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Wöchentliche Beilaaen: Kreis-Blatt für die Kreise Martinen ««h ffirrfihni« _
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Warum war Lrouhard nicht gekommen? Da» »ar {ebenfalls kein gutes Zeichen. Gewiß hatte er noch • gestrige» Svend mit seinen Ellern gesprochen.— »es hatten fie erwidert?
Warum kam Leonhard nicht?
Eg litt Johanna nicht länger ans dem einfachen «ger. Sie stand aas und kleidete fich »ach ihrer «wohuheit sofort völlig für den Tag an. SIS dies Aschehen, trat ste au daS Fenster nab öffnete dasselbe.
Die Straße lag «och iu heiligem Friede», unbe- mhtt vo» dem hier spärliche» Tagesgeräasch. Es bar so still »ad feierlich i» der Natur, und ihr Frieden goß auch Rahe in die Seele deS erregten «ädchens.
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Die am Sonntag stattgefundene Grundsteinlegung für die
Kaiser Wilhelm-GedachtmsKirche gestaltete sich ungemein glanzvoll und stellte zugleich einen denkamrdigen Akt der Pietät für den Heimgegangenen Heldenkaiser dar. War es doch der 22 März, an dem wir so ost haben Königs-Grburtstcg feiern können. Der große Frftplatz, auf dem sich der feierliche Att abspirlte, war in reichster Weise geschmückt. Am Kurfürstendamm, an der Ecke der Hotdcnbrrgstraße hatte dir Stadt Charlottenburg zu Lhren des Kaisers einen mächtigen Triumphbau «richtet, der auS vier Obelisken bestand, welche große Blumenschalen ttugen und m t Laubgewinden derbunden waren. Direkt an der westlichen Sie'
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Die Exped. der Oberh. Zeitung, Marburg, Markt 21.
Marburg,
Mittwoch, 25. März 1891
Kellner Eintritt (iss;
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Längs der Hänserreihen erstrecken fich schatttge «lstauienbänme, nab auf beat gtinea Wipfel, welcher Stubeufeaster beS junge» Mädchens am nächste», Mpste behend ei» Sperling von Zweig zn Zweig, «er kecke Gesell «ar munter und gvter Dinge nvd meß die wenigen Schreitöue, welche eine vorsorgliche ^ttnr ihm verliehe», so lustig und selbstbewußt hervor, M ob fie mindeste«« dem Nachtigalleugesauge glichen, «an» schaute der Bogel das junge Mädchen mit amen klvge» Aengelchev zutraulich an, nud ttotz ihrer «müisverstimmung mußte Johanna dem mnnterea «srlleu freundlich zunickea. Dom grünende« San« *6 das junge Mädchen de» Slick fromm gegen das «Ott Himmelszelt, welches die Sttahle» des ans»
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler m Frankfurt a. M., Caffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXVI Mofsein Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; @. L.
Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
gelegene r.ant^ rmieten (1813 er ui6 miecheü VW> elegenti Mieths ie M (1926
10. d. M. mit lebhaftem Jntereffe von der bedeutenden Steigerung, welche der Geschäftsverkehr der Reichsbank in allen Zweigen ihrer Verwaltung im abgelaufenen Geschäftsjahre erfahren hat, Kenntnis genommen. Obwohl diese — dem Geichästrumsatz wie der Höhe des Reingewinns nach — bisher nicht erreichte Entwickelung nicht als Zeichen einer besonder« günstigen Lage der allgemeinen wirtschaftlichen Berhältniffe betrachtet werden kann, insofern sie nicht sowohl in einem Aufschwung 6on; Handel und Industrie, als vielmehr in einer dem KredilbedürfniS nicht entsprechenden Flüssigkeit der Zirkulationsmittel ihre vorrehmlichste Ursache hat, so ist doch andererseits gerade der Verwaltungsbericht des verfloffcnen Jahres Mir ein erneuter Beweis dafür, daß die Reichsbank auch unter schwierigen Verhältnissen es versteht, den an sie heran« tretenben Anforderungen des Kreditverkehrs in vollem Umfange gerecht zu werden und den Platz, der ihr al« dem ersten Kreditinstitut im Reiche zugewiesen ist, auszufüllen. Auch daS überau« günstige finanzielle Ergebnis zeugt ebensowohl von der Umsicht in der Leitung als von der Pflichttteue in der Ausführung. Ich beauftrage Sie, ollen Beteiligten Meine Anerkennung und Zuftiedenheit auszusprechen. — DaS Wölfische Bureau bringt daS dritte offiziöse Dementt gegen die von der amerikanischen Presse, wie eS scheint, planmäßig verbreiteten Gerüchte über Verhandlungen wegen Aushebung des Verbot- gegen die Einfuhr amerikanischen Schweinefleisches. Das Dementi lautet: Die Verhandlungen mit Deutschland wegen Wikderzulafiung der Einfuhr amerikanischen Schweinefleische« machen keine Fortschritte. Da« Washingtoner Kabinett erwägt die Angelegenheit und Präsident Harrison wird wahrscheinlich schließlich den deutschen Rübenzucker mit einemWiedervergeltungS- zoll belegen, falls Deutschland das Verbot der Einfuhr amerikanischen Schweinefleische- nicht wieder aushebt. — Vor einigen Tagen brachte ein Hamburger Blatt die Mitteilung, daß der Kaiser demnächst bei dem Grafen Walderse« in Altona mit dem Fürste» B i - m a r ck zusammentreffen werde. Diese Meldung bestätigt sich nicht. Der Kaiser wird allerding- über Stettin und Lübeck, wo seine Ankunft für den ersten April angemeldet ist, nach Kiel reisen, aber Altona gar nicht berühren. Daß eine Zusammenkunft mit dem Fürsten Bi-marck geplant sei, wird bestimmt in Abrede gestellt. — Nachdem vor einigen Tagen der nationalliberale Abgeordnete Dr. Buhl den Fürsten Bi-marck in Friedrtch-ruh besucht hat, hat jetzt da- nationalliberale Wahlkomitee in Geestemünde
welcher heute ftüh »»gewöhnlich energisch war, sofort am Ohrläppche» gefaßt.
»Höre, Mile', sagte er, „ich maß mtt der Schwester ««gehe» — daß D» sei» Drbaaag hältst, verstanden?'
Emilie bejahte fletalaut
»Die Kleine» werde» gewaschen*, fahr Sattler in seiner Jnstraktion fort, die er erteilen maßte, be Johanna ganz außer fich «ab eben untauglich zn jedem Har-geschäste war, „«ab wenn ber Willi in die Schule muß, ehe wir «ach Haase komme« —•
.Wir habe» heute frei!' tief bei Keine, welcher inzwischen Turnübungen ans eine« zerrissenen Stroh» stuhl angestellt hatte.
„Wirst D« mache«, baß Da voa bene Stuhl heruuter« kommst, Sausewind 1 — Der Bursche bricht fich noch bea HalS. — Achte aas iHv, Mile — nnb bet Willi wirb auch gewaschen — verstattdeu?*
Der Keine Bursche schien beleidigt.
„Ich kann mich allein waschen*, rief er ganz euttüstet, „bester als die Mlle — die soll sich avr selbst waschen?*
Johanna drängte ungednlbig zu« Gehe«.
„Herrgott ja, Kiud*, rief »ater Sattler, welcher seine eigene Ntebergeschlageahett durch «ugewöhuliches Pollern zu verdecken bemüht war, „vir brechen ja aus!*
Die Kinder ließen fich uicht wehren nnb gaben ihnen stürmisch beS Geleit bis vor bk HauSthür. Ihr Jabel stach seltsam ab von bet ernsten Miene, welche Batet nnb Schwester zur Schau trugen. Was wnßteu bie Kleinen schließlich auch von Herzeleid nnb TteuuuugSweh I
Batet Sattlet durchschritt rasch mtt seiner Tochter bk verschiedenen Straßen ber Stadt. Trotz bet frühen Motgeustnube waren immer «ehr Menschen anzntteffeu, je nähet ihr Weg zu« Bahuhof kam.
Schließlich hatten fie Mühe fich bnrchzubtänge«; denn dichte Meuge» hielte« Sttaßen und Plätze besetzt. «ab es doch fast Niemaud in ber Stabt, welcher nicht eine« Scheidende« bee letzten Gtnß ja» winke« wollte.
des Kursürstendamme- erhob sich das prächtige Kaiserzelt. Cremefarbige Gehänge verhüllten die D ck« de« mächtigen Zelte-, das 13 m im Durchmesser maß, von goldenen Quasten gehaltene Portieren und Laubgihänge zierten die Seiten. Vom Zelt aus führte eine bieite Treppe hinab nach dem Grundstein, besten Mauerung bereit- bis zur Einfügung de- Schlußstein- beendet war. Seitlich schloffen sich an das Kaiserzelt lange Podien, auf denen die geladenen Ehrengäste Ausstellung genommen hatten. Auf beiden Seiten folgten dann große Tribünen, die zusammen 2000 Personen faßten. Ter von diesen Bauten umschloffene Platz war vollständig eingenommen von dem zur Feier kommandierten Militär Hinter der vor dem Grundstein errichteten Kanzel hatten zunächst die Fahnenträger in einem kleinern und einem größer» Halbbogen Ausstellung genommen. Dahinter hatten fich die Truppen geordnet. Die zur Abgabe der Salutschüsse kommandierte Kompagnie de« 2. Garde Feld Artillerie-Regiment- befand fich auf dem Feld zwischen Touenzin», Nürnberger- und Rankestraße. Kommandiert wurde da- Militär vom Oberst des 4. Garde Regiment-, Freiherrn Böckltn von Böcklinkau. Auf einer hinter den Truppen sich erhebenden Tribüne hatten 100 Sänger, sowie bie vom Musik direktem Frese dirigierten Musikkorps des 2. Garde- Regiments, der Garde-Füsiliere, deS 2. Garde-Ulanen und deS 1. Garde-Feld-Artillerie-Regiment- Platz gefunden. Hohe mit Fahnen und Guirlanden geschmückte Masten umsäumten den ganzen Festplatz. Die zur Feier geladenen Personen, Vereine, Deputationen und Donatoren versammelten sich uw 2*A Uhr. Punkt 3 Uhr trafen die Allerhöchsten Herrschaften ein. Der KaMr wurde empfangen durch den Gouverneur von Berlin und Oberbefehls- Haber in den Marken, die kommandierende» Generale deS Garde- und III. Armeekorps, de» Kommandanten von Berlin, dem Kultusminister, den Oberpräsidenten ber Provinz Brandenburg, den Polizeipräsidenten von Berlin, den Polizeidirektor von Charlottenburg, den Präsidenten des Evangelischen Oberkirchenrats, den Präsidenten deS Konsistoriums der Provinz, den Generalsuperintendenten von Berlin, den Oberpfarrer von Charlottenburg, die Oberbürgermeister von Berlin und Charlottenburg und die Vorsitzenden deS Evangelisch - kttchlichen Hilf« verein- und des Evangelischen Kirchenbau-Vereins. Nachdem die Majestäten das Zell betreten hatten und den Truppen „rühren" kommandiert war, begann die kirchliche Feier mit dem Gesänge des
gehende» TageSgestiraS immer leuchtender färbtea, aab eiae frohe Zuversicht hielt Eiazag i» ihre« Heize». Der tröstende Gedanke bämmerte i» ihr auf, baß eS et« ewiges, »altenbeS Geschick gebe, baS stark nnb mächtig genug sei, auch baS Herz beS Geliebten zn bewahren vor be« TodeSgrnß bet feindlichen Geschosse.
Johanna fastete fromm die Hände, nnb während ihre braunen Augen mit rührendem, »nschuldSvolle« nnb ergebenem Ausdrucke an bet prangenden Himmels- bläue haften biteben, bewegte« fich ihre Lippe« wie za leisem Gebete.
Da tönte aus bet Feine verworrenes Geräusch zu ihrem Ohr. Johanna schrak aus ihrem ©innen auf nnb horchte angestrengt nach bet Richtung beS Schalles. Rein Zweifel, bas wate« Trommelwirbel nnb Höruerfiguale.
Generalmatsch I Die Truppen zogen aus in bas Feld 1 Johanna griff unwillkürlich krampfhaft «ach ihrem heftig klopfenden Herzen. Nun war eS unmöglich für Leonhard geworden, zu kommen und erlösende Nachricht z» bringen. Im Augenblick de« strengen DienstanfangS wat et fflr fie verloren — verloren — vielleicht für immer I
Eie horchte aus'S Neue.
Die Signale vermehrten fich — von da und dort erhielten ste Widetscholl — nun hörte fie deutlich daS scharfe Raffel« von zahlreiche« Trommel«. Kein Zweifel war mehr möglich — es wat der General- marsch, beste« Geräusch hinaus bis zu ihrer Einsamkeit btaug. Die SbschiebSstnube für viele Mlich liebende Herzen hatte geschlagen! Wie manche Frau, wie manches Mädchen »ochk fühlen wie fie tin Augenblick, mochte glauben vergehen zu müssen tu namenlosem Wehl Noch schlugen die Herzen ftisch und lebensfroh, um bie getrauert würbe von taufend anbeten Herzen. Wk wirb es fich in ber nächsten Zukunft bawtt verhalle«?
Johanna trat znsammenschauetnb vorn Fenster zurück.
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1 Verse« be« Choral« „Lobe den Herrn." Währenddeffen war der Oberpfarrer Müller auf die Kanzel gestiegen und hielt nunmehr die Festrede. Der 2. Ber« be« genannten Choral« leitete hierauf zum Skt der Grundsteinlegung selbst über. Die Stiftungsurkunde wurde durch den Minister von W-dell verlesen und alsdann in den Grundstein versenkt. Nach besten Vermauerung vollzogen die drei Hammerschläge zunächst der Kaiser, dann die Kaiserin, die Großherzoglich Badischen Herrschaften, die Prinzen und Prinzessinnen deS Königlichen Hause« und die anwesenden Prinzen und Prinzessinnen souveräner Häuser. E« folgten dann die oben genannten Herrn und außer ihn die General-Feld- marschälle Graf v. Moltke und Graf v. Blumenthal. Während der Vollziehung der Hammerschläge spielte die Musik, die Artillerie schoß Salut. Dann sprach Propst Dr. Brückner das Schlußgebet und den Segen, worauf der Gemeir degesang von 2 Versen deS Choral« „Nun danket alle Gott" lie Feier beschloß. Nach beendeter Feier erfolgte auf dem Kurfürstendamm ein Vorbeimarsch der Truppen vor dem Kaiser.
Deutsches tteidi»
Berlin, 23. März. Heute vormittag hatte da« Ka i s e r paar zunächst eine gemeinschaftliche Spazierfahrt durch den Tiergarten und dessen Umgegend unterr ommen. Auf der Rückfahrt zur Stadt begab fich der Kaiser nach dem Reichskanzlerpalais, um den Bericht be« Reichskanzlers entgegenzunehmen, währen b die Kaiserin zum Schloß zurückfuhr. — Nach Mitteilungen auS Straßburg ist in ber Hand- habmig bet Paßordnung eine Erleichterung eingetreten. Den französischen Grenzbewohnern, die den nahegelegenen deutschen Marktplätzen Produkte zuführen, dann aber wieder selbigen Tage« nach Hause zurückkehten, ist bet Eintritt in das Reichsgebiet auch ohne Paß gestattet worden. Ferner sind die an den Grenzübergangsstationen den Dienst überwachenden Regierung« - Assessoren angewiesen worden, dahin zu wirken, daß Übergriffe seitens der Gendarmerie nicht vorkommen. Die durchreisenden Paffagiere bei Orient-Expreßzuges (Paris» Wien-Konstantinopel) find der Paßverordnung nicht unterworfen, auch verlautet, daß demnächst wieder der Besitz eine« durchgehenden BilletS (z. B. Nancy- KarlStuhe) als genügende Legitimation erachtet werde. — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgenden Erlaß deS Kaiser» vom 18. März an den Reichsanzeiger: Ich habe auS Ihrem Berichte vom
ES lttt baS junge Mädchen nicht länger in ihrem Stübchen, nnb fie stieg hastig bie Treppe hinab zu ben unteren Ränmlichkeiteu beS kleinen Hauses.
Dort angelangt, fanb ste ihren Vater schon fertig angegogen, während bie Geschwister noch zum Tell in leichtester Bekleidung in Wohnzimmer umhersprauge». Johanna hatte heute morgen kau« einen »lick fflr fie — geschweige einen Gruß.
Sie eilte auf ihren Vater zu.
„Hast Dn's gehört — fie schlagen Geueralmarsch —' „Ja, wir find aufgeflanben deshalb. Leonhard ist nicht gekommen?*
„Neinl*
Johanna wendete fich ab nnb schluckte mutig bie Thräueu hinunter. Ihr Vater aber trat zu ihr nnb faßte ste liebreich am Kinn.
»Noch nicht verzagt, HauuSen', sagte er wohl, meinenb, „man bars bie Hoffnung nie aufgebeu. Wer weiß, was ihm bazwischeu gekommen ist.*
„ES ist ans, Vater —• schluchzte baS Mädchen.
„Hanachen weiaf, tief ihr kleiner, blonder Bruder und drängte fich neugierig zu bet Schwester, vor welcher er großen Respekt besaß.
„Macht, baß Ihr fortkommt, Rangen', brummte Sattler ärgerlich, tubem er ber kleinen Schar mtt bem Singer drohte, „wacht Eure Schwester nicht ganz rabiat*
Er wendete fich kmz eutschloflen zu Johanna.
„Weißt Du wa«, Kind?' sagte er, „wir gehen vor da« Thor, an ben Bahnhof — ba müssen wir Leonhard sehen — vklleicht, baß er nuS erwartet —*
»Ja, ja', fiel ihm bas junge Mädchen atemlos in bas Wort, „bas müssen wir, Later — das find mir Leonhard schuldig — o, mich hielte keine Macht der Erbe zu Hansel'
Sattler ergriff stillschweigend Hut nab Stock, während seine Tochter fich mtt fieberhafter Hast fertig machte.
Eben kam bie vierzehnjährige Emilie verschlafen ans be« Nebenzimmer und würbe vo« Batet Sattler,
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain ^llUstNettes SoNNlNgsblatt. Mar» 21. — Rodakkion, uni, B-rlllg wn Jvh. stug. Ko».
tcn - anche, «g- "stch, «grcj _ cbetü sterler 6
(188h V Jassel Q
(Nachdruck verboten.)
Verlorene Ehre.
Erzählung von Georg Höcker.
[18361 (Fortsetzung.)
Auch Batet Sattlet würde jedenfalls durch das Pochen wach werden — aber ber junge Manu kam nicht
So erblaßte allgemach bie Nacht — bie MoubeS- strahlen nahmen ab nnb am fernen Firmament bilbete st- ein rosiger Saum. Es bämmerte allmählich, »b baS junge Mädchen mußte schwer enttäuscht sein hoffen aufgebeu.