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von den auf dem Boden der allgemeinen Politik liegenden Motiven, die Hauptbedeutung deS erhofften Ergebnisses der gegenwärtigen Bertragsverhandlungen."
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k .60 verfolgte Eie Ihr schwerer Schicksal auch «ter »och?»
Unsere auswärtigen Leser bitten wir das Abonnement auf das zweite (April-) Bierteljahr der
Zritimg
nebst deren Gratisbeilagen Amtliches Kreis bl alt für bie Kreise Marburg «. Kirchhain sowie JllttKrirrtes Ssttutagsblatt schon jetzt bei den Postanstalten, auf dem Laude auch bei den Landbrief- trägOn machen zu wollen, damit in der Zustellung keine Unterbrechung eintritt.
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Die Exped. der Oberh. Zeitung, Marburg, Markt 21.
Aeber den deutsch-österreichischen Handelsvertrag
bringt der Reichsanzeiger eine längere Abhandlung- Darm wird ausgesührt, daß die Absichten Frank- mchs und zahlreicher anderer europäischer Staaten, ihre Grenzen gegen da« Ausland durch hohe Zölle
(Nachdruck verboten.)
Verlorene Ehre.
Erzählung von Georg Höcker.
(Fortsetzung.)
Er faßte ihn warm bet der Hand und blickte ihm «sfea in daS Ange.
„ >,3ch kenne Sie nnn schon zwei Jahre, mein Väter« Ahu Frennd", sagte er. „Ich weiß nnb fühle eS * ’’ einem Herzen, daß, wenn auch aller Schein der «rll gegen Sie zeugen mag, Sie keines gemeinen «rbrechens fchnldig fein können. Da walte Gott für l" Ueber die verwitterten Züge des alten ManneS H ein sonniges Lächeln. Er faßte die beiden jungen «rte bei der Hand und ging mit ihnen wieder gegen ka Tisch.
, ,.Nnn ist mir ein Alp vom Herzen", sagte er, Mde« ich Such gesagt habe, was wich geqaält hat «rch so viele Jahre. Aber ich weiß and), daß der Tag »»mt, welcher meine Schnldlofigkeit anSwetsen wird." Aber nnterdeflen —' fuhr Sattler fort, seine
•wer anfehend nnb sein Blick verdüsterte sich.
»Untervefsen —* meinte auch Lronhaid betreten.
»Ihr müßt verzeihen, baß ich wich nicht früher «schloffen habe, Euch alle» zn gestehen — damals, 11136t Euch erst kennen gelernt hattet, als die Liebe «ch nicht Wnrzeln geschlagen hatte in Euren Herzen — M er ist so bitter schwer, seine Schande eirzage- «hen—seine nnverdirnte Schande, darf ich wohl sagen/
Sattler blickte in Gedanken versunken auf den W nnb spielte mechanisch mit den Qnäflchen bet «wirkten Decke ans bemselberr.
Leonharb streckte ihm in nnwillkürlichrr Bewegnne «de Hänbe entgegen.
»Armer Mann, was «üffen Sie gelitten hakenI» Sattler nickte trübe.
.Ja, erst bie Schanbe— nnb dann wieder Schanbe «ch ber Buße.'
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z» sperren, den Anlaß zur Einleitung der Berhand lungen gegeben hätten. Dann heiß eS weiter: „Seit j km hat der Gang der Dinge die Richtigkeit dieser
Erwägungen nicht nur bestätigt, sondern gesteigert. . 3n Frankreich hat man den Plan der Kündigung 1 der Tarifverträge zur Ausführung gebracht; zugleich 1 hat die Kommission, welche znr Beratung des von f icr Regierung den Kammern vorgelegten Tarif
Nojektes eingesetzt worden ist, selbst in den sogenannten
Deutsches Reich.
Berlin, 19. März. Der Kultusminister Graf Zedlitz-Trützfchler ließ sich heute mittags die Direktoren und Räte seines Ministeriums vorstellen und begrüßte dieselben mit einer herzlichen Ansprache, welche an die Worte anknüpfte: „Den Aufrichtigen läßt es der Herr gelingen." Sodann wies der Minister auf die hoher. Verdienste seines ÄmtSvorgängerS hin und begrüßte zuletzt jeden Einzelnen mit freundlichen Worten. — Der „Reichsanzeiger" erklärt, daß die Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt deS Staatsministers von Bötticher jeder Begründung entbehren. — Dem BundeSrat des deutschen Reiches ist der Handelsvertrag mit Marokko zugegangen. Aus der beigegebenen Denkschrift sei folgendes mit- geteiü: „Zwischen dem Reiche und Marokko bestand bi« jetzt kein Handelsvertrag. DaS Reich genießt aber in Marokko die Meistvergünstigung aufgrund der Madrider Konvention. Schon seit geraumer Zeit war auS deutschen Handelt kreisen der Wunsch nach dem Abschluß eines Vertrages ausgesprochen, aber die Erfüllung diese« Wunsches scheiterte an dem Widerstande der marokkanischen Handelskreise. Jetzt erst ist rin Abschluß gelungen." — Ein- Revision der Reichkgesetzlichen Regelung des A p o - thekenwesenS ist zwar schon seit längerer Zeit in die Wege geleitet, bisher aber auf unüberwindliche Schwierigkeiten gestoßen. Unter den letzteren nimmt die noch immer in der Schwebe befindliche Frage derPersonalkonzrsfion die erste Stelle ein. Solange nun die neue reichsgesetzliche Regelung auSsteht, kann auch eine Umgestaltung der preußischen Apothekerordnung, die bekanntlich au« dem Jahre 1801 stammt, nicht in Aussicht genommen werden. Jedoch wird die preußische Regierung nicht verfehlen, einzelnen laut gewordenen Klagen inzwischen auf dem Ber- waliungswege abzuhelfen. So ist neuerdings mehrfach behauptet worden, daß die Vermehrung der Apotheken mit derjenigen der Bevölkerung nicht gleichen Schritt hielte. Die Oberpräsidenten der einzelnen Provinzen werden deshalb seitens des Kultus- Ministeriums aufgefordert werden, in geeigneten Fällen Vorschläge zur Errichtung neuer Apotheken zu machen. Auch besteht die Absicht, »ach der Feststellung der Ergebniffe der vorjährigen Volkszählung der Frage wieder näher zu treten und in allen den Orten neue Konzessionen zu schaffen, wo
sortznleben — nnb bann, ich kann nicht ans ber Welt gehen, bis bet Schmachfleck von meiner Ehre getilgt ist — ich weiß eS, ich werbe bies noch erleben!"
Er stanb rasch von seinem Sitze ans nnb trat hinter btn Stuhl seiner Tochter, leicht bie Hanb ans bereu Scheitel legenb.
»An meiner Johanna richtete ich mich ans — sie ist mein HanSwütterchen geworben. Der Himmel segne ste — fie ist ein gutes Kind!"
DaS junge Mädchen staub errötend auf nnb wollte bem Vater mit ihrer rosigen Hanb ben Mnnb ber« schließen; aber er ließ sich nicht irre machen.
»Der Wahrheit bie Ehre!' sagte er. .Johanna macht mein ganzes Glück ans ans biefer Belt—bie anbeten Staber find ja noch zn klein, als baß fie bem Herzen Ersatz bieten könnten für bie unvergeßlich Dahtugeschiebene. — Johanna tontbe Lehrerin — fie bestaub bie Prüfung als bie Erste — das war ein Freudentag für mich! — Hernach lerntet Ihr Euch zufällig kennen. Ihr werdet ja am besten wifleu, wo eS war. Erst hieltet Ihr Ente Liebe geheim — als ich Kenntnis von ihr erhielt, war fie schon tief in Eure Herzen gedrungen. Ich erschrak, Leonhard, als ich Dich zum eisten Male sah — ich kannte Dich sofort wieder, hatte ich Dich doch anfwachseu gesehen. Du mochtest während bet fürchterlichen Zeit banale wohl zwölf Iahte zählen. — Damals nanntest Du mich Onkel — als Du mit jetzt vor zwei Jahren als neu ernannter Amtmann entgegen tratest, hattest Du mich bergtffer. — ES ist nicht zu vetwnnbern, Sinder vergessen schnell, nnb bann sollte mein Gedächtnis anSgelöscht sein bei Deinem Vater. SlS ich nun Euer Verhältnis erfuhr, Kinder, erschrak ich tief, nnb ich sann lange batfibet nach, ob ich nicht bnrch einen Machtsprnch dazwischen treten nnb Euch trennen sollte; aber ich vermochte <s nicht, als ich mtt meinen eigenen Augen Eure hiugebenbe, gegenfettige Liebe sah. Es that meinem Heizen wohl, nnb ich wollte nicht sehen mit sehenden Augen. Ich hoffte auf ben Himmel; buchte, er würbe e« zu einem guten Ende führen —
ein Bedürfnis dafür vorhanden ist. — Der Verband deutscher Müller hat sich bei Beratung eines ihm vom HandelSminester unterbreiteten Ersuchens um Begutachtung der von ost- preußischen Grundbesitzern eingereichtrn Petttion um Einführung von Tarifen in fallender Skala gegen diese Einführung ausgesprochen und auf eine ihm gleichfalls vom Handelsminister vorgelegte Frage erklärt, daß er die Feststellung von Type» einer 1 einheitlichen Handelsqualität von Weizen, Roggen und Hafer für ganz Deutschland für unausführbar halte. — Der Reichtkommiffar von Wißmann hat am 1. März d. I. ein Pulver- und Waffenmonopol für Deutsch-Ost Afrika eingeführt. — Von Emin Pascha find, vom 11. Januar am Viktoria Nyanza datierte Nachrichten nach der ostafrikanischen Küste gelangt. Emin ist, entgegen seinen früheren Absichten, »och am Viktoria Nyanza geblieben; er beabstchtigt, nach der Küste zurückzukehren, teilt aber nicht mit, wann er ausbrechen wird. In Bagamoyo herrscht WohnungSmangel, den die Deutschen unangenehm empfinden. — Ueber das von den Zeitungen mehrfach erwähnte Gerücht, daß die Ber- tretung der russischen Interessen in Bulgarien demnächst von dem deutschen diplomatischen Agenten in Bulgarien auf den französischen übergehen würdet wird dem „Hamburgischen Korrespondenten" gemeldet, daß in unterrichtete» Berliner Kreisen hiervon nichts bekannt sei. — Der „Reichsanzeiger" giebt daS Ergebnis der amtlichen Untersuchung über die Explosion auf der Zeche „Hibernia" (bei Gelsenkirchen) bekannt. Die Explosion ist dmch einen Hauer herbeigeführt worden, welcher, entgegen dem bestehenden Verbote und trotz der Warnungen seiner Kameraden, selbständig einen Sprengschuß abgab. Der bedauerliche Umfang der Explosion beweist, daß die getroffenen Einrichtungen noch immer nicht ausreichen, um Fälle der Uebertretung der bestehenden Vorschriften und größeres Urglück abzuwenden. Die königliche Bergbehörde hat Maßregeln in Erwägung genommen, wodurch bei künftigen Fällen der Fahrlässigkeit eines Arbeiters die Gefahr einer Explosion möglichst beseitigt werde.
— Der neue Geschichtsunterricht. Es ist schon ein Schritt geschehen, um die in den Schulkonferenzen von dem Kaiser geäußerte Ansicht über den Geschichtsunterricht an den höheren Schulen in daS praktische Leben zu übertragen. Wir erhalte» hierüber folgende Mitteilung: „Zunächst wird bei derjenigen Anstalt, welche der Kaiser als direkt unter ihm stehend bezeichnete, dem Kadetten- nnn tst's am Entscheidnugspuukte angelangt, nnb ich habe nm Verzeihung zu bitten, baß ich Euch vielleicht viel Herzeleid nicht erspart habe."
Der alte Manu seufzte tief auf, nnb bann sank er wie gebrochen in einen Stuhl zurück, fein Antlitz mtt beiben Hänben verhüllenb.
Ja bem Gemache herrschte eine Weile tiefes Stillschweigen; benn bie eben vernommenen Mitteilungen lasteten schwer auf ben beiben jungen Seelen.
.Freilich", sagte Leonharb enblich in gepreßtem Ton, .mein Vater ist streng nnb eifersüchtig stolz auf seine Ehre —"
Sein Blick fiel mit bangem Ausbrnck auf Jobauuu; als er aber bie Augen beS Mädchens wie hülfeflehend auf sich gerichtet sah, suchte ber junge Mann eine zuversichtlichere Miene auzuuehme».
.Meta Vater wirb nicht unerbtttlidj sein —" Aber Sattler wehrte mtt beiben Händen ab. „Sage das nicht; denn ich habe Deinen Vater schon gekannt, als man noch lange nicht an Dich dachte — ich weiß is besser. Der stolze, ehreustreuge Manu mag nichts mehr von seinem alten Freunde wissen, dessen Ehre geschänbet ist nnb hinter bem sich einst bie ZuchthanSthore geschlossen haben. Die Nennung meines Namens schon allein würbe in seinen Augen einen ihm zugefügten Schimpf bebenten 1"
Leonharb schritt auf ben wie gebrochen Dafitzenden zu nnb legte ihm sauft bie Hand ans bie Schulter.
.Fassen Sie Mut, Vater Sattler", fügte er mit einem zärtlichen Blick auf Johanna; .benn ich bin ein Manu, nnb auch ich halte starr an bem fest, was ich einmal für recht erkannt habe. Wohl ist mein Vater ein ehrenstrenger, stolzer Mann; aber ich wage zu hoffen, baß bie Liebe zu seinem einzigen Sohne ihm über alle» geht. Ec berbammt Sie, Vater Sattler, well ber Schein gegen Sie ausfagt; aber seine Meinung wirb erschüttert werben, wenn er etasieht, baß bet eigene Sohn nicht an bie Schult» beS JageubfteunbeS glaubt. Zubern hat er nicht baS Recht, mir bie Liebe zu einem reinen, makellosen Mädchen zu verbieten;
Anzeige» nimmt entgegen die Expedition d. Blatte«, sowie die Annoncen-Bnreanx von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a.M., Cassel, Magdeburg u Men; Rudolf XXVI Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L. “ ’1 Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Minimumlarik Zollerhöhungen mit zumtrtl geradezu prohibitiver Wirkung in Aussicht genommen. Spanien und Portugal sind dem Beispiel Frankreichs in der Kündigung der Verträge gefolgt und tragen sich mit der Absicht einer wesentlichen Erhöhung ihres Zolltarifs. Eienso ist jetzt in Rumänien, welche« schon ftüher, den von Frankreich au-gehendin wirtschaftlichen Ideen nachgebend, seine Handelsverträge ge kündigt hatte, ein Zolltarif in Vorbereitung, welcher im wesentlichen im protektionistischen Sinne gehalten ist. Sehnlich liegt die Sache in der Schweiz und selbst in Belgien und den Niederlanden, den Ländern, welche bisher eine mehr oder weniger freihändlerische Handelspolitik al« ihren Jntrreffen entsprechend gefunden hatten, werden die Stimmen lauter und lauter, welche gegenüber den französischen Absperrungs- tendenzen nach Zollschutz für die einheimische Produktion verlangen. Die Mac Kinley Bill ist inkraft getreten und bedroht bie europäische Einfuhr. Die Krisen in Argentinien und neuerdings in Chile werden nicht ohne schwerwiegende Einwirkung auf die Handelsbeziehungen Europas zu jenen Ländern bleibe». Der Reziprozitätsvertrag zwischen den Bereinigten Staaten von Amerika und Brasilien kann für daS in letzterem Lande nicht meistbegünstigte Europa zu weiteren kommerziellen Schädigungen führen. Die Gefahr einer vollständigen Umwälzung der europäischen wirtschaftlichen Verhältnisse hat sich also nur noch intensiver gestaltet. Einer solchen Sachlage gegenüber darf erwartet werden, daß in beiden Reichen der Zielpunkt der schwebenden Verhandlungen mehr und mehr von den beteiligten Kreisen gewürdigt und im Auge behalten werden wird. Gerade das Beispiel Frank reichs anläßlich der von ihm 1881 und 1882 geschloffenen Tarifverträge zeigte, wie sich an einen solchen Vertrag naturgemäß andere angliedern. Schon jetzt besteht kein Zweifel, daß $. B. die Schweiz bereit ist, auch ihrerseits in Tarifverhandlungen einzu treten. Bei anderen Staaten ist sicher von vornherein die gleiche Geneigtheit vorhanden. Je größer aber der Kreis ber sich in dieser Weise wirtschaftlich zusammenschlirßenden Staaten sein wird, desto mehr werden eS die sich vorerst noch mehr zurückhaltenden Staaten in ihrem Interesse finden, sich nicht zu isolieren. Auch Frankreich würde schließlich nicht umhin können, sich den Mitgenuß der von den verschiedenen dritten europäische» Staaten einander bezw. an Deutschland gewährten Vertragstarise durch ent- sprechende Konzessionen zu sicher». In diesen Konsequenzen für die Gestaltung der gesommtrn europäischen handelspolitischen Verhältnisse liegt, abgesehen
Johanna schmiegte fich eng an ihren Vater.
»Sag' uns alles*, schmeichelte fie, »laß uns wissend Dein Schicksal mit Dir tragen!"
»Was soll ich Euch weiter schildern?" fuhr ber Alte fort .ES ist ein Leben voller Kümmernis ge» west», welches ich seither geführt habe, freilich erhellt bnrch ben Sonnenschein ber Liebe. — AIS ich ans bem — laßt mich ben Namen verschweigen — nun gut, als man mich entließ aus bem schrecklichen Ort, ba spuckten bie Leute vor mir aus, wenn ste mich sahen. Ein ehrloser Dieb l Herrgott im Himmel, ich mnnbere wich, wie ich eS habe ertragen können. Freilich meta Weib ist's gewesen, mein eugelSgnte« Weib. Ihre stolzen Eltern verlangten, daß fie fich scheiben lasse von mir — aber fie blieb mir treu. Die Eltern verstießen sie um meinetwillen; fie schmiegte fich an mich nnb nannte mich Vater, Mutter nnb Satte. Sie glaubte an mich! DaS hielt mich aufrecht und machte mich trotzig im Ertragen meines Schicksals. Aber trotzbem war «8 eine harte, böse Zeit. Sm liebsten wäre ich fort, weit fort von Hier gezogen, benn S fand fich keine Beschäftigung, auch nicht bie geringste für mich."
Aber baS ist leichter gesagt als gethan. Wir mußten mit unseren paar Habseligkeiten an ber Scholle lieben bleiben. Zum Glück verfiel ich ans ben Gedanken, von meiner Kenntnis fremder Sprachen Gebrauch zu machen nnb bot mich ben Buchhändlern gegen ein Geringes zum Ueberfetzer an. — So ernährte ich meine Familie schlecht nnb recht. — Der Himmel schenkte nnb außer meiner Johanna, welche nm bie Zett ber Katastrophe geboren worben war, noch vier Kinber. Sie leben noch nnb stab gottlob gesund. — Vor drei Jahren starb mein Weib."
Er hielt für einen Augenblick taue nnb starrte vor fich nieber.
»Mit ihr starb mein Leben", fuhr er nach einer Weile leise fort. .Ich buchte bamais baran, mich zu töten — aber meine Kinder nnb bereu unversorgte Znkunft legten mir bie heilige Pflicht auf, für fie
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