der so lange nichts von stch hat hören lassen. Möge er dem Kreise Deines Wirkens fern bleiben mögest Du ihn frisch und gesund «treffen und vor Allem möge unser Herr­gott Dich selbst beschützen!*

L SRI erf£ Male nach geraumer Zeit färbten fich die bleichen Wangen beS jungen Mädchens wieder rot nach diesen Worten. Sie kaufte ihrem »ater tief ergriffen wußte ste baS schwere Opfer doch wohl zu ermessen, welches er ihr durch seine Einwilligung brachte und that sofort die nötigen Schritte, um ihre Aufnahme als Krankeuwärteriu bei einem Feld, lazaret zu erwirken.

Der Oberarzt deS StadtkrankenhauseS zuckte erst nuschlüsstg die Achseln, als Johanna fich ihm vor. stellte und ihr Anliegen vortrug. Dieses zarte Mädchen, kaum dem SiubeSaller entwachsen, und Blut nub Leichen baS war ein zu schreiender Äonhap. Aber baS junge Mädchen ließ mit Bitten und Vorstellungen nicht nach, bis bereit fich endlich

Marburg,

Donnerstag, 26. März 1891.

I ^lachen, 24. März. Der von Pari» nach Köln unter zollamtlichem Verschluß laufende Wagen mit I Packeten für Deutschland traf heute bei der Einfahrt in ben rheinischen Bahnhof brennend ein. «Die Packele sind zum größten Teil vernichtet.

I . Köln, 24. März. DerKölnischen VolkSztg." «wird auS Rom gemeldet: Der Papst erließ ein IMotu proprio betreffend die Einrichtung und I Fundierung einer vatikanischen Sternwarte.

I Zittau. Wegen Sol datenmißhandlung ist ein I Unteroffizier beS in Zittau garnisonierenden Infanterie» l Regiments, welcher einem Rekruten beim Exerzieren lein größeres Stück Eis auf den Kopf legen ließ, Iwie dieZittauer Morgenzeitung* vernimmt, zur Degradation und zu neunmonatlicher Festungshaft verurtheilt worden. Ein anderer Unteroffizier des­selben Regiments, welcher das Durchdrücken der Knie beim Paradeschritt durch Stoßen mit der Fußspitze an das Bein erzwingen wollte, wurde mit drei Monaten Festungshaft bestraft.

Karlsruhe, 24. März. Se. Maj der Kaiser zeigte dem Großherzog in einem Handschreiben an, das Allerhöchstderselbe den Erbgroßherzog zum Chef des 113. Infanterie-Regiments ernannt habe, als dessen Kommandeur der Erbgroßherzog fich in so hohem Grade bewährt habe. Se. Majestät spreche die Ernennung an dem Tage aus, welcher der Er­innerung des hochseligen Kaisers Wilhelm I. geweiht sei und welcher die innige» Beziehungen Sr. Maj. zu dem Großherzog und dem Großherzoglichen Hause in besonderer Weise hervortreten lasse, um dem Großherzoge einen erneuten Beweis wahrer Ver­ehrung und Dankbarkeit zu geben.

-rvtsches Reich.

Rrpliu, 24. März. Der Kaiser wird, wie bereits gemeldet, am 1. April nachmittags bald nach 3 Uhr, von Stettin kommend, in Lübsck erwartet. Nach einer Rundfahrt durch die Stadt nimmt der Kaiser im Hause beS Bürgermeisters Dr. Lehn Ab­steigequartier. Nach Vorstellung der Senatsmit- glieder ist Fortsetzung der Fahrt bis zum Dom und eventuell Besichtigung desselben beabsichtigt. Es reiht sich Lara» Besichtigung des Marktplatzes, der Et. Marienkirche und bet Schiffergesellschaft. Um 6 Uhr beginnt im neuen Bürgerschaftssaale deS Rat hauseS daS dem Kaiser vom Senat gegebene Fest­essen. Ter Kaffee wird in der Kriegt stube deS Rat- haufeS eingenommen; bald nach 8 Uhr erfolgt Rück

Erscheint täglich außer ot Werktagen nach Soun- not Feiertag«!. Quartal-Ubormements.Preis bei der Erpe- dition 2/. Ltt. bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Psa. (ertL Bestellgeld!. JnsertionsgMch: für die gespaltene Zeile 10^ NiS-, Reklamen -für die Zeile 25 Pfg.

fahrt nach dem Bahnhofe-und Fortsetzung der Reise biS Travemünde. Dort übernachtet der Kaiser im Salonwagen und besteigt andern morgens «inen inzwischen in den Hafen gekommenen Avisodampser zur Reise nach Kiel. Der BundeSrat stimmte Henle dem Gesetzentwürfe, betreffs Abänderung des PaAntgesetzeS nach den Beschlüssen deS Reichstag« zu. Im Reichsamte deS Inner» fand heute vor­mittags unter dem Vorsitze fceS Staatsministers Dr. v Bötticher eine Konferenz in Sachen beS deutsch- öste«:eicht sch en handelspolitischen Abko-mmenS statt, woran teilnahmen der Ober- legieru^Siat Huber, der Unterstaatssekretär Schraut und de« Generaldirektor der bayerischen Zölle und Steurry, May Laut denBerliner Politischen Nachrichtei»' kehrt Huber heute nach Wien zurück. Die i» derFreis. Ztg.- aufgetauchte Nachricht, Fürst BiSmarck habe in Berlin Häuser angekauft und beabsichtig« ,{einen Wohnsitz wieder in der Reichs Hauptstadt z«r nehmen, wird von denHamb. Nachr." als erfunden bezeichnet. Der Beschluß des Reichs- 4agS Über die Irauenpetition, welch« für dir Frau-n auch m Deutschland die Zulassung zum Uni» verfitätSstudium, insbesondere zum Studium der Me- dszxn verlangt, zur Tagesordnung überzugehen, hat di« Beteiligten, wie man mittetlt, keineswegs ent­mutigt. Eine neue Petition, welche dem Reichstag im nächsten Herbst vorgelegt werde» soll und sich auf die Zulassung zum Studium bet Medizin be­schränkt, cirkuliert bereits und sinket sitzt ungleich mehr Unterschriften als die früheren. AuS Süd- dkutfchlcmd schreibt man, daß die Petition dort besonders in den Kreisen der Arbeiterinnen und der ländlichen Frauen lebhafte Unterstützung findet. Di« muh de» Beschlüsse» beS Reichstages in dritter Beratung berechtigte Berechnung der nach dem ReichS- hausyalts Etat für 1891/92 zur Deckung der Ge. samtauSgabe des ordentlichm Etats aufzubringenden a^,?triJuIat6eftr86e «Siebt folgendes end gültige Ergebnis. Insgesamt sind an Malrikular- beürägen aufzubringen 314557 975 Mk. bei einem Gesamtetat von 1013 444304 Mk. Im Etat für 1890/91 wurden angesetzt 302172 427 Mk., mithin mehr 12385 548 Mk. ES entfalle» auf Preußen 183 414 869 Mark, mehr gegen daS Vorjahr 6 889 912 Mk.; Baiern 41402 350 Mk., mehr 1 737 683 Mk.; Sachsen 20 603891 Mk., mehr 774186 Mk.; Württemberg 15 334 699 Mk., mehr 765 640 Mk ; Vaden 11 565 507 Mk,mehr 562179 Mark; Hessen 6196151 Mk., mehr 232 932 Mk Mecklenburg-Schwerin 3 725 164 Mk., mehr 139 934

und es war setthet keine Nachricht von Leonhard mehr eingetroffen.

So verlebten ste bange Tage zu Hanse, und statt des Frohsinns, welcher früher in dem Heinen Hanfe feinen Wohnsitz ausgeschlagen hatte, konnte man nur die rotgeweinten Augen und die abgehärmten Züge Johanna's schauen. Auch die Sinder schlichen traurig nnb gedrückt einher und wagten nicht mehr zu lachen es war ein trauriges Leben, welches sie nun führten.

Eo wurden die ersten Schlachten geschlagen, und! die Einwohnerschaft geberdete fich wie trunken Über b^."s°chteueu Siege. Freilich konnten ste fich noch rückhaftslos freuen; denn noch war nicht das Blut der eigensten Brüder geflossen.

Da hieß eS plötzlich noch von neuen Bewegungen gegen den Feind, in welche der heimische Truppenteil verflochten war.

Zn gleicher Zett erschien ein Aufruf an die deutschen Sfrauen um thättge Mitwirkung bei dem Samariter. "*2 der Ittankenpflege. Allen ist die Begeisterung in frischem Gedächtnis und der Opfermut, welchen I »eutfälants grauen zu jener großen Zeit entfalteten. I .a M,F^,P°lann? Ifl8 den Anftuf, nnb nun wurdel ! dMich Tag in ihrer gequälten Seele. Sie hielt!

,u Hanse, während keinerlei Nachricht mehr eintras von dem Geliebten. Sie wollte! fich melden gnr freiwilligen Krankenpflege nnb ab.| geben auf ben Schauplatz ber Kämpfe. I

ffiobl fchwanfte ste wieder in dem Entschlüsse,! ° 8 K an Vater und Geschwister dachte. Sie war die Stütze des alten Mannes er bedurfte ihrer! so nötig. Aber ans der anderen Seite rief nicht! die Pflicht zu dem Geliebten? ES ist einhellig!

! ßk« V Pe «hebt den Menschen zur ^^vlichkeit. Johanna erfaßte ihren Gedanken! üud S°°z; ste vertiefte fich derart in ihn, daß ste mcht mehr anders konnte. j

hinaus es war ihr, als ob eine | innere Stimme ste gewaltsam zu dem Geliebten riefe11

Stayiy» nimmt entgegen die Expedition b. Blatte« "

fwme d« HMnoncen-Bureaux von Haasenstein und Boaler m FrmrEfurt a. M-, EaAel, Magdeburg u Wien VWl L

M°ffe in ^mffurt a. M., Berlin, München ^Köln Ä? JahrgSNg.

Daube u.«».,u Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris' 7 ö

(Nachdruck verboten.)

Verlorene Ehre.

Erzählung vo» Georg Höcker.

(Fortsetzung.)

Leonhards Lippen schienen ihr ein.Grußwort zu- Mnsen wenigstens sah ste ihn ben Mund be» »egen, wenn auch der wachsende Lärm die Worte Abst verschlang er senkte ben Degen nnb bann mar er vorüber.

Schon schritt er dort weit von ihr entfernt bog er ta die Bahnhofshalle ein nub ste konnte lhu nicht mehr sehen.

Mtt Gott, für König nnb Vaterland i «Q, wie viel Glück, aber auch wie viel namenloser Schmerz liegt in diesen Worten verborgen!

Aw Johanna den Geliebten nicht mehr sehen tonnte, da warf ste fich schluchzend au den Halb des »?-b ett c treuen Herzen weinte fie bitter, heiße Thräueu, unbekümmert nm den Ort und die Volksmenge, welche sie umstand.

Aber wa« wollte ihr Weh auch bedeuten Umritten ml allgemeinen TrennungSschmerzeS I Jeder hatte verloren, woran er hing, und mancher Manu mit und hohem Wuchs weinte bitterlich wie ^nd- Di« Wenigsten sahen den Ausbruch des heftigsten Schmerzes btt dem jungen Mädchen und wer fie weinen sah, die zarte, liebliche Menschenblnme bttwu^e ihren fassungslosen Schmer, durch Schweigen

SaMer zog seine Tochter langsam mtt sich fort »wußte, was es hieß, ,n scheiden. Es war noch sicht lange her, da war er hinter dem Sarge ein. hergeschrltteu, der sein Liebstes barg ans dieser Well »ad da hatte er auch anfgeschluchzt aus tiefiuuerem

unbekümmert um die Menschen, welche zu. »egen waren.

Die nächsten Lage verstrichen Johanna und ihrem «ater nur mit bltterue« Flügelschlage-. Es danette

Q Illnstrie^tes SonMagsblatt

K schon jsstzt. bei den Postwchalten, ays- dem Lande Mch bei len .Landbrief­trägern machen zu wollen, .»damit in der Zustellung keine Unterbrechung Eintritt.

An Kirchham Mimmt unsere Agen- tnr Herr B. Lindt Bestellungen t entgtzgen.

Neu zugehende Bhonnenten iv Hie­siger .Stadt erhalte^ rb.a6 Blatt Mm Tage,-der Bestellung .nn -bis zum 1. Aprjl gratis zugesandt.

Die Kxped. der Obrrh. Zeitung. Marburg, Markt 21.

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt ftir die Kreise Marburg und Kirchhain. - _________illustriertes Sanntagsblatt. »«-i - Joh

M«k; Sachfen-Weimar 2 033 377 Mk, mehr 76 384 s soweit »u fitken w,;, J , Mark; Mecklenburg - Sirelitz 637132 Mk, mchr Hat von Grave^reut^ om^Ni!» exIou6en-

33933 Mk.; Oldenburg 2212001 ML, «ehr Fuß gefaßt ?o w2» Z

83 093 Mk.; Braunschweig 2412311 Mk, mehr Exp-diton n fola"n R° » W weitere

90 61S Mark; Sachsen-Meiningen 1391767 SHambKon" müaektlt totrb

Mark , mehr 52 281 Mark; Sachsen. Alten- L. von Bremen u e09 8 b? ^,be g,rmen

bürg 1*245057 Mk, mchr 39 323 Mk.; Sachsen- Ha»ke in Sh.*«* ® J cun? ®temen8 und

Koburg-Gotha 1287 784 Mk mehr ar q7q | , Merlin sich vereinigt haben zur gemein»

Mark; Aohall 1607 330 Mk, wehr 60378 Mk.;IBeleu2unaSan!aae"°n'^i!'Ä""b^"' elektrischen Schwarzburg - Sondershausen 476 735 Mk., mehrINvama- See befiimmt«.^?

17 911 SRI.; Schwarzburg-Rudolstadt 142 991 SRI., Sonn- 6 ß AmpfersHermarui von mchr 20 397 Mk.; Waldick 366 429 Mk., mehr «7.? _

13 764 Mk.; Reuß 8. L. 362 082 Mk mehr! ' 231 März. Durch Allerhöchste KaÜmettS-

13 603 Mk.; Reuß j. L. 716 324 Mk., mehr März cr. ist bet Sekondeleutnant

26 909 SRI; Schaumburg - Lippe 240992 Mk * ffri,her h,,m 11 -- -

mehr 9048 SRI; Lippe 798 025 Mk, mehr 29 979 Mk.; Lübeck 438209 Mk, mehr 16460 Mark; Bremen 1072 746 Mk, mehr 40 296 Mk - Hamburg 3 359 018 Mk., mehr 126183 Mk; Elsaß-Lothringen 11315 621 Mk., mehr 494183 Mark. Eine furchtbare und folgenschwere Ka­tastrophe hat fich heute vormittag in unserem östlichen Vorort Stralau ereignet. In der in der Dorfstraße 7/8 belegen«» Palmkernölfabttk von Rengert u. Co. hat eine Explosion von Schwefel­kohlenstoff stattgesunde», welche unglaubliche Ver­wüstungen angerichtet, ein Menschenleben getötet und drei schwer verletzt hat.

Hamburg, 24. März. Das Zustandekommen der deuisch-ostaftikanischen Seegesellschaft mit ihrem Sitz m Hamburg ist gesichert. ES find von Ham- mrger Firmen und von anderen Interessenten über, 1 Million Mark gezeichnet, die Genehmigung der, Satzungen und die Beilegung von Korporationsrechten | l ru erwarten. Auch die deutsch, ostasrikanifche Ge-I ellschast in Berlin beteiligt sich mit 100 000 Mark. | Eme Hamburger Firma hat die Lettung des Unter-1 nehmens hier und draußen übernommen und dem! -auptmann von Gravenreuth di« Führung der ersten! Karawane nach dem Viktoria Nyanza übertragen.! Freiherr von Gravenreuth tritt zu diesem Zwecke, vorläufig auf ein Jahr aus dem unmittelbaren Retchs- dlenst und beabfichttgt, am 9. Juni in Sansibar! emzutreffen. Seine Reisegesellschaft wird diesmal nur auS wenigen Köpfen bestehen, darunter Leutnant | öon Borcke, bisher im Ulanen - Regiment Nr 9 | Die erste Expedition geht Ende Juni über Mpwapwä : unb Tabora nach dem Viktoria Nyanza. Hier will!, Herr von Gravenremh eine Handelsstation gründen i Das Auswärtige Amt hat zugesagt, die Karawanen-11 fieaßen und die neuen Handelsplätze Im Innern